Regisseur und Drehbuchschreiber Zaritzky versucht schlauer als sein Publikum und mysteriöser als AXTE X zu sein, vergisst aber, dass auch dem devotesten Zuschauer irgendwann mal der Geduldsfaden reißt.
Unsere Deutschen Nachbarn können vielleicht (oder sogar ganz sicher) viele andere Dinge sehr gut - Filme 'machen' aber definitiv nicht.
"Devot" ist leider der nächste Beweis dafür.
Sehr künstlich wirkt der ganze Streifen und geht dabei unter in unzähligen Dialogen, die am Ende doch wieder keinen Sinn ergeben.
Hölzern und künstlich scheint mir alles an diesem Film. Der Sinn ist verschüttet unter den unnachvollziehbaren Dialogen. Dieser Film will irgendwie Lynch, aber ohne Sinn und Verstand und vor allem ohne Atmosphäre.
Der Titel sollte eher lauten: Letzte Nacht einer Todessüchtigen.
Die komplette Handlung hat aber auch nicht im Entferntesten etwas mit ´devot sein´zutun. Nichtmal die dargestellten Personen könnten in irgendeiner Form devote Neigungen haben. Das ist eindeutig wieder ein Film für ´Möchtegern´-Interlektuelle.
Wenn ich dann die Kritik auf dem Cover der DVD lese: "9 1/2 Wochen für Anspruchsvolle", bestätigt es wieder meine Meinung, dass Zeitungskritiken käuflich sind und nichts mit der Realität zutun haben. Der Film 9 1/2 Wochen war zwar schon relativ enttäuschend, aber zumindest nicht dermaßen am Thema vorbei. Sollte sich jemand tatsächlich für dieses Thema interessieren kann ich ihm nur das Buch 9 1/2 Wochen empfehlen. Da bekommt man annähernd einen Einblick auf was für einen schmalen Grat eine Person wandert die solch eine Neigung hat und sie auch auslebt.
Eins vorneweg: Ich schaffe es außerhalb des Kinosaales eigentlich nie ohne Kaffee- oder Zigarettenpause durch einen ganzen Film. „Devot“ ist die erste Ausnahme von dieser Regel. Zu schnell greift der Sog, den die beiden Protagonisten mit ihrem Katz- und Maus-Spiel im ständigen vice versa entfachen. Ein durchgeknalltes Psycho-Duell, bei der eine Partei mit messerscharfem Verstand die andere in existenzielle Bedrängnis bringt, nur um sich lediglich einen Moment später in dem fein gesponnenen Netz seines Gegenübers völlig zu verlieren. Jeder nimmt eine Rolle an, die Momente später vom Partner - oder ist es doch der Gegner? – wieder demontiert wird.
Einige Twists sind durchaus vorhersehbar, der Plot selbst aber windet sich so häufig, daß sich der Zuschauer zwangsläufig darin verliert und sich nur noch fragt, wie eine Auflösung wohl funktionieren mag. Jeder weitere Kommentar zum Ende würde allerdings die Spannung nehmen. Nur soviel sei verraten: Der Schluß ist durchaus konsequent.
Mit „Devot“ kommt ein Kammerspiel aus deutschen Landen; kraftvoll, intensiv, verstörend, ja zuweilen krank, welches Fragen aufwirft, die letztlich mit Gegenfragen beantwortet werden. Diejenigen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sollten wohl besser die Finger von Zaritzkis Werk lassen, alle anderen sind eingeladen, sich in einer morbiden und abgründigen Achterbahnfahrt durch ein Spiegellabyrinth zu verlieren.
Devot - Kritik
DE 2003 Laufzeit 89 Minuten, FSK 16, Drama
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Kritiken (1) — Film: Devot
Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM
Kommentar löschenRegisseur und Drehbuchschreiber Zaritzky versucht schlauer als sein Publikum und mysteriöser als AXTE X zu sein, vergisst aber, dass auch dem devotesten Zuschauer irgendwann mal der Geduldsfaden reißt.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (5) — Film: Devot
NoLuck Sun, 24 Mar 2013 10:27:29 -0000
Kommentar löschenUnsere Deutschen Nachbarn können vielleicht (oder sogar ganz sicher) viele andere Dinge sehr gut - Filme 'machen' aber definitiv nicht.
