Die Jahreszeit des Glücks

Štestí (2005), DE/CZ
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 20.04.2006

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7.5 Kritiker
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von Bohdan Slama, mit Pavel Liska und Tatiana Vilhelmová

Monika (Tatiana Vilhelmová), Toník (Pavel Liska) und Dása (Anna Geislerová) sind im gleichen Aufgang eines Plattenbaus aufgewachsen und von klein auf miteinander befreundet. Monika, eine alte Liebe von Toník, arbeitet im Supermarkt. Ihr Freund Jirí ist der Arbeit wegen nach Amerika geflogen und Monika hofft, dass sie ihm bald folgen wird. Toník lebt jetzt mit seiner Tante auf einem abbruchreifen Hof bei der Stadt und tut so recht unterschiedliches, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er will nicht zurück in die Neubausiedlung, er will nicht in der Fabrik arbeiten oder den Ratschlägen seines Vaters folgen. Dása lebt allein, hat zwei kleine Kinder und einen verheirateten Liebhaber, Jára. Dása ist zu Tode gelangweilt und verzweifelt, aber glaubt immer noch seinen Versprechen, