Eines ist sicher: "Saving Private Ryan" war der Startschuss für eine neue Generation von Kriegsfilmen: Bombastisch ausgestattet, auf den Punkt getimet und trotz aller Schlachten und minutenlanger Feuergefechte von einer unnatürlichen klinischen Perfektion.
Man könnte auch sagen, "Private Ryan" ist das vorläufige Ende der Evolution im Kriegsfilm-Genre. Waren viele Produktionen der 50er und 60er Jahre noch stark vom Krieg geprägt und oftmals eine mediale Weiterführung von eben jenem, so setzten Leute wie Stone, Coppola und später Kubrick auf das komplette Gegenteil. "Anti-Kriegsfilm" hieß das Gebot der Stunde; Krieg war in den Zeiten von Vietnam nicht mehr heroisch, sondern dreckig, ungelenk und menschenverachtend.
"Private Ryan" und diverse Nachfolgeprojekte wie "Band Of Brothers" hingegen holen das Geschehen auf eine nahezu nüchterne Ebene herunter - Krieg zur Jahrtausendwende sieht aus wie eine Doku auf dem DiscoveryChannel. Einzelne Charaktere und konstruierte Fantasy-Plots wie die Rettung eines einzelnen Soldaten rücken in den Vordergrund, eine genauere Bewertung des Kriegsgeschehens gerät ins Hintertreffen. Alles bleibt austauschbar. Daily Soap mit Mündungsfeuer. Erlebniskino ohne Anspruch. Was hier in der Normandie funktioniert, könnte genauso gut auch im Pazifik gewesen sein.
Es ist schwer zu sagen, wie man diese Tatsachen nun bewerten soll - sicher ist jedoch, den bleibenden Eindruck anhand einer Message von Filmen wie "Paths of glory" und "Apocalypse Now" bleibt ein "Saving Private Ryan" schuldig.
Ein einmaliges Sehen lohnt trotzdem auf jeden Fall, war der Film doch stilprägend für eine gesamte Generation von Film- Serien- und Videospielproduktionen.
stimmt, bei der Brückenszene musste ich die ganze Zeit an COD denken :D
Ich kann dir außer bei der Punktzahl zustimmen.
Die Geschichte, die dem Film zugrunde lag fand ich unnötig.
Denn die kam überhaupt nicht rüber und ging in ganzen, keine Frage grandiosen Kriegsszenen, regelrecht baden.
Da hätte besser Spielberg die ganze Zeit sowas drehen sollen, wie er es die ersten 30 Minuten tat und zwischendrin auch.
Dann wärs ein 10er Kandidat.
Wenn Spielberg die ersten 30 Minuten auf zwei Stunden aufgeblasen hätte, wäre niemand mehr schockiert, sondern nur noch gelangweilt gewesen. Was nicht heisst, dass ich den Rest des Films so wie er dasteht vollumfänglich gut heisse.
Spielberg hat mit der Invasionssequenz am Strand neue Maßstäbe der Darstellung im Kriegsfilm gesetzt.
Ich hatte zwar schon immer meine Probleme mit Geschichten, in denen zur Rettung des Helden dann eine ganze Gruppe zur Befreiung aufbricht - mit den dann folgenden Verlusten. Der Held lebt - die Helfer sind (teilweise) tot. Gab es bei Robin Hood-Verfilmungen und auch hier. Ansonsten guter Kriegsfilm.
Nach einer brillant inszenierten Eröffnungssequenz folgt Spielberg ärgerlicherweise dem Pfad ätzender Kriegsmythen. Seine authentischen und schonungslosen Bilder vom Anfang heucheln dabei eine kritische Position zu Krieg als sinnloser Maschinerie organisierten Tötens vor, nur um sein Sujet gänzlich zu verklären: Er lohnt sich schließlich doch, all der Verlust an Männern, all der Schmerz und all das Leid, wenn man dafür nur einen einzigen Soldatenbruder retten kann. "Saving Private Ryan" ist ein verheerender, leider wenig durchdachter Pro-Kriegsfilm.
dat du keine ahnung hast
Der Film is absolut kein Pro Kriegsfilm wenn man sein gehirn einschaltet merkt man das an der End Szene
guck ihn dir einfach nochma an und achte darauf was Ryan sagt
tut mir wirklich leid, ich habe beim besten Willen keine Ahnung was du hast? Bei diesem Film ist wohl unmissverständlich klar, dass es sich um einen Anti-Kriegsfilm handelt...
Ich möchte hier mal Mr Vincent Vega verteidigen: Zu Beginn ist der Film ganz klar ein Anti-Kriegsfilm. Aber zum Ende hin entwickelt er sich tatsächlich zu einem Pro-Kriegsfilm, da er dem ganzen blutigen Kriegsgetümmel einen Sinn verleiht und das Schlachtfeld nicht mehr als das sinnlose Gemetzel zeigt, welches es eigentlich ist, sondern dieses als Platform für Heldentaten darstellt. In einem Anti-Kriegsfilm gibt es keine Helden und auch keine Unterteilung in "Gut" und "Böse", wie sie hier vorgenommen wird. Und wer sein Gehirn beim Schauen wirklich anschaltet, merkt das auch.
Mhhh.
Das kann man so oder so sehen.
Es gibt nicht dem Gemetzel einen Sinn, sondern dem Leben des Pvt. Ryan.
Eine Menge Menschen mussten sterben um ihn zu retten.
Am Ende will er wissen, ob er ein guter Mensch ist und ein gutes Leben geführt hat.
Da ihn bestimmt sein Leben lang Schuldgegfühle geplagt haben.
Geht mal weg von der pro- Krieg oder anti-Kriegs ansicht.
Schaut euch die Charaktäre näher an.
Es steckt mehr dahinter, als man im ersten Moment denkt.
Außerdem kann es auch in einem Anti-Kriegsfilm Helden geben.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Unter dem Aspekt ist der Film sicherlich gar nicht so dumm, aber er legt sein Augenmerk mehr auf den Antikriegsaspekt und diesen kann er nur sehr begrenzt erfüllen. Für deine Aussage müsste der Film dann das Leben von James Ryan nach der Rettung aufzeigen, dann wäre es ein Postkriegsfilm à la "Taxi Driver". Macht er aber - leider - nicht.
Treffender als Mr Vincent Vega kann man es kaum auf den Punkt bringen!
Danke!
Mir scheint das einige Leute generell jeden Film mit Kriegshandlung für
einen Antikriegsfilm halten und ihm dann sofort 10 Punkte verpassen.
Ich hab bei diesem Film nur gelernt, dass man Gefangene besser gleich erschießt bevor sie Ärger machen!
Mir ist unbegreiflich wie man "Saving Private Ryan" als Pro-Kriegsfilm bezeichnen kann.
Aber bei der mitgelieferten Erklärung ist auch schon offensichtlich, dass hier beim Zuschauen so einiges falsch gelaufen sein muss. Der Film versucht ja schon fast krampfhaft den Zuschauer die Sinnlosigkeit der "Opfer aus Marketinggründen" zu zeigen. (Das Opfer der Soldaten für eine - von aussen betrachtet - schon fast absurde Mission ist auch eine nette Analogie zum Krieg selbst.) Auch alle Filmcharaktere - inklusive Ryan selbst, wie seine Zweifel in der Schlusszene ziemlich deutlich machen - sind sich ziemlich einig, dass sich das ganze eben nicht "lohnt".
Diese simple einstufung in Anti- und Pro-Kriegsfilm ist nun auch wirklich ziemlich flach und eindimensional und lässt die verschiedenen Charaktere aussen vor, die alle noch einmal eine eigene Einstellung zu Mission und Krieg haben und sich von "Band of Brothers" abgesehen gerade in diesem Genre nicht verstecken müssen.
An micomahn
Wenn man den Film so oberflächlich betrachtet und meint aus der nicht vorhandenen Erschiessung des deutschen Soldaten, der dann später wieder bei den Deutschen kämpft, schließen zu müssen die einzige Intention des Films sei dem Zuschauer zu vermitteln erschiess den Kriegsgefangenen sofort hat entweder beim Film nicht ganz aufgepasst oder will einfach nicht verstehen dass dieser Film keineswegs ein sogenannter Pro-Kriegsfilm sondern genau das Gegenteil ist.
Die gesamte Handlung des Films kann doch gar nicht den Krieg als etwas notwendiges oder gar gutes darstellen.
Vielleicht änderst du ja noch deine Meinung.
Absolut unsinnige Filmkritik, auch wenn ich den Befehl des Marshalls, einen Trupp loszuschicken, um wenigsten noch den letzten Sohn der Mutter zu retten, auch albern finde. Darin steckt aber auch wieder einiges an Symbolik. Auf mich wirkt diese Filmkritik wie Selbstdarstellung. Vielleicht sollte man sich etwas mehr mit Geschichte befassen oder mal mit Oma und Opa sprechen.
