Die Glücksritter - Kritik

US 1983 Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kinostart 16.12.1983

  • 8

    Die Regeln der Wette sind einfach:
    Man nehme einen angesehenen, loyalen und effizient arbeitenden Mitarbeiter an der Börse und einen obdachlosen, ungebildeten Kleinkriminellen - und sorge dafür, dass ihre Leben vollkommen vertauscht werden.
    Der Eine erhält eine luxuriöse Wohnung, eine hohe Stelle und viel Geld, der andere verliert jeglichen Besitz sowie seine Stellung.
    Die These: die Beiden werden durch ihr neues Umfeld auch charakterlich beeinflusst. Der Eine würde zum berechnenden Geschäftsmann werden, der Andere zum versifften Verbrecher.
    Dem steht die Theorie entgegen, dass sie schon von Haus aus so veranlagt sind und sich nie ändern würden.
    Mal sehen, wer recht hat.

    "Die Glücksritter" ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Filme, die stark von persönlichem, subjektivem Empfinden geprägt sind - Horrorfilme, Musicals, oder wie hier, Komödien - mit zunehmender Anzahl der Sichtungen anders wahrgenommen werden können.
    Zum Beispiel kann man beim ersten Mal von unerwarteten Gags wirklich überrascht gewesen sein und laut losgelacht haben, bei erneutem Ansehen fehlt diese Empfindung allerdings und man merkt dann vielleicht, dass die Witze an sich immer fader werden.
    Oder aber es kann vorkommen, dass man einen Film gut fand, und lachen konnte, und bei jeder Sichtung dann schon auf bestimmte besonders witzige Szenen wartet, und quasi schon loskichert, bevor der eigentliche Gag stattfindet.
    Comedy ist ein unbeständiges Genre, in welchem Qualität eine untergeordnete Rolle spielt. Manche Jokes werden einem einfach nie zu doof, andere langweilen irgendwann.
    Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann und schon Minuten vor den Gags erheitert bin, sind zum Beispiel 'Dumm und dümmer', 'Das Leben des Brian' oder 'Der Wixxer'.
    Freilich gibt es auch Filme, die wirklich lustig sind, aber durch eine hohe filmische Qualität erst in die höchste Spate fallen ('Manche mögen's heiß', diverse Filme von Charlie Chaplin,...).

    Mit "Die Glücksritter" verhält es sich so:
    Beim ersten Mal ist mir eine gewisse inhaltliche Qualität aufgefallen, vor Allem durch seine Aussagen, die Kritik an die Geldgeilheit und Eitelkeit der Börse, und das gemeime soziale Experiment, welches der Geschichte zugrunde liegt und durchaus auch in einem ernsthaften Film Platz gehabt hätte.
    Ich fand den Film als Komödie ganz in Ordnung, aber war leicht enttäuscht.
    Mir kam das Tempo zu langsam vor, und es kam mir vor, als gäbe es Minuten ohne wirkliche Gags.

    Ich weiß nicht, wieso.
    Bei der Zweitsichtung fand ich den Film wahnsinnig witzig.
    Seit Beginn mit dem übertrieben betrügerischen Valentine über den besoffenen Weihnachtsmann bishin zu den Verkleidungen im Zug, es bieten sich wirklich ständig gelungene Gags, über die man gut lachen kann, die zwar des Öfteren nicht ganz politisch korrekt sind, aber dafür immer witzig.
    Wenn man nicht spießig ist, kann man auch leicht erkennen, dass der Film sogar eine Antirassismus-Nebenthematik aufweist.
    Aus heutiger Sicht ist es auch interessant, zu sehen, wie witzig Eddie Murphy einmal war, bevor er begann, alle Rollen in seinen Filmen zu spielen und zu wirken wie eine Fusion aus Pinky Pie und Ruby Rhod auf Speed.
    Hier spielt er zwar auch eine komödiantische Rolle, wirkt dabei aber natürlicher und weniger aufgesetzt.
    Tatsächlich lebt durch ihn dieser Film und gewinnt durch seine außerordentlich lustige Darbietung einiger an und für sich banaler Gags an unheimlich viel Witz.
    In den meisten Fällen sind die Einlagen aber generell gut gemacht.

