Die Fahrten des Odysseus

Ulisse (1955), IT
Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Kinostart 08.02.1955

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5.0 Kritiker
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von Mario Camerini, mit Silvana Mangano und Kirk Douglas

Zehn Jahre schon tobt der Kampf zwischen Hellenen und Trojanern. Eine Kriegslist des Odysseus – das Trojanische Pferd – zwingt Troja schließlich zur Kapitulation. Daraufhin verflucht die trojanische Priesterin Kassandra Odysseus und seine Gefährten: Bis in alle Ewigkeit sollen sie über die Weltmeere irren. Sie kämpen gegen einen einäugigen Riesen und widerstehen sogar dem Gesang der Sirenen. Selbst der Zauber der Zirze und der Tod seiner Männer können Odysseus nicht aufhalten. -Der König von Ittaka will zurück in sein Reich und zu seiner geliebten Penelope.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Die Fahrten des Odysseus

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guggenheim

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Bewertung6.5Ganz gut

Am Faszinierendsten war für mich die Episode mit dem Zyklopen. Nicht etwa weil der groß und garstig ist, sondern weil Odysseus und seine Mannen auf diesem Zwischenstopp die Weinherstellung revolutioniert haben: durch einfaches Zertrampeln der Trauben gewinnen sie den köstlichen Blaumacher. Dass beim Rotwein eigentlich die Maische genutzt wird und es, um dem einäugigen Dödel ordentlich Achterbahn fahren zu lassen, einer alkoholischen Gärung bedarf, wird hier verschwiegen. Wieviele Menschen haben sich wohl schon diesen Film angeguckt, zerquetschten danach ein paar Weintrauben, tranken den Saft und waren anschließend bitterlich enttäuscht, dass sie keinen Rausch hatten? Ich persönlich schätze mal, die Zahl beläuft sich auf irgendwas um die 10 Personen. 10 Personen, die durch diesen Film den Glauben an die Sauferei verloren haben. Ein echtes Drama.
Übrigens: im Ganzen betrachtet ist das hier ein netter Abenteuerfilm mit Motiven aus Homers Epos. Typisch für die Zeit wurde etwas dick aufgetragen, aber die Besetzung ist gut und die Inszenierung recht flott.

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koon

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Wäre bestimmt spannend gewesen, dem Wochen langen Gährungsprozess zu sehen ;-)


guggenheim

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Natürlich, vor allem wäre es äußerst lehrreich gewesen. Soll ja jeder wissen, wie das Zeug entsteht, mit dem man sich die Leber wegballert ;D


8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Klassiker aus der guten alten Mottenkiste von Cinecitta (1954). Die ganze Machart und die etwas antiquierten Dialoge passen zum antiken Stoff des Dichters Homer. Von den jahrelangen Irrfahrten werden drei Abenteuer herausgearbeitet: die beim einäugigen Zyklopen Polyphem, den Sirenen und der Zauberin Circe. Sylvana Mangano spielt interessanterweise eine Doppelrolle: die der lüsternen und bösen Zauberin und Penelope, die treue Frau des Odysseus. Ein zeitloser, symbolischer Dualismus bezüglich der Rolle der Frau. Selten haben die Augen von Kirk Douglas feuriger geglänzt als hier. (Bei stürmischen Küssen gilt für Gebissträger höchste Vorsicht.) Der häufige Szenenwechsel schwenkt von den Fahrten des Helden zu seiner Heimat Ithaka. Er gibt den Helden als einen Rastlosen, einen Suchenden aber auch einen Nachdenklichen, der den Verlockungen der Welt widersteht. So steuert die Handlung auf den dramatischen Höhepunkt zu. Hier tötet Odysseus alle dreisten Freier bevor er Penelope in die Arme schließen kann. Das Ende ist etwas zu pathetisch und theatralisch, aber so waren sie nun mal die Helden der Antike.

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Blonder

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach der Schlacht von Troja wird Odysseus von den Göttern verflucht und somit beginnt seine Irrfahrt. Dabei müssen er und seine Crew etliche Abenteuer bestehen.
Ansehnliche Effekte und gute Schauspieler machen diesen unterhaltsamen Abenteuerfilm immer noch zu einem netten Zeitvertreib.

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AASFRESSER

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Die Verwendung des Wortes "Crew" verleiht dem Ganzen noch ein bisschen Würze ;-), ne, hast schon recht, genau das richtige, wenn man ne Nacht schlecht geschlafen hat und nen freien Tag vor sich sieht...


Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein recht typischer Monumentalfilm mit Elementen der griechischen Mythologie. Ich sage bewusst "Elemente", da der Film natürlich nur Versatzstücke präsentiert, um auf akzeptable Spielfilmlänge zu kommen. Die Darsteller machen ihre Sache gut, aber letztlich bietet der Film trotz annehmbarer Trickaufnahmen nicht ganz das erhoffte Spektakel. Zudem merkt man dem Film ein wenig seine italienische Herkunft an. Alles wirkt ein wenig billiger als in vergleichbaren Hollywoodproduktionen. Mit einem besseren Regisseur und einem ausgereifteren Drehbuch hätte man vielleicht mehr aus dem Werk machen können.

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Bradbury

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Bewertung7.0Sehenswert

Kurz und knapp isser, aber mit Sicherheit besser als die fade TV-Adaption aus den 90ern. Wer die Odyssee in voller Pracht erleben will, der sollte allerdings zur 6-stündigen Miniserie aus dem Jahre 1968 greifen, die ebenfalls von DeLaurentiis produziert wurde.

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Kai Glinka

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Legendäres Sandalen-Kino mit für die damalige Zeit sehr guten Effekten. Unvergessen: Die Szene, in der Kirk Douglas den Zyklopen Polyphem überlistet.

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