Hervorragend gespielt von Jodie Foster, die ihren Verlobten bei einem Überfall verliert und zur Rächerin wird, die sich selbst wie eine Fremde fühlt. Die Bilder des nächtlichen New York gefallen, aber der Inhalt verstrickt sich nach einer zumindest theoretisch glaubwürdigen Gewalterfahrung der Hauptperson zu Beginn in zunehmend unglaubwürdige "Dauertraumatisierungen", der Erika mit immer neuen Racheakten begegnet. Die merkwürdige Freundschaft mit dem Policeofficer ist ebenfalls nicht sehr glaubhaft, bekommt gegen Ende sogar eine äußerst bizarre Komponente. Besonders enttäuscht hat mich der Schluss. Der ist bei aller Fiktion moralisch höchst fragwürdig. Dann seh ich mir lieber einen "Rachethriller" à la Tarrantino oder "Okami" an. Da weiß ich, daß es nicht um eine pseudo-moralische Aussage geht, sondern einfach stilistisch überzeichnet ist.
Obschon «The Brave One» kein gängiger Selbstjustiz-Thriller ist, bietet nicht nur das Ende reichlich Stoff für kontroverse Diskussionen. Inhaltlich spricht der Film niedere Instinkte an, handwerklich bietet er vorzügliches Kino.
Jordan verpackt die schlichte Grundidee in einen gradlinig und intelligent gemachten Thriller. [...] “The Brave One” manipuliert den Zuschauer noch nicht mal subtil, sondern mit dem Holzhammer - die Sympathien sind klar verteilt: Die Protagonistin, völlig aus der Bahn geworfen durch den Überfall und Mord an ihrem Freund, greift zum einzig sinnvoll erscheinenden Mittel, der Selbstjustiz. Das ist zwar ziemlich fragwürdig, aber dafür zumindest gut erzählt.
Zwar ist „Die Fremde in Dir“ rein inhaltlich gesehen ein ähnliches Rache-Drama wie der kürzlich angelaufene Film „Death Sentence – Todesurteil“. Doch im Gegensatz zur eher actionlastigen Variante mit Kevin Bacon bietet Jodie Foster hier Gefühlskino vom Feinsten.
Klar, auch dieser Film kommt um Gewalt nicht herum. Zumal Erica von den Medien schnell zur Heldin der Selbstjustiz gehyped wird. Aber diese Momente sind wie im wahren Leben: ein kurzer Knall und dann ist alles auch schon vorbei. Hier wird die Gewalt nicht zum Selbstzweck, sondern gut in der Handlung platziert, um diese behutsam voranzubringen.
[...] Selbstjustiz, die Zweite. Nach dem erst kürzlich angelaufenen „Death Sentence“ schicken sich nun Regisseur Neil Jordan („The Crying Game“) und Hauptdarstellerin Jodie Foster („Das Schweigen der Lämmer“) an, der Thematik neue Seiten abzugewinnen. Während Kevin Bacons Rachefeldzug auf Action und die Spirale der Gewalt ausgelegt ist, liegt der Schwerpunkt bei „Die Fremde in dir“ auf dem persönlichen Schicksal der Protagonistin und den Reaktionen der Gesellschaft. Allerdings macht dies den Film weder interessanter noch anspruchsvoller - und auf keinen Fall unterhaltsamer. [...]
Erstaunlich wie langatmig Regie Veteran Neil Jordan diesen Rachefilm mit eindeutiger Botschaft inszeniert hat. Der Film hatte bis auf seine Auflösung dem Trailer nichts hinzuzufügen. Leider war auch Jodie Fosters Charakter vor dem Abstieg in die Untiefen der Rache wenig glaubwürdig. Eine ärgerliche und klare Enttäuschung.
Dieser Film handelt von Betroffenheit. Er zeichnet das beklemmende Bild einer Journalistin, deren Leben nach einem brutalem Überfall und Missbrauch quasi ausgewechselt wird. In ihrer Traumatisierung verändert sich die Innen- und Außenwahrnehmung und so auch die Interaktion mit ihrer Umgebung: Sie stolpert immer wieder in ähnliche Gewaltsituationen hinein. "Die Frage ist, finde ich sie oder finden sie mich?", fragt so auch Jodie Foster, der die Rolle des Opfers wie auf den Leib geschrieben scheint - des Opfers, das dann selbst zum Täter wird. Getragen von der Erzählstimme der Hauptprotagonistin bleibt die zentrale Frage des Films, ob sie sich aus ihrer unfreiwilligen einseitig-emotionalen Fixierung lösen kann. Das Thema "Selbstjustiz und Ethik" ist insofern nicht der geeignete Blickwinkel, unter dem man sich "Die Fremde in Dir" ansehen sollte.
Foster und Jordan geht es um die schizophrene Situation einer Frau, die sich selbst nicht mehr wieder erkennt. Dem Zuschauer wird dabei bis an die Schmerzgrenze die Frage aufgezwungen, wie er selbst reagieren würde. [...] Ein klares Plädoyer für Selbstjustiz.
Von Neil Jordan hätte man durchaus eine unkonventionelle, zumindest aber ideologisch vertretbarere Version des Selbstjustiz-Stoffes erwarten dürfen. Stattdessen aber schlägt der Film sogar noch tiefer in die Kerbe als es der ebenfalls gerade gestartete „Death Sentence“ tat, schreibt Justizia einseitig ab und bezieht vorschnell eine manipulative Stellung zum Leiden seiner Heldin. Stinklangweilig und dröge inszeniert, erschöpft sich der Film in Peinlichkeiten und wirren „Taxi Driver“-Zitaten - eine herbe Enttäuschung!
Jodie Foster ist eine meiner absoluten No-Go-Schauspielerinnen. Sie sucht sich ihre Rollen nach eigener Angabe sehr genau aus und will sich mit diesen identifizieren können. Schön für sie, schlecht für mich, denn bis auf „Taxi Driver“ und „Das Schweigen der Lämmer“ fand ich noch keinen Film an dem sie mitwirkte gut. Und das lag absolut nicht an Jodie Foster! Auch in „Die Fremde in Dir“ spielt sie wieder diese eine Rolle der verzweifelten Ehefrau/Mutter/Lebensabschnittsgefährtin/Emanze (immer die selbe Art von Frau!). Dieses mal ist es halt die Rolle der Lebensgefährtin in der Großstadt! Ihr geschieht unglaubliches Leid, sie wird aus ihrem generalstabsmäßig geplanten Alltagsleben herausgerissen. In dieser neuen Welt muss sie ihre Rolle erst finden, schafft dies aber nicht so richtig und driftet ab in eine endlos erscheinende Spirale der Gewalt und Anonymität außerhalb der humanitären Zivilisation. Sie erkennt den Moloch Großstadt als Chance ihre eigene Wut zu endladen und geht von nun an ihren eigenen Weg. Der ist so simpel wie man es sich nur vorstellen kann. Ihr stößt immer wieder etwas unfassbar schlimmes und oderr bewegendes zu. Darauf reagiert sie immer wieder aufs Neue mit zunehmender Kälte und Brutalität bis die Fremde komplett Besitz von ihr übernommen hat. Klingt ja alles schön und gut mag man denken, jedoch ist dieser Weg halt so unendlich vorhersehbar. Wie von einer Planierraupe geebnet. Der durchaus vorhandene Platz für eine echte geistige Entwicklung ist nicht genutzt worden. Das einzige was sich tatsächlich dramatisiert ist ihre steigende Abneigung für das Leben. Kann diese Frau nur die apatische Furie spielen oder will sie nur diese eine Rolle spielen? Das nervigste an diesem Film ist jedoch mit Sicherheit die unglaublich „innovative“ Kameraführung. Was sich der Regisseur da zum Teil gedacht hat wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben!
Worum geht es? Das ist die Frage die sich wohl stellt, wobei es keinesfalls um die inhaltliche Frage geht.