    Warum ich ihn beim ersten Mal nicht ganz so gelungen fand, weiß ich nicht.
    Vermutlich war ich nicht in der richtigen Stimmung, oder hatte etwas anderes erwartet. Vielleicht fand ich den Inhalt so überraschend gut und originell, dass ich weniger auf den Humor achtete.
    Nach der zweiten Sichtung würde ich aber definitiv sagen, dass der Film zurecht den Status eines Komödienklassikers hat und durchwegs amüsant und unterhaltsam ist!
    Außerdem gibt es die lustigste Beschimpfung, die ich seit Langem gehört hab: Arschgeficktes Suppenhuhn!

    10
    • 10

      Mit "Trading Places" bewies John Landis wie wandlungsfähig er ist. Nach dem Kulthorror "American Werwolf" kam diese geile Satire auf die kaputte Welt der Börsenmakler. Ich lache heute noch Tränen. Der Cast ist durchweg brillant. Jeder Witz zündet. "Versucht nie einen Ficker zu ficken!" Ein toller Spaß!

      1
      • 6 .5

        Super solide Story, über die Wette eines Experiments um die Hammer Wettsumme, ***Spoiler*** einem Dollars. ***Spoiler Ende*** . Zu aller erst, hier ist zum ersten mal Jamie Lee Curtis nackig zu sehen, und das konnte sich wirklich sehen lassen. Ansonst spielt Dan Aykroyd den reichen Snob echt fabelhaft. Aber auch Eddie Murphy geht durchaus passabel durch.

        Mortimer: "Sir, wollen sie es mit blasen?"
        Valentine: "Ich wusste es doch das ihr ein schwuler Haufen seid!"

        Die Story hat wirklich Hand und Fuss, wirkt hier und da zwar etwas sehr gekünstelt, aber dafür ist die Gorilla Nummer sehr witzig. Der Film steht knapp im besseren Abteil des Durchschnitts. Trading Places, erzählt halt die Geschichte zweier Wirtschaftsmogule, den Duke's. Und die wollen ihre Geschäfte und Interessen an der Börse wahren, und unternehmen zudem das Experiment, einen Reichen, in Armut und Verderben zu stürzen, und andersrum einen solchigen zu Wohlstand und Reichtum zu verhelfen. Durch Manipulation und Betrug geht dies sehr zügig von statten. Aber als dann der Schwindel auffliegt, wird's eng für die Duke's. Vorher Rivalen, werden die beiden Versuchskaninchen zu Partnern, und schlagen ihre Peiniger mit den eigenen Waffen. Ein Film der durchaus zum nachdenken anregt, aber hauptsächlich der Unterhaltung dient, dies aber auch gut hinbekommt.

        5
        • 8

          Die Glücksritter ist die Art von 80er Komödie die man auch nach zig Jahren noch ansehen kann ohne dabei peinlich berührt zu werden.
          Denn trotz des offensichtlichen Alters und ein paar Gags die nicht mehr ganz so zünden wie noch vor 30! Jahren ist der Film noch (fast) genauso amüsant und komisch wie damals!
          Eddie Murphy ist hier in seiner erst zweiten Kinorolle noch sehr frisch und frech und kann auf ganzer Linie überzeugen und sein komisches Talent voll ausfahren.
          Dan Aykroyd war da zwar schon etablierter und macht seine Sache ebenfalls mehr als gut und ist wirklich komisch, muß sich aber der frechen Schnauze Murphys geschlagen geben.
          Zusammen bilden die beiden hier aber ein wirklich Saukomisches Duo dass von Scream Queen Jamie Lee Curtis kompletiert wird.
          Ich kann mir "Die Glücksritter" auf jeden Fall immer wieder ansehen und sehe da gern über die ein oder anderen Alterserscheinungen hinweg!

