Der Schrecken der Medusa
The Medusa Touch (1978), GB/FR Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama
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17 Kommentare
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von Jack Gold und Jack Gold, mit Richard Burton und Lino Ventura
John Morlar verfügt über eine erschreckende Kraft, die über Leben und Tod entscheidet. Schon seit seiner Kindheit richtet er Menschen, die seine Empfindungen verletzen. Sie kommen auf tragische Weise ums Leben. Verdacht schöpft niemand, bis der telekinetisch veranlagte Morlar brutal überfallen wird und Kommissar Brunel ermittelt. Auf der Suche nach dem Täter gerät Brunel in eine mysteriöse Welt von Horror und Katastrophen, die der klinisch tot Morlar von seinem Krankenbett aus heraufbeschwört.
Cast & Crew
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Jack Gold
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Jack Gold
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Richard Burton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) John Morlar
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Lino Ventura
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Lee Remick
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Zonfeld
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Harry Andrews
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Polizist
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Alan Badel
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Marie-Christine Barrault
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Patricia
Regie
Schauspieler
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Jeremy Brett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Edward Parrish
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Michael Hordern
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Gordon Jackson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Johnson
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Michael Byrne
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Derek Jacobi
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Robert Lang
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pennington
-
Avril Elgar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Pennington
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John Normington
-
Robert Flemyng
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) McKinley
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Philip Stone
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Malcolm Tierney
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Norman Bird
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Jennifer Jayne
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James Hazeldine
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lovelass
-
Maurice O'Connell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sergeant Robbins
-
Brook Williams
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Krankenpfleger
-
John Briley
- Genre
- Mysterythriller, Drama
- Ort
- London
- Handlung
- Exekution, Telekinese, Überfall, Übernatürliche Kräfte
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der Schrecken der Medusa
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Kritiken (2) — Film: Der Schrecken der Medusa
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschen... Beim Wiedersehen fiel mir vor allem auf, was für extrem gelungene Lösungen der Film für das Problem findet, das man bekommt, wenn man die zentrale Figur bereits in der ersten Szene so zurichtet, dass sie den Rest des Films unbeweglich im Krankenhausbett verbringt. Natürlich wird mit Rückblenden gearbeitet und mit der enormen stimmlichen und mimischen Intensität Richard Burtons, aber die für mich viel überzeugenderen Elemente sind die sorgfältig gesetzten Beschwörungen der geistigen Präsenz Morlars trotz dessen körperlicher Abwesenheit bzw. Machtlosigkeit: die Bilder von Munch und Escher in seinem Appartment, die Bruchstücke aus seinen Aufzeichnungen, auf die Brunel stößt, und immer wieder die schiere Unmöglichkeit der Anzeigen auf den Bildschirmen über dem reglosen Körper. Die Zuckungen des EEG sind hier dramaturgisch so simpel und doch rasch so genial wirksam wie auch die ungleich berühmteren, nur ein Jahr jüngeren blinkenden Lichtpunkte auf dem Bildschirm des internen Scanners der Nostromo, als der Captain in den Versorgungsschächten das Alien erwartet ...
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenBeklemmend düsterer Thriller mit hübsch verschachtelter Erzählstruktur und großen Stars in Top-Form. Inszenatorisch nicht der ganz große Wurf und im endlosen Kirchenbeben zu sehr dem Produzenten Sir Lew "Low" Grade verpflichtet, aber dank Richard Burton als dunklem Propheten und Lino Ventura als französischem Austauschbullen durchweg sehenswert. Gibt sich unversöhnlich und in seinen Katastrophenszenarien beängstigend vorausschauend.
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Hisayasu S 2011/09/17 22:09:34
Antwort löschenJau! Is geilo! Allein schon wegen Ventura & Burton!
Kommentare (15) — Film: Der Schrecken der Medusa
Kommentar schreibenZak McKracken 2012/01/08 20:43:04
Kommentar löschenHallo moviepilot, hallo Leute!
