Die Anruferin

Die Anruferin (2007), DE
Laufzeit 84 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 20.03.2008

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von Felix Randau, mit Valerie Koch und Esther Schweins

Irm Krischka traut man auf den ersten Blick kein geheimes Doppelleben zu: Anfang 30 ist sie, jobbt halbtags in einem Waschsalon, herrscht resolut über Kunden, Kollegen und auch ihre Mutter, die ans Bett gefesselt ist und nicht mehr sprechen kann. Als Kind musste Irm erleben, wie ihre jüngere Schwester starb und die Ehe der Eltern daran zerbrach. Sie musste alleine fertig werden mit der Sorge um die alkoholsüchtige Mutter, der die tote Tochter wichtiger war als die lebendige. Aber jetzt hat Irm die Oberhand und das lässt sie die Mutter spüren. Ein armseliges, einsames Leben. Wenn da nicht Irms andere Leben wären: Mit Kinderstimme verwickelt sie per Telefon wildfremde Menschen nach immer gleichem Muster in erfundene Schicksale. Vor dem ersten Besuch des Kindes absolviert Irm als Mutter einen angeblichen Kontrollbesuch bei den Opfern, um schließlich kurz darauf das Kind “sterben” zu lassen. Finaler Höhepunkt ist für Irm der Schock der Betrogenen, die erst auf dem Friedhof feststellen, dass sie einem bösen Scherz aufgesessen sind. Als Irm jedoch ihr neues Opfer Sina Braunsdorf besucht, gerät ihr Spiel außer Kontrolle. Denn Sina, die Irm für Eleonore, Lehrerin und Mutter von Lea Paulina, hält, bricht vor Irms Augen zusammen: Ihr Mann ist gerade bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Irm springt als Eleonore tröstend ein, bricht danach jedoch jeden weiteren Kontakt ab. Wenig später treffen sich die beiden zufällig wieder und nur widerstrebend lässt Irm sich auf den Kontakt zu Sina ein. Zaghaft bahnt sich eine reale Freundschaft an, Irm beendet ihre phantastischen Telefondramen und versöhnt sich sogar mit ihrer sterbenden Mutter. Aber die neue Freundschaft wird auf die Probe gestellt, als Irm erfährt, dass Sina vielleicht die Stadt verlassen wird. In ihrer Verzweiflung sieht Irm nur einen Weg, sich zu offenbaren: Vor Sinas Augen führt Irm eines ihrer kindlichen Telefonate. Der Schock für Sina ist riesig – doch schließlich erweist…

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Kritiken (1) — Film: Die Anruferin

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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8.0Ausgezeichnet

"Die Anruferin" ist vieles zugleich: Thriller, Psychogramm, Kammerspiel, Drama - und nicht zuletzt das Werk von Valerie Koch und Esther Schweins, die Irm und Sina Glaubwürdigkeit und Dimension verleihen. Das engagierte Spiel der beiden hilft darüber hinweg, dass der vom Fernsehen koproduzierte Film ästhetisch leider kaum Wagnisse eingeht und auch auf das eine oder andere entbehrliche Handlungsklischee zurückgreift.

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Kommentar — Film: Die Anruferin

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.0Sehenswert

So ganz konnte ich mir da gestern nicht sicher sein. War "Die Anruferin" nun mehr Ferneh- oder mehr Kinofilm? Egal! Wenn Amphibienfilme so aussehen, dann immer her damit!
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Monolog-Stück von Vera Kissel, die auch das Drehbuch zum Film schrieb.
Die Adaption hat hervorragend geklappt. Herausgekommen ist ein subtiler Thriller über Lüge und Wahrheit, über mediale Identitäten, abgestumpfte Gefühle und vorallem über eine Freundschaft zwischen zwei Frauen.
Erst die Schauspieler machen diesen Film zu Kino. Valerie Koch ist beängstigend gut und Esther Schweins ist hier nicht nur eine clevere Bestezungsidee, sondern auch eine glaubwürdige Sina.

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feininger75

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Felix Randau ist ein guter.


holgerd

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"Amphibienfilm" - tolles Wort. ;)


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