Eine ziemlich träge und dröge Angelegenheit: Offenbar erlag Regisseur Fincher der Annahme, Fitzgeralds zugrunde liegende Geschichte wird - wie die titelgebende Hauptfigur - trotz nominellen Alter immer jünger, sprich moderner. Ein Fehlschluss, der gepaart mit Finchers Hang zu über- und meistens auch zu -langen Filmen, eine valiumgleiche Präsenz entwickelt.
"The Curious Case of Benjamin Button" ist das Biopic eines Menschen, welches außer CGI-Effekten und Makeup-Spielereien nichts Essentiellens zu bieten hat. Die Tatsache, dass die Hauptperson - -charakter wäre das falsche Wort, denn außer seiner krankheitsbedingten Eigenart ist Pitts Figur ein schrecklich eindimensionales und emotionsloses Mittel zum Zweck - den Handlungsablauf am Anfang und Ende chronlogisch verdreht erlebt, reicht (vielleicht) für eine Kurzgeschichte, aber nicht für einen abendfüllenden Film. "Eine Liebe die alle Zeiten überdauert" steht hinten auf dem Cover der DVD, und genau so schmalzig-verklärt wie es sich anhört, sieht es sich im Mittelteil auch an - eine schon hundertmal durchdeklinierte Lovestory, die sich durch die Abstinenz von jeglicher Wendung, Spannung oder Emotion nur allzuschnell in ein nervtötend langwieriges Stückchen Zelluloid verwandelt. Eine Wahrnehmung, die Cate Blanchett als grießgrämig dreinguckendes Schwanensee-Ensemblemitlied mit Hinkebein eher verstärkt, denn abmildert.
Wenn "Benjamin Button" eines ist, dann der Beweis für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Symbiose von computergenerierten und handmade Makeup-Effekten - leider auf Kosten einer ordentlichen literarischen Aufbereitung des Drehbuchs; insofern gilt: Uninteressant!
Die Einschätzung über Fincher teile ich nicht, aber die Kritik zu diesem Film ganz. Selten sowas substanzloses gesehen. Aus der ungekehrten Zeitachse wird nichts gewonnen. Man fragt sich echt, welchen Sinn das macht bzw. was will uns der Macher damit sagen. Soweit man aber den Interviews glauben darf, war dieser Film eine Auftragsarbeit, mit der Fincher seine nächste abseitigen Projekte realisieren kann(The Killer und Black Hole). Und dies in seinem Stammgenre, der Königsdisziplin des modernen Kinos: Der Thriller!
Zu Fincher hab ich ein sehr gespaltenes Verhältniss: "Fight Club" und "Se7en" sind richtig gut, dafür sind "Zodiac" und "Panic Room" auch schon ziemliche Langweiler. "Alien 3" ist Geschmackssache - ich finde ihn nicht so schlimm wie viele andere, aber er ist trotzdem noch weit davon entfernt, ein wirklich starker Film zu sein. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Uninterressant sind übrigens 4,5 Punkte abwärts. ;)
Aber du animierst mich dazu, bald die DVD nochmal reinzuschmeißen um nich von Neuen an dieses Werk zumachen. ;)
Hab den gar nicht als sooooo langweilig und schmalzig empfunden.
Aber wnn du das sagst, dann werd ich den neuen DVD-Player mal bald wieder testen. ;)
Ich hab kein gutes Gefühl dabei, dass du nochmal 162 Minuten deines Lebens opfern willst für dieses BlaBla...auch wenn es natürlich begrüßenswert wäre, wenn du danach deine neun Punkte revidieren würdest :D
warens sogar 9 Punkte ?
Naja, hab ich denn wenigstens einen Kommentar geschrtieben ?
Bin nämlich gerade nicht wirklich motiviert nachzuschauen bzw. auch nicht ganz in der Lage dazu........
ja,..ich hoffe ich träume aufgrund eines Genussmittels, sonst weis ich auch nicht mehr :(
VCielliecht liegts auch an den Spätfolgen des A-TEAMs was ich eben dann doch sehen durfte :(
Auf jeden Fall wird mein Kommentar sofort mal gelöscht und vor Ferienende (am Sonntagabend um 24.00-naja, bis 20.15: 8 BLICKWINKEL ruft :) ) werd ich, wenn möglich dann nochmal 162 Minuten reinschieben und dann mir BENJAMIN BUTTON nochmal zur Gemüte führen ;)
und der Wert ist auch schon mal gelöscht ;)
hmm......besser als ein Ösitatort dürfte der aber schon sein ;)
A-TEAM war auch nicht mehr als Mittelmaß (wenn überhaupt das), ich habe mir am Ende schon gedacht warum ich den nicht sehen wollte..aber näheres morgen Abend ;)
Jetzt nicht mehr.......mist, ich hab BUTTERFLY EFFECT verpasst, seh ich gerade :(
Ach A-Team war doch unterhaltsamer Schrott, locker ne 6. Außerdem, ich sag mal hätte ich nicht Forrest Gump gesehen, dann wäre Bejamin Button bei mir höher gelandet bei der Bewertung. Aber laufend habe ich bei dem handwerklich wirklich perfekten Film daran gedacht, wie er mit Hilfe ausgetretener Schuhe nach den Oskars schielt. War alles schon mal da. Aber mit deinen 17 Jahren hast du sicher noch nicht so viele Filme gesehen, deshalb können die 10 Punkte durchaus hinkommen. Der Film ist ja, wie gesagt, nicht schlecht, aber bringt gar nichts Neues.
P.S. Würde mich ja echt interessieren, was dich außer Gefecht setzt: Bier oder Gras? ;)
Bierg ;) :D
und das A-TEAM irgendwie...:D
abe rich kan noch schreiben, eigentlich ;)
Aber, wie gesagt:
A-TEAM war Mittelmaß und für 6 POkt. wirds auch wohl noch reichen ;)
Aber das ist auch ein andres Thema. Ja, so viele Filme wie andere Mitglieder hoie hab ich mit Sicherheit noch nicht gesehen, aber einordnen dürfte nicht allzu schwerrt fallen. Bin mal auf mein 3tes Rendezvous mittlerweile gespannt. Einmal alleine, dann mit der Familie (ja, sowas gibts auch in den allerfabelhaftesten Leben :D) und dann halt noch mal am Sonntag Nachmittag. ;)
und bevor sich gleich noch mehr pubertäre Fehler einschleichen, werde ich es auch für heute gut sein lassen.....möchte nur mal aufmerksam machen, dass es morgen auf RTL2 Guggenheimstoff vom Feinsten gibt. Obwohl, steht der auch auf Katastrophenfilm ?
Erst gibts nen Attentat auf den Präsidenten um 12.30 Uhr, dann bricht die große Durstepidemie aus und als drittes gegen 4 oder 5 Uhr morgen Nachmittag gibts das Gewitterinferno.
Wer dann gegen Abend noch Lust hat, kann sich auf TELE 5 von Wüstenschlagen belustigen lassen (worauf ich mich schon seit ner Wocher sehr freue :D) oder auf RTL2 bleiben und dann den Meteoriteneinschlag Teil 2 beiwohnen.....das wird ein Tag :D
Alles klar, aber Einordnen geht nur über Vergleich und Vergleich funktioniert erst dann am besten, wenn du sehr viele Filme gesehen hast. Also bleib ganz cool und geb ne 10, wenn du es für richtig hältst. Ich habe in meiner Liste zig Filme, die mit ner 10 bewertet habe, weil ich sie vor 10 Jahren gesehen habe. Damals waren sie ne 10, heute wären sie sicher keine mehr. Deshalb würde ich immer so bewerten, wie man es empfindet in dem Moment, wo man den Film sieht.
ja, damals hab ich den noch als gut empfunden ;)
aber wie ich ihn heute finde, werd ich sehen ;)
damals war ich noch am Anfang meiner Zeit als Filmfan, da hab ich
noch nicht soviel Wert drauf gelegt ;)
aber wie gesagt, hab jetzt schon von mehreren Ernst zu nehmenden MP Mitgliedern das der Film doch wirklich nicht sehr prickelnd war, aber wie gesagt, umbiegen lässt sich der alte Fabel ganz sicher dadurch nicht ;)
udn ja, ein FORREST GUMP Vergleich ist mir damals auch ein wenig aufgefallen, aber ich fands einfach nur schön. Wie gesagt. Damals!
So, nun aber wirklich schluss. :D
[...] Keine Frage: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist perfekt produziert, bietet tolle Bilder, erstaunlich unaufdringliche CGI-Effekte und einen Soundtrack der Spitzenklasse, was einige Nominierungen für den Academy Award tatsächlich rechtfertigt. Das heraufbeschworene epische Meisterwerk ist der Film dennoch nicht geworden.
Der seltsame Fall des Benjamin Button ist der erste große Blockbuster des Jahres 2009. Leider kann der Film seine Qualität nicht ausspielen. Dramaturgisch ist der Film unerwartet schwach. Was man dem Film jedoch zu gute halten muss sind die tollen Bilder. Fincher zaubert unglaublich schöne Bilder auf die Leinwand und auch hier merkt man Ihm seine Herkunft (Werbung & Musikvideos) an. Leider zieht sich dies über 3 Stunden und wirkte ohne Witz und Charme nur sehr ermüdend auf mich. Die Parallelen zu Forrest Gump sind groß. Beiden Filme werden episodisch erzählt und die unterschiedlichen Szenen werden immer wieder durch eine Off-Stimme kommentiert. Was bei Forrest Gump noch durch Wort- und Szenenwitz funktionierte, möchte bei Benjamin Button so gar nicht zünden.
Trotz all seiner vorgegebenen Tragik, die die Figur in sich durch die Rahmenhandlung besitzt, konnte ich bei Benjamin Button nicht mitleiden. Die größte Schwäche des Filmes ist in meinen Augen das Drehbuch und die ungemein monotone Darstellung des Charakters. Die Geschichte bietet keine Substanz und ist in sich selbst sehr inhaltsleer, fast schon belanglos. Das Treiben und die Motivation der Charaktere bleibt unangetastet ist oberflächlich. Bei dieser ernsten Thematik finde ich den kindlichen Humor eher unpassend. Zu oberflächlich und einfach kommt diese "Romanze" daher und setzt sich inhaltlich schwach mit Thema "Tod" auseinander. Nach knapp 2 Stunden Laufzeit schleppt sich der Film nur noch von Szene zu Szene bis es zu einem vorhersehbaren Ende kommt. Benjamin Button ist für mich bislang die große Überraschung in diesem noch jungen Kinojahr. Überraschend im negativem Sinne. Ich hatte mir deutlich mehr von der Zusammenarbeit Fincher - Pitt erhofft. So bleibt "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ein gewöhnlich langweiliger Fall.
The Curious Case of Benjamin Button hat trotz der vielen allgemeinen, im Hintergrund stehenden Aussagen über das Leben, den Tod und die Verbindung derer in den vielen Minuten nicht die Zeit gefunden tiefer zu gehen, den Grundton weiter zu führen und nicht nur anzusetzen; die Menschen, besonders Benjamin, näher zu beleuchten und nicht nur auf der Oberfläche zu verbleiben. Zum Schluss wird man dann alleingelassen, so wie es jeder Mensch an seinem Lebensende widerfahren wird. Gleichzeitig hegt man einen kleinen Wunsch doch noch etwas zu bekommen, und sei es die verlorene Zeit.
Das Leben sollte mit dem Tod beginnen. Meinte mal Mark Twain. Noch hat "Der seltsame Fall des Benjamin Button" nicht genetische Schule gemacht, und darin liegt das Problem: Denn während seine große Liebe (Cate Blanchett) wie alle Menschen älter wird, läuft die Lebensuhr bei ihm (Brad Pitt) rückwärts.
Ebenso ein Rätsel bleibt auch die Frage, warum der Film soeben für 13 Oscars nominiert wurde. Es sei denn, man begnügt sich zur Beantwortung von Letzterem mit dem Hinweis auf teures, technisch aufgemotztes und insofern hochgradig perfektes Industrie-Kino-Hollywoods. Und darauf, dass die Mitglieder der "acedemy" bekanntlich einen sehr hohen Altersdurchschnitt haben. Vielleicht lässt man sich, dem Tode nahe, leichter von einem solchen Altendrama rühren. Das ist der Film nämlich auch.
Schon jetzt ist absehbar: Trotz aller Ehren wird dieser seltsame Fall eines Films sein Publikum gespalten zurücklassen - wo die einen sich im Innersten berührt fühlen und mit Benjamin Button identifizieren, erkennen andere nur eine kalte Fingerübung und einen zu langen, langweiligen Film.
