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Die Geister, die ich rief...

Scrooged (1988), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 12, Komödie, Fantasyfilm, Kinostart 08.12.1988


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Kritiker
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4450 Bewertungen
74 Kommentare
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von Richard Donner, mit Bill Murray und Karen Allen

Frank Cross ist der jüngste Fernsehchef Amerikas. Er ist karrieresüchtig und gefühlskalt. Für ihn zählen nur Einschaltquoten – und die will er Weihnachten auf die Spitze treiben. Er plant eine Blut- und Action-Horrorshow, wie sie noch keiner kennt. Die Zuschauer werden total begeistert sein, so spekuliert der Einschaltquoten-Technokrat. Die Einnahmen aus der Werbung steigen schnell ins Astronomische. Doch bevor er sein Weihnachtsgeschenk präsentieren kann, geschieht Außergewöhnliches: Ein ehemaliger Bekannter, der seit sieben Jahren verstorben ist, taucht plötzlich in seinem Büro auf. Der Geist kündigt ihm Besuch von drei weiteren Geistern an. Kein angenehmer Besuch für Frank, denn diese drei haben eine gespenstische Radikalkur mit dem egoistischen Menschenfeind Frank vor.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Geister, die ich rief...
Genre
Mediensatire, Fantasyfilm, Komödie
Zeit
1980er Jahre, Weihnachten, Winter
Handlung
Fee, Fernsehquote, Filmproduzent, Geist, Gespenst, Karriere, Läuterung, Sensenmann, Taxifahrer, Unglückliche Kindheit, Weihnachten
Stimmung
Entspannt, Witzig
Verleiher
United International Pictures GmbH
Produktionsfirma
Mirage Productions, Paramount Pictures

Kritiken (4) — Film: Die Geister, die ich rief...

JackoXL: Die Drei Muscheln

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7.0Sehenswert

Frohe Weihnachten! Ich wünsche allen Usern, in erster Linie natürlich meinen lieben Buddys, und nicht zuletzt der ganzen Redaktion ein wünderschönes Fest. :)

Nebenbei nutzte ich nun die Chance, mal kurz was zu dem Film zu schreiben, den ich seit meiner Kindheit eigentlich immer zu Weihnachten anschaue, wenn es zeitlich passt. Somit wohl mein Lieblingsweihnachtsfilm ("Stirb Langsam" zähle ich jetzt einfach mal nicht dazu, denn der geht immer). Ich hatte den nie auf VHS und auch die DVD brauche ich nicht, aber zu Weihnachten gebe ich mir den immer wieder gerne im TV. Warum? Das ist halt die klassische Weihnachtsgeschichte von Dickens, hat natürlich diese besinnliche, leicht schleimige Botschaft vom Saulus zum Paulus, aber das gehört nun mal dazu und ist schön verpackt in eine dezente Kritik an dem Workaholic-Karriere-Yuppie-Wahn der 80er. Da gibt es die vielleicht geilste Weihnachtsfilmeröffnungsszene (mit Lee Majors, dem 6-Millionen-Dollar-Mann, yeah!), gerade in der ersten Hälfte einiges an bissigen Gags und hauptsächlich Bill Murray in seiner Paraderolle als selbstverliebtes Arschloch. Wie immer super. Am Anfang ist es echt komisch, am Ende etwas schmalzig, so what, ist halt Weihnachten. Bis zum nächsten Jahr, ich freue mich drauf...

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

DonChris

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Musst du wirklich unbedingt nachholen! So, jetzt noch schöne Weihnachten Euch, bis morgen ;)


JackoXL

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Dir auch Don! :)


Julio Sacchi: Das Manifest

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5.5Geht so

"Excuse me, I thought you were Richard Pryor." Das ist der beste und böseste Gag in diesem an guten Witzen sehr armen Weihnachtsfilm von Richard Donner, dessen stärkste Filme nie ausgewiesene Komödien waren. Mit schwerer Hand stellt er uns eine ungenießbare Figur nach der anderen vors Gesicht, gänzlich unerträglich wird es dann mit Carol Kanes schriller Sado-Fee. SCROOGED war damals und ist heute nur ansehbar wegen der schön exzentrischen Arschloch-Performance Bill Murrays, dessen Wandel vom Saulus zum Paulus so unwillkommen ist wie später in GROUNDHOG DAY - die letzte Viertelstunde kann doch wohl nicht Donners Ernst sein?!

