Die Geister, die ich rief...

Scrooged (1988), US
Laufzeit 101 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 08.12.1988

7.1 Kritiker
32 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
3169 Bewertungen
55 Kommentare
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von Richard Donner, mit Bill Murray und Karen Allen

Frank Cross ist der jüngste Fernsehchef Amerikas. Er ist karrieresüchtig und gefühlskalt. Für ihn zählen nur Einschaltquoten – und die will er Weihnachten auf die Spitze treiben. Er plant eine Blut- und Action-Horrorshow, wie sie noch keiner kennt. Die Zuschauer werden total begeistert sein, so spekuliert der Einschaltquoten-Technokrat. Die Einnahmen aus der Werbung steigen schnell ins Astronomische. Doch bevor er sein Weihnachtsgeschenk präsentieren kann, geschieht Außergewöhnliches: Ein ehemaliger Bekannter, der seit sieben Jahren verstorben ist, taucht plötzlich in seinem Büro auf. Der Geist kündigt ihm Besuch von drei weiteren Geistern an. Kein angenehmer Besuch für Frank, denn diese drei haben eine gespenstische Radikalkur mit dem egoistischen Menschenfeind Frank vor.

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Kritiken (3) — Film: Die Geister, die ich rief...

Julio Sacchi: Das Manifest

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5.5Geht so

"Excuse me, I thought you were Richard Pryor." Das ist der beste und böseste Gag in diesem an guten Witzen sehr armen Weihnachtsfilm von Richard Donner, dessen stärkste Filme nie ausgewiesene Komödien waren. Mit schwerer Hand stellt er uns eine ungenießbare Figur nach der anderen vors Gesicht, gänzlich unerträglich wird es dann mit Carol Kanes schriller Sado-Fee. SCROOGED war damals und ist heute nur ansehbar wegen der schön exzentrischen Arschloch-Performance Bill Murrays, dessen Wandel vom Saulus zum Paulus so unwillkommen ist wie später in GROUNDHOG DAY - die letzte Viertelstunde kann doch wohl nicht Donners Ernst sein?!

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Hisayasu S

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Ich hab den erstmalig als winzigkleines Kind im Kino gesehen. Fand ich an so einigen Stellen ziemlich furchteinflößend.


Julio Sacchi

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So winzig kannste gar nicht gewesen sein!


Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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4.0Uninteressant

„Well, I'm sure Charles Dickens would have wanted to see her nipples.“ -

Im Zuge alljährlicher Pseudo-Besinnung zum Klassiker verklärt, präsentiert sich „Scrooged“ als ebenso schlecht gealtertes Rührstück, wie letztendlich auch arg konservative Adaption von Dickens „Christmas Carol“, die zwar in ihrer Gegenwartsoptik den Anschein von vorhandener Distanz zum Ursprungsstoff heuchelt, letztendlich aber nur jene altbekannte Moral kopiert, und gegen Ende genauso in dessen scheinheiliger Romantik gipfelt:

Richtig wohl fühlt sich Action-Regisseur Richard Donner mit dem humoristischen Neuland, welches er mit „Scrooged“ beschreitet, offensichtlich nicht, viel zu sehr ergeht sich seine Inszenierung in visuellen Nebensächlichkeiten und CGI-Gefälligkeiten, kann sich jedoch auf narrativer Ebene zu keiner Zeit wirklich von der Vorlage emanzipieren, oder einen neuen Ansatz offenbaren, der den Anspruch der zeitgemäßen Aufbereitung wirklich legitimieren würde:…

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 23 Antworten

der cineast

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@Hitmanski: Es wehte mir aber eine gewisse Antipathie entgegen und das hassen war wohl etwas überspitzt verbalisiert.
@duffy: Nein warum, ich habe ja nicht gesagt das wenn man Weihnachten hasst man grundsätzlich alle Filme hasst die mit Weihnachten zu tun haben. Ich hasse Terrorismus, hasse ich deswegen Filme darüber? Nein!


