Der schleichende Tod

Endangered Species (1982),
Laufzeit 97 Minuten, Thriller, Science Fiction-Film

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Der schleichende Tod
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von Alan Rudolph, mit Robert Urich und JoBeth Williams

In Colorado werden verstümmelte Rinderkadaver gefunden, verdächtigt werden außerirdische Mächte oder Teufelsanbeter. Der Sheriff und ein Ex-Polizist kommen jedoch einer skrupellosen Geheimorganisation auf die Schliche.


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crab1973

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Bewertung4.0Uninteressant

Im wunderschönen Colorado werden immer häufiger verstümmelte Rinderleichen auf den Feldern gefunden. Anstatt das als Anlass zu nehmen eine zünftige Grillparty zu veranstalten (mein erster Gedanke), vermuten die Verschwörungstheorie erfahrenen Ortsansässigen zuerst Satanisten als Täter, dann Außerirdische. Der attraktive Sheriff des Orts (Carol Annes Mama: JoBeth Williams) und der weniger attraktive Ex-Polizist Ruben (TV Veteran Robert Urich) finden schließlich die Wahrheit heraus. Eine Geheimorganisation testet chemische Kampfmittel in der Gegend und der skrupellose Chef dieser Organisation (mit Rotzbremse gar nicht erkannt: Peter Coyote) tut alles, damit das auch geheim bleibt.

Wenn ich diesen Film irgendwann in den 80ern gesehen hätte, wäre bestimmt eine höhere Bewertung dabei rausgesprungen. Heute allerdings erinnert das alles viel zu sehr an eine durchschnittliche „Akte X“ Episode, welche auf 90 Minuten gestreckt wurde.

Der Plot ist nicht sonderlich originell und auch 1982 gehörten Regierungsorganisationen, die geheime Waffenexperimente an unschuldigen Mitbürgern und Kühen durchführen, schon längst zum guten Ton von Verschwörungstheoretikern.

So richtig Spannung will eigentlich nie aufkommen und so passt der deutsche Titel dann auch mal ganz wunderbar zum Endprodukt. Entweder schleicht die Handlung so vor sich hin, oder tritt gleich auf der Stelle. Da sind eine ganze Menge Nebenstränge eingebaut, die weder interessant noch mitreißend sind und schon den Eindruck erwecken, dass es sich hierbei um pure Laufzeitstreckung handelt.

Darstellerisch ist das solides Mittelmaß, allerdings können die Schauspieler auch nicht überdecken, dass der Drehbuchautor bei den Dialogen total versagt hat. Die Leute reden munter aneinander vorbei und so verwundert es auch nicht weiter, dass JoBeth Williams während ihrer Dialogsequenzen einige Male so aussieht als ob sie Zahnschmerzen hätte.

Apropos Drehbuchautor. Selbiger zeigt uns auch noch wie man(n) (seiner Meinung nach) eine attraktive und erfolgreiche Frau in einer Führungsposition rumkriegt.
Einfach mitten in der Nacht, komplett besoffen, an der Tür klingeln und die holde mit den eigenen Problemen vollheulen. Wenn sie dann immer noch nicht begeistert aus den Klamotten springt, wird einen Gang höher geschaltet und man wird unverschämt anzüglich. Danach zudringlich.
Das klappt bestimmt (zumindest in diesem Film) und dafür gibt es von mir auch die Chauvi Medaille in Platin.

Ansonsten bleibt ein eher langweiliger Verschwörungsthriller, der zu seiner Zeit vielleicht ganz gut unterhalten konnte, heutzutage aber viel zu bieder und vorhersehbar daherkommt.

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