"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist ein Filmmärchen, dem ich mich – trotz leichter Abneigung gegen seinen männlichen Hauptdarsteller - gerne anvertraut habe. Es besitzt die richtige Mischung aus lebensnaher Melancholie, souveränem Humor und verdaulich portionierter Weisheit. Wer die eine phantastische Prämisse des Films akzeptiert, bekommt zur Belohnung eine sanft fesselnde, mit behutsamer tänzerischer Eleganz inszenierte Geschichte erzählt. (Hendrik für SchönerDenken)
[...]„Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist ein wunderbar melancholischer Film mit zutiefst traurigen Grundtenor, dem Hoffnung jedoch nicht fremd ist. Keinesfalls. Eine Parabel über die Vergänglichkeit der Zeit, das Altern, den Verlusten, die das Leben mit sich bringen. Aber natürlich auch eine große Geschichte über eine zeitlose Liebe zwischen Benjamin und Daisy, die diesen Film in seinem selbst gesponnenen und dichtem Bedeutungsgewebe dominiert und trägt und somit zum Mittler der Geschichte wird. Ein Film der, die nötige Fantasie vorausgesetzt, ein Großer ist, weil er weiß das seine ruhige Bedächtigkeit Stärke ist, nicht Makel. Getragen von zwei wunderbaren Schauspielern, Brad Pitt in seiner dritten Zusammenarbeit mit David Fincher und einer bezaubernden Cate Blanchett, eingehüllt in eine Aura der Würde und Schönheit, erhebt sich „Benjamin Button“ zu voller Größe. Wenn zur Mitte des Film Daisy in einem rotem Kleid für Benjamin im Licht der Sterne tanzt, so wunderschön, bewegend und traurig zugleich, dann ist das einer jener Momente voller Magie, in denen der Film, der doch vor allem von der Endlichkeit der Zeit berichtet, schlussendlich zur Unendlichkeit des singulären Augenblicks findet.
[...]Ob wunderschöne Kamerafahrten, die rückwärts ablaufende Kriegsszene oder die Alterungseffekte – audiovisuell dürfte Der Seltsame Fall Des Benjamin Button eines der Highlights des Jahres werden. Doch Fincher versäumt es im weiteren Verlauf des Films, die optischen und akustischen Sahnestückchen mit hochwertigem Inhalt zu füllen. Schon bei Benjamins ersten Job als Matrose baut die Geschichte stark ab, dümpelt auf einem niedrigen Niveau und hat wenig Neues zu bieten.[...]
“Benjamin Button” ist nämlich, leider, vor allem eins: Lang und weilig. Selten habe ich es bei einem Film erlebt, dass er über eine so lange Laufzeit (knappe drei Stunden) so wenig zu erzählen hat und dies auch noch so beiläufig und gelangweilt abspult, als wäre es ihm völlig egal. Es passiert recht wenig im Leben von Benjamin Button, und die Dinge, die geschehen, scheinen zumindest den Erzähler, also Benjamin himself, recht wenig zu interessieren. Er spult seine Geschichte so emotionslos herunter, als wäre es ihm sehr wohl bewusst, dass es niemanden interessieren könnte. Ist die Grundidee mit dem rückwärts altern zu Beginn noch sehr vielversprechend und auch gerne mal der Grund einiger witziger Einfälle, ist es dann irgendwann akzeptiert, wird als gegeben hingenommen und von da an wird es noch monotoner, da selbst das herausragendste Merkmal der Story nicht mehr herausragt.
[...]Trotzdem verkommt der Film nicht zur reinen Effekt-Show, sondern erzählt vor allem in grandios gefilmten Bildern von einem ungewöhnlichen Leben. Dieses ist wie jedes Leben mal traurig, mal lustig und mal spannend, und wie jedes Leben wie kein anderes. Brad Pitt und vor allem Cate Blanchett beweisen dabei erneut, dass sie zu Recht zur A-Liga Hollywoods gehören und zeigen bewegende Emotionen auch durch dicke Latexschichten. Regisseur Fincher nimmt sich wie schon bei Zodiac mit extravaganten Inszenierungsideen zurück und lässt dafür lieber das Spiel der Akteure wirken. Aber es wäre auch kein echter Fincher-Film, wenn es nicht doch immer wieder verblüffend originelle optische Ideen zu sehen gäbe.[...]
[...]"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist großes, gefühlsgeladenes Kino, beinahe bedächtig erzählt, dabei von ungeheurer visueller und kreativer Energie. Die Special Effects, die aus Brad Pitt einen Greis machen, aber auch das New Orleans des frühen 20. Jahrhunderts wieder auferstehen lassen, sind phänomenal gelungen und im besten Sinne als unterstützendes Element der Geschichte eingesetzt. Über die emotionale Themenvielfalt und Reichhaltigkeit in deren Umsetzung, sowie weitere erwähnenswerte Aspekte des Films ließe sich seitenweise schreiben, vieles wird einem wohl auch erst deutlich werden, wenn man ihn eine längere Zeit hat wirken lassen, beziehungsweise, wenn man ihn ein zweites Mal sieht. Die Balance zwischen tiefer Melancholie und ehrlicher Lebensfreunde, zwischen Tragik und Komik und die Symbiose zwischen Geschichte und optischer Stilistik gelingt David Fincher in einer Perfektion, wie man es lange nicht mehr gesehen hat.[...]
[...] Was also ein Film hätte werden können, der sich seine absurde Ausgangsidee zu Eigen macht, um eine allegorische, metaphorische oder – wenn es denn nun sein muss – auch intellektuelle Meditation über die Diskrepanz zwischen Körper und Geist, über Vergänglichkeit, die Wertigkeit von Zeit und natürlich den Irrsinn der Liebe anzustimmen, ist eben doch nur ein Beweihräuchern an der eigenen Genialität. Die Idee, und das ist alles: die Idee, bleibt grotesk, albern und schwachsinnig, weil sie nicht in ein Märchen übersetzt, sondern immer wieder vorgeführt wird. Hier ist der Film, neben zahlreichen banalen Übereinstimmungen in der Plot-Struktur, seinem geistigen Vorgänger “Forrest Gump” am Ähnlichsten. Nicht gerade wunderlich, dass in beiden Fällen derselbe Drehbuchautor zugange war. [...]
Dieser Grundgedanke - zwei Liebende, die gegensätzlich altern und nur in der Mitte ihrer Leben für eine begrenzte Zeit einander in gleicher Reife begegnen - ist nicht ohne Reiz. Auch der Kniff, einen Brad Pitt erst als Greis zu zeigen und ihn dann, mit allen Tricks der Maskenbildner und Computertrickser, immer jünger zu machen, selbst jünger, als er heute ist, hat einen gewissen Schauwert. Damit aber sind die Vorzüge des Films bereits genannt. Schon an der interessanten Perspektive, die große Historie durch eine kleine Geschichte, den Lauf der Zeit durch einen aus der Zeit Gefallenen zu kontrastieren, scheitern Fincher und Roth.
Fincher hat gesagt, der Tod sei in jeder Einstellung des Films gegenwärtig. Gern nähme man ihn beim Wort. An der persönlichen Betroffenheit, die ihn und den Drehbuchautor Eric Roth über lange Jahre mit diesem Stoff verbunden hat, ist kein Zweifel: Der Autor verlor beim Schreiben der ersten Entwürfe seine Eltern, der Regisseur begleitete seinen Vater ein Jahr lang beim Sterben. Dem Film ist das nur passagenweise anzumerken. Er ist als qualliges, sentimentales Epos angelegt, in dessen Zentrum eine unerfüllte Liebe steht.
Leider lässt sich nicht behaupten, dass der Film dadurch an Spannung gewinnt. Es plätschert weiter dahin. Und hat schon die zentrale Handlung kaum Spannung, die Rahmenhandlung hat sie erst recht nicht. ... Der gesamte Film ist vollgestopft mit überflüssigen Figuren und Handlungssträngen, als wollte man ihn mit aller Macht auf knapp drei Stunden Spielzeit bringen.
Dieser aufwändige Prozess - und das ist die erste Überraschung von Der seltsame Fall des Benjamin Button - ist dem Film kaum anzusehen. Fincher hat eine etwas behäbige Rahmenhandlung um Buttons Geschichte gebaut, doch sobald die Fabel richtig losgeht, ist man von ihren existenziellen Dimensionen eingenommen und denkt nicht mehr an das technische Zauberwerk.
Benjamin Button ist die Elegie auf einen zutiefst langweiligen Menschen. Brad Pitt spielt ihn, hinter viel echtem und digitalem Make-up mit waidwundem Blick und knarzig-monotoner Erzählstimme, die den Eindruck erweckt, der “Held” würde sich selbst nicht sehr für sein eigenes Leben interessieren. Trotz der unübersehbaren und an vielen Stellen korrekt genannten Parallelen zu “Forrest Gump” (die nur deswegen nicht abmahnungsfähig sind, weil beide Filme den selben Drehbuchautoren haben), unterscheidet Benjamin Button eine Sache deutlich von seinem Vorgänger: Er ist unglaublich monoton. Gefühlte fünf Stunden (es sind nur knapp drei) - in denen es wenige Dialoge und viel nöliges Voice-Over gibt - wird mit wichtiger Miene das Leben des rückwärts alternden Benjamin nacherzählt. Ausufernd in dutzenden kleinen Pastiches, die nur zu oft pointenlos enden und für die Entwicklung des Hauptdarstellers erstaunlich unwichtig sind.
Denn Fincher ist wenig am Innenleben seiner Figuren interessiert und definiert sie fast ausschließlich über Ticks und Äusserlichkeiten. Benjamin Button ist ziemliche lange ca 70, dann ziemlich lange irgendwas Mitte 30 und ziemlich kurz dann sehr jung und irgendwann tot. Ein liebenswerter, eigenständiger Charakter, jemand der Witz oder Charme, wirkliche Interessen und Eigenschaften hat ist er dabei im Grunde nie. Dazu bleibt die Figur zu sehr Gimmick, zu sehr Spezialeffekt. Der Film glaubt es sei genug Pitts Kopf mit aller tricktechnischen Raffinesse auf verschiedene digitalen und echten Körper zu schrauben, erzeugt damit nach der anfänglichen Faszination aber eher Distanz. Button bleibt creepy, bleibt - wie es ein US-Kollege formulierte - ein Gimmick auf der Suche nach Sinn.
David Fincher („Se7en“, „Fight Club“, „Zodiac“) gelang mit viel Liebe fürs Detail eine ganz große Kinogeschichte. Wenn die symbolische Uhr, die rückwärts läuft, vom Strom der Zeit weggespült wird, wenn die Parallelmontage von Daisys Unfall mit dem Zufall spielt, erleben wir erzählerische Kunststücke. Vielleicht bemüht er zu viele Hollywood-Tricks, blendet zu häufig zur Rahmenhandlung mit der sterbenden Daisy zurück. Aber dieser Rahmen, das Kaleidoskop der Ereignisse und der Figuren, all das lässt viele Schauspieler in reizvollen Rollen glänzen, die Ausstatter, Kulissenbauer und Maskenbildner brillieren. Und man kann sich dem Strom der bewegenden Ereignisse ebenso wenig entziehen wie dem Lauf der Zeit.
«The Curious Case of Benjamin Button» ist eine verführerische Zeitreise auf den Spuren eines gegen den Strom schwimmenden Menschen, ein wunderbares Märchen über die Unaufhaltsamkeit der Zeit.
David Fincher, ("Sie7en"; "Fightclub") erweist sich erneut als Meister seines Faches und zeigt ein Füllhorn an originellen Einfällen. Erzählerisch bietet die Story die gesamte Bandbreite epischer Erzählkunst auf, was einige Kollegen bereits zu...
Der Film seufzt mit Sehnsucht und köchelt mit Intrigen, während er die philosophischen Rätsel und die emotionalen Paradoxien der Verfassung des Protagonisten untersucht. Im Falle von „Benjamin Button“ fand ich es sehr Schade, als der Film vorbei war. Ich war glücklich darüber, den Film gesehen zu haben.