Habe mich extra wegen "Der Schrecken der Medusa" hier angemeldet. Der Beitrag von "patcharisma" ist super. Ich weiß nicht ob "Der Schrecken der Medusa" mein Lieblingsfilm ist, das ist halt so ne sache mit "Lieblingsfilm". Genau so wie bei Musik oder Malerei. Aber jedesmal wenn ich ihn gucke, weiß ich: er ist es! Gut, geht mir bei "Steiner-das eiserne Kreuz" genauso. Aber einer von beiden muß wohl mein Lieblingsfilm sein ;-)
Und vielleicht kann man sich einfach meinen Kommentar sparen, wenn man das Buch zum Film gelesen hätte. Ich hab es nicht. Will ich auch gar nicht, der Film steht definitiv für sich. Weshalb er trotz genialer Schauspielkunst, exzellenter Schnitttechnik, hevorragender Dramaturgie, zum heulen schöner Dialoge und Monologe eher unbekannt ist, kann ich mir nur dadurch erklären, daß er aus jeder Ecke gegen das Christentum trieft und mal sowas von kein Happy End hat, daß es eine wahre Freude ist.
Ok, warum schreibe ich hier:
Hier haben sich ja schon einige gefragt, wer sich hinter "L" verbirgt. Vor einigen Wochen fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
Es gibt diese zwei Mysterien im Film, die ich mir lange Zeit nicht erklären konnte. Zum einen dieser unbekannte Mann, mit dem sich Morlar über drei Stunden auf einer Parkbank unterhalten hat. Zum anderen, wie gesagt, wer verbirgt sich hinter L. Deshalb war für mich eigentlich klar, daß diese zwei "ungeklärten Fälle" des Films identisch sind. L ist der unbekannte auf der Parkbank.
L? Lacht mich aus, aber bisweilen bin ich von Geistesblitzen gesegnet. L steht für nichts anderes als: Luzifer.
Jetzt mag der eine oder andere vielleicht mit dem Kopf schütteln, ich hatte jedenfalls erstmal ne Portion Gänsehaut im Nacken. Und dieser geniale Film war für mich plötzlich um eine weitere Nuance reicher.
Im übrigen dürfte Morlar selbst nicht erkannt haben, wer sich wirklich hinter L verbirgt, was seine Verzweiflung erklärt.
Nun, der Film strotzt ja nur von versteckten Hinweisen. Eine Szene die meine These unterstreicht ist jene, in der Morlars Fähigkeiten sich zum ersten mal zeigen. Die Szene in der er als Kind krank im Bett liegt und von der "irischen Viper" mit Bibelversen gequält wird. Zufälligerweise spricht sie exakt von "Luzifer", von "Satan", zufälligerweise betet Klein-Morlar daraufhin zum Teufel und bittet um Hilfe, zufälligerweise ist dieser Moment der Beginn sämtlicher darauffolgender Katastrophen. Morlar hatte in diesem Moment schlichtweg seine Seele dem Teufel verkauft. Auch das scheint er bis zum Schluß nicht in vollem Umfang selbst realisiert zu haben.
Im übrigen sollte man sich davor hüten beim Teufel der Definition der Kirche zu folgen die ihn ausschließlich ins "schlechte" Licht rückt. Soweit ich weiß bedeutet "Satan" übersetzt einfach nichts anderes als "Widersacher". Widersacher zu Gott. Und was auch immer. Gut und Böse sind relative Begriffe. In vielen Werken der Literatur oder Filmen wird Luzifer nicht ubedingt als unsympathisch dargestellt.
Morlar spricht zwar davon, daß die von ihm ausgelösten Geschehnisse sämtlichst destruktiv sind. Aber sind sie das wirklich? Mal abgesehen z.B. vom Flugzeugabsturz und Kollateralschäden trifft es meist die "Richtigen".
Dann gibt es eine Szene, in der klar wird, daß Morlar von Luzifer höchstpersönlich geschützt wird. Es ist die Szene in welcher Sgt. Duff bei Brunel im Appartment ist und kocht. Dabei spricht er davon, daß alle Menschen, die wütend auf Morlar sein könnten tot sind. So zum Beispiel die Eltern der Kinder die in den Flammen umgekommen sind oder der Typ den Morlar vor Gericht verteidigt hat (Und ein paar Monate nach der Entlassung vom Bus überfahren wurde).
Damit hatte Morlar definitiv nichts zu tun. Selbst wenn er irgendwie von deren Tod erfahren hätte, so hätte er dies Zonfeld mit Sicherheit nicht verheimlicht.
