Der Wein und der Wind - Kritik

Ce qui nous lie / AT: Le Vin et le vent; Back to Burgundy

FR · 2017 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 0 · Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Klapisch nimmt sich viel Zeit und involviert den Zuschauer in das Zusammenspiel der Figuren, die allesamt fein gezeichnet und nachvollziehbar sind. Der Wein und der Wind ist die Krönung seines Schaffens. Die Eklektik seiner früheren Werke ist einer Weisheit gewichen. Die Menschlichkeit seines Werks ist aber ungebrochen. [Lars Tuncay]

    • 7 .5

      Die Franzosen und der Wein sind ein Paar, welches uns schon in vielen Filmen begegnet ist. Das beschränkte sich dabei in den meisten Filme auf den Genuss des Traubentranks, doch der neue Film von Cédric Klapisch – “Der Wein und der Wind” (OT: “Ce qui nous lie”, Frankreich, 2017) zeigt, wie viel Arbeit im Weinbau steckt, und verknüpft es geschickt mit einer interessanten Familiengeschichte.

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      • Die Zeichnung der Figuren ist eindeutig die große Stärke des Films: Klapisch gelingt es, tief in die Ängste und Wünsche, in die Schönheit und Unzulänglichkeit seiner Protagonisten einzutauchen und diese nachfühlbar zu machen. [Johannes Bluth]

        • 7

          Ein guter Wein braucht Zeit, Wunden manchmal auch. „Der Wein und der Wind“ erzählt sicher keine neue Geschichte, überzeugt aber durch eine schöne Beiläufigkeit und ein harmonisch agierendes Darstellertrio. Abgerundet wird die Tragikomödie durch wunderbare Aufnahmen aus dem ländlichen Frankreich und erhält zudem durch das prominent eingesetzte Weinthema eine sehr sinnliche Note.

          • 5 .5

            Letztlich bewegt Der Wein und der Wind seine Charaktere eher wie Schachfiguren mit Hilfe der Montage, der Musikstile oder allzu zufälliger Wendungen über alle Schwierigkeiten hinweg. Wie im Weinbau hätten wohl auch hier weniger Trauben die Qualität erhöht. [Heidi Strobel]

            • 8

              Cédric Klapisch variiert die klassische Geschichte von der Heimkehr des verlorenen Sohns: unaufgeregt, mit einem untrüglichen Blick für die Schönheit des Burgunds. So wird aus einem etwas formelhaften Familiendrama eine wunderbare Hommage an eine Landschaft und ihre Winzer. [Sascha Westphal]

              • 8

                Burgund, der goldenen Mitte Frankreichs, widmet der französische Ausnahmeregisseur Cédric Klapisch sein wunderbar authentisches Sozialporträt über den Weinanbau zwischen Tradition und Moderne. [Luitgard Koch]