Diese Lügengeschichte eines Mannes der rückwärts altert, während er knicksend und heiter auf dem unberechenbaren Meer des Lebens umherfährt, versucht nicht gefühlsmäßig zu sein. Eric Roth, der das Filmscript zu Forrest Gump geschrieben hat (meine Kehle hat sich immernoch nicht davon erholt), schafft einen ähnlich reagierenden Charakter in Benjamin. Die Farbenprächtigen, unterstützenden Charaktere schütten dem Naturwunder, gespielt von Brad Pitt, ihr Herz aus.
Der Film ist gut gemacht. Die besten Schauspieler verkörpern die Charaktere. Mit diesen Mitteln und dem Talent hier, hätte doch ein guter Film herauskommen können. Aber es ist so schwierig, die Story gut zu finden. Es gibt keine Lektion, die der Zuschauer aus dieser Geschichte lernen könnte.
Wer hätte gedacht, dass Brad Pitt, auch wenn er künstlich verältert wird, Ähnlichkeit mit Yoda haben könnte?
Der seltsame Fall des Benjamin Button ist sehenswert - gerade wegen des großartigen prothetischen Make-Ups und der nahtlos darin übergreifenden Computereffekte, bei denen Pitts Kopf auf ältere Körper gesetzt wurde. [...] Aber der Film, auch wenn er löblich einfallsreich ist, ist zu lang und nicht so gefühlsreich, wie er sein könnte.
Man durfte gespannt sein, was David Fincher aus diesem Stoff gezaubert hat, der sich irgendwie so gar nicht in die Filmographie des Meisters einreihen wollte. Aber falsch gedacht, denn auch Fincher schreckt nicht vor neuen Herausforderungen zurück. Auf den ersten Blick sieht das alles nach einen typischen Oscarfilm aus, einzig und allein für die Awardseason gedreht. Doch mit laufender Spielzeit wächst der Film – schließlich sogar über sich hinaus.
Fincher würde uns mit dieser Geschichte sicher gerne berühren. Er gibt mir aber leider absolut keinen Grund dazu. Dass ein Film sich Zeit lässt bewirkt oft Wunder, aber in "The Curious Case of Benjamin Button" wirkt das von Moment zu Moment gezwungener und angestrengter. Bei "Zodiac" empfand ich diese Überlänge als durchaus passend. Hier ist es so, dass es so wirkt als müsse Fincher den Film unbedingt über 2 1/2 Stunden abdrehen. Die Länge tut dem Film jedoch in keinster Weise gut. Der Verlauf wirkt immer plätschernder und schleppender. Die Hälfte der Verlauf der Geschichte, die Nebenfiguren, der kitschige Beginn wirken einfach nur so als wären sie aus irgendeinem Grund in der Geschichte. Nichts wirkt begründet. Es wird eben erzählt, aber auch nicht mehr. Normalerweise weiß der Regisseur sehr wohl auch seine Stories mit Aussagen und Charakteren zu versehen, doch in diesem Film mangelt es an diesen zwei Dingen ganz besonders. Gerade dieses Genre will schließlich eine Figur charakterisieren, doch Brad Pitt wird stattdessen - wenn auch in wirklich makelloser Maskierung - gezeigt und eben so schnell vergessen, da der Regisseur nur seinem "Seltsamen Fall" und nicht mehr mitbekommt. Ein stillschweigendes, fades und schmalziges Filmchen, was aber immerhin technisch zu brillieren weiß.
Ne, righty right. ;)
Wenn auch nicht ganz meine Meinung, einer von Finchers schlechtesten Spätwerken und sehen möchte ich den erstmal überhaupt nicht mehr, technisch dennoch sehr schick. :)
@cineast: So was hört man gerne. :)
@fabel: Hm, na ja. ;)
@Timo K.: Warum auch nicht? :)
@JohnnyKee: Brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich hab auch meine Fehler. :P
@hoffman: Danke. Hab den seit der letzten TV-Ausstrahlung gesehen und das bleibt auch sicher so.
Ich mag den ja total, aber: In diesem Fall versteh ich auch, wenn man mal lieber ne Stunde schläft und danach sein Zimmer putzt. Der eine ist gebannt (wie ich^^), der andere ersäuft im Kitsch.
Der Film stand bei mir ja immer auf der Liste der Streifen, die ich immer vor mir her geschoben habe. Jetzt habe ich ihn mir aber abgeschaut und weiß immer noch nicht so genau, was ich von David Finchers Werk halten soll.
Im Prinzip habe ich nichts gegen ein bisschen Kitsch und Dramen mit Überlänge. Deswegen war ich auch vom Beginn des Films recht angetan, der damit anfängt, dass jemand im Sterbebett liegt und "seine Geschichte" erzählt. Für mich eigentlich ein relativ vielversprechender Auftakt. Thematik und düstere Atmosphäre versprechen außerdem einen mehr als abendfüllenden Film.
Die Schauspieler machen ihre Sache definitiv solide, und auch die Optik weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Positiv hervorheben sollte man an dieser Stelle auf jeden Fall die Maskenbildner, die eine überwältigende Arbeit abgeliefert haben und Pitts Aussehen perfekt an s jeweilige Alter angepasst haben.
Die Krux von "Benjamin Button" offenbart sich aber dann im schwachen Drehbuch, das die interessante Thematik irgendwie nicht ordentlich zu verpacken weiß. Besonders die Charakterzeichnung der Hauptfigur hätte viel tiefgründiger ausfallen sollen. Irgendwann hat man einfach das Gefühl, es gar nicht mehr mit einer Figur zu tun zu haben, die solch einen interessanten Hintergrund hat. Button wirkt über weite Strecken viel zu gewöhnlich, aus seinem "Anders-Sein" hätte man wohl viel mehr rausholen können. Außerdem schafft es das Drehbuch auch nicht wirklich, dass man allzu viel Empathie oder gar Sympathien für die Figuren entwickelt.
Aufgrund seiner Thematik hatte ich von "Button" eigentlich wesentlich mehr erwartet. Die Inszenierung ist Fincher auf der visuellen Seite durchaus gelungen, nur verflacht die Story nach einem vielversprechenden Auftakt eher zum konventionellen Drama, das durchaus hätte besser funktionieren können, wenn die Charakterzeichnungen liebevoller und detailreicher ausgefallen wären.
Zu diesem Film fällt mir nur ein Wort ein: "Meisterwerk".
Es gibt nur wenige Filme, die einen so fesseln und ein wirkliches Gefühlschaos hinterlassen.
David Fincher hat den Film perfekt umgesetzt, er hätte den Oscar für diesen Film mehr als verdient gehabt.
Fing interessant an und wurde zunehmend langweiliger - er war langatmig.
An manchen Stellen wollte ich umschalten.
Die Charaktere waren ganz ok. Vorallem seine Mutter. Mochte sie sehr gern.
An sich eine interessante Story, eher schlecht als recht umgesetzt.
Zusammengefasst ein ganz guter Film. Nochmal schauen? Eventuell...
Aus meiner Sicht ein sehr schönes Drama mit einer tollen Story. Jeder Charakter, der Benjamin im Laufe seines Lebens begegnet, hat seine eigene Geschichte und Bedeutung. Mir gefällt, dass der Film sich mit diesen auf den ersten Blick unwichtigen Aspekten befasst.
Das Ende ist ziemlich rührend und ein bisschen traurig.
Hier kann ich nun wirklich nichts mehr schönreden: Leblose Figuren, in einer seichten und sichtbar Forest Gump inspirierten Story.
Für das schwache Drehbuch kann David Fincher freilich nichts, doch ein Regisseur der solch eine Reputation geniesst, sollte zumindest in der Lage sein diesen Stoff so zu verfilmen, das man sich am Schluss nicht die Haare raufen möchte.
Eigentlich hätte ich zu Beginn schon stutzig werden müssen. Denn wenn anfangs mal wieder eine alte Dame im Sterbebett ihre Lebensgeschichte zum Besten gibt, darf man im Grunde schon alle Hoffnungen auf ein annähernd subtiles Drama begraben. Und sich stattdessen auf Kitsch, Schicksals-Gequatsche und oberflächliche Gefühlsduselei einstellen. Selbst Cate Blanchett vermag hier nichts mehr zu retten.
Die Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds Kurzgeschichte ist ein wunderschöner und prachtvoller Film über die Liebe und die Zeit die uns bleibt. Die Symbiose aus den perfekten und deswegen nicht wahrnehmbaren Spezialeffekten, den tollen Darstellern und der feinen, bitterzarten Inszenierung machte aus dem Werk einen romantischen, einnehmenden, und leidenschaftlichen Film, der nur leider im Mittelteil etwas fahrig und leblos wirkt, sich jedoch schnell wieder seiner erzählerischen Stärken besinnt. Dass ist ganz großes Gefühlskino, pathetisch, mit ganz viel klebriger Sauce und einem Hang zum emotionalen Überfluss, aber so was muss man sich halt auch ab und zu mal gönnen (können).
So richtig kann ich die vielen negativen Kritiken hier ja nicht verstehen, ist "Der seltsame Fall des Benjamin Button" doch ein überaus einfühlsames und richtig schönes Liebesdrama. Ich würde sogar soweit gehen und es als Liebesmärchen titulieren, denn die Geschichte von einem Mann, der alt geboren wurde und mit der fortschreitenden Lebenszeit immer jünger wird ist einfach nur märchenhaft von David Fincher erzählt. Vor dem Hintergrund des Hurricane Katrina wird hier eine ganz besondere Lebensgeschichte aus dem Tagebuch des Benjamin Button ruhig und umfangreich der im Sterben liegenden Daisy vorgelesen und während die ganze Umgebung in Panik verfällt lassen sich die Vorleserin Caroline und ihre Mutter Daisy nicht beirren. Was folgt ist kein Meisterwerk, aber eine mehr als gelungene Adaption der Kurzgeschichte "The curious case of Benjamin Button" von F. Scott Fitzgerald, die man entweder genießen muss oder dankend ablehnen kann. Ich habe ersteres getan.
der schlechteste fincher, den ich bisher gesehen habe. langweilig, öde und unaufgeregt. eigentlich hätte ich ja weniger punkte gegeben, aber ich habe ihn nicht zu ende sehen wollen. und das schon nach der hälfte oder so - und wer weiß, vielleicht gehts dann erst richtig los :D
nee, ernsthaft: ich hoffe nicht, dass ich irgendwann mal gezwungen werde, den wieder anzuschauen.
Ich würde mich durchaus als eine Art "Fan" des Duos Fincher/Pitt bezeichnen, wobei insbesondere Ersterer für meinen Geschmack nahezu ausschließlich hervorragende Filme gemacht hat.
"Der seltsame Fall des Benjamin Button" fand ich jedoch so sterbenslangweilig, dass ich beim Anschauen den Eindruck hatte, selbst ein Meinschenleben -vorwärts und rückwärts - durchlebt zu haben. Und noch dazu ein sehr ereignisarmes! Das einzige Highlight stellt die unglaubliche Arbeit der Maskenbildner dar. Doch dieses Detail für sich genommen reicht bei weitem nicht, um mich für mehr als 5 min. zu beeindrucken.
Also der Film erinnerte mich von der Erzählweise an Forrest Gump. Brad Pitt hat erneut bewiesen, das er als Charakterdarsteller zur ersten Riege gehört. Tilda Swinton jedoch hat erneut auf ganzer Linie versagt. Die Story selbst hebt sich etwas von der Massenware ab, jedoch von einem Meisterwerk zu sprechen, wäre dann doch zuviel des Guten. Für die Zukunft würde ich persönlich es mir wünschen, Brad Pitt wieder öfters in anspruchsvollen Charakterrollen zu sehen. Als Actiondarsteller taugt er einfach nicht.
"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist schon ein recht merkwürdiger Film, der auf einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald (Der große Gatsby) beruht, diese aber zu epischer Hollywoodbreite aufplustert. Der Berg kreißt und gebiert eine Maus, möchte man aufgrund der hochtrabenden Ambitionen da sagen. In edlen Bildern wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der als Greis geboren wird und als Säugling stirbt. Diese krude Ausgangssituation dient letztlich dazu, von der Vergänglichkeit des Lebens und des Glücks zu erzählen und von einer Liebe, die alle Grenzen überwindet. Um zu diesen Erkenntnissen zu gelangen, nötigt der Film dem Zuschauer fast drei Stunden seines Lebens ab und strapaziert das Sitzfleisch auf schon fast ungehörige Weise. Traurig und unverzeihlich ist es, dass die Charaktere kaum Interesse wecken können, sie als langweilig zu bezeichnen, ist beinahe schon geprahlt. Was bleibt, ist ästhetischer, philosophisch angehauchter Hollywoodkitsch, der sich bedeutungsschwer und anspruchsvoll gibt, aber letztlich nicht zu fesseln vermag. "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist zweifellos kein schlechter Film, aber meinen Geschmack hat er nicht getroffen.
