Die Entbehrlichen

Die Entbehrlichen (2009), DE
Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 30.09.2010

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6.8 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Andreas Arnstedt, mit Paul Arnstedt und Mathieu Carrière

Der zwölfjährige Jakob (Oskar Bökelmann) wächst in asozialen Verhältnissen auf. Als seine Mutter in die Psychiatrie kommt und sein Vater sich schließlich das Leben nimmt, fasst Jakob einen aberwitzigen Entschluss. Aus Angst, nun ins Heim zu müssen, versteckt Jakob den Leichnam des Vaters in seiner Wohnung.
Drehbuch, Regie und Produktion von Die Entbehrlichen stammen von dem Schauspieler Andreas Arnstedt, der mit dieser Low-Budget Produktion zum ersten Mal hinter der Kamera agierte. Auf dem Internationalen Filmfestival Sao Paulo wurde Arnstedt für Die Entbehrlichen als Bester Regisseur ausgezeichnet. (TM)

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Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: Die Entbehrlichen

Corsovilla: SchönerDenken

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8.0Ausgezeichnet

Schmerzhaft authentisches Drama, mutige und polarisierende Milieustudie, die auch den Zuschauer aufwühlt. Schrecklich schön. (Prof. Pu für SchönerDenken - mehr im Podcast)

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Cosima Lutz: Die Welt Cosima Lutz: Die Welt

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3.5Schwach

Das Drehbuch ist wirr und überladen, die Dialoge sind teils ärgerlich vorhersehbar, teils verkünstelt, gute Schauspieler wie André Hennicke und Steffi Kühnert werden zu Kaspereien genötigt, die statt dem pathetisch geforderten Mitleid mit ihren Figuren Achselzucken auslösen.

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Sandra Zessler

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Frau Lutz muß einen schwachen Tag erwischt haben, um einen solchen Schwachsinn zu schreiben. Nicht nur die ausgezeichneten Darsteller, der Mut ein solches Thema im Kino anzugehen und der unbedingte Realismus sind dieser Kritikerin entgangen, sondern auch die menschlichen Zwischentöne, die kaum ein deutscher Film in den letzten Jahren zu bieten hatte. Auch haben andere Zeitungen, den Film gottseidank anders gesehen:
Der Film überzeugt mit seinen glänzenden Schauspielern und der fein konstruierten Erzählstruktur
Zitty

...geht unter die Haut.
Die Zeit

... eine bittersüße Bestandsaufnahme der neuen sozialen Realität der Bundesrepublik Deutschland.
Filmdienst

Manche Filme sind, endlosen Produktionszeiten zum Trotz, erstaunlich aktuell.
Badische Zeitung

Sehenswert!
Tip

...großartige Hauptdarsteller....
Stuttgarter Zeitung

Sehenswert
Stern

...gut gespielte tragikomische Farce.
Frankfurter Rundschau

Ein Debüt, das schockiert.
taz

Manchmal gibt es diese kleinen Wunder (im Kino).
Chili
schockierend präzise Milieustudie.
BZ

Engagierte Stimmungsbilder aus Deutschland werden gern an Andreas Dresen delegiert. Jetzt kommt ein anderer Andreas, Andreas Arnstedt, der vorführt, dass... aus man aus dem Leben des Prekariats durchaus starke Stoffe filtern kann.

Berliner Zeitung

Arnstedt ... entwickelt einen poetischen Realismus mit warmherzigen Untertönen, der seine Figuren nie moralisch verurteilt – eindrucksvoll!

Biograph

Newcomer, aber unentbehrlich : Dokumentarisch, sozialrealistisch, aber auch mit rotzigem, politisch unkorrektem Humor und eigenem Charme… Ein mutiger Film, der nichts beschönigt.

Blickpunkt Film

tolle Darsteller ...sehenswert!
Brigitte

Herzlich
Sandra Zessner


Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Jakob lernt früh, was es heißt, ein Loser zu sein. Sein Vater kriegt nur miese Jobs, verliert diese gleich wieder und ertränkt seinen Frust im Alkohol. Die Mutter, ebenfalls eine Trinkerin, muss nach einem Ehestreit ins Krankenhaus und verlässt die Familie. Als wäre das nicht alles schon viel zu viel für einen Elfjährigen, muss Jakob noch von einer Klassenfahrt zurücktreten, weil niemand die Kosten übernimmt. Als sich sein Vater in einem Verzweiflungsakt erhängt, steht der Junge alleine da.
Mit seinem ehrlichen Blick auf das wachsende soziale Elend am Boden von Hartz IV ist der Film offenbar politisch so unbequem, dass der Regisseur ähnliche Erfahrungen machen musste wie seine Protagonisten: Er wurde ausgegrenzt, erhielt keine Fördergelder, und finanzierte den Film schließlich aus eigener Tasche. Ein Skandal: Noch nicht einmal die Juroren des Deutschen Filmpreises wollten sich das brisante Sozialdrama ansehen.

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W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien... W. Hamdorf: Deutschlandradio, film-dien...

