Der Wald vor lauter Bäumen

Der Wald vor lauter Bäumen (2003), DE
Laufzeit 84 Minuten, FSK 0, Komödie, Drama, Kinostart 27.01.2005

6.9 Kritiker
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6.9 Community
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Der Wald vor lauter Bäumen - Bild 6357339
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von Maren Ade, mit Eva Löbau und Daniela Holtz

Melanie Pröschle, eine junge Lehrerin aus Schwaben, tritt mit viel Idealismus ihre erste Stelle an einer Schule in Karlsruhe an. Der Schulalltag bricht schnell über sie herein, und bis auf ihren sehr bemühten Kollegen Thorsten Rehm findet Melanie kaum Kontakt zu dem vorwiegend älteren Lehrerkollegium. Als sie dann Tina, eine Nachbarin, kennenlernt, scheint sie den erhofften Anschluß in der neuen Stadt gefunden zu haben. Ihre Erwartungen aber erfüllen sich nicht so schnell, und der Wald um sie herum wird immer dichter. Melanie beginnt, in die falsche Richtung zu laufen…

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Kritiken (2) — Film: Der Wald vor lauter Bäumen

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.5Sehenswert

Mit "Der Wald vor lauter Bäumen" kommt endlich eine klare Antwort auf Pisa ins Kino. Maren Ade zeigt eindringlich und mit dokumentarischer Schärfe, dass alles eigentlich noch viel schlimmer ist, als viele es ahnen oder wahrhaben wollen. Dass niemand sich über eine zunehmende Analphabetisierung wundern muss, wenn Lehrer so gnadenlose Autoritätsverluste erleiden wie die zwar eifrig bemühte aber doch heillos überforderte Protagonistin im Film.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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4.0Uninteressant

Idealismus ist ein feiner Charakterzug. Doch die schwäbische Nachwuchslehrerin Melanie Pröschle (Eva Löbau), die in Karlsruhe ihre erste Stelle antritt, ist eindeutig zu engagiert für diese Welt. Ganz fest war der Wille, im badischen Exil alles richtig zu machen. Doch mit jedem neuen Annäherungsversuch verstrickt sich die 27-Jährige weiter in ihrem Teufelskreis aus Lügen, falschen Hoffnungen und Selbsterniedrigung; sieht am Ende vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Groteskerweise gilt dies auch ein wenig für die gebürtige Karlsruher Filmemacherin Maren Ade.

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Kommentare (8) — Film: Der Wald vor lauter Bäumen

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homeaffairs

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein starkes stück deutsches kino, welches durch die nüchternde und zugleich nahe erzählweise überzeugt. Dabei empfindet man durchgehend gleichzeitig mitleid mit, als auch abneigung zur hauptfigur, die einerseits alles, andererseits gar nichts falsch zu machen scheint. Ein zeugnis der verlierer der ellenbogengesellschafft, in der die eigene unsicherheit schnell die größte falle werden kann. Toll gespielt, gekonnt umgesetzt...

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doc_flunder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

das drehbuch ist rund, die geschichte erschreckend realistisch, die doku-artige kamera effizient bis zur schmerzgrenze und eva löbaus schauspielerische leistung einfach nur herausragend. selten habe ich mich beim schauen eines films so schlecht gefühlt. in puncto intensität übertrifft "der wald vor lauter bäumen" sogar noch ades formal ähnlich angelegten berlinale-hit "alle anderen". ein in jeder hinsicht bemerkenswerter debutfilm, der zum besten zählt, was das deutschsprachige kino in den letzten jahren hervorgebracht hat. leichte kost sieht allerdings anders aus...

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stalker

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Bewertung3.0Schwach

Sieht nicht gut aus, hört sich schlimm an und ist auch sonst nichts besonderes. Eine naive junge Frau scheitert im falschen Beruf am falschen Ort. Na sowas.

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danmoviepilot

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Bewertung9.0Herausragend

Ein extrem origineller Film. Leider gibt es derart gute Drehbücher viel zu selten. Wo andere Filme noch eine künstliche Geschichte dazustricken würden, bleibt Maren Ade bei einem schlichten Psychogramm. Nur eine Sache hat mich gestört: ein so genialer Film braucht ein solch dramatisches Ende aus meiner Sicht nicht.

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Nevenka

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Bewertung7.0Sehenswert

Mir wollten sich hier und da die Fußnägel hochrollen, so trampelig verhält sich die unsympathische Protagonistin, so sadistisch verhält sich die Kamera, dass sie in all diesen hochnotpeinlichen Situationen draufhält und der Antiheldin nie die Möglichkeit der Verdrängung gibt, nach dem Motto „hat außer den Anwesenden niemand mitbekommen“. Mitleid empfinde ich nur in wenigen Momenten, häufiger stehe ich auf der anderen Seite und fühle mich durch die Frau bedrängt. Als Zuschauerin möchte ich wie die Nachbarin die Tür zumachen, um jede Beziehung zur Hauptfigur abzubrechen und mich dem Unangenehmen zu entziehen. Vielleicht ist dieser Fluchtinstinkt auch dafür verantwortlich, dass mir den Film trotz seiner Intensität zu lang, stellenweise zu langatmig ist.

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AugusteB

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk an Peinlichkeiten. Grandiose Dialoge und eine extrem gute Besetzung. Quälend komisch. Eine Dramaturgie die nur abwärts geht (bis zum wunderbaren Schlußbild).

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Jonni

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Bewertung7.0Sehenswert

An dem Film ist erstmal alles abschreckend: Akzent, Kamera, Ausstattung, Hauptdarstellerin, Setting.... Wer sich dann doch traut ihn zu sehen, wird es nicht bereuen, auch wenn das Zuschauen körperlich wehtut.

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Martin_Rose

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Obwohl der schwäbische Akzent abschrecken könnte und die Kamera absolut „low budget“ ist, ist die Geschichte so intensiv und überzeugend erzählt, dass ich den Film zum Schluss nur noch im stehen gucken konnte, zum hinsetzen war ich einfach zu ergriffen.
Unbedingt anschauen, einer der besten deutschen Filme überhaupt.

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