Bei einem Budget von 150 Millionen Dollar (teilweise fragt man sich, ob dies alles in die Maske und in die Taschen der Stars geflossen ist) spielte der Film weltweit respektable 334 Millionen Dollar ein.
"Sie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wussten nicht, dass Zeit haben nichts anderes heißt, als keine Zeit für alles zu haben."
Rubert Musil - `Der Mann ohne Eigenschaften´
Bezeichnender als das Zitat selbst ist hier wohl der Titel des Werkes, aus dem zitiert wird.
Denn Benjamin Button ist ein Mann ohne Eigenschaften, ohne Persönlichkeit. Als wäre es für Regisseur Fincher genug der Charaktereigenschaften, dass der Protagonist eben rückwärts "altert".
Und dass Pitt mitunter Schwierigkeiten hat, wenn er schwach entworfene Figuren verkörpern soll, hat er ja schon mehrfach bewiesen ("Rendezvous mit Joe Black", "Mr. & Mrs. Smith").
Auch ein Könner wie er braucht stark geschriebene und entwickelte Rollen, um glänzen zu können. Fehlen diese, ist auch ein Brad Pitt reizlos. Unwichtig, wie beeindruckend er sonst auf der Leinwand rüberkommt.
Gleiches gilt auch für das weibliche Pendant, verkörpert von Cate Blanchett.
In den Nebenrollen verdienen sich Julia Ormond und Jason Flemyng ein paar Meriten. Aber das ist zu wenig für ein Werk, das ein großer Film sein möchte.
Die visuellen Effekte, das Make Up, die Schnitte und Sequenzen, das ist alles toll gemacht.
Aber mal ehrlich, das reicht für eine solche Geschichte einfach nicht.
Große Liebesgesfilme brauchen mehr als Kitsch.
Große Romanverfilmungen brauchen mehr Nähe zum Buch.
Große Dramen brauchen Schauspieler in besserer Form.
Handwerklich toll, kann man nichts sagen, aber der Rest ist mir zu sehr wie "Avatar", schöne Bilder und daneben wenig bis gar nichts.
Hier allerdings ist zumindest die musikalische Untermalung besser.
"Denn Benjamin Button ist ein Mann ohne Eigenschaften, ohne Persönlichkeit…"
Gerade das ist es doch, was den Film so interessant macht!
Er ist nur gewöhnlich, bis darauf, dass er immer jünger wird. Und nur durch diese Eigenschaft wird ein gewöhnlicher Mensch besonders! Denn diese Gewöhnlichkeit macht ihn wieder ungewöhnlich Ungewöhnlich.
Nein, auch jeder gewöhnliche Mensch hat irgendwelche Charaktereigenschaften. Sie sind ja elementarer Bestandteil dessen, was uns menschlich macht. Benjamin Button ist lediglich eine jünger werdende Hülle, die mit nichts gefüllt wird.
Super Kritik, zum grossen Teil meine Meinung.
@ Alexander Supertramp: Ein gewöhnlicher Mensch kann man sicherlich nicht als einen Menschen ohne Charakter definieren, meiner Meinung nach gibt es sogar weder einen gewöhnlichen, noch einen ungewöhnlichen Menschen.
Übrigens, das Make up von Cate Blanchett ist schrecklich, sie wirkt wie computeranimiert.
Es ist ein wunderschönes Märchen von der großen, ewigen Liebe, die unabhängig vom Alter besteht, selbst wenn die Lebenszeiten der Verliebten in entgegengesetzte Richtungen laufen. Das schildert uns David Fincher in stimmungsvollen Bildern, die meist in Gelb- und Brauntönen gehalten sind und beweist damit einmal mehr, was er kann. Fast drei Stunden (schon etwas lang) sehen wir eine Story, die auf der Klaviatur der Emotionen wahre Symphonien abspielt und mit einem ungewöhnlichen Charme daherkommt. Durch die Rahmenhandlung bekommt das Ganze zwei Ebenen und eine zusätzliche Unterhaltungsgrundlage. Die Maskenbildner hatten hier Konjunktur und leisteten nicht nur bei Brad Pitt ganze Arbeit, sondern auch bei Cate Blanchett. Aber auch ohne die Mithilfe der Visagisten überzeugen Tilda Swinton, die durch ihren Auftritt den märchenhaften Charakter unterstreicht, sowie Julia Ormond, die die erlösende Aufklärung bringt.
Die Komik der Situation unterstreichen Sätze wie ’Wir enden alle schließlich in Windeln’. Der Wandel der Zeiten wird durch markante Musikbeispiele von den Platters oder den Beatles betont. Und das Ende der Liebesgeschichte ist so schön, dass es den Romantikern fast das Herz zerreißt. Durch die Gegenbewegung der Alterungsprozesse wird allerdings eine gewisse Zeitlosigkeit herausgearbeitet. Und durch den eingearbeiteten Exkurs über den Zufall kommt noch eine philosophische Komponente hinzu.
Ein Beispiel dafür, dass Gefühle nicht im Herz-Schmerz-Niveau ertrinken müssen, sondern wenn gut gemacht eine Bereicherung darstellen.
So zäh wie Kaugummi und so unbedeutend wie die Bundestagswahl.
Es ist ein regelrechtes Wunder, wie man der Figur des Benjamin Button so viel Screentime zukommen lassen kann, ohne dass sie auch nur einen klein wenig komplexeren Charakter entfaltet als den liebenswerten Menschen mit bemitleidenswertem Schicksal. Und wenn dann auch noch Blanchett mit ihrer Rolle keinen Sympathiepreis gewinnt, fühlt man mit dem Pärchen zu keinem Zeitpunkt mit und so hilft es auch nicht, wenn Fincher versucht auf die Tränendrüse zu drücken. Stattdessen wird einem vielmehr klar, wie träge der Film doch inszeniert ist und dass im Kern der Geschichte nichts weiter steckt als eine Lovestory, die zudem viel spezieller hätte ausfallen können als sie es letztendlich tat. Somit erweist sich Finchers Versuch, einen neuen FORREST GUMP zu basteln weder als inspirativ noch als wirklich sinnvoll. Bleibt zu hoffen, dass der Mann wieder in die alte Schiene findet und sich weiterhin auf seine guten alten Thriller konzentriert. Seine neuesten Filme stimmen einen zuversichtlich.
"Der seltsame Fall des Benjamin Button" erinnert mich an eine Mischung aus "Forrest Gump" und "Titanic". Von Forrest Gump hat er die Schilderung eines ereignisreichen und überaus unglaubwürdigen Lebens. Von Titanic hat er die seichte und langweilige Liebesgeschichte ohne Überraschungen, die alte Frau in der Rahmenhandlung und an einer Stelle geht sogar ein Schiff unter.
Das klingt nicht sonderlich überschwänglich und Benjamin Button konnte mich auch wirklich nicht überzeugen. Nach einem sehr starken Anfang folgt ein zäher und langer Mittelteil, der arm an Überraschungen und Höhepunkten ist. Die Zeit, in der Benjamins Äußeres einigermaßen zu seinem Alter und Entwicklungsstand passt, ist auch die unspannendste. Aber genau dieser Zeit wird am Meisten Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet. Da hilft auch nicht mehr, dass es in den letzten 20 Minuten noch mal spannend wird. Benjamin Button hat bis dahin einfach zu viel potential verschenkt.
Kleine Höhepunkte sind die gelegentlichen Exkurse und eingeflochtenen Geschichten, wie etwa die Geschichte des Uhrmachers zu Beginn oder die Schilderung von Daisys Unfall. Schade, dass sich Fincher dieses auflockernden Stilmittels zu selten bedient. Gerade im schwülstigen Mittelteil hätte das helfen können.
Technisch ist der Film erhaben. Das Make-Up ist grandios! Und auch die Schauspielergarde ist gut gewählt. Das rettet Benjamin Button aber nicht vor der streckenweisen Langeweile und dem Gefühl, dass da viel mehr als ein durchschnittlicher Film mit guter Besetzung drin gewesen wäre.
Die Idee an sich ist schon interessant, Masken und Effekte sensationell und Finchers Inszenierung wirklich gut. Leider kann die Geschichte nach starken Beginn da nicht mehr mithalten. Die märchenhafte Story zieht sich stellenweise gewaltig. Es wird zwar nicht richtig langweilig, bemerkenswerte Höhepunkte konnte ich im Mittelteil aber leider auch nicht ausmachen. Es entwickelt sich eine überraschend einfallslose Liebesgeschichte, die ohne den seltsamen Alterungsprozess der Hauptfigur eigentlich ziemlich belanglos und uninteressant wäre. David Fincher setzt das bestmöglich um, hat einige gute Regieeinfälle, was es inhaltlich aber nicht besser macht. Am besten funktioniert der Film in der ersten und letzten halben Stunde, in der "der seltsame Fall" eben im Mittelpunkt steht. Das ist interessant und gut erzählt, mit Tragik und manchmal feinem Humor gewürzt. Der Rest konnte mich weniger mitreißen.
Eigentlich schade. Kein schlechter Film, bemerkenswert gut inszeniert, schöpft das Potential der ungewöhnlichen Idee aber nicht ganz aus. Man kann sich den durchaus anschauen, für ein zweites Mal würde mir persönlich der Antrieb fehlen.
Der seltsame Fall des Benjamin Button - Kritik
US 2008 Laufzeit 166 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 29.01.2009
Kritiken (26) — Film: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenEine ziemlich träge und dröge Angelegenheit: Offenbar erlag Regisseur Fincher der Annahme, Fitzgeralds zugrunde liegende Geschichte wird - wie die titelgebende Hauptfigur - trotz nominellen Alter immer jünger, sprich moderner. Ein Fehlschluss, der gepaart mit Finchers Hang zu über- und meistens auch zu -langen Filmen, eine valiumgleiche Präsenz entwickelt.
"The Curious Case of Benjamin Button" ist das Biopic eines Menschen, welches außer CGI-Effekten und Makeup-Spielereien nichts Essentiellens zu bieten hat. Die Tatsache, dass die Hauptperson - -charakter wäre das falsche Wort, denn außer seiner krankheitsbedingten Eigenart ist Pitts Figur ein schrecklich eindimensionales und emotionsloses Mittel zum Zweck - den Handlungsablauf am Anfang und Ende chronlogisch verdreht erlebt, reicht (vielleicht) für eine Kurzgeschichte, aber nicht für einen abendfüllenden Film. "Eine Liebe die alle Zeiten überdauert" steht hinten auf dem Cover der DVD, und genau so schmalzig-verklärt wie es sich anhört, sieht es sich im Mittelteil auch an - eine schon hundertmal durchdeklinierte Lovestory, die sich durch die Abstinenz von jeglicher Wendung, Spannung oder Emotion nur allzuschnell in ein nervtötend langwieriges Stückchen Zelluloid verwandelt. Eine Wahrnehmung, die Cate Blanchett als grießgrämig dreinguckendes Schwanensee-Ensemblemitlied mit Hinkebein eher verstärkt, denn abmildert.
Wenn "Benjamin Button" eines ist, dann der Beweis für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Symbiose von computergenerierten und handmade Makeup-Effekten - leider auf Kosten einer ordentlichen literarischen Aufbereitung des Drehbuchs; insofern gilt: Uninteressant!
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johnboy1979 2010/08/27 01:09:04
Antwort löschenDie Einschätzung über Fincher teile ich nicht, aber die Kritik zu diesem Film ganz. Selten sowas substanzloses gesehen. Aus der ungekehrten Zeitachse wird nichts gewonnen. Man fragt sich echt, welchen Sinn das macht bzw. was will uns der Macher damit sagen. Soweit man aber den Interviews glauben darf, war dieser Film eine Auftragsarbeit, mit der Fincher seine nächste abseitigen Projekte realisieren kann(The Killer und Black Hole). Und dies in seinem Stammgenre, der Königsdisziplin des modernen Kinos: Der Thriller!
Hitmanski 2010/08/27 09:09:21
Antwort löschenZu Fincher hab ich ein sehr gespaltenes Verhältniss: "Fight Club" und "Se7en" sind richtig gut, dafür sind "Zodiac" und "Panic Room" auch schon ziemliche Langweiler. "Alien 3" ist Geschmackssache - ich finde ihn nicht so schlimm wie viele andere, aber er ist trotzdem noch weit davon entfernt, ein wirklich starker Film zu sein. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
fabel 2010/08/27 20:02:43
Antwort löschenUninterressant sind übrigens 4,5 Punkte abwärts. ;)
Aber du animierst mich dazu, bald die DVD nochmal reinzuschmeißen um nich von Neuen an dieses Werk zumachen. ;)
Hab den gar nicht als sooooo langweilig und schmalzig empfunden.
Aber wnn du das sagst, dann werd ich den neuen DVD-Player mal bald wieder testen. ;)
Hitmanski 2010/08/27 23:32:06
Antwort löschenIch hab kein gutes Gefühl dabei, dass du nochmal 162 Minuten deines Lebens opfern willst für dieses BlaBla...auch wenn es natürlich begrüßenswert wäre, wenn du danach deine neun Punkte revidieren würdest :D
fabel 2010/08/28 00:20:08
Antwort löschenwarens sogar 9 Punkte ?
Naja, hab ich denn wenigstens einen Kommentar geschrtieben ?
Bin nämlich gerade nicht wirklich motiviert nachzuschauen bzw. auch nicht ganz in der Lage dazu........
Hitmanski 2010/08/28 00:22:15
Antwort löschenJa, waren es - und es gibt auch einen Comment, der erläutert, dass es erst 10 waren...unheimlich, unheimlich :D
fabel 2010/08/28 00:32:13
Antwort löschenja,..ich hoffe ich träume aufgrund eines Genussmittels, sonst weis ich auch nicht mehr :(
VCielliecht liegts auch an den Spätfolgen des A-TEAMs was ich eben dann doch sehen durfte :(
Auf jeden Fall wird mein Kommentar sofort mal gelöscht und vor Ferienende (am Sonntagabend um 24.00-naja, bis 20.15: 8 BLICKWINKEL ruft :) ) werd ich, wenn möglich dann nochmal 162 Minuten reinschieben und dann mir BENJAMIN BUTTON nochmal zur Gemüte führen ;)
fabel 2010/08/28 00:33:20
Antwort löschenkurzer Nachtrag:
Da isser weg. :)
Hitmanski 2010/08/28 00:35:47
Antwort löschenEin guter Anfang ;)
OhOhOh, "8 Blickwinkel" - na ich sag mal nichts, sonst bin ich noch der Spielverderber :D
fabel 2010/08/28 00:48:10
Antwort löschenund der Wert ist auch schon mal gelöscht ;)
hmm......besser als ein Ösitatort dürfte der aber schon sein ;)
A-TEAM war auch nicht mehr als Mittelmaß (wenn überhaupt das), ich habe mir am Ende schon gedacht warum ich den nicht sehen wollte..aber näheres morgen Abend ;)
Jetzt nicht mehr.......mist, ich hab BUTTERFLY EFFECT verpasst, seh ich gerade :(
johnboy1979 2010/08/28 01:05:20
Antwort löschenAch A-Team war doch unterhaltsamer Schrott, locker ne 6. Außerdem, ich sag mal hätte ich nicht Forrest Gump gesehen, dann wäre Bejamin Button bei mir höher gelandet bei der Bewertung. Aber laufend habe ich bei dem handwerklich wirklich perfekten Film daran gedacht, wie er mit Hilfe ausgetretener Schuhe nach den Oskars schielt. War alles schon mal da. Aber mit deinen 17 Jahren hast du sicher noch nicht so viele Filme gesehen, deshalb können die 10 Punkte durchaus hinkommen. Der Film ist ja, wie gesagt, nicht schlecht, aber bringt gar nichts Neues.
P.S. Würde mich ja echt interessieren, was dich außer Gefecht setzt: Bier oder Gras? ;)
fabel 2010/08/28 01:15:27
Antwort löschenBierg ;) :D
und das A-TEAM irgendwie...:D
abe rich kan noch schreiben, eigentlich ;)
Aber, wie gesagt:
A-TEAM war Mittelmaß und für 6 POkt. wirds auch wohl noch reichen ;)
Aber das ist auch ein andres Thema. Ja, so viele Filme wie andere Mitglieder hoie hab ich mit Sicherheit noch nicht gesehen, aber einordnen dürfte nicht allzu schwerrt fallen. Bin mal auf mein 3tes Rendezvous mittlerweile gespannt. Einmal alleine, dann mit der Familie (ja, sowas gibts auch in den allerfabelhaftesten Leben :D) und dann halt noch mal am Sonntag Nachmittag. ;)
fabel 2010/08/28 01:19:08
Antwort löschenund bevor sich gleich noch mehr pubertäre Fehler einschleichen, werde ich es auch für heute gut sein lassen.....möchte nur mal aufmerksam machen, dass es morgen auf RTL2 Guggenheimstoff vom Feinsten gibt. Obwohl, steht der auch auf Katastrophenfilm ?
Erst gibts nen Attentat auf den Präsidenten um 12.30 Uhr, dann bricht die große Durstepidemie aus und als drittes gegen 4 oder 5 Uhr morgen Nachmittag gibts das Gewitterinferno.
Wer dann gegen Abend noch Lust hat, kann sich auf TELE 5 von Wüstenschlagen belustigen lassen (worauf ich mich schon seit ner Wocher sehr freue :D) oder auf RTL2 bleiben und dann den Meteoriteneinschlag Teil 2 beiwohnen.....das wird ein Tag :D
johnboy1979 2010/08/28 01:22:11
Antwort löschenAlles klar, aber Einordnen geht nur über Vergleich und Vergleich funktioniert erst dann am besten, wenn du sehr viele Filme gesehen hast. Also bleib ganz cool und geb ne 10, wenn du es für richtig hältst. Ich habe in meiner Liste zig Filme, die mit ner 10 bewertet habe, weil ich sie vor 10 Jahren gesehen habe. Damals waren sie ne 10, heute wären sie sicher keine mehr. Deshalb würde ich immer so bewerten, wie man es empfindet in dem Moment, wo man den Film sieht.
johnboy1979 2010/08/28 01:23:22
Antwort löschenAch ja: Prost!
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fabel 2010/08/28 01:25:20
Antwort löschenja, damals hab ich den noch als gut empfunden ;)
aber wie ich ihn heute finde, werd ich sehen ;)
damals war ich noch am Anfang meiner Zeit als Filmfan, da hab ich
noch nicht soviel Wert drauf gelegt ;)
aber wie gesagt, hab jetzt schon von mehreren Ernst zu nehmenden MP Mitgliedern das der Film doch wirklich nicht sehr prickelnd war, aber wie gesagt, umbiegen lässt sich der alte Fabel ganz sicher dadurch nicht ;)
udn ja, ein FORREST GUMP Vergleich ist mir damals auch ein wenig aufgefallen, aber ich fands einfach nur schön. Wie gesagt. Damals!
So, nun aber wirklich schluss. :D
fabel 2010/08/28 01:28:52
Antwort löschenhehe :D
gleichfalls....also, gute nacht..übrigens hab ich mir grad mal überlegt, dir eine Freundschaftseinladung zu schicken..wehe du lehnst ab....:D
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Keine Frage: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist perfekt produziert, bietet tolle Bilder, erstaunlich unaufdringliche CGI-Effekte und einen Soundtrack der Spitzenklasse, was einige Nominierungen für den Academy Award tatsächlich rechtfertigt. Das heraufbeschworene epische Meisterwerk ist der Film dennoch nicht geworden.
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neon
Kommentar löschenDer seltsame Fall des Benjamin Button ist der erste große Blockbuster des Jahres 2009. Leider kann der Film seine Qualität nicht ausspielen. Dramaturgisch ist der Film unerwartet schwach. Was man dem Film jedoch zu gute halten muss sind die tollen Bilder. Fincher zaubert unglaublich schöne Bilder auf die Leinwand und auch hier merkt man Ihm seine Herkunft (Werbung & Musikvideos) an. Leider zieht sich dies über 3 Stunden und wirkte ohne Witz und Charme nur sehr ermüdend auf mich. Die Parallelen zu Forrest Gump sind groß. Beiden Filme werden episodisch erzählt und die unterschiedlichen Szenen werden immer wieder durch eine Off-Stimme kommentiert. Was bei Forrest Gump noch durch Wort- und Szenenwitz funktionierte, möchte bei Benjamin Button so gar nicht zünden.
Trotz all seiner vorgegebenen Tragik, die die Figur in sich durch die Rahmenhandlung besitzt, konnte ich bei Benjamin Button nicht mitleiden. Die größte Schwäche des Filmes ist in meinen Augen das Drehbuch und die ungemein monotone Darstellung des Charakters. Die Geschichte bietet keine Substanz und ist in sich selbst sehr inhaltsleer, fast schon belanglos. Das Treiben und die Motivation der Charaktere bleibt unangetastet ist oberflächlich. Bei dieser ernsten Thematik finde ich den kindlichen Humor eher unpassend. Zu oberflächlich und einfach kommt diese "Romanze" daher und setzt sich inhaltlich schwach mit Thema "Tod" auseinander. Nach knapp 2 Stunden Laufzeit schleppt sich der Film nur noch von Szene zu Szene bis es zu einem vorhersehbaren Ende kommt. Benjamin Button ist für mich bislang die große Überraschung in diesem noch jungen Kinojahr. Überraschend im negativem Sinne. Ich hatte mir deutlich mehr von der Zusammenarbeit Fincher - Pitt erhofft. So bleibt "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ein gewöhnlich langweiliger Fall.
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Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenThe Curious Case of Benjamin Button hat trotz der vielen allgemeinen, im Hintergrund stehenden Aussagen über das Leben, den Tod und die Verbindung derer in den vielen Minuten nicht die Zeit gefunden tiefer zu gehen, den Grundton weiter zu führen und nicht nur anzusetzen; die Menschen, besonders Benjamin, näher zu beleuchten und nicht nur auf der Oberfläche zu verbleiben. Zum Schluss wird man dann alleingelassen, so wie es jeder Mensch an seinem Lebensende widerfahren wird. Gleichzeitig hegt man einen kleinen Wunsch doch noch etwas zu bekommen, und sei es die verlorene Zeit.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDas Leben sollte mit dem Tod beginnen. Meinte mal Mark Twain. Noch hat "Der seltsame Fall des Benjamin Button" nicht genetische Schule gemacht, und darin liegt das Problem: Denn während seine große Liebe (Cate Blanchett) wie alle Menschen älter wird, läuft die Lebensuhr bei ihm (Brad Pitt) rückwärts.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenEbenso ein Rätsel bleibt auch die Frage, warum der Film soeben für 13 Oscars nominiert wurde. Es sei denn, man begnügt sich zur Beantwortung von Letzterem mit dem Hinweis auf teures, technisch aufgemotztes und insofern hochgradig perfektes Industrie-Kino-Hollywoods. Und darauf, dass die Mitglieder der "acedemy" bekanntlich einen sehr hohen Altersdurchschnitt haben. Vielleicht lässt man sich, dem Tode nahe, leichter von einem solchen Altendrama rühren. Das ist der Film nämlich auch.
Schon jetzt ist absehbar: Trotz aller Ehren wird dieser seltsame Fall eines Films sein Publikum gespalten zurücklassen - wo die einen sich im Innersten berührt fühlen und mit Benjamin Button identifizieren, erkennen andere nur eine kalte Fingerübung und einen zu langen, langweiligen Film.