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Hisayasu S

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Ich hab den erstmalig als winzigkleines Kind im Kino gesehen. Fand ich an so einigen Stellen ziemlich furchteinflößend.


Julio Sacchi

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So winzig kannste gar nicht gewesen sein!


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.0Uninteressant

„Well, I'm sure Charles Dickens would have wanted to see her nipples.“ -

Im Zuge alljährlicher Pseudo-Besinnung zum Klassiker verklärt, präsentiert sich „Scrooged“ als ebenso schlecht gealtertes Rührstück, wie letztendlich auch arg konservative Adaption von Dickens „Christmas Carol“, die zwar in ihrer Gegenwartsoptik den Anschein von vorhandener Distanz zum Ursprungsstoff heuchelt, letztendlich aber nur jene altbekannte Moral kopiert, und gegen Ende genauso in dessen scheinheiliger Romantik gipfelt:

Richtig wohl fühlt sich Action-Regisseur Richard Donner mit dem humoristischen Neuland, welches er mit „Scrooged“ beschreitet, offensichtlich nicht, viel zu sehr ergeht sich seine Inszenierung in visuellen Nebensächlichkeiten und CGI-Gefälligkeiten, kann sich jedoch auf narrativer Ebene zu keiner Zeit wirklich von der Vorlage emanzipieren, oder einen neuen Ansatz offenbaren, der den Anspruch der zeitgemäßen Aufbereitung wirklich legitimieren würde: Wenn Murray die eigene Vergangenheit Revue passieren lässt, oder ihm in den darauffolgenden Sequenzen Menschlichkeit mit dem Vorschlaghammer eingeprügelt wird, versucht sich Donner dermaßen platt an der Manipulation seiner Zuschauer, dass es sich im Ergebnis mitunter ebenso redundant, wie auch ermüdend auswirkt.
Etwas, was sich auch über die eher wahllos implementierten Geistersequenzen sagen lässt, die vorallem durch ihre übersteuerten, und gerade deshalb maßlos unkomischen Slapstick-Elemente und ihrer Schlussverkaufsqualität in puncto Optik in Erinnerung bleiben.

So inhomogen sein Inszenierungstil an manchen Stellen sein mag, sein wirkliches Versagen zementiert Richard Donner vorallem in der Handhabung seines Hauptdarstellers: Bill Murray - omnipräsentes Zentrum des gesamten Films - darf sich ungeniert selbst produzieren und zelebrieren, missbraucht die rudimentäre Figurenzeichnung für hart an der Schmerzgrenze balancierende overacting-Attacken, und gefällt sich sichtlich in den zahnlosen Zynismen, die ihm das Script in den Mund legt.
Nicht die Figur die er verkörpert, sondern die Art wie Murray sie anlegt, missfällt - nur sechs Jahre später bewies seine Performance im ähnlich konzipierten „Groundhog Day“, dass weniger manchmal mehr ist.

Man läuft sicherlich Gefahr, selber als Scrooge zu gelten, wenn man „Scrooged“ als das bezeichnet, was er ist: Ein überbewerteter Weihnachtsfilm, der nicht so sehr durch seinen naiven Tenor, sondern durch seinen exaltiert ausgestellten Willen zur frechen Interpretation von eben diesen, die Toleranzfähigkeit seines Publikums auf eine harte Probe stellt.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 20 Antworten

der cineast

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@Hitmanski: Es wehte mir aber eine gewisse Antipathie entgegen und das hassen war wohl etwas überspitzt verbalisiert.
@duffy: Nein warum, ich habe ja nicht gesagt das wenn man Weihnachten hasst man grundsätzlich alle Filme hasst die mit Weihnachten zu tun haben. Ich hasse Terrorismus, hasse ich deswegen Filme darüber? Nein!


