Der Zug

Le Train (1964), FR/IT/US Laufzeit 132 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Historienfilm, Thriller, Drama, Kinostart 06.11.1964

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7.2
Kritiker
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7.0
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76 Bewertungen
4 Kommentare
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von John Frankenheimer und Arthur Penn, mit Burt Lancaster und Paul Scofield

Paris 1944, wenige Tage vor der Befreiung durch die alliierten Streitkräfte. Oberst von Waldheim ist zwar kein Freund der “entarteten Kunst”, doch er weiß, dass die Gemälde in den Pariser Museen ein Vermögen wert sind. Von Waldheim lässt die erlesensten Kunstschätze des Landes auf einen Zug nach Deutschland verfrachten. Verzweifelt wendet sich die Museumsdirektorin Villard an den Stationsvorsteher Paul Labiche. Sie erklärt dem Widerstandskämpfer, dass die Kunstschätze aus nationalen Gründen unbedingt gerettet werden müssen. Doch Labiche verweigert ihr die Hilfe. Zu viele Kämpfer aus seinen Reihen mussten bereits ihr Leben lassen. Allein der für den Transport eingeteilte Lokführer Papa Boule fasst sich ein Herz. Doch sein Sabotageversuch wird entdeckt. Von Waldheim lässt den alten Mann auf der Stelle erschießen. Jetzt erkennt Labiche, dass dieser Zug Deutschland niemals erreichen darf. In wenigen Tagen werden die alliierten Streitkräfte Paris befreien. So lange muss der Zug aufgehalten werden. Mit über hundert Männern gelingt es Labiche, die Stationsschilder der Bahnhöfe entlang der Strecke zu fingieren. Während der deutsche Offizier, der die Fahrt begleitet, bei jedem Halt die ordnungsgemäße Position entlang der Strecke Paris-Metz telefonisch durchgibt, befindet sich der Zug auf einem Rundkurs. Als von Waldheim das Spiel durchschaut, will er Labiche hinrichten lassen. Doch Labiche kann sich bei der Hotelbesitzerin Christine verstecken.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (4) — Film: Der Zug


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Malerein von Rupert

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Spannender Kriegsfilm mit Burt Lancaster, die deutsche Wehrmacht versucht, bedeutende Kunstwerke u. a. von Cézanne, Picasso und Miró aus dem besetzten Paris aus der Galerie nationale du Jeu de Paume vor den anrückenden Alliierten mit der Eisenbahn in das Deutsche Reich zu bringen. Oberst von Waldheim ist Kunstliebhaber und möchte diese Gegenstände nicht in Frankreich zurücklassen, da sie er als wertvoller findet wie gold. da ich ihm nur zustimmen kann :-) Sehr sehenswerter Film Grosses typisches altes Hollywoodkino mit sehr viel Stil und Charisma!!!!

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doctorgonzo

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Bewertung7.5Sehenswert

Frankenheimer kombiniert einmal mehr zwei seiner Lieblingsthemen: die Fortbewegung mittels mechanischer Geräte und Frankreich. Und einmal mehr funktioniert das prächtig.
Ich bin bei der Vermischung von Geschichte und Fiktion rund um den Zweiten Weltkrieg immer recht misstrauisch, zuviel kitschiger Bockmist wurde in den letzten Jahren verzapft, von "Pearl Harbor" bis zu der "Der Vorleser", alles zum Abgewöhnen.
Früher war auch nicht alles besser, aber vieles hatte einfach vielmehr Charme und wirkte runder.
Darauf allein muss sich Frankenheimers "Der Zug" nicht verlassen. Er hat ein großes und großartiges Ensemble aufgeboten und auf Seiten der Deutschen sogar ein paar echte Deutsche, Arthur Brauss (einigen bekannt aus dem frühen "Großstadtrevier") und Wolfgang Preiss stehen dem kontrolliert-intensiven Paul Scofield ("A Man For All Seasons") in der Rolle des Oberst von Waldheim zur Seite.
Bei den tapferen Franzosen glänzt vor allem Jeanne Moreau. Lancaster ist zwar agil wie der Duracell-Hase und gibt den Resistance Kämpfer ganz toll, wirkt aber irgendwie ebensowenig französisch wie Danny de Vito als Maori Häuptling durchginge.
Die Fahrtaufnahmen und die Stunts sind großartig gemacht und das nicht nur im Kontext ihrer Entstehungszeit.
Spannungskino, in dem es eben vordergründig um Spannung geht, nicht hauptsächlich um Effekte oder eine doofe Liebesgeschichte.
Die beinahe kühl wirkende Erzählweise, unterstützt von Maurice Jarres Score, verdichtet die Atmosphäre nur noch mehr. Hier gibt es wenig Tamtam am Rande, hier wird ein mitreißender Thriller vor einer hin und wieder etwas papiernen Weltkriegskulisse geliefert.
Gut und Punkt.

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strangelet

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Bewertung7.0Sehenswert

Wie es immer so ist bei den alten Schwarzweißschinken: Wenn man die Geduld aufbringt, Burt Lancaster minutenlang dabei zuzusehen, wie er einen Abhang hinunterrollt oder einen Knoten in einen Zünddraht bindet, dann wird man mit erstklassigem Kino belohnt. Es müsste mal jemand auf die Idee kommen, solche Filme auf die halbe Länge zusammenzuschneiden, dann könnten sie mit jedem heutigen Actionkracher problemlos mithalten. Das meine ich jetzt natürlich nicht ernst.

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Geistertexter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannender Film von Meister Frankenheimer mit fabelhaften Darstellern. Vor allem Lancasters Athletik und Scofields Stoizismus ergänzen sich großartig. Sehr sehenswert!

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