Dialog mit meinem Gärtner

Dialogue avec mon jardinier (2007), FR
Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 20.12.2007

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8.8 Kritiker
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von Jean Becker, mit Daniel Auteuil und Jean-Pierre Darroussin

Ein Maler kehrt von Paris in das Haus seiner Kindheit im ländlichen Frankreich zurück. Auf der Suche nach einem Gärtner trifft er unverhofft auf einen ehemaligen Schulkameraden, den er aus den Augen verloren hatte und so auf wundersame Weise wiederfindet. In ihm entdeckt er einen einfachen, offenen Charakter, dessen Wertsystem nur einem Kriterium unterliegt: dem gesunden Menschenverstand. Die beiden unterschiedlichen Männer freunden sich in langen Gesprächen an und erleben gemeinsam eine Art späte Jugend, in der die Themen wild wechseln – Familie, Karotten, Kürbisse, Leben, Tod, Flugreisen, Johannisbeerbüsche, Geschmack und Farben. Durch die Augen des jeweils anderen erfahren sie die Welt in einem neuen Licht. Wir erleben die Geschichte einer Freundschaft – mitreißend, warmherzig, facettenreich und doch klar und einfach wie eine Liebesgeschichte. Eine Geschichte über das Leben, die heiteren und traurigen Momente, den Unterschied zwischen genießbarem und himmlischem Gemüse und über die Frage, ob ein Salat so schön sein kann wie ein Gemälde.

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Kritiken (2) — Film: Dialog mit meinem Gärtner

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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10.0Lieblingsfilm

Wie zwei Vertraute, die sich fremd geworden sind, unkompliziert wieder einander annähern, das erzählt Becker unspektakulär mit erfrischenden Dialogen, präzisen Gesten und emotionalem Tiefgang. Dabei ist es anrührend zu erleben, wie sich die Männer schätzen, obwohl sie so grundverschieden sind: Hier der gebildete, berühmte Bohemien, da der bodenständige, gelassene Eisenbahner, der auf Werte schaut, die nicht mehr en vogue sind. Es ist etwas Unausgesprochenes, das sie verbindet, auch die Gabe, sich gegenseitig zuzuhören und voneinander zu lernen, ganz gleich, ob es um so banale Dinge wie das Wachstum von Kürbissen geht oder um so große Themen wie Tod und Liebe.
(Offenbach Post)

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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9.0Herausragend

Eine charmante Parabel auf das Leben, die heiteren und die traurigen Momente. Die Geschichte einer Freundschaft und den Unterschied zwischen genießbarem und himmlischem Gemüse und über die Frage, ob ein Salat so schön sein kann wie ein Gemälde. Gewürzt mit vielen scharfsinnigen und intelligenten Dialogen. Manches erkennt man aus seinem eigenen Leben wieder und der absurde französische Witz tut sein Übriges dazu. Ein Film, klar und einfach wie eine Liebesgeschichte und doch facettenreich, mitreißend und warmherzig, Die Konfrontation zwischen dem intellektuellen Künstler und dem gutherzigen Proletarier ist ein sehr fruchtbares Thema, das Becker charmant und bezaubernd umsetzt. Jean Becker hat mit „Dialog mit meinem Gärtner“ ohne Zweifel seinen bislang schönsten Film geschaffen. Unbedingt anschauen!

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Kommentare (7) — Film: Dialog mit meinem Gärtner

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Brigittes Helm

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als Tierfreund hat mir natürlich die Stelle am besten gefallen, wo sie den uralten Fisch wieder zu Wasser lassen:-). Ein angenehm entspannter Film mit dem hierzulande recht unbekannten (in Frankreich ist er ein Superstar) Daniel Autieul. Dessen Namen ich immer falsch schreibe, vielleicht liegt es auch daran, dass er hierzulande ein nahezu Unbekannter ist:-).

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dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der ruhige Film lebt in allererster Linie von den beiden jeweils extrem sympathischen Hauptdarstellern und ihrem großartigen Spiel: Daniel Auteuil, der erst einmal für mich der Grund war, den Film zu sehen, weil er einfach umwerfend ist; Jean-Pierre Darroussin, den ich bisher nicht kannte, der aber absolut auf Augenhöge mitspielt.

Etwas schade fand ich, dass die Geschichte über einen ganzen Zeitraum erzählt wird, was es etwas simpler macht, die Minuten zu füllen. Die dichte Inszenierung eines einzigen Tages oder Abends (wie bei Bobby oder Dinner Rush) gestaltet sich mit 2+ Darstellern natürlich auch ungleich schwieriger.

Sehr dialoglastig, wie der Titel verrät, aber mit einem feinen Gespür für leisen Humor.

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Bolitho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein muss nicht nur für Freunde des französichen Films.

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conte

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Liebevoll und unprätentiös inszeniert.
Es ist eine Wonne zu beobachten, wie der Regisseur die Freundschaft zwischen den Protagonisten entwickelt, die gesellschaftliche Stellung, Bildung und Hierarchie vermeintlich trennt. Immerhin verbindet die beiden eine gemeinsame Schulzeit und die Liebe zu ihren schöpferischen Berufen.
Mit kindlicher, unprätentiöser Neugier lernen sich die beiden wieder kennen. Es ist ein Beziehung frei von Erwartungen. Eine Freundschaft in der nur das Jetzt und das Du zählt. Eine Freundschaft von schmerzlich kurzer Dauer, der Länge eines Sommers.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Titel ist Inhaltsangabe. Viel mehr passiert auch nicht in der Männerfreundschaft zweier älterer Herren. Der eine (Daniel Auteuil) ist Künstler, genannt ’Pinselhuber’, der andere(Jean-Pierre Durrousin) pensionierter Bahnangestellter und Hobbygärtner, genannt ’Gartenbauer’. Schön anzuschauen, aber auf die Dauer etwas langatmig. (100 Minuten!). Es sollen wohl die gegensätzlichen Charaktere sein, die den Film tragen: ein schlichter, pragmatischer Arbeiter und der Intellektuelle, der um Form und Farbe ringt. Die beiden Hauptdarsteller überzeugen zwar schon, aber so recht unterhaltsam wird es nicht. Selbst der Abstecher in Amors Reich oder die plötzlich auftauchende Tochter sind nicht wirklich der Bringer. Es ist nicht ärgerlich den Film anzuschauen, man darf nur nichts erwarten.

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annaberlin

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Bewertung7.5Sehenswert

Charmanter französischer Film von Jean Becker um eine Männerfreundschaft, in dem sich die beiden Hälften fremder nicht sein könnten. Jedoch macht das Gegenteilige genau den Wert der Freundschaft aus, in der die beiden voneinander lernen können. Der Film ist ruhig, die Bilder sonnendurchtränkt, die Stimmung zum Wohlfühlen.

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denise

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein ruhiger und ergreifender Film, in dem um die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht viele Worte gemacht werden. Die beiden unterschiedlichen Lebensentwürfe werden weder bewertet, gegeneinander verglichen noch bilden sie eine Kluft zwischen den beiden Schulfreunden. Sie existieren einfach, lernen voneinander und gehen einen Teil des Weges miteinander - schöner kann man die Themen Freundschaft, Liebe und Lebensentwurf nicht darstellen.

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