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Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschen"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist ein Filmmärchen, dem ich mich – trotz leichter Abneigung gegen seinen männlichen Hauptdarsteller - gerne anvertraut habe. Es besitzt die richtige Mischung aus lebensnaher Melancholie, souveränem Humor und verdaulich portionierter Weisheit. Wer die eine phantastische Prämisse des Films akzeptiert, bekommt zur Belohnung eine sanft fesselnde, mit behutsamer tänzerischer Eleganz inszenierte Geschichte erzählt. (Hendrik für SchönerDenken)
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]„Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist ein wunderbar melancholischer Film mit zutiefst traurigen Grundtenor, dem Hoffnung jedoch nicht fremd ist. Keinesfalls. Eine Parabel über die Vergänglichkeit der Zeit, das Altern, den Verlusten, die das Leben mit sich bringen. Aber natürlich auch eine große Geschichte über eine zeitlose Liebe zwischen Benjamin und Daisy, die diesen Film in seinem selbst gesponnenen und dichtem Bedeutungsgewebe dominiert und trägt und somit zum Mittler der Geschichte wird. Ein Film der, die nötige Fantasie vorausgesetzt, ein Großer ist, weil er weiß das seine ruhige Bedächtigkeit Stärke ist, nicht Makel. Getragen von zwei wunderbaren Schauspielern, Brad Pitt in seiner dritten Zusammenarbeit mit David Fincher und einer bezaubernden Cate Blanchett, eingehüllt in eine Aura der Würde und Schönheit, erhebt sich „Benjamin Button“ zu voller Größe. Wenn zur Mitte des Film Daisy in einem rotem Kleid für Benjamin im Licht der Sterne tanzt, so wunderschön, bewegend und traurig zugleich, dann ist das einer jener Momente voller Magie, in denen der Film, der doch vor allem von der Endlichkeit der Zeit berichtet, schlussendlich zur Unendlichkeit des singulären Augenblicks findet.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...]Ob wunderschöne Kamerafahrten, die rückwärts ablaufende Kriegsszene oder die Alterungseffekte – audiovisuell dürfte Der Seltsame Fall Des Benjamin Button eines der Highlights des Jahres werden. Doch Fincher versäumt es im weiteren Verlauf des Films, die optischen und akustischen Sahnestückchen mit hochwertigem Inhalt zu füllen. Schon bei Benjamins ersten Job als Matrose baut die Geschichte stark ab, dümpelt auf einem niedrigen Niveau und hat wenig Neues zu bieten.[...]
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschen[..]
“Benjamin Button” ist nämlich, leider, vor allem eins: Lang und weilig. Selten habe ich es bei einem Film erlebt, dass er über eine so lange Laufzeit (knappe drei Stunden) so wenig zu erzählen hat und dies auch noch so beiläufig und gelangweilt abspult, als wäre es ihm völlig egal. Es passiert recht wenig im Leben von Benjamin Button, und die Dinge, die geschehen, scheinen zumindest den Erzähler, also Benjamin himself, recht wenig zu interessieren. Er spult seine Geschichte so emotionslos herunter, als wäre es ihm sehr wohl bewusst, dass es niemanden interessieren könnte. Ist die Grundidee mit dem rückwärts altern zu Beginn noch sehr vielversprechend und auch gerne mal der Grund einiger witziger Einfälle, ist es dann irgendwann akzeptiert, wird als gegeben hingenommen und von da an wird es noch monotoner, da selbst das herausragendste Merkmal der Story nicht mehr herausragt.
[...]
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Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog
Kommentar löschen[...]Trotzdem verkommt der Film nicht zur reinen Effekt-Show, sondern erzählt vor allem in grandios gefilmten Bildern von einem ungewöhnlichen Leben. Dieses ist wie jedes Leben mal traurig, mal lustig und mal spannend, und wie jedes Leben wie kein anderes. Brad Pitt und vor allem Cate Blanchett beweisen dabei erneut, dass sie zu Recht zur A-Liga Hollywoods gehören und zeigen bewegende Emotionen auch durch dicke Latexschichten. Regisseur Fincher nimmt sich wie schon bei Zodiac mit extravaganten Inszenierungsideen zurück und lässt dafür lieber das Spiel der Akteure wirken. Aber es wäre auch kein echter Fincher-Film, wenn es nicht doch immer wieder verblüffend originelle optische Ideen zu sehen gäbe.[...]
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist großes, gefühlsgeladenes Kino, beinahe bedächtig erzählt, dabei von ungeheurer visueller und kreativer Energie. Die Special Effects, die aus Brad Pitt einen Greis machen, aber auch das New Orleans des frühen 20. Jahrhunderts wieder auferstehen lassen, sind phänomenal gelungen und im besten Sinne als unterstützendes Element der Geschichte eingesetzt. Über die emotionale Themenvielfalt und Reichhaltigkeit in deren Umsetzung, sowie weitere erwähnenswerte Aspekte des Films ließe sich seitenweise schreiben, vieles wird einem wohl auch erst deutlich werden, wenn man ihn eine längere Zeit hat wirken lassen, beziehungsweise, wenn man ihn ein zweites Mal sieht. Die Balance zwischen tiefer Melancholie und ehrlicher Lebensfreunde, zwischen Tragik und Komik und die Symbiose zwischen Geschichte und optischer Stilistik gelingt David Fincher in einer Perfektion, wie man es lange nicht mehr gesehen hat.[...]
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Was also ein Film hätte werden können, der sich seine absurde Ausgangsidee zu Eigen macht, um eine allegorische, metaphorische oder – wenn es denn nun sein muss – auch intellektuelle Meditation über die Diskrepanz zwischen Körper und Geist, über Vergänglichkeit, die Wertigkeit von Zeit und natürlich den Irrsinn der Liebe anzustimmen, ist eben doch nur ein Beweihräuchern an der eigenen Genialität. Die Idee, und das ist alles: die Idee, bleibt grotesk, albern und schwachsinnig, weil sie nicht in ein Märchen übersetzt, sondern immer wieder vorgeführt wird. Hier ist der Film, neben zahlreichen banalen Übereinstimmungen in der Plot-Struktur, seinem geistigen Vorgänger “Forrest Gump” am Ähnlichsten. Nicht gerade wunderlich, dass in beiden Fällen derselbe Drehbuchautor zugange war. [...]
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDieser Grundgedanke - zwei Liebende, die gegensätzlich altern und nur in der Mitte ihrer Leben für eine begrenzte Zeit einander in gleicher Reife begegnen - ist nicht ohne Reiz. Auch der Kniff, einen Brad Pitt erst als Greis zu zeigen und ihn dann, mit allen Tricks der Maskenbildner und Computertrickser, immer jünger zu machen, selbst jünger, als er heute ist, hat einen gewissen Schauwert. Damit aber sind die Vorzüge des Films bereits genannt. Schon an der interessanten Perspektive, die große Historie durch eine kleine Geschichte, den Lauf der Zeit durch einen aus der Zeit Gefallenen zu kontrastieren, scheitern Fincher und Roth.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenFincher hat gesagt, der Tod sei in jeder Einstellung des Films gegenwärtig. Gern nähme man ihn beim Wort. An der persönlichen Betroffenheit, die ihn und den Drehbuchautor Eric Roth über lange Jahre mit diesem Stoff verbunden hat, ist kein Zweifel: Der Autor verlor beim Schreiben der ersten Entwürfe seine Eltern, der Regisseur begleitete seinen Vater ein Jahr lang beim Sterben. Dem Film ist das nur passagenweise anzumerken. Er ist als qualliges, sentimentales Epos angelegt, in dessen Zentrum eine unerfüllte Liebe steht.
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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...
Kommentar löschenLeider lässt sich nicht behaupten, dass der Film dadurch an Spannung gewinnt. Es plätschert weiter dahin. Und hat schon die zentrale Handlung kaum Spannung, die Rahmenhandlung hat sie erst recht nicht. ... Der gesamte Film ist vollgestopft mit überflüssigen Figuren und Handlungssträngen, als wollte man ihn mit aller Macht auf knapp drei Stunden Spielzeit bringen.
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenDieser aufwändige Prozess - und das ist die erste Überraschung von Der seltsame Fall des Benjamin Button - ist dem Film kaum anzusehen. Fincher hat eine etwas behäbige Rahmenhandlung um Buttons Geschichte gebaut, doch sobald die Fabel richtig losgeht, ist man von ihren existenziellen Dimensionen eingenommen und denkt nicht mehr an das technische Zauberwerk.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenBenjamin Button ist die Elegie auf einen zutiefst langweiligen Menschen. Brad Pitt spielt ihn, hinter viel echtem und digitalem Make-up mit waidwundem Blick und knarzig-monotoner Erzählstimme, die den Eindruck erweckt, der “Held” würde sich selbst nicht sehr für sein eigenes Leben interessieren. Trotz der unübersehbaren und an vielen Stellen korrekt genannten Parallelen zu “Forrest Gump” (die nur deswegen nicht abmahnungsfähig sind, weil beide Filme den selben Drehbuchautoren haben), unterscheidet Benjamin Button eine Sache deutlich von seinem Vorgänger: Er ist unglaublich monoton. Gefühlte fünf Stunden (es sind nur knapp drei) - in denen es wenige Dialoge und viel nöliges Voice-Over gibt - wird mit wichtiger Miene das Leben des rückwärts alternden Benjamin nacherzählt. Ausufernd in dutzenden kleinen Pastiches, die nur zu oft pointenlos enden und für die Entwicklung des Hauptdarstellers erstaunlich unwichtig sind.
Denn Fincher ist wenig am Innenleben seiner Figuren interessiert und definiert sie fast ausschließlich über Ticks und Äusserlichkeiten. Benjamin Button ist ziemliche lange ca 70, dann ziemlich lange irgendwas Mitte 30 und ziemlich kurz dann sehr jung und irgendwann tot. Ein liebenswerter, eigenständiger Charakter, jemand der Witz oder Charme, wirkliche Interessen und Eigenschaften hat ist er dabei im Grunde nie. Dazu bleibt die Figur zu sehr Gimmick, zu sehr Spezialeffekt. Der Film glaubt es sei genug Pitts Kopf mit aller tricktechnischen Raffinesse auf verschiedene digitalen und echten Körper zu schrauben, erzeugt damit nach der anfänglichen Faszination aber eher Distanz. Button bleibt creepy, bleibt - wie es ein US-Kollege formulierte - ein Gimmick auf der Suche nach Sinn.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDavid Fincher („Se7en“, „Fight Club“, „Zodiac“) gelang mit viel Liebe fürs Detail eine ganz große Kinogeschichte. Wenn die symbolische Uhr, die rückwärts läuft, vom Strom der Zeit weggespült wird, wenn die Parallelmontage von Daisys Unfall mit dem Zufall spielt, erleben wir erzählerische Kunststücke. Vielleicht bemüht er zu viele Hollywood-Tricks, blendet zu häufig zur Rahmenhandlung mit der sterbenden Daisy zurück. Aber dieser Rahmen, das Kaleidoskop der Ereignisse und der Figuren, all das lässt viele Schauspieler in reizvollen Rollen glänzen, die Ausstatter, Kulissenbauer und Maskenbildner brillieren. Und man kann sich dem Strom der bewegenden Ereignisse ebenso wenig entziehen wie dem Lauf der Zeit.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«The Curious Case of Benjamin Button» ist eine verführerische Zeitreise auf den Spuren eines gegen den Strom schwimmenden Menschen, ein wunderbares Märchen über die Unaufhaltsamkeit der Zeit.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenDavid Fincher, ("Sie7en"; "Fightclub") erweist sich erneut als Meister seines Faches und zeigt ein Füllhorn an originellen Einfällen. Erzählerisch bietet die Story die gesamte Bandbreite epischer Erzählkunst auf, was einige Kollegen bereits zu...
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschenDer Film seufzt mit Sehnsucht und köchelt mit Intrigen, während er die philosophischen Rätsel und die emotionalen Paradoxien der Verfassung des Protagonisten untersucht. Im Falle von „Benjamin Button“ fand ich es sehr Schade, als der Film vorbei war. Ich war glücklich darüber, den Film gesehen zu haben.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenDiese Lügengeschichte eines Mannes der rückwärts altert, während er knicksend und heiter auf dem unberechenbaren Meer des Lebens umherfährt, versucht nicht gefühlsmäßig zu sein. Eric Roth, der das Filmscript zu Forrest Gump geschrieben hat (meine Kehle hat sich immernoch nicht davon erholt), schafft einen ähnlich reagierenden Charakter in Benjamin. Die Farbenprächtigen, unterstützenden Charaktere schütten dem Naturwunder, gespielt von Brad Pitt, ihr Herz aus.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenDer Film ist gut gemacht. Die besten Schauspieler verkörpern die Charaktere. Mit diesen Mitteln und dem Talent hier, hätte doch ein guter Film herauskommen können. Aber es ist so schwierig, die Story gut zu finden. Es gibt keine Lektion, die der Zuschauer aus dieser Geschichte lernen könnte.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenWer hätte gedacht, dass Brad Pitt, auch wenn er künstlich verältert wird, Ähnlichkeit mit Yoda haben könnte?
Der seltsame Fall des Benjamin Button ist sehenswert - gerade wegen des großartigen prothetischen Make-Ups und der nahtlos darin übergreifenden Computereffekte, bei denen Pitts Kopf auf ältere Körper gesetzt wurde. [...] Aber der Film, auch wenn er löblich einfallsreich ist, ist zu lang und nicht so gefühlsreich, wie er sein könnte.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenMan durfte gespannt sein, was David Fincher aus diesem Stoff gezaubert hat, der sich irgendwie so gar nicht in die Filmographie des Meisters einreihen wollte. Aber falsch gedacht, denn auch Fincher schreckt nicht vor neuen Herausforderungen zurück. Auf den ersten Blick sieht das alles nach einen typischen Oscarfilm aus, einzig und allein für die Awardseason gedreht. Doch mit laufender Spielzeit wächst der Film – schließlich sogar über sich hinaus.