Ein klarer Beweis dafür, daß hier noch eine weitere, weitaus größere und universellere Macht mit im Spiel ist.
Daß diese Macht nichts genutzt hat, als Morlar erschlagen wurde läßt sich auch erklären. Ich bin mir ziemlich sicher, daß Morlar es in seiner Verzweiflung darauf angelegt hat, daß Zonfeld ihn tötet. Was 100%ig gegen andere Menschen funktioniert, funktioniert konsequenterweise auch gegen sich selbst gerichtet. Daß der Teufel ihn dann aber trotzdem nicht sterben ließ, wissen wir.
Soweit meine Gedanken.
"Sucht den Mann, der die Macht besitzt Katastrophen heraufzubeschwören."
Beste Grüße,
Zak
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crab1973 2012/01/11 07:55:49
Antwort löschenDas ist durchaus ein interessanter Gedankengang, über den sich nachzudenken lohnt. Du solltest aber Deinem Kommentar eine generelle Spoilerwarnung voranstellen. Das ist eine Warnung an alle Deinen Kommentar erst zu lesen, wenn sie dieses Meisterwerk gesehen haben.
MovieMonster 2012/01/15 17:45:48
Antwort löschenUrlange her, daß ich den als Kind geguckt hab. Hab den damals auf Video aufgenommen (Betamax ;D) und dann eigentlich immer wieder geguckt... wenn der das nächste Mal im TV läuft, bin ich auf jeden Fall dabei - Klasse Film!
Teezy123 2011/11/21 20:07:31
Kommentar löschenRichard Burton, Lee Remick und Lino Ventura spielen sich in diesem genialen Streifen gegenseitig an die Wand.
Ein genial umgesetztes Drehbuch macht das Ganze dann perfekt und zu einem Film, der süchtig macht.
Perfekt abgerundet wird dieser Klassiker durch ein Ende, dass einem die Haare zu Berge stehen lässt.
Fazit:
Beeindruckendes großes Kino
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VisitorQ 2011/10/20 21:04:59
Kommentar löschenWer ein Kick-ass ending will, kommt an "Der Schrecken der Medusa" nicht vorbei. Wow, just wow.
3,5/5
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lieber_tee 2011/10/06 21:02:22
Kommentar löschenIn Rückblenden erzählter Telekinese-Thriller mit Elementen aus Krimi-, Horror- und Katastrophenfilmen. Das intelligente Drehbuch zieht die mosaikartig erzählte Biographie eines rachsüchtigen, damienhaften Monsters zu einen spannenden, zukunfts-/fortschritt-pessimistischen Portrait der End-70er Jahre zusammen um es in eine teuflisch-göttliche Zerstörungsorgie enden zu lassen. Jack Gold gelingt es punktgenau die verschiedene Genre zu verbinden, der ausgemergelte Richard Burten spielt nur mit seinen diabolischen Augen und schwere Streicher treiben „Medusa“ in ein unvergessliches, apokalyptisches Desaster. Das ist großes Genre-Kino.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
sikkmeidack 2011/10/08 17:02:18
Antwort löschenTraumatisch! Überzeugend-starke Filme erzeugen Wunden, die zu Narben werden. An dieser Narbe pusel ich noch heute rum.
lieber_tee 2011/10/08 17:39:04
Antwort löschenIch hatte auch als pubertierender Jugendlicher mit dem Film ein sehr verstörend-beängstigendes Erlebnis. Nicht nur des Endes wegen...
sikkmeidack 2011/10/08 21:32:27
Antwort löschenNein-nein. Der gesamte Film ist ein Alptraum. Ähnliche Wirkung hatte damals auf mich "Wenn die Gondeln..."
lieber_tee 2011/10/09 21:09:36
Antwort löschenDas meinte ich. Morals Lebensrückblick ist ein beängstigend-schauriger Rachefeldzug, moralisch gerechtfertigt, bis er alle Grenzen überschreitet. Diese Machtausübung hat mir den Schlaf geraubt. Und ja, "Gondel" war auf eine andere Art genauso schlafraubend.
Die subtile und suggestive Machart dieser Meisterwerke wird heute nur sehr selten erreicht und als Jugendlicher haute das damals voll rein.
Andy78 2011/10/12 21:41:20
Antwort löschen@lieber_tee: So isses...
