Der seltsame Fall des Benjamin Button - Kritik

US 2008 Laufzeit 166 Minuten, FSK 12, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 29.01.2009

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Kritiken (30) — Film: Der seltsame Fall des Benjamin Button

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.5Herausragend

[...] Der seltsame Fall des Benjamin Button deckt ein ganzes Leben ab und tut dies in epischer Breite, variiert Erzählform und –struktur, bedient sich diverser filmischer Kniffe und überzeugt ein ums andere Mal mit eindrucksvollen Bildern und Szenen und verweist aber auch immer wieder auf den Erzählstrang um die sterbende Daisy und ihre Tochter Caroline. Selbstverständlich offenbaren sich bei der Erzählung aus einem Tagebuch auch kleinere dramaturgische Mängel und so kommt der Film nicht ohne Längen aus, wohingegen andere Dinge gefühlt zu schnell und wortkarg abgehandelt werden, um für den Zuschauer einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, wenngleich dies wiederum den Eindruck verstärkt, dass Benjamin Button zu keiner längerfristigen Bindung fähig ist, weil Menschen die ihm begegnen, auch ebenso schnell wieder aus seinem Blickfeld verschwinden zu scheinen. [...]

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SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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7.0Sehenswert

[...] Verschiedene Epochen und Generationen umklammern die Geschichte, Schicksale und Verluste bestimmten das Geschehen und die melancholische Tragik kreuzt sich immer mit der harmonischen Schönheit. Hätte Fincher sich nicht im Mittelteil, gerade wenn es um die Beziehung zwischen Daisy und Benjamin geht, an beiläufige Dinge geklammert und sich weiterhin auf die Tatsachen konzentriert, dann bräuchte man von erzählerischen Längen gar nicht sprechen. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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8.0Ausgezeichnet

Die Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds Kurzgeschichte ist ein wunderschöner und prachtvoller Film über die Liebe und die Zeit die uns bleibt. Die Symbiose aus den perfekten und deswegen nicht wahrnehmbaren Spezialeffekten, den tollen Darstellern und der feinen, bitterzarten Inszenierung machte aus dem Werk einen romantischen, einnehmenden, und leidenschaftlichen Film, der nur leider im Mittelteil etwas fahrig und leblos wirkt, sich jedoch schnell wieder seiner erzählerischen Stärken besinnt. Dass ist ganz großes Gefühlskino, pathetisch, mit ganz viel klebriger Sauce und einem Hang zum emotionalen Überfluss, aber so was muss man sich halt auch ab und zu mal gönnen (können).

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JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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6.5Ganz gut

Die Idee an sich ist schon interessant, Masken und Effekte sensationell und Finchers Inszenierung wirklich gut. Leider kann die Geschichte nach starken Beginn da nicht mehr mithalten. Die märchenhafte Story zieht sich stellenweise gewaltig. Es wird zwar nicht richtig langweilig, bemerkenswerte Höhepunkte konnte ich im Mittelteil aber leider auch nicht ausmachen. Es entwickelt sich eine überraschend einfallslose Liebesgeschichte, die ohne den seltsamen Alterungsprozess der Hauptfigur eigentlich ziemlich belanglos und uninteressant wäre. David Fincher setzt das bestmöglich um, hat einige gute Regieeinfälle, was es inhaltlich aber nicht besser macht. Am besten funktioniert der Film in der ersten und letzten halben Stunde, in der "der seltsame Fall" eben im Mittelpunkt steht. Das ist interessant und gut erzählt, mit Tragik und manchmal feinem Humor gewürzt. Der Rest konnte mich weniger mitreißen.
Eigentlich schade. Kein schlechter Film, bemerkenswert gut inszeniert, schöpft das Potential der ungewöhnlichen Idee aber nicht ganz aus. Man kann sich den durchaus anschauen, für ein zweites Mal würde mir persönlich der Antrieb fehlen.

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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3.5Schwach

Eine ziemlich träge und dröge Angelegenheit: Offenbar erlag Regisseur Fincher der Annahme, Fitzgeralds zugrunde liegende Geschichte wird - wie die titelgebende Hauptfigur - trotz nominellen Alter immer jünger, sprich moderner. Ein Fehlschluss, der gepaart mit Finchers Hang zu über- und meistens auch zu -langen Filmen, eine valiumgleiche Präsenz entwickelt.
"The Curious Case of Benjamin Button" ist das Biopic eines Menschen, welches außer CGI-Effekten und Makeup-Spielereien nichts Essentiellens zu bieten hat. Die Tatsache, dass die Hauptperson - -charakter wäre das falsche Wort, denn außer seiner krankheitsbedingten Eigenart ist Pitts Figur ein schrecklich eindimensionales und emotionsloses Mittel zum Zweck - den Handlungsablauf am Anfang und Ende chronlogisch verdreht erlebt, reicht (vielleicht) für eine Kurzgeschichte, aber nicht für einen abendfüllenden Film. "Eine Liebe die alle Zeiten überdauert" steht hinten auf dem Cover der DVD, und genau so schmalzig-verklärt wie es sich anhört, sieht es sich im Mittelteil auch an - eine schon hundertmal durchdeklinierte Lovestory, die sich durch die Abstinenz von jeglicher Wendung, Spannung oder Emotion nur allzuschnell in ein nervtötend langwieriges Stückchen Zelluloid verwandelt. Eine Wahrnehmung, die Cate Blanchett als grießgrämig dreinguckendes Schwanensee-Ensemblemitlied mit Hinkebein eher verstärkt, denn abmildert.
Wenn "Benjamin Button" eines ist, dann der Beweis für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Symbiose von computergenerierten und handmade Makeup-Effekten - leider auf Kosten einer ordentlichen literarischen Aufbereitung des Drehbuchs; insofern gilt: Uninteressant!

