Der Vater meiner Kinder

Le père de mes enfants (2009), DE/FR
Laufzeit 110 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 20.05.2010

7.0 Kritiker
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Mia Hansen-Løve und Mia Hansen-Løve, mit Louis-Do de Lencquesaing und Chiara Caselli

Grégoire Canvel führt ein scheinbar vollkommenes Leben: Er hat eine Ehefrau, die ihn liebt, drei entzückende Kinder und einen erfüllenden Job. Als Filmproduzent ist er stets auf der Suche nach neuen aufregenden Filmprojekten. Seine Arbeit ist seine Passion. Er ist hyperaktiv, charismatisch, kommt nicht zur Ruhe und wird von allen bewundert. Nur kurze Momente des Familienglücks am Wochenende auf dem Land unterbrechen den intensiven Arbeitsfluss. Doch dann gerät seine prestigeträchtige Produktionsfirma unter Druck: Zu viele Produktionen, zu viel Risiko, zu viele Schulden. Die nackten Tatsachen ignoriert Grégoire hartnäckig. Immer weiter steckt er Geld in die laufenden Projekte, bis er eines Tages gezwungen ist, seinem Scheitern ins Gesicht zu blicken. Ihn befällt eine lähmende Müdigkeit, die nach und nach in Verzweiflung mündet. Grégoire Canvel hat seinen Zauber verloren…

HandlungGrégoire Canvel führt ein scheinbar vollkommenes Leben: Er hat eine Ehefrau, die ihn liebt, drei entzückende Kinder und einen erfüllenden Job. Als Filmproduzent ist er stets auf der Suche nach neuen aufregenden Filmprojekten. Seine Arbeit ist seine Passion. Er ist hyperaktiv, charismatisch, kommt nicht zur Ruhe und wird von allen bewundert. Nur kurze Momente des Familienglücks am Wochenende auf dem Land unterbrechen den intensiven Arbeitsfluss. Doch dann gerät seine prestigeträchtige Produktionsfirma unter Druck: Zu viele Produktionen, zu viel Risiko, zu viele Schulden. Die nackten Tatsachen ignoriert Grégoire hartnäckig. Immer weiter steckt er Geld in die laufenden Projekte, bis er eines Tages gezwungen ist, seinem Scheitern ins Gesicht zu blicken. Ihn befällt eine lähmende Müdigkeit, die nach und nach in Verzweiflung mündet. Grégoire Canvel hat seinen Zauber verloren.

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  • DVD
Erscheinungstag: 25.11.10
  • Le père de mes enfants
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Kritiken (5) — Film: Der Vater meiner Kinder

H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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6.5Ganz gut

"Der Vater meiner Kinder" erzählt von der Psychologie des Lebens. Ein Mann ist bemüht, seine beruflichen Ambitionen mit dem privaten Glück zu verbinden und erlebt dabei unaufhaltsam Schiffbruch, wird das Opfer seiner Ansprüche.

Der Film ist bisweilen zu detailfreudig, bleibt stehen, wo er bereits klar und deutlich ist; und am Ende verhaspelt er sich, hört viel zu spät und mehrmals auf. Dennoch mag ich ihn, tauche gerne in ihn ein. Motto: Viele (eigene) Gefühle und Gedanken finden reizvoll zueinander.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Regisseurin Mia Hansen-Løve, die zwischen 2003 und 2005 für die renommierte französische Fachzeitschrift „Cahiers du Cinéma“ Filmkritiken schrieb, ehe sie auf die „andere Seite“ wechselte, folgt in ihrem zweiten Spielfilm einer außergewöhnlichen Dramaturgie, indem sie die Hauptfigur nach 51 von 112 Filmminuten, also in der Mitte von „Der Vater meiner Kinder“ sterben lässt. Ein ziemliches dramaturgisches Wagnis. Denn die durch den Wegfall des Protagonisten entstandene Lücke will natürlich geschlossen werden. Das gelingt ihr bemerkenswert gut, da nun Grégoires Frau Sylvia sowie seine älteste Tochter Clémence in den Mittelpunkt rücken: Kümmert sich Sylvia um die im Zusammenhang mit den laufenden Filmprojekten erforderlichen Verhandlungen, so entdeckt Clémence ihre Liebe zum Kino und zu einem jungen Drehbuchautor, dessen Buch ihr Vater verfilmen wollte. Die nüchterne Darstellung umschifft jegliche Rührseligkeit, die in der Trauerverarbeitung hätte liegen können, ohne deshalb kaltherzig oder unsensibel zu wirken. Die leichtfüßige Inszenierung ermöglicht einen allem Verlust zum Trotz hoffnungsvollen Neubeginn, was durch Doris Days Song „Qué Será, Será“ unterstrichen wird.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.5Sehenswert

Hansen-Løve zeigt in ihrem Film nicht nur das Scheitern und den Suizid eines Mannes, sondern auch seine trauernde Familie im Ringen um einen Neuanfang. Ihr gelingt dies mit reduzierter Dramatik, subtiler Gestik und einem gekonnten, unerwarteten Perspektivenwechsel vom Protagonisten auf die Nebenfiguren der Familie. Nicht nur die Familiendramatik, auch das Thema Geldnöte - nicht zuletzt im Filmbereich - trifft den Nerv der Zeit, und die persönliche Tragödie des etwas schlampigen Geschäftsmannes rührt an.
Wenngleich dieser Grégoire keineswegs ein uneingeschränkter Sympathieträger ist. Bei all seiner Investitionsbereitschaft für die Kunst, ist er doch auch sehr selbstbezogen und ein großer Kindskopf: Ein so schwieriger Beruf vereinbart sich natürlich nicht gerade aufs Beste mit der Rolle des Ernährers einer Großfamilie!
Diese unterschiedlichen Facetten seiner Rolle arbeitet Louis-Do de Lencquesaing trefflich heraus, der einen bislang nahezu verantwortungslosen dreifachen Vater verkörpert. Fast könnte man meinen, er flieht von der ihn überfordernden Familie in seinen Beruf. Aber eben diese Sperrigkeiten machen diesen Film gerade sehenswert und diskussionswürdig. Zurecht wurde dieses sehr nachdenklich stimmende kleine Meisterwerk 2009 in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury in der Reihe "Un Certain Regard" ausgezeichnet. Man verlässt das Kino doch sehr aufgewühlt.

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Birte Luedeking: critic.de

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Die französische Autorin und Regisseurin Mia Hansen-Løve erzählt nach ihrem Langfilmdebüt "Tout est pardonné" mit "Der Vater meiner Kinder" erneut ein zweigeteiltes Drama, das in seiner zweiten Hälfte den Tonfall wechselt und den Fokus von der Hauptfigur auf die Nebenfiguren lenkt. Ihre Inszenierungen erkunden die Folgen des Verlustes eines geliebten Menschen, die Leere gleichermaßen wie die Chancen. Hansen-Løves neuer Film, der in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury in der Reihe Un Certain Regard ausgezeichnet wurde, schildert seine Dramatik jedoch noch reduzierter und subtiler als der Vorgänger, setzt noch stärker auf Gesten statt auf Aussprachen und Gefühlsbekundungen und ist in seiner feinsinnigen Zurückhaltung umso einnehmender und wirkungsvoller.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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7.5Sehenswert

«Le père de mes enfants» ist ein fesselndes Drama, das durch seine unsentimentale Inszenierung berührt.

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Kommentare (0) — Film: Der Vater meiner Kinder

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