Ich schaue gerne Kriegsfilme, mich faszinieren nicht nur der Schrecken/Sinnlosigkeit, sondern auch die Technik, der Bombast einer Flotte, die Dramatik eines Luftangriffs und vieles mehr. Und was ist dieser Film nun? Antikrieg oder Kriegdoku oder Kriegporno? Der Anfang des Filmes ist hier leider nicht hilfreich, denn es gibt sowohl Leute, die davon schockiert sind, als auch Leute, die nur diesen Anfang schauen und dann ausschalten. Geht also in beide Richtungen. Der Rest des Filmes ist eine Abenteuergeschichte mit militärischer Rahmenhandlung. Tausche Ryan gegen Prinzessin und Deutsche gegen Orks und schon wird es klar. Das läßt sich mit vielen anderen Kriegsfilmen nämlich nicht machen, da dort das Militärische im Vordergrund steht. Und genausowenig wie der Herr der Ringe ein Antischmuckfilm oder die Goonies ein Antiverbrecherfilm ist, ist Saving Private Ryan ein Antikriegsfilm. Denn Krieg ist hier tatsächlich nach Minute 30 Nebensache. Die Gegner sind austauschbare Bösewichter, die es dem Helden erschweren, sein Prinzesschen zu retten.
Die Behauptung das sei ein Pro-Kriegsfilm ist wirklich das allerletzte. Geschmäcker können und sollen unterschiedlich sein, aber solch einen Blödsinn von sich zu geben ist schon wirklich eine Frechheit!
Deinen komischen Filmgeschmack kannst du behalten, aber einen guten Film so in den Dreck zu ziehen, das ist einfach nur Frevel!
A-Wax, du scheinst deine Meinung für religiös überlegen zu halten? Dir nicht zuzustimmen ist "Frevel"? "Frechheit"? Und mal auf der Sachebene: bis auf den Anfang wird in diesem Film das Hohelied der Kriegerehre und vom Kampf fürs Vaterland gesungen. Warum will Ryan am Ende nicht mit? Weil ihn der Kampf beseelt. Weil er ein Held ist und sein Land das Land der Helden. Dann kommt die Airforce und die bösen Deutschen werden vertrieben, Fanfaren! Trompeten! Das Gute siegt immer, wenn es amerikanisch ist. Also bitte, das ist ein schmalztriefender, ideologisch geradliniger US-Kriegsabenteuerstreifen. Und damit natürlich KEIN Antikriegsfilm.
Pflegen wir da ein wenig Antiamerikanismus?? Ich halte meine Meinung weder für überlegen und schon gar nicht religiös überlegen. Mit Religion hab ich nichts am Hut.
Nun zu deiner Sachebene: Das auch hier, wie in den meisten amerikanischen Filmen ein relativ großer Patriotismus geschürt wird, das zweifele ich auch nicht komplett an und das hätte sich Steven Spielberg auch sparen können. Allerdings ist da eben die schon oft erwähnte Anfangssequenz und diese macht doch eben genau deutlich wie schrecklich und unmenschlich Krieg in Wahrheit ist. Außerdem, bei aller Abscheu die ich für den Krieg übrig habe, ich denke gerade wir Deutschen können froh sein, dass der Zweite Weltkrieg so ausgegangen ist....
Was ich tatsächlich als Frevel und auch als Frechheit ansehe ist das man Steven Spielberg (der übrigends Jude ist) hier "vorwirft" er hätte einen Pro-Kriegsfilm gedreht. Das wird einem Mann der u.a. Schindlers Liste gedreht hat einfach nicht gerecht.
Ich gehe soweit mit das man sich den ein oder anderen Patriotismus sparen hätte können, aber eine solche Verunglimpfung muss einfach nicht sein!
Nein, so antiamerikanisch bin ich gar nicht. Ich sehe schon, dass andere Länder in der gleichen Position einen Haufen Mist extra machen würden. Mir geht nur immer das Moralgelaber der Amis auf den Keks. Sollen sie doch morden, aber bitte nicht immer mit irgendwelchen peinlichen moralischen Begründungen, sondern einfach, um die Macht zu erhalten. Das wäre doch erträglicher.
Zum Film: klar, wäre es schlecht, wenn die Nazis jetzt herrschen würden. Trotzdem waren es unsere, oft zwangseingezogenen, Vorfahren, die da gegen überlegene Gegner ihren Mann standen.
Und Spielberg liebt den Krieg und das Töten. Schau Indiana Jones und alles wird klar. Er liebt es, wenn Deutsche sterben. Wenn sie in Flugzeugrotoren geschreddert werden, verbrennen, verkohlen, erschossen werden usw... Und er findet es lustig und häufig muss man dabei lachen, wenn Menschen in seinen Filmen sterben.
Er ist Jude? Na, und? Und selbst wenn er Eskimo wäre und nachweislich niemals ein Krieg von seinem Volk ausging, was macht das für einen Unterschied. Und lies mal das alte Testament. Und lies mal, wie es kam, dass selbst die Römer die Geduld verloren und die aus ihrem Land schmissen. Ja, genau, wegen jüdischem Pazifismus.
Und Schindlers Liste ist ein mittelmäßiger Film, vor allem im Vergleich mit "Das Leben ist schön" oder "Zug des Lebens".
''Saving Private Ryan'' wird angepriesen als angeblich epochaler und realistischer Antikriegsfilm, der sich aber stattdessen in 163 Minuten Laufzeit selbst diskreditiert. Steven Spielberg streut dem Zuschauer absichtlich Sand in die Augen, verdreht faktische Gegebenheiten und verschärft die unsinnigen Mythen bezüglich des pathetischen Vernichtungskrieg und heroisiert den aktiven militärischen Kriegseintritt der Vereinigten Staaten auf unerträgliche Weise. Wirkt die Inszenierung des D-Day's noch einigermaßen authentisch und wirklichkeitsgetreu, werden die historischen Schauplätze effektiv durch eine völlig weltfremde Kriegsgeschichte aus dem Blickfeld entfernt und Spielberg scheint von dort an eine eigene phantastische Welt der Normandie-Operationen zu entwerfen. Diese völlig unkritisch arrangierte Propagandavorstellung schafft es ein virtuoses Bild der Täuschung zu präsentieren: Kriegerischer Mut wird mit dem Scharfschützennest in Verbindung gebracht und gewaltige Übermächte finden sich plötzlich im Asymmetrischen Krieg wieder.
Guter, sympathischer Kriegsfilm mit coolen Helden und noch mehr coolen Sprüchen, ist aber ingesamt etwas zu Patriotisch. Schade drum, wäre der Film etwas neutraler eingestellt gewesen, hätte es noch besser sein können.
Kritiken zur Technik möchte ich jetzt nicht Thematisieren, jedoch wer auch immer diesen Film für unauthentisch hält, sollte nicht vergessen, dass er auf wahren Begebenheiten beruht. Man kann natürlich davon halten, was man will, aber unautenzität und eine schlecht ausgedachte Geschickte würde ich nicht mit in die Wertung fließen lassen.
"Inspiriert von wahren Begebenheiten": soll heißen, es gab einen Fall, in dem von 4 Brüdern drei getötet wurden, und den vierten haben sie dann nach Haus geschickt. "When the Army heard of the tragic story, they determined that the Nilands would not suffer the death of their last child. Fr. Francis Sampson, the chaplain of the 501st Regiment, found Fritz and began the paperwork necessary for his return home." Wenn man General Patton den Vorschlag gemacht hätte, sieben Männer abzustellen, um einen zu finden, der wäre ausgerastet...
Wer sich in diesem Jahr von einem Kriegsfilm ehrlich und hintergründig berühren lassen wollte, hatte mit "The Thin Red Line" die Chance dazu. Hier präsentiert uns Spielberg, der ansonsten ein Top-Regisseur ist, nur weichgespülte Propaganda. Dass die Oscar-Jury so was vor dem so offensichtlich überlegenen Malick-Streifen, verdankt, dass man diese Academy nicht mehr für voll nehmen kann!
Zwar wollte Spielberg einen Antikriegsfilm inszenieren, das Endprodukt erinnert jedoch kaum an das Intendierte. Der Film ist ein detaillierter Kriegsfilm, der Krieg weder wirklich verdammt noch glorifiziert. Vorallem die ersten 20 Minuten, die die Landung in der Normandie zeigt sind bombastisch und schonungslos inszeniert. Auch die anderen ausladenden Schlachtszenen sind realistisch inszeniert. Zwischen diesen Schlachte verliert sich der Film mal in interessante mal in weniger interessante Szenen mit recht belanglosen Dialogen. Der hochkarätige Cast ist gut aufgelegt und spielt überzeugend. Insgesamt ist Der Soldat James Ryan ein überzeugender und sehenswerter Kriegsfilm ohne Message, aber mit viel Bums.