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fabel

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ja, damals hab ich den noch als gut empfunden ;)
aber wie ich ihn heute finde, werd ich sehen ;)
damals war ich noch am Anfang meiner Zeit als Filmfan, da hab ich
noch nicht soviel Wert drauf gelegt ;)
aber wie gesagt, hab jetzt schon von mehreren Ernst zu nehmenden MP Mitgliedern das der Film doch wirklich nicht sehr prickelnd war, aber wie gesagt, umbiegen lässt sich der alte Fabel ganz sicher dadurch nicht ;)
udn ja, ein FORREST GUMP Vergleich ist mir damals auch ein wenig aufgefallen, aber ich fands einfach nur schön. Wie gesagt. Damals!
So, nun aber wirklich schluss. :D


fabel

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hehe :D
gleichfalls....also, gute nacht..übrigens hab ich mir grad mal überlegt, dir eine Freundschaftseinladung zu schicken..wehe du lehnst ab....:D


Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

[...] Keine Frage: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist perfekt produziert, bietet tolle Bilder, erstaunlich unaufdringliche CGI-Effekte und einen Soundtrack der Spitzenklasse, was einige Nominierungen für den Academy Award tatsächlich rechtfertigt. Das heraufbeschworene epische Meisterwerk ist der Film dennoch nicht geworden.

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neon: pixelmonsters.de neon: pixelmonsters.de

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4.5Uninteressant

Der seltsame Fall des Benjamin Button ist der erste große Blockbuster des Jahres 2009. Leider kann der Film seine Qualität nicht ausspielen. Dramaturgisch ist der Film unerwartet schwach. Was man dem Film jedoch zu gute halten muss sind die tollen Bilder. Fincher zaubert unglaublich schöne Bilder auf die Leinwand und auch hier merkt man Ihm seine Herkunft (Werbung & Musikvideos) an. Leider zieht sich dies über 3 Stunden und wirkte ohne Witz und Charme nur sehr ermüdend auf mich. Die Parallelen zu Forrest Gump sind groß. Beiden Filme werden episodisch erzählt und die unterschiedlichen Szenen werden immer wieder durch eine Off-Stimme kommentiert. Was bei Forrest Gump noch durch Wort- und Szenenwitz funktionierte, möchte bei Benjamin Button so gar nicht zünden.

Trotz all seiner vorgegebenen Tragik, die die Figur in sich durch die Rahmenhandlung besitzt, konnte ich bei Benjamin Button nicht mitleiden. Die größte Schwäche des Filmes ist in meinen Augen das Drehbuch und die ungemein monotone Darstellung des Charakters. Die Geschichte bietet keine Substanz und ist in sich selbst sehr inhaltsleer, fast schon belanglos. Das Treiben und die Motivation der Charaktere bleibt unangetastet ist oberflächlich. Bei dieser ernsten Thematik finde ich den kindlichen Humor eher unpassend. Zu oberflächlich und einfach kommt diese "Romanze" daher und setzt sich inhaltlich schwach mit Thema "Tod" auseinander. Nach knapp 2 Stunden Laufzeit schleppt sich der Film nur noch von Szene zu Szene bis es zu einem vorhersehbaren Ende kommt. Benjamin Button ist für mich bislang die große Überraschung in diesem noch jungen Kinojahr. Überraschend im negativem Sinne. Ich hatte mir deutlich mehr von der Zusammenarbeit Fincher - Pitt erhofft. So bleibt "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ein gewöhnlich langweiliger Fall.

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Khitos: Kälte Reich

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5.5Geht so

The Curious Case of Benjamin Button hat trotz der vielen allgemeinen, im Hintergrund stehenden Aussagen über das Leben, den Tod und die Verbindung derer in den vielen Minuten nicht die Zeit gefunden tiefer zu gehen, den Grundton weiter zu führen und nicht nur anzusetzen; die Menschen, besonders Benjamin, näher zu beleuchten und nicht nur auf der Oberfläche zu verbleiben. Zum Schluss wird man dann alleingelassen, so wie es jeder Mensch an seinem Lebensende widerfahren wird. Gleichzeitig hegt man einen kleinen Wunsch doch noch etwas zu bekommen, und sei es die verlorene Zeit.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.0Sehenswert

Das Leben sollte mit dem Tod beginnen. Meinte mal Mark Twain. Noch hat "Der seltsame Fall des Benjamin Button" nicht genetische Schule gemacht, und darin liegt das Problem: Denn während seine große Liebe (Cate Blanchett) wie alle Menschen älter wird, läuft die Lebensuhr bei ihm (Brad Pitt) rückwärts.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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5.0Geht so

