Die Geschwister Savage
The Savages (2007), US Laufzeit 114 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.04.2008
20 Bewertungen
Skala 0 bis 10
317 Bewertungen
26 Kommentare
Keine
von Tamara Jenkins, mit Philip Bosco und Peter Friedman
Das Letzte, was die beiden Savage-Geschwister jemals wollten, ist ein Blick zurück auf ihre verkorkste Jugend werfen. Nachdem sich beide endlich von ihrem strengen Vater lösen konnten, führen sie ihr kompliziertes Leben jetzt unabhängig voneinander weiter. Wendy hat ein Verhältnis mit ihrem verheirateten Nachbarn und träumt davon, Theaterstücke zu schreiben. Ihr Bruder Jon ist ein neurotischer College-Professor, der eigenartige Bücher schreibt. Bis eines Tages das Telefon klingelt: Ihr Vater Lenny, den sie so lange gemieden haben, leidet an zunehmender Demenz. Als seine Lebensgefährtin stirbt und er nicht mehr länger in seiner Wohnung bleiben kann, braucht Lenny die Hilfe seiner Kinder. Doch was tut man mit einem alten Mann, mit dem einem nichts mehr verbindet, als dass er der Vater ist?
HandlungUngewolltes TreffenWendy Savage (Laura Linney) lebt in New York und schlägt sich mit Zeitarbeitsjobs durch. Sie träumt von einer Karriere als Bühnenautorin und bewirbt sich regelmäßig um Stipendien, hatte bisher aber kein Glück. Ihr Bruder Jon (Philip Seymour Hoffman) lebt dagegen in Buffalo und unterrichtet dort Theaterwissenschaften am College und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten. Sein neues Buch, eine Ausseinandersetzung mit Bertold Brecht, will aber nicht so recht gelingen. Beide leben in unterschiedlichen Welten und haben selten Kontakt zueinander.
Das richtige HeimAls aber ihr verhasster Vater, zu dem beide den Kontakt abgebrochen haben, an Demenz erkrankt, und mittellos auf der Straße steht, führt das Schicksal die Geschwister zusammen. Vor Ort werden sie sich der Konsequenzen bewusst, ihr Vater muss versorgt werden. Sie entscheiden sich für ein Pflegeheim. Doch welches ist das Richtige und wer kommt dafür auf? Jon will die Angelegenheit so schnell wie möglich erledigt haben und greift zum erst besten Pflegeheim. Wendy wünscht sich dagegen ein richtiges zu Hause für ihren Vater.
Nicht nur ihr Vater auch ihr Alltag…
Das Letzte, was die beiden Savage-Geschwister jemals wollten, ist ein Blick zurück auf ihre verkorkste Jugend werfen. Nachdem sich beide endlich von ihrem strengen Vater lösen konnten, führen sie ihr kompliziertes Leben jetzt unabhängig voneinander weiter. Wendy hat ein Verhältnis mit ihrem verheirateten Nachbarn und träumt davon, Theaterstücke zu schreiben. Ihr Bruder Jon ist ein neurotischer College-Professor, der eigenartige Bücher schreibt. Bis eines Tages das Telefon klingelt: Ihr Vater Lenny, den sie so lange gemieden haben, leidet an zunehmender Demenz. Als seine Lebensgefährtin stirbt und er nicht mehr länger in seiner Wohnung bleiben kann, braucht Lenny die Hilfe seiner Kinder. Doch was tut man mit einem alten Mann, mit dem einem nichts mehr verbindet, als dass er der Vater ist?
HandlungUngewolltes TreffenWendy Savage (Laura Linney) lebt in New York und schlägt sich mit Zeitarbeitsjobs durch. Sie träumt von einer Karriere als Bühnenautorin und bewirbt sich regelmäßig um Stipendien, hatte bisher aber kein Glück. Ihr Bruder Jon (Philip Seymour Hoffman) lebt dagegen in Buffalo und unterrichtet dort Theaterwissenschaften am College und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten. Sein neues Buch, eine Ausseinandersetzung mit Bertold Brecht, will aber nicht so recht gelingen. Beide leben in unterschiedlichen Welten und haben selten Kontakt zueinander.