          6
          • 8 .5

            "Weißt du, die beste Art um reiche Leute zu treffen, ist sie in Arme zu verwandeln."

            Dan Aykroyd und Eddie Murphy hauen einen Gag nach dem anderen raus, Jamie Lee Curtis ist auf eine merkwürdige Weise unheimlich erotisch (Titten!!), Ralph Bellamy und Don Ameche als arrogante, intrigante, stinkreiche Duke-Brothers sind ebenfalls perfekt besetzt.
            Eine (zumindest ein bisschen Tragi-)Komödie, die ich nicht nur zur Weihnachtszeit superwitzig finde. Die ein paar ernste mit vielen witzigen Momenten vereint. Unvergessen die Szene, in der Aykroyd als Weihnachtsmann einen Lachs aus seinem verdreckten Bart zieht. Oder die Schmierenkomödie im Zugabteil. Oder das wunderbare Chaos zum Schluss. Dazu ein bisschen Kritik am Kapitalismus, an den Börsen, an Rassenlehre, an Konservatismus. Dabei nimmt der Film kein Blatt vor den Mund. Gut so! Achja, und die klassische Musik, die den Film ständig begleitet, die ist wundervoll.

            "Ich schätze, wenn ich noch drei Jahre meine Muschi miauen lasse, kann ich mich in Ruhe zurückziehen."

            Ein bisschen zynisch, ein bisschen böse, ein bisschen traurig, sehr lustig, ein bisschen sexy, ein bisschen eklig und ein bisschen kritisch. Eine der besten Komödien der 80er!

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            • 7

              Eddie Murphy in seiner besten Zeit.
              Den Film kann man sich immer wieder ansehen.
              Bei der Weihnachtsmann-Szene mit dem Lachsstück im Vollbart muss ich mir immer anschließend ein Toast mit Lachsscheibchen machen ;-)

              • 8 .5

                "Die Glücksritter" ist eine sehr geile Komödie aus den schönen 80ern mit dem Traumduo Dan Aykroyd und Eddie Murphy, gewürzt mit Sozialkritik. Sehr unterhaltsamer Klassiker, einem wird nie wirklich langweilig. :)

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                • 9

                  Einer der besten Filme mit Eddie Murphy: gnadenlos komisch mit einem Hauch Sozialkritik

                  • 7

                    Gelungene Komödie um ein Experiment im Corporate Umfeld, sehr sexy: Jamie Lee Curtis.

                    • 8

                      Top filme am ende mit der Zugfahrt verliert der Film leider ein bisschen von seinem Scharm und driftet kurzzeitig in die blödle ecke ab.aber ein Film den ich mir immer wider gern anschaue gerade um die Weihnachtszeit -rum.ps:mit einem Eddie Murphy wo er noch gut war ^^.

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                      • 7 .5

                        Neben "Der Prinz aus Zamunda" eine der besten Komödien mit Eddie Murphy.
                        *Spoiler*
                        Wie Eddie und Dan als Billy und Louis am Ende dann den Spieß umdrehen inklusive der Szene in der Südsee, ist einfach zu geil!

                        • 7

                          "Mutter hat immer gesagt: Du bist zu gierig!"
                          "Das war von ihr als Kompliment gemeint!"

                          Nach zuvor "48 Stunden", verhalf diese Buddy-Komödie Eddie Murphy zum kommerziellen Durchbruch, den er mit dem nachfolgenden "Beverly Hills Cop" sogar noch steigern konnte.
                          Dan Aykroyd hingegen, befand sich bereits in der Blüte seines schauspielerischen Schaffens; es folgte noch "Ghostbusters", aber danach ging es dann auch schon wieder stetig bergab.
                          Ganz anders wiederum Jamie Lee Curtis, die nach u.a. "Halloween" und "The Fog" erstmals im komödiantischen Bereich ihre Duftmarke setzen durfte (einen vorangegangenen völlig fehlgeschlagen Versuch nicht mitgezählt), wofür sie sich auch nicht zu schade war, ihre üppige Oberweite in die Kamera zu halten.

