Die gebrochene Lanze

Broken Lance (1954), US
Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Western, Drama, Kinostart 15.02.1955

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6.0 Kritiker
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von Edward Dmytryk, mit Jean Peters und Richard Widmark

Rinderbaron Matt Deveraux überfällt ein Kupferwerk, das er für die Verschmutzung seiner Wasserreserven verantwortlich macht. Danach teilt er seinen Besitz unter seinen Söhnen auf. Joe nimmt den Überfall auf sich und geht für seinen Vater ins Gefängnis. Unter den anderen Brüdern bricht derweil ein Streit ums Erbe aus. Als Matt aus Aufregung darüber an einem Schlaganfall stirbt, schwört Joe Rache.


Cast & Crew


Kommentare (5) — Film: Die gebrochene Lanze

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RoosterCogburn

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser sehenswerte Streifen ist zugleichen Teilen Western und ein dramatisches Familienepos. Ebenso handelt es sich um eine Neuverfilmung des Dramas "Blutsfeindschaft" mit Edward G. Robinson.

Leider macht die Wiederverwertung des Inhalts, den Stoff nicht sonderlich originell. Allerdings wird das durch den tollen Cast, allen voran Spencer Tracy und Richard Widmark, wieder wettgemacht. Sunnyboy Robert Wagner wirkt in jungen Jahren relativ blass und wird vom gewaltig wirkenden Tracy an die Wand gepielt. Die eingebaute Rückblende, die einen Großteil der Erzählung einnimmt, halte ich für unnötig und eingangs leicht irreführend. Wirklich interessant sind die sozialpsychologischen Ansätze und die ethnischen Differenzen. Für einen Western der damaligen Zeit, etwas ungewöhliches. Es gab nicht viele Filme, die die Problematik von Paaren (Weisser/Indianerin) und deren Nachkommen (Halbblut) thematisiert haben.
Als wenn das nicht schon genug wäre, geht der Film noch weiter. Er stellt den herrischen Patriarch Devereaux in den Mittelpunkt. Und wie er sein Land und seine Familie "regiert". Erst die Folgen eines Gerichtsprozesses sorgen für einschneidene Zerwürfnisse innerhalb der Familie.

20th Century Fox hat den Stoff später nochmal benutzt und in das Zirkusmilieu verlegt. Zu sehen in "Die große Attraktion". Die Story wurde im Zirkus Krone gedreht.

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filmschauer

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist als Anhänger des Genres immer wieder eine Freude, einen klassischen Western in CinemaScope zu sehen. Wie auch in Edward Dmytryks "Die gebrochene Lanze" im Jahr 1954, als die Breitwandtechnik noch relativ frisch war. Kameramann Joseph MacDonald weiß sie sehr zu nutzen und präsentiert wunderschöne, epische Landschaftbilder, die alleine schon diesen Film sehenswert machen. Aber auch der Inhalt weiß zu überzeugen. Der Beginn irritiert noch etwas, wenn der Halbblut Joe seine drei Brüder nach langer Zeit im Gefängnis wiedertrifft. Die genaueren Umstände erschließen sich erst, als sich eine fast den ganzen Film umfassende Rückblende ankündigt. Passend, wenn dabei der strenge Vater auf einem Porträt gezeigt wird. Nicht umsonst wird dieser Anknüpfungspunkt gewählt, ist dieser doch der Hauptangelpunkt der Geschichte. Gespielt wird jener Matt Devereaux, ein stolzer Ranchbesitzer, von Spencer Tracy; man braucht nicht groß zu erwähnen, dass er wie so oft in seiner Karriere auch hier seine Rolle blendend verkörpert. Ein harter, vielleicht sogar ignoranter Mann, der allerdings im Kern auch ein weiches Herz hat, wie man es an der umstrittenden Heirat mit einer Indianerin erkennt. Eingängig ist da eine vermeintlich harmlose Szene am Essenstisch, wenn die eingeladene Tochter des Gouverneurs in geselliger Runde sehr keck die sturen Sichtweisen von Matt bloßstellt. Etwas, was sich sonst keiner trauen würde. Schon hier wird auf subtile Art klar, dass man es hier nicht unbedingt mit einem eindimensionalen Bild eines grausamen Vaters zu tun hat. Freilich ganz anders sehen es die drei ältesten Brüder, die sich eher als x-te Arbeitskraft denn als geliebte Familienmitglieder sehen. Wäre diese interne Spannung nicht schon genug, kommt der Konflikt mit einer Kupfermiene hinzu, was das ganze Konstrukt langsam zur Eskalation bringt. Doch ist es nicht Tracy allein, der mit der ambivalenten Figur den Film trägt, sondern ebenso die anderen Darsteller wie der junge Robert Wagner, der als Joe die eigentliche Hauptrolle spielt, oder auch Richard Widmark als gelungener Gegenpart. Die Grundstruktur dieses Familiendramas mag vielleicht altbekannt, lebendig und kurzweilig wird es erst durch die Schauspieler und einem guten Drehbuch. Zudem wird anhand des Einbezugs einer Indianerin in der Familie das Thema Rassismus und Intoleranz weitaus vielschichtiger dargelegt als in anderen Genreproduktionen aus dieser Zeit. Nicht nur für Tracy-Fans eine Empfehlung wert.

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Filmkenner77

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PS. Bei youtube steht der in der Originalfassung drin. Falls du mal einen kleinen Blick riskieren möchtest:
http://www.youtube.com/watch?v=9xSqpW9fipk&feature=related


filmschauer

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Thx.


Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Schöner altmodischer Western mit Starbesetzung.

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Conan Doyle

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Bewertung2.0Ärgerlich

Die Bezeichnung "Western" ist in der Tat irreführend für diesen Film. Es handelt sich eher um ein Familiendram à la "King Lear", das lediglich zur Zeit des Wilden Westens angesiedelt ist. Leider ist die Umsetzung der an sich interessanten Geschichte des Konfliktes eines alten Patriarchen und seiner Söhne hier nicht gelungen. Abgesehen von dem Überfall auf die Kupfermiene ist der Film ohne jegliche Höhepunkte. Die Darsteller (mit Ausnahme von Richard Widmark als bösem Sohn) sind farblos (mit Ausnahme der Weißen mit Indianerschminke) und erregen keine Anteilnahme, der Handlungsablauf ist langweilig und setzt den Schwerpunkt mehr auf das Liebesverhältnis des Halbindianers und der Gouverneurstochter, als auf den Vater-Sohn, Bruder-Konflikt. Der Film dauert zwar nur 90 Minuten, kommt einem aber wie eine Ewigkeit vor.

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Zuri

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Bewertung5.0Geht so

Mehr ein Familienepos als ein Western!

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