Die Frau vom Checkpoint Charlie

Die Frau vom Checkpoint Charlie (2007), DE
Laufzeit 182 Minuten, FSK 12, Drama

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- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
4.8 Community
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von Miguel Alexandre, mit Veronica Ferres und Peter Kremer

Veronica Ferres ist Sara Bender, “Die Frau vom Checkpoint Charlie”. Nach einer zweijährigen Haftstrafe wegen versuchter Republikflucht wird sie in den 80er Jahren von der BRD freigekauft. Sie darf in den Westen ausreisen, allerdings ohne ihre beiden Töchter. Damit beginnt ein langer Kampf um die Kinder. “Heute Nacht hat sich ein Zwischenfall am Ausländergrenzübergang Checkpoint Charlie ereignet. Eine Frau versuchte unerlaubt die Grenzanlagen in Richtung DDR zu passieren. Für die Behörden ist sie keine Unbekannte. Die ‘Frau vom Checkpoint Charlie’...” Zweieinhalb Jahre zuvor im Frühjahr 1982: Sara Bender lebt mit ihren Töchtern Silvia, 11, und Bine, 9, in Erfurt. Als sich Sara entschließt, ihren langjährigen Freund Peter Koch zu heiraten, hat sie nur einen Wunsch: Johannes, ihr Vater, soll aus dem Westen zur Trauung anreisen. Auf der Fahrt in die DDR verunglückt Johannes schwer. Die Hochzeit wird vorerst abgesagt und Sara setzt alles daran, ihren Vater am Krankenbett zu besuchen. Doch die DDR-Behörden verweigern Sara die Ausreise – denn sie wird als potenzielle Staatsfeindin in den Akten geführt. Zu oft hat sie offen ihre Meinung über das System geäußert und damit für Unruhe gesorgt. Als ihr Vater kurz darauf stirbt, bricht für Sara eine Welt zusammen. Und sie ist sich sicher, sie will mit ihren Kindern die DDR für immer verlassen – mit oder ohne Peter. Doch ihr Ausreiseantrag wird erneut abgelehnt und Sara fasst den Entschluss, der DDR auf illegalem Wege den Rücken zu kehren, nicht ahnend, was dies für ihre Zukunft bedeutet.

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  • Die Frau vom Checkpoint Charlie - Bild 6446273

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Kritiken (1) — Film: Die Frau vom Checkpoint Charlie

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Auch wenn man Bedenken gegen die Schauspielkunst von Frau Ferres haben mag, bleibt hier ein spannender Film, der es schafft seine Story auch jenseits der reinen Effekthascherei zu erzählen. Sicher es gibt sie, die rührseeligen Szenen, in denen es zu serh soaped, doch später dominiert die Spannung, die Fassungslosigkeit darüber wie weit der Arm der "Krake" damals reichte. Da lassen sich die dramaturgischen Hänger in der ersten Hälfte, grade noch verschmerzen. Es bleibt jedoch der Wermutstropfen und mal wieder die Frage ob die Geschichte wirklich soviel Potential hat und auf zwei Abende aufgeteilt werden musste.

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Kommentare (6) — Film: Die Frau vom Checkpoint Charlie

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Canalterrorist

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Bewertung6.0Ganz gut

Interessanter TV-Film mit guten Darstellern.

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jan morrow

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Bewertung4.0Uninteressant

4 Punkte für die Ausstattung des Filmes (auch wenn man das eine oder andere DDR-Fahrzeug mehrfach in verschiedenen Szenen sieht, das lag wohl am begrenzten Fuhrpark besagter Fahrzeuge). Gute Schauspieler - bis auf Frau Ferres, die ihrem Ruf als Heulsuse der Nation wieder gerecht wird.
Die Story plakativ und vorhersehbar. Die böse DDR, die gute BRD. Gähn....
Es nervt, andauernd diese oberflächlichen, massenkompatiblen und an der wirklichen Tragik der einzelnen Schicksale vorbeigehenden Filme angeboten zu bekommen. Schade um die Gebührengelder.
Dabei gibt es durchaus gute Filme zu diesem Thema. Allen voran natürlich "Das Leben der Anderen" aber auch "Schläfer" oder etwas humoristisch "Good by Lenin". Vielleicht sollte man bei der Thematik ehmalige DDR-Regisseure oder -Schauspieler (soweit noch vorhanden) mit einbeziehen, dann klappt es auch mit der Authentizität.