Ebenso ein Rätsel bleibt auch die Frage, warum der Film soeben für 13 Oscars nominiert wurde. Es sei denn, man begnügt sich zur Beantwortung von Letzterem mit dem Hinweis auf teures, technisch aufgemotztes und insofern hochgradig perfektes Industrie-Kino-Hollywoods. Und darauf, dass die Mitglieder der "acedemy" bekanntlich einen sehr hohen Altersdurchschnitt haben. Vielleicht lässt man sich, dem Tode nahe, leichter von einem solchen Altendrama rühren. Das ist der Film nämlich auch.
Schon jetzt ist absehbar: Trotz aller Ehren wird dieser seltsame Fall eines Films sein Publikum gespalten zurücklassen - wo die einen sich im Innersten berührt fühlen und mit Benjamin Button identifizieren, erkennen andere nur eine kalte Fingerübung und einen zu langen, langweiligen Film.

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Corsovilla: SchönerDenken

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8.0Ausgezeichnet

"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist ein Filmmärchen, dem ich mich – trotz leichter Abneigung gegen seinen männlichen Hauptdarsteller - gerne anvertraut habe. Es besitzt die richtige Mischung aus lebensnaher Melancholie, souveränem Humor und verdaulich portionierter Weisheit. Wer die eine phantastische Prämisse des Films akzeptiert, bekommt zur Belohnung eine sanft fesselnde, mit behutsamer tänzerischer Eleganz inszenierte Geschichte erzählt. (Hendrik für SchönerDenken)

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

[...]„Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist ein wunderbar melancholischer Film mit zutiefst traurigen Grundtenor, dem Hoffnung jedoch nicht fremd ist. Keinesfalls. Eine Parabel über die Vergänglichkeit der Zeit, das Altern, den Verlusten, die das Leben mit sich bringen. Aber natürlich auch eine große Geschichte über eine zeitlose Liebe zwischen Benjamin und Daisy, die diesen Film in seinem selbst gesponnenen und dichtem Bedeutungsgewebe dominiert und trägt und somit zum Mittler der Geschichte wird. Ein Film der, die nötige Fantasie vorausgesetzt, ein Großer ist, weil er weiß das seine ruhige Bedächtigkeit Stärke ist, nicht Makel. Getragen von zwei wunderbaren Schauspielern, Brad Pitt in seiner dritten Zusammenarbeit mit David Fincher und einer bezaubernden Cate Blanchett, eingehüllt in eine Aura der Würde und Schönheit, erhebt sich „Benjamin Button“ zu voller Größe. Wenn zur Mitte des Film Daisy in einem rotem Kleid für Benjamin im Licht der Sterne tanzt, so wunderschön, bewegend und traurig zugleich, dann ist das einer jener Momente voller Magie, in denen der Film, der doch vor allem von der Endlichkeit der Zeit berichtet, schlussendlich zur Unendlichkeit des singulären Augenblicks findet.

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Novemberkind

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Dem Kommentar stimme ich grundsätzlich voll zu. Nur muss ich sagen, dass gerade die Szene, in der Daisy im roten Kleid tanzt, diejenige war, die mir am wenigsten gefiel - in dem Moment wirkte Daisy so unsympathisch weil sie so aufgesetzt und selbstherrlich daher kam. Später ändert sich das. Aber in jenem Moment hatte sie natürlich allen Grund, sich selbst zu gefallen, schließlich war sie eine überdurchschnittlich begabte Tänzerin ...


Kaltduscher: MoviezKult.de

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4.0Uninteressant

[...]Ob wunderschöne Kamerafahrten, die rückwärts ablaufende Kriegsszene oder die Alterungseffekte – audiovisuell dürfte Der Seltsame Fall Des Benjamin Button eines der Highlights des Jahres werden. Doch Fincher versäumt es im weiteren Verlauf des Films, die optischen und akustischen Sahnestückchen mit hochwertigem Inhalt zu füllen. Schon bei Benjamins ersten Job als Matrose baut die Geschichte stark ab, dümpelt auf einem niedrigen Niveau und hat wenig Neues zu bieten.[...]

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Xander8112: Xanders Blog

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5.0Geht so

[..]

“Benjamin Button” ist nämlich, leider, vor allem eins: Lang und weilig. Selten habe ich es bei einem Film erlebt, dass er über eine so lange Laufzeit (knappe drei Stunden) so wenig zu erzählen hat und dies auch noch so beiläufig und gelangweilt abspult, als wäre es ihm völlig egal. Es passiert recht wenig im Leben von Benjamin Button, und die Dinge, die geschehen, scheinen zumindest den Erzähler, also Benjamin himself, recht wenig zu interessieren. Er spult seine Geschichte so emotionslos herunter, als wäre es ihm sehr wohl bewusst, dass es niemanden interessieren könnte. Ist die Grundidee mit dem rückwärts altern zu Beginn noch sehr vielversprechend und auch gerne mal der Grund einiger witziger Einfälle, ist es dann irgendwann akzeptiert, wird als gegeben hingenommen und von da an wird es noch monotoner, da selbst das herausragendste Merkmal der Story nicht mehr herausragt.

[...]

