Der Todesengel

La vittima designata (1971), Laufzeit 95 Minuten, Kriminalfilm, Thriller

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8.4
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von Maurizio Lucidi, mit Tomas Milian und Pierre Clementi

Ein grausamer Deal: Graf Matteo schlägt dem unglücklich verheirateten Stefano vor, für ihn seine Frau zu töten, damit der zukünftige Witwer ihr gut laufendes Unternehmen erben und anschließen für viel Geld verkaufen kann. Der Graf führt die Tat aus, doch schon bald steht Stefano selbst unter Mordverdacht. Als Gegenleistung soll er nun den Bruder des Grafen töten.

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Kommentare (2) — Film: Der Todesengel


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Vincent_Vega

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Bewertung9.0Herausragend

Wow! Da dachte ich, ich hätte bereits jeden nennenswerten Giallo gesehen. Und dann entpuppt sich ein vermeintlich eher belangloser, weil ziemlich unblutiger, mit wenig nackter Haut versehener Giallo (/Poliziotteschi) namens "La vittima designata" als Spannendster und Story-ausgereiftester seiner Sorte. Dazu die perfekte Musik und ein dunkler Sog voller bunter Farben, mit einem absolut brillanten Hauptdarsteller mit Namen Tomas Milian, der dem ein oder anderen mehr aus Italo-Western bekannt sein dürfte.
Ansonsten möchte ich auf den Kommentar unter mir von User eXonic hinweisen, der es treffender nicht hätte beschreiben können.
Was rede ich hier eigentlich so lange um den heißen Brei herum:
Als Giallo-Fan ist "La vittima designata" unbedingt anzusehen!

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eXonic

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:*


Vincent_Vega

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=)


eXonic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Aus den ewigen Tiefen unzähliger Gialli und Poliziescos steigt 1971 dieses nur schwer einem der beider Subgenres zuordenbares Kleinod empor und beweist einmal mehr eindrucksvoll, dass ein italienischer Thriller ohne Actionszenen, blutigen Morden und viel nackter Haut trotzdem spannend und mitreißend sein kann. Auf elegante und eindringliche Weise erzählt Maurizio Lucidi in „La Vittima designata“ seine Geschichte und verzichtet dabei auf die üblichen Unterhaltungselemente, um alle Zeit den Figuren zukommen zu lassen und ihre Entwicklungen authentisch zu veranschaulichen. Das Ergebnis davon ist ein minütlich intensiver werdender Psychokrieg zweier Männer, die anfangs noch ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, welches durch ein Ereignis jedoch zerschlagen wird und sie fortan so lange um ihr Recht kämpfen, bis Worte bedeutungslos sind, nur noch Taten zählen und nach der letzten, schockierenden Einstellung dieses Bombardement auf die Nerven des Zuschauers endlich ein Ende findet. Allerdings fängt „La Vittima designata“ nach dem Abspann erst so richtig an, seine großen Qualitäten zu entfalten. Allein das finale Bild ist hierfür verantwortlich, stellt alles Vorangegangene nochmal in Frage und lässt verschiedenste Interpretationen zu, wer dieser von Pierre Clémenti so herausragend gespielte Graf Matteo Tiepolo denn nun ist und weshalb er den von Tomas Milian ebenso überzeugend dargestellten Stefano Argenti als seinen Spielball benutzt. Einfach unheimlich, welch fiese Gedanken dieser Film in meinem Kopf erzeugen konnte.

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filmschauer

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Selbst beim Italowestern gibt es von meiner Seite aus noch so viel zu entdecken, das man meint, dem niemals nachzukommen. Aber nichts ist eben schöner als hier und da eine neue Genreperle für sich zu entdecken! :)


eXonic

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Wahre Worte! So war es auch beim Todesengel bei mir. :)