vPidschv

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Ich kann mit Weihnachten überhaupt nichts anfangen, feiere es daher auch nicht und halte Scrooged trotzdem für genial.
Ich mein, natürlich ist das Ende prinzipiell der reinste Kitsch, aber nach 90 Minuten zynischster Satire lässt sich diese "Wendung" zum konservativ-schönen Weihnachtsfilm sowieso nicht wirklich ernst nehmen. Was Donner sich dabei gedacht hat ist mir relativ egal. Ich ignorier einfach die Moral der Schlusspointe und lache darüber genauso wie über den restlichen Film.
Und Murrays Overacting ist reine Geschmackssache. In den meisten Filmen, die ich zuvor mit ihm gesehen habe, hat er mich eher gestört. In Scrooged konnte er jedoch ungehemmt einen bitterbösen Spruch nach dem anderen loslassen, und das kann der gute Bill meiner Meinung nach einfach am besten.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Eine der besten Dickens-Verfilmungen, die dank Murray und einer traumhaften Nebendarsteller-Riege immer wieder begeistern kann. Put a little love in your heart, you asshole!

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Strikerth

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"Sir, ich kann das kleine Geweih nicht an dieser Maus anbringen."


peterpit

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Schon mit nem Tacker versucht?



Kommentare (70) — Film: Die Geister, die ich rief...


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Codebreaker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das war es also, Weihnachten.
Es ist wieder vorbei und damit heißt es bald: Bye bye 2013 und hallo 2014!
Aber, auch wenn Weihnachten nun vorbei ist, geht es heute um einen Weihnachtsfilm, den ich innerhalb der Feiertage zum ersten Mal gesehen habe. Nach "Und täglich grüßt das Murmeltier" ein weiterer Film mit Bill Murray.
Ich denke mal, dass wohl in den kommenden Tagen auch noch Kommentare zu "Ghostbusters" folgen werden.
Heute geht es nun aber erstmal um "Die Geister, die ich rief..."
Ich mag die klassische Weihnachtsgeschichte eigentlich sehr gern. Fand ich als Kind schon ziemlich nett, da sah ich zu jedem Weihnachtsfest eine Trickfilmvariante.
Nun, es gibt ja dahingehend schon sehr viele Verfilmungen, ich habe da sicherlich auch noch nicht alles gesehen, aber zu sagen bleibt auf jeden Fall, dass die Geschichte in "Die Geister, die ich rief..." wunderbar umgesetzt wurde.
Bill Murray spielt wieder einen richtig unsympathischen Menschen. Und das ist jetzt sehr nett ausgedrückt. Er spielt quasi den Griesgram wie er im Buche steht. Einen Menschen, der einer alten Frau das Taxi vor der Nase wegschnappt. Damit ist seine Figur diesmal noch eine ganze Stufe krasser drauf als in "Und täglich grüßt das Murmeltier". Aber auf jeden Fall schafft Murray es auch hier, wie in dem Murmeltierfilm, den Zuschauer zu überzeugen. Egal wie unsympathisch Murray auch ist, seine Figur hat Tiefe die ihn nicht zu einer 0815 stereotypischen Version dieser Figur macht. Man weiß sofort woran man ist, die Figur nimmt einen sofort ein. Und dann beginnt das Spektakel, zur Story an sich muss man ja nicht unbedingt viel sagen, ich denke in irgendeiner Version hat wohl so ziemlich JEDER schon mal was von der Weihnachtsgeschichte gehört. Auch hier ist das alles richtig nett umgesetzt, natürlich mit eigenen Ideen und einigen Abwandlungen, aber das ist alles nicht schlimm. Die Figur Murrays wandelt sich und auch da fühlt man wieder mit, da sieht man mal wieder, wie wichtig der Schauspieler hinter so einer Figur ist.
Das Ende ist dann, zugegeben, doch ziemlich kitschig, aber, was solls? Die Geschichte endet nun mal so und bei solchen Geschichten, mit solchen Figuren macht so ein Ende einfach verdammt viel Spaß!
Noch ein paar Worte zur Umsetzung: im großen und ganzen ist das, wie gesagt, alles ziemlich gut, an einigen Stellen hätte man aber sicherlich auch noch etwas mehr machen können. Oftmals ging es dann doch recht schnell diese Entwicklung von Cross, aber nicht weiter schlimm.
Mal abgesehen von der ganzen Weihnachtsseite steckt hier natürlich auch etwas an Medienkritik dabei, allgemein ist die Geschichte in einem "modernen" Umfeld umgesetzt und das allein macht ihn schon zu etwas besonderem. Die Geschichte gilt heutzutage genauso wie damals und sie wird auch noch in Jahren gültig sein.
Vom Humor her gilt hier das selbe wie ich schon beim Murmeltier geschrieben habe. Nicht unbedingt zum laut auflachen, aber sehr trocken, schwarz und deshalb genial.
Also, "Die Geister, die ich rief" wird wohl ein Film sein, der jetzt Weihnachten immer bei mir läuft. Bill Murray macht einfach unglaublich viel Spaß, ich ärgere mich etwas, dass ich erst "so spät" auf ihn aufmerksam werde. Wirklich ein ganz großer und die Komödien mit ihm sind einfach richtig, richtig gute.
Ein toller Weihnachtsfilm, eine richtig schöne Version der Weihnachtsgeschichte mit einem sehr coolen Bill Murray, sollte man gesehen haben!

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EvertonHirsch

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Bewertung7.5Sehenswert

Die einzige Weihnachtsgeschichte basierend auf der Erzählung von Dickens, die mir schon früher wirklich im Gedächtnis geblieben ist und sich indessen auch zum Standard-Weihnachtsprogramm hochgearbeitet hat. Dies liegt zum einen daran, dass die Geschichte sehr gut in die heutige Zeit transportiert wurde und zum anderen natürlich an Bill Murray, der aber so richtig erst nach dem Besuch des dritten Geistes (der mir im Übrigen als kleines Kind die Haare zu Berge stehen ließ) so richtig frei aufspielen kann. Und so ein dick aufgetragenes Happy End gehört ja auch irgendwie zum Weihnachtsprogramm dazu.

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marcshake

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Richard Donner als Regisseur hat meinen Lieblings-Kinderfilm gemacht (Goonies), meinen Lieblings-Actionfilm (Lethal Weapon) und die Definition eines guten Weihnachtsfilms. Ich gehe davon aus, dass jeder "Scrooged" kennt, insofern kann ich ohne Probleme sagen, dass sogar das absolut schmalztriefende Ende einfach passt. Und der Geist der Gegenwart ist total gut.

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Lichtlady

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Story an sich kennt jeder oder sollte jeder kennen.
Hier wird sie in einem neuen, modernen Gewand präsentiert und was soll man sagen, es funktioniert. (Ok, inzwischen ist es nicht mehr ganz so modern, aber lassen wir das einmal außen vor)
Bill Murray tut das was er am Besten kann in dieser bekannten Story. Er unterhält. Mehr noch, er zeigt uns einen Scrooge, der mehr ist als bloß der "alte Stinkter" (Zitat Muppets Weihnachtsgeschichte) Bill´s Scrooge ist nicht einfach nur Scrooge, er ist ein Sinnbild einer Generation die nichts anderes beherrscht als das Denken von "Höher, besser, schneller". So gesehen Scrooge 2.0, auch wenn der Film einige Jahre auf dem Buckel hat.
Zum einen beweist dieser Film, dass die Dickens Geschichte zeitlos ist, zum anderen zeigt sie uns die Fehler auf, die der moderne Mensch so macht. Und dabei ist der Film nicht wirklich modern. Aber die Geschichte ist und bleibt es.
- Abweichungsmodus -
Meine Family hat nie den christlichen Aspekt von Weihnachten gefeiert. Wir haben immer die Charles Dickens Weihnachtsgeschichte zelebriert. Zum einen, weil wir nicht religiös sind, zum anderen weil jeder von uns diese Geschichte mehr angebetet hat als die Sage von nem Kind in Bethlehem.
Und ganz ehrlich, die Dickens Nummer ist weitaus besser, ehrlicher und auch anbetungswürdiger als die Nummer mit dem Kind im Stall. Ja, sie ist sogar glaubhafter. Interessanter sowieso. Und nein, ich lasse mich jetzt nicht darüber aus, dass Weihnachten nichts weiter ist als die christliche Korrumpierung eines heidnischen Festes. Das steht nämlich außer Frage und jeder, der klar denken kann, weiß das auch.
Charles Dickens war ein Genie, seine "Christmas Carol" allerdings das Stück, das unter anderen Umständen besser, ehrlicher, literarisch nachvollziehbarer und vor allem konsequenter ist als die gesamte "Es begab sich aber..."-Story.
Und diese Version, "Die Geister, die ich rief" zeigt, dass die Story nicht in die Vergangenheit verbannt ist, sie zeigt, dass sie heute ebenso gültig ist wie in dem Jahr als Dickens sie zu Papier brachte. (Dagegen kann die Geschichte um das Baby, das unbefleckte Empfängnis, den blöden Josef, der den bullshit glaubte und die Heiligen aus dem Morgenland nur abstinken.)

