Der Schakal

The Day of The Jackal (1973), GB/FR
Laufzeit 145 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 11.10.1973

7.2 Kritiker
14 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
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von Fred Zinnemann, mit Edward Fox und Michael Lonsdale

Ein englischer Profikiller, der sich den Decknamen “Schakal” gibt, erhält von der rechtsextremistischen Terrororganisation OAS Anfang 1963 den Auftrag, Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle umzubringen. Mit eiskalter Präzision bereitet der geheimnisvolle “Schakal” das Attentat vor. Als die französische Polizei Wind von der Sache bekommt, beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Denn der “Schakal” entpuppt sich als außergewöhnlich gerissen.

Handlung

Die rechtsextreme OAS versuchte mehrfach, Charles de Gaulle zu ermorden. Die Organisationsspitze um Colonel Marc Rodin (Eric Porter) beschließt nach dem Scheitern durch Spitzel, einen Außenstehenden zu beauftragen. Rodins Wahl fällt auf einen Berufskiller (Edward Fox), der sich selbst “der Schakal” nennt und noch nie in Frankreich tätig gewesen ist. Für die Summe von 500 000 Dollar sagt dieser zu.

Er besorgt sich die Papiere des im Alter von zwei Jahren verstorbenen Paul Oliver Duggan und den Pass eines dänischen Lehrers namens Peer Lundquist. Der Abschirmdienst unter Colonel Rolland (Michel Auclair) beschattet Wolenski (Jean Martin), den persönlichen Adjutanten Rodins. Inzwischen wird Denise (Olga Georges-Picot), die wegen des Todes ihres Verlobten im Algerienkrieg der Organisation ergeben ist, beauftragt, sich an einen hohen Beamten aus dem Élysée-Palast heranzumachen, um an Informationen zu kommen.

Denise nimmt in einem Park durch einen inszenierten Reitunfall Kontakt zu dem französischen Beamten auf, wird dessen Geliebte und erfährt von ihm alle Details der Besprechungen der französischen Sicherheitsbehörden, die sie an die OAS und den Schakal weitergibt. Nachdem der Schakal seine Spezialwaffe geholt und ausprobiert hat sowie seine gefälschten Pässe (in beiden Fällen tötet er einen von ihm beauftragten Fälscher und einen Waffenhersteller) fährt er als Tourist verkleidet in Frankreich ein. In einem Schloss-Hotel begegnet er der Aristokratin Colette ( Delphine Seyrig). Er folgt ihr auf ihr Landschloss. Auch sie wird, obwohl seine Geliebte, von ihm während des Beischlafs getötet. In der Verkleidung als dänischer Lehrer reist der Schakal nach Paris. Bei der Ankunft in Paris entkommt er wiederum nur knapp. Sie läßt die Mitglieder des Krisenausschusses, denen Lebel (p:2369) Bericht erstattet, überwachen und kommt der undichten Stelle auf die Spur. Der Schakal beginnt nach einem Ausflug in die Schwulensauna eine Affaire mit dem Pariser Jules Bernard (Anton Rodgers). Er lebt nun vorerst bei seinem Liebhaber. Doch Jules wird durch ein Fahndungsbild im Fernsehen misstrauisch, so dass der Schakal auch seinen Liebhaber skrupellos opfert. Die Geschichte nähert sich schließlich dem Showdown zwischen Lebel und dem als Veteran verkleideten Schakal, der aus einem offenen Fenster sogar einen Schuß auf de Gaulle abfeuern kann und ihn dabei verfehlt. Lebel kann den Schakal erschießen.


Cast & Crew


Kommentare (22) — Film: Der Schakal

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Le Samourai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Konstant hochspannendes Duell zweier (nahezu) perfekt arbeitender Spezialisten. Killer und Cop. Klinisch brillant gespielt. Klinisch präzise, wertfrei inszeniert. Einer der ganz ganz großen Politthriller, der auch dank seines toll eingefangenen 60er-Charmes 40 Jahre später immer noch Freude macht.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Filmsuechtiger

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Wenn nur dieses ganz schwache und unglaubwürdige Finale nicht wäre...