Die Frage spiegelt sich eher darin wieder was der Film als Diskussionspunkt aufnimmt. Ist es der Streit, ob eine solche Form von Selbstjustiz gerechtfertigt werden kann oder geht es dem Film darum, sich mit den Menschen und ihren Reaktionen und Gefühlen zu beschäftigen, denen etwas derartig Schlimmes passiert?
Ist es Letzteres, so ist das in der Besetzung mit Jodie Foster grandios gelungen. Der Film zeigt, dass selbst in einer solchen Situation des totalen Verlusts neue Gefühle des Glücks (in dem sich Erica zu dem Detective hingezogen fühlt) entstehen und einen neu beleben können, während einen gleichzeitig der Schmerz auffrisst.
Geht es aber um den Streitpunkt der Selbstjustiz, so kommt mir der Film etwas hilflos entgegen. So sind doch, hätte sich Erica nach den ersten beiden Taten gestellt, diese als Notwehr zu qualifizieren (zumindest nach dem deutschen Recht). Auch die dritte Tat ist wohl als Nothilfe zu qualifizieren (mir ist nicht bekannt, ob das amerikanische Recht so etwas vorsieht). Problematisch könnte daran sein, dass Erica die Tat bereits vor eintreten der Tatsituation geplant hat. JEdoch könnte wohl jeder drittklassige Anwalt diese Situation irgendwie zurechtbiegen, um den vorher gefassten Vorsatz zu entwerten. Bliebe noch die dritte Tat, in der sie als Täterin eines dreifachen Mordes gestellt wird.
Der Detective jedoch sympathisiert mit der Mörderin und unterschlägt, bzw. verfälscht Beweise, damit Erica ein neues Leben beginnen kann, möglicherweise sogar mit dem Detective zusammen.
Will mir der Film an dieser Stelle erzählen, dass es gut ist, dass ein Polizist sich nicht an REcht und Gesetz halten soll, indem er die Tat billigt und sogar unterstützt. Ist es heroisch diese Selbstjustiz zu unterstützen?
Wenn das die Intention dieses Films sein soll, so muss ich doch arg an der Aussage zweifeln. In dem Moment, in dem Literatur oder Medien ein solches Tun heroisieren (zumindest war das am Ende mein Empfinden), wird dies zum gesellschaftlichen Problem schwindender Werte.
Das kontroverse Thema Selbstjustiz mal etwas anders, nämlich aus der Sicht einer Frau. Jodie Foster zeigt eine oscarreife Darstellung in einem spannenden und emotional mitreißenden Thriller!! Einzig und allein das Ende wird bei vielen wohl auf Kritik stoßen, aber letztendlich ist es doch einfach konsequent und beschönigt nichts, oder?
Alanger hat da meiner Meinung nach völlig recht, was er schreibt. Der Film behandelt in erster Linie das Psychogramm einer abgeschlagenen, geschockten und verletzten Frau und beschreibt das soziologische Setting, in dem sie drin ist.
Dass das schnurgerade spannend inszeniert wurde, hat nichts mit Reisserei zu tun. Aber vielleicht verkraften einzelne Herren da drauf (die sonst jede noch so öde Ballerei als "Kult" empfinden) den Fakt nicht, dass die sonst obercoolen Hip-Hopper hier ziemlich schlecht wegkommen. Leute, die eine Gang brauchen, um sich stark zu fühlen, haben immer ein Charakter-Manko, "it doesn't matter if they're black or white" (Michael selig). Wenn dann geschrieben wird, dass quasi die Schwarzen in Person von einer weiblichen Weissen marginalisiert werden, dann sieht man ja, wohin ad absurdum uns das Diktat der Politischen Korrektheit langsam hingeführt hat.
Nebenbei nervt mich persönlich auch, wenn jemand (falsch) schreibt: "Dieser Film hat eine fatale Botschaft!". Das hat so was Lehrerhaftes vom FSK-Vormund, der uns, wie etwa in der Drogen-Prävention erklären muss, was oder wieviel davon einem gut täte & ist daher ein wenig erbauliches Argument.
Fazit: Das in ein spannendes Thrillerdrama (nicht "Selbstjustizthriller"!) verpackte Psychogramm geht sehr wohl differenziert mit einem diffissilen Thema um. Auch wenn der Schluss etwas übersetzt wirkt, hat der Film eine klar formulierte Botschaft und die ist u.a, dass ein Amok keine Rücksicht auf gesellschaftspolitisch korrekte Gegebenheiten gibt, grad auch wenn dieselben die Missstände mitzuverantworten haben.
Der Film verurteilt den Amoklauf aber nicht, sondern stellt ihn als Erlösung dar. Und diese Botschaft finde auch ich fatal. Und das hat nichts mit politischer Korrektheit zu tun. Oder wo siehst du hier eine politische Motivation?
Ich habe nicht empfunden, dass der Film irgendwas am Amoklauf beurteilt, er zeigt ihn eher als psychologische Konsequenz, beschönigt wird nichts. Liege ich da Deiner Meinung nach falsch?
Ich denke nicht, dass da irgendwas beschönigt wird. Aber differenziert geht er mit dem Thema nicht um. Dazu ist das Ende zu einfach und konsequent. Ich sehe keinerlei Zweifel an der Richtigkeit der Tat.
Ok, das Ende ist ein Filmende ist umstritten, aber wie hättest Du denn die Geschichte am Schluss abgedreht? Aber bis dahin finde ich das, was in Erica vorgeht, wirklich plausibel & auch differenziert dargestellt. Politisch unkorrekt ist vielleicht, dass das Drama das Thema der sinnlosen Bandenkriminalität unbeschönigt darlegt & die sind halt oft in einer "marginalisierten Minderheit" zu finden.
Naja ich sehe recht wenig Politik in dem Film. Eine Diskussion über politische Korrektheit ist daher fehl am Platz. Darum geht es ja auch gar nicht.
Ich hätte in jedem Fall darauf verzichtet, dass der Cop ihr den Rücken freihält oder aber ihr Alleingang Konsequenzen nach sich gezogen hätte (und sei es, dass ihr im Duell ein Finger abgeschossen wird). Allein schon der (englische) Titel des Films glorifiziert ihr handeln.
hmm.. verstehe durchaus was Du meinst, denke aber, dass der Grund für den Vorwurf der Polemik nicht ist, dass die Ballernden "Hip-Hopper" schlecht abschneiden, sondern, dass bei solch diffizielen Themen mehr drin ist als schwarz und weiß. Das zeigt der Film imho nicht einen Deut.
dieser film hat keine politisch fragwürdige botschaft eben weil er keine politisch botschaft hat. er stellt aber die frage was mit dem wertesystem eines menschen in einer extremen ausnahmesituation passieren kann. das zeigt er sehr beklemmend und auch den weg ins dunkle dem die protagonistin letztlich folgt.
und das ist viel wichtiger als eine politische botschaft.
Eine politisch fragwürdige Botschaft wird in einem saublöden und langweilligen Rachethriller thematisiert, das ganze wird zudem noch garniert mit der absolut unpassenden Jodie Foster, inklusive ihrer schrecklichen Synchronstimme.
Das klingt ja nach toller unterhaltung, vorallem das Ende, welches durch Tötung von Verdächtigen im Schäuble stil brilliert hat es mir irgendwie angetan...
Zu den weiteren positiven Aspekten gehören u.a. wie Jodie Foster einhändig schießt und man trotzdem keinen Rückstoß sieht!
Ehrlich, eigentlich ist der Film ne 0, aber wegen des wirklich gut spielenden Terrence Howard gibt es gereade noch 2 Punkte!
Der Film besitzt eine ganz eigene Stimmung und das beeindruckende Spiel von Jodie Foster und das gute Drehbuch schaffen es, den Zuschauer auf die Seite der Selbstjustiz-übenden Hauptfigur zu ziehen. Eine interessante Erfahrung und ein beeindruckender Film, der nachdenklich macht und im Gedächtnis bleibt.
Der Film fängt eigentlich herausragend an: sehr gute Kameraeinstellungen, spannende Musikuntermalung, gute Schauspielleistung und interessante Story. Doch dann entstehen langsam ein paar Längen und die Handlungen der Protagonistin werden immer idiotischer. Das Ganze macht den Film aber immer noch nicht schlecht. Das Schlechte ist die kaltblütige und widerliche Aussage des Films. Der Film soll zum Nachdenken anregen, aber die Aussage am Ende ist unmissverständlich: Selbstjustiz und Todesstrafe sind gut und korrekt. Unglaublich platt und dumm! Sowas kann man sich als offensichtliche Psychostudie nicht erlauben.
Habe mir den Film gerade auf DVD angeschaut und finde ihn einfach klasse. Es wird zwar für meinen Geschmack zu viel Haut gezeigt und die Aussage des Films ist mehr als bedenklich (bringe alle Leute um, die andere verletzen), aber mit viel Tiefgang und Spannung bringt dieser Film endlich mal wieder ein kritisches Thema auf die Leinwand/Flimmerkiste.
Fazit: Ein mitreißender Film mit Tiefgang => meine Empfehlung
‚Die Fremde in dir’ beginnt mit einer kurzen Einführung der Charaktere Erica und David und deren gemeinsamen Liebesglücks. Tatsächlich gelingt es Regisseur Neil Jordan mit wenigen, Gesten, Worte und gemeinsame Momente beinhaltenden Szenen, die beiden in ihrer Beziehung zueinander glaubwürdig genug zu verwurzeln, um die folgenden Ereignisse plausibel erklären zu können. Der Überfall auf das Paar wird in einer drastisch-schockierenden Direktheit gezeigt, deren Eindruck des Unmittelbaren durch die teilweise Darstellung in Form der Aufnahmen einer Handykamera verstärkt wird, die den Zuschauer zu einer extrem unangenehmen Form der Partizipation an der Täterperspektive ‚zwingt’. Für eine Mainstream-Produktion ist die Brutalität dieser Sequenz (und einige der folgenden) sicher ungewöhnlich, verkommt vor dem Hintergrund der daraus resultierenden Ereignisse jedoch nicht zum Selbstzweck. Vielmehr wird sie zur Grundlage der moralischen Fragen, die der Film unweigerlich aufwirft.
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Nach dem harten Auftakt macht der Film nicht den Fehler, Jodie Fosters Wandlung zum Racheengel im direkten Anschluss stattfinden zu lassen. Von Foster überzeugend dargestellt geht es zunächst um Ericas Ängste, ihr normales Leben unter nicht normalen Umständen im Schatten des Geschehenen weiterzuführen. In Sachen Charakterzeichnung und Plausibilität ist dies mit die stärkste Phase des Films, Foster wird dabei von passender musikalischer Untermalung und gelungener Kameraarbeit unterstützt.
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Zwischendurch wird Terrence Howard als Detective Mercer vorgestellt, dessen Subplot jedoch vergleichsweise lieblos umgesetzt und auch nicht sonderlich spannend wirkt, für das weitere Voranschreiten der Handlung allerdings notwendig ist und in dieser Form auch nicht von der eigentlichen Haupthandlung ablenkt.
In der Folge erwirbt Erica illegal eine Waffe, die ihr Sicherheit und Schutz zurückgeben soll. Ab hier wird die zuvor etablierte Kausalität des Films lückenhaft. Waren Handlung und die Psychologie der Protagonistin bis hierhin striktes Ergebnis von Ursache und Wirkung, beginnt nun eine gewisse Willkür. So gerät Erica beinahe jeden Tag in Situationen, in denen ihr Leben oder das anderer bedroht wird, worauf sie mit gnadenlosem Gebrauch ihrer Schusswaffe reagiert. Zwar bleiben der Zwiespalt, in den sich die Hauptdarstellerin manövriert und ihre moralische Antiselbstwerdung stets präsente Themen (wobei auch deren Effekt auf die Öffentlichkeit sehr geschickt eingebracht wird), doch fast zu sehr gleitet der Film ins Konstruierte ab, womit er sich den zuvor bewusst umgangenen Klischees seiner Genrekollegen des revenge movies beinahe unterordnet. Dank einer weiterhin straffen Inszenierung, der sehr guten Darstellerleistungen und der nie ins plakative ausartenden Bebilderung kann man diese Schwächen jedoch verzeihen.
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Besonders ist es dann das Ende, das den Gesamteindruck einer für ihre Gattung außergewöhnlich gut gelungenen Produktion unterstreicht. Unkonventionell und alles andere als dem Mainstream unterwürfig löst sich die Situation auf, ohne ihre Charaktere wirklich zu entlassen. Der unweigerlich zum Absturz führende Drahtseilakt zwischen Gerechtigkeit und blinder Rache findet nicht zu einem ‚guten’ Schluss, sondern zu einem höchst fragwürdigen, der das moralische, unlösbar scheinende Dilemma noch einmal in all seiner Unerbittlichkeit darlegt.
Gut gemachter Thriller, glaubwürdig gespielt. Nach dem Film denkt man aber schon über das heikle Thema Selbstjustiz nach. Ein mehr als zweischneidiges Schwert.
Der Film beginnt wirklich stark (Jodie Foster bringt ihre Situation wirklich gut herüber und zeigt das "Zerbrechen" ihrer Figur perfekt). Doch als sie feststellt, wie einfach es ist, Verbrecher "abzuknallen", wird der Film recht eintönig und belanglos. Irgendwie wird es schnell unglaubwürdig. Außerdem hätte man den Streifen etwas kürzer machen können. Aber was soll's. Das dann doch etwas überraschende und umso "dämlichere" Ende macht es dann auch nicht besser.
Also ganz im Ernst, mir war im Vorfeld schon klar dass es hier wohl kaum eine differenzierte Behandlung des Themas geben würde. Das Ende war zwar wirklich billig, aber um "gefährlich" sein zu können hat der Film gar nicht genug Tiefgang. Für mich deutet nichts darauf hin dass der Streifen überhaupt mehr sein will als ein Rache-Thriller, schon gar nicht eine ethische Abhandlung mit Botschaft. Also bloß nicht zu ernst nehmen.
Durch Logiklöcher und vorhersehbare Handlung nur Mittelmaß, dennoch nicht nur dank Jodie Foster klar besser als der Blindgänger "Death Sentence".
Eine sehr, sehr fragwürdige Botschaft, die polemischer nicht hätte sein können. Dass Frau Foster am Ende noch ihr Heiland findet und dann auch noch die hübsche Frauenstimme, die eine schöne melancholische Melodie singt, war die absolute Höhe. Wie man so ein heikles Thema, nämlich das der Selbstjustiz und Rache, so bedenkenlos behandeln kann, ist mir ein Rätsel. Als Kinoliebhaber verbitte ich mir so einen Mist, der sowohl ärgerlich als auch gefährlich sein kann.
Der Film ist doch toll, schreibst Du das der Political Correctness wegen? Also wenn dieser Film gefährlich sein soll, dann müsste man einige Deiner TopTen als Konsequenz dieser Aussage geradezu verbieten! Aber eben, wir leben ja nicht in Nordkorea, oder doch? :-)
ich sehe in dem film etwas anderes als die aufforderung zu
oder rechtfertigung von selbstjustiz.
ich verstehe, wenn man so handelt verschwindet man gänzlich
und verliert also wirklich alles, nur die fremde bleibt
letztlich verschwindet so doch auch der gute cop
und so verstanden fand ich jodie foster sehr glaubwürdig
Leider kann ich die- Gott sei dank nicht überwiegenden - guten Kritiken zu diesem extrem ärgerlichen Machwerk nicht nachvollziehen. Trotz der vorher gelesenen "durchwachsenen" Kritiken zu "Die Fremde in dir" habe ich dem Film, vor allem natürlich wegen der Meinung "es kann keine schlechten Jodie-Foster-Filme geben", eine Chance gegeben.