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mirae

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Ein deutscher Fernsehfilm“, dachte ich mir als ich halbwegs gezwungen war mir diesen Film anzusehen. Meine Erwartungen hielten sich in Grenzen.
Ich wurde aber überzeugt: Ein grandioser Film, muss ich mir selbst jetzt gestehen.
Die faszinierende Story liefert schon eine sehr gute Grundlage, hinzu kommt Veronika Ferres, die nun wirklich schauspielerisch begabt ist.
Ich mag den Film sehr und das obwohl ich generell nicht der Typ für solche Filme bin.
Ein wirklich guter Film!

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Pirathin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sehr interessanter Film. Man kann sich, meiner Meinung nach, gut in die Figuren hinein versetzen und ihre Gefühle verstehen. Alles in allem ein super Film mit guten Schauspielern der sehr nah an der Realität ist.

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Indigomiau

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Bewertung0.0Hassfilm

ein typisch deutscher fernsehfilm, wenn es um die ddr-brd-problematik geht...es gibt anscheinend nur eine "erlaubte" sichtweise...komischerweise wird aber gerade an der ddr die angeblich fehlende multiperspektivität kritisiert...sollte man vielleicht mal drüber nachdenken! die brd fungiert wiedermal als ebenbild eines nahezu perfekten staates, in dem zumindest auf den ersten blick alles erlaubt und alles supertoll zu sein scheint. im gegensatz dazu wird die ddr als graue und triste heimat von frau bender und ihren beiden töchtern dargestellt, in der die stasi sogar die geheimsten gedanken, die sich der denkende noch nicht mal gemacht hat, kontrolliert und mit sicherheit auch bestraft. mir scheint, gerade die leute, die sich mit dem thema des kalten krieges öffentlich auseinandersetzen, vergessen genau dieses gerne: die zeit wird nicht umsonst als "krieg" bezeichnet. und wenn eine frau bender, die sicherlich symbolisch viele menschenschicksale der damaligen zeit verkörpert, meint, illegal aus diesem land fliehen zu wollen, dann sollte sie sich auch der damals rechtmäßigen konsequenzen bewusst gewesen sein. dass sich also alle welt wundert und fast den verstand verliert, wenn eine illegale handlung nicht ungestraft bleibt, ist für mich einfach nur unverständlich. das i-tüpfelchen ist aber immernoch die entscheidung sara benders, lieber ohne ihre kinder die ddr zu verlassen, als mit ihnen zu bleiben. welche mutter lässt ihre kinder in einem land, welches sie für unmenschlich und nicht lebenswert hält? sicher wird jetzt der eine oder andere sagen, sie wurde ja von der stasi dazu genötigt bzw. gezwungen. meine antwort ist: nein, wurde sie nicht! sie hätte sich in dem moment auch noch umentscheiden und bei ihren kindern bleiben können. auf der einen seite hielt sie niemanden in diesem staat mehr für vertrauenswürdig, aber andererseits vertraute sie darauf, dass ihre kinder mit ihr kommen könnten?! ein für mich unlogischer zusammenhang!
ddr-bürgern wirft man heute oftmals vor, sie würden sich nicht "richtig" bzw. genug mit ihrer vergangenheit auseinandersetzen und diese aufarbeiten...und was passiert auf der anderen seite? nicht das schwarze unterm fingernagel oder sollen filme wie dieser eine art vergangenheitsbewältigung darstellen? ich hoffe nicht! unsachgemäße filme helfen niemandem, die lebenssituation vor dem mauerfall (auf beiden seiten bitteschön!) besser zu verstehen bzw. sich in diese hineinzuversetzen, sondern schafft vorallem in jüngeren generationen eher ein verzerrtes bild.
wo bleibt die sachliche auseinandersetzung mit der vielschichtigen und sehr komplizerten thematik des kalten krieges, die so langsam endlich mal angebracht wäre, anstatt ständig nur die vermeindlich eine seite zu zeigen?!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