Das richtige HeimAls aber ihr verhasster Vater, zu dem beide den Kontakt abgebrochen haben, an Demenz erkrankt, und mittellos auf der Straße steht, führt das Schicksal die Geschwister zusammen. Vor Ort werden sie sich der Konsequenzen bewusst, ihr Vater muss versorgt werden. Sie entscheiden sich für ein Pflegeheim. Doch welches ist das Richtige und wer kommt dafür auf? Jon will die Angelegenheit so schnell wie möglich erledigt haben und greift zum erst besten Pflegeheim. Wendy wünscht sich dagegen ein richtiges zu Hause für ihren Vater.
Nicht nur ihr Vater auch ihr Alltag belastet die beiden schwer. Jon leidet darunter, dass seine Freundin Karia zurück in ihr Heimatland geht und er sich nicht dazu entschließen kann, sie zu heiraten. Wendy schlägt sich mehr oder weniger glücklich mit einem Verhältnis zu ihrem verheirateten Nachbarn herum.
VeränderungDie neue Situation wühlt zudem die alten Konflikte wieder auf. Beide Geschister sind gezwungen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen. Während Wendy versucht sich ihrem Vater wieder zu nähern, blockt Jon gänzlich ab und auch die Nähe zu seiner Schwester ist ihm zu viel. Jon fliegt erst einmal zurück nach Buffalo, um weiter an seinem Buch zu arbeiten. Wendy erreicht unterdessen, dass ihr Vater auf die Warteliste eines renommierten Heims gesetzt wird. Am Ende entscheidet sich Jon für seine Beziehung und wandert gemeinsam mit seiner Freundin aus. Die beiden Geschister söhnen sich aus und Wendy gelingt es sogar, ihr erstes Stück auf die Bühne zu bringen. Ein Stück über ihre Familie, das sogar Jon, der ihre Arbeiten bisher ehr kritisch sah, gefällt.
Wissenswertes
Tamara Jenkins gewann im Jahr 2007 für das Drehbuch einen Preis des Flanders International Film Festivals. Der Film wurde dort ebenfalls für den Grand Prix nominiert. Ausserdem erhielt Laura Linney bei den Satellite Awards 2007 eine Nominierung, bei der Bekanntgabe der Nominierungen für die Oscarverleihung 2008 wurden Linney als beste Hauptdarstellerin und Jenkins für das Beste Drehbuch nominiert. Bei den Independent Spirit Awards 2008 wurden Hautpdarsteller Philip Seymour Hoffman als Bester Hauptdarsteller und Tamara Jenkins für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.
Der Film wurde in Sun City (Arizona), in Buffalo (New York) und in New York City gedreht und feierte am 19. Januar 2007 auf dem Sundance Film Festival seine Weltpremiere.
Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Filmkritik von Lars Kosek auf KultHit.de
Kritik von Birte Lüdeking auf Critic.de
Linksammlung auf Filmz.de
Gesammelte Rezension RottenTomatoes.com (engl.)
Weitere Rezensionen auf Metacritic.com (engl.)
Zusammenstellung von Film-Kritiken auf film-zeit.de (deutsch)
Quellen
Mehr Bilder (11) und Videos (3) zu Die Geschwister Savage
Cast & Crew
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Tamara Jenkins
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Philip Bosco
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lenny Savage
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Peter Friedman
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Gbenga Akinnagbe
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Cara Seymour
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Sidné Anderson
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Michael Blackson
Regie
Schauspieler
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Hal Blankenship
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Guy Boyd
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Philip Seymour Hoffman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jon Savage
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Joan Jaffe
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Nancy Lenehan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kanzlerin
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Laura Linney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wendy Savage
-
Salem Ludwig
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Sperry
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Margo Martindale
-
Debra Monk
-
Tonye Patano
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Miss Robinson
-
Alyssa Waldrip
-
David Zayas
-
Michael Higgins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bewohner
-
Zoe Kazan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Studentin
-
Tamara Jenkins
- Genre
- Familiendrama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Arizona, New York City
- Handlung
- Altersheim, Alzheimer, Beziehung, Bruder, Bruder-Schwester Beziehung, Depression, Eltern-Kinder-Beziehung, Entfremdung, Familienkonflikt, Fürsorge, Getrennte Familie, Gewalt in der Familie, Literaturprofessor, Menschliches Zusammenleben, Pflegeheim, Professor, Reue, Schriftsteller, Schuld, Schuldgefühl, Schwester, Sohn, Vater-Sohn-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Vaterfigur, Wiedergutmachung, Wiedersehen, Witwer, Zerrüttete Beziehung
