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Die fetten Jahre sind vorbei - Kritik
AT/DE 2004 Laufzeit 129 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 25.11.2004
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Kritiken (1) — Film: Die fetten Jahre sind vorbei
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWeingartner hat die erste und wichtigste Lektion des Kinomachens beherzigt: nicht Pamphlete zu inszenieren, sondern Menschengeschichten. "Die fetten Jahre" mit Jule und Jan sind eine Ménage à trois wie Truffauts "Jules und Jim", eine Dreierkonstruktion wie Godards "Außenseiterbande", ein Emotionsgeflecht wie Bertoluccis "Dreamers". Und damit ist es das schönste Beziehungsdreieck aus Pop, Poesie und Politisierung, welches das deutsche Kino seit langem zustande gebracht hat.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
wallone77 Tue, 28 Aug 2012 16:48:41 -0000
Antwort löschenErste und wichtigste Lektion des deutschen Feuilletons: Nichtssagende, schnöselige Bildungshuberei und effekthascherische Selbstinszenierung als bedeutungsschwere Kunstkritik tarnen.
Kommentare (44) — Film: Die fetten Jahre sind vorbei
AASFRESSER Sat, 18 May 2013 22:15:29 -0000
Kommentar löschenBin hin- und hergerissen - irgendwie ist das nur halbfertig, ein Entwurf, noch weniger als ein Konzept, sowohl das, was die drei da veranstalten, als auch was den Film an sich betrifft. Obwohl es ein Film ist, der mit minimaler Figurenzahl auskommt und deutliche Längen aufweist, die mir nicht sonderlich sinnvoll erschienen, bin ich immerhin nicht eingeschlafen. Aber irgendwann ist dann die Luft raus. Man merkt, dass es nicht auf einen Thriller hinausläuft und hört auf sich dafür zu interessieren, wie die ganze Sache ausgeht, naja, und letztendlich geht sie ja auch nicht aus...
Das Spiel der vier Hauptdarsteller miteinander ist das Beste am Film, auch die Grundidee ist an sich nicht so schlecht. Aber an Goodbye Lenin kommt er natürlich bei weitem nicht heran, und zwar inhaltlich, dafür ist das dann doch zu dünn... (Ich hatte auch meine Probleme, mich beim Betrachten von den Good-Bye-Lenin-Rollen zu lösen...)
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herrmann.jemine Fri, 17 May 2013 10:19:37 -0000
Kommentar löschenich mag die schauspieler, und das bringt hier den extrapunkt, der den leicht negativen touch pseudo-gesellschaftskritik wieder ausgleicht. ein extrapunkt auch dafür, dass es ein (guter) deutscher (!) film ist. aus amiland mit anderen, dort hippen schauspielern also nur ne 6 ^^
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Sozionaut Thu, 14 Mar 2013 19:41:57 -0000
Kommentar löschenbedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Helter Skelter Mon, 18 Mar 2013 19:57:58 -0000
Antwort löschenWieviele Jahre hast Du an diesem Kommentar,
... oder besser.... Gedichtszyklus geschrieben? ;)
Sozionaut Mon, 18 Mar 2013 20:00:52 -0000
Antwort löschenGebirgszüge verschwanden, Kontinente entstanden.
Eine Spezies starb aus, die andere eroberte die Welt.
Nun sie alle waren Mal, ich sehe nur Staub und alles Zeit ist veronnen...
... so lange habe ich gebraucht :)
Helter Skelter Mon, 18 Mar 2013 20:08:50 -0000
Antwort löschenSoviel Philosophie am Abend.
Jetzt muss ich mir glaub - als Gegengift - mal ankucken, warum da Stroh liegt ;)
Sozionaut Mon, 18 Mar 2013 20:13:24 -0000
Antwort löschenseufz
Helter Skelter Mon, 18 Mar 2013 20:17:41 -0000
Antwort löschenNein nein. Nix seufz.
Bin froh um deine Kommentare.
