Die Chinesin
La Chinoise (1967), FR Laufzeit 96 Minuten, FSK 16, Dokumentarfilm, Kinostart 18.01.1968
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von Jean-Luc Godard, mit Lex De Bruijn und Michel Semeniako
Fünf junge Menschen schließen sich zu einer Kommune zusammen: der Schauspieler Guillaume, die Philosophie-Studentin Véronique, der Maler Kirilov, die Gelegenheitsprotistuierte Yvonne und der Student Henri. Sie studieren die Probleme der Gegenwart und diskutieren: über Marx, Mao, den Sozialismus, Vietnam und so weiter. Diese Diskussionen werden von Godard mit Zwischentexten, Interviews vor der (sichtbaren) Kamera, Standfotos, Comic – Strips und eingeschobenen “Laienspielen”. Eigentliche Aktion setzt erst gegen Ende ein und signalisiert den Misserfolg: Guillaumes Plan, ein “sozialistisches Theater” zu gründen, scheitert: Kirilov begeht Selbstmord, ein Terrorakt, an dem Veronique beteiligt ist, misslingt…
Cast & Crew
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Jean-Luc Godard
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Lex De Bruijn
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Michel Semeniako
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Juliet Berto
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Anne Wiazemsky
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Veronique
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Jean-Pierre Léaud
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Guillaume
Regie
Schauspieler
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Jean-Luc Godard
- Genre
- Sozialstudie, Doku-Drama
- Zeit
- 1960er Jahre
- Ort
- Paris
- Handlung
- Diskussion, Kommunismus, Kultfilm, Mai 68, Politik, Wohngemeinschaft
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Die Chinesin
Trailer zum Film Die Chinesin
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Kommentar — Film: Die Chinesin
Kommentar schreibenPygar 2012/01/03 16:32:03
Kommentar löschenTheater als Reflexion der Wirklichkeit. Theater als benutzte Film- und Plattform um das Interesse an den neuerwachten Strömungen zu verarbeiten und sich eingehend mit den möglichen Folgen, den utopischen Wünschen oder dem überall entdeckten Widerstand auseinanderzusetzen. Anhand einer (dar- wie nachgestellten) Kommune, die sich selbst als neuformierte Zelle begreift, betrachtet und hinterfragt Godard hier die Veränderungen im politischen Bewusstsein einer Generation, die Revisionismus wie ihn die französische KP praktiziert ablehnt und in »ihrer Politik« selbst Gewalt als notwendige Lösung in Betracht zieht. Maoismus trifft dabei auf Anarchie, verstaubte Parolen auf Naivität: Der Widerstand gegen die »vorgefertigte« Welt, verkommt zu einer Rebellion, einem Aufbegehren voller Widersprüche um Bestehendes (ohne Rücksicht auf Verluste) zu hinterfragen und zu verändern. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die gefundene und in der großzügigen Bürgerwohnung formierte Einigkeit nicht erst nach unendlichen Diskussionen und zahlreichen Reden zerbröckelt, sondern der lange Marsch (in welche Richtung auch immer) gleich selbst zu (verleugneten) Rückschlägen auf allen Ebenen führt. »La Chinoise« gibt sich als eine ebenso eigenwillig experimentelle wie aus dem Gefängnis der Inszenierung befreite Auseinandersetzung, die (rückblickend betrachtet) wohl nicht nur den damaligen Wandel sondern auch die damit einhergehenden (zukünftigen) Unruhen ankündigte.
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