Was für eine Enttäuschung! Hätte es diesen Film in den 80ern gegeben, mit Chuck Norris oder Charles Bronson als Hauptdarsteller, hätte ich keinerlei Problem mit diesem Film gehabt - hier wäre wenigstens das konsequente, wenn auch politisch unkorrekte, Statement zum Thema Selbstjustiz durchgezogen worden und jeder hätte sich, ungeachtet des Vergnügens an Spannung und Action, seine eigenen Gedanken zum Thema machen können.
Hier allerdings wird (mithilfe einer natürlich toll spielenden Hauptdarstellerin) versucht, der Selbstjustiz der übelsten Sorte eine "moralische Berechtigung" zu verleihen, gekrönt durch die unsäglichen Schlussminuten, in denen selbst der aufrechte, nette Cop sämtliche Prinzipien über Bord wirft, um der üblen Message des Streifens die endgültige Absolution zu erteilen: "Wenn Dir Unrecht geschieht, gib es am Besten hundertfach zurück - alle Außenstehenden werden es schon gut heißen"
Einige andere haben ja bereits den Vergleich zum gleichzeitig erschienenen "Death Sentence" gezogen - meiner Meinung nach sind beide Filme relativ langweilig, trotzdem finde ich die letztendliche Aussage von "Die Fremde in dir" um einiges gefährlicher, weil hier unter dem Deckmantel des "psychologisch Intellektuellen" viel subtiler ein unsägliches Fazit zum Thema Selbstjustiz gezogen wird als beim Konkurrenten.
Abgesehen davon glaube ich, daß es selbst in amerikanischen Großstädten möglich ist, durch die Nacht zu streifen, ohne daß einem JEDEN Abend das Böse in Form von "von der Masse akzeptierte-lynchjustiz-und-todesstrafe-verdienende" Schurken begegnen.
Gut besetzter Rache-Thriller in dem die bösen ihre gerechte Strafen bekommen..Die weibliche Variante von "Ein Mann sieht Rot", aber bei weitem nicht so gut...
Meine Freundin und ich standen im Kino und wir wussten nicht was wir uns ansehen sollte. Ich sagte dann zu ihr: "Mit Jodie Foster kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen." - Knapp zwei Stunden später wurde ich eines besseren belehrt! Ich kann mir ja nicht helfen, aber ich war schon immer ein großer Bewunderer von Jodie Foster, aber was hat sie nur dazu getrieben in diesen Film die Hauptrolle zu übernehmen? Selbstjustiz, ausgelöst in einen total ausgelutschten Frauengehirn, was ich Jodie aber nicht abnehme. Für mich pers. ist der Film einfach nur platt. So schnell wie er kam wird er auch wieder verschwinden und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in zwei Jahre noch jemand davon redet. Sorry, aber für mich einer der schlechtesten Foster-Filme und zugleich auch einer der schlechtesten Filme des Jahres 2007!
Mein erster Gedanke war: "Huch Jodie Foster mit einem heißen Latino? Das passt ja kaum!" ;-)))) Aber nach 2 Sekunden verschwinden alle oberflächliche Gedanken und man taucht richtiggehend in diesen Film ein...und wird von Jodies Klasse Schauspielkunst verführt, denn in den ganzen Film über wirkt sie so glaubwürdig, man nimmt ihr alles ab, ( Auch die Liebe zu dem Latinoboy) ;-))) das man richtiggehend mit ihr mitfühlt und mitfiebert...Was in den ersten beiden Fällen noch pure Selbstverteidigung war, steigert sich im Laufe des Filmes zu einem Rachefeldzug, welches unterschiedliche Meinungen hervorruft...Sensibles und intelligentes Sozialdrama, mit einem tränenreichen Ende ( Jedenfalls ich musste heulen, besonders bei der Szene am Schluss mit dem Hund ) Unkonventionell und packend!!!
Ein merkwürdiger Film; New York bei Nacht ist sehr gut dargestellt und auch dieses Gefühl, wenn ein wehrloser Mensch eine Waffe in die Hand gedrückt und dadurch ein sicheres Gefühl bekommt zeigt Jodie Foster schauspielerisch sehr gut. Aber der Film hat grosse Lücken und ist an einigen Stellen von der Logik nicht nachvollziehbar was,wo, wie und warum passiert. Von der Grundaussage und der Darstellung finde ich ihn ziemlich realistisch, denn jeder, der einen Menschen auf diese Art verliert, würde das gleiche tun wollen. Über den Schluss lässt sich natürlich streiten, aber ist es wirklich typisch Hollywood? meiner Meinung nach nicht. Jedenfalls, ohne Foster wäre der Film ein absoluter Reinfall.
Glatter Durchschnitt. Nichts, was einen vom Hocker reißen kann, aber auch nichts, was einen bis zum Umfallen langweilt. Viele Logikfehler, super Schauspielerische Leistungen. Ein Film, der für den Moment ganz spannend war, aber wieder sehr schnell aus der Erinnerung fallen wird.
Immer wieder interessantes Thema, aber offenbar sind die Amis nicht in der Lage daraus was anderes zu machen, als: Ein Mann oder eine Frau sieht Rot! Mit diesem Ende ist der Film einfach nur Mist!
Cooler Film, dreckig, beklemend wie der Big Apple mit einem fulminanten Showdown. Jodie Foster überzeugt mal wieder auf ganzer Linie. Sie ist meiner Meinung nach die Beste Schauspielerin, die es atm auf dem Markt gibt, wenn es das Drehbuch verlangen würde, könnte sie auch ein Schnitzel spielen :D.
Kritiker — Geht so 5.3
Der Film Die Fremde in Dir wurde von 19 Kritikern bewertet.
Fricki76: Asianfilmweb.de
Hervorragend gespielt von Jodie Foster, die ihren Verlobten bei einem Überfall verliert und zur Rächerin wird, die sich selbst wie eine Fremde fühlt. Die Bilder des nächtlichen New York gefallen, aber der Inhalt verstrickt sich nach einer zumindest theoretisch glaubwürdigen Gewalterfahrung der Hauptperson zu Beginn in zunehmend unglaubwürdige "Dauertraumatisierungen", der Erika mit immer neuen Racheakten begegnet. Die merkwürdige Freundschaft mit dem Policeofficer ist ebenfalls nicht sehr glaubhaft, bekommt gegen Ende sogar eine äußerst bizarre Komponente. Besonders enttäuscht hat mich der Schluss. Der ist bei aller Fiktion moralisch höchst fragwürdig. Dann seh ich mir lieber einen "Rachethriller" à la Tarrantino oder "Okami" an. Da weiß ich, daß es nicht um eine pseudo-moralische Aussage geht, sondern einfach stilistisch überzeichnet ist.
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fko: filmsprung.ch
Obschon «The Brave One» kein gängiger Selbstjustiz-Thriller ist, bietet nicht nur das Ende reichlich Stoff für kontroverse Diskussionen. Inhaltlich spricht der Film niedere Instinkte an, handwerklich bietet er vorzügliches Kino.
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Enk: Mental Savage
Jordan verpackt die schlichte Grundidee in einen gradlinig und intelligent gemachten Thriller. [...] “The Brave One” manipuliert den Zuschauer noch nicht mal subtil, sondern mit dem Holzhammer - die Sympathien sind klar verteilt: Die Protagonistin, völlig aus der Bahn geworfen durch den Überfall und Mord an ihrem Freund, greift zum einzig sinnvoll erscheinenden Mittel, der Selbstjustiz. Das ist zwar ziemlich fragwürdig, aber dafür zumindest gut erzählt.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Zwar ist „Die Fremde in Dir“ rein inhaltlich gesehen ein ähnliches Rache-Drama wie der kürzlich angelaufene Film „Death Sentence – Todesurteil“. Doch im Gegensatz zur eher actionlastigen Variante mit Kevin Bacon bietet Jodie Foster hier Gefühlskino vom Feinsten.