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Graf Krolock 2010/07/26 18:10:45
Antwort löschenWohl eher "Lost in confusion" ;-)))
Kommentare (259) — Film: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Kommentar schreibenfkfilmkritik 2012/02/02 20:02:17
Kommentar löschenFincher würde uns mit dieser Geschichte sicher gerne berühren. Er gibt mir aber leider absolut keinen Grund dazu. Dass ein Film sich Zeit lässt bewirkt oft Wunder, aber in "The Curious Case of Benjamin Button" wirkt das von Moment zu Moment gezwungener und angestrengter. Bei "Zodiac" empfand ich diese Überlänge als durchaus passend. Hier ist es so, dass es so wirkt als müsse Fincher den Film unbedingt über 2 1/2 Stunden abdrehen. Die Länge tut dem Film jedoch in keinster Weise gut. Der Verlauf wirkt immer plätschernder und schleppender. Die Hälfte der Verlauf der Geschichte, die Nebenfiguren, der kitschige Beginn wirken einfach nur so als wären sie aus irgendeinem Grund in der Geschichte. Nichts wirkt begründet. Es wird eben erzählt, aber auch nicht mehr. Normalerweise weiß der Regisseur sehr wohl auch seine Stories mit Aussagen und Charakteren zu versehen, doch in diesem Film mangelt es an diesen zwei Dingen ganz besonders. Gerade dieses Genre will schließlich eine Figur charakterisieren, doch Brad Pitt wird stattdessen - wenn auch in wirklich makelloser Maskierung - gezeigt und eben so schnell vergessen, da der Regisseur nur seinem "Seltsamen Fall" und nicht mehr mitbekommt. Ein stillschweigendes, fades und schmalziges Filmchen, was aber immerhin technisch zu brillieren weiß.
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der cineast 2012/02/02 20:14:47
Antwort löschenHast Dich echt verbessert.
fabel 2012/02/02 20:16:25
Antwort löschenDer Film bleibt aber trotzdem schön.:)
Timo K. 2012/02/02 20:18:46
Antwort löschenIch find' den auch schön, wird eigentlich Zeit, 'ne Gegenstimme herauszuhauen. ;)
JohnnyKee 2012/02/02 20:19:43
Antwort löschenSorry, aber... FAIL! :)
hoffman587 2012/02/02 20:26:54
Antwort löschenNe, righty right. ;)
Wenn auch nicht ganz meine Meinung, einer von Finchers schlechtesten Spätwerken und sehen möchte ich den erstmal überhaupt nicht mehr, technisch dennoch sehr schick. :)
fkfilmkritik 2012/02/02 20:32:27
Antwort löschen@cineast: So was hört man gerne. :)
@fabel: Hm, na ja. ;)
@Timo K.: Warum auch nicht? :)
@JohnnyKee: Brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich hab auch meine Fehler. :P
@hoffman: Danke. Hab den seit der letzten TV-Ausstrahlung gesehen und das bleibt auch sicher so.
Jenny von T 2012/02/02 20:45:15
Antwort löschen<--- erhebt weitere Gegenstimme ;-)
Hooded Justice 2012/02/02 20:54:02
Antwort löschenGegenstimme!
Tjeorrmy 2012/02/02 21:00:00
Antwort löschenSo und nicht anders. Sauber fk.
fabel 2012/02/02 21:00:57
Antwort löschen@timo:
Gute Idee! :)
fkfilmkritik 2012/02/02 21:18:07
Antwort löschen@Jenny: Haha.
@Hooded Justice: Damit habe ich mich für die Dude-Wertung erfolgreich gerächt. :D
@Tjeorrmy: Danke. :)
Johnny09 2012/02/02 21:21:44
Antwort löschenhaste recht, fk ;)
Mr.Film 2012/02/02 21:49:51
Antwort löschenDaumen hoch!
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seven 2012/02/02 21:50:26
Antwort löschenIch mag den ja total, aber: In diesem Fall versteh ich auch, wenn man mal lieber ne Stunde schläft und danach sein Zimmer putzt. Der eine ist gebannt (wie ich^^), der andere ersäuft im Kitsch.
Punsha 2012/02/02 22:58:07
Antwort löschenHier hast du mal ausnahmsweise vollkommen recht. ;)
Mailynn 2012/01/28 12:33:47
Kommentar löschenEin Film der mich gefesselt hat und einem mit dem Gefühl zurückließ einen guten und sinnvollen Film geschaut zu haben.
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Diggsagg 2012/01/22 18:24:43
Kommentar löschenDer Film stand bei mir ja immer auf der Liste der Streifen, die ich immer vor mir her geschoben habe. Jetzt habe ich ihn mir aber abgeschaut und weiß immer noch nicht so genau, was ich von David Finchers Werk halten soll.
Im Prinzip habe ich nichts gegen ein bisschen Kitsch und Dramen mit Überlänge. Deswegen war ich auch vom Beginn des Films recht angetan, der damit anfängt, dass jemand im Sterbebett liegt und "seine Geschichte" erzählt. Für mich eigentlich ein relativ vielversprechender Auftakt. Thematik und düstere Atmosphäre versprechen außerdem einen mehr als abendfüllenden Film.
Die Schauspieler machen ihre Sache definitiv solide, und auch die Optik weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Positiv hervorheben sollte man an dieser Stelle auf jeden Fall die Maskenbildner, die eine überwältigende Arbeit abgeliefert haben und Pitts Aussehen perfekt an s jeweilige Alter angepasst haben.
Die Krux von "Benjamin Button" offenbart sich aber dann im schwachen Drehbuch, das die interessante Thematik irgendwie nicht ordentlich zu verpacken weiß. Besonders die Charakterzeichnung der Hauptfigur hätte viel tiefgründiger ausfallen sollen. Irgendwann hat man einfach das Gefühl, es gar nicht mehr mit einer Figur zu tun zu haben, die solch einen interessanten Hintergrund hat. Button wirkt über weite Strecken viel zu gewöhnlich, aus seinem "Anders-Sein" hätte man wohl viel mehr rausholen können. Außerdem schafft es das Drehbuch auch nicht wirklich, dass man allzu viel Empathie oder gar Sympathien für die Figuren entwickelt.
Aufgrund seiner Thematik hatte ich von "Button" eigentlich wesentlich mehr erwartet. Die Inszenierung ist Fincher auf der visuellen Seite durchaus gelungen, nur verflacht die Story nach einem vielversprechenden Auftakt eher zum konventionellen Drama, das durchaus hätte besser funktionieren können, wenn die Charakterzeichnungen liebevoller und detailreicher ausgefallen wären.
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M4x1k1ng 2012/01/10 20:41:50
Kommentar löschenAbsolut wunderbare Geschichte!
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pepper85 2012/01/10 00:27:21
Kommentar löschenZu diesem Film fällt mir nur ein Wort ein: "Meisterwerk".
Es gibt nur wenige Filme, die einen so fesseln und ein wirkliches Gefühlschaos hinterlassen.
David Fincher hat den Film perfekt umgesetzt, er hätte den Oscar für diesen Film mehr als verdient gehabt.
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Demeyusi 2012/01/09 16:33:25
Kommentar löschenFing interessant an und wurde zunehmend langweiliger - er war langatmig.
An manchen Stellen wollte ich umschalten.
Die Charaktere waren ganz ok. Vorallem seine Mutter. Mochte sie sehr gern.
An sich eine interessante Story, eher schlecht als recht umgesetzt.
Zusammengefasst ein ganz guter Film. Nochmal schauen? Eventuell...
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Lolly*** 2012/01/06 10:09:21
Kommentar löschenAus meiner Sicht ein sehr schönes Drama mit einer tollen Story. Jeder Charakter, der Benjamin im Laufe seines Lebens begegnet, hat seine eigene Geschichte und Bedeutung. Mir gefällt, dass der Film sich mit diesen auf den ersten Blick unwichtigen Aspekten befasst.
Das Ende ist ziemlich rührend und ein bisschen traurig.
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cannibal83 2012/01/05 18:50:51
Kommentar löschenHier kann ich nun wirklich nichts mehr schönreden: Leblose Figuren, in einer seichten und sichtbar Forest Gump inspirierten Story.
Für das schwache Drehbuch kann David Fincher freilich nichts, doch ein Regisseur der solch eine Reputation geniesst, sollte zumindest in der Lage sein diesen Stoff so zu verfilmen, das man sich am Schluss nicht die Haare raufen möchte.
Eigentlich hätte ich zu Beginn schon stutzig werden müssen. Denn wenn anfangs mal wieder eine alte Dame im Sterbebett ihre Lebensgeschichte zum Besten gibt, darf man im Grunde schon alle Hoffnungen auf ein annähernd subtiles Drama begraben. Und sich stattdessen auf Kitsch, Schicksals-Gequatsche und oberflächliche Gefühlsduselei einstellen. Selbst Cate Blanchett vermag hier nichts mehr zu retten.
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stuforcedyou 2012/01/04 02:12:35
Kommentar löschenDie Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds Kurzgeschichte ist ein wunderschöner und prachtvoller Film über die Liebe und die Zeit die uns bleibt. Die Symbiose aus den perfekten und deswegen nicht wahrnehmbaren Spezialeffekten, den tollen Darstellern und der feinen, bitterzarten Inszenierung machte aus dem Werk einen romantischen, einnehmenden, und leidenschaftlichen Film, der nur leider im Mittelteil etwas fahrig und leblos wirkt, sich jedoch schnell wieder seiner erzählerischen Stärken besinnt. Dass ist ganz großes Gefühlskino, pathetisch, mit ganz viel klebriger Sauce und einem Hang zum emotionalen Überfluss, aber so was muss man sich halt auch ab und zu mal gönnen (können).
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duffy 2012/01/04 08:18:13
Antwort löschen<3
sehr_gerne 2012/01/03 23:25:05
Kommentar löschenöde lovestory mit seltsamer altersentwicklung auf interessant geplustert. aber cate blanchet ist und bleibt n knaller.
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moviee 2012/01/02 21:19:50
Kommentar löschenSo richtig kann ich die vielen negativen Kritiken hier ja nicht verstehen, ist "Der seltsame Fall des Benjamin Button" doch ein überaus einfühlsames und richtig schönes Liebesdrama. Ich würde sogar soweit gehen und es als Liebesmärchen titulieren, denn die Geschichte von einem Mann, der alt geboren wurde und mit der fortschreitenden Lebenszeit immer jünger wird ist einfach nur märchenhaft von David Fincher erzählt. Vor dem Hintergrund des Hurricane Katrina wird hier eine ganz besondere Lebensgeschichte aus dem Tagebuch des Benjamin Button ruhig und umfangreich der im Sterben liegenden Daisy vorgelesen und während die ganze Umgebung in Panik verfällt lassen sich die Vorleserin Caroline und ihre Mutter Daisy nicht beirren. Was folgt ist kein Meisterwerk, aber eine mehr als gelungene Adaption der Kurzgeschichte "The curious case of Benjamin Button" von F. Scott Fitzgerald, die man entweder genießen muss oder dankend ablehnen kann. Ich habe ersteres getan.
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dbassart 2012/01/02 19:08:58
Kommentar löschender schlechteste fincher, den ich bisher gesehen habe. langweilig, öde und unaufgeregt. eigentlich hätte ich ja weniger punkte gegeben, aber ich habe ihn nicht zu ende sehen wollen. und das schon nach der hälfte oder so - und wer weiß, vielleicht gehts dann erst richtig los :D
nee, ernsthaft: ich hoffe nicht, dass ich irgendwann mal gezwungen werde, den wieder anzuschauen.
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Gentleman Jack 2012/01/02 18:27:38
Kommentar löschenIch würde mich durchaus als eine Art "Fan" des Duos Fincher/Pitt bezeichnen, wobei insbesondere Ersterer für meinen Geschmack nahezu ausschließlich hervorragende Filme gemacht hat.