vPidschv

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Ich kann mit Weihnachten überhaupt nichts anfangen, feiere es daher auch nicht und halte Scrooged trotzdem für genial.
Ich mein, natürlich ist das Ende prinzipiell der reinste Kitsch, aber nach 90 Minuten zynischster Satire lässt sich diese "Wendung" zum konservativ-schönen Weihnachtsfilm sowieso nicht wirklich ernst nehmen. Was Donner sich dabei gedacht hat ist mir relativ egal. Ich ignorier einfach die Moral der Schlusspointe und lache darüber genauso wie über den restlichen Film.
Und Murrays Overacting ist reine Geschmackssache. In den meisten Filmen, die ich zuvor mit ihm gesehen habe, hat er mich eher gestört. In Scrooged konnte er jedoch ungehemmt einen bitterbösen Spruch nach dem anderen loslassen, und das kann der gute Bill meiner Meinung nach einfach am besten.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Eine der besten Dickens-Verfilmungen, die dank Murray und einer traumhaften Nebendarsteller-Riege immer wieder begeistern kann. Put a little love in your heart, you asshole!

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Strikerth

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"Sir, ich kann das kleine Geweih nicht an dieser Maus anbringen."


peterpit

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Schon mit nem Tacker versucht?



Kommentare (52) — Film: Die Geister, die ich rief...

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LevLeverson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Scrooged (oder "Die Geister, die ich rief...") ist mein absoluter Lieblingsweihnachtsfilm, da er meine Lieblingsweihnachtgeschichte mit einem meiner Lieblingsschauspieler auf großartige Weise neu erzählt. Außerdem begeistern (höhö) mich die Effekte, die wirklich großartig gemacht sind und das noch ganz ohne CGI. Heute wären solche Geister irgendein Computer generierter Bullshit. Kurz: Ich liebe jede Minute dieses Films :)

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Keky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Charles Dickens Weihnachtklassiker. Die Geschichte um den Geizhals und den Geistern der vergangenen, der jetzigen und der morgigen Weihnacht kennt wohl jeder. Doch hier wird die Geschichte mal im "heute" erzählt. Interpretationen des Orginals gibt es ja viele (Disney, Muppets, etc.), aber mit Bil Murray als den "zu Läuternden" bekommt die Sinn von Weihnachten einen neuen Un-)Sinn. Die Grundgeschichte bleibt, ja selbst der arme stumme Junge darf am Ende sein Sprüchlein aufsagen. Doch der Wahre Sinn von Weihnachten, nämlich Liebe deine Nächsten, kommt hier herrlich schön schräg und mit Karen Allen als eigentlicher Zielperson dieser Liebe doch viel schöner und schwungvoller rüber, als es C. Dickens sich wohl dachte. Und die drei Geister ... Schaurig schön, und das nicht nur wenn sie gegen Ende mitschunkeln. Ich sehe Bill Murray sehr gerne und gerade dieser Film ist fast ein Muss für den alljährlichen Prozess, in Weihnachtsstimmung zu kommen.

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DrPhil

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bis auf das Ende ist der Film wohl die beste Verfilmung der wohl besten Weihnachtsgeschichte.

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Jack_Torrance

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Bewertung9.5Herausragend

Für die einen ist es Stirb Langsam I+II, für die anderen der Kevin - Allein zu Haus, für die anderen wiederum ist es Die Geister, die ich rief..., der wirklich scrooged ist. Hahahaha...

"Bin ich etwa der einzige, der diesen Witz versteht ?"

Nun ja, ich weiß eigentlich nicht, wo ich anfangen soll: Bei Murrays genialem Spiel ? Bei Donners meisterhafter Regie ? Bei den herrlich bissigen Dialogen ? Beim herrlich giftigen Humor generell ?
Manch einer denkt jetzt wohl, ich palavere jetzt was von "Ja, den Film kann man nicht in Worte fassen" oder "Man muss sich einfach darauf einlassen" und dem üblichen Bla Bla...
Aber nein, ich widme mich fürs erste Bill Murrays Spiel. Sein zerknautschtes Gesicht, sein genervter Blick, sein sarkastisches Grinsen, sein hysterisches Geschrei, alles passt, alles geht perfekt ineinander über, seine Mimik macht den Film zu einem Genuss. Manch einer wird mir zustimmen, wenn ich behaupte: Er ist der beste lebende Komödiendarsteller der Welt.