Klar, auch dieser Film kommt um Gewalt nicht herum. Zumal Erica von den Medien schnell zur Heldin der Selbstjustiz gehyped wird. Aber diese Momente sind wie im wahren Leben: ein kurzer Knall und dann ist alles auch schon vorbei. Hier wird die Gewalt nicht zum Selbstzweck, sondern gut in der Handlung platziert, um diese behutsam voranzubringen.
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CineKie: CineKie - Chroniken eines F...
[...] Selbstjustiz, die Zweite. Nach dem erst kürzlich angelaufenen „Death Sentence“ schicken sich nun Regisseur Neil Jordan („The Crying Game“) und Hauptdarstellerin Jodie Foster („Das Schweigen der Lämmer“) an, der Thematik neue Seiten abzugewinnen. Während Kevin Bacons Rachefeldzug auf Action und die Spirale der Gewalt ausgelegt ist, liegt der Schwerpunkt bei „Die Fremde in dir“ auf dem persönlichen Schicksal der Protagonistin und den Reaktionen der Gesellschaft. Allerdings macht dies den Film weder interessanter noch anspruchsvoller - und auf keinen Fall unterhaltsamer. [...]
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peter-noster: peter-noster.de
Erstaunlich wie langatmig Regie Veteran Neil Jordan diesen Rachefilm mit eindeutiger Botschaft inszeniert hat. Der Film hatte bis auf seine Auflösung dem Trailer nichts hinzuzufügen. Leider war auch Jodie Fosters Charakter vor dem Abstieg in die Untiefen der Rache wenig glaubwürdig. Eine ärgerliche und klare Enttäuschung.
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Synopsis: ZeitGeist
Dieser Film handelt von Betroffenheit. Er zeichnet das beklemmende Bild einer Journalistin, deren Leben nach einem brutalem Überfall und Missbrauch quasi ausgewechselt wird. In ihrer Traumatisierung verändert sich die Innen- und Außenwahrnehmung und so auch die Interaktion mit ihrer Umgebung: Sie stolpert immer wieder in ähnliche Gewaltsituationen hinein. "Die Frage ist, finde ich sie oder finden sie mich?", fragt so auch Jodie Foster, der die Rolle des Opfers wie auf den Leib geschrieben scheint - des Opfers, das dann selbst zum Täter wird. Getragen von der Erzählstimme der Hauptprotagonistin bleibt die zentrale Frage des Films, ob sie sich aus ihrer unfreiwilligen einseitig-emotionalen Fixierung lösen kann. Das Thema "Selbstjustiz und Ethik" ist insofern nicht der geeignete Blickwinkel, unter dem man sich "Die Fremde in Dir" ansehen sollte.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Foster und Jordan geht es um die schizophrene Situation einer Frau, die sich selbst nicht mehr wieder erkennt. Dem Zuschauer wird dabei bis an die Schmerzgrenze die Frage aufgezwungen, wie er selbst reagieren würde. [...] Ein klares Plädoyer für Selbstjustiz.
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Mr Vincent Vega: Manifest / Deadline / gamon...
Von Neil Jordan hätte man durchaus eine unkonventionelle, zumindest aber ideologisch vertretbarere Version des Selbstjustiz-Stoffes erwarten dürfen. Stattdessen aber schlägt der Film sogar noch tiefer in die Kerbe als es der ebenfalls gerade gestartete „Death Sentence“ tat, schreibt Justizia einseitig ab und bezieht vorschnell eine manipulative Stellung zum Leiden seiner Heldin. Stinklangweilig und dröge inszeniert, erschöpft sich der Film in Peinlichkeiten und wirren „Taxi Driver“-Zitaten - eine herbe Enttäuschung!
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Kommentare — Ganz gut 6.7
Der Film Die Fremde in Dir wurde von 427 Mitgliedern bewertet.
BAD ONI0N 2009/11/02 20:16:33
Jodie Foster ist eine meiner absoluten No-Go-Schauspielerinnen. Sie sucht sich ihre Rollen nach eigener Angabe sehr genau aus und will sich mit diesen identifizieren können. Schön für sie, schlecht für mich, denn bis auf „Taxi Driver“ und „Das Schweigen der Lämmer“ fand ich noch keinen Film an dem sie mitwirkte gut. Und das lag absolut nicht an Jodie Foster! Auch in „Die Fremde in Dir“ spielt sie wieder diese eine Rolle der verzweifelten Ehefrau/Mutter/Lebensabschnittsgefährtin/Emanze (immer die selbe Art von Frau!). Dieses mal ist es halt die Rolle der Lebensgefährtin in der Großstadt! Ihr geschieht unglaubliches Leid, sie wird aus ihrem generalstabsmäßig geplanten Alltagsleben herausgerissen. In dieser neuen Welt muss sie ihre Rolle erst finden, schafft dies aber nicht so richtig und driftet ab in eine endlos erscheinende Spirale der Gewalt und Anonymität außerhalb der humanitären Zivilisation. Sie erkennt den Moloch Großstadt als Chance ihre eigene Wut zu endladen und geht von nun an ihren eigenen Weg. Der ist so simpel wie man es sich nur vorstellen kann. Ihr stößt immer wieder etwas unfassbar schlimmes und oderr bewegendes zu. Darauf reagiert sie immer wieder aufs Neue mit zunehmender Kälte und Brutalität bis die Fremde komplett Besitz von ihr übernommen hat. Klingt ja alles schön und gut mag man denken, jedoch ist dieser Weg halt so unendlich vorhersehbar. Wie von einer Planierraupe geebnet. Der durchaus vorhandene Platz für eine echte geistige Entwicklung ist nicht genutzt worden. Das einzige was sich tatsächlich dramatisiert ist ihre steigende Abneigung für das Leben. Kann diese Frau nur die apatische Furie spielen oder will sie nur diese eine Rolle spielen? Das nervigste an diesem Film ist jedoch mit Sicherheit die unglaublich „innovative“ Kameraführung. Was sich der Regisseur da zum Teil gedacht hat wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben!
Story:--------3
Genre:-------3
Acting:-------6
Kamera:-----4
Sound:-------3
3/10 Fremde in mir fanden den Film ganz okay... die anderen Sieben haben sie kaltblütig ermordet
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Werderdonna 2009/10/10 19:08:49
Worum geht es? Das ist die Frage die sich wohl stellt, wobei es keinesfalls um die inhaltliche Frage geht.
Die Frage spiegelt sich eher darin wieder was der Film als Diskussionspunkt aufnimmt. Ist es der Streit, ob eine solche Form von Selbstjustiz gerechtfertigt werden kann oder geht es dem Film darum, sich mit den Menschen und ihren Reaktionen und Gefühlen zu beschäftigen, denen etwas derartig Schlimmes passiert?
Ist es Letzteres, so ist das in der Besetzung mit Jodie Foster grandios gelungen. Der Film zeigt, dass selbst in einer solchen Situation des totalen Verlusts neue Gefühle des Glücks (in dem sich Erica zu dem Detective hingezogen fühlt) entstehen und einen neu beleben können, während einen gleichzeitig der Schmerz auffrisst.