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Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]Trotzdem verkommt der Film nicht zur reinen Effekt-Show, sondern erzählt vor allem in grandios gefilmten Bildern von einem ungewöhnlichen Leben. Dieses ist wie jedes Leben mal traurig, mal lustig und mal spannend, und wie jedes Leben wie kein anderes. Brad Pitt und vor allem Cate Blanchett beweisen dabei erneut, dass sie zu Recht zur A-Liga Hollywoods gehören und zeigen bewegende Emotionen auch durch dicke Latexschichten. Regisseur Fincher nimmt sich wie schon bei Zodiac mit extravaganten Inszenierungsideen zurück und lässt dafür lieber das Spiel der Akteure wirken. Aber es wäre auch kein echter Fincher-Film, wenn es nicht doch immer wieder verblüffend originelle optische Ideen zu sehen gäbe.[...]

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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10.0Herausragend

[...]"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist großes, gefühlsgeladenes Kino, beinahe bedächtig erzählt, dabei von ungeheurer visueller und kreativer Energie. Die Special Effects, die aus Brad Pitt einen Greis machen, aber auch das New Orleans des frühen 20. Jahrhunderts wieder auferstehen lassen, sind phänomenal gelungen und im besten Sinne als unterstützendes Element der Geschichte eingesetzt. Über die emotionale Themenvielfalt und Reichhaltigkeit in deren Umsetzung, sowie weitere erwähnenswerte Aspekte des Films ließe sich seitenweise schreiben, vieles wird einem wohl auch erst deutlich werden, wenn man ihn eine längere Zeit hat wirken lassen, beziehungsweise, wenn man ihn ein zweites Mal sieht. Die Balance zwischen tiefer Melancholie und ehrlicher Lebensfreunde, zwischen Tragik und Komik und die Symbiose zwischen Geschichte und optischer Stilistik gelingt David Fincher in einer Perfektion, wie man es lange nicht mehr gesehen hat.[...]

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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3.0Schwach

[...] Was also ein Film hätte werden können, der sich seine absurde Ausgangsidee zu Eigen macht, um eine allegorische, metaphorische oder – wenn es denn nun sein muss – auch intellektuelle Meditation über die Diskrepanz zwischen Körper und Geist, über Vergänglichkeit, die Wertigkeit von Zeit und natürlich den Irrsinn der Liebe anzustimmen, ist eben doch nur ein Beweihräuchern an der eigenen Genialität. Die Idee, und das ist alles: die Idee, bleibt grotesk, albern und schwachsinnig, weil sie nicht in ein Märchen übersetzt, sondern immer wieder vorgeführt wird. Hier ist der Film, neben zahlreichen banalen Übereinstimmungen in der Plot-Struktur, seinem geistigen Vorgänger “Forrest Gump” am Ähnlichsten. Nicht gerade wunderlich, dass in beiden Fällen derselbe Drehbuchautor zugange war. [...]

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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3.0Schwach

Dieser Grundgedanke - zwei Liebende, die gegensätzlich altern und nur in der Mitte ihrer Leben für eine begrenzte Zeit einander in gleicher Reife begegnen - ist nicht ohne Reiz. Auch der Kniff, einen Brad Pitt erst als Greis zu zeigen und ihn dann, mit allen Tricks der Maskenbildner und Computertrickser, immer jünger zu machen, selbst jünger, als er heute ist, hat einen gewissen Schauwert. Damit aber sind die Vorzüge des Films bereits genannt. Schon an der interessanten Perspektive, die große Historie durch eine kleine Geschichte, den Lauf der Zeit durch einen aus der Zeit Gefallenen zu kontrastieren, scheitern Fincher und Roth.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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5.0Geht so

Fincher hat gesagt, der Tod sei in jeder Einstellung des Films gegenwärtig. Gern nähme man ihn beim Wort. An der persönlichen Betroffenheit, die ihn und den Drehbuchautor Eric Roth über lange Jahre mit diesem Stoff verbunden hat, ist kein Zweifel: Der Autor verlor beim Schreiben der ersten Entwürfe seine Eltern, der Regisseur begleitete seinen Vater ein Jahr lang beim Sterben. Dem Film ist das nur passagenweise anzumerken. Er ist als qualliges, sentimentales Epos angelegt, in dessen Zentrum eine unerfüllte Liebe steht.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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3.0Schwach

Leider lässt sich nicht behaupten, dass der Film dadurch an Spannung gewinnt. Es plätschert weiter dahin. Und hat schon die zentrale Handlung kaum Spannung, die Rahmenhandlung hat sie erst recht nicht. ... Der gesamte Film ist vollgestopft mit überflüssigen Figuren und Handlungssträngen, als wollte man ihn mit aller Macht auf knapp drei Stunden Spielzeit bringen.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

Dieser aufwändige Prozess - und das ist die erste Überraschung von Der seltsame Fall des Benjamin Button - ist dem Film kaum anzusehen. Fincher hat eine etwas behäbige Rahmenhandlung um Buttons Geschichte gebaut, doch sobald die Fabel richtig losgeht, ist man von ihren existenziellen Dimensionen eingenommen und denkt nicht mehr an das technische Zauberwerk.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.0Uninteressant