Für mich patriotischer Schmarn. Dennoch kann ich diesem Film keine schlechtere Wertung geben, da Spielberg es mal wieder schafft sein Werk, welches diesmal eine schwache Story hat, in gewaltigen Bildern zu verpacken. Tom Hanks u. Matt Damon sind auch hier nach wie vor gute Schauspieler und auch der Score vom großartigen John Williams trägt zu einem an sich guten Film bei..
Aber wieso muss ausgerechnet der freigelassene Deutsche auf den Cpt. schießen..au mann..
Ein starker Film von Spielberg. Starke Schauspieler und mitreißende Szenen.
Das Größte am Film ist für mich aber die Filmmusik von John Williams! Grandios und immer zur Szene passend!
Sehr sehr guter Film...einer meiner Lieblingsfilme...wer vom Thema 2.Weltkrieg nicht genug hat unbedingt anschaun..sehr authentischer und realistischer Film...Gute Schauspieler( Tom Hanks, Matt Damon, etc.)...also meine Empfehlung :D
einer der wenigen kriegsfilme bei dem ich sagen kann, dass er das grauen zumindest glaubhaft vermittelt.. mehr aber auch nicht. die ersten 20 minuten reichen vollkommen.. alles was danach kommt ist reine zeitverschwendung.
gerne :) ich finde die story einfach so übertrieben lächerlich und sinnfrei.. ein ganzes squad, das einen einzigen soldaten retten soll?! so etwas mag in actionfilmen in fiktiven szenarien funktionieren. für einen kriegsfilm wünsche ich mir dann aber doch eine glaubwürdige story. und auch sonst is der teil nach den ersten 20 minuten so von pathos vollgestopft, dass ich es im kopf nicht aushalte..
wenn man aber einfach nur action sucht, die auf einem krieg aufbaut, kann man sich den film ruhig zu ende ansehen^^ nur für mich ist das absolut nichts.. kriegsfilme sollten zumindest im bereich des glaubwürdigen bleiben. und das macht privat ryan sicherlich nicht^^
Böse, dumme, hinterlistige deutsche Soldaten. Nichtmal die vertrottelte Waffen-SS kann in Kompaniestärke unsere Captain Americas besiegen. So war es, so soll es sein!
Der Film? Ist halt hochglanz Hollywood mit ner völlig überzogenen, unrealistischen Handlung und viel Stars and Stripes. 3 Punkte für die Landung, denn die ist bombastisch und beeindruckend. Ganz starke 15 Minuten. DAS war Krieg in realer und beängstigender Darstellung. Keine Helden, nur arme Schweine.
„Der Soldat James Ryan“ hat ein ganz großes Problem. Das Intro ist einfach zu gut. Und es ist ganz klar, dass der Film dieses Niveau nicht halten kann. Statt die Intensität fotzuführen und vom Wahnsinn des Krieges ein schonungsloses und kaltes Bild zu zeichnen, dem Zuschauer das sinnlose Abschlachten deutlich vor Augen zu führen und weiter in die Kamera zu halten, verliert sich Spielberg in einer manchmal recht sonderbaren Handlung und packt gegen Ende, ja auch zwischendurch, den Pathoshammer aus.
Mir bleibt weiterhin ein Rätsel, warum der deutlich gehaltvollere Streifen „The Thin Red Line“, der im selben Jahr erschien, nicht einen einzigen Oscar bekam. Nun gut.
„Saving Private Ryan“ ist ein guter Kriegsfilm. Er hat seine bewegenden und brutalen Anfangsminuten und mit denen ist er schließlich auch bekannt geworden. Aber danach?! Das große Meisterwerk?! Ich habe es bis heute nicht entdecken können.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich mit dem Film umgehen soll. Fange ich also mal mit den positiven Aspekten an:
-ein top spielender Tom Hanks in der Hauptrolle
-eine Verfilmung der Landung beim D-Day die ihres gleichen sucht
-der Film gab Kriegsfilmen eine neue Richtung bezüglich Realität und Grausamkeit was Schlachtszenen betrifft
Auf der negativen Seite stehen für mich das unrealistische Szenario das sich um die Rettung eines einzelnen Soldaten durch ein Squad dreht. Ein Vorgang, der vom Inhalt her unrealistischer gar nicht sein könnte. Hinzu kommt in meinen Augen eine halbe Prise zu starker Patriotismus, was aber das geringste Problem des Filmes darstellt.
Wäre der Film rein eine Story ein paar Männer bei der Landung am D-Day bis zu einem gewissen Punkt, wäre der Film wesentlich höher zu bewerten als mit einer solch (sorry) hanebüchenen Story um die Rettung eines einzelnen Soldaten, auf der der Film aufbaut.
Der Film hatte von Dramaturgie, Schauspielern und Special Effects eine deutlich bessere Story verdient gehabt.
Ein sehr guter Kriegsfilm, den man wohl zu den neueren zählen kann. Die berüchtigte Landung am Omaha Beach ist sehr gut realisiert worden und auch sehr intensiv. Definitiv eine Sequenz, die mir zumindest immer im Gedächtnis bleiben wird. Auch der Rest des Filmes ist stimmig, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Vin Diesel) werden die Soldaten, die der Zuschauer auf ihren Weg begleitet, gut eingeführt. Auch die finale Schlacht ist packend umgesetzt worden. Definitiv ein Kriegsfilm, der es wert ist, gesehen zu werden.
Ein Drittel Antikriegsfilm, zwei Drittel Würdigung der amerikanischen Soldaten. Vielen schmeckt das so nicht, aber ich halte es für genial. So wird weder Krieg glorifiziert, noch verfällt man einem nihilistisch-stupiden Pazifismus, der angesichts der nazideutschen Aggression nicht angebracht wäre. Ansonsten sehr beeindruckend inszeniert und gespielt.
"Reiben: "Auch wenn man die Mission für FUBAR hält, Sir?"
Miller: "Besonders wenn man die Misson für FUBAR hält!" "
Wow. SAVING PRIVATE RYAN ist ein wahnsinnig gut gemachter Film, den ich nicht so gut erwartet hatte. Tom Hanks spielt Captain John H. Miller und macht das so großartig, dass er zurecht für einen Oscar nominiert war. Außerdem sehen wir beispielsweise Tom Sizemore als Sergeant Mike Horvarth und Matt Damon als Private James Francis Ryan.
Am Anfang sieht man einen alten Kriegsveteran, wie er mit seiner Familie einen Friedhof besucht, auf dem die im 2.Weltkrieg Gefallenen begraben sind.
Zur Schlachtsequenz am Anfang muss man eigentlich nicht mehr viel sagen, da ist alles gesagt - grandios inszeniert. Der Angriff in der Normandie, Omaha Beach, der D-Day. Stilbildend für nachfolgende Kriegsdarstellungen.
(Der Kommentar könnte SPOILER enthalten.)
Die Grundgeschichte ist schnell erklärt: Es geht um den zweiten Weltkrieg, speziell um die Invasion der Allierten in der Normandie. Als während dieser Invasion 2 von 4 Brüdern der Familie Ryan ihr Leben verlieren, und der dritte schon vorher in Neuguinea gestorben war, soll der vierte im Bunde, Private James Francis Ryan, nach Hause geholt werden, um seiner Mutter in ihrer Trauer beistehen zu können. Doch leider ist er spurlos verschwunden, nachdem er mit seiner Fallschirmspringerbrigade abgesprungen war.
So wird ein Trupp um Captain Miller zusammengestellt, die ihn suchen und nach Hause schicken soll. Während der Suche sterben jedoch einige Männer des Trupps bei Feuergefechten mit den deutschen Nazi-Soldaten. So stellen die Männer immer mehr den Sinn dieser Mission infrage und beginnen schon fast, James Ryan zu hassen, weil wegen ihm ihre Kumpanen draufgegangen sind.
Doch Cpt. John H. Miller beantwortet die Frage nach dem Sinn: Eigentlich seien sie alle stinknormale Leute, die sich jedoch selbst entfremdet haben durch diesen scheinbar endlosen Krieg. Jeder Abschuss eines feindlichen Soldaten bringe sie immer weiter weg von zu Hause. Deswegen könnte sie nur wirklich in die Heimat zurückkehren, wenn sie Private Ryan retten (siehe hierzu Titel - "Saving Private Ryan"). Das ist ihre persönliche Mission, um wieder zu sich selbst zu kommen. Dabei rückt das eigentliche Kriegsziel in den Hintergrund.