Geht es aber um den Streitpunkt der Selbstjustiz, so kommt mir der Film etwas hilflos entgegen. So sind doch, hätte sich Erica nach den ersten beiden Taten gestellt, diese als Notwehr zu qualifizieren (zumindest nach dem deutschen Recht). Auch die dritte Tat ist wohl als Nothilfe zu qualifizieren (mir ist nicht bekannt, ob das amerikanische Recht so etwas vorsieht). Problematisch könnte daran sein, dass Erica die Tat bereits vor eintreten der Tatsituation geplant hat. JEdoch könnte wohl jeder drittklassige Anwalt diese Situation irgendwie zurechtbiegen, um den vorher gefassten Vorsatz zu entwerten. Bliebe noch die dritte Tat, in der sie als Täterin eines dreifachen Mordes gestellt wird.
Der Detective jedoch sympathisiert mit der Mörderin und unterschlägt, bzw. verfälscht Beweise, damit Erica ein neues Leben beginnen kann, möglicherweise sogar mit dem Detective zusammen.
Will mir der Film an dieser Stelle erzählen, dass es gut ist, dass ein Polizist sich nicht an REcht und Gesetz halten soll, indem er die Tat billigt und sogar unterstützt. Ist es heroisch diese Selbstjustiz zu unterstützen?
Wenn das die Intention dieses Films sein soll, so muss ich doch arg an der Aussage zweifeln. In dem Moment, in dem Literatur oder Medien ein solches Tun heroisieren (zumindest war das am Ende mein Empfinden), wird dies zum gesellschaftlichen Problem schwindender Werte.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Bandrix 2009/07/20 20:12:41
Das kontroverse Thema Selbstjustiz mal etwas anders, nämlich aus der Sicht einer Frau. Jodie Foster zeigt eine oscarreife Darstellung in einem spannenden und emotional mitreißenden Thriller!! Einzig und allein das Ende wird bei vielen wohl auf Kritik stoßen, aber letztendlich ist es doch einfach konsequent und beschönigt nichts, oder?
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patcharisma 2009/06/29 22:01:13
Alanger hat da meiner Meinung nach völlig recht, was er schreibt. Der Film behandelt in erster Linie das Psychogramm einer abgeschlagenen, geschockten und verletzten Frau und beschreibt das soziologische Setting, in dem sie drin ist.
Dass das schnurgerade spannend inszeniert wurde, hat nichts mit Reisserei zu tun. Aber vielleicht verkraften einzelne Herren da drauf (die sonst jede noch so öde Ballerei als "Kult" empfinden) den Fakt nicht, dass die sonst obercoolen Hip-Hopper hier ziemlich schlecht wegkommen. Leute, die eine Gang brauchen, um sich stark zu fühlen, haben immer ein Charakter-Manko, "it doesn't matter if they're black or white" (Michael selig). Wenn dann geschrieben wird, dass quasi die Schwarzen in Person von einer weiblichen Weissen marginalisiert werden, dann sieht man ja, wohin ad absurdum uns das Diktat der Politischen Korrektheit langsam hingeführt hat.
Nebenbei nervt mich persönlich auch, wenn jemand (falsch) schreibt: "Dieser Film hat eine fatale Botschaft!". Das hat so was Lehrerhaftes vom FSK-Vormund, der uns, wie etwa in der Drogen-Prävention erklären muss, was oder wieviel davon einem gut täte & ist daher ein wenig erbauliches Argument.
Fazit: Das in ein spannendes Thrillerdrama (nicht "Selbstjustizthriller"!) verpackte Psychogramm geht sehr wohl differenziert mit einem diffissilen Thema um. Auch wenn der Schluss etwas übersetzt wirkt, hat der Film eine klar formulierte Botschaft und die ist u.a, dass ein Amok keine Rücksicht auf gesellschaftspolitisch korrekte Gegebenheiten gibt, grad auch wenn dieselben die Missstände mitzuverantworten haben.
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Lorion42 2009/07/02 22:27:40
Der Film verurteilt den Amoklauf aber nicht, sondern stellt ihn als Erlösung dar. Und diese Botschaft finde auch ich fatal. Und das hat nichts mit politischer Korrektheit zu tun. Oder wo siehst du hier eine politische Motivation?
patcharisma 2009/07/02 22:39:25
Ich habe nicht empfunden, dass der Film irgendwas am Amoklauf beurteilt, er zeigt ihn eher als psychologische Konsequenz, beschönigt wird nichts. Liege ich da Deiner Meinung nach falsch?
Lorion42 2009/07/02 23:14:54
Ich denke nicht, dass da irgendwas beschönigt wird. Aber differenziert geht er mit dem Thema nicht um. Dazu ist das Ende zu einfach und konsequent. Ich sehe keinerlei Zweifel an der Richtigkeit der Tat.
patcharisma 2009/07/03 00:36:09
Ok, das Ende ist ein Filmende ist umstritten, aber wie hättest Du denn die Geschichte am Schluss abgedreht? Aber bis dahin finde ich das, was in Erica vorgeht, wirklich plausibel & auch differenziert dargestellt. Politisch unkorrekt ist vielleicht, dass das Drama das Thema der sinnlosen Bandenkriminalität unbeschönigt darlegt & die sind halt oft in einer "marginalisierten Minderheit" zu finden.
Lorion42 2009/07/03 09:33:41
Naja ich sehe recht wenig Politik in dem Film. Eine Diskussion über politische Korrektheit ist daher fehl am Platz. Darum geht es ja auch gar nicht.
Ich hätte in jedem Fall darauf verzichtet, dass der Cop ihr den Rücken freihält oder aber ihr Alleingang Konsequenzen nach sich gezogen hätte (und sei es, dass ihr im Duell ein Finger abgeschossen wird). Allein schon der (englische) Titel des Films glorifiziert ihr handeln.
patcharisma 2009/07/04 01:23:09
Ich mag Dich trotzdem, dearest Lorion! ;-)
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Lorion42 2009/07/04 09:39:01
hehe
Mr.Floppy 2009/08/07 17:48:39
hmm.. verstehe durchaus was Du meinst, denke aber, dass der Grund für den Vorwurf der Polemik nicht ist, dass die Ballernden "Hip-Hopper" schlecht abschneiden, sondern, dass bei solch diffizielen Themen mehr drin ist als schwarz und weiß. Das zeigt der Film imho nicht einen Deut.
alanger 2009/06/29 16:20:41
dieser film hat keine politisch fragwürdige botschaft eben weil er keine politisch botschaft hat. er stellt aber die frage was mit dem wertesystem eines menschen in einer extremen ausnahmesituation passieren kann. das zeigt er sehr beklemmend und auch den weg ins dunkle dem die protagonistin letztlich folgt.
und das ist viel wichtiger als eine politische botschaft.
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Strawi 2009/06/27 23:02:57
Eine politisch fragwürdige Botschaft wird in einem saublöden und langweilligen Rachethriller thematisiert, das ganze wird zudem noch garniert mit der absolut unpassenden Jodie Foster, inklusive ihrer schrecklichen Synchronstimme.
Das klingt ja nach toller unterhaltung, vorallem das Ende, welches durch Tötung von Verdächtigen im Schäuble stil brilliert hat es mir irgendwie angetan...
Zu den weiteren positiven Aspekten gehören u.a. wie Jodie Foster einhändig schießt und man trotzdem keinen Rückstoß sieht!
Ehrlich, eigentlich ist der Film ne 0, aber wegen des wirklich gut spielenden Terrence Howard gibt es gereade noch 2 Punkte!
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servo80 2009/06/14 12:51:31
Der Film besitzt eine ganz eigene Stimmung und das beeindruckende Spiel von Jodie Foster und das gute Drehbuch schaffen es, den Zuschauer auf die Seite der Selbstjustiz-übenden Hauptfigur zu ziehen. Eine interessante Erfahrung und ein beeindruckender Film, der nachdenklich macht und im Gedächtnis bleibt.
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terreur 2009/06/01 16:23:19
Extrem dramatisch!
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guggenheim 2009/05/08 17:10:49
Ein neues Kapitel im "Rache-Genre". Ganz gut, wobei der Schluss irgendwie amerikanisch scheinempathisch rüberkommt.