                          Auch wenn die Gag-Dichte inzwischen nicht mehr ganz so einzigartig wirkt, wie einst vor dreißig Jahren, so muss man klar sagen, dass "Die Glücksritter" eine gelungene 80er-Komödie darstellt, die im Gegensatz zu unzähligen Genre-Vertretern, außerdem eine recht brauchbare Geschichte im Gepäck hat.

                          10
                          • 7 .5

                            Ja Ja die 80er...eine Zeit in der Eddie Murphy noch gute Filme drehte und Dan Aykroyd noch schlank war. Die Glücksritter ist einer dieser Filme die man sich immer wieder gern anschaut. Diese Buddy-Komödie hat eine sehr gute und auch tiefgründigere Story was eher selten in diesem Genre ist. Die Darstellerriege kann eigentlich komplett überzeugen und ist auch sehr gewählt. Aber ich muss sagen das mir Aykroyd noch besser gefiel als Eddie da er total abgewrackt und besoffen im Weihnachtsmannkostüm einfach nur genial ist. Natürlich gibts auch ne Menge zu lachen,das ist ja wohl die Grundlage für diesen Film. Dazu muss ich die entblößte Oberweite von Jamie Lee Curtis als äußerst positiv bewerten. Also "die Glücksritter"...immer wieder gern!!

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                            • 7 .5

                              Die Glücksritter ist einer dieser Filme, die ich mir immer wieder ansehe, nicht nur wegen Jamie Lee Curtis, denn genau wie ihr Körper scheint auch der Humor dieser Geschichte geradezu zeitlos zu sein und weiß zu unterhalten. Besonders gefällt mir immer wieder Dan Aykroyd als besoffener Penner im Weihnachtsmann-Outfit, der so richtig schön Spaß dabei hatte, diese Rolle zu spielen. Man merkt förmlich bei jedem Schwanken seinerseits, wie viel Freude er daran hatte sich so gehen zu lassen. Eddie Murphy spielt ebenfalls souverän, damals noch ohne großartige Maskerade ganz schlicht und einfach, reißt Witze und wirft mit Sprüchen um sich, wie zu seinen Glanzzeiten. Ganz besonders muss man natürlich die Szenen mit der atemberaubenden Jamie Lee Curtis hervorheben, die sich sehr offenherzig präsentiert und damit zu Recht jeden Blick auf sich lenkt.
                              Ich muss aber ebenfalls zugeben, dass ich nun schon etliche Male versucht habe das Ende nachzuvollziehen und einfach immer wieder kläglich scheitere, da ich keine Ahnung vom Börsengeschehen habe und nicht verstehe, warum die neuen Verbündeten dann reich sind, die Dukes gleichzeitig aber arm.

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                              • 8

                                Karatekämpfer bluten nur nach innen, sie zeigen ihre Schwächen nie. - Dieser Film ist großes Kino, diese Sprüche, sowie die Stimmung ist einfach toll, dieses 80er Jahre New York, Arm und Reich tauschen die Rollen. Ein wirklich guter Eddie Murphy und Dan Aykroyd. Jamie Lee Curtis und Denholm Elliott gesellen sich auch zum Ensemble. Kann man immer wieder sehen.
                                Lässt sich nur noch eins sagen: "Ich bin Nanga Elmboko, Austauschstudent aus Kamerun. "

                                • 10

                                  läuft zwar geschnitten aber arschgeficktes Suppenhuhn ist drinne...deswegen ist es zu verschmerzen...hammer film!! der jetzt so passt am frühen tag!

                                  • 9

                                    Türchen #1 in meinem Adventskalender. Für das vorweihnachtliche Filmvergnügen beginne ich mit einer bekannten Komödie. Warum passt sie meiner Meinung in diese Zeit? Die Handlung spielt im vorweihnachtlichen Philadelphia.