James Ryan selbst plagt sich mit Schuldgefühlen herum, da so viele Soldaten nur seinetwegen gestorben sind. Er will seine letzten verbliebenen "Brüder" (die Kumpanen in der Army) jedoch nicht verlassen und bleibt demnach dort. Bei der abschließenden Schlacht an einer strategisch wichtigen Brücke gewinnen die Amerikaner erst durch die Luftunterstützung, die aber sehr spät erst eintrifft. So sterben sehr viele der wenigen Soldaten, die zusammen mit Ryan die Brücke gehalten hatten. Vorher hatte sich außerdem Millers Trupp angeschlossen, von dem auch nur wenige überleben. Miller selbst wird erschossen, hat aber seinen Frieden gefunden, weil er James Ryan gerettet hat.
Am Ende sieht man wieder den alten Kriegsveteran, welcher der gealterte James Ryan selbst ist, und er spricht vor dem Grab von John Miller stehend. Er hat immer noch nicht Frieden mit sich selbst geschlossen und fragt sich, ob sein Leben gut genug gewesen ist. Den Frieden findet er aber scheinbar, als seine Frau ihm genau dies versichert.
Insgesamt eine, wie ich finde, extrem gute Darstellung einer solchen Geschichte, die sich nicht in das typische "Gut vs. Böse" vertieft, sondern viel mehr zwischen "Sinn" und "Wahnsinn" unterscheiden will. Und außerdem wird auch der Sinn eines solchen Krieges im Hinblick auf die Soldaten hinterfragt. Besonders positiv fand ich außerdem noch die Kameraführung, vor allem in der Anfangssequenz, weil man alles so gezeigt bekommt, wie es ein Soldat wohl erlebt haben könnte. Die grausame Darstellung des Krieges verleiht dem Film auch einen sehr passenden Realitätsgrad.
Die Anfangssequenz gehört wohl zu den eindringlichsten Kriegsfilmszenen überhaupt. Hier stellt Spielberg sein ganzes Können als Regisseur unter Beweiß und demonstriert auf eindrucksvolle Weise das Grauen des Kriegs. Dass Spielberg diese Linie nicht halten kann, ist dafür um so enttäuschender. Die Schlachten verkommen zum Selbstzweck, zur reinen Unterhaltung und entbehren so jeglicher Aussage. Viel schlimmer ist jedoch die Geschichte, die hinter den Auseinandersetzungen steht. Vollgestopft mit Heroismus und Patriotismus wird man sich als Zuschauer schnell der Position des Films bewusst. Keine nüchterne, stellungslose Mitteilung, sondern gezielte und durchdachte Manipulation scheint das Ziel von 'Saving Private Ryan' zu sein. Aus sinnlosen Schlachten werden edle Heldentaten, aus unbehelligten Soldaten werden aufopfernde Kampfmaschinen. Da wundert dann auch die Schlusseinstellung der wehenden Amerikaflagge nicht mehr.
Gute Kampfszenen, gute Schauspieler und gute Story. Mein Gott einfach ein muss für Leute, die Kriegsfilme mögen. Klingt evtl. primitiv, aber das ist Krieg und ja für die meisten Männer ist Krieg (in Filmen) schon irgendwie toll.
Spielbergs Kriegsfilm ist in den ersten 75 Minuten ein Abgesang auf Krieg, Tod und Hass. Doch statt dies beizubehalten wird aus "Ryan" gegen Ende immer mehr ein blutrünstiges Filmmonstrum, das mit Pathos, Patriotismus und Kitsch sein Ziel, ein Anti- Kriegsfilm zu werden, um Längen verfehlt. Ein ambivalenter Film, ein Bastard, der Anfangs zeigt wie unsinnig Krieg ist, nur um später dennoch krampfhaft zu versuchen einen '(patriotischen) Sinn im Gemetzel zu finden.
Haha! Wir sind so dermaßen unterschiedlicher Meinung, das ist unglaublich. Ich empfehle dir, meine Lieblingsfilme durchzugehen und sie mit "kein Interesse" für dich zu markieren, denn sie scheinen dir alle nicht zu gefallen. So spart man Zeit.
Oh, ich seh grad, wir haben ja 75% Nähe. Basierend auf 859 Filmen. Hm...dann muss ich es wohl zurück nehmen. Ist mir nur in letzter Zeit bei deinen Kritiken stark aufgefallen.
Muss den Film unbedingt mal wieder sehen, steht hier auch im Regal. Der Patriotismus ist mir damals (mit 16 oder so) auf jeden Fall auch etwas sauer aufgestoßen, fand ihn aber ansonsten beeindruckend. Bin gespannt wie er heute auf mich wirkt.
Das war auch eher auf Stu bezogen. Außerdem kannst du gar nicht immer recht haben, weil ich schon immer recht habe. Es sei denn, du bist in allen Hinsichten mit mir einer Meinung. Dann würdest du auch immer recht haben. :D
Der Soldat James Ryan - Kritik
US 1998 Laufzeit 170 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Historienfilm, Drama, Kinostart 08.10.1998
Kritiken (3) — Film: Der Soldat James Ryan
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenEines ist sicher: "Saving Private Ryan" war der Startschuss für eine neue Generation von Kriegsfilmen: Bombastisch ausgestattet, auf den Punkt getimet und trotz aller Schlachten und minutenlanger Feuergefechte von einer unnatürlichen klinischen Perfektion.
Man könnte auch sagen, "Private Ryan" ist das vorläufige Ende der Evolution im Kriegsfilm-Genre. Waren viele Produktionen der 50er und 60er Jahre noch stark vom Krieg geprägt und oftmals eine mediale Weiterführung von eben jenem, so setzten Leute wie Stone, Coppola und später Kubrick auf das komplette Gegenteil. "Anti-Kriegsfilm" hieß das Gebot der Stunde; Krieg war in den Zeiten von Vietnam nicht mehr heroisch, sondern dreckig, ungelenk und menschenverachtend.
"Private Ryan" und diverse Nachfolgeprojekte wie "Band Of Brothers" hingegen holen das Geschehen auf eine nahezu nüchterne Ebene herunter - Krieg zur Jahrtausendwende sieht aus wie eine Doku auf dem DiscoveryChannel. Einzelne Charaktere und konstruierte Fantasy-Plots wie die Rettung eines einzelnen Soldaten rücken in den Vordergrund, eine genauere Bewertung des Kriegsgeschehens gerät ins Hintertreffen. Alles bleibt austauschbar. Daily Soap mit Mündungsfeuer. Erlebniskino ohne Anspruch. Was hier in der Normandie funktioniert, könnte genauso gut auch im Pazifik gewesen sein.
Es ist schwer zu sagen, wie man diese Tatsachen nun bewerten soll - sicher ist jedoch, den bleibenden Eindruck anhand einer Message von Filmen wie "Paths of glory" und "Apocalypse Now" bleibt ein "Saving Private Ryan" schuldig.
Ein einmaliges Sehen lohnt trotzdem auf jeden Fall, war der Film doch stilprägend für eine gesamte Generation von Film- Serien- und Videospielproduktionen.
Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
fabel 2010/07/26 01:43:08
Antwort löschenstimmt, bei der Brückenszene musste ich die ganze Zeit an COD denken :D
Ich kann dir außer bei der Punktzahl zustimmen.
Die Geschichte, die dem Film zugrunde lag fand ich unnötig.
Denn die kam überhaupt nicht rüber und ging in ganzen, keine Frage grandiosen Kriegsszenen, regelrecht baden.
Da hätte besser Spielberg die ganze Zeit sowas drehen sollen, wie er es die ersten 30 Minuten tat und zwischendrin auch.
Dann wärs ein 10er Kandidat.
nilswachter 2011/03/25 18:07:05
Antwort löschenWenn Spielberg die ersten 30 Minuten auf zwei Stunden aufgeblasen hätte, wäre niemand mehr schockiert, sondern nur noch gelangweilt gewesen. Was nicht heisst, dass ich den Rest des Films so wie er dasteht vollumfänglich gut heisse.
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenSpielberg hat mit der Invasionssequenz am Strand neue Maßstäbe der Darstellung im Kriegsfilm gesetzt.
Ich hatte zwar schon immer meine Probleme mit Geschichten, in denen zur Rettung des Helden dann eine ganze Gruppe zur Befreiung aufbricht - mit den dann folgenden Verlusten. Der Held lebt - die Helfer sind (teilweise) tot. Gab es bei Robin Hood-Verfilmungen und auch hier. Ansonsten guter Kriegsfilm.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenNach einer brillant inszenierten Eröffnungssequenz folgt Spielberg ärgerlicherweise dem Pfad ätzender Kriegsmythen. Seine authentischen und schonungslosen Bilder vom Anfang heucheln dabei eine kritische Position zu Krieg als sinnloser Maschinerie organisierten Tötens vor, nur um sein Sujet gänzlich zu verklären: Er lohnt sich schließlich doch, all der Verlust an Männern, all der Schmerz und all das Leid, wenn man dafür nur einen einzigen Soldatenbruder retten kann. "Saving Private Ryan" ist ein verheerender, leider wenig durchdachter Pro-Kriegsfilm.
