Der Tod kommt zweimal

Body Double (1984), US Laufzeit 109 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama, Kinostart 25.01.1985

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6.7
Kritiker
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6.8
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von Brian de Palma, mit Craig Wasson und Melanie Griffith

Jake ist in Hollywood Schauspieler. Und, wie die meisten, arbeitslos. Aber wie alle wartet er auf die große Chance. Um sich die Zeit zu vertreiben, beobachtet er hautnah durch ein Teleskop die lasziven Liebesspiele einer wunderschönen Frau im Haus gegenüber. Doch dann muß er mitansehen, wie sie auf brutalste Weise ermordet wird. Noch schockiert, macht es sich Jake zur Aufgabe, den Mord aufzuklären. Die Spuren führen ihn tiefer und tiefer in die skrupellosen Machenschaften der Pornofilmindustrie. Und die fackelt nicht lange. Aus dem Jäger wird der Gejagte.

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4.5Uninteressant

Ein zu Recht vergessener Langeweiler!
DePalma stolpert zum wiederholten Male über seinen kruden Mix aus Vorhersehbarkeit, Voyeurismus und Hitchcock-Referenzen, der den Zuschauer so garnicht zu fesseln vermag. Da stellt sich des öfteren die Frage, ob der zu Unrecht verkultete Regisseur seine Malen-nach-Zahlen-Drehbücher überhaupt aus dem Anreiz heraus verfasst, dem Auditorium etwas Neues zu bieten, oder ob er einzig und allein einen Aufhänger für die Eigen-Plagiate zu Ehren seines großen Vorbildes und sein seltsames Frauenbildes benötigt - abgefilmte Egotherapie ohne Unterhaltungsanspruch sozusagen. Diese Kritikpunkte sind alt, und treffen zu großen Teilen auch auf DePalmas bessere Werke wie "Obsession" zu - einzig die Penetranz und Vorschlaghammer-Methode dieser Punkte innerhalb von "Body Double" ist ein Novum: Da darf Wasson mit Schwindelkamera im Gepäck wie einst James Stewart durch enge Gänge wanken oder heimlich durch Ferngläser glotzen, und nachdem es ellenlange Autofahrten durch die halbe Stadt gab, wird mit dem Telefonkabel gewürgt - alles so abgefilmt, dass auch der letzte Eremit kapiert, wen man da gerade adaptiert.
Und sobald sich gerade mal nichts passendes retromäßiges in die Szenerie integrieren lässt, gibts den Blick durch den Tabledance-Münzautomaten, um auch die Zielgruppe zufriedenzustellen, deren Gehirn sich eher in der südlichen Hemisphäre befindet.
Da kommt keine Spannung auf, da gibt es keine Überraschungen, da gibt es absolut Nichts, was einer Erwähnung wert wäre.
Einzig DePalmas Talent für nett anzusehende Bilder rettet noch das eine oder andere Pünktchen, aber Alles in Allem ist "Body Double" in seiner Hitchcock-goes-porn-Attitüde ein cineastisches Ärgernis ohne Daseinsberechtigung.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Mr Vincent Vega

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Abgesehen von JAWS: ja. :)


Andy78

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Schön, das wenigstens "Ihr" euch einig seid! Richtig liegt ihr trotzdem nicht! ;)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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5.0Geht so

Ein erfolgloser Schauspieler gerät als Zeuge eines Mordes in die Rolle seines Lebens und überwindet gleichermaßen Liebes- und Lebenskrise. Als Hollywoodthriller im doppelten Sinne mit Anleihen beim Exploitation- und Schmuddelkino inszeniert, erweist sich "Body Double" als einer der veritableren Filme von Brian De Palma. Im offenkundigen Sleaze-Kontext fühlen sich nicht nur die profanen Hitchcock-Bezüge des Regisseurs gut aufgehoben, sondern auch dessen Strapsen-, Titten- und Stripfetische, die er hier als selbstreflexiv deutbare und in sanften Anflügen von Einfallsreichtum auch Erzähltechniken spiegelnde Komödie über das Filmbusiness verhandelt. Dem Film fehlen jedoch inszenatorische Raffinesse und intellektueller Wille, um das Potenzial des Dopplungskonzepts deutlicher ausschöpfen zu können. Und Craig Wasson ist eine lebende Schlaftablette.