So viel habe ich von "Wenn die Gondeln..." wohl damals nicht verstanden, aber noch heute krieg ich Panik, wenn ich Kinder in roten Regenmänteln sehe...;)
lieber_tee 2011/10/12 23:22:38
Antwort löschenKinder in roten Regenmänteln die um die Ecke gehen und im Nebel verschwinden ist bei mir auch ein ängstigendes Bild. Ähnlich wenn ich lachende Clowns sehe. Da denke ich immer, das dieses Lachen der Vorbote des Grauens ist...
Andy78 2011/10/13 21:36:44
Antwort löschenJa, das mit den Clowns ist auch so eine Sache...Schauderhaft...
Ich kenne übrigens auch keine Kinder, die Clowns wirklich unbefangen gegenüberstehen...und die haben da ja immer auch ne gute Antenne...;)
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lieber_tee 2011/10/13 23:16:28
Antwort löschenJa, Clowns haben immer etwas "Falsches", "Unechtes", "Hinter-der Maske-lauerndes". Kann aber auch eine Phobie meinerseits sein.:)
Andy78 2011/10/16 03:59:16
Antwort löschenZutreffende Beschreibung!..;)
Unter der Phobie leide ich dann wohl auch...;)
russel 2011/09/23 17:47:24
Kommentar löschenrichard burton und lino ventura in einem film. allein das ist schon ein grund diesen film zu schauen. das aber jack gold noch so einen düsteren thriller aus dieser besetzung ( nicht zu vergessen lee remick) zaubert, bringt mich zum entzücken. suspense der extraklasse.
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patcharisma 2011/07/14 23:37:48
Kommentar löschenAuch wenn ich dieses Ausnahmewerk schon an die hundert Male gesehen habe und das immer wieder mal gerne mache, bleibt das Resumée (und die Faszination dafür) immer das Gleiche: "The Medusa Touch" (1978) mit Lee Remick ist wohl der brutal-beste Mystery-Thriller aller Zeiten! Mit jeden Mal anschauen entdeckt man hier wieder eine neue Feinheit, auch wenn man den Climax und die geniale Schlusspointe längst kennt. Ein Attribut in der Skala darunter ist nicht zu finden und daran was anzufechten gibt es nichts, denn hier stimmt einfach jedes Kleinst-Detail im Ganzen zur Vollendung cineastischer Meisterkunst! Das Ganze hat nicht nur eine geniale Struktur mit all seinen (erstmals so stilisierten) Rückblenden und ist dazu noch ultra-spannend, sondern es ist ebenso durchzogen voll mit radikaler Gesellschaftskritik und bösartigstem Sarkasmus. (Mir sprechen Richard Burton's weise Sätze jedes Mal wieder aus dem Herzen...)
Schon mit der ersten Szene nimmt es einem hier grad vollends gefangen, es ist wie ein unerbitterlicher Sog aus dem es kein Entrinnen gibt. Was (kurz) mal anfängt wie ein gewöhnlicher Krimi mit einer Mord-Szene, nimmt schon sehr schnell andere (philosophische) Dimensionen an, nämlich als der grummelige französische (Austausch-)Kommissar Brunel (Lino Ventura - grossartig) mal ins Tagebuch des gemeuchelten Schriftstellers John Morlar (Richard Burton, oftmals mit seinem geliebten Whiskey in der Hand, der Mann war niemals besser!) reinschaut. Da steht geschrieben: "Und so gibt es mehr Tränen als Lachen, mehr Wasser als Erde. Und der Tag wird kommen, wo das menschliche Leid alles Land überflutet und eine Arche wird auf diesen zusammenströmenden Qualen dahintreiben."