Schöne Grüße
Alle 7 Antworten zeigen
Sozionaut Mon, 18 Mar 2013 20:18:18 -0000
Antwort löschen:-*
Helter Skelter Mon, 18 Mar 2013 20:27:01 -0000
Antwort löschenzurück
... weils du's bist
Mac_C_Tiro Wed, 06 Feb 2013 14:35:25 -0000
Kommentar löschenGute Idee mit solidem Cast und nett wackelnder Handkamera aufgenommen und leider, dank ungemein flacher und pseudo- konsumkritischer Dialoge bzw. nicht dazu passendem handeln der Protagonisten, nur dürftig umgesetzt. Trotzdem, mag er dem Stereotyp des latent infantilen TV Konsumenten unter 40 als sinnbringender "Augenöffner" dienen.
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WhityWeissmann Fri, 11 Jan 2013 14:46:07 -0000
Kommentar löschenOh, ein deutscher Film, mit einem Beau aus der unheiligen Dreifaltigkeit Stadlober-Brühl-Schweighöfer, die nicht viel gemein haben bis auf ihre Milchgesichter und ihre zweifelhaften Fähigkeiten als hyperventilierende Gymnasiums-Aula-Mimen. Aber gut, man beurteilt ja einen Film nicht anhand seiner Schauspieler, bevor man ihn gesehen hat. Der Rest ist allerdings auch ziemlicher Dreck, nach dem Motto "Guckt mal, haha, wir sind ganz dolle kapitalismuskritisch." Dazu passend eine schöne schwarz-weiß Welt: die Reichen und Bonzen, die sind böse, aber sowas von. Deshalb kriegen sie die Bude auf den Kopf gestellt. Was ein Einfall! Ist ja nicht so, dass man wieder zurückräumen kann, aber scheinbar ist's hier (frei nach dem Joker) "about sending a message". Wäre ich so ein fieser Filmbonze, die Message würde im Funkloch versaueren. Aber der Film hat ja noch mehr zu bieten, nämlich ungeheurliche Dia-, Mono- und sonstige -loge. Aber lest selbst: "Aber ich hab ne Nachricht für dich Manager: Die Maschine ist heiß gelaufen. Wir sind nur die Vorboten, aber eure Zeit ist bald vorbei. Diese ganze scheiß Technik hat euch bequem gemacht, aber die anderen, die haben die Wut. Die Wut von irgendwelchen Kindern, die in dreckigen Slums rumsitzen und amerikansiche Actionfilme gucken. Und das ist nur die eine Seite. Was ist denn hier? Die Zahl der psychischen Krankheiten steigt nach oben, immer mehr Serienkiller, zerstörte Seelen, sinnlose Gewalt, die könnt ihr irgendwann nicht mehr mit Gameshows und Shopping betäuben. Und die Antidepressiva werden irgendwann auch nicht mehr wirken. Die Leute haben einfach kein Bock mehr auf euer scheiß System." Stammtische gibt's offenbar auch in besetzten Häusern. Noch 'ne Kostprobe? Na, weil's grad so läuft: "Kiffen zerstört die revolutionäre Kraft der Jugend!" So tiiiieeeefgründig. Als ob sich Campino und Stephan Weidner gegenseitig das ins Poesie-Album schreiben, was sie beim besten Willen nicht in ihre Anti-Kompositionen hineinverbrechen konnten.
Was bleibt? Eine Filmhülle, die nicht mal nett anzuschauen ist, Schauspieler, die Schauspieler darstellen und eine Menge verquaster Pantry-Küchen-Philosophie. Außderdem die ungeheure Erkenntnis: "Jedes Herz ist eine revolutionäre Zelle." Und der Mensch eine energetische Matrix. Wer also plant, diesen Film zu begutachten, der beschäftige sich doch mit dringlicheren und sinnvolleren Dingen, beispielsweise den Rillen im Heizkörper Namen geben oder Mayonaise mit der Kuchengabel essen. Ich brauch' jetzt'n Schnaps.
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MartinNolan Thu, 10 Jan 2013 10:24:05 -0000
Kommentar löschenBereits nach wenigen Minuten hat man als Zuschauer den äußerst simpel gestrickten Handlungsverlauf von „Die fetten Jahre sind vorbei“ durchschaut, was diesen Film umso ermüdender erscheinen lässt, da Inszenierung, Schauspiel und Musik keineswegs dagegen arbeiten, sondern vielmehr dazu beitragen „Die fetten Jahre sind vorbei“ unendlich in die Länge zu ziehen.