Darsteller, Story, Musik... in diesem Film wird offenbart, dass diese Geschichte zeitloser ist als der biblische Unsinn. Ja, Murray und Co. zeigen auf, dass der gesamte bullshit von Jesus und Co. irrelevant ist und das auf eine köstliche, vergnügliche Weise.
Scrooge ist der Mann der Stunde, seine Geschichte relevanter als die von nem Balg, dessen Geburt nie belegt wurde.

Dieser Film ist genau wie "Ist das Leben nicht schön" mehr Weihnachten als alles christliche Gelaber. Zeigt mehr auf worauf es bei Weihnachten ankommt als bei den selbstgebastelten Sammelhäuschen. Denn die Kirche will immer nur. Sie sammelt, ruft auf zum Sammeln und dabei hat der Vatikan so viel Geld, dass er locker jeder Kirche auf der Welt 50.0000 spenden könnte. Stattessen sammelt die Kirche, um Armen zu helfen. Sie sammelt von Armen. Damit sie ja kein Geld ausgeben muss. Protzbishop hin oder her, was die katholische Kirche anbelangt muss jeder blechen. Wofür? Um am Sonntag ne feuchte Backoblade abzugrassen? Großes Kino.

Die katholische Kirche sammelt für die 3. Welt? Sie sammelt bei euch, Leuten, die auf ihr Geld achten müssen, während diese Penner sich mit Dollars den Arsch abwischen können. Lass euch nicht täuschen davon, dass Franziskus, der ach do Barmherzige am Start ist, der Sack ist auch nicht besser als der Rest. Er verkauft sich nur besser.

Bevor man also diesen bescheidenen Unsinn feiert, sollte man sich wirklich lieber auf die Dickens Story beziehen. Und Murray verkauft sie in diesem Film mehr als gut. Er beweist einmal mehr was für ein origineller, vergnüglicher und großartiger Darsteller er ist. Mehr noch, er zeigt auf, dass Scrooge kein Problem des vorletzten Jahrhunderts ist. Scrooge ist allgegenwärtig. Ebenso wie Erlösung.

Und mag auch nicht jede Story so enden wie bei Dickens oder diesem Film, so hoffe ich darauf, dass es da draußen Menschen gibt, die noch in der Lage sind, ihr Hirn anzuschalten. Menschen, die selbstständig denken, die die Dinge hinterfragen (auch mein Geschreibsel!!), die nicht nur schlucken ohne ein weiteres Wort.
Selbst wenn da nur einer ist, bin ich glücklich. Denn das heißt, dass wir nicht untergehen in einem Meer von Twilight, Die Chroniken von..., RTL, RTL2, Berlin: Tag und Nacht und was auch immer versucht ist, das Hirn von frei denkenden Menschen zu infiltrieren. Dass da draußen ein Mensch ist der weiß, dass Obama den Friedensnobelpreis nicht verdient hat (Fuck, was hätte dieser Typ an Charakter gewinnen können, hätte er ihn abgelehnt?!) Ein Mensch, der jetzt nicht darauf reinfällt, dass Putin einen angeblich zu unrecht verurteilten Gefangenen "befreit" hat, weil der olle Genscher interveniert hat. (Nur zur Info: besagter ach so bedauernswerte Gefangene ist nichts weiter als ein korrupter Egomane, der jederzeit seine Seele verkauft hätte, um sich selbst zu retten)
Putin mag ja ein Arsch sein, aber Obama ist nicht besser. (Der hat nämlich auch seine Gefangenenlager, der unterdrückt ebenfalls diverse Gruppierungen. Der einzige Unterschied ist, dass Barack ein Ami ist und wir, Deutschland, grundsätzlich alles geil finden was aus diesem Land kommt.)