21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten
shade1593 2009/08/06 00:23:14
Antwort löschendat du keine ahnung hast
Der Film is absolut kein Pro Kriegsfilm wenn man sein gehirn einschaltet merkt man das an der End Szene
guck ihn dir einfach nochma an und achte darauf was Ryan sagt
Julio Sacchi 2009/08/21 14:29:43
Antwort löschenIch mag es, wenn jemand, der so schreibt, vom Einschalten des Gehirns spricht.
VoodooChild09 2009/09/11 20:19:08
Antwort löschenhehe
JVizzl 2009/10/13 00:50:33
Antwort löschenPro-Kriegsfilm?? - Nie im Leben ! ...
USA_Christoph 2009/11/25 18:13:57
Antwort löschentut mir wirklich leid, ich habe beim besten Willen keine Ahnung was du hast? Bei diesem Film ist wohl unmissverständlich klar, dass es sich um einen Anti-Kriegsfilm handelt...
BigDi 2009/12/24 11:02:52
Antwort löschenIch möchte hier mal Mr Vincent Vega verteidigen: Zu Beginn ist der Film ganz klar ein Anti-Kriegsfilm. Aber zum Ende hin entwickelt er sich tatsächlich zu einem Pro-Kriegsfilm, da er dem ganzen blutigen Kriegsgetümmel einen Sinn verleiht und das Schlachtfeld nicht mehr als das sinnlose Gemetzel zeigt, welches es eigentlich ist, sondern dieses als Platform für Heldentaten darstellt. In einem Anti-Kriegsfilm gibt es keine Helden und auch keine Unterteilung in "Gut" und "Böse", wie sie hier vorgenommen wird. Und wer sein Gehirn beim Schauen wirklich anschaltet, merkt das auch.
p!vo 2009/12/31 19:55:36
Antwort löschenMhhh.
Das kann man so oder so sehen.
Es gibt nicht dem Gemetzel einen Sinn, sondern dem Leben des Pvt. Ryan.
Eine Menge Menschen mussten sterben um ihn zu retten.
Am Ende will er wissen, ob er ein guter Mensch ist und ein gutes Leben geführt hat.
Da ihn bestimmt sein Leben lang Schuldgegfühle geplagt haben.
Geht mal weg von der pro- Krieg oder anti-Kriegs ansicht.
Schaut euch die Charaktäre näher an.
Es steckt mehr dahinter, als man im ersten Moment denkt.
Außerdem kann es auch in einem Anti-Kriegsfilm Helden geben.
Das eine schließt das andere nicht aus.
BigDi 2010/01/02 10:17:06
Antwort löschenUnter dem Aspekt ist der Film sicherlich gar nicht so dumm, aber er legt sein Augenmerk mehr auf den Antikriegsaspekt und diesen kann er nur sehr begrenzt erfüllen. Für deine Aussage müsste der Film dann das Leben von James Ryan nach der Rettung aufzeigen, dann wäre es ein Postkriegsfilm à la "Taxi Driver". Macht er aber - leider - nicht.
micomahn 2010/01/27 09:17:41
Antwort löschenTreffender als Mr Vincent Vega kann man es kaum auf den Punkt bringen!
Danke!
Mir scheint das einige Leute generell jeden Film mit Kriegshandlung für
einen Antikriegsfilm halten und ihm dann sofort 10 Punkte verpassen.
Ich hab bei diesem Film nur gelernt, dass man Gefangene besser gleich erschießt bevor sie Ärger machen!
Angrim 2010/04/05 03:02:38
Antwort löschenMir ist unbegreiflich wie man "Saving Private Ryan" als Pro-Kriegsfilm bezeichnen kann.
Aber bei der mitgelieferten Erklärung ist auch schon offensichtlich, dass hier beim Zuschauen so einiges falsch gelaufen sein muss. Der Film versucht ja schon fast krampfhaft den Zuschauer die Sinnlosigkeit der "Opfer aus Marketinggründen" zu zeigen. (Das Opfer der Soldaten für eine - von aussen betrachtet - schon fast absurde Mission ist auch eine nette Analogie zum Krieg selbst.) Auch alle Filmcharaktere - inklusive Ryan selbst, wie seine Zweifel in der Schlusszene ziemlich deutlich machen - sind sich ziemlich einig, dass sich das ganze eben nicht "lohnt".
Diese simple einstufung in Anti- und Pro-Kriegsfilm ist nun auch wirklich ziemlich flach und eindimensional und lässt die verschiedenen Charaktere aussen vor, die alle noch einmal eine eigene Einstellung zu Mission und Krieg haben und sich von "Band of Brothers" abgesehen gerade in diesem Genre nicht verstecken müssen.
Holz sei 2010/06/24 16:53:25
Antwort löschenAn micomahn
Wenn man den Film so oberflächlich betrachtet und meint aus der nicht vorhandenen Erschiessung des deutschen Soldaten, der dann später wieder bei den Deutschen kämpft, schließen zu müssen die einzige Intention des Films sei dem Zuschauer zu vermitteln erschiess den Kriegsgefangenen sofort hat entweder beim Film nicht ganz aufgepasst oder will einfach nicht verstehen dass dieser Film keineswegs ein sogenannter Pro-Kriegsfilm sondern genau das Gegenteil ist.
Die gesamte Handlung des Films kann doch gar nicht den Krieg als etwas notwendiges oder gar gutes darstellen.
Vielleicht änderst du ja noch deine Meinung.
Graf Krolock 2010/07/16 00:25:20
Antwort löschenAbsolut unsinnige Filmkritik, auch wenn ich den Befehl des Marshalls, einen Trupp loszuschicken, um wenigsten noch den letzten Sohn der Mutter zu retten, auch albern finde. Darin steckt aber auch wieder einiges an Symbolik. Auf mich wirkt diese Filmkritik wie Selbstdarstellung. Vielleicht sollte man sich etwas mehr mit Geschichte befassen oder mal mit Oma und Opa sprechen.
kawummbaby 2010/07/16 17:03:31
Antwort löschenIch schaue gerne Kriegsfilme, mich faszinieren nicht nur der Schrecken/Sinnlosigkeit, sondern auch die Technik, der Bombast einer Flotte, die Dramatik eines Luftangriffs und vieles mehr. Und was ist dieser Film nun? Antikrieg oder Kriegdoku oder Kriegporno? Der Anfang des Filmes ist hier leider nicht hilfreich, denn es gibt sowohl Leute, die davon schockiert sind, als auch Leute, die nur diesen Anfang schauen und dann ausschalten. Geht also in beide Richtungen. Der Rest des Filmes ist eine Abenteuergeschichte mit militärischer Rahmenhandlung. Tausche Ryan gegen Prinzessin und Deutsche gegen Orks und schon wird es klar. Das läßt sich mit vielen anderen Kriegsfilmen nämlich nicht machen, da dort das Militärische im Vordergrund steht. Und genausowenig wie der Herr der Ringe ein Antischmuckfilm oder die Goonies ein Antiverbrecherfilm ist, ist Saving Private Ryan ein Antikriegsfilm. Denn Krieg ist hier tatsächlich nach Minute 30 Nebensache. Die Gegner sind austauschbare Bösewichter, die es dem Helden erschweren, sein Prinzesschen zu retten.
A-Wax 2011/09/06 15:23:27
Antwort löschenDie Behauptung das sei ein Pro-Kriegsfilm ist wirklich das allerletzte. Geschmäcker können und sollen unterschiedlich sein, aber solch einen Blödsinn von sich zu geben ist schon wirklich eine Frechheit!
Deinen komischen Filmgeschmack kannst du behalten, aber einen guten Film so in den Dreck zu ziehen, das ist einfach nur Frevel!
kawummbaby 2011/09/06 17:12:09
Antwort löschenA-Wax, du scheinst deine Meinung für religiös überlegen zu halten? Dir nicht zuzustimmen ist "Frevel"? "Frechheit"? Und mal auf der Sachebene: bis auf den Anfang wird in diesem Film das Hohelied der Kriegerehre und vom Kampf fürs Vaterland gesungen. Warum will Ryan am Ende nicht mit? Weil ihn der Kampf beseelt. Weil er ein Held ist und sein Land das Land der Helden. Dann kommt die Airforce und die bösen Deutschen werden vertrieben, Fanfaren! Trompeten! Das Gute siegt immer, wenn es amerikanisch ist. Also bitte, das ist ein schmalztriefender, ideologisch geradliniger US-Kriegsabenteuerstreifen. Und damit natürlich KEIN Antikriegsfilm.
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A-Wax 2011/09/06 18:40:28
Antwort löschenPflegen wir da ein wenig Antiamerikanismus?? Ich halte meine Meinung weder für überlegen und schon gar nicht religiös überlegen. Mit Religion hab ich nichts am Hut.