Diesem Film die volle Aufmerksamkeit zu schenken, bedeutet in erster Linie zu leiden, da erstens nichts Überraschendes geschieht und zweitens das Erwartete geradezu dilettantisch präsentiert wird. Da reiht sich ein abgedroschenes Klischee an das nächste und findet dann seine unbeholfene Überleitung im bedeutungsschwangeren Geschwätz der Hauptfiguren. Dazu wird dem Zuschauer ein unerträgliches schwarz-weiß Denken um die Ohren geklatscht, sodass es ich mich wundert, dass Jule Bergmann (Julia Jentsch) neben ihren Schulden bei einem reichen „Bonzen“, sowie schlechten Arbeitsverhältnissen, nicht noch obendrein durch die Geldgier eines verantwortungslosen Fabrikmoguls an Krebs erkrankt ist und mit schmerzverzogenem Gesicht den Kampf gegen das vermeintlich Böse in der Welt aufnimmt.
Das vermittelte Weltbild (Die bösen Reichen und die guten Armen) wird derart stupide in Szene gesetzt, dass man als Zuschauer weder eine Identifikationsfigur noch irgendeine Sympathie für die Personen entwickelt. Das wäre natürlich erst einmal kein gravierender Fehler, vielleicht ja sogar vom Regisseur/Drehbuchautor beabsichtigt. Doch erweisen sich dadurch eben die unzähligen leeren Dialoge als unerträglich langatmig, zudem es keine überzeugenden Dialoge sind, sondern sich vielmehr als „Stammtisch-Gerede“ entpuppt.
„Die fetten Jahre sind vorbei“ kann leider in keinerlei Hinsicht überzeugen und präsentiert sich dem Zuschauer als eintöniges und dadurch ermüdendes pseudo-gesellschaftskritisches Machwerk ohne jeglichen Tiefgang.
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Yersinia_Pestis Tue, 01 Jan 2013 18:33:15 -0000
Kommentar löschenNette Idee. Die Eingansszene war auch tatsächlich super. Allerdings konnte ich die "Rebellen" - die so vehement gegen Ungerechtigkeit, Reichtum, Materialismus und Konsum sind - nicht mehr ernst nehmen, sobald sie ihre Kippen und ihren Alk auspackten und demnach gerade DIE Konzerne unterstützten, gegen die sie doch eigentlich wettern wollten.
Das entbehrt für mich jeder Logik.
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Shurtugal Fri, 07 Sep 2012 15:21:33 -0000
Kommentar löschenDieser Film gehört zur Muss-Liste für Daniel Brühl-Fans! Ein zeitloser Film mit einerguten Story. Passt in zeiten des Turbo-Kapitalismus, der Finanz- und Wirtschaftskrise wie die „Faust aufs Auge“. In den Chef-Etagen so mancher Banken und Fonds sollte der Film tägliche Pflicht sein, will sagen, sich anzusehen! Modernes Robin Hood-Feeling!
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Brentano Wed, 28 Nov 2012 18:30:02 -0000
Antwort löschenes geht nicht um Feeling und Fankult sondern um Konkretes und gelebte Praxis aber das haben Konsumenten immer schon als letztes begriffen, alles nur Konsumrausch alles nur Vowand, lachen, weinen noch mehr kaufen, Ausverkauf , Schlussverkauf, langer Sonntag heißt die Devise .... Öko Humanität und Umweltschutz sind nur Witze im Livekino des unnütz gelebten Schein-Lebens,..
chmul_cr0n Wed, 15 Aug 2012 00:52:56 -0000
Kommentar löschenDas Ende war etwas... :/
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kabOOOm Thu, 22 Nov 2012 17:24:41 -0000
Antwort löschenjop, einer dieser filme die wesentlich besser wären, wenn man die letzten minuten einfach rausschneiden würde.