Und hier nun verspricht Scrooge mehr als Jesus. Scrooge muss nicht sterben, um die Wendung zu erfüllen. Scrooge ändert sich. Er lernt aus seinen Fehlern und agiert entsprechend. Dagegen ist Jesus echt mal ne Nullnummer.

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kobbi88

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Warum hab ich den Film eigentlich noch nicht bewertet? Hab den schon so oft gesehen... Wahnsinnig genialer Kommentar :)


LIONS

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Unglaubich super Kommentar wieder :D Wahnsinn. Mach weiter so ;-)


doktormovie

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Die Geister, die ich rief" ist nach "Schöne Bescherung" der beste und gleichzeitig lustigste Weihnachtsfilm allerzeiten! Die Geschichte ist natürlich vorhersehbar, weil fast jeder A Christmas Carol von Charles Dickens kennt. Eigentlich ist der Film auch eine Version von dieser Geschichte, aber eben moderner und wenn nicht sogar ein wenig besser erzählt.
Francis Xaver Cross ist (wie Ebenzer Scrooge) ein reiches, hinterhältiges und geiziges Arschloch.Er ist Chef eines Fernsehsenders und feuert zum Beispiel einen Mitarbeiter einen Tag vor Weihnachten, er behandelt seine Sekräterin wie den letzten Dreck, und schert sich nicht um seine Familie und Verwandten.
Als sein vor 7 Jahren verstorbener Chef eines Nachts kommt, weißt er ihn darauf hin, das er seine Lebenweise ändern soll, und das 3 Geister ihn besuchen werden.

Was gefällt mir jetzt so an "Scrooged!":

Wie Woody Harrelson sagen würde: "Es ist Bill-fucking Murray!" und der spielt seine Rolle wie fast immer weltklasse und extrem witzig. Als sarkastisches Arschloch gefällt er mir sogar besser als am Schluss, hehe :D

Der Humor in diesem Film ist eigentlich sehr schwarz, so wie ich es mag. ;D
Aber der Humor,ist jetzt nebensächlich, noch keine Verfilmung von "A Christmas Carol" hat die Message so gut rübergebracht wie dieser Film. Es gibt auch nachdenkliche Momente in diesem Film, und die Schlussrede von Bill Murray, ist mir sehr ans Herz gegangen.
So soll ein perfekter Weihnachtsfilm sein: Sehr lustig, aber dennoch nachdenklich, darüber, weshalb wir eigentlich Weihnachten feiern.

10 von 10 Punkten, weil dieser Film einfach perfekt ist. Einige auf Moviepilot werden vielleicht schon wissen, das ich bei der Bewertung nicht sehr streng bin :D

PS: Fröhliche Adventszeit! :)

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suspirio

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Francis Xavier Cross ist nicht nur der jüngste Produzent eines TV-senders sondern auch noch ein Mega-Ekel.
Er geht mit seinen Mitarbeitern um als wären sie Sklaven, er hasst Weihnachten, er feuert Leute wie es ihm passt und er schert sich einen Dreck um seine Mitmenschen.
Das ganze eskaliert als er einen Mitarbeiter kurz vor Weihnachten feuert.
Aus dem nichts taucht sein ehemaliger verstorbener Chef auf und kündigt ihm 3 Geister an die ihn bald besuchen werden.
Wie vorhergesagt beginnt der Albtraum mit de geist der vergangenen Weihnacht der Francis in seine verkorkste Vergangenheit führt.
Von da an beginnt ein Umdenken bei Francis das von den anderen geistern noch verstärkt wird....teils ziemlich ruppig.
Kann er sich wirklich noch ändern oder sind Hopfen und Malz schon verloren?