"Könnt ihr endlich mit diesem verdammten Gehämmer aufhören ?"

Den guten Richard Donner kennt manch einer bestimmt aus einigen guten Actionfilmen wie Lethal Weapon (ich hab allerdings nur den starken 2. gesehen). Und wenn ein guter (!) Actionfilmregisseur eine Weihnachtskomödie dreht, kann nur gutes dabei herauskommen - so auch hier.
Einige Szenen wirken hier fast schon surrealistisch; so beispielsweise der Schluss (bzw. die Zukunft), der wie eine geniale Mischung aus Orwell, Greenaway und vielleicht auch Bunuel wirkt (auf jeden Fall ein Fest für selbsternannte Cineasten wie mich).
Die genialste Szene aber (an der Stelle eine Spolilerwarnung, obwohl der Schluss eigentlich jedem bekannt sein sollte; es ist ja ein Weihnachtsfilm) ist die, in der Frank Cross (bzw. der große Bill Murray) aus dem Aufzug mit den Worten "Ich lebe !" stürzt mit Händels Hallelujah im Hintergrund - so cool war Händel noch nie (Spoilerende - ich hasse dieses Wort) !

Was macht aber Die Geister, die ich rief... zu einem großartigen Weihnachtsfilm. Ganz einfach - er schafft es Weihnachtsstimmung zu verteilen, ohne mit den Händen wedelnd "Shake it up, wake up the Happiness - it's Christmas Time !" zu brüllen (Kevin tut es zwar auch, aber auf 'ne charmante Art und Weise) und das gelingt nur den größten Könnern !

"Mir das zu zeigen, war echt mies !"

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J!GS4W

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mit "Scrooged" bzw. "Die Geister, die ich rief.." öffnet Donner als einer der zahlreichen Regisseure Charles Dickens unsterblichen Klassiker "Scrooge" und jagd dem Pubikum, das einen klassischen "heile Welt Film" erwartet einen Dickens Schreck ein ..... Einen Dickens Schreck ..... Versteht mich hier denn keiner?

Zwar wird das Rad mit dieser Weihnachtsperle nicht neu erfunden, aber dafür ist "Scrooged" so grotesk und doch unterschwinglich irgendwie klischeehaft, dass diese Mischung für mich zum besten Weihnachtsfilm führt. Bill Murray als Alter Ego Ebeneezer Scrooges ist purer Wahnsinn: Wir sympathisieren mit dem guten Knaben, lassen uns aber ebenso begeistern, wenn er zu seiner 10-minütigen Rede einsetzt. Ja, ich wage mich soweit aus dem Fenster zu lehnen, dass ich behaupte, dass dieser Film sowohl für Weihnachts-Muffel, als auch -Freunde grandiose Unterhaltung bietet. Die Gags sind zum Brüllen und sind so Zitat-freudig, dass ich mittlerweile jeden mitsprechen kann und jeden heiligen Abend erneut vorm Fernseher sitze und diesem zurufe:

"DAS IST EIN MORDS KNOCHEN, DU GLÜCKLICHER HUND!!!"

Das tolle an diesem Must-Have-Film sind vor allem die Geister, die so liebenswert und kultig sind, dass man rasch das typische Scrooge-Muster vergisst und sich von der bekannten Handlung treiben lässt. Man kann sich entscheiden: Entweder man setzt sich vor den Film und flucht über Frank Cross, oder aber man freut sich darüber, mit welcher diabolischer Genugtuung er seine Mitmenschen schikaniert. Man kann natürlich auch beides tun ;)

Ich selbst suhle mich von Anfang bis Ende jedes Jahr an diesem Abend in dieser filmischen Genugtuung. Es ist Tradition und Kult und deswegen kann ich diesen Film nur jedem Filmfreund an Herz legen. Auch wenn "Die Geister, die ich rief" technisch nicht immer perfekt ist, so strahlt das Drehbuch und der Cast doch so viel Wärme aus, dass selbst an einem Schnee-losen heiligen Abend auf einmal Weihnachtsstimmung aufkommt. Also schmeißt den Film einfach an und freut euch über eure Geschenke, denn ihr wisst ja, dass es jedem in der Beziehung unterschiedlich ergeht.