Benjamin Button ist die Elegie auf einen zutiefst langweiligen Menschen. Brad Pitt spielt ihn, hinter viel echtem und digitalem Make-up mit waidwundem Blick und knarzig-monotoner Erzählstimme, die den Eindruck erweckt, der “Held” würde sich selbst nicht sehr für sein eigenes Leben interessieren. Trotz der unübersehbaren und an vielen Stellen korrekt genannten Parallelen zu “Forrest Gump” (die nur deswegen nicht abmahnungsfähig sind, weil beide Filme den selben Drehbuchautoren haben), unterscheidet Benjamin Button eine Sache deutlich von seinem Vorgänger: Er ist unglaublich monoton. Gefühlte fünf Stunden (es sind nur knapp drei) - in denen es wenige Dialoge und viel nöliges Voice-Over gibt - wird mit wichtiger Miene das Leben des rückwärts alternden Benjamin nacherzählt. Ausufernd in dutzenden kleinen Pastiches, die nur zu oft pointenlos enden und für die Entwicklung des Hauptdarstellers erstaunlich unwichtig sind.

Denn Fincher ist wenig am Innenleben seiner Figuren interessiert und definiert sie fast ausschließlich über Ticks und Äusserlichkeiten. Benjamin Button ist ziemliche lange ca 70, dann ziemlich lange irgendwas Mitte 30 und ziemlich kurz dann sehr jung und irgendwann tot. Ein liebenswerter, eigenständiger Charakter, jemand der Witz oder Charme, wirkliche Interessen und Eigenschaften hat ist er dabei im Grunde nie. Dazu bleibt die Figur zu sehr Gimmick, zu sehr Spezialeffekt. Der Film glaubt es sei genug Pitts Kopf mit aller tricktechnischen Raffinesse auf verschiedene digitalen und echten Körper zu schrauben, erzeugt damit nach der anfänglichen Faszination aber eher Distanz. Button bleibt creepy, bleibt - wie es ein US-Kollege formulierte - ein Gimmick auf der Suche nach Sinn.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

David Fincher („Se7en“, „Fight Club“, „Zodiac“) gelang mit viel Liebe fürs Detail eine ganz große Kinogeschichte. Wenn die symbolische Uhr, die rückwärts läuft, vom Strom der Zeit weggespült wird, wenn die Parallelmontage von Daisys Unfall mit dem Zufall spielt, erleben wir erzählerische Kunststücke. Vielleicht bemüht er zu viele Hollywood-Tricks, blendet zu häufig zur Rahmenhandlung mit der sterbenden Daisy zurück. Aber dieser Rahmen, das Kaleidoskop der Ereignisse und der Figuren, all das lässt viele Schauspieler in reizvollen Rollen glänzen, die Ausstatter, Kulissenbauer und Maskenbildner brillieren. Und man kann sich dem Strom der bewegenden Ereignisse ebenso wenig entziehen wie dem Lauf der Zeit.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

«The Curious Case of Benjamin Button» ist eine verführerische Zeitreise auf den Spuren eines gegen den Strom schwimmenden Menschen, ein wunderbares Märchen über die Unaufhaltsamkeit der Zeit.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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9.0Herausragend

David Fincher, ("Sie7en"; "Fightclub") erweist sich erneut als Meister seines Faches und zeigt ein Füllhorn an originellen Einfällen. Erzählerisch bietet die Story die gesamte Bandbreite epischer Erzählkunst auf, was einige Kollegen bereits zu...

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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8.5Ausgezeichnet

Der Film seufzt mit Sehnsucht und köchelt mit Intrigen, während er die philosophischen Rätsel und die emotionalen Paradoxien der Verfassung des Protagonisten untersucht. Im Falle von „Benjamin Button“ fand ich es sehr Schade, als der Film vorbei war. Ich war glücklich darüber, den Film gesehen zu haben.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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9.0Herausragend

Diese Lügengeschichte eines Mannes der rückwärts altert, während er knicksend und heiter auf dem unberechenbaren Meer des Lebens umherfährt, versucht nicht gefühlsmäßig zu sein. Eric Roth, der das Filmscript zu Forrest Gump geschrieben hat (meine Kehle hat sich immernoch nicht davon erholt), schafft einen ähnlich reagierenden Charakter in Benjamin. Die Farbenprächtigen, unterstützenden Charaktere schütten dem Naturwunder, gespielt von Brad Pitt, ihr Herz aus.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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6.0Ganz gut

Der Film ist gut gemacht. Die besten Schauspieler verkörpern die Charaktere. Mit diesen Mitteln und dem Talent hier, hätte doch ein guter Film herauskommen können. Aber es ist so schwierig, die Story gut zu finden. Es gibt keine Lektion, die der Zuschauer aus dieser Geschichte lernen könnte.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.0Ausgezeichnet

Wer hätte gedacht, dass Brad Pitt, auch wenn er künstlich verältert wird, Ähnlichkeit mit Yoda haben könnte?
Der seltsame Fall des Benjamin Button ist sehenswert - gerade wegen des großartigen prothetischen Make-Ups und der nahtlos darin übergreifenden Computereffekte, bei denen Pitts Kopf auf ältere Körper gesetzt wurde. [...] Aber der Film, auch wenn er löblich einfallsreich ist, ist zu lang und nicht so gefühlsreich, wie er sein könnte.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.0Ausgezeichnet

Man durfte gespannt sein, was David Fincher aus diesem Stoff gezaubert hat, der sich irgendwie so gar nicht in die Filmographie des Meisters einreihen wollte. Aber falsch gedacht, denn auch Fincher schreckt nicht vor neuen Herausforderungen zurück. Auf den ersten Blick sieht das alles nach einen typischen Oscarfilm aus, einzig und allein für die Awardseason gedreht. Doch mit laufender Spielzeit wächst der Film – schließlich sogar über sich hinaus.