Die Geister die ich rief....aus dem Jahr 1988, inszeniert von Richard Donner, ist die in meinen Augen besten Scooge-Interpretation.
Garniert mit Schwarzem Humor und einem Brillanten Bill Murray macht diese rasante Komödie einfach Spass und regt zum nachdenken an.
Hinzu kommen eine Klamaukszenen die mal mehr, mal weniger gut gelungen sind.
Die Dialoge sind klasse, der Soundtrack passt und die Masken der Geister sind hervorragend.
Darsteller sind u.a: Bill Murray, Bobcat Goldthwait, Carol Kane, Karen Allen und Robert Mitchum.
Kurzum: Ein perfekter Weihnachtsfilm für die ganze Familie.

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MartinNolan

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Bewertung5.5Geht so

Turbulenter, überdrehter Aufguss der bekannten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens unter Regie von Richard Donner, der Bill Murray Narrenfreiheit gewährt, weshalb das rührselige Spektakel nicht vollkommen schlecht abschneidet. Mag man noch über das ein oder andere Manko hinwegsehen, beispielsweise die uninspirierte, obligatorische Präsentation der drei Geister, ist das von erzkonservativem Gesülze nur so triefende Ende kaum ertragbar. Da erschien es mir wie ein Todesstoß als der traumatisierte, verstummte Sohn der Sekretärin, ein „Gott gebe uns allen seinen Segen“ Bill Murray zuflüstert. Ganz nett anzusehen, wie Bill Murray das bekehrte Arschloch mimt, ansonsten überschaubarer Weihnachtsspaß, den man im Grunde nicht braucht.

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Lordpie

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Bewertung10.0Herausragend

Alle Jahre wieder tu ich mir den Film an, aber Warum?
Weil es einer der besten Weihnachtfilme ist, denn man über die feiertage mit seiner Familie anschaun kann!

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Moe Szyslak

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Bewertung9.0Herausragend

Geniale Interpretation der allseits bekannten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens mit einem Bill Murray in überragender Form. Unglaublich, wie aufgedreht der spielt, absolut köstlich, ein Genuss, diesem einzigartigen Komiker zuzusehen. Sei es anfangs als grantelnder Ätzer, der alle Menschen und Weihnachten hasst wie die Pest, egozentrisch, geizig, tyrannisch und narzisstisch bis zum Geht-nicht-mehr ist und ständig nur mies gelaunt alles und jeden anschreit. Voll das Arschloch und noch extremer als Ebenezer Scrooge selber. Sei es im Mittelteil, als er sich ständig vor Angst fast in die Designerhosen macht, als ihm die Geister heimsuchen Wobei er aber hier nichts von seiner ätzenden Art verliert, im Gegenteil, mit den Geistern legt er sich mit frotzelnden Sprüchen natürlich sofort an, vor allem mit der psychopathischen Fee, die ihn andauernd windelweich prügelt. Und sei es am Ende mit dieser überschwänglichen Lebensfreude. Bill Murray ist der absolute Hammer in dem Film. Stark auch Karen Allen, die das komplette Gegenteil von ihm ist, also freundlich, gutherzig und hilfsbereit. Die tragische Liebesgeschichte der beiden ist super erzählt. Klasse Film, der voller skurriler, bissiger und origineller Ideen steckt und der der doch schon sehr angestaubten Geschichte einen so abgedrehten Anstrich gibt, den man sich nicht entziehen kann. Ab und an ist es dann aber doch etwas zu laut und too much. Und der schräge Typ mit der schrillen Stimme hat mich schon in "Police Academy" aufgeregt. Aber ansonsten großartiger Streifen.

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marcowski

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Immernoch einer der gelungensten Weihnachtsfilme, wenn auch an einigen Stellen etwas klamaukig.

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deevaudee

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Bewertung6.5Ganz gut

Auch wenn aus den 80ern, die Neuinterpretierung des Dickensch'ns Weihnachtsgeschichtchen, über einen Griesgram der dank ihm, 3 Geister erscheinen um sein Leben, und seine Herzensgüte wieder in die Richtigen Bahnen zu lenken. Bill Murray hat vermutlich die Rolle sehr genossen, dass konnte man förmlich spüren. Dickes Lob gibts von mir an Carol Kane an den Geist der Gegenwart. So herrlich frech, und spass bereitend das man gerne so Jemanden ruhig öfter sehen könnte. Die Geister die ich rief, spielt auch gut mit der Vorlage von Dickens. Humorvoll, aber auch tieftönig und immer mit einem zwinkernden Auge erzählt. Ein Film, der zum Fest auf jeden Fall geht. Besonders lustig, der stumme Junge, der als Tannenbaum herhalten müss. ;)
Als Neuinterpretation, definitiv gut gelungen.

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uncut123

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

einfach traurig und lustig...mir hatte er als kind zum ersten mal übermittelt um was es tz dieser jahreszeit wirklich geht...zu geil!!

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common350

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

So ungefähr er genialste Weihnchtsfilm den ich kenne, mit viel Witz und Humor.
Volle Punktzahl!

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TinaCocaine

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Bewertung6.0Ganz gut

Bei mir kommt leider überhaupt keine Weihnachtsstimmung auf, wenn ich diesen Film gucke. Aber Bill Murray mit seiner vertraut witzigen und charmanten Art zieht mich auch hier wieder in seinen Bann. "Die Geister, die ich rief..." gehört für mich nicht so sehr zu Weihnachten wie manch anderer Film, dennoch schaue ich ihn fast jedes Jahr. Sehr solide und durchaus an vielen Stellen witzig

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Uwe B.B.B.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach der Muppetsversion sicher die zweitbeste Verfilmung der Weihnachstgeschichte.

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bahcsas

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Bewertung7.5Sehenswert

"Ich war ein Schmock, aber jetzt bin ich kein Schmock mehr." Bill Murray

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Sebastian Shinoda

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Neben Die Hard mein Standard Weihnachtsfilm :D

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Einar

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Bewertung7.5Sehenswert

Einfach gesagt, in Kürze:
Die beste Verfilmung von Dickens' "A Christmas Carol".
Weil man seinen eigenen Weg geht. Weil man die elementaren Bestandteile behält und sehr gut umsetzt. Weil man witzig ist. Weil man geläutert ist. Weil Weihnachten ist!
Ein schöner Film!

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Optimus Daim

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

So wie es zu Sylvester dazu gehört Dinner 4 One zu gucken, so gehört es für mich dazu diesen schönen Schinken zur Weihnachtszeit zu gucken. Es vergeht kein Jahr wo ich nicht bei den ausstrahlenden Sender kleben bleibe und mir immer wieder auf´s neueste angucke wie Frank X. Cross den nackten Bauch von den gebeutelten Loudermilk abknutscht.
Cross - a thing they nail people to...heißt es Sinngemäß im Film an einer Wand geschrieben. Genau wie man es mit Bill Ebenezer Scrooge Murray im Film am Anfang machen möchte. Aber durch die Geister ein Glück geläutert entgeht er einem einsamen Lebensabend.
Ein moderner Weihnachtsklassiker der mir immer wieder zur Weihnachtsvorzeit willkommen ist.

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hrxuuuu

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Bewertung6.5Ganz gut

Zugegeben ordentliches Drehbuch und sympathische Characktere, doch Weihnachtsstimmung kommt kaum auf. Und die Witze halten sich eher in Grenzen, als von einen Brüller zu sprechen. Es kommt alles so rüber als würde man die Weihnachtsgeschichte mit Jim Carrey neuverfilmen, nur mit mehr Charm und aufzwang neuer Characktere. Ganz nett, aber nicht der Große Weihnachtsfilm.

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