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Kommentare (9) — Film: Der Tod kommt zweimal


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diceman

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Daß Brian De Palma gern Hitchcock-Motive recycelt ist ein offenes Geheimnis; in BODY DOUBLE guckt ein gescheiterter B-Movie-Akteur durch DAS FENSTER ZUM HOF ins Nachbarhaus, wo die Femme Fatale sich lasziv auf dem Bett räkelt, initiiert so die Metamorphose vom Voyeur, über den ordinären Höschenschnüffler, zum Zeugen eines (überraschend exploitativ inszenierten) Mordes. Und statt der Höhenangst aus VERTIGO thematisiert De Palma Klaustrophobie, mit ähnlich schwindligen Perspektiven. Also nur ein phantasieloses Rip-Off?

Mitnichten! Sexy, smart und verspielt: BODY DOUBLE ist Hitchcock auf Bubble-Tea, Camp auf allerhöchstem Niveau, ein augenzwinkerndes, sowohl formal als auch inhaltlich doppelbödiges Spiel mit Obsessionen und fetischisierten Genre-Versatzstücken, das sich in einer Musical-Nummer mit dem Frankie goes to Hollywood-Hit "Relax" zum aberwitzigen Delirium hochschaukelt - dabei trotz hinreißend bekifft agierender Melanie Griffith, die als Porno-Göre unserem Anti-Helden frivole Banalitäten ins Ohr säuselt, stetig an der Spannungsschraube dreht. Hollywood ohne Zaun und Zügel; eine berauschende Erfahrung.

Ein bißchen würde ich mir das von unserem handwerklich versierten, arg verbissenem Perfektionisten Christopher Nolan wünschen: mehr Mut zum Exzess, ein "Ja" zum schlechten Geschmack, einfach mal die Sau rauslassen (buchstäblich) und gucken, wo sie hinläuft ...

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chmul_cr0n

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

O Brian De Palma, welch kühner Recke in deinem Herzen du doch bist.

Was Spannung (und vielleicht auch das Erzählen im Kino an sich) angeht, macht De Palma hier alles richtig, woran Finchers The Game gescheitert ist.

Verdammt geile Vertigo- und Rear-Window-Hommagen außerdem.

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guggenheim

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Bewertung6.5Ganz gut

Wie hübsch Melanie Griffith einst doch aussah, do legst di nieda. Sie sollte sich ernsthaft überlegen, mal die Halloweenmaske abzulegen, mit der sie seit Jahren rumläuft. Mit ihrem heutigen Erscheinungsbild hätte Brian De Palma sie als mordender "Indianer" besetzen können. Als junge sexy Blondine kommt sie hingegen schon sehr gut.
Ebenso gut, wenn auch nicht in überbordendem Maße, kommt der Film. Ein hübscher Thriller mit einem Hauch Erotik und der ein oder anderen Genreklassiker-Referenz. Brian De Palma hat zwar im Laufe seiner Karriere einige bessere Filme gedreht, aber auch "Body Double" kann sich sehen lassen.

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Die erste Hälfte war grandios, dann geht die Spannung leider ein wenig flöten, ein guter Film bleibt body double aber auf alle Fälle. Spannend, erotisch und verdammt unterhaltsam.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Mit Anleihen bei Hitchcocks Fenster zum Hof und Vertigo inszenierte de Palma einen spannenden Thriller, der jedoch nicht an seinen besten Film, Dressed to Kill, heranreicht.

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tom777

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Bewertung6.0Ganz gut

Nicht ganz so clever wie er gerne sein möchte kommt dieser für De Palma typische mit deutlichen und zahlreichen Hitchcock Referenzen gespickte Mystery Thriller bei weitem nicht an sein Vorbild Fenster zum Hof heran bietet aber trotz aller Vorhersehbarkeit und dem nicht allzu überzeugendem Hauptdarsteller Craig Wasson solide Genrekost.

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FordFairlane

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Filme über Klaustrophobie und wie man sie besiegt. Megaspannend!

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Der_muede_Joe

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Bewertung9.0Herausragend

Super spannend! Intelligente Abwandlung (oder wie man es nennen will) von Hitchcock's 'Vertigo'.

Und der Bohrer ist ja wohl einfach nur Kult!!!

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dAShEIKO

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

DePalma hat mehr als einmal bewiesen, dass er jeden Stoff in spannende Unterhaltung verwandeln kann. Und so macht auch dieser Thriller keine Ausnahme - spannung pur...bis zum Finale

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