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Graf Krolock

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Wohl eher "Lost in confusion" ;-)))



Kommentare (312) — Film: Der seltsame Fall des Benjamin Button


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HaselLeviosa

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Bewertung6.5Ganz gut

Schöne Geschichte und sehr schön umgesetzt. Trotzdem geht der Film mir eindeutig zu lange. Ich habe ihn einmal gesehen und fand ihn gut, muss ihn aber jetzt nicht nochmal sehen.

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vladvanhelsing

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Bewertung7.0Sehenswert

Auf leisen Pfoten stibitzte Ideen können selbstverständlich auch gut umgesetzt werden. Sehr hübsch fotografiertes, unverfrorenes Plagiat, diesmal halt`nur andersrum. Oder war`s als Hommage gemeint? Brad Pitt zeigt jedenfalls eine annehmbare Leistung und der Film kann in sentimentalen, einsamen Stunden ordentlich punkten. Ein für mich sehr ungewöhnliches, starkes Verlangen nach Süsskram, ist wiederholt aufgetreten. Oder ist das Leben etwa nicht wie eine Schachtel Pralinen?

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Misch81

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn man es schafft, sich auf das extrem langsame Erzähltempo einzulassen, sieht man einen wundervollen Film über ein sehr breites, bei genauerer Betrachtung allerdings auch sehr spezifisches Thema: Das Leben.
Einer der wenigen Filme, neben Titanic, bei denen ich heulen muß. :)

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TheEighthHorcrux

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein interessanter, berührender Film mit originellen Ideen und sympathischen Charakteren (auch wenn die obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlen durfte - gibt es eigentlich IRGENDEINEN normalen Spielfilm ohne eingebauter Liebesgeschichte?)
Durchais sehenswert.

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Verjigorm

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Emotional, witzig, ergreifend, anrührend... ein Meisterwerk über das Leben - Alter und Jugend, das Erwachsensein -, eine Reflektion über Gelegenheiten - ergriffene wie verstrichene -, Wege und wie wir sie beschreiten, Schicksal und Zufall, sowie alles, was zu all dem dazu gehört.

Ein grandioses Ensemble und nie gesehene Masken (in Verbindung mit unsichtbaren! digitalen Effekten) und einer der wenigen Filme, der in mir Bedauern weckt, dass ich niemals Kinder haben werde.

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MetalFan92

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Bewertung9.0Herausragend

Schöner Film mit viel Gefühl. Die Umsetzung ist sehr gelungen und durch Brad Pitt ist die Rolle perfekt besetzt.

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Andy Dufresne

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Bewertung6.0Ganz gut

Der langweilige Fall des Benjamin Button

Würde der Benni nicht rückwärts altern, er wäre der laaaaaaaaaaaaaaaaaangweiligste Charakter ever.
Er ist sogar langweilig, OBWOHL er rückwärts altert.
Er ist so langweilig, das er/ich mich zwang diesen Kommentar auch langweilig zu schreiben.

Für mich eine unerwartete (wegen dem drumherum aber doch noch sehenswerte) Enttäuschung.

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Friedsas

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Ich hab den damals nicht einmal zu Ende gesehen. Das war verdammt lustig: Meine Freundin wollte auf Toilette und meinte ich solle nicht auf Pause drücken. Nach vielem diskutieren dann die Frage warum denn nicht und sie meinte sie fände ihn zu langweilig und schaut ihn nur weil sie dachte er interessiert mich noch. Und ich nur so: "Ähh ich finde den auch langweilig und dachte du willst den noch sehen" Schwupp lange Rede, kein Sinn: Dat Ding wurde ausgemacht und bleibt unberührt von mir bis ich im Altersheim lande, da kann ich dann wenigstens mit einschlafen oder davon träumen auch rückwärts zu altern :D


Andy Dufresne

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@Friedsas: Super :D


primatemike

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Bewertung5.5Geht so

Hat mich spontan an das Lied von Götz Widmann erinnert: "Das Leben sollte mit dem Tod beginnen"
Der Film hat mich kaum erreicht, zumal die Idee ganz nett- aber doch mehr als unrealistisch ist.
Der CGI Brad Pitt am Anfang war sehr gut animiert. Schauspielerisch hat mich aber niemand vom Hocker gehauen. Die meiste Zeit über hab ich mich gelangweilt.
Trotzdem vergebe ich 5.5 Pts., weil man zum Nachdenken über die eigene Vergänglichkeit angeregt wird. Und damit kann man nicht früh genug anfangen.

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sachsenkrieger

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Wie kann man sich beim Anblick des göttlichen Braddie langweilen ;-)


primatemike

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Bin kein "Götzenanbeter" ;)


Novemberkind

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für mich ist dieser Film eine Art umfangreiche Illustration ... über das Älter werden und das Sterben. Wir begleiten zwei Menschen durch ihr gesamtes Leben. Wir erleben wie Daisy langsam ihre Makellosigkeit verliert, wie sie älter wird.