Nun zu deiner Sachebene: Das auch hier, wie in den meisten amerikanischen Filmen ein relativ großer Patriotismus geschürt wird, das zweifele ich auch nicht komplett an und das hätte sich Steven Spielberg auch sparen können. Allerdings ist da eben die schon oft erwähnte Anfangssequenz und diese macht doch eben genau deutlich wie schrecklich und unmenschlich Krieg in Wahrheit ist. Außerdem, bei aller Abscheu die ich für den Krieg übrig habe, ich denke gerade wir Deutschen können froh sein, dass der Zweite Weltkrieg so ausgegangen ist....
Was ich tatsächlich als Frevel und auch als Frechheit ansehe ist das man Steven Spielberg (der übrigends Jude ist) hier "vorwirft" er hätte einen Pro-Kriegsfilm gedreht. Das wird einem Mann der u.a. Schindlers Liste gedreht hat einfach nicht gerecht.
Ich gehe soweit mit das man sich den ein oder anderen Patriotismus sparen hätte können, aber eine solche Verunglimpfung muss einfach nicht sein!
kawummbaby 2011/09/06 22:32:54
Antwort löschenNein, so antiamerikanisch bin ich gar nicht. Ich sehe schon, dass andere Länder in der gleichen Position einen Haufen Mist extra machen würden. Mir geht nur immer das Moralgelaber der Amis auf den Keks. Sollen sie doch morden, aber bitte nicht immer mit irgendwelchen peinlichen moralischen Begründungen, sondern einfach, um die Macht zu erhalten. Das wäre doch erträglicher.
Zum Film: klar, wäre es schlecht, wenn die Nazis jetzt herrschen würden. Trotzdem waren es unsere, oft zwangseingezogenen, Vorfahren, die da gegen überlegene Gegner ihren Mann standen.
Und Spielberg liebt den Krieg und das Töten. Schau Indiana Jones und alles wird klar. Er liebt es, wenn Deutsche sterben. Wenn sie in Flugzeugrotoren geschreddert werden, verbrennen, verkohlen, erschossen werden usw... Und er findet es lustig und häufig muss man dabei lachen, wenn Menschen in seinen Filmen sterben.
Er ist Jude? Na, und? Und selbst wenn er Eskimo wäre und nachweislich niemals ein Krieg von seinem Volk ausging, was macht das für einen Unterschied. Und lies mal das alte Testament. Und lies mal, wie es kam, dass selbst die Römer die Geduld verloren und die aus ihrem Land schmissen. Ja, genau, wegen jüdischem Pazifismus.
Und Schindlers Liste ist ein mittelmäßiger Film, vor allem im Vergleich mit "Das Leben ist schön" oder "Zug des Lebens".
Kommentare (131) — Film: Der Soldat James Ryan
Kommentar schreibenmadmax1500 2012/01/09 20:40:01
Kommentar löschenIch sage ein gelungenes Meisterwerk.Absoluter TOP-FILM
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shadowhunting 2012/01/03 17:58:59
Kommentar löschen''Saving Private Ryan'' wird angepriesen als angeblich epochaler und realistischer Antikriegsfilm, der sich aber stattdessen in 163 Minuten Laufzeit selbst diskreditiert. Steven Spielberg streut dem Zuschauer absichtlich Sand in die Augen, verdreht faktische Gegebenheiten und verschärft die unsinnigen Mythen bezüglich des pathetischen Vernichtungskrieg und heroisiert den aktiven militärischen Kriegseintritt der Vereinigten Staaten auf unerträgliche Weise. Wirkt die Inszenierung des D-Day's noch einigermaßen authentisch und wirklichkeitsgetreu, werden die historischen Schauplätze effektiv durch eine völlig weltfremde Kriegsgeschichte aus dem Blickfeld entfernt und Spielberg scheint von dort an eine eigene phantastische Welt der Normandie-Operationen zu entwerfen. Diese völlig unkritisch arrangierte Propagandavorstellung schafft es ein virtuoses Bild der Täuschung zu präsentieren: Kriegerischer Mut wird mit dem Scharfschützennest in Verbindung gebracht und gewaltige Übermächte finden sich plötzlich im Asymmetrischen Krieg wieder.
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egozen 2011/12/19 20:01:11
Kommentar löschenKann ich nur entfehlen und mir immer wieder angucken ;)
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HxC_Moe 2011/12/18 09:57:54
Kommentar löschenGuter, sympathischer Kriegsfilm mit coolen Helden und noch mehr coolen Sprüchen, ist aber ingesamt etwas zu Patriotisch. Schade drum, wäre der Film etwas neutraler eingestellt gewesen, hätte es noch besser sein können.
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gnipmac14 2011/12/09 19:45:15
Kommentar löschenKritiken zur Technik möchte ich jetzt nicht Thematisieren, jedoch wer auch immer diesen Film für unauthentisch hält, sollte nicht vergessen, dass er auf wahren Begebenheiten beruht. Man kann natürlich davon halten, was man will, aber unautenzität und eine schlecht ausgedachte Geschickte würde ich nicht mit in die Wertung fließen lassen.
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fluffy_dunlop 2012/02/12 04:27:54
Antwort löschen"Inspiriert von wahren Begebenheiten": soll heißen, es gab einen Fall, in dem von 4 Brüdern drei getötet wurden, und den vierten haben sie dann nach Haus geschickt. "When the Army heard of the tragic story, they determined that the Nilands would not suffer the death of their last child. Fr. Francis Sampson, the chaplain of the 501st Regiment, found Fritz and began the paperwork necessary for his return home." Wenn man General Patton den Vorschlag gemacht hätte, sieben Männer abzustellen, um einen zu finden, der wäre ausgerastet...
Toblerone 2011/11/14 18:06:10
Kommentar löschenWer sich in diesem Jahr von einem Kriegsfilm ehrlich und hintergründig berühren lassen wollte, hatte mit "The Thin Red Line" die Chance dazu. Hier präsentiert uns Spielberg, der ansonsten ein Top-Regisseur ist, nur weichgespülte Propaganda. Dass die Oscar-Jury so was vor dem so offensichtlich überlegenen Malick-Streifen, verdankt, dass man diese Academy nicht mehr für voll nehmen kann!
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ash-williams 2011/11/01 18:57:47
Kommentar löschenZwar wollte Spielberg einen Antikriegsfilm inszenieren, das Endprodukt erinnert jedoch kaum an das Intendierte. Der Film ist ein detaillierter Kriegsfilm, der Krieg weder wirklich verdammt noch glorifiziert. Vorallem die ersten 20 Minuten, die die Landung in der Normandie zeigt sind bombastisch und schonungslos inszeniert. Auch die anderen ausladenden Schlachtszenen sind realistisch inszeniert. Zwischen diesen Schlachte verliert sich der Film mal in interessante mal in weniger interessante Szenen mit recht belanglosen Dialogen. Der hochkarätige Cast ist gut aufgelegt und spielt überzeugend. Insgesamt ist Der Soldat James Ryan ein überzeugender und sehenswerter Kriegsfilm ohne Message, aber mit viel Bums.
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FallenDevil 2011/10/17 22:18:58
Kommentar löschenFür mich patriotischer Schmarn. Dennoch kann ich diesem Film keine schlechtere Wertung geben, da Spielberg es mal wieder schafft sein Werk, welches diesmal eine schwache Story hat, in gewaltigen Bildern zu verpacken. Tom Hanks u. Matt Damon sind auch hier nach wie vor gute Schauspieler und auch der Score vom großartigen John Williams trägt zu einem an sich guten Film bei..
Aber wieso muss ausgerechnet der freigelassene Deutsche auf den Cpt. schießen..au mann..
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Scheucher 2011/08/22 21:56:59
Kommentar löschenEin starker Film von Spielberg. Starke Schauspieler und mitreißende Szenen.
Das Größte am Film ist für mich aber die Filmmusik von John Williams! Grandios und immer zur Szene passend!
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Jan_Z 2011/08/02 12:06:26
Kommentar löschenSehr sehr guter Film...einer meiner Lieblingsfilme...wer vom Thema 2.Weltkrieg nicht genug hat unbedingt anschaun..sehr authentischer und realistischer Film...Gute Schauspieler( Tom Hanks, Matt Damon, etc.)...also meine Empfehlung :D
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el benko 2011/09/14 03:28:00
Antwort löschenwieso benimmt sich dann der eine deutsche wie nen kanacke?
trollolol
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PaDiB3 2011/12/07 03:04:38
Antwort löschenWer in diesem Film Authentizität sucht wird es vergeblich tun.
gnipmac14 2011/12/09 19:42:05
Antwort löschenweil die nazis sich aufgeführt haben, wie kanacken, dagegen kann man ja wohl nix einwerfen
White_Tip 2011/07/27 20:45:29
Kommentar löscheneiner der wenigen kriegsfilme bei dem ich sagen kann, dass er das grauen zumindest glaubhaft vermittelt.. mehr aber auch nicht. die ersten 20 minuten reichen vollkommen.. alles was danach kommt ist reine zeitverschwendung.
