Die Eroberung der inneren Freiheit
Die Eroberung der inneren Freiheit (2010), DE Laufzeit 83 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 27.05.2010
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von Aleksandra Kumorek und Silvia Kaiser,
Wertesysteme bestimmen unseren Alltag – ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Sie können Menschen in den Krieg führen, sie Terroranschläge und Verbrechen begehen lassen. Die Diskussion von Wertesystemen hat in unserer Gesellschaft eine ungeheure Relevanz gewonnen, die ungebrochen anhält. Vor mehr als 2000 Jahren erfand Sokrates eine Methode, sich des eigenen Wertesystems bewusst zu werden, die “Sokratischen Gespräche”. Einfache Fragen, bei denen die eigene Lebenserfahrung ins Allgemeine abstrahiert wird, decken das eigene Wertesystem auf. Einsicht aus erster Hand war Sokrates Devise. Was passiert, wenn man Schwerverbrecher mit dieser Methode konfrontiert? Vor fünf Jahren ließ sich die Justizvollzugsanstalt Tegel als bisher einziges Gefängnis in Deutschland auf dieses Experiment ein. Unendlich viel erfolgreicher als Gespräche mit Sozialarbeitern und Psychologen führen die sokratischen Gespräche zu einer authentischen Veränderung. Entlarven die Glorifizierung von Verbrecherehre und Bandenmentalität. Führen zu einer Entdeckung der eigenen Bedürfnisse, Sorgen, Ängste. Ohne Voyeurismus, mit ruhigem Blick und – im wahrsten Sinne des Wortes – auf gleicher Augenhöhe, erleben wir Menschen, die sich auf die Reise zu der hässlichen Seite ihres Selbst begeben und diese Konfrontation aushalten müssen. Menschen in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit.
HandlungWertesysteme bestimmen unseren Alltag – ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Sie können Menschen in den Krieg führen, sie Terroranschläge und Verbrechen begehen lassen. Die Diskussion von Wertesystemen hat in unserer Gesellschaft eine ungeheure Relevanz gewonnen, die ungebrochen anhält.
Vor mehr als 2000 Jahren erfand Sokrates eine Methode, sich des eigenen Wertesystems bewusst zu werden, die “Sokratischen Gespräche”. Einfache Fragen, bei denen die eigene Lebenserfahrung ins Allgemeine abstrahiert wird, decken das eigene Wertesystem auf. Einsicht aus erster Hand war Sokrates Devise.
Was passiert, wenn man Schwerverbrecher mit dieser Methode konfrontiert? Vor fünf Jahren ließ sich die Justizvollzugsanstalt Tegel als bisher einziges Gefängnis in Deutschland auf dieses Experiment ein. Unendlich viel erfolgreicher als Gespräche mit Sozialarbeitern und Psychologen führen die sokratischen Gespräche zu einer authentischen Veränderung. Entlarven die Glorifizierung von Verbrecherehre und Bandenmentalität. Führen zu einer Entdeckung der eigenen Bedürfnisse, Sorgen, Ängste.
Ohne Voyeurismus, mit ruhigem Blick und – im wahrsten Sinne des Wortes – auf gleicher Augenhöhe, erleben wir Menschen, die sich auf die Reise zu der hässlichen Seite ihres Selbst begeben und diese Konfrontation aushalten müssen. Menschen in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit.
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Cast & Crew
-
Aleksandra Kumorek
-
Silvia Kaiser
Regie
Schauspieler
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Berlin, Gefängnis
- Handlung
- Berufung, Dialog, Ehre, Ehrlichkeit, Experiment, Fortschritt, Freiheitsentzug, Gefängnis, Gefängniszelle, Geständnis, Gruppentherapie, Krimineller, Menschenversuch, Philosophie, Schuld, Selbstbewusstsein, Sokrates, Sühne, Täter, Unrecht, Vorbestrafter
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Geistreich, Hart
- Mitmachen
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Filmdetails Die Eroberung der inneren Freiheit
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- Die Eroberung der inneren Freiheit: critic.de



















Kritiken (1) — Film: Die Eroberung der inneren Freiheit
Thomas Winker: fluter Thomas Winker: fluter
Kommentar löschenSilvia Kaiser und Aleksandra Kumorek haben ein Jahr lang ein weltweit einmaliges Experiment beobachtet. In der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel diskutieren Schwerverbrecher auf freiwilliger Basis regelmäßig über philosophische Fragen. Angeleitet von Philosophie-Dozenten üben sie sich in der Kunst des sokratischen Gesprächs, ohne direkten Einfluss auf ihre Haftbedingungen, aber durchaus mit vorzeigbaren Erfolgen. Die beiden Filmemacherinnen stellen in ruhigen, einfachen Bildern nun einerseits den eintönigen Knastalltag dar, aber kontrastieren ihn mit Ausschnitten aus den Gesprächen, in denen Mörder und Totschläger, Räuber und Drogendealer sich austauschen über die Fragen des Lebens. Die schweren Jungs, zum Teil muskelbepackt und tätowiert wie aus dem Klischee, berichten von Missbrauch und Gewalt in der Kindheit, erzählen Witze über Serienmörder, aber sprechen dann überraschend reflektiert über ihre Vergehen, philosophieren über Religion und Gott, über die Angst vor dem Draußen und eben auch darüber, ob man eingesperrt dann doch eine innere Freiheit erlangen könnte.
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