Ist das nur "die blumige Welt der Schriftsteller" wie Lino's Kollege Duff anmerkt? Der Zuschauer wird bald eines Besseren belehrt, denn im Tagebuch steht noch viel mehr Rätselhaftes, auch: "Zonfeld - if she only knew...". Dr. Zonfeld ist Lee Remick (in einer ihrer aller-coolsten Rollen) und die Psychiaterin, die Richard Burton aufsuchte ("Ich pfeife auf Ihre Pillen! Behandeln Sie mich nicht so herablassend und wie ein Schwachkopf!" xD), als der selbst wegen seinen "Fähigkeiten" an den Anschlag gekommen ist ("Wenn ich schon darüber verfüge, warum muss es sich immer in Deskruktivität äussern? Es ist wahrscheinlich so, weil wir alles Kinder der Hölle sind."). Was mit Hilfe von ihr sich nun dem verdutzten Inspektor auftut, sind acht so genial erzählte Rückblenden des Todes, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und die Grenze der Vernunft und des Wahnsinns komplett verwischen: Mit Burton's psychopathischem Kindermädchen fängt alles an ("eine irische Viper, Priester-hörig, Rosenkranz-besessen, sie bedurfte verzweifelt des Trostes der Verdammnis"), weiter lässt eine lose Handbremse Morlar's gemeine Eltern über eine südenglische Klippe stürzen, ein Schule mit seinem tyrannischen Lehrer geht in den Flammen auf ("Morler, Du versuchst anscheinend einen Trottel aus mir zu machen". Antwort des jungen Genies, gespielt vom kleinen Joseph Clark: "Ich bin überzeugt, Sir, dass man nur aus sich selbst einen Trottel machen kann."); die nervige Nachbarin springt aus dem Fenster (mit der genialen Begleitung eines Animationsfilms dazu, der überlaut im TV läuft), ein Richter geht ebenso hops und natürlich auch Morlar's untreue Ehefrau Patricia (herrlich böse: Marie-Christine Barrault).
Irgendwann weiss der Zuschauer dann, Morler ist nicht tot, er liegt "nur" im Koma und sein Gehirn läuft wacker weiter: "Die Mauern von Jericho sind durch die Macht der Gedanken zerstört worden" und ab dem Moment nehmen die Katastrophen ungeahnte Dimensionen an. Und viele werden wohl dank dem Film ein äusserst mulmiges Gefühl beschleichen bekommen, wenn sie wieder mal eine dieser überdimensionierten Kathedralen (wie hier "Minster Cathedral") als Tourist besuchen, grad wenn die bedrohlichen und schrillen Bombast-Orgelklänge an-sounden (ich getrau mich wegen diesem Streifen schon in gar keine mehr rein!).
Fazit: "The Medusa Touch" von Jack Gold (nach einem Roman von Peter Van Greenaway) ist ein so genial durchkomponiertes Meisterwerk voller wundervoll gestreuten Hints bis ins kleinste erdenkliche Detail hinein (z.B. die Maschinen-Ton-Frequenzen (im Spital) der immer weiter anschwellenden Gehirnströme bringen einem fast zur Weissglut), genialer Akkord-wechselnder Musik von Michael J. Lewis (inklusive elektrischen Gitarren- und Synthtupfern), voll durchdachtem Symbolismus, grossem 70's-Flair, ständig akzelerierender Bedrohung mit den genial verschachtelten Rückblenden plus dem schockierendem Ende und natürlich den Leistungen der Schauspieler und ihren gesprochenen Dialogen auf allerhöchstem Niveau. Nochmals: Für mich gibt es im Mystery-/Psychothriller-Wesen wirklich nichts Grösseres als der Genre-sprengende und -revolutionierende Super-Klassiker "Der Schrecken der Medusa".
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Andy Dufresne 2011/07/15 02:44:52
Antwort löschenSchöner,ausführlicher Kommentar.Burton ist eh einer meiner Lieblingsschauspieler.Er war 7 mal für den Oscar nominiert und hat ihn nie bekommen,einer der ganz großen Irrtümer in der Filmgeschichte und eine persönliche Beleidigung diesem Großschauspieler gegenüber.Ich fand ihn am allerbesten in "Who´s afraid of Virginia Woolf", the Medusa Touch habe ich allerdinghs noch garnicht gesehen...
ElMagico 2011/07/15 07:09:40
Antwort löschenWhoohooo...Ein Lieblingsfilm von Pat mit Mystery...klingt nach Futter für mich :)
Brennegan 2011/07/15 13:50:59
Antwort löschenJa der Film ist schon toll ... und der Kommentar auch :)
patcharisma 2011/07/15 16:48:57
Antwort löschenThank you all very much! Ja, dieser Film ist wirklich mal einer, den man immer wieder & wieder anschauen kann... ;-)
patcharisma 2011/07/16 04:43:15
Antwort löschenWeiss jemand, was der Satz bedeutet: "Kein Zeichen von L" - das fand ich niemals heraus....