Dass Benjamin nicht älter sondern jünger wird erscheint mir fast überflüssig bzw. unnötig ... wie schon jemand schrieb, mit der eigentlichen Geschichte hat es nur bedingt etwas zu tun. (Zumindest fällt es mir schwer, die wirkliche Bedeutung des umgekehrten Alterungsprozesses für den Film zu greifen)
Eigentlich geht es um Liebe, und um die Wege, die man im Leben einschlägt. Die Entscheidungen, die man trifft, und dass man jederzeit die Möglichkeit hat "Der zu sein, der man sein möchte", wie an einer Stelle gesagt wird.

Diese Dinge bewegen mich irgendwie schon mein ganzes Leben lang, und der Gedanke an Vergänglichkeit, Geburt und "Schicksal" (wenn man es denn so nennen möchte) bzw. Zufälle, die auf unser Leben einen großen Einfluss haben können, ist für mich schon immer fesselnd.

Das ist denke ich genau der Grund warum mich der Film so beeindruckt hat: Nicht weil er so viel Neues sagt, sondern viel mehr, weil er die Dinge beschreibt, die unvorstellbar bleiben (Als die alte Daisy im Krankenhaus gefragt wird, ob sie Angst vorm Tod habe, sagt sie, sie sei neugierig). Und weil er einen daran erinnert, dass man in jedem Moment seines Lebens die Chance hat, etwas daran zu verbessern. "Es gibt dafür keine Regeln, ..."

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Filmfan30

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Bewertung9.0Herausragend

Tolle Idee, die sicher schon viele gehabt haben. Was wäre, wenn man nicht älter, sondern jünger wird? Originell ist die Umsetzung, Brad Pitt wie immer super und mit der Thematik wird sehr gefühlvoll umgegangen. Da verzeiht man die Längen, die der Film stellenweise hat, gerne.

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn man mal David Finchers Filmographie anguckt, welche 1992 mit "Alien³" begann, findet man da ausschließlich (wahrlich geniale) Mystery-, Horror- oder Psycho-Thriller, abgesehen von zwei starken Abweichern; "The Social Network" und dieser hier! Und ich konnte mir ehrlich gessagt zuerst nicht vorstellen, wie Fincher, der sonst ein erzähler der perfekten düsteren Storys ist, plötzlich ein Fanatsydrama erzählen will; aber, es funktioniert! Beachtlich behendet und mit tollen Farcetten, wie zB der Surroundstory oder der Geschichte um die Uhr, die rückwärts läuft, sowie perfekten Animationen und Masken und dem für Fincher üblichem Einfallsreichtum wird einem hier ein Drama erzählt, dass wohl unvorhersehbarer nicht sein könnte! Mit einem wahrlich perfektem Brad Pitt wird das ganze noch abgerundet; der Film hat mich gestern wahrlich zum nachdenken gebracht! Sehr empfehlenswert!

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Spearman

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine außergewöhnliche Geschichte, die mit guter Besetzung schön und anrührend umgesetzt wurde. (Spoilerwarnung) Ein Mensch, der im Körper eines kleinen alten Mannes geboren und nicht älter, sondern jünger wird, bis er schließlich als Baby stirbt. Der Film kommt immer wieder zu der alten Frau zurück, die kurz vor dem Ende ihres Lebens steht, und erst jetzt ihrer erwachsenen Tochter erzählt, wer wirklich ihr Vater war. Trotz der Länge wirklich sehenswert.

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Hauserfritz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Vom ersten Moment an faszinierend. Hat mich an "Mr Nobody" erinnert.

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Hypocrisy

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Wirklich? "Mr. Nobody" ist mein Lieblingsfilm, aber Benjamin Button konnte mich keinerzeit fesseln...


Hauserfritz

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Mr Nobody ist, und das ist keine Frage, definitiv besser. Mr Nobody gehört auch zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Benjamin Button behandelt aber ein "ähnliches Thema" und man findet im Film doch einige Parallelen (z.B. wird die Story "erzählt").


BenAffenleck

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Bewertung9.0Herausragend

DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON muss man eigentlich als das hinnehmen was es ist: Eine Fabel, ein Märchen über das Leben und den Tod.

Ich habe den Film jetzt zum dritten Mal gesehen, und er hat immer noch nichts von seiner Wirkung eingebüßt. Aber ich denke, man muss sich auch darauf einlassen können. Vielleicht muss man auch erst selber Kinder haben. Vielleicht auch erst geliebte Menschen verloren haben. Wie es im Film so schön heißt: "Alles hat seine Zeit". Ich glaube man muss das Leben erst ein wenig kennen gelernt haben, um diesen Film realistisch bewerten zu können. Von den guten und auch von den schlechten Seiten.

Ich jedenfalls mag den Film sehr. Ich mag die teils wunderschönen Bilder und die Settings. Die Schauspieler sind gut bis hervorragend (Cate Blanchett & Taraji P. Henson). Die eigentlichen Stars des Film sind für mich allerdings die immer wieder rausgehauenen Lebensweisheiten, und das damit einhergehende Gefühl der bittersüßen Melancholie. Da sind so viele richtige Wörter bei, das es mir manchmal fast die Kehle zuschnürt:

"Da kann man wild sein wie ein tollwütiger Hund, wie alles gekommen ist. Da kann man fluchen und sein Schicksal verdammen. Wenn's zu Ende geht.....dann muss man loslassen."