"Das Geschenk hat mich gerührt! Ein Vierjähriger Junge bekommt ein erstklassiges Stück Kalbsfleisch zu Weinachten, das heute auf dem Markt 40 bis 50 Dollar kostet!"

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.0Sehenswert

1988 legte Regisseur Richard Donner seine Version des klassischen Weihnachtsmärchens von Charles Dickens vor, mit dem Titel „Die Geister, die ich rief“. Dabei herausgekommen ist eine äußerst amüsante Komödie, die nicht nur den Klassiker ordentlich durch den Kakao zieht, sondern auch eine Mediensatire, die Weihnachten und Kommerz gekonnt gegenüberstellt. Das alles klingt zwar jetzt nicht sehr weihnachtlich, und an manchen Stellen gelingt es dem Film auch nicht die richtige Weihnachtsatmosphäre zu treffen, trotzdem schafft es der Streifen aber am Schluss die Grundbotschaft des Dickens-Klassiker zu überbringen. Enormen Unterhaltungswert verdankt Donners Weihnachtskomödie auch dem wie immer ausgezeichneten Bill Murray, der das Ekelpaket Frank Cross mit Eleganz mimt.

Somit gelang Richard Donner mit „Die Geister, die ich rief“ eine gute Neuinterpretation des Dickens-Stoffes, der es zwar manchmal etwas an Zauber fehlt, aber im Gesamtbild immer noch recht sehenswert ist.

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nasenschleuder

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Sorte Film, für die ich immer 8 Punkte springen lasse, plus einen halben für die genau zum richtigen Zeitpunkt eingetroffenen Geschenkideen!

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horro

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Hast du also auch einer Maus ein Hirschgeweih angetackert ... mach ich auch jedes Jahr ;)


nasenschleuder

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:D


doctorgonzo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Cross: A thing they nail people to

Ja, es ist Weihnachten. Schon wieder!

Im Fernsehen treten ständig Prediger (Katholiken, Protestanten, Media Markt, RTL....) auf und fordern ein Plus an Besinnlichkeit, während alle nur ihre jeweilige Ware an den Mann bringen wollen.
Es wird allenthalben auf den bösen Konsum geschimpft, per iPhone twittert man, wie sehr doch Weihnachten unter dem bösen Kommerz und der gegenseitigen Entfremdung leidet.
Menschliche Fettgebirge stehen auf öden Weihnachtsmärkten nach Langos, Räuberpfanne, Crêpes, Bratwurst, Zuckerwatte und allerlei kandiertem Altobst an, statt sich zu bewegen und mir zu Weihnachten ihre Abwesenheit zu schenken. Das Wort zum Sonntag dauert noch länger als sonst (und stiehlt mir Zeit - schließlich warte ich auf den ARD Spätfilm) und erzählt was von der Geburt unseres Heiland, während ich immer noch darauf warte, dass der Geburtstag von Batman (18.04.1939 - erster Detective Comic mit Batman veröffentlicht) zum offiziellen Feiertag wird.
Man kann nicht mehr aus den eigenen vier Wänden gehen, ohne zu hören, dass letzte Weihnachten irgendjemand irgendeinen Scheiß mit dem Herz von George Michael angestellt hat, während man sich fragt, warum man es ihm nicht einfach in den Mund gestopft hat, um eben dieses Lied zu verhindern, zu dem sich ausnehmend hässliche Pärchen plötzlich noch lieber haben als Hitler und Stalin im August 1939.
Überdrehte und überreizte Kleinkinder sowie deren Produzenten belasten noch intensiver als sonst die Einkaufmöglichkeiten der realen Welt und auch das heißgeliebte Internet bleibt von öden Grüßen ("wenn Du diese Nachricht an alle weiterleitest, denen Du ein frohes Fest wünscht, bist Du schnell fertig" oder so) nicht verschont. Programmierte Fröhlichkeit, wohin man klickt.
Bleibt also nur der Rausch?! Denkste!
Überall Glühweinstände, an denen sich Leute mit gestrecktem, gepanschtem, gewürztem und erwärmtem Billig-Rotwein die Kante geben, denen man bei lebendigem Leib die Leber entfernen möchte, um das Organ von diesen Leiden zu erlösen.

