Der Samurai, den ich liebte

The Samurai I Loved (2005), JP
Laufzeit 131 Minuten, Drama

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- Kritiker
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7.4 Community
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2 Kommentare
Der Samurai, den ich liebte - Bild 3901874
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von Mitsuo Kurotsuchi, mit Somegoro Ichikawa und Yoshino Kimura

Japan im 19. Jahrhundert. Der junge Maki Bunshiro verlebt eine unbeschwerte Jugend: In Fechtduellen mit Freunden bereitet er sich auf sein zukünftiges Leben als Samurai vor. Doch sein Schicksal erfährt eine tragische Wendung. Sein Vater Maki Sukezaemon, ein hoch angesehener Samurai, wird verdächtigt, in eine Intrige gegen den Fürsten verstrickt zu sein. Er wird verurteilt, Hara-kiri, also rituellen Selbstmord, zu begehen. Als Nachfahre eines in Ungnade gefallenen Samurai erwartet den 16-jährigen Bunshiro ein schweres Los. Praktisch über Nacht sind er und seine Mutter einem Leben voll von Mühsal ausgesetzt. Trotz zahlreicher Demütigungen und Beleidigungen durch die anderen Dorfbewohner, gibt Bunshiro sich jedoch nicht geschlagen. Er trainiert hart und entwickelt sich zum besten Schwertkämpfer seines Dorfes. Mit großer Zuneigung beobachtet die schöne Nachbartochter Fuku Bunshiros Entwicklung. Eine zarte Liebe erwacht zwischen den beiden Jugendlichen, die sie voreinander ebenso sorgsam geheim halten wie vor ihrer Umgebung. Doch der Fürst hat ein Auge auf die schöne Fuku geworfen und ruft sie als Mätresse an seinen herrschaftlichen Wohnsitz nach Edo. So bleibt den beiden nur ihre Erinnerung an eine aufblühende Liebe. Ausgerechnet der Hauptgefolgsmann Satomura, der seinen Vater zu Fall brachte, beruft Bunshiro nach Abschluss seiner Ausbildung in eine ehrenvolle Position und rehabilitiert damit die Familienehre. Bei einem Besuch seiner alten Freunde aus der Fechtschule erfährt er, dass Fuku unterdessen zur zweiten Konkubine des Fürsten aufgestiegen ist und ihm einen Sohn geboren hat. Durch das illegitime Kind ist die Erbfolge im Fürstenhaus erheblich durcheinandergeraten. Diese Nachricht erreicht auch Satomura. Er lässt Bunshiro in sein Schloss rufen und befiehlt ihm, im Sinne des Klans am Hofe konspirativ tätig zu werden. Noch ahnt Bunshiro nicht, dass dieser Auftrag ihn in Fukus unmittelbare Nähe bringen wird. Ein unbarmherziger Kampf um das Leben des Kindes und die Ehre der Samurai beginnt. Japan im 19. Jahrhundert. Als sein Vater, ein angesehener Samurai, wegen einer angeblichen Intrige zum rituellen Selbstmord verurteilt wird, sieht der talentierte Schwertkämpfer Maki Bunshiro sein zukünftiges Leben als Samurai zerstört. Einzig die junge Fuku hält zu ihm. Zwischen den beiden erwacht eine zarte Liebe, die aber schließlich tragisch endet, als Fuku als Mätresse an den Hof des Fürsten nach Edo berufen wird.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Der Samurai, den ich liebte

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Daitonuki

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was die sehr japanische Dramaturgie des Films betrifft, so muss man schon recht versiert sein, um sie vollends geniessen zu können. Diese Filme wurden nicht für ein internationales Publikum produziert. Dem Interesse einiger Spezialisten, meistens aus den USA, ist es zu verdanken, das sie ausserhalb Japans überhaupt zu sehen sind. Viele Kinoklassiker immer noch nicht auf die nötige Resonanz stossen. So ist gerade dieser Film, wie nur wenige andere, dazu in der Lage einem näher Interessierten, ein Spektrum der schönsten japanischen traditionellen Künste zu zeigen. Von der Teezeremonie, bis zur Kampfkunst Infrastruktur, alles wurde mit mit großer Liebe zum alten Japan auf schönste Weise, mit der Kamera eingefangen. Ebenso die selbstbeherrschte, verborgene Gefühlswelt der Japaner hier sehr feinfühlig in Szene gesetzt worden ist. Wer an der Ästhetik japanischer Kultur interessiert ist , wird hier mit einem Meisterwerk an Schönheit und Romantik auf japanischer Art bestens bedient.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Eigentlich sind es ja immer die unerfüllten Liebesgeschichten, die in Erinnerung bleiben. So wie in Dr. Schiwago, Désirée oder in Orfeu Negro. Hier erschweren dies einem vor allem aber drei Dinge: die Thematik der Geschichte ist uns etwas fremd - und zwar im wörtlichen Sinne (sie spielt im Japan des 19. Jahrhunderts, in dem Clans herrschen und Harakiri befehlen können). Dann wird eine Liebesgeschichte erzählt, die man nicht sieht - erst am Ende treffen die beiden Liebenden aufeinander und beklagen emotionslos ihr verpasstes Glück. Und schließlich wird in äußerst epischer Breite mit langen Einstellungen erzählt. Ein Zeitphänomen des Fernen Ostens, das man in der übrigen Welt kennt. Ebenso wie die eindrucksvollen Bilder, die uns in eine Welt entführen, der man staunend gegenübersteht, wenn man sich denn die Zeit dafür nimmt.

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