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Ernst, Geistreich, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die Geschwister Savage
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- Die Geschwister Savage: critic.de















Kritiken (11) — Film: Die Geschwister Savage
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Die Geschwister Savage" ist einer der Filme, die man sich anschauen sollte. Der Film ist nicht nur exzellent besetzt, sondern auch gut inszeniert. Wer mit ernsten, ruhigeren Filmen warm wird, kommt um diesen Film kaum herum.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenMit viel Einfühlung und einem leisen, beiläufigen Humor geht es auch um das Sterben, doch eine Trauermiene legt der Film nie auf. Die Dialoge (auf der Originalspur) sind grandios, Phillip Seymour Hoffman und Laura Linney wieder einmal großartig. Da braucht man eigentlich keine Extras, der Film ist extraklasse genug.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenEs erstaunt mich, wie viele gute Filme zur Zeit aus Hollywood in unsere Kinos gelangen. 2008 scheint ein großartiges Film-Jahr zu werden. Neben den Oscar-Kandidaten No Country For Old Men oder There Will Be Blood und Popcorn-Produktionen wie Iron Man sind es aber gerade die kleinen Independent-Filme, die dieses Jahr für positive Überraschung sorgen. Diese bestechen neben einzigartigen schauspielerischen Darbietungen vor allem durch hochkarätig geschriebene Drehbücher. Gemeint sind Filme wie Schmetterling Und Taucherglocke, Lars Und Die Frauen und nun auch Die Geschwister Savage.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenDemenz und Parkinson sind zwei Worte, die mit einem unterhaltsamen Abend im Kino unvereinbar scheinen. Es fällt einfacher vom Kinosessel aus Probleme wie Weltuntergänge, Zombie-Attacken und Weltraumschlachten zu ertragen, als sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, das jeden irgendwann mal betreffen kann. Und selbst wenn diese beiden Krankheiten, die wie ein Damokles-Schwert über dem wohlverdienten Lebensabend schweben, nicht im eigenen familiären Umfeld auftreten, so sollte man sich selbst doch statt nur immer mit „Popcornkino“ durchaus mal mit der Frage „Was mache ich mit meinen Eltern wenn sie Pflegefälle werden?“ konfrontieren. Wer es wagt sich auch solch unangenehmen Fragen im Kinosaal zu stellen, der findet mit „Die Geschwister Savage“ ein echtes Film-Juwel.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenEin solch deprimierendes Thema ist dem amerikanischen Publikum nur zuzumuten, wenn es mit humorvollen Zwischenspielen geläutert wird. Der satirische Furor der ersten Einstellung, in der betagte Cheerleader in Zeitlupe mit forcierter Munterkeit tanzen, scheint den Erzählton vorzugeben. Sarkastisch entzaubert Jenkins mit dieser Travestie von Rüstigkeit und sozialer Teilhabe die Idylle des Rentnerghettos "Sun City", in dem Lenny seine letzten Jahre hätte zubringen sollen. Das Alter als eine Phase der gelassenen, weisen Vollendung ist hier nicht versprochen.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Nur weil die großartige Laura Linney, deren zerbrechliche Unscheinbarkeit selbst die blasseste Rolle aufwertet, und der beständig glaubwürdig abgewrackte Philip Seymour Hoffman hier die Hauptrollen übernommen haben, wird man sich in die Hände dieses dünn geschriebenen Geschichtchens begeben und nicht allzu enttäuscht das Kino verlassen ob seiner Grobheit. Immerhin durchzieht "The Savages" ein gewisses Verständnis für seine Helden, eine sehr menschliche Grundhaltung. [...]
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDIE GESCHWISTER SAVAGE ist ganz und gar nicht das das Rührstück und Melodram, das man erwartet, wenn man nur hört, dass es hier um zwei Geschwister geht, deren alter Vater an Demenz im fortgeschrittenen Stadium erkrankt ist und auf die Hilfe seiner erwachsenen Kinder angewiesen. DIE GESCHWISTER SAVAGE ist vielmehr eine sarkastische Komödie im besten Sinn, schnell, treffend, vergnüglich - eben überaus unterhaltsam, und dabei immer erwachsen genug, ihren Gegenstand nicht für billige Gags zu opfern. Lachen am Abgrund.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDas Thema klingt wenig sexy, ist aber für uns heute und hier Lebende nicht grade unbedeutend und wird von Regisseurin Tamara Jenkins, die bereits in ihrem Regiedebüt „Hauptsache Beverly Hills“ das Familienleben abseits des kalifornischen Reich-und-schön-Milieu beleuchtete, durchaus unterhaltsam und von einem leisen Humor durchdrungen umgesetzt. [...] Egal ob in den USA oder bei uns: Das Problem, wie wir mit unseren Eltern im Alter verfahren, ist universell und aktuell zugleich und wird in diesem nicht ganz alltäglichen, mit den Schauspiel-Stars Laura Linney und Philip Seymour Hoffman erstklassig besetzten Familienfilm amüsant analysiert.
