Détective

Détective (1985), CH/FR
Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 01.05.1986

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von Jean-Luc Godard, mit Aurelle Doazan und Claude Brasseur

Im Pariser Hotel Concorde St. Lazare hat sich eine Gruppe von Detektiven eingenistet, die heimlich die anderen Gäste ausspähen – den Piloten Emíle Chenal, den Box-Promoter Jim Warner, seinen Schützling Tiger Jones und die barbusige Prinzessin der Bahamas. Vor allem aber interessieren sich die Detektive für den Mafia-Boss The Prince, dessen kriminelle Mitarbeiter offenbar das ganze Hotel unter ihre Kontrolle gebracht haben.

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Kommentar — Film: Détective

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Prestigeww

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Bewertung6.0Ganz gut

Was an Godards Détective positiv heraussticht ist neben dem Hauptdarsteller Johnny Hallyday lediglich der Humor, der hauptsächlich auf die Figur des Boxers (Stéphane Ferrara) konzentriert ist. Dieser Riese mit dem Gemüt eines Kindes verwundert seine Umgebung wiederholt durch seine Ankündigung Tiger Jones zu schlagen – doch Tiger Jones ist niemand anderes als er selbst. Auch seine Schatten-Boxübungen sind eine Augenweide, für die nicht nur Tennisbälle herhalten müssen, sondern auch die nackten Brüste seiner Freundin. Es ist nur richtig, wenn er für diese Auflockerungen des sonst eher öden Plots von Johnny Hallyday mit bizarr großen Toblerone-Stücken belohnt wird.

Leider vermurkst Jean-Luc Godard dieses vielversprechende Konzept mit einer Vielzahl seiner wirren Manierismen. So sind alle Figuren besessen von Literatur und werfen sich die ganze Zeit Zitate (und Bücher) um die Ohren. Jede der Figuren hat dabei ein Buch, das er ständig bei sich trägt und das seine Rolle widerspiegelt. Hinzu kommen eine Vielzahl von Symbolen und Ideen, die Jean-Luc Godard zwar andeutet, aber dann das Interesse verliert, bevor er sie zu Ende führt: der Boxer und sein Kampf, Sex, Ehe und Partnerschaften, die Vergangenheit des Detektivs, das Spiel mit Genrekonventionen – all diese spannenden Motive führen ins Leere. Schlimmer noch: Diese überflüssigen Spielereien nehmen dem Film die Leichtigkeit und das Tempo, welche die früheren Godard-Filme auszeichneten und ohne welche der Zuschauer bei einem derart fragmentierten Plot leider vollkommen das Interesse verliert.

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