                                    "Die Glücksritter" gehört für mich zu den großartigsten Komödien der frühen 80er Jahre.
                                    Die Motive des Bö(r)se(n)Krach zwischen Aykroyd/Murphy und Bellamy/Ameche erinnert an klassische Stoffe wie "Der Prinz und der Bettelknabe" [die Filmemacher sollen sich auch bei Dumas' Graf von Monte Christo bedient haben - war für mich schwer zu erkennen]. Da haben wir Billy Ray Valentine, der sich mit Betrügereien während der vorweihnachtlichen Zeit sein Geld verdient. Bis die Polizei auf ihn aufmerksam wird ["Du warst in Vietnam?" - "Ja, Mann! Ich war in dieser geheimen Spezialeinheit in Bang Bang, ich war Agent Orange - das war mein Name, Agent Orange."]. Auf der Flucht vor den Cops ["Ich kann - ich kann wieder gehen, scheiße seht Euch das an. Ich hab Beine!"] läuft er Louis Winthorpe III in die Arme. Es kommt zu Mißverständnissen und Billy Ray wird verknackt. Die Gebrüder Duke, Arbeitgeber von Louis, schließen eine Wette ab. Und so tauschen die beiden ihre Rollen, in Hinblick auf den sozialen Status.

                                    Ob der Mensch mehr von seiner Umwelt oder seinen Genen bestimmt wird, ist sicherlich eine interessante Frage. Aber Landis rückt das anfangs sozialkritische Interesse schnell in den Hintergrund. Aufgrund einer temporeichen Handlung, ein wenig Anarchowitz und gezielten Gags zählt diese Komödie inzwischen (vor allem unter Liebhabern) zu den besten seiner Zeit.

                                    Abgesehen von der Filmwertung vergebe ich noch abschließend 4 von 5 möglichen Weihnachtssternen. Weil der Film meiner Ansicht nach ganz ausgezeichnet in die Weihnachtszeit paßt. Er spielt zur selben Zeit und es appelliert auch an das Gewissen und die Moral - allerdings mit reichlich Humor.

                                    siehe auch http://www.moviepilot.de/liste/advent-advent-roostercogburn

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                                    • 7 .5

                                      Die Szene im Jacuzzi werd ich nicht los :D

                                      "Hey when I was growing up, if we wanted a jacuzzi we had to 'faht' in the tub!"

                                      "When ya think of love, do your heart beat round and round? Ha HEEEEE! C'mon, HEE! HA! HA!

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                                      • 8

                                        Tolle Komödie mit Eddie Murphy. M.E. seine Beste. Was daran liegen könnte, das ich den Darsteller eher weniger toll finde. Zumindest in deutscher Synchro nervt der Typ! Hier nicht, zumal Dan Aykroyd das rausreißt.

                                        • 10

                                          da in unserer wunderbaren heutigen welt "comedy" zunehmend mit dem begriff der "romcom" zu einer zähen bräunlichen masse degradiert wird, die dem gemeinen popkorn-widerkäuer auch ja nicht mit neuen herausforderungen überreizen möchte, kann man sich schon gar nicht mehr vorstellen, dass es auch mal lustiges im mainstream oberhalb der fremdschäm-grenze gab.
                                          zu einer prähistorischen zeit, als vor allem eddie murphy-filme nicht nur bloßes instrument zum ausleben der profilneurose des hauptdarstellers waren (dies gilt übrigens auch für weiße pendante wie adam sandler, also das mit der profilneurose und nicht das mit dem mal-gewesen-sein), hatten diese filme mal wirklich interessante ideen und wunderbar augenzwinkernden humor.
                                          gängige historiker nennen diese mysteriöse epoche auch fix "die 80er"; der rest ist allerdings legende.
                                          so hat doch der heute nur noch verbissen-zotige verbalinkontinenzler damals tatsächlich unter der meisterhaften regie von john landis seine meisterprüfung abgelegt und es sogar in meine lieblingsfilm-liste geschafft.
                                          sachen gibts!
                                          die schwarzhumorige mär um die zynische sozialstudie der gebrüder duke gehört für mich zu den klassikern schlechthin, weil es sich hierbei schlicht und ergreifend um eine der lustigsten und authentischsten komödien handelt, die ich je gesehen habe.
                                          ein musterbeispiel, von dem sich so einige phrasendrescher und schenkelakrobaten einiges abschauen können und sollten.
                                          ich glaub, ich jetzt noch im anschluss "blues brothers" schaun.