FilmKritik

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Hallo, ich komme ein wenig spät mit meiner Anmerkung aber im Zusammenhang mit einem anderen Film (Go west freiheit um jeden preis) habe ich mich auch an "Die Frau vom CPC" erinnert. Und an meine damalige Kritik, die ich aber hier noch nicht geäussert habe. Deswegen bin ich erfreut hier zu lesen, wie jemand auch dieselben Unstimmigkeiten aufgefalles sind. Resultierend aus Unsachlichkeit gepaart mit Unwissen in besteimmten Punkten nahe an der Realität zu bleiben. Ich kann vielleicht helfen die Sache etwas aufzuklären. Tatsächlich ist im Film Frau Bender die Mutter, die scheinbar völlig ahnungslos ihre Kinder verliert. Jeder der sich etwas intensiver mit der DDR beschäftigt hat, weiss, dass hier die Schwäche des Films liegt. Er ist an dieser Stelle unlogisch und das "Schlimme" ist, dass sich der Film auf eine "wahre Begebenheit bezieht". Diese Vorlage ist abr in einem wichtigen Punkt anders. Die "echte" Version der ausreisewilligen Mutter war frühzeitig in Opposition zum Staat. Eine einfache Mitarbeiterin in der Produktion, die es auch nie geschafft hätte aufzusteigen, vielleicht mit einer einfachen Denkweise, vielleicht mit der Neigung die Wahrheit auf der Zunge zu tragen. Auf jeden Fall eine Frau, die nicht in der Lage war die Situation und die Konsequenzen ihres Handelns zu überblicken und die deswegen auch später im Westen überall angeeckt ist. Das ist die ungefähre Beschreibung, die ich in Erinnerung habe, aus einer Reportage zum Hintergrund des Film. Und hier kommt der Unterschied zum Film: Natürlich möchte man die Mutter im Film "über den geistigen Horizont der DDR blickend" erscheinen lassen. Sie soll ja die Symphatien erhalten. Also nimmt man eine gutaussehende (verdammt gutaussehende!) Frau und paart das ganz mit überdurchnittlicher Intelligenz (ist schlauer als der Chef des Elektronik-Betriebes) sowie Herzenswäre und Mut (Setzt sich für die Mitarbeiterin ein und bietet dem Chef die Stirn). Diese wahnwitzige Vorstellung, dass Menschen im Widerstand so "gut" sein müssen, macht den ansonsten gelungenen Film unglaubwürdig, da jede Frau mit dieser Biographie (Schule, Auswahl zum Gymnasium (EOS), Auswahl zum Studium (mit Bestandteil Marxismus / Leninismus), Empfehlung für den modernen sozialistischen Großbetrieb) eine Sozialisation erfahren hat, in der ohne Anpassung nichts lief. Eine Biographie in der sie Märchen geschrieben hat, weil bekannt war dass diese "gewünscht" waren. Märchen, die die echte Frau vom VPC sich nie hätte ausdenken können und deren Weg deshalb dieser der Verzweifelung und der Beharrlichkeit war.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe natürlich vor der Frau vom CPC Respekt und Achtung!


Entertainer

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Bewertung9.5Herausragend

Kaum näher an der Wirklichkeit kann eine historische Verfilmung sein. Die Doku zum Film und zahllose Interviews mit Hauptdarstellerin Veroniva Ferres und der Betroffenen Jutta Gallus haben dies belegt. Filmfehler sind in dem Streifen somit wohl kaum auszumachen. Trotz der Sorgfalt geht dem Streifen in puncto Spannung und Dramatik nichts verloren.

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