Der siebente Kontinent
Der siebente Kontinent (1989), AT Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Drama
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mit Dieter Berner und Udo Samel
Der Film begleitet das Leben von Georg, seiner Frau Anna und deren Tochter Eva über den Zeitraum von drei Jahren – eine Familiengeschichte. Es ist eine Geschichte vom beruflichen Aufstieg und vom Preis der Anpassung. Aber es ist auch die Geschichte einer Reise und einer gelebten Konsequenz.
Cast & Crew
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Dieter Berner
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Udo Samel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alexander
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Leni Tanzer
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Birgit Doll
Schauspieler
-
Johanna Teicht
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Der siebente Kontinent
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Kommentare (8) — Film: Der siebente Kontinent
Kommentar schreibenbaser 2012/04/16 12:11:03
Kommentar löschenEin nihilistischer Film über die zunehmende Entfremdung und letztendlich Selbstauslöschung einer bürgerlichen Familie.
Haneke löst das Leben der Protagonisten in einzelne Alltagsdetails auf und schafft es - trotz oder gerade wegen der formal strengen Erzählweise -, dass sich der Ekel und Überdruss über ein festgefahrenes Leben fast körperlich auf den Zuschauer überträgt. Die unterkühlten Farben, die schreckliche 80er Jahre Ästhetik nebst dazugehöriger Popmusik tun ihr übriges.
Thematisch ähnelt "Der siebente Kontinent" (der Titel ist eine Anspielung auf die Utopie, die die Personen scheinbar nur noch im Tod finden zu können glauben) Fassbinders/Fenglers "Warum läuft Herr R. Amok?". Während dort aber mit einer dynamischen Handkamera die Tristesse eingefangen wird besticht Hanekes Film mit der optischen Präzission und dem genau abgestimmten Schnitt.
Ohne diesem Werk die Qualität absprechen zu wollen hasse ich Haneke irgendwie auch für diesen unmenschlich- kalten Film, der sich in seiner Ausweglosigkeit und Depressivität noch einmal deutlich von dem österreichischen "Feel-bad-cinema" (Ulrich Seidl, Barbara Albert, Jessica Hausner) abhebt...
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vannorden 2012/04/17 19:02:31
Antwort löschenBesonders der letzte Absatz! Es ist irgendwie shizophren, aber ich mag Haneke oft für seine Themen und seine Geschichten, aber seine Art zu erzählen ist wirklich widerlich, so ignorant, imho ... für mich ist der herblassenden, kultursnobistischen Blick der Kamera wirklich fürchterlich.
baser 2012/04/17 21:37:14
Antwort löschenAbsolute Zustimmung... Das hängt m.E. auch von seiner Beziehung zu den Protagonisten ab: er hat keine "Zuneigung" zu ihnen sondern benutzt sie wie Schachfiguren in einem rein intellektuellen Spiel...
VisitorQ 2011/11/06 22:30:14
Kommentar löschenIrgendwann wird es euch wie Schuppen von den Augen fallen. Großartiger Film!
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Lenosaurus 2011/09/04 21:43:32
Kommentar löschenMonotonie pur. Es passiert sehr wenig - aber was passiert ist interessant und gut umgesetzt. Der Film macht einen neugierig nach mehr Informationen zur Geschichte, denn durch die Szenen bekommt man einen sehr wagen Eindruck von den Geschehnissen und es bleiben ungeklärte Fragen.
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veseria 2010/04/20 13:27:05
Kommentar löschenEin Meisterhafter Haneke.
Kapitel 1 und 2 zeigen deutlich, wie langweilig das Leben von Georg und Anna ist. Es ist wie ein Fließband. Alles wiederholt sich. Alles ist kalt und gefühlslos.
Dann die Wendung in Kapitel 3. Ich sage hier nichts mehr zu außer, dass es einfach nur genial ist und so schlimm, dass ich den Film vermutlich nicht noch einmal gucken werde.
Die Schauspieler, spielen sehr toll.
Der Film holt alles aus seinem möglichsten herraus und doch fehlt halt noch ein Quentchen. So kommt er nicht an sein Meisterwerk Funny Games heran.
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Schlegel 2010/03/13 03:20:15
Kommentar löschenSeinerzeit neu und schockierend, heute mit einem Bein in den 80ern und mit dem anderen in den 90ern. Dennoch wegweisend und eines meiner persönlichen Haneke-Highlights.
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peterpit 2010/01/13 14:19:20
Kommentar löschenIch spielte hier als 9 jähriger in einer Szene als Statist mit, war interessant. Den Film selbst kann ich weniger abgewinnen.
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maslobojew 2008/10/28 01:02:56
Kommentar löschenNach einer wahren Begebenheit in Österreich 1989 - auch das Geld wurde tatsächlich das Klo hinunter gespült.
Haneke protokolliert die Entwicklung einer gehobenen Durchschnittsfamilie über einen Zeitraum von circa drei Jahren.
Den Film zu schauen ist bitter, denn man nimmt einen Alltag wahr, den jeder selbst mehr oder weniger doch sehr gut kennt.
Die materielle Zerstörung am Ende könnte auch ein Befreiungsakt, ein Neuanfang sein, aber die Menschen hier haben sich schon viel zu sehr mit ihrem Alltag identifiziert. Sie löschen ihren Besitz, ihre Existenz aus, auch ihre eigene körperliche - ihre eigentlichen Ichs sind wohl schon vorher längst auf der Strecke geblieben.
Ein wie gewohnt sehr präziser Film von Michael Haneke, der viel Raum eröffnet, um über das eigene Dasein in der westlichen Gesellschaft nachzudenken.
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Kubrick_obscura 2008/08/25 08:35:20
Kommentar löschenHaneke lässt in seinem ersten FIlm eine Familie Selbstmord begehen. Dabei sehen wir nur was die Familie tut (Tisch decken, Möbel zerstören, Geld vernichten). Selten gibt es wirkliche Interaktion zwischen den Figuren. Gefühlen tritt man skeptisch gegenüber. Das führt nur zur Flennerei. Anstrengender und streitwürdiger Haneke-Film.
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