Le Samourai

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Da hast du nicht ganz Unrecht, das Ende ist im Vergleich zum fantastischen Rest etwas abrupt und kraftlos. Sonst wären sogar noch mehr Punkte drin gewesen... :)


aberaber

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Bewertung7.5Sehenswert

Immer noch spannender, aufwändig inszenierter Film. Gute Darsteller und eine interessante Story.

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doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

`Nameless, faceless...relentlessly moving towards the date with death that would rock the world.´

Ein Psychoduell auf Distanz zwischen zwei großartig verkörperten Typen, die der Romanverfilmung ganz eindeutig ihre jeweiligen Stempel aufdrücken.
Regisseur Fred Zinnemann, der ja schon vorher mehrfach sein Talent für die Kombination von Dramatik und Typen bewiesen hat ("High Noon"), setzt hier das Buch des Spannungsexperten Frederick Forsyth absolut mustergültig um. Die dichterischen Freiheiten im Vergleich zur Vorlage fallen kaum auf und noch weniger negativ ins Gewicht.

Mit einer beeindruckend atmosphärischen Akribie werden die Vorbereitungen des eigentlichen Attentats beleuchtet, ebenso die Versuche der Sicherheitsorgane, so etwas wie einen Durchblick zu bekommen..

Angesichts heutiger Diskussionen um Terror, dessen Verhinderung und die Methoden zu eben dieser Verhinderung ist die Darstellung des Verhörs des OAS Mittelsmannes ebenso zeitlos wie der Film selbst, auch wenn das konkrete Szenario schon einen leicht staubigen Charme hat.

Keinen Staub angesetzt haben hingegen Edward Fox, der ansonsten eher in guten Nebenrollen auffiel ("Die Brücke von Arnheim"), und der gern unterschätzte Michael Lonsdale ("Ronin"), deren gleichermaßen klinisches und doch intensives Spiel den perfekten Eindruck zweier Profis an der Arbeit vermittelt.

Ein mit recht einfachen Mitteln konstant hochgehaltener Spannungsbogen, gelungene Bildersprache und die Gewissheit, dass ein Politthriller wohl nie wieder so betont ruhig inszeniert wird, machen weitere Reize dieses wunderbaren Films aus.

Die Existenz eines sehr(³) lose inspirierten Remakes, das einen tatsächlich herbe anbricht, schreit förmlich nach einem "Gute alte Zeit" Bonus. Aber den braucht "Der Schakal" nicht.
Er kann ganz für sich allein stehen.

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JoeKramer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Genialer Thriller, spannend aufgebaut und historisch wertvoll (alleine wenn man sieht wie damals versucht wurde die Identität ohne Computer und Überwachungskameras herauszufinden)

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emp6

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr mitreißender Thriller, der al wieder zeigt, dass es nicht Unmengen Blutspritzer braucht, um einen trotzdem gewaltätigen und v.a. hinterhältigen Killer darzustellen. Sehr spannend und gut gespielt, der Showdown ist für meine Begriffe allerdings etwas plötzlich. Der Realitätsbezug gibt dem Film von Beginn an viel, jedoch ist von vorherein auch jedem Zuschauer mit Geschichtskenntissen klar, dass der Schakal in seinem Vorhaben scheitern wird, was sich natrlich ein wenig auf die Spannung auswirkt.