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8.0Ausgezeichnet

„Die Entbehrlichen“ vermittelt keine Hoffnung auf wundersame Wendungen und Schicksalsfügungen. Er negiert die großen Mythen der Leistungsgesellschaft, nach denen Arme reich werden können und Erfolglose erfolgreich. Trotzdem wird der Film nie zur kalten Karikatur, sondern bleibt auch in der absoluten Hoffnungslosigkeit menschlich und vermittelt die manchmal angestrengte Lebensfreude jener, die überleben wollen.[...]
Der Film ist eine bittersüße Bestandsaufnahme der neuen sozialen Realität der Bundesrepublik Deutschland und immer bereit, den schmalen Pfad der politischen Korrektheit zu verlassen

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Ciprian David: NEGATIV

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6.5Ganz gut

...Diese Liebe des Jungen für seinen Vater ist die größte Stärke und gleichzeitig die Schwäche des Films. Denn - zurück im Reich des Symptomatischen – wie im Fall anderer Regiedebuts der letzten Zeit, will Arnstedt sich nicht darauf beschränken, den Film um dieses einzige Motiv zu gestalten. Stattdessen frakturiert er die Erzählperspektive mit der Ambition, möglichst die ganze Gesellschaft in einem einzigen Film abzuhandeln. Und damit fangen die Problemen an: die Charaktere werden skizzenhafter und dadurch gerade hier unnötig, sie werden wie Knete den Bedürfnissen angepasst und verlieren an Konsistenz, die Dialoge werden pointierter und wirken oft bemüht, die zusätzlich nötigen Szenen stechen heraus. Und, als zweites Symptom, wurde auch dieser Film einer unnötigen Stilisierung ausgesetzt. Diesmal ist dies dem Anspruch auf zu viel zuzurechnen: Übergänge im Rahmen des Elliptischen müssen aufgrund der Fülle an Stoff komprimiert werden, sie wiederholen sich zu oft. Einzelne Szenen, die mehr Raum gebraucht hätten, werden grob gekürzt, Bildmetaphern wirken manchmal plakativ.

Die rettende Hand kommt in erster Linie durch die Besetzung....

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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7.0Sehenswert

„Die Entbehrlichen“ ist in seiner wechselhaften Tonart, seiner komplexen Struktur vielleicht etwas überambitioniert für einen praktisch ohne nennenswertes Budget entstandenen Debütfilm, aber mit viel Kraft und viel Gespür für seine Darsteller.

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Kommentare (2) — Film: Die Entbehrlichen

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Mr. White

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Bewertung7.5Sehenswert

Jakob Weiss wächst in einer sehr armen Familie auf. Seine Eltern sind arbeitslos und Alkholiker. Der Streit der beiden übernimmt oft die Überhand und auch der Vater wird des öfteren handgreiflich. Doch Jakob steht zu seiner Familie und seiner Situation und mausert sich da durch. Doch einige Rückschläge lassen dies immer schwieriger werden.

"Die Entbehrlichen" erschafft ein Bild einer deutschen Armutsfamilie, wie sie sich die Meisten vorstellen. Dreckig, aggressiv, verzweifelt, arm und asozial. Doch zeigt Regisseur Andreas Arnstedt auch wie solch eine Familie hinter diesen Vorurteilen lebt. Gefühlvoll, mit viel Spaß am Leben und meist gar nicht mal so faul, wie viele denken. Denn Jürgen, Vater von Jakob, möchte gerne arbeiten und bemüht sich sehr darum, einen neunen Job zu finden. Das Gelingen wird dann auch gleich stolz mit der Familie gefeiert. Ebenso besitzt er ein großes, moralisches Verständnis. So deckt er doch in seiner neuen Arbeit einen Gammelfleisch-Skandal auf, weswegen er aber auch wieder gefeuert wird.

Auch wenn Vater Jürgen manchmal handgreiflich wird, auch gegenüber Jakob, steht sein Sohn doch zu ihm und möchte nicht von ihm getrennt werden. Jakob selbst ist schlecht in der Schule, versucht sich dort aber zu profilieren. Nur seine kleine Freundin Hannah steht zu ihm und versucht ihn aufzubauen. Mutter Silke besucht die anonymen Alkoholiker, um endlich von ihrer Sucht loszuwerden. Vor ihrer Familie tarnt sie dies als Gesangsstunden. Oma Weiss ist, wie Sohn und Schwiegertochter, dem Alkohol und dem Tabak verfallen, scheint aber noch die realistischste in der Familie zu sein. Jakobs Opa versucht den Krieg zu verarbeiten, in dem er selbst "Nazi spielt".

Die ganze Geschichte über die Familie und ihre Probleme ist vermischt mit Rückblenden, die fast nahtlos ineinander übergehen. So hat man Anfangs manchmal etwas Probleme der Story zu folgen. Thematisiert wird das Familienleben mit allen familiären Problemen, die sich immer mehr zuspitzten und letztendlich in einer Katastrophe enden, die Jakobs Leben fortan auf neue Wege führt. Mit viel Dramatik wird diese Geschichte erzählt, begleitet von einigen witzigen Szenen, die aber wenig Hoffnung für die Familie bedeuten. Etwas übertrieben war die Darstellung der "Reichen und Guten". Diese benehmen sich vornehm, protzen mit ihrem Geld, sind keineswegs hilfsbereit Ärmeren gegenüber und alle sprechen sie gleich mehrere Fremdsprachen flüssig. Wo bei der Armutsfamilie hinter die Vorurteile geblickt wurde, bekommt man bei den sozial starken wieder nur Klischees zu sehen. Ein Kontrast entsteht, verfälscht aber auf bestimmte Art und Weise das Gesamtpaket.

Fazit:
"Die Entbehrlichen" ist ein melodramatischer Film über eine Familie an der Armutsgrenze. Mit einer interssanten Erzählstruktur zeigt der Film die Krisen in der Familie, die sich immer weiter zuspitzen, bis es zum tragischen Ende kommt.
7,5/10

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jannis

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vorgemerkt

Einen Monat noch, da bin ich mal gespannt!

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omdb

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Mr. Hoppe in action?


jannis

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Hehe, na ich hoffe doch!!!


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