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TheTurk 2011/07/27 23:52:35
Antwort löschenZeitverschwendung ? Könntest du es ein bissle genauer erklären? :)
White_Tip 2011/07/28 03:23:08
Antwort löschengerne :) ich finde die story einfach so übertrieben lächerlich und sinnfrei.. ein ganzes squad, das einen einzigen soldaten retten soll?! so etwas mag in actionfilmen in fiktiven szenarien funktionieren. für einen kriegsfilm wünsche ich mir dann aber doch eine glaubwürdige story. und auch sonst is der teil nach den ersten 20 minuten so von pathos vollgestopft, dass ich es im kopf nicht aushalte..
wenn man aber einfach nur action sucht, die auf einem krieg aufbaut, kann man sich den film ruhig zu ende ansehen^^ nur für mich ist das absolut nichts.. kriegsfilme sollten zumindest im bereich des glaubwürdigen bleiben. und das macht privat ryan sicherlich nicht^^
lieber band of brothers schauen...
n0x 2011/07/13 20:47:14
Kommentar löschenUnsere Helden! U-S-A! U-S-A!
Böse, dumme, hinterlistige deutsche Soldaten. Nichtmal die vertrottelte Waffen-SS kann in Kompaniestärke unsere Captain Americas besiegen. So war es, so soll es sein!
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dAJaro 2011/07/13 21:57:12
Antwort löschenOh ja! Vor allem, weil der Film dies auch noch zu kaschieren versucht.
n0x 2011/07/13 22:01:43
Antwort löschenDer Film? Ist halt hochglanz Hollywood mit ner völlig überzogenen, unrealistischen Handlung und viel Stars and Stripes. 3 Punkte für die Landung, denn die ist bombastisch und beeindruckend. Ganz starke 15 Minuten. DAS war Krieg in realer und beängstigender Darstellung. Keine Helden, nur arme Schweine.
Isolation 2011/07/10 22:24:24
Kommentar löschen„Der Soldat James Ryan“ hat ein ganz großes Problem. Das Intro ist einfach zu gut. Und es ist ganz klar, dass der Film dieses Niveau nicht halten kann. Statt die Intensität fotzuführen und vom Wahnsinn des Krieges ein schonungsloses und kaltes Bild zu zeichnen, dem Zuschauer das sinnlose Abschlachten deutlich vor Augen zu führen und weiter in die Kamera zu halten, verliert sich Spielberg in einer manchmal recht sonderbaren Handlung und packt gegen Ende, ja auch zwischendurch, den Pathoshammer aus.
Mir bleibt weiterhin ein Rätsel, warum der deutlich gehaltvollere Streifen „The Thin Red Line“, der im selben Jahr erschien, nicht einen einzigen Oscar bekam. Nun gut.
„Saving Private Ryan“ ist ein guter Kriegsfilm. Er hat seine bewegenden und brutalen Anfangsminuten und mit denen ist er schließlich auch bekannt geworden. Aber danach?! Das große Meisterwerk?! Ich habe es bis heute nicht entdecken können.
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Oceanic6 2011/07/24 15:21:49
Antwort löschenAh, da hätten wir ihn ja, absolut meine Meinung! ;)
TheDrPepperPower 2012/02/02 04:55:03
Antwort löschen"The Red Thin Line" hat meiner Meinung nach ebenfalls einen Haufen Schwächen, aber dein Review trifft ansonsten perfekt zu.
Lukin1971 2011/06/29 11:07:52
Kommentar löschenIch weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich mit dem Film umgehen soll. Fange ich also mal mit den positiven Aspekten an:
-ein top spielender Tom Hanks in der Hauptrolle
-eine Verfilmung der Landung beim D-Day die ihres gleichen sucht
-der Film gab Kriegsfilmen eine neue Richtung bezüglich Realität und Grausamkeit was Schlachtszenen betrifft
Auf der negativen Seite stehen für mich das unrealistische Szenario das sich um die Rettung eines einzelnen Soldaten durch ein Squad dreht. Ein Vorgang, der vom Inhalt her unrealistischer gar nicht sein könnte. Hinzu kommt in meinen Augen eine halbe Prise zu starker Patriotismus, was aber das geringste Problem des Filmes darstellt.
Wäre der Film rein eine Story ein paar Männer bei der Landung am D-Day bis zu einem gewissen Punkt, wäre der Film wesentlich höher zu bewerten als mit einer solch (sorry) hanebüchenen Story um die Rettung eines einzelnen Soldaten, auf der der Film aufbaut.
Der Film hatte von Dramaturgie, Schauspielern und Special Effects eine deutlich bessere Story verdient gehabt.
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nikl 1987 2011/06/27 01:19:22
Kommentar löschenEin sehr guter Kriegsfilm, den man wohl zu den neueren zählen kann. Die berüchtigte Landung am Omaha Beach ist sehr gut realisiert worden und auch sehr intensiv. Definitiv eine Sequenz, die mir zumindest immer im Gedächtnis bleiben wird. Auch der Rest des Filmes ist stimmig, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Vin Diesel) werden die Soldaten, die der Zuschauer auf ihren Weg begleitet, gut eingeführt. Auch die finale Schlacht ist packend umgesetzt worden. Definitiv ein Kriegsfilm, der es wert ist, gesehen zu werden.
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J0J0 2011/06/12 02:48:56
Kommentar löschenEin Drittel Antikriegsfilm, zwei Drittel Würdigung der amerikanischen Soldaten. Vielen schmeckt das so nicht, aber ich halte es für genial. So wird weder Krieg glorifiziert, noch verfällt man einem nihilistisch-stupiden Pazifismus, der angesichts der nazideutschen Aggression nicht angebracht wäre. Ansonsten sehr beeindruckend inszeniert und gespielt.
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alex023 2011/06/11 23:14:40
Kommentar löschen"Reiben: "Auch wenn man die Mission für FUBAR hält, Sir?"
Miller: "Besonders wenn man die Misson für FUBAR hält!" "
Wow. SAVING PRIVATE RYAN ist ein wahnsinnig gut gemachter Film, den ich nicht so gut erwartet hatte. Tom Hanks spielt Captain John H. Miller und macht das so großartig, dass er zurecht für einen Oscar nominiert war. Außerdem sehen wir beispielsweise Tom Sizemore als Sergeant Mike Horvarth und Matt Damon als Private James Francis Ryan.
Am Anfang sieht man einen alten Kriegsveteran, wie er mit seiner Familie einen Friedhof besucht, auf dem die im 2.Weltkrieg Gefallenen begraben sind.
Zur Schlachtsequenz am Anfang muss man eigentlich nicht mehr viel sagen, da ist alles gesagt - grandios inszeniert. Der Angriff in der Normandie, Omaha Beach, der D-Day. Stilbildend für nachfolgende Kriegsdarstellungen.
(Der Kommentar könnte SPOILER enthalten.)
Die Grundgeschichte ist schnell erklärt: Es geht um den zweiten Weltkrieg, speziell um die Invasion der Allierten in der Normandie. Als während dieser Invasion 2 von 4 Brüdern der Familie Ryan ihr Leben verlieren, und der dritte schon vorher in Neuguinea gestorben war, soll der vierte im Bunde, Private James Francis Ryan, nach Hause geholt werden, um seiner Mutter in ihrer Trauer beistehen zu können. Doch leider ist er spurlos verschwunden, nachdem er mit seiner Fallschirmspringerbrigade abgesprungen war.
So wird ein Trupp um Captain Miller zusammengestellt, die ihn suchen und nach Hause schicken soll. Während der Suche sterben jedoch einige Männer des Trupps bei Feuergefechten mit den deutschen Nazi-Soldaten. So stellen die Männer immer mehr den Sinn dieser Mission infrage und beginnen schon fast, James Ryan zu hassen, weil wegen ihm ihre Kumpanen draufgegangen sind.
Doch Cpt. John H. Miller beantwortet die Frage nach dem Sinn: Eigentlich seien sie alle stinknormale Leute, die sich jedoch selbst entfremdet haben durch diesen scheinbar endlosen Krieg. Jeder Abschuss eines feindlichen Soldaten bringe sie immer weiter weg von zu Hause. Deswegen könnte sie nur wirklich in die Heimat zurückkehren, wenn sie Private Ryan retten (siehe hierzu Titel - "Saving Private Ryan"). Das ist ihre persönliche Mission, um wieder zu sich selbst zu kommen. Dabei rückt das eigentliche Kriegsziel in den Hintergrund.