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                                          • 6 .5

                                            Guter Anfang und gute Story, die schön grundsätzliche Ausbeutung (die "ursprüngliche Akkumulation", dito,..) beleuchtet und Manipulation in dieser "1 - Dollar Wette", Vernützung etc., aufzeigen könnte, ...

                                            Schlau gemacht, aber nicht schlau genug, denn diese "Glücksritter" träumen doch nur davon, wie andere Westentaschen-Revoluzzer und sonstigen "Helden" der Verwertungsarena, ihre Meister zu übertrumpfen, um selber dann "abzusahnen", das verwertende Ruder an sich zu reißen!
                                            hard-spoiler :
                                            Besonders in der dramatischen und ebenso lächerlichen Schluß-szene, final zu betrachten, in der sie sich von anderen Underdogs (die sie ja selber ebenso waren) lächelnd "bedienen" lassen .

                                            Dieses grandiose "Cocktail-Frühstück unter Palmen", dem Traum aller "Winner " (Looser?), in dem sich auch ein "Schwarzer" gerne von anderen, "niederen" Schwarzen bedienen lassen darf.

                                            (So etwa wie ein Lotteriegewinn werden hier Börsengeschäfte dargestelt, auf wessen Kosten diese Gewinne entstehen, wird verschwiegen)

                                            Kl. Anm.. heute nölen sie "alle", (zumindest jene, die solche "Börsen-Geschäfte" im Ansatz verstanden haben, ..) das mit Nahrungsmitteln "spekuliert" wird, oh wie bitter das sei, etc. -
                                            Aber hier in diesem Film, wird mit Optionen auf Orangensaft Konzentrate spekuliert und angeblich "ehrbares Geld" verdient, dann ist das natürlich und. voll O.K., da sonnenklar, super geil gelaufen, echt extra, etc.?

                                            Mit solchen Filmen machen sich existierende Spekulanten echte Freunde, indem sie zeigen, wie schön man im "big business" Leute übers Ohr hauen kann, ein Image Film für Börsenjunkies oh wie schön! und "wertvoll"!

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                                            • 8 .5

                                              Eines der Komödien-Highlights der 80er Jahre. Nach Kopfüber in die Nacht mein Liebslingsfilm von Landis. Murphy war auch nie besser (ausser im Beverly Hills Cop vielleicht). Großartige Ensembleleistung.

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                                              • 7 .5

                                                Schlichte Unterhaltung, recht guter Humor, es gibt alles in Allem nicht viel am Film auszusetzen. Allerdings hat der Film mich nicht so gepackt, dass ich so enthusiastisch darüber berichten kann wie manch andere Leute, welche ich aber auch vollkommen verstehen kann.
                                                Einfach mal den Film angucken, damit kann man nichts falsch machen

                                                • 9 .5

                                                  "Er fühlt sich nun wie neu gestärkt,
                                                  als er soviel Geld bemerkt."

                                                  Wilhelm Busch

                                                  Ach, John Landis, Du Gottkönig der 1970er & 1980er Komödien. Wie trainingsarm wäre das Zwerchfell doch ohne viele Deiner Schöpfungen.

                                                  Welch geniale Verwurstung großer Klassiker von Pygmalion über Dumas´ Rachegraf und so weiter hat der Altmeister uns hier geliefert.
                                                  Verpackt in eine Geschichte, die noch vor wenigen Jahren etwas altbacken gewirkt hätte, angesichts des Bankencrashs und der herrlich medienwirksamen Kritik an Wall Street und Co. aber durchaus nochmal Blockbusterpotential aufweisen könnte, läßt er einen traumhaften Cast auf die Lachmuskeln des Zuschauers los.