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Conan Doyle

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Der Schakal" ist für mich der beste Polit-Thriller aller Zeiten. Der Film basiert auf einem realen politischen/zeitgeschichtlichen Hintergrund. In den 60er Jahren wird ein anonymer Auftragskiller von der angeschlagenen OAS angeheuert, um Charles de Gaulle zu ermorden. Die Planung, Vorbereitung und Durchführung des politischen Mordes werden ebenso detailliert und authentisch dargestellt, wie die Bemühungen der französischen Polizei, den Anschlag zu verhindern, obwohl weder Zeit und Ort noch die Identität des Schakal bekannt sind. Es entwickelt sich ein realistisch inszeniertes Katz- und Mausspiel, bei dem der Schakal seinem Verfolger immer eine Nasenlänge voraus ist, bis daß er buchstäblich in letzter Sekunde gestellt wird. Hier hat man es mit dem seltenen Fall zu tun, daß eine Verfilmung besser ist, als die Romanvorlage. Der Schakal ist authentisch, intelligent und spannend bis zur letzten Minute.

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pauser

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Genial - das Remake ist völlig überflüssig.

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Der Franzose

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Besetzung von Edward Fox als Profikiller macht den Film heute noch immer sehenswert !

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nöls

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film kam mir in seiner Machart, trotz seiner fast 40 Jahre, erstaunlich modern vor. Dies beschert der Geschichte trotz, oder gerade wegen, der langen Laufzeit eine bis zum Schluss fesselnde Atmosphäre.

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Trondyard

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der spannendsten Filme aller Zeiten.
Nahe dran am Roman von F. Forsyth und mit einer authentischen Atmosphäre.
Selten wurde Fiktion so realistisch verpackt. Ein Meilenstein.
Einen Kübel Häme jedoch über das billige Remake mit B.Willis und R.Gere (was hatte der da eigentlich zu suchen?). Schlechter geht's kaum.

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Scipio

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Bewertung10.0Herausragend

Um Lichtjahre besser als der Nachdreh mit Bruce Willis und Richard Gere.

Ich kenne keinen anderen Film der Polizeiarbeit so nachvollziehbar und LOGISCH darstellt. Ein perfekter und sehr spannenender Film.

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Matty

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Viel besser als das Remake mit B.Willis und R.Gere.
Einfach beängstigend gut, wie "Der Schakal" sich Detailversessen auf das Attentat vorbereitet.

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AlainDelon87

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kein Vergleich zum Remake.
Hier stimmt alles: Spannung, Länge, Darsteller, Drehorte.
Man kann sich immer wieder ansehen mit welcher akribischer Detailversessenheit Edward Fox' Schakal seinen Anschlag plant. Dieser zeitlose Klassiker wird nie langweilig.

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kawummbaby

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Bewertung9.5Herausragend

Ein wirklich toller Film! Ruhig und handwerklich, langsam kommend, wirklichkeitsnah und verdammt spannend. Absolute Empfehlung!

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alanger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

vergesst das peinliche remake, seht das original!

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guggenheim

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hat nicht sonderlich viel mit dem Remake gemein und ist viel mehr in Richtung Krimi als Thriller verlagert. Aber es ist mal angenehm, dass ein Berufskiller auf den Plan tritt, der nicht so kühl und megapräzise ist und zudem nicht den Präsidenten oder dessen Gattin oder sonst wen aus den USA abknallen will, sondern einen europäischen Führer.

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Bennilein

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Schakal dient heute hoffentlich keinem Terroristen als Vorbild, denn er erledigt seinen Job besser, als jeder andere. Die technischen Mittel sind heute weiter als damals, aber die Intelligenz, mit der Fox spielt und spielen lässt, hält jeder Technik stand. Auch Plagiaten. Ab in die Sauna. Aber schön alle am Leben lassen!

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RaZer

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Bewertung7.0Sehenswert

Spannend, ansprechend und niveuavoll aufgebauter Actionthriller. Weiß gut zu unterhalten mit netter Atmosphäre und passender Besetzung. Besser als das Remake, soviel steht fest!

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maslobojew

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Bewertung9.0Herausragend

Der Roman von Forsyth ist extrem spannend, das Film-Remake total überflüssig bis lächerlich, diese Erstverfilmung hier absolut sehenswert. Aber immer erst den Roman lesen, bitte schön!

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Ferdinand

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannend und rasant abgedreht. Sehenswert!

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