"Der seltsame Fall des Benjamin Button" fand ich jedoch so sterbenslangweilig, dass ich beim Anschauen den Eindruck hatte, selbst ein Meinschenleben -vorwärts und rückwärts - durchlebt zu haben. Und noch dazu ein sehr ereignisarmes! Das einzige Highlight stellt die unglaubliche Arbeit der Maskenbildner dar. Doch dieses Detail für sich genommen reicht bei weitem nicht, um mich für mehr als 5 min. zu beeindrucken.
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Oskar Gleit 2012/01/02 16:35:05
Kommentar löschenAlso der Film erinnerte mich von der Erzählweise an Forrest Gump. Brad Pitt hat erneut bewiesen, das er als Charakterdarsteller zur ersten Riege gehört. Tilda Swinton jedoch hat erneut auf ganzer Linie versagt. Die Story selbst hebt sich etwas von der Massenware ab, jedoch von einem Meisterwerk zu sprechen, wäre dann doch zuviel des Guten. Für die Zukunft würde ich persönlich es mir wünschen, Brad Pitt wieder öfters in anspruchsvollen Charakterrollen zu sehen. Als Actiondarsteller taugt er einfach nicht.
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dbassart 2012/01/02 19:12:13
Antwort löschenone punch mickey ^^
Filmkenner77 2012/01/02 15:25:42
Kommentar löschen"Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist schon ein recht merkwürdiger Film, der auf einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald (Der große Gatsby) beruht, diese aber zu epischer Hollywoodbreite aufplustert. Der Berg kreißt und gebiert eine Maus, möchte man aufgrund der hochtrabenden Ambitionen da sagen. In edlen Bildern wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der als Greis geboren wird und als Säugling stirbt. Diese krude Ausgangssituation dient letztlich dazu, von der Vergänglichkeit des Lebens und des Glücks zu erzählen und von einer Liebe, die alle Grenzen überwindet. Um zu diesen Erkenntnissen zu gelangen, nötigt der Film dem Zuschauer fast drei Stunden seines Lebens ab und strapaziert das Sitzfleisch auf schon fast ungehörige Weise. Traurig und unverzeihlich ist es, dass die Charaktere kaum Interesse wecken können, sie als langweilig zu bezeichnen, ist beinahe schon geprahlt. Was bleibt, ist ästhetischer, philosophisch angehauchter Hollywoodkitsch, der sich bedeutungsschwer und anspruchsvoll gibt, aber letztlich nicht zu fesseln vermag. "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist zweifellos kein schlechter Film, aber meinen Geschmack hat er nicht getroffen.
Bei einem Budget von 150 Millionen Dollar (teilweise fragt man sich, ob dies alles in die Maske und in die Taschen der Stars geflossen ist) spielte der Film weltweit respektable 334 Millionen Dollar ein.
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doctorgonzo 2012/01/02 15:19:38
Kommentar löschen"Sie litten alle unter der Angst, keine Zeit für alles zu haben, und wussten nicht, dass Zeit haben nichts anderes heißt, als keine Zeit für alles zu haben."
Rubert Musil - `Der Mann ohne Eigenschaften´
Bezeichnender als das Zitat selbst ist hier wohl der Titel des Werkes, aus dem zitiert wird.
Denn Benjamin Button ist ein Mann ohne Eigenschaften, ohne Persönlichkeit. Als wäre es für Regisseur Fincher genug der Charaktereigenschaften, dass der Protagonist eben rückwärts "altert".
Und dass Pitt mitunter Schwierigkeiten hat, wenn er schwach entworfene Figuren verkörpern soll, hat er ja schon mehrfach bewiesen ("Rendezvous mit Joe Black", "Mr. & Mrs. Smith").
Auch ein Könner wie er braucht stark geschriebene und entwickelte Rollen, um glänzen zu können. Fehlen diese, ist auch ein Brad Pitt reizlos. Unwichtig, wie beeindruckend er sonst auf der Leinwand rüberkommt.
Gleiches gilt auch für das weibliche Pendant, verkörpert von Cate Blanchett.
In den Nebenrollen verdienen sich Julia Ormond und Jason Flemyng ein paar Meriten. Aber das ist zu wenig für ein Werk, das ein großer Film sein möchte.
Die visuellen Effekte, das Make Up, die Schnitte und Sequenzen, das ist alles toll gemacht.
Aber mal ehrlich, das reicht für eine solche Geschichte einfach nicht.
Große Liebesgesfilme brauchen mehr als Kitsch.
Große Romanverfilmungen brauchen mehr Nähe zum Buch.
Große Dramen brauchen Schauspieler in besserer Form.
Handwerklich toll, kann man nichts sagen, aber der Rest ist mir zu sehr wie "Avatar", schöne Bilder und daneben wenig bis gar nichts.
Hier allerdings ist zumindest die musikalische Untermalung besser.
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Filmkenner77 2012/01/02 15:27:49
Antwort löschenNa, wenigstens bin ich nicht der Einzige, der dem "Meisterwerk des guten Geschmacks" (hüstel) nicht viel abgewinnen kann. ;-)
Alexander Supertramp 2012/01/03 02:02:53
Antwort löschen"Denn Benjamin Button ist ein Mann ohne Eigenschaften, ohne Persönlichkeit…"
Gerade das ist es doch, was den Film so interessant macht!
Er ist nur gewöhnlich, bis darauf, dass er immer jünger wird. Und nur durch diese Eigenschaft wird ein gewöhnlicher Mensch besonders! Denn diese Gewöhnlichkeit macht ihn wieder ungewöhnlich Ungewöhnlich.
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doctorgonzo 2012/01/03 09:21:35
Antwort löschenNein, auch jeder gewöhnliche Mensch hat irgendwelche Charaktereigenschaften. Sie sind ja elementarer Bestandteil dessen, was uns menschlich macht. Benjamin Button ist lediglich eine jünger werdende Hülle, die mit nichts gefüllt wird.
WaaayneTrain 2012/01/03 11:51:41
Antwort löschenSuper Kritik, zum grossen Teil meine Meinung.
@ Alexander Supertramp: Ein gewöhnlicher Mensch kann man sicherlich nicht als einen Menschen ohne Charakter definieren, meiner Meinung nach gibt es sogar weder einen gewöhnlichen, noch einen ungewöhnlichen Menschen.
Übrigens, das Make up von Cate Blanchett ist schrecklich, sie wirkt wie computeranimiert.
8martin 2012/01/02 14:16:20
Kommentar löschenEs ist ein wunderschönes Märchen von der großen, ewigen Liebe, die unabhängig vom Alter besteht, selbst wenn die Lebenszeiten der Verliebten in entgegengesetzte Richtungen laufen. Das schildert uns David Fincher in stimmungsvollen Bildern, die meist in Gelb- und Brauntönen gehalten sind und beweist damit einmal mehr, was er kann. Fast drei Stunden (schon etwas lang) sehen wir eine Story, die auf der Klaviatur der Emotionen wahre Symphonien abspielt und mit einem ungewöhnlichen Charme daherkommt. Durch die Rahmenhandlung bekommt das Ganze zwei Ebenen und eine zusätzliche Unterhaltungsgrundlage. Die Maskenbildner hatten hier Konjunktur und leisteten nicht nur bei Brad Pitt ganze Arbeit, sondern auch bei Cate Blanchett. Aber auch ohne die Mithilfe der Visagisten überzeugen Tilda Swinton, die durch ihren Auftritt den märchenhaften Charakter unterstreicht, sowie Julia Ormond, die die erlösende Aufklärung bringt.
Die Komik der Situation unterstreichen Sätze wie ’Wir enden alle schließlich in Windeln’. Der Wandel der Zeiten wird durch markante Musikbeispiele von den Platters oder den Beatles betont. Und das Ende der Liebesgeschichte ist so schön, dass es den Romantikern fast das Herz zerreißt. Durch die Gegenbewegung der Alterungsprozesse wird allerdings eine gewisse Zeitlosigkeit herausgearbeitet. Und durch den eingearbeiteten Exkurs über den Zufall kommt noch eine philosophische Komponente hinzu.
Ein Beispiel dafür, dass Gefühle nicht im Herz-Schmerz-Niveau ertrinken müssen, sondern wenn gut gemacht eine Bereicherung darstellen.
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Punsha 2012/01/02 14:07:23
Kommentar löschenSo zäh wie Kaugummi und so unbedeutend wie die Bundestagswahl.
Es ist ein regelrechtes Wunder, wie man der Figur des Benjamin Button so viel Screentime zukommen lassen kann, ohne dass sie auch nur einen klein wenig komplexeren Charakter entfaltet als den liebenswerten Menschen mit bemitleidenswertem Schicksal. Und wenn dann auch noch Blanchett mit ihrer Rolle keinen Sympathiepreis gewinnt, fühlt man mit dem Pärchen zu keinem Zeitpunkt mit und so hilft es auch nicht, wenn Fincher versucht auf die Tränendrüse zu drücken. Stattdessen wird einem vielmehr klar, wie träge der Film doch inszeniert ist und dass im Kern der Geschichte nichts weiter steckt als eine Lovestory, die zudem viel spezieller hätte ausfallen können als sie es letztendlich tat. Somit erweist sich Finchers Versuch, einen neuen FORREST GUMP zu basteln weder als inspirativ noch als wirklich sinnvoll. Bleibt zu hoffen, dass der Mann wieder in die alte Schiene findet und sich weiterhin auf seine guten alten Thriller konzentriert. Seine neuesten Filme stimmen einen zuversichtlich.
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Klopper 2012/01/02 13:27:12
Kommentar löschen"Der seltsame Fall des Benjamin Button" erinnert mich an eine Mischung aus "Forrest Gump" und "Titanic". Von Forrest Gump hat er die Schilderung eines ereignisreichen und überaus unglaubwürdigen Lebens. Von Titanic hat er die seichte und langweilige Liebesgeschichte ohne Überraschungen, die alte Frau in der Rahmenhandlung und an einer Stelle geht sogar ein Schiff unter.
Das klingt nicht sonderlich überschwänglich und Benjamin Button konnte mich auch wirklich nicht überzeugen. Nach einem sehr starken Anfang folgt ein zäher und langer Mittelteil, der arm an Überraschungen und Höhepunkten ist. Die Zeit, in der Benjamins Äußeres einigermaßen zu seinem Alter und Entwicklungsstand passt, ist auch die unspannendste. Aber genau dieser Zeit wird am Meisten Aufmerksamkeit und Zeit gewidmet. Da hilft auch nicht mehr, dass es in den letzten 20 Minuten noch mal spannend wird. Benjamin Button hat bis dahin einfach zu viel potential verschenkt.
Kleine Höhepunkte sind die gelegentlichen Exkurse und eingeflochtenen Geschichten, wie etwa die Geschichte des Uhrmachers zu Beginn oder die Schilderung von Daisys Unfall. Schade, dass sich Fincher dieses auflockernden Stilmittels zu selten bedient. Gerade im schwülstigen Mittelteil hätte das helfen können.
Technisch ist der Film erhaben. Das Make-Up ist grandios! Und auch die Schauspielergarde ist gut gewählt. Das rettet Benjamin Button aber nicht vor der streckenweisen Langeweile und dem Gefühl, dass da viel mehr als ein durchschnittlicher Film mit guter Besetzung drin gewesen wäre.
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JackoXL 2012/01/02 09:42:30
Kommentar löschenDie Idee an sich ist schon interessant, Masken und Effekte sensationell und Finchers Inszenierung wirklich gut. Leider kann die Geschichte nach starken Beginn da nicht mehr mithalten. Die märchenhafte Story zieht sich stellenweise gewaltig. Es wird zwar nicht richtig langweilig, bemerkenswerte Höhepunkte konnte ich im Mittelteil aber leider auch nicht ausmachen. Es entwickelt sich eine überraschend einfallslose Liebesgeschichte, die ohne den seltsamen Alterungsprozess der Hauptfigur eigentlich ziemlich belanglos und uninteressant wäre. David Fincher setzt das bestmöglich um, hat einige gute Regieeinfälle, was es inhaltlich aber nicht besser macht. Am besten funktioniert der Film in der ersten und letzten halben Stunde, in der "der seltsame Fall" eben im Mittelpunkt steht. Das ist interessant und gut erzählt, mit Tragik und manchmal feinem Humor gewürzt. Der Rest konnte mich weniger mitreißen.
Eigentlich schade. Kein schlechter Film, bemerkenswert gut inszeniert, schöpft das Potential der ungewöhnlichen Idee aber nicht ganz aus. Man kann sich den durchaus anschauen, für ein zweites Mal würde mir persönlich der Antrieb fehlen.
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