Die Invasion der Barbaren

Les Invasions barbares - le déclin continue (2003), CA/FR
Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 27.11.2003

6.8 Kritiker
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Die Invasion der Barbaren - Bild 16969
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von Denys Arcand, mit Marie-Josée Croze und Rémy Girard

Weil der ehemalige Geschichtsprofessor und Sozialist Rémy demnächst den Folgen seiner Krankheit erliegen wird, eilen der ignorante Yuppie-Sohn Sébastien, sowie Exfrau und Exgeliebte an dessen Krankenbett. Sébastien, vom Vater “Prinz der Barbaren” genannt, zieht sich ob seines kapitalistischen Lebenswandels zwar täglich dessen Schimpftiraden zu, ermöglicht Rémy jedoch durch die Beschaffung einer täglichen Heroin-Dosis und anderer Annehmlichkeiten einen entspannten Abgang.

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Kritiken (3) — Film: Die Invasion der Barbaren

ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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8.0Ausgezeichnet

Natürlich sind sie abgeklärter und desillusionierter, vielleicht auch zynischer, blicken auf Beziehungsschlachtfelder zurück oder pflegen ihre Versagensdepression, aber sie sind immer noch gut für scharfsinnige Gesellschaftsanalysen, witzige Pointen und für einen letztlich doch warmherzigen Humor, der den anderen Festivalfilmen in diesem Jahr praktisch vollständig fehlt. Auch wenn dabei fast unvermeidlich an manchen Stellen nostalgische Klassentreffen-Atmosphäre aufkommt, und die Gefühlslage leicht sentimental wird, das ist beste Kinounterhaltung und funktioniert, weil man mit diesen Typen auch selbst seit zwanzig Jahren befreundet sein könnte.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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8.0Ausgezeichnet

Mit großzügiger, warmherziger Ambivalenz umfängt Arcand seine Figuren. Er achtet die private, auch korrupte Moral. Die Versöhnlichkeit, mit der er das Sterbeidyll ausmalt, bleibt redlich, verrät sie doch den unbedingten Willen, seine Figuren zu lieben. Sie hat wenig gemein mit dem sterilen Harmoniebedürfnis, das in vergleichbaren Hollywoodproduktionen herrscht.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Arcands Sprachwitz nimmt der Krankheit die Schärfe, und der Generationskonflikt bewahrt die Clique davor, allzu tief im Schwelgen in der Vergangenheit zu versinken, während sie das Leben, das Universum und den ganzen Rest diskutiert.

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Kommentare (5) — Film: Die Invasion der Barbaren

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doc_flunder

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Bewertung4.5Uninteressant

extrem voraussehbar, voll von peinlichem intellektuellengeschwafel, optisch größtenteils auf fernsehfilmniveau und leider ähnlich überbewertet wie "le déclin de l'empire américain". die linksliberale hedonistische elite québecs unterhält sich so prätentiös wie möglich über geschichte, politik und ficken. zum schluss gibt sich der todkranke "sozialist" rémy den goldenen schuss. tolle wurst!

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johnboy1979

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Na nun sei doch mal nicht so streng mit dem Film: Schließlich dekonstruiert er ja das intellektuelle Geschwafel im Angesicht des Todes. Der Film will meines Erachtens nicht mit "Intellektuellengeschwafel" protzen, sondern aufzeigen, dass in Bezug zur Endlichkeit des Lebens, selbst die größten Intellektuellen hilflos sind.


philopee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In den ersten ca. 20 Minuten habe ich mich gefragt, warum dieser Film denn als Tragikomödie betitelt wird, denn was man sah war weder tragisch noch komisch. Französischer Schenkelklopfhumor traf auf die gute, alte Vater-Sohn-Streitigkeit. Das hat allerdings so wenig hergemacht, dass ich mich schon gefragt habe ob es sich überhaupt lohnt den Fernseher noch laufen zu lassen.
Doch je weiter man in die familiäre Situation des Versterbenden eindringt desto mehr kann man auch seine letzten Probleme, speziell mit seinem Sohn, verstehen und nachvollziehen. Der Film gewinnt nach einer halben Stunde unglaublich an Tiefe weil die Story sich nicht nur monoton auf den Vater-Sohn-Streit fixiert, sondern auch der Rest seines Lebens sehr einleuchtend erzählt wird. Von dort an wird die Geschichte überwiegend durch tiefschürfende Dialoge getragen. Das Thema Tod wird auf diese Weise dem Zuschauer sehr nahe gebracht, was die Tragik der Situation immer wieder unterstreicht.
Unnötigerweise wird gegen Ende nochmal schnell eine neue Story der Nebendarsteller zurechtgestrickt, die leider gar nichts mehr mit dem Hauptthema zu tun hat. Schade!

Abschließend lässt sich sagen, dass dieser Film mindestens genauso sehenswert wie unbekannt ist.
Ein Jammer, denn selten wurde dem Zuschauer so eindringlich vermittelt was es bedeutet Sterben zu müssen.

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daScorp

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film philosophiert über das Leben und den Abschied. Dabei gibt es einige wunderbare Momente, aber teilweise auch etwas viel historisches Geschwafel, das die Geschichte und die Charaktere nicht voranbringt. Insgesamt auf jeden Fall sehr sehenswert.

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strangelet

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Bewertung7.5Sehenswert

Normalerweise würde ich bei so einem Film die fehlende Spannung und überhaupt Handlung monieren, aber in diesem Fall reichen die Dialoge ganz allein für einen ganz beachtlichen Unterhaltungswert.

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alter.native

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein schöner Film über den Abschied vom Leben indem man zusammen feiert, redet, isst, trinkt. Was lehrt uns das? Das Leben schon beizeiten leben, eine Feier am Ende ist etwas wenig!

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