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Lorion42 2009/02/26 23:51:27
Der Film fängt eigentlich herausragend an: sehr gute Kameraeinstellungen, spannende Musikuntermalung, gute Schauspielleistung und interessante Story. Doch dann entstehen langsam ein paar Längen und die Handlungen der Protagonistin werden immer idiotischer. Das Ganze macht den Film aber immer noch nicht schlecht. Das Schlechte ist die kaltblütige und widerliche Aussage des Films. Der Film soll zum Nachdenken anregen, aber die Aussage am Ende ist unmissverständlich: Selbstjustiz und Todesstrafe sind gut und korrekt. Unglaublich platt und dumm! Sowas kann man sich als offensichtliche Psychostudie nicht erlauben.
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slartidan 2009/02/18 23:44:27
Habe mir den Film gerade auf DVD angeschaut und finde ihn einfach klasse. Es wird zwar für meinen Geschmack zu viel Haut gezeigt und die Aussage des Films ist mehr als bedenklich (bringe alle Leute um, die andere verletzen), aber mit viel Tiefgang und Spannung bringt dieser Film endlich mal wieder ein kritisches Thema auf die Leinwand/Flimmerkiste.
Fazit: Ein mitreißender Film mit Tiefgang => meine Empfehlung
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ChristiansFoyer 2009/01/17 19:50:58
‚Die Fremde in dir’ beginnt mit einer kurzen Einführung der Charaktere Erica und David und deren gemeinsamen Liebesglücks. Tatsächlich gelingt es Regisseur Neil Jordan mit wenigen, Gesten, Worte und gemeinsame Momente beinhaltenden Szenen, die beiden in ihrer Beziehung zueinander glaubwürdig genug zu verwurzeln, um die folgenden Ereignisse plausibel erklären zu können. Der Überfall auf das Paar wird in einer drastisch-schockierenden Direktheit gezeigt, deren Eindruck des Unmittelbaren durch die teilweise Darstellung in Form der Aufnahmen einer Handykamera verstärkt wird, die den Zuschauer zu einer extrem unangenehmen Form der Partizipation an der Täterperspektive ‚zwingt’. Für eine Mainstream-Produktion ist die Brutalität dieser Sequenz (und einige der folgenden) sicher ungewöhnlich, verkommt vor dem Hintergrund der daraus resultierenden Ereignisse jedoch nicht zum Selbstzweck. Vielmehr wird sie zur Grundlage der moralischen Fragen, die der Film unweigerlich aufwirft.
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Nach dem harten Auftakt macht der Film nicht den Fehler, Jodie Fosters Wandlung zum Racheengel im direkten Anschluss stattfinden zu lassen. Von Foster überzeugend dargestellt geht es zunächst um Ericas Ängste, ihr normales Leben unter nicht normalen Umständen im Schatten des Geschehenen weiterzuführen. In Sachen Charakterzeichnung und Plausibilität ist dies mit die stärkste Phase des Films, Foster wird dabei von passender musikalischer Untermalung und gelungener Kameraarbeit unterstützt.
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Zwischendurch wird Terrence Howard als Detective Mercer vorgestellt, dessen Subplot jedoch vergleichsweise lieblos umgesetzt und auch nicht sonderlich spannend wirkt, für das weitere Voranschreiten der Handlung allerdings notwendig ist und in dieser Form auch nicht von der eigentlichen Haupthandlung ablenkt.
In der Folge erwirbt Erica illegal eine Waffe, die ihr Sicherheit und Schutz zurückgeben soll. Ab hier wird die zuvor etablierte Kausalität des Films lückenhaft. Waren Handlung und die Psychologie der Protagonistin bis hierhin striktes Ergebnis von Ursache und Wirkung, beginnt nun eine gewisse Willkür. So gerät Erica beinahe jeden Tag in Situationen, in denen ihr Leben oder das anderer bedroht wird, worauf sie mit gnadenlosem Gebrauch ihrer Schusswaffe reagiert. Zwar bleiben der Zwiespalt, in den sich die Hauptdarstellerin manövriert und ihre moralische Antiselbstwerdung stets präsente Themen (wobei auch deren Effekt auf die Öffentlichkeit sehr geschickt eingebracht wird), doch fast zu sehr gleitet der Film ins Konstruierte ab, womit er sich den zuvor bewusst umgangenen Klischees seiner Genrekollegen des revenge movies beinahe unterordnet. Dank einer weiterhin straffen Inszenierung, der sehr guten Darstellerleistungen und der nie ins plakative ausartenden Bebilderung kann man diese Schwächen jedoch verzeihen.
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Besonders ist es dann das Ende, das den Gesamteindruck einer für ihre Gattung außergewöhnlich gut gelungenen Produktion unterstreicht. Unkonventionell und alles andere als dem Mainstream unterwürfig löst sich die Situation auf, ohne ihre Charaktere wirklich zu entlassen. Der unweigerlich zum Absturz führende Drahtseilakt zwischen Gerechtigkeit und blinder Rache findet nicht zu einem ‚guten’ Schluss, sondern zu einem höchst fragwürdigen, der das moralische, unlösbar scheinende Dilemma noch einmal in all seiner Unerbittlichkeit darlegt.
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derblonde 2008/12/10 17:17:02
Gut gemachter Thriller, glaubwürdig gespielt. Nach dem Film denkt man aber schon über das heikle Thema Selbstjustiz nach. Ein mehr als zweischneidiges Schwert.
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LB_FAN86 2008/04/13 23:27:31
Der Film beginnt wirklich stark (Jodie Foster bringt ihre Situation wirklich gut herüber und zeigt das "Zerbrechen" ihrer Figur perfekt). Doch als sie feststellt, wie einfach es ist, Verbrecher "abzuknallen", wird der Film recht eintönig und belanglos. Irgendwie wird es schnell unglaubwürdig. Außerdem hätte man den Streifen etwas kürzer machen können. Aber was soll's. Das dann doch etwas überraschende und umso "dämlichere" Ende macht es dann auch nicht besser.
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AverageJoe 2008/04/07 01:01:50
Also ganz im Ernst, mir war im Vorfeld schon klar dass es hier wohl kaum eine differenzierte Behandlung des Themas geben würde. Das Ende war zwar wirklich billig, aber um "gefährlich" sein zu können hat der Film gar nicht genug Tiefgang. Für mich deutet nichts darauf hin dass der Streifen überhaupt mehr sein will als ein Rache-Thriller, schon gar nicht eine ethische Abhandlung mit Botschaft. Also bloß nicht zu ernst nehmen.
Durch Logiklöcher und vorhersehbare Handlung nur Mittelmaß, dennoch nicht nur dank Jodie Foster klar besser als der Blindgänger "Death Sentence".
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Mr.Floppy 2008/04/06 22:51:28
Eine sehr, sehr fragwürdige Botschaft, die polemischer nicht hätte sein können. Dass Frau Foster am Ende noch ihr Heiland findet und dann auch noch die hübsche Frauenstimme, die eine schöne melancholische Melodie singt, war die absolute Höhe. Wie man so ein heikles Thema, nämlich das der Selbstjustiz und Rache, so bedenkenlos behandeln kann, ist mir ein Rätsel. Als Kinoliebhaber verbitte ich mir so einen Mist, der sowohl ärgerlich als auch gefährlich sein kann.