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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...
Kommentar löschenDiese beiden Protagonisten sind so kompliziert, angeknackst und authentisch wie man es im Kino selten zu sehen bekommt. Einzigartig echt und ehrlich werden sie dabei nicht zuletzt dank ihrer Darsteller: Linney und Hoffman sind schlicht fantastisch und beweisen als „Die Geschwister Savage“ einmal mehr, dass sie zu den präzisesten und natürlichsten Schauspielern gehören, die es im amerikanischen Kino derzeit zu erleben gibt.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenMit ihrem zweiten Kinofilm, der sich mit den Tabuthemen Altern der Eltern und Missbrauch auseinandersetzt, schafft Tamara Jenkins es wieder ernsten Themen einen gewissen surrealen Humor abzuringen. Der Film stellt unangenehme Fragen über den Umgang mit dem Sterben, gibt aber auch Antworten zum Leben...
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenGewohnt berechenbares amerikanisches Indie-Kino: Midlife-Crisler werden mit dem Tabuthema Sterben konfrontiert, hadern emotional unterschiedlich mit ihrer schweren Kindheit und haben sich nach Abschluss des Schema F-Story Arcs persönlich weiterentwickelt. Linney und Hoffmann spielen gewohnt souverän, das Skript bleibt leider überraschungsfrei. So wird aus dem Stoff am Ende solider Mainstream mit Indie-Touch, dem gerade in den harten, realistischsten und überzeugendsten Momenten durch deplatzierte Gags der Ernst genommen wird. Man soll sich ja bei all dem Drama um Tod, vollgeschissenen Rentnerwindeln und Nursing Homes auch noch irgendwie wohlfühlen.
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Kommentare (15) — Film: Die Geschwister Savage
Kommentar schreibenloveissuicide 2012/02/05 22:45:27
Kommentar löschenDer Film bringt einen doch zum Nachdenken, wie man selbst in so einer Situation reagieren würde. Meine Eltern sind um die 50, sofern nicht irgendein Schicksalsschlag passiert, werd ich mich noch einige Jährchen nicht um solche Probleme kümmern müssen, aber man weiß nie, welche Entwicklung das Altern nehmen wird. Eines ist klar: so ein trostloses Rehazentrum kommt wohl kaum in Frage, aber wird man finanziell gut genug dastehen, um ihnen Besseres zu ermöglichen, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, sie zu pflegen? Ich bin ernsthaft am Überlegen, regelmäßig Geld auf die Seite zu legen für derartige Eventualitäten. Man weiß ja nie.
Der Film wirft einige Fragen auf, inwiefern solche Heime moralisch argumentierbar sind. Schwieriges Thema, sehr gut behandelt. Drei hervorragende Hauptdarsteller, guter, subtiler Humor, klasse Soundtrack. Was will man mehr?
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neenchen 2012/01/30 13:32:17
Kommentar löschenEs ist ein amüsanterer Film, als ich es über so ein ernstes Thema, mit dem sich irgendwann fast jeder mal im Leben auseinander setzen muss, erwartet hätte. Die Verknüpfung der Zukunft des Vaters mit den persönlichen Schicksalen der beiden Geschwister und der Frage, welchen Weg sie einschlagen werden, funktioniert gut. Die Rollen sind hervorragend besetzt, handwerklich ist der Film auch gut gemacht und hinterlässt eine nachdenkliche Stimmung.