"Es ist uns bestimmt, dass wir Menschen verlieren die wir lieben. Woher sollten wir sonst wissen, wie wichtig sie für uns sind."

"Jeder fühlt sich mal anders. Mal so, dann wieder so. Aber wir gehen alle auf die selbe Reise, nur auf verschiedenen Wegen. Das ist alles."

Danke David Fincher. Danke für diesen ganz besonderen Film. Gefühlsmäßig eine 10,0. Mal sehen wo er irgendwann steht.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Benjamin Button (Brad Pitt) wird 1918 als alter Mann im Körper eines Säuglings geboren, der aber durch Gebrechlichkeit gekennzeichnet ist. Da sein Vater Thomas (Jason Flemyng) nichts von ihm wissen will, wächst Benjamin im Altenpflegeheim Queenies (Taraji P. Henson) auf. Kurioserweise altert Benjamin nicht, sondern er wird immer jünger, während sein Körper zu normaler Größe heranwächst. Der Film folgt dem ereignisreichen Lebensweg Buttons, der auf einem Schiff anheuert, Teil der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg wird und sich mit der Frau (Tilda Swinton) eines Spions einlässt. Am wichtigsten ist ihm aber Daisy (Cate Blanchett), die er bereits im Altenpflegeheim kennenlernte, wo sie als Enkelin einer Heimbewohnerin oft zugegen war. Die inzwischen herangewachsene Frau hat es Benjamin angetan, der seine Liebe zu ihr ausleben möchte. Aber die Beziehung zu Daisy gestaltet sich aufgrund seines zurücklaufenden Alterungsprozesses als ausgesprochen schwierig.

Für mich ein überraschender Film. Er erinnerte mich ein wenig an Forrest Gump. Cate Blanchett und Brat Pitt spielen überragend. Toller Film.

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sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Meisterwerk der Erzählkunst ohnegleichen! Viele Kritiker hängen sich nur an einzelnen Aspekten des Films auf, der aber seine wahre Stärke erst als Gesamtkunstwerk offenbart. Einer der schönsten Filme über das Leben an sich, Geburt, Liebe, Tod, bestehend, wie das Leben selbst, aus vielen kleinen, liebevoll inszenierten Einzelepisoden, von denen einige die Tränendrüsen anregen!

Beeindruckend sind auch die makellosen Effekte, mit denen das Älter- und Jüngerwerden von Brad Pitt und Cate Blanchett dargestellt werden und die schauspielerischen Leistungen. Cate Blanchett spielt ihre Rolle gewohnt wunderbar, Brad Pitts Darstellung vom greisen Jünglings bis zum jungen Greis ist herausragend und wird (nicht nur hier) leider sehr abgewertet. Die Wandlung ist nämlich in diesem Fall nicht einfach nur umgekehrt zu einem normalen Leben, sondern ungleich komplizierter.

Eine wahre Perle unter vielen "Miesmuscheln"!

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Felix.DjTunefish.Fischer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Echt ein richtig guter Film und für die Frauen genau das richtige! Für die Männer sind die 166 Minuten oft echt lang gezogen..
Trotzdem 8 Punkte für die Glanzleistung!

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RoboMaus

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Bewertung6.5Ganz gut

Eigentlich eine sehr nette Idee, dass jemand sein Leben zeitlich umgekehrt lebt, wobei jeder Abschnitt dieses Lebens adäquat beleuchtet wird. Schön und unterhaltsam herausgearbeitet ist die Beziehung zu seinen Mitmenschen in jeder dieser Phasen. Zuweilen ist das auch lustig. Aber irgendwie war mir diese Story zu fiktiv, zu konstruiert und, ja, zu absurd, als dass ich mich damit hätte identifizieren können, was eigentlich schade ist, denn das ist ein schöner Film. Vielleicht sollte ich mir den später noch einmal anschauen - viel später, wenn ich es bis 70 oder 80 schaffe und glücklich genug sein darf, nicht mit Alzheimer vor mich hinzusabbern und ein Enkel oder Urenkel mit zuschaut.

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maikel.doomsdaydiva

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

geniale filmidee, tolle umsetzung, grandios verrissen.

das ende macht einfach kein sinn. der grund des weggehens entbehrt jeder logik da er in einem zustand wiederkommt in dem er immernoch nicht pflegebedürftig gewesen wäre und beraubt sich somit irrational seiner großen liebe und den jahren mit seinem nachwuchs. außerdem wäre ein solcher mensch eine weltattraktion und könnte schwer geheim gehalten werden. auch diese seite wird nicht beleuchtet... schade potential verschenkt. dennoch nett anzuschauen

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RoboMaus

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Nach Logik und Rationalität würde ich in solch einem Film nicht fragen, da schon die Ausgangssituation unmöglich ist. Den 'Sinn' in diesem modernen Märchen diktiert der unmögliche Plot, in dem nichts real sein kann.


maikel.doomsdaydiva

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aber zumindest die handlungen müssen nachvollziehbar...


bastian.blubb

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Bewertung6.5Ganz gut

Das Baby zerstört alles!

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Deine Meinung zum Film Der seltsame Fall des Benjamin Button