                                                  Mit traumhaft getimtem Humor, herrlichem Biss und auch wunderbar simplen Slapstickmomenten rührt er einen wahrhaften Komödienklassiker an.

                                                  Getragen wird das Ganze von der herrlich aufspielenden Besetzung, die ohne wenn und aber perfekt ausgewählt wurde.
                                                  Aykroyd als versnobbter Yuppie, der dann alles verliert, wird mit jeder Minute des Film großartiger, sein Weihnachtsmannauftritt zählt zum Lustigsten, das er je gemacht hat.
                                                  Jamie Lee Curtis sieht nicht nur göttlich aus (glücklicherweise kamen doch die Gene der Mama durch), sondern gibt ihrer Rolle auch einen besonderen Glanz.
                                                  Murphy, wie auch Aykroyd zu dieser Zeit noch Mitglied der legendären Saturday Night Live Truppe dreht in seinem zweiten Kinofilm voll auf und ist so komisch, dass ich ihm spontan alles nach 1990 verzeihen möchte.
                                                  Randolph Bellamy und Don Ameche als kauzig-böse Spekulanten passen einfacht ideal. In einer Nebenrolle glänzen Paul Gleason, der später als Direktor den "Breakfast Club" ärgerte, Rockpionier Bo Diddley und Denholm Elliott, den die Fangemeinde der wahren Indy Filme als Marcus Brody kennenlernen durfte.
                                                  Coolster Nebenrollenmoment ist aber die John Landis Verbeugung vor John Landis.
                                                  Als wunderbarer Verweis auf ein früheres Werk ist hier der kongeniale Partner von Jim Henson, Frank Oz, zu sehen. Er spielt den Cop, der dem ehemaligen Blues Brother Dan Aykroyd nach der Verhaftung die Habseligkeiten abnimmt. Drei Jahre vorher gab er im lustigsten Musikfilm aller Zeiten dem anderen Blues Brother John Belushi als Cop seine Habseligkeiten vor dessen Entlassung zurück.
                                                  Traumhaft.

                                                  Ein uneingeschränkt empfehlenswerter Film, der Tiefsinn, sympathisch simplen Humor, Biss und starke Schauspielleistung auf eine mittlerweile fast ausgestorben gelungene Weise verbindet.

                                                  Das waren meine zwei Cents zu dieser Geldkomödie.

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                                                  • 8 .5

                                                    Lief gestern auf Kabel1. Hatte somit die Möglichkeit diesen Film bei mir aufzufrischen. Ein Meisterwerk was dieser Film bietet. Es ist einfach schwer diesen Film beurteilen zu können. Einer von wenigen Filmen die nicht nur Wahrheiten mit sich tragen, sondern auch Tatsachen. Dieser Film zeigt das Leben, wie es schon immer war, wohl noch immer so ist und noch immer so sein wird. Hast du Geld, gehts dir gut. Bist du auf andere angewiesen ohne Geld, sogar wenn du welches hattest und später auf Hilfe angewiesen bist, schaut dich trotzdem keiner an. Für Diejenigen die es sich noch nicht angesehen haben denken bestimmt, was ist das denn für ein Drama? Doch nein, es ist ein eigentliches Drama, was zu einer herrlichen Komödie geführt wurde. Es macht Spaß Aykroyd zuzusehen, es macht Spaß Murphy zuzusehen. Es macht einfach fast alles Spaß. Leider kommt dieser Film der 1983 gedreht wurde ein wenig ins Alter, was auch die Bewertung die gut ist, ein wenig runterschraubt. Doch für die, die den Film noch nicht kennen müssen es sich definitiv anschauen. Ein Special-Guest ist ebenso anwesend. Jim Belushi in jungen Jahren mit einer kurzen Rolle.