Die Ferien des Monsieur Hulot
Les Vacances de M. Hulot (1953), FR Laufzeit 114 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 26.08.1955
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von Jacques Tati, mit Jacques Tati und Nathalie Pascaud
Monsieur Hulot ist ein biederer Kleinbürger. In seinem uralten Auto fährt er in die Bretagne, um dort seinen wohl verdienten Urlaub zu genießen. In einer kleinen Pension findet er ein Zimmer unter dem Dach und bemüht sich fortan intensiv, die übrigen Gäste zu unterhalten und ihr Interesse zu wecken. Schüchtern wirbt er um die junge Martine, die seine ritterliche Haltung und seine Aufmerksamkeit schätzt. Doch all seine weiteren Bemühungen, unter den Gästen Gesellschaft zu finden, rufen Missverständnisse und Katastrophen hervor. Auf einem Maskenball finden nur er und Martine sich im Kostüm wieder. Vollends die Verachtung seiner Miturlauber zu spüren bekommt der linkische Hulot, als er bei dem Versuch, einige Kracher zu löschen, das gesamte Feuerwerk zündet. Das ist zugleich das unglückliche Ende seiner Ferien, jeder Pensionsgast ist froh, ihn davonfahren zu sehen.
HandlungDer Biedermeier Monsieur Hulot (Jacques Tati) fährt mit seinem wackligen Wagen in die Bretagne, um dort seinen wohlverdienten Urlaub zu genießen. Doch er schafft es einfach nicht, in Kontakt mit den anderen Urlaubern zu treten: Ständig misslingt ihm etwas oder er verunsichert den Rest der Hotelurlauber durch seine merkwürdige Art. Eine der auffallendsten Szenen ist die, in der Monsieur Hulot mit einem Boot aufs Meer hinausfährt. Als dieses in der Mitte auseinanderbricht, versucht sich Hulot verzweifelt zu retten. Dabei wird er beobachtet und sieht aus wie ein riesiger Hai aus Holz, der sein Maul auf und zuklappt. Hulot kann nur eine Engländerin als Bekannte gewinnen, obgleich er doch an der adretten Martine interessiert ist.
Die Handlung ist relativ lose zusammengehalten. Gemein ist ihnen die Verspottung der Urlaubssitten der Franzosen der Nachkriegszeit (Frauen, die Muscheln sammeln, Maskenbälle, sinnloses Geplapper, ein Intellektueller, der immerzu von Gder leichberechtigung der Frau spricht).
Wissenswertes
Der Film wurde im kleinen Ort Saint-Marc-sur-Mer gedreht. Tati rekonstruierte für den Film die vom Krieg zerstörte Uferstraße.
Die Originalversion dauert 114 Minuten, die heute meist ausgestrahlte Version nur 96 Minuten. In der deutschen Version sprechen viele Figuren einen badischen oder schweizerdeutschen Akzent.
RezeptionDer Film erhielt den Kritikerpreis beim Filmfestival in Cannes und den renommierten Prix Louis Delluc.
Weiterführende Informationen
Mehr zu Monsieur Hulot
Weitere Filme, die in der Bretagne spielen
Weitere Informationen im Internet
Rezension von Ulrich Behrens in der Filmzentrale
Infoseite zum Film mit Fotos
Die Ferien des Monsieur Hulot auf arte.tv
Fanseite zu Jaques Tati (frz.)
Quellen
Cast & Crew
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Jacques Tati
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Jacques Tati
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Nathalie Pascaud
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Louis Perrault
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Michèle Rolla
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André Dubois
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kommandant
-
Suzy Willy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frau des Kommandanten
Regie
Schauspieler
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Valentine Camax
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Engländerin
-
Lucien Frégis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hotelbesitzer
-
Raymond Carl
-
Christopher Lee
-
Henri Marquet
-
Jacques Tati
-
Pierre Aubert
-
Jacques Lagrange
- Genre
- Slapstickkomödie
- Zeit
- 1950er Jahre, Feiertage, Sommer
- Ort
- Bretagne, Frankreich, Strand, Zug
- Handlung
- Aerobic, Außenseiter, Baden, Bahnhof, Bahnsteig, Brite, Chaos, Deutscher, Einzelgänger, Familie, Familienausflug, Familienurlaub, Feiertage und Urlaub, Ferien, Ferienhaus, Feuerwerk, Franzose, Gesellschaftsspiel, Hobby, Hotel, Jazz, Kartenspiel, Kultfilm, Maskenball, Nationalität, Pechvogel, Pfeife, Pferd, Pilot, Reiten, Saufgelage, Schwimmen, Sommerurlaub, Sonne, Sonnenbad, Spaß, Strand, Sympathie, Tanz, Tennis, Tischtennis, Tollpatsch, Unglück, Urlaub, Vergnügen
- Stimmung
- Entspannt, Gutgelaunt, Witzig
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Drehbuch
Filmdetails Die Ferien des Monsieur Hulot
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Kommentare (5) — Film: Die Ferien des Monsieur Hulot
Kommentar schreibenNorthernlights 2011/04/14 18:15:33
Kommentar löschenFür mich ein geliebter Kultfilm. Gerade das aufrichtige Bemühen, Monsieur Hulots, charmant, höflich und zuvorkommend zu sein, bringt ihn durch seine Schusselige Art und die hinterhältigen widrigkeiten, des Lebens,immer wieder in groteske Situationen.
Ein herrliches Stück Filmgeschichte...empfehle auch Tatis Schützenfest.
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churchdogem 2008/10/26 11:46:38
Kommentar löschenJaques Tati, ein Regisseur, an dem man nicht vorbei kommt, wenn man sich mit dem französischen Film befasst. Die Figur des Hulot kommt in den Filmen Tatis immer wieder in alltägliche Situation, die obskure Formen annehmen. Dabei ist Hulot nicht wirklich tollpatschig. Vielmehr ist er die Figur, die uns ermöglicht über diese Ereignisse des täglichen Lebens zu reflektieren. "Die Ferien des Monsieur Hulot" ist der Beste FIlm der Reihe. Leider kommt er, dennoch nicht an die Klassiker Chaplins heran, da doch Längen auftreten.
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annaberlin 2008/07/03 18:07:22
Kommentar löschenKlassiker des französischen Kinos, der als Wiedergeburt des französischen Kinos gilt, nachdem im und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nur Beziehungskomödien gezeigt wurden, um die Menschen vom Krieg abzulenken. M. Hulot ist Kult!
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lyogen 2008/05/03 10:58:56
Kommentar löschenTati ist ein Meister der Beobachtung. Heute nimmt man sich so viel Zeit für Unsinniges, da sollte auch mal die Zeit sein, sich in Ruhe den alten Zeiten ohne Hektik zu widmen.
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strangelet 2007/10/10 17:32:14
Kommentar löschenWenn man die nötige Konzentration aufbringt, kann dieser Film wohl immer noch recht lustig sein. Aber die Dialogarmut und Langatmigkeit entspricht leider gar nicht mehr den heutigen Sehgewohnheiten, deshalb ist er im Jahr 2007 vor allen Dingen anstrengend.
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Brentano 2010/10/17 00:21:19
Antwort löschenDer Kritiker scheint nicht bemerkt zu haben, das "Hulot Filme" von den sehr spärlichen Dialogen "leben", vermeiden Sie es doch bitte Kommentare zu Filmen zu veröffentlichen, die sie absolut nicht verstehen, aber immerhin, "free speech", .. rules