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pellekraut007 2011/05/26 22:51:42
Kommentar löschenAlso... keine Bewertung ohne Kommentar. Die Geschwister sind absolut top! Und es ist rührend und verstörend zu beobachten, wie die Tochter ihren Schrecken über die Welt der Pflegeheime mit optischen Aufhellern abzumildern versucht und wie lakonisch der Sohn die Situation des Vaters beschreibt, erfaßt und ernüchtert verarbeitet. Und beide arbeiten sich ab: an ihren Fehlbarkeiten und Vorurteilen. Und Daddy ist da, aber doch nicht... da! Uff, grunz, könnte mir das auch mal passieren? Das denkt man sich unweigerlich und es läßt einen nicht mehr los. Dazu Brecht, das Wetter und keinerlei "schöne" Bilder. Ums im Sinne der Tochter zu sagen: ein Film, der, wenn man ihn riechen müßte, nicht zu empfehlen wäre. Aber jetzt kommt ja erstmal 3D und dann lohnt es sich allemal, den Geschwistern bei ihrer Arbeit, der man nichts Episches abgewinnen mag... zuzusehen! "Ihr saht den weisen Salomon Ihr wißt, was aus ihm wurd'! Dem Mann war alles sonnenklar. Er verfluchte die Stunde seiner Geburt..." Grunz!
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hoffman587 2011/05/25 23:04:02
Kommentar löschenThe Savages
"Die Geschwister Savage" ist ein unsentimentales, ruhiges und kluges Familiendrama von Tamara Jenkins aus dem Jahre 2007.
Die Handlung kann man einfach zusammenfassen:
Jon und seine Schwester Wendy pflegen kaum Kontakt zueinander und zu ihrem Vater. Als dieser allerdings an Demenz erkrankt müssen sie sich ihrer Vergangenheit stellen.
Trotz seiner Auseinandersetzung mit dem Tod und Verfall eines Menschen wird der Film nie wirklich deprimierend, denn dafür sorgen nämlich der trockene Humor und die gelungene Situationskomik.
Die Regie und Kamera sind solide.
Zudem verfügt der Film über einen wunderbar spielenden Philip Seymour Hoffman und eine grandiose Laura Linney.
Weiterhin bietet er treffende Dialoge und gut beziehungsweise glaubwürdig gezeichnete Charaktere.
Außerdem besitzt er einen ausgezeichneten Score.
Jedoch hat das Werk einige Schwächen in der Erzählstruktur und kann leider nicht über diese ganze Laufzeit fesseln.
Trotz dieser Schwächen lässt sich sagen, dass "Die Geschwister Savage" ein kleines und liebesvolles Filmjuwel ist.
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Benner 2011/05/25 23:49:12
Antwort löschenGut geschrieben hoffi, so hab ich das auch gesehen. Ich denke ich werte ihn doch noch ein kleines Stück auf, denn "sehenswert" war er!
8martin 2011/05/25 16:56:42
Kommentar löschenEin sehr einfühlsamer Film über ein ernstes Thema: Demenz. In realistischen Dialogen wird die ganze Bandbreite der Problematik ausgeleuchtet. Dabei geht es um den Umgang der Kinder mit dem störrischen Vater und um die Annäherung der beiden Geschwister. Das Beeindruckende an diesem Film, sind nicht nur die drei grandiosen Hauptdarsteller, sondern die vielen kleinen Nebenhandlungen, die einfach dazugehören: die Arbeit von Wendy (Laura Linney) und Jon (Philip Seymour Hoffman), ihre komplizierten Beziehungen zu Dritten und ihre eigenen körperlichen Handicaps. (Sie sind ja auch nicht mehr die Jüngsten!) Auch ihr emotionaler Tiefpunkt wird geschildert, ihre Betroffenheit und der wankende Wille, das Beste aus der Situation zu machen. Und es gibt Spielraum für leise Komik, die sich aus der Werbung oder dem sterilen Ambiente der Altenheime speist, die ausschauen wie Bilder von Edward Hopper. Von den drei Betroffenen geht es dem Vater eigentlich am Besten. Seine Kinder - und das ist das Hauptanliegen des Films - sitzen in einem riesengroßen Pool von menschlichen und beruflichen Problemen, an denen sie nur wachsen können.
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aggrotainment 2009/12/08 14:51:34
Kommentar löschenDie Schauspieler spielen ihre Rollen zwar gut und auch überzeugend, allerdings finde ich diese selbst nicht überzeugend. Ein total erfolgloses und runtergewirtschaftes Geschwisterpaar, welches sich um ihren Vater kümmern muss der an Demenz leidet. Hmm. Der Film hat mir einfach keinen Spass gemacht. Alles ist so unwirklich. Die Sache Demenz kenn ich aus Beruf und Familie genügend. Kein Mensch verhält sich in dieser Situation so wie es das Drehbuch hier vorschreibt.