James Ryan selbst plagt sich mit Schuldgefühlen herum, da so viele Soldaten nur seinetwegen gestorben sind. Er will seine letzten verbliebenen "Brüder" (die Kumpanen in der Army) jedoch nicht verlassen und bleibt demnach dort. Bei der abschließenden Schlacht an einer strategisch wichtigen Brücke gewinnen die Amerikaner erst durch die Luftunterstützung, die aber sehr spät erst eintrifft. So sterben sehr viele der wenigen Soldaten, die zusammen mit Ryan die Brücke gehalten hatten. Vorher hatte sich außerdem Millers Trupp angeschlossen, von dem auch nur wenige überleben. Miller selbst wird erschossen, hat aber seinen Frieden gefunden, weil er James Ryan gerettet hat.
Am Ende sieht man wieder den alten Kriegsveteran, welcher der gealterte James Ryan selbst ist, und er spricht vor dem Grab von John Miller stehend. Er hat immer noch nicht Frieden mit sich selbst geschlossen und fragt sich, ob sein Leben gut genug gewesen ist. Den Frieden findet er aber scheinbar, als seine Frau ihm genau dies versichert.
Insgesamt eine, wie ich finde, extrem gute Darstellung einer solchen Geschichte, die sich nicht in das typische "Gut vs. Böse" vertieft, sondern viel mehr zwischen "Sinn" und "Wahnsinn" unterscheiden will. Und außerdem wird auch der Sinn eines solchen Krieges im Hinblick auf die Soldaten hinterfragt. Besonders positiv fand ich außerdem noch die Kameraführung, vor allem in der Anfangssequenz, weil man alles so gezeigt bekommt, wie es ein Soldat wohl erlebt haben könnte. Die grausame Darstellung des Krieges verleiht dem Film auch einen sehr passenden Realitätsgrad.
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hoffman587 2011/06/11 23:20:11
Antwort löschenVielleicht solltest du noch vor Spoilern warnen, da du so gut wie ganze Handlung erzählst;)
alex023 2011/06/11 23:23:45
Antwort löschenHab ich, danke. Wollte halt jetzt mal mehr auf den Inhalt eingehen ;)
hoffman587 2011/06/11 23:25:09
Antwort löschenDann ist gut, auch wenn es für mich einige bessere Anti bzw. Kriegsfilme gibt...
alex023 2011/06/11 23:26:05
Antwort löschenJedem seine Meinung =)
hoffman587 2011/06/11 23:27:22
Antwort löschenAndere Beispiele im Vietnam, die du sehen MUSST: Platoon und Apocalypse now Redux:)
hoffman587 2011/06/11 23:38:12
Antwort löschen@Alfred: Muss man sehen, es gibt sicherlich noch einige, das große Problem der Redux Fassung ist numal ihre unheimliche Länge.
hoffman587 2011/06/11 23:50:54
Antwort löschenDiev Angabe bezieht sich auf die Redux-Fassung:)
hoffman587 2011/06/11 23:56:46
Antwort löschenDa bist du aber agressiv:)
hoffman587 2011/06/12 00:03:20
Antwort löschenWirklich, na dann bin ich ja froh dass du wenigstens ein wenig aufräumen konntest:)
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alex023 2011/06/12 10:42:05
Antwort löschenVerstehst du, wie ich das meine? Ich habe versucht, das zu formulieren.
alex023 2011/06/12 11:08:02
Antwort löschenOk gut ;)
xXxWantedxXx 2011/06/05 13:55:39
Kommentar löschenDie Anfangssequenz gehört wohl zu den eindringlichsten Kriegsfilmszenen überhaupt. Hier stellt Spielberg sein ganzes Können als Regisseur unter Beweiß und demonstriert auf eindrucksvolle Weise das Grauen des Kriegs. Dass Spielberg diese Linie nicht halten kann, ist dafür um so enttäuschender. Die Schlachten verkommen zum Selbstzweck, zur reinen Unterhaltung und entbehren so jeglicher Aussage. Viel schlimmer ist jedoch die Geschichte, die hinter den Auseinandersetzungen steht. Vollgestopft mit Heroismus und Patriotismus wird man sich als Zuschauer schnell der Position des Films bewusst. Keine nüchterne, stellungslose Mitteilung, sondern gezielte und durchdachte Manipulation scheint das Ziel von 'Saving Private Ryan' zu sein. Aus sinnlosen Schlachten werden edle Heldentaten, aus unbehelligten Soldaten werden aufopfernde Kampfmaschinen. Da wundert dann auch die Schlusseinstellung der wehenden Amerikaflagge nicht mehr.
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Isolation 2011/06/05 15:13:45
Antwort löschenGanz Deiner Meinung...
xXxWantedxXx 2011/06/07 18:50:51
Antwort löschenFreut mich ;)
4rM 2011/06/05 02:29:02
Kommentar löschenAbsoluter Lieblings Kriegsfilm.
Gute Kampfszenen, gute Schauspieler und gute Story. Mein Gott einfach ein muss für Leute, die Kriegsfilme mögen. Klingt evtl. primitiv, aber das ist Krieg und ja für die meisten Männer ist Krieg (in Filmen) schon irgendwie toll.
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stuforcedyou 2011/05/11 10:50:10
Kommentar löschenSpielbergs Kriegsfilm ist in den ersten 75 Minuten ein Abgesang auf Krieg, Tod und Hass. Doch statt dies beizubehalten wird aus "Ryan" gegen Ende immer mehr ein blutrünstiges Filmmonstrum, das mit Pathos, Patriotismus und Kitsch sein Ziel, ein Anti- Kriegsfilm zu werden, um Längen verfehlt. Ein ambivalenter Film, ein Bastard, der Anfangs zeigt wie unsinnig Krieg ist, nur um später dennoch krampfhaft zu versuchen einen '(patriotischen) Sinn im Gemetzel zu finden.
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Oceanic6 2011/05/11 11:45:56
Antwort löschenSo siehts aus, wobei ich ihn nicht ganz so schlecht fand.
Tytus 2011/05/11 15:52:39
Antwort löschenwas fandst denn nach der Landung gut, die logische Handlung, die charaktere,...?
ihre-herrlichkeit 2011/05/11 16:58:52
Antwort löschenHaha! Wir sind so dermaßen unterschiedlicher Meinung, das ist unglaublich. Ich empfehle dir, meine Lieblingsfilme durchzugehen und sie mit "kein Interesse" für dich zu markieren, denn sie scheinen dir alle nicht zu gefallen. So spart man Zeit.
stuforcedyou 2011/05/11 18:44:15
Antwort löschennö, das ist mir zu aufwendig
ihre-herrlichkeit 2011/05/11 19:37:43
Antwort löschenWeniger aufwendig, als sich alle anzuschauen und negative Kritiken darüber zu verfassen.
ihre-herrlichkeit 2011/05/11 19:39:24
Antwort löschenOh, ich seh grad, wir haben ja 75% Nähe. Basierend auf 859 Filmen. Hm...dann muss ich es wohl zurück nehmen. Ist mir nur in letzter Zeit bei deinen Kritiken stark aufgefallen.
stuforcedyou 2011/05/11 20:15:01
Antwort löschenNa siehste. Keine Angst die durchforste keine Filmlisten und denk mir dann "hmm, zu dem Film schreib ich was gemeines, weil er/sie ihn gut fand"
Discostu 2011/05/11 20:27:39
Antwort löschenMuss den Film unbedingt mal wieder sehen, steht hier auch im Regal. Der Patriotismus ist mir damals (mit 16 oder so) auf jeden Fall auch etwas sauer aufgestoßen, fand ihn aber ansonsten beeindruckend. Bin gespannt wie er heute auf mich wirkt.
Brennegan 2011/05/11 20:49:28
Antwort löschenIch persönlich mag die Schlacht am Ende total. Die ist um so vieles besser als die Landung!
ihre-herrlichkeit 2011/05/11 21:48:43
Antwort löschenDarfst du ruhig. Ich streite mich gern.
Brennegan 2011/05/11 22:11:08
Antwort löschenIch kenn das Wort Streit nicht, ich hab sowieso immer Recht ;) Der stu stimmt mir bestimmt zu :)
ihre-herrlichkeit 2011/05/11 22:25:21
Antwort löschenDas war auch eher auf Stu bezogen. Außerdem kannst du gar nicht immer recht haben, weil ich schon immer recht habe. Es sei denn, du bist in allen Hinsichten mit mir einer Meinung. Dann würdest du auch immer recht haben. :D
stuforcedyou 2011/05/11 23:49:54
Antwort löschenJetzt hört auf! Es ist doch ganz simple: Ich habe Recht und wer meiner Meinung ist, den nehme ich gerne in meinem Windschatten mit ;P
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ihre-herrlichkeit 2011/05/12 11:09:08
Antwort löschenHaha, Träumer.
der cineast 2011/08/05 01:04:20
Antwort löschen@ihre_herrlichkeit: LOL
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Deine Meinung zum Film Der Soldat James Ryan