"Devot" ist leider der nächste Beweis dafür.
Sehr künstlich wirkt der ganze Streifen und geht dabei unter in unzähligen Dialogen, die am Ende doch wieder keinen Sinn ergeben.
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namow Sat, 28 Apr 2012 09:28:05 -0000
Kommentar löschenHölzern und künstlich scheint mir alles an diesem Film. Der Sinn ist verschüttet unter den unnachvollziehbaren Dialogen. Dieser Film will irgendwie Lynch, aber ohne Sinn und Verstand und vor allem ohne Atmosphäre.
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sabine-andrea-dobbrunz Sat, 03 Jul 2010 21:10:36 -0000
Kommentar löschenDer Titel sollte eher lauten: Letzte Nacht einer Todessüchtigen.
Die komplette Handlung hat aber auch nicht im Entferntesten etwas mit ´devot sein´zutun. Nichtmal die dargestellten Personen könnten in irgendeiner Form devote Neigungen haben. Das ist eindeutig wieder ein Film für ´Möchtegern´-Interlektuelle.
Wenn ich dann die Kritik auf dem Cover der DVD lese: "9 1/2 Wochen für Anspruchsvolle", bestätigt es wieder meine Meinung, dass Zeitungskritiken käuflich sind und nichts mit der Realität zutun haben. Der Film 9 1/2 Wochen war zwar schon relativ enttäuschend, aber zumindest nicht dermaßen am Thema vorbei. Sollte sich jemand tatsächlich für dieses Thema interessieren kann ich ihm nur das Buch 9 1/2 Wochen empfehlen. Da bekommt man annähernd einen Einblick auf was für einen schmalen Grat eine Person wandert die solch eine Neigung hat und sie auch auslebt.
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derblonde Mon, 11 May 2009 16:33:03 -0000
Kommentar löschenSabbel, sabbel, sabbel... Das reicht noch lange nicht für einen Thriller. So etwas hat man schon besser gesehen. Schnarch!
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Totto Mon, 24 Mar 2008 17:38:14 -0000
Kommentar löschenEins vorneweg: Ich schaffe es außerhalb des Kinosaales eigentlich nie ohne Kaffee- oder Zigarettenpause durch einen ganzen Film. „Devot“ ist die erste Ausnahme von dieser Regel. Zu schnell greift der Sog, den die beiden Protagonisten mit ihrem Katz- und Maus-Spiel im ständigen vice versa entfachen. Ein durchgeknalltes Psycho-Duell, bei der eine Partei mit messerscharfem Verstand die andere in existenzielle Bedrängnis bringt, nur um sich lediglich einen Moment später in dem fein gesponnenen Netz seines Gegenübers völlig zu verlieren. Jeder nimmt eine Rolle an, die Momente später vom Partner - oder ist es doch der Gegner? – wieder demontiert wird.
Einige Twists sind durchaus vorhersehbar, der Plot selbst aber windet sich so häufig, daß sich der Zuschauer zwangsläufig darin verliert und sich nur noch fragt, wie eine Auflösung wohl funktionieren mag. Jeder weitere Kommentar zum Ende würde allerdings die Spannung nehmen. Nur soviel sei verraten: Der Schluß ist durchaus konsequent.
Mit „Devot“ kommt ein Kammerspiel aus deutschen Landen; kraftvoll, intensiv, verstörend, ja zuweilen krank, welches Fragen aufwirft, die letztlich mit Gegenfragen beantwortet werden. Diejenigen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sollten wohl besser die Finger von Zaritzkis Werk lassen, alle anderen sind eingeladen, sich in einer morbiden und abgründigen Achterbahnfahrt durch ein Spiegellabyrinth zu verlieren.
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