Der Sturz - Honeckers Ende

Der Sturz - Honeckers Ende (2012), Laufzeit 90 Minuten, Dokumentarfilm

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von Eric Fiedler,

18 Jahre lang regierte Erich Honecker die DDR. Sein Sturz 1989 läutete den Untergang des Staates ein, der sich 40 Jahre als “das bessere Deutschland” bezeichnete. In seiner packenden Dokumentation untersucht Eric Friedler Honeckers letzte Tage in Deutschland und kommt bei der Analyse dieser Ereignisse zu überraschenden Erkenntnissen.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (4) — Film: Der Sturz - Honeckers Ende


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Rollstuhlfrucht

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Bewertung9.0Herausragend

Großartig! Diese Geschichtsverklärtheit ist maßlos und unfassbar. Ein Stück Faszination vermittelt die Überzeugtheit Frau Honeckers, mit der Sie ihren Mann und dass zugehörige DDR Regime verteidigt und anpreist. Die Motivation Ihrer Antworten wäre interessant. Meiner Meinung nach ist dieses Schauspiel Margots nur ein Anlass Ihre Frustration zu äußern. Alles wofür Sie gelebt hat ist, in Ihren Augen, zerstört. Sie rächt sich in meinen Augen für ihr Schicksal nach dem Sturz der DDR. Ihrem Mann wird keine Geschichtliche Ehre und Würdigung zuteil. Wie Schmidt bereits sagt, wird man Honecker in ein paar Jahrzehnten vergessen haben. Selbst im aktuellen Schulalltag ist neben Honecker kaum noch ein Staatsmann der DDR bekannt. So wenig wird heute, selbst in Ostdeutschland mit der DDR Geschichte verfahren. Das ist zwar wahr, aber ebenso bedauerlich. Es gibt keinen Anlass Honecker wegen seiner Taten zu Ehren, aber als Negativbeispiel der Deutschen Nachkriegsgeschichte ist er durchaus repräsentativ und erhält dadurch den Anspruch auf Nachhaltigkeit.

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Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe gedacht: wenn diese Frau den gleichen Apparat wie Hitler hinter sich gehabt hätte, hätte Deutschland den 2. Genozid erlebt.
Unfassbar, was für menschenverachtende Sätze dieses Monster in die Kamera spuckt.
Erinnerte mich schwer an die verbohrte, auch nicht über ihren Tellerrand hinausschauen könnende Winifred Wagner in Syberbergs grandioser Doku.

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Andy Dufresne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So geht hinter- und tiefgründige Politdoku!
Das hier Gestern Abend 4,2 Mio. Zuschauer einschalteten gibt mir ein gutes Gefühl.

Das erste mal das Margot Honecker nach 20 Jahren mit einem Journalisten redet.
Alle Fragen sind erlaubt und wirklich jede Antwort wird genutzt um sich als Opfer und Wohltäterin zu präsentieren.

Zum Teil banal :Margot Honecker bezieht in Chile eine Pension aus Deutschland, deren Höhe von 1500 Euro sie „unverschämt" findet.

Zum Teil unerträglich zynisch und selbstgerecht :
"Zwangsadoption?So etwas gab es nicht!Ob mir etwas leid tut (sie hatte das zu verantworten als Ministerin)?Mir taten nur die Kinder leid die von ihren Eltern verlassen wurden (Eltern die in den Knast gesteckt wurden wegen versuchter Flucht oder antisozialistischem Verhalten) ,aber wir,der Staat hat sich ihrer angenommen"

Und zum Teil mit nicht auszuhaltender Borniertheit und Eiseskälte (auf die Frage nach den Mauertoten):
„Es gibt keinen Schießbefehl, sondern nur Waffengebrauchsbestimmungen.“ Und wenn Menschen beim Versuch, der DDR in Richtung Freiheit zu entkommen, auf Grundlage dieser Waffengebrauchsbestimmungen getötet wurden? Dann war das eine „Dummheit“, die diese jungen Leute selbst begangen hatten. „Der junge Mensch brauchte ja nicht über die Mauer zu klettern!“

Darauf reagieren politische Zeitzeugen höchsten Kalibers (Helmut Schmidt, Wolfgang Schäuble, Manfred Stolpe,Lothar De Maizere, Hans Modrow und einige mehr) und Opfer des Unrechtssystems, Eltern zwangsadoptiereter, misshandelte (damals)Jugendliche und einige mehr.

Es ist aber keine tendenzielle Komplettabrechnung mit dem System Honecker, es wird
( vor allem) auch sein tiefer und bitterer Sturz ins nichts, in die Obdachlosigkeit, die Mittellosigkeit gezeigt.
Jedoch immer auch klug kommentiert.
Helmut Schmidt :
„Mitleid mit Menschen, die eine Diktatur inszeniert und aufrechterhalten haben, muss man nicht übertreiben.“

Der Film handelt vom persönlichen Niedergang Honeckers und paralell vom Niedergang der DDR.
Ein grandios geschnittener Film mit einigen erhellenden Neuigkeiten und Einzelheiten über Personen und (verschiedene ) Wahrheiten und Standpunkte rund um den Fall der Mauer, über das Davor und das Danach.

Auf Margot Honeckers Einlassung, ihrem Mann gebühre höchste Ehre, er müsste schon längst rehabilitiert sein und als großer Staatsmann werde er in die Geschichte eingehen und überhaupt werde eines Tages, vor allem in Deutschland, der Weg zurück zum Sozialismus DDRscher Prägung führen, antwortet wiederum Helmut Schmidt mit einem (wie immer messerscharfen) Einwurf welcher dann auch der letzte dieses wirklich gelungenen,klugen Filmes ist:

„Im Jahr 2030 werden nicht einmal mehr die Kinder in der Schule lernen, wer Erich Honecker war."

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SpiceWeasel

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Wäre sehr dafür das mal einer darunter fliegt und der vertrockneten Anden-Mumie ein paar SED-Anstecknadeln unter die Fingernägel treibt! ...


Andy Dufresne

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Das Schlimme ist : Es würde ihr "gefallen", sie könnte sich dann auch noch als Märtyrerin aufspielen...


Nordlicht79

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich frage mich, ob Frau Honecker diesen Müll, der aus ihrem Mund kommt, logischerweise nur sagt, um einer eventuellen Strafverfolgung zu entgehen oder ob da wirklich soviel "Pudding" im Kopf steckt, daß sie das wirklich so meint? Ein normaler Mensch kann so was doch eigentlich nicht ernsthaft glauben!!! --- Im Endeffekt zeigt diese Dokumentation somit ein Stück Zeitgeschichte, und insbesondere wird, auch durch Kommentare anderer Zeitzeugen, gezeigt, wie realitätsfremd das DDR-Regime war.

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