Brennegan 2011/07/16 08:45:54
Antwort löschenDein Kommentar hat mich nun dazu bewogen, deie 9,5 doch auf eine 10 zu erhöhen :)
Und was "Kein Zeichen von L" angeht, da hat mich deine Frage jetzt bewogen, den Film endlich mal wieder zu schauen ... ich wusste es mal. Aber hmmm ... ich find es heraus und sag es dir dann :)
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patcharisma 2011/07/16 21:15:55
Antwort löschenUi voll cool, Seven! Und der Mann im Park, mit dem Morlar drei Stunden lang sprach, bekam ich auch nie heraus. But you will find it out... ;-)
patcharisma 2011/09/04 22:08:46
Antwort löschenDanke, Mr. Professor Hirnriss!
paulus4 2011/02/23 13:10:04
Kommentar löschenmein Lieblingsfilm - gesehen aufgenommen auf meinem ersten Videorecorder - und mindestens 5 mal angeschaut - bei dem Film stimmt einfach alles - Musik , Schauspieler , Handlung , und die beißende Kritik an Kirche , Politik - Gesellschaft -
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Brennegan 2010/10/26 12:26:56
Kommentar löschenWunderbar, wie sich die Geschichte um den verzweifelten Schriftsteller Morlar langsam zu einem mystischen Thriller entwickelt, dessen Ende ein erschrockenes Lächeln auf das Gesicht zaubert. Schauspielerisch brilliant, technisch für die Zeit super umgesetzt ...
nach dem Fim sieht man Burton mit anderen Augen ... oder besser, man sieht ihm lieber nicht mehr in die Augen!
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patcharisma 2010/10/26 13:54:15
Antwort löschenAh toll, ein Fan davon! ;-)
Brennegan 2010/10/27 12:31:23
Antwort löschenJap, der Film hat mich von Anfang an gefesselt ... okay, Burton hat mich dazu "ermutigt" :)
Filmkenner77 2010/09/19 14:10:42
Kommentar löschenSpannender Mysterythriller mit Topstars. Fast schon ein Klassiker.
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sikkmeidack 2009/10/18 04:31:44
Kommentar löschenIn meiner Kindheit war dieser Film der schlimmste Alp!traum. Großartig inszeniert mit einer ausweglos-glaubhaften, überwältigenden und unfassbaren Handlung, die man aber trotz ihrer Abstrusität nicht in Frage stellt. So much disturbing. Schlaflose Nächte waren mit ca. 8 Lebensjahren die Folge. Noch heute löst dieser geniale Film Beklemmungen bei mir aus. 2 Daumen hoch.
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patcharisma 2009/10/19 02:01:41
Antwort löschenToll, endlich mal jemand der dieses Meisterwek zu schätzen weiss! F**k sie mit ihren sog. Kunstfilmen, DAS ist Kunst!
neumann2000 2008/11/18 09:59:43
Kommentar löschenSehenswerter "früher" Mystery-Thriller. Durchweg spannend.
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Zuri 2008/03/19 20:45:47
Kommentar löschenRichard Burton, Lino Ventura und Lee Remick sind eine starke Besetzung. Dazu kommt noch die tolle Story! Ich finde den Film absolut Klasse!
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rkuehne 2008/03/05 12:35:33
Kommentar löschenkein schlechter Film, aber die 10 Punkte, die mir der moviepilot einst prophezeite erreicht der Film nicht, dafür ist mir dieses übersinnliche zu absurd. Trotzdem ist der Film an keiner Stelle langweilig oder langatmig, arbeitet mit schönen Bildern und guten Darstellern, die Punktabzüge gibts also ausschließlich für die Story an sich, aber das ist mir halt immer ziemlich wichtig.
Vielleicht wäre dieser Molnar auch was für The Next Uri Geller gewesen ;-)
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Sonse 2008/02/05 00:33:57
Kommentar löschenWunderbar schaurig, wenn auch einige Plotfäden unbefriedigend ungelöst bleiben. Burtons Präsenz trägt den Film.
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patcharisma 2011/07/16 04:45:30
Antwort löschenHab's wiedermal geschaut, Du musst auch wiedermal... ;-)
Gasoline 2007/10/04 17:51:14
Kommentar löschenToller Film!
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