Außerdem sind die beiden Charaktere einfach zu amerikanisch gehalten. Kann hier überhaupt keinen Vergleich ziehen wie sich europäische Personen verhalten würden. Zum Film selbst kann ich nur sagen dass ich immer mal wieder gelangweilt irgendwas anderes gemacht habe.
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LivingDead 2009/05/22 18:20:41
Kommentar löschenIch war nicht minder beeindruckt bei dieser Tragikomödie, die vor allem durch ihren Cast auf sich aufmerksam machen dürfte. Laura Linney und Philip Seymour Hoffmann sind zwei Namen bei denen hohe Schauspielkunst eine Selbstverständlichkeit darstellt. So auch hier. Nachhaltig beeindruckend ist aber der Film selbst, und die Art und Weise wie die unbekannte Regisseurin Tamara Jenkins es schafft einen solches Thema mit einer Leichtfüßigkeit zu inszenieren, wie man es nur selten zu sehen bekommt und somit einen Film rund um das bedrückende und allgegenwärtige Thema Pflegehilfe und Demenz zu schaffen. Da werden Szenen lanciert, bei denen herzhaft gelacht werden darf, und es gibt so viel Ehrlichkeit wie selten in einem Hollywood-Streifen.
Exemplarisch möchte ich mal die ersten Minuten des Filmes benennen: Da wird uns eine abgeschlossene Ortschaft irgendwo im sonnigen Kalifornier gezeigt. Reihenhäuser mit immer den gleichen Vorgärten, in denen ein Baum an immer der gleichen Stelle parallel zueinander steht. Die Straßen sind sauber, die Hecken perfekt geschnitten und dennoch sehen wir außer ein paar Postbooten niemanden auf diesen Straßen. Das Leben der alten Menschen findet nur noch in den Wohnungen statt, und da wird nichts beschönigt. Nicht einmal plakative Kameramätzchen wie die sonst so beliebten Farbfilter oder die semi-dokumentarische Handkamera werden benutzt, um eine bedrückende Stimmung zu erzeugen. Jenkins zeigt uns das Leben so wie es ist.
Und ab diesem Zeitpunkt dürfen wir der so tragischen (aber was heißt tragisch – letztlich ist genau das ein Abschnitt des Lebens von uns allen) wie auch komischen Geschichte rund um ein distanziert von einander lebendes Geschwisterpaar beiwohnen, welche aufgrund der Demenzerkrankung ihres Vaters langsam zueinander finden müssen.
Für alle, die mit Filmen dieser Art etwas anfangen können, eine große Empfehlung.
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viewer 2009/03/30 12:20:45
Kommentar löschenDies ist einer dieser typischen US-Indies, wo ich mich nicht entscheiden kann, welche Note ich ihm geben soll. Die Schauspieler sind grandios, die Szenen wunderschön inszeniert, ich musste an vielen Stellen immer wieder laut lachen und doch habe ich ab der 60 Minute immer wieder gelangweilt auf die Uhr geschaut...
Vielleicht bin ich durch den Mainstream-Brei schon zu sehr mit den typischen 3-Akt-Heldenreisen-Plots verwöhnt und warte bei solchen individuelleren Filmen dann immer auf die klassischen Plotpoints, auf die eindeutige Hauptfigur mit Ziel und Hindernissen und was alles so dazu gehört. Das mag falsch sein, deswegen bekommt der Film von mir künstlerisch anspruchsvolle 6 Punkte. :-)
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maniacmonkey 2009/03/09 15:46:52
Kommentar löschenLaura Linney und Philip Seymour Hoffman bilden ein wunderbares Geschwisterpaar und halten das Interesse auch an den Stellen noch wach, an denen es die Story alleine nicht mehr schafft
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patcharisma 2009/01/15 03:52:38
Kommentar löschenDer etwas andere Weihnachtsfilm:
Hier kommt keine(r) gut weg!
Gescheit-witzig, wunderbar respektlos, tragisch, neurotisch, böse, politisch ziemlich unkorrekt & so fies, dass man während des ganzen Films daran denken muss: Wie werde ich eigentlich in ??-Jahren selbst sein als dementer Trottel?
Antwort: "Relax, it's not Alzheimer honey, just Parkinson!"
Hehe, als obs draufan käme....
Zudem grandios gespielt & supperbe Kameraarbeit!
Schöner Seitenhieb auch auf die Szene der Bohemian Snobs & Möchtegern-Künstler von N.Y.