Aber wir sind ja alle so besinnlich, ein wenig melancholisch zwar aufgrund der fiesen Kommerzialisierung, aber trotzdem irgendwie glücklich. Schließlich ist ja Weihnachten und da gehört ein bratapfelsüßes Lächeln ja dazu, wenn man dem Gegenüber pauschal ein "frohes Fest" wünscht.

Kurzum, Weihnachten stinkt. Mit seinem verlogenen "wir haben uns jetzt alle lieb" Gedöns von allen Seiten, dem Gestank von Glühwein, der erbärmlichen musikalischen Untermalung und dem fadenscheinigen "ja das mit´m Kommerz ist schon schlimm" Getue einer dicken Frau mit einem Kilo Drogerie Handelsmarken Make Up im Gesicht, die gerade Krempel gekauft hat, mit dessen monetärem Gegenwert sich anderswo Revolutionen finanzieren ließen.
Dann gibt es noch eine 5 Euro Spende an Brot für die Welt und dieses Friedensnobelpreisgefühl erfüllt uns. Aber bitte doch. Schließlich ist ja Weihnachten...

Wie oft war ich schon vom Gedanken erfüllt, auf den Kirchturm zu klettern und den heimischen Weihnachtsmarkt mittels eines Hochleistungsgewehres um mehrere Tonnen menschlicher Ausdünstungen zu erleichtern. Aber erstens ist die Munition für ein Hochleistungsgewehr nicht billig, zweitens trifft mich unter Kirchenportalen immer ein Blitz und drittens bekomme ich auf unterhaltsame Weise ein Ventil für meine Weihnachtswut, wenn ich Bill Murray als Frank Cross beobachten darf.

Ein kaltherziger Zyniker, der Lee Majors mit Sturmgewehr die Weihnachtsmannwerkstatt retten lässt, zum Fest nur Handtücher und Duschvorhänge verschenkt, einer Maus ein Rentiergeweih an den Kopf tackern lassen möchte und auch sonst sehr sympathisch rüberkommt.

Die Läuterung im Dickens Stil wird grandios und voller Ironie in die Moderne transportiert. Gelungene Bilder und Verweise auf US-Populärkultur sowie traumhaft besetzte Nebenrollen, allen voran Bob Goldthwait und die wunderbare Karen Allen, mit deren damaligem Ich ich hier und dort auch gern unterm Mistelzweig gestanden hätte, runden das Ganze ab. Dazu kommt ein einmal mehr vollauf gelungener Score von Danny Elfman.

Der Plot gibt nichts, aber auch gar nichts Neues her und wäre wohl ähnlich überraschend wie die leicht matschigen Apfelsinen, die Oma jedes Jahr zum Geschenk dazu packt, hätten Regisseur Donner und seine Drehbuchschreiber nicht diesen herrlichen Brückenschlag geschafft.

Gönnt Euch eine Pause vom widerlichen Glühwein da draußen und öden Jahresrückblicken im TV.
Gönnt Euch einen Bill Murray in Hochform und Euren Lachmuskeln mal wieder ehrliche Arbeit.

Get Scrooged!