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patcharisma 2009/06/28 01:57:05
Der Film ist doch toll, schreibst Du das der Political Correctness wegen? Also wenn dieser Film gefährlich sein soll, dann müsste man einige Deiner TopTen als Konsequenz dieser Aussage geradezu verbieten! Aber eben, wir leben ja nicht in Nordkorea, oder doch? :-)
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Mr.Floppy 2009/06/29 09:17:00
Der Film nimmt sich meines Erachtens zu ernst dafür, dass er diesen Standpunkt vertritt und lässt keinen Spielraum für andere Meinungen, imho
patcharisma 2009/06/30 00:06:50
Habe jetzt auch einen Kommentar dazu verfasst & der Alanger auch. Kannst Du mit unserer diametralen Meinung was anfangen?
agneta 2008/04/06 22:44:06
ich sehe in dem film etwas anderes als die aufforderung zu
oder rechtfertigung von selbstjustiz.
ich verstehe, wenn man so handelt verschwindet man gänzlich
und verliert also wirklich alles, nur die fremde bleibt
letztlich verschwindet so doch auch der gute cop
und so verstanden fand ich jodie foster sehr glaubwürdig
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plankamao 2008/03/07 23:07:29
Leider kann ich die- Gott sei dank nicht überwiegenden - guten Kritiken zu diesem extrem ärgerlichen Machwerk nicht nachvollziehen. Trotz der vorher gelesenen "durchwachsenen" Kritiken zu "Die Fremde in dir" habe ich dem Film, vor allem natürlich wegen der Meinung "es kann keine schlechten Jodie-Foster-Filme geben", eine Chance gegeben.
Was für eine Enttäuschung! Hätte es diesen Film in den 80ern gegeben, mit Chuck Norris oder Charles Bronson als Hauptdarsteller, hätte ich keinerlei Problem mit diesem Film gehabt - hier wäre wenigstens das konsequente, wenn auch politisch unkorrekte, Statement zum Thema Selbstjustiz durchgezogen worden und jeder hätte sich, ungeachtet des Vergnügens an Spannung und Action, seine eigenen Gedanken zum Thema machen können.
Hier allerdings wird (mithilfe einer natürlich toll spielenden Hauptdarstellerin) versucht, der Selbstjustiz der übelsten Sorte eine "moralische Berechtigung" zu verleihen, gekrönt durch die unsäglichen Schlussminuten, in denen selbst der aufrechte, nette Cop sämtliche Prinzipien über Bord wirft, um der üblen Message des Streifens die endgültige Absolution zu erteilen: "Wenn Dir Unrecht geschieht, gib es am Besten hundertfach zurück - alle Außenstehenden werden es schon gut heißen"
Einige andere haben ja bereits den Vergleich zum gleichzeitig erschienenen "Death Sentence" gezogen - meiner Meinung nach sind beide Filme relativ langweilig, trotzdem finde ich die letztendliche Aussage von "Die Fremde in dir" um einiges gefährlicher, weil hier unter dem Deckmantel des "psychologisch Intellektuellen" viel subtiler ein unsägliches Fazit zum Thema Selbstjustiz gezogen wird als beim Konkurrenten.
Abgesehen davon glaube ich, daß es selbst in amerikanischen Großstädten möglich ist, durch die Nacht zu streifen, ohne daß einem JEDEN Abend das Böse in Form von "von der Masse akzeptierte-lynchjustiz-und-todesstrafe-verdienende" Schurken begegnen.
Alles in Allem: Das war nix, Jodie!
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anami 2008/02/28 00:15:43
Überflüssig gedreht worden zu sein! Kann damit nicht konform gehen, Selbstjustiz positiv sehen zu sollen. Fertig!
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König Leonidas 2008/02/18 14:15:08
Gut besetzter Rache-Thriller in dem die bösen ihre gerechte Strafen bekommen..Die weibliche Variante von "Ein Mann sieht Rot", aber bei weitem nicht so gut...
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Pinky 2008/02/11 12:22:31
Meine Freundin und ich standen im Kino und wir wussten nicht was wir uns ansehen sollte. Ich sagte dann zu ihr: "Mit Jodie Foster kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen." - Knapp zwei Stunden später wurde ich eines besseren belehrt! Ich kann mir ja nicht helfen, aber ich war schon immer ein großer Bewunderer von Jodie Foster, aber was hat sie nur dazu getrieben in diesen Film die Hauptrolle zu übernehmen? Selbstjustiz, ausgelöst in einen total ausgelutschten Frauengehirn, was ich Jodie aber nicht abnehme. Für mich pers. ist der Film einfach nur platt. So schnell wie er kam wird er auch wieder verschwinden und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in zwei Jahre noch jemand davon redet. Sorry, aber für mich einer der schlechtesten Foster-Filme und zugleich auch einer der schlechtesten Filme des Jahres 2007!
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Flick 2008/02/10 06:41:08
Mein erster Gedanke war: "Huch Jodie Foster mit einem heißen Latino? Das passt ja kaum!" ;-)))) Aber nach 2 Sekunden verschwinden alle oberflächliche Gedanken und man taucht richtiggehend in diesen Film ein...und wird von Jodies Klasse Schauspielkunst verführt, denn in den ganzen Film über wirkt sie so glaubwürdig, man nimmt ihr alles ab, ( Auch die Liebe zu dem Latinoboy) ;-))) das man richtiggehend mit ihr mitfühlt und mitfiebert...Was in den ersten beiden Fällen noch pure Selbstverteidigung war, steigert sich im Laufe des Filmes zu einem Rachefeldzug, welches unterschiedliche Meinungen hervorruft...Sensibles und intelligentes Sozialdrama, mit einem tränenreichen Ende ( Jedenfalls ich musste heulen, besonders bei der Szene am Schluss mit dem Hund ) Unkonventionell und packend!!!
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AylaView 2008/02/01 22:44:41
Eine tolle Jodie Foster in einem äußerst harten und blutigen Thriller, der mit einem eher schwachen Ende aufhört.
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VTMS18 2008/02/01 10:13:57
Ein merkwürdiger Film; New York bei Nacht ist sehr gut dargestellt und auch dieses Gefühl, wenn ein wehrloser Mensch eine Waffe in die Hand gedrückt und dadurch ein sicheres Gefühl bekommt zeigt Jodie Foster schauspielerisch sehr gut. Aber der Film hat grosse Lücken und ist an einigen Stellen von der Logik nicht nachvollziehbar was,wo, wie und warum passiert. Von der Grundaussage und der Darstellung finde ich ihn ziemlich realistisch, denn jeder, der einen Menschen auf diese Art verliert, würde das gleiche tun wollen. Über den Schluss lässt sich natürlich streiten, aber ist es wirklich typisch Hollywood? meiner Meinung nach nicht. Jedenfalls, ohne Foster wäre der Film ein absoluter Reinfall.
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MasterTNQ 2008/01/26 15:01:02
Glatter Durchschnitt. Nichts, was einen vom Hocker reißen kann, aber auch nichts, was einen bis zum Umfallen langweilt. Viele Logikfehler, super Schauspielerische Leistungen. Ein Film, der für den Moment ganz spannend war, aber wieder sehr schnell aus der Erinnerung fallen wird.
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alter.native 2008/01/07 13:09:01
Immer wieder interessantes Thema, aber offenbar sind die Amis nicht in der Lage daraus was anderes zu machen, als: Ein Mann oder eine Frau sieht Rot! Mit diesem Ende ist der Film einfach nur Mist!
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Matty 2007/12/21 15:51:12
Jodie Foster mal wieder mit einer intensiven Darstellung. Bin eigentlich kein Fan von Terrence Howard, aber auch er macht seine Sache gut.
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illusionist 2007/12/21 15:12:54
Ein Drecksfilm, hätte ich nicht gedacht, weil der Anfang recht gut war.
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Punk 2007/12/16 17:39:17
Cooler Film, dreckig, beklemend wie der Big Apple mit einem fulminanten Showdown. Jodie Foster überzeugt mal wieder auf ganzer Linie. Sie ist meiner Meinung nach die Beste Schauspielerin, die es atm auf dem Markt gibt, wenn es das Drehbuch verlangen würde, könnte sie auch ein Schnitzel spielen :D.
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nesiema 2007/12/09 12:28:23
Ein Film, gedreht, um Jodie Foster mal wieder darzustellen!?
Platte Story.
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