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spanky 2008/12/18 08:12:19
Kommentar löschenEs ist natürlich schön, wenn man in der Geschichte zu einem Film einen roten Faden entdeckt. Ja, es geht um Vergänglichkeit und ja, wir sind alle betroffen. Aber ein bisschen mehr subtile Herangehensweise wäre angebracht gewesen. Die Edsequenz mit dem Hund ist nur dümmlich und hinterlässt einen ekligen Nachgeschmack. Philip Bosco hingegen ist neben dem etwas blutleeren Hoffman brillant! Hätte mir mehr erwartet...
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suzee 2008/12/16 17:59:32
Kommentar löschenFeinfühlig inszeniert, verkörpern Laura Linney und Philip Seymour Hoffman ein ungleiches Geschwisterpaar, dass sich auseinander gelebt und sich nur noch wenig zu sagen hat. Die heikle Aufgabe, sich gemeinsam um den demenzkranken Vater zu kümmern, dessen Vergangenheit als Familienoberhaupt obendrein problembehaftet zu sein scheint, führt die beiden einsamen Charaktere wieder vorsichtig zusammen. Einzig die Schlusssequenzen lassen zu wünschen übrig, da der Film an und für sich schon ein würdiges Ende gefunden gehabt hätte.
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AgentGuhl86 2008/12/02 18:56:32
Kommentar löschenEs gibt Themen, die werden in Filmen viel zu selten aufgegriffen. Hier ein hochaktuelles, dass auch immer aktueller wird. Was tun wenn man alt wird und nicht mehr für sich selbst sorgen kann?? Entweder viel Geld oder das Glück vieler Kinder. Hier sind es die Kinder, die ran müssen und eigentlich sind sie so motiviert nicht, denn Papa ist eigentlich doof und selbst hat man grad eine Midlife-Crisis zu überstehen. Viel Stoff, um daraus was gutes zu machen. Bis auf ein paar Längen, ist das gut gelungen!!
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Beganda 2008/08/20 21:44:07
Kommentar löschenEin wenig zu lang geraten und das Ende hätte man auch besser machen können. Davon abgesehen ein toller Film mit wunderbaren Hauptdarstellern und einem Drehbuch, das sich elegant zwischen Zynismus, Romantik und Realität zu bewegen weiß. Die Kamera unterstützt diese Blickweise. Schön auch, daß vieles nicht schulbuchartig vorschriftsmäßig auserzählt wird, sondern offen gelassen wird, was offen gelassen werden muß. Ein Film genügt nicht, um das Leben dreier Personen zusammenzufassen. The Savages beschränkt sich auf das Leben der "Familie" zum Zeitpunkt, als alle Beteiligten mit dem Verfallsprozess des Vaters konfrontiert werden und fährt gut damit.
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Hire 2008/04/28 19:00:28
Kommentar löschenDie Hard!
Und dann doch ein never ending Happy Ending auf vielen Ebenen: Die erfolglose Stückeschreiberin wird ebenso engagiert wie ihr Bruder, der hoffnungslose Literaturwissenschaftler. Der Papa stirbt friedlich im Schlaf und selbst der alte Hund wird nicht eingeschläfert, sondern zeugt im Rollmobil, dass es sich allemal lohnt, am Leben festzuhalten.
Diesen American Touch verzeiht man dem Film allerdings gerne, weil er es schafft, die schwierigen Themen Tod, Sterben und Altwerden aus dem gesellschaftlichen Off mitten in ein - bis eben auf den Schluss - ziemlich ungeschöntes Filmleben zu platzieren. Was ja vor allem für deden Heimatmarkt ein gewagtes Unterfangen ist: Die grandiosen Szenen des gekauften Altwerdens in der Altenstadt sprechen da eine deutliche Sprache.
Auch die Protagonisten überzeugen durch Gewöhnlichkeit. Wo immer die Hüllen fallen: Was sind das für hässliche, sprich normale Körper, was sind das für alltägliche Gesichter. Das giult auch für Laura Linney in der Rolle einer nicht mal unhübschen, aber eben nicht sehr attraktiven Frau im Der-Lack-ist-ab-Alter von knapp 40 Jahren: Da ist nichts mehr, was irgendjemanden verführen könnte. Ihr Verhältnis zu einem verheirateten Mann unterstreicht das, es ist die reine Triebabfuhr. Auch Seymour Hoffman spielt hervorragend. Schade allein ist, dass er derzeit in jedem dritten Film zu sehen ist.
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