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doctorgonzo

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`Bin ich denn der Einzige, der diesen Gag kapiert´


vPidschv

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Du hast ja so Recht, in Bezug auf Weihnachten und auch den Film... couldn't agree more! :)


lindaisonfire

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Bewertung9.0Herausragend

Gehört zu Weihnachten dazu wie Schokoweihnachtsmänner & die Forelle an Heiligabend! (:
Als Kind habe ich mich immer total vor dem Geist der Zukunft gegruselt & die Einäscherungsszene hat mir immer ein wenig Angst gemacht, aber der Spaß & Witz hat alles wieder gut gemacht :D

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TheNumber

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Bewertung5.5Geht so

mir hat der film nicht so gefallen, hab ihn an heilig abend geguckt und irgendwie braucht der film meiner meinung nach zu lang, um endlich seine weihnachtsbotschaft zu überbringen; davor fand ich ihn irgendwie deprimierend/nicht weihnachtlich; ich bin zwar kein fan von bill murray, aber er war ganz gut; trotzdem guck ich lieber die disney-version^^, der hat mir nicht so gut gefallen, auch teilweise wegen den skurrilen bildern. wer bill murray mag, sollte den gucken; zu allen anderen kann ich nichts sagen, die sollen sich selbst ein bild machen...

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mikkean

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Bewertung9.5Herausragend

Dieses Jahr wiedermal der Spitzen-Reiter:

Hundertmal gesehen, ja. Jedes Mal gelacht, ja. Und dieses Jahr wiederum in voller Länge genossen. Ich sage es noch mal: genossen. Richard Donner hat sich nach gefühlten zehn "Lethal Weapon"-Filmen (keine Sorge, ich find sie auch klasse) auch mal eine echte Festtags-Granate geleistet. So herrlich wurde der gute Dickens wohl nie zuvor gleichzeitig durch den Kakao gezogen (oder der modernen Gesellschaft gegenübergestellt) und doch ernsthaft wiederbelebt. "Scrooged" oder "Die Geister, die ich rief" ist der vielleicht beste Weihnachts-Film der Achtziger und auch heute noch so schön modern. Die Besetzung ist super, allen voran natürlich Bill Murray (wann kriegt der endlich den überfälligen Oscar?) als bad ass, oberfotziger Medienboss, erkalteter Mensch ohne Liebe, Freude und Freunde. Gerade vor und während der Bekehrung zieht Murray alle Register und erschafft hier den Scrooge-Verschnitt für die Ewigkeit. Aber der Film hat noch viele Gags zu bieten, die allein wegen ihrer Genialität nach Kult schreien. So wie das Festtags-Programm des Senders: "Geisteskranke haben die Werkstatt vom Weihnachts-Mann angegriffen und nur Lee Majors kann sie befreien" oder der tolle Scrooge-Spot ("Ihr Leben könnte davon abhängen"). Ach, bei soviel herrlicher Überzeichnung und einem schönen Hauch Respektlosigkeit wird mir richtig warm ums Herz. Es gibt so viele tolle X-Mas-Filme, die Liste setzte ich nächstes fort! -
aber hiermit wünsche ich allen erstmal ein frohes Fest!!! Ich hoffe, ihr kriegt nicht bloß ein Handtuch ;-)

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FordFairlane

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Mehr als 1000 mal gesehenxD


mikkean

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Und jedes weitere Mal versüßt uns Murray wieder.


Kreator

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Bewertung7.0Sehenswert

Anfangs sehr sarkastisch und rabenschwarz...gegen Schluss immer mehr hollywoodtypisch und kitschig ohne Ende. Ein gnadenlos witziger, sowie sarkastischer Bill Murray stiehlt allen die Show und weiß dem einen oder anderen Zuschauer Lachtränen zu entlocken. Weihnachtsklassiker, der nicht nur das kleine Publikum anspricht.

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Mr. Pink

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Bewertung9.5Herausragend

"Die Geister, die ich rief..." gehört für mich zur Adventszeit dazu, wie Plätzchen, "Und täglich grüßt das Murmeltier", Mandarinen und Weihnachtstee.

Bill Murray ist einfach fantastisch, und die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens wurde wirklich wunderbar umgesetzt.

Ohne diesen Film wäre Weihnachten wahrscheinlich nicht mehr dasselbe, und bestimmt nur halb so erträglich. Ich freue mich jedes Jahr erneut drauf, und bin auch immer wieder erneut begeistert.

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Klopper

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Bewertung9.0Herausragend

Charles Dickens bescherte der Welt einige der bedeutendsten Werke der Literaturgeschichte. "Oliver Twist" geht auf seine Kappe, ebenso wie "Große Erwartungen" oder "David Copperfield" (Nein, das hast nix mit dem Zauberer zu tun...). Leider hat er uns auch "Eine Weihnachtsgeschichte" hinterlassen. Das "leider" bezieht sich dabei nicht auf die Qualität der Erzählung - denn die ist hervorragend! Es bezieht sich auf eine beispiellose Rezeptionsgeschichte. Denn das Märchen vom kaltherzigen Scrooge, der in der Weihnachtsnacht von drei Geistern heimgesucht wird, wurde so oft verwurstet wie keine andere Geschichte der Welt! Sobald die Menschheit mit Kameras gesegnet wurde, ging der Verfilmungsreigen auch munter los. Bereits 1901(!) wurde der Stoff zum ersten Mal verfilmt. Seitdem gab es so ziemlich alle Varianten, die vorstellbar und unvorstellbar sind. Ob Disney oder die Muppets, Al Bundy oder Spongebob, die Flinstones oder die Simpsons. Alle mussten sie sich schonmal mit drei Geistern rumplagen. Das war mal mehr, mal weniger gelungen. Sicher ist aber, dass bei dermaßen vielen Versionen natürlich auch unendlich viel Schrott dabei ist...

Ich wage hier einfach mal eine These aufzustellen: Unter all den tausenden Versionen ist "Die Geister, die ich rief..." die beste Verfilmung des Stoffes aller Zeiten. Punkt. Ihr könnt gerne versuchen, mich vom Gegenteil zu überzeugen, doch ich werde euch nicht zuhören. Bill Murray ist der beste Scrooge, die Medien- und Konsumkritik der beste Rahmen, die Gags sind wirklich gut, die Geister originell und intensiv und der nicht zu vermeidende Weihnachtskitsch nimmt zum Glück nicht allzu unerträgliche Formen an.
Vielleicht wäre er sogar der beste Weihnachtsfilm überhaupt, wenn es da nicht noch "Schöne Bescherung" gäbe...

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ferdici-levo

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Bewertung7.0Sehenswert

eine weihnachtskomödie mit kleinen portionen von gruselelementen

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cannibal83

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Bewertung7.0Sehenswert

Witzige Variante des Klassikers von Charles Dickens. Am Ende natürlich sehr, sehr kitschig, aber darum geht's halt auch irgendwie an Weihnachten.

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whitefish

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein großartiger Film mit Bill Murray in seiner typischen Rolle !
(am authentischsten sind nunmal Schauspieler die sich selbst spielen :)

Leider wird die deutsche Version durch die Bruce Willis Synchronstimme etwas verkorkst

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ComicFan

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Stimmt, die Stimme hat mich auch sofort gestört. Passt irgendwie garnicht zu der Rolle.


cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Bill Murray spielt den zynischen Fernsehmogul so richtig schön fies und die Geschichte versprüht herrlichen 80er-Flair - so weit, so gut.
Denn leider kommt dieser Streifen nicht ganz ohne einige allzu anstrengend albern wirkende Szenen aus, wie z.B. der geflügelte Geist der gegenwärtigen Weihnacht.

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Sublineman

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film mag zwar eine tolle Botschaft vermitteln, jedoch muss man sich sehr auf den allgegenwärtigen "Kitsch" einlassen können, damit es ein erträgliches Filmerlebnis wird. Mir ist das nicht gelungen.

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Brentano

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine wunderbare und tiefsinnige, mit Murray perfekt besetzte Komödie, basierend auf dem ursprünglichen Plot von "A Christmas Carol" (Scrooge) Eine packende Neuverfilmung eines interessanten und bekannten (?) klassischen Themas, Hybris, Erfolg und Selbstsucht versus grundsätzlichen menschlichen Bedürfnissen und Befindlichkeiten, ein Zeitgemäßes Spektakel was uns auch den tieferen Sinn mancher Feststage wieder "schätzen" lässt.

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