Rukus Fri, 13 Jul 2012 03:30:59 -0000
Kommentar löschenEin Film, der immer aktueller zu werden scheint. Rudi Dutschke ist ein Fall für den Geschichtsunterricht und beim Begriff "Deutscher Herbst" hört man bei einigen Nazi-Paranoikern schon die Alarmglocken schrillen. Unter Studentenbewegung versteht man heute am ehesten noch das Hetzen von einer Pflichtveranstaltung zur nächsten. Und wie sieht die Rebellion der Jugend aus? Sie twittert, wie scheisse Eltern und Lehrer sind, und lädt peinliche Bilder vom Komasaufen bei Facebook hoch. Eigentor! Der Krug geht so lange zum Wasser, bis er bricht. Dumm nur, dass Colaflaschen praktisch unkaputtbar sind ...
Wer zweimal mit dem selben pennt, gehört schon zum Establishment. Petting statt Pershing. Tja, das wars dann wohl mit den flotten Sprüchen. Taten folgen am 1. Mai, oder eben nicht. Wenn mal was passiert, fehlt die Botschaft, und wenn einer eine Botschaft hat, passiert nichts. Angepasst, gleichgeschaltet und im Bann der Gesellschaft. Wieso etwas riskieren? Es ändert sich ja doch nichts. Die meisten haben zu viel zu verlieren, ihr Handy, ihren Internetzugang ... im Knast zu landen, das wär ein Kulturschock. Und die, denen es egal ist, die müssen sich fragen, wer mitzieht. Nein, die großen Zeiten der Revolution sind Geschichte. Heute läuft alles anders, Flashmobs werden per Facebook verabredet, das ist der Protest von heute. Youtube-Videos und Blogs als Revolution 2.0 ...
Die fetten Jahre sind vorbei! Aber für wen? Für die Bonzen, oder doch die Revolutionäre? Selbst gegen miese Studienbedingungen und Studiengebühren kriegt man die Leute nicht auf die Strasse. Sie könnten Prüfungsstoff verpassen. Sorry, ich kann heute nicht flyern, ich muss arbeiten ... Und wenn doch mal wer etwas wagt? Genau darum geht es in diesem Film. Zeichen setzen, mahnen, etwas bewegen oder zumindest anstossen. Chancen und Risiken werden vorgeführt. Der Film ist kein Weckruf an eine neue APO, aber auch kein Kläger. Die fetten Jahre sind vorbei beleuchtet die Bonzen und ihre Opponenten aus verschiedenen Perspektiven und lässt dem Zuschauer die Möglichkeit, selber zu denken, sich ein Bild zu machen. Wie liest man doch immer so schön - bild dir deine Meinung! Wohl einer der zynischsten Werbeslogans, die es gibt. Aber auch da sollte jeder sich seine eigene Meinung bilden, wie auch zu diesem Film hier. Er bietet viel Spielraum für eigene Gedanken, und die sollte man nutzen. Venceremos! Wo ist mein Kontoauszug ...
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Markbln Fri, 13 Jul 2012 07:02:04 -0000
Antwort löschenFinde ich sehr gut geschrieben, aber inhaltlich sehe ich das ambivalenter. Auch die polititisierte 60er oder 70er Jugend war teilweise nur am Eventcharakter interessiert. Die Bilder, die man heute immer wieder sieht zeigen gern die große Masse als politisches Kollektiv, aber selbst Andreas Baader hat hauptsächlich seinen Narzissmus zur Schau gestellt. Was aber nichts daran ändert, dass Ulrike Meinhof oder eben auch große Teile der nichtradikalen Proteste damals wirklich engagiert waren. Allerings würde ich das heute vielen Jugendlcihen nicht absprechen, auch wenn so Phänomene wie Occupy etc sehr kurzlebig und nach Gusto auf- und verblühen zu scheinen. Es gibt aus meiner Sicht eine ziemlich politisierte Jugend auf der einen Seite, auf der anderen Seite eine scheinbar völlig verblödete, zumindest infantilisierte.
Ach so, den Film finde ich zu plakativ und letztlich unbefriedigend.
Rukus Fri, 13 Jul 2012 13:46:23 -0000
Antwort löschenStimmt schon, auch damals war nicht jeder automatisch in der APO und heute gibt es Occupy oder Die Piraten. Aber in Deutschland ist der Protest meist Flügellahm oder halt breit aufgestellt, wenn man an Stuttgart 21 denkt. Von den Jüngeren kommt viel, aber eben eher in kleiner Zahl. Und der Durchschnittsbürger kriegt nix davon mit.
Der Film mag plakativ sein, aber genau das regt auch dazu an, selber nachzudenken, und sich halt eine Meinung zu bilden. Ich bin mir nicht ganz sicher, wieso du ihn als unbefriedigend empfindest. Liegt es daran, dass er nicht so deutlich Stellung bezieht, oder ist es etwas anderes? Im Endeffekt ist es aber einfach auch Geschmackssache. Ich fand ihn interessant gemacht. Mal was anderes halt.
van-kleenebach Sat, 30 Jun 2012 21:52:40 -0000
Kommentar löschenIdioten und wunschdenker hab ich genug im Alltag, da Spar ich mir die filmversion
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Sülül Mon, 13 Aug 2012 11:45:45 -0000
Antwort löschenHerrlich! Bewertung und Kommentar zu einem Film den du nicht einmal gesehen hast ?!
Audreyfan Tue, 15 May 2012 20:30:54 -0000
Kommentar löschenDie Idee hinter dem Film ist gut
ABER
Ansonsten passt hier gar nichts.
Die Schauspieler sind unglaubwürdig, die Musik ist falsch ausgewählt, und und und
Ich kenne mich ja nicht wirklich mit Kameraarbeit aus, aber es hat mich extrem genervt, dass immer, wenn die Kamera mehrere Sekunden bewegungslos auf etwas bleiben WOLLTE, sie anfing zu wackeln -_-
Ach ja die Geschichte ist vorhersehbar und die ach so guten Dialoge sind eigentlich nur anneinandergereihte Argumente.
Es ist glaub ich auch kein Spoiler, wenn ich sage, dass die Dreiecksbeziehung schon nervt, bevor sie überhaupt angefangen hat.
Diesen Film kann ich beim besten Willen nicht weiterempfehlen!
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Super8951 Sat, 18 May 2013 11:01:41 -0000
Antwort löschenDanke. DANKE!
Audreyfan Sat, 18 May 2013 11:52:36 -0000
Antwort löschen:)
Juttaha Fri, 30 Mar 2012 09:01:23 -0000
Kommentar löschenJa, die drei jungen Revoluzzer. Sie haben mir schon imponiert. Kompromisslos kaempfen sie gegen den Kapitalismus, ideenreich und mit Ueberzeugung. In fremde Villen einzubrechen ohne etwas zu stehlen ist eine hervorragende Idee.
Die Entfuehrung des Manager ist nur ein Unfall und endlich kommt auch einmal ein reicher Bonze zu Wort, denn Ueberraschung; er ist nicht als reicher Bonze auf die Welt gekommen; sondern hat sich sein Reichtum erarbeiten muessen.
Dennoch, die Jugendlichen lassen sich nicht so leicht bequatschen und bleiben ihren Idealen treu.
Koennte der absolute Knueller sein, waere da nicht die ueberfluessige Liebeshandlung und das oft zu langgezogene Gespraech ueber die Revolution.
In manchen Abschnitten hat mich der Film schon fast gelangweilt.
Fazit: Gute Idee, zu langatmig erzaehlt.
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Roka586 Mon, 17 Oct 2011 14:37:41 -0000
Kommentar löschenIch kann die überwiegend positiven Bewertungen zu diesem Film nicht teilen. Zunächst einmal mag ich gesellschaftskritische Filme, die Antworten und neue Ansichten zu entsprechenden Problemen liefern und zum Nachdenken anregen. In meinen Augen gelingt das diesem Film jedoch leider nicht:
Die drei Hauptdarsteller empfinden jeweils auf ihre Art und aus verschiedenen Gründen ihr Umfeld und die Gesellschaft, in der sie leben, als ungerecht und haben verschiedene Ansichten entwickelt, wie sie daran etwas ändern können und wie eine bessere Welt in ihren Augen aussehen würde. Jene Ansichten bleiben für mein Empfinden jedoch zu oberflächlich und plakativ. Des öfteren hatte ich den Eindruck "ja das hätte ich vor ein paar Jahren auch noch so unterschrieben", aber inzwischen ist mir das nicht mehr differenziert genug. Wie auch Burghart Klaußner im Film einmal sagt, treffen sie ein paar richtige Punkte. Ihre Unzufriedenheit drückt sich im Film aber viel mehr durch Aktionismus, als durch durchdachte Kritik am gesellschaftlichen System aus.
Dagegen wäre im Grunde auch nichts einzuwenden, kämen die drei nicht so selbstgfällig und überheblich rüber. Was mir sehr missfallen und meine Wertung in den Keller gedrückt hat, war die Tatsache, dass sie selbst immer wieder gegen die Gesetze verstoßen und Vebrechen verüben, im Gegenzug aber andere als Verbrecher titulieren und verhöhnen ("manche Leute ändern sich nie!"). Die Durchsetzung ihrer Standpunkte erscheint daher in einem äußerst zweifelhaften Licht. Und auch wenn der Regiesseur eine Wertung unterlässt und ihr Handeln nicht gutheißt, fragt sich inwieweit eine Identifikation mit den Hauptfiguren möglich erscheint.
Letztlich ist an den Aussagen nicht alles verkehrt, die Umsetzung in meinen Augen jedoch misslungen.
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HaKaRa Fri, 16 Sep 2011 06:48:20 -0000
Kommentar löschenEin Film zum Nachdenken!
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Lismechir Sat, 03 Sep 2011 16:39:41 -0000
Kommentar löschenMeine Meinung zu dem Film ist zweigeteilt: Einerseits übt er gelungene Kritik, rüttelt auf und schafft es auch, dass man sich mit beiden aufeinandertreffenden Anschauungen auseinandersetzt. Andererseits sind die Charaktere leer und die Kritik kommt immer nur schubweise. Der Rest der Zeit wird überbrückt mit Gerede und Lückenfüllern. Bspw. ist die Beziehungsgeschichte auf eine abgedroschene Weise fehl am Platz und macht die Hauptdarstellerin nur noch unsympatischer, als sie ohnehin schon ist. Die Person des Gekidnappten bedient alle möglichen Klischees über die früheren Rebellen, die heute im fetten Mercedes fahren.
Allerdings wird der Film wohl weniger an die AntiFa- und DKP-Mitglieder gerichtet sein, die sich mit dem Thema soziale Ungerechtigkeiten ausreichend auskennen, sondern er soll einen wachrütteln und daran hindern ihn die üblichen Filmlückenfüller nicht. Sofern die Idee der Erziehungsberechtigten nicht unbedacht allzu wörtlich genommen wird, hat der Film eine bessere Wirkung als jeder fade Politikunterricht.
Schade ist allerdings, dass er diejenigen, an die die Kritik gerichtet ist, wohl kaum erreichen wird. Das hätte ihn noch aufgewertet.
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ossgewalt Thu, 04 Aug 2011 08:43:35 -0000
Kommentar löschenGanz passabel aber streckenweise zu langatmig.
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moviee Sun, 22 May 2011 16:40:55 -0000
Kommentar löschenAusgezeichneter Film von Hans Weingartner.
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doctorgonzo Fri, 13 May 2011 13:20:16 -0000
Kommentar löschenDie mahnenden Worte an der Wand einer schicken Vorstadtvilla.
Weingartner gelingt es über weite Strecken, die Dynamik zwischen den Hauptpersonen in beeindruckender Weise aufrecht zu erhalten und vermeidet es klug, eindeutig Partei zu ergreifen. Leider aber opfert er dafür unter anderem eine markantere Charakterzeichnung Hardenbergs, der zu oft wirkt wie ein Kapitalismus-Joschka-Fischer. Ein ehemaliger Linker, der die Gegebenheiten der Welt erkannt hat, aber seine Überzeugungen doch nie so ganz hat liegenlassen. Ist ja weder schlecht noch unmöglich, wurde aber zu offensichtlich plakativ ausgequetscht. Es liegt an Klaußners guter Darstellung, dass die Figur Hardenberg mehr ist als ein sprechender MacGuffin.
Dass der Regisseur sich nicht auf eine Seite schlägt, sondern es den Geschehnissen überlässt, die Rollenfiguren zu werten, ist einerseits gut, fällt ihm aber mitunter auf die Füße, da sich diese Strategie auch dank der sanften Inszenierung oftmals als Unentschlossenheit oder Anbiederungsversuch bei allen Seiten auslegen ließe.
Ein wenig Räuber-und-Gendarm Charme. Etwas coming of age Rebellion. Eine Prise Kapitalismuskritik, kombiniert mit der Einsicht, dass nicht jeder wohlsituierte, konservativ angehauchte Mitbürger gleich ein reaktionärer Kapitalismuskapitän ist.
Also ganz versöhnlich alles in allem.
Ganz genau wie der klischeehafte ZDF Zuschauer seine Welt haben möchte, wenn er sich nach dem Ansehen den Schlafanzug über die Unterwäsche zieht und dann von der Abzahlung seines Bausparvertrages träumt.
Mir fehlt da die Komplexität, eine Anklage in Richtung des mangelnden Unrechtsbewußtseins. Dafür, dass dieser Film gesellschaftkritisch sein möchte, bedient er viel zu romantisierende Stadtguerillaklischees. Mit der sanften Vorstellung, etwas ändern zu werden, die Gesellschaft zu retten, sind schon viele naive junge Menschen in idiotische Organisationen gerannt.
Wenn man sich von der "Wir gegen die böse Welt" Romantik losmachen kann, wird man allerdings einen wirklich stark gespielten und technisch gut inszenierten Film sehen, der aber trotz enormer Möglichkeiten in diese Richtung zu keinem Moment als sozial relevant durchgehen kann. Dafür bleibt er einfach zu brav, was sich natürlich für den cineastischen Absatz recht gut macht...
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Brentano Wed, 28 Nov 2012 19:21:47 -0000
Antwort löschenEs gibt und gab durchaus sozialkritische Filme , die etwas bewegt haben, etwas bewegen können und zu etwas anderem als Komsumismus bei zu tragen vermochten. N ur in Ger-Money wird das etwas schwieriger, da sture Profitabsicht sich schlecht mit intellektuelleren Inhalten verträgt, hier zu lande, ...trallali trallala
Mr. White Mon, 13 Dec 2010 22:52:49 -0000
Kommentar löschenDer Film "Die fetten Jahre sind vorbei" zeigt die Geschichte der drei Freunde Jan, Jule und Peter, die die Welt verändern wollen. Sie wollen den "Bonzen" Angst machen, indem sie ihre Villen einbrechen und die Möbel verstellen, damit diese sich beobachtet und verfolgt fühlen. Alles läuft gut, bis sie von einem Manager im Haus überrascht werden, diesen entführen und aufs Land fliehen.
Von der dreckigen Großstadt, wo sie eigentlich ihr Glück und ein fröhliches Leben besaßen, geht es nun in die schönen, großen Berge, wo ihre Probleme erst richtig anfangen. Die jungen Revolutionäre erkennen im gekidnappten Reichen, dass dieser kein schlechter Mensch ist und in seiner eigenen Jugend selbst für das stand, für was die drei Freunde heute stehen. Foglich enstehen Diskussionen über Moral, Recht und Unrecht und die Staatsform. Hier bricht der Film aus seiner Subjektivität aus, der die Revolutionäre vorher als "Gute" präsentiert hat und zeigt die Grauzone, in der diese stehen. Er zeigt, dass dieses revolutionäre Denken nicht immer realistisch durchsetzbar ist.
Das Ende jedoch zerstört diese Nachricht und der Film verfällt am Ende wieder in seine alte Schwarz/Weiß Sicht, indem die kritische Jugend mit ihrer Revolte doch wieder als die Guten repräsentiert werden und die "Bonzen" als die Lügner und herzlosen herhalten müssen. War das nötig? Die letzten zehn Minuten des Filmes hätte man einfach wegschneiden müssen. Denn dann, wäre der Film mit einem Unterton ausgegklungen, der zeit, dass man aus dem Extremdenken aufwachen soll.
Fazit:
"Die fetten Jahre sind vorbei" bietet an sich nichts innovatives, aber auch nichts extrem negatives, was weiterhin nennenswert wäre. Das Besondere an dem Film war, dass der Film aus der Extremität der Pole zwischen der Jugend und der Oberschicht hinaustrat und dies Objektiv beleuchtete. Doch traute man sich wohl nicht ganz, solche Wege vollständig zu gehen und legte am Ende die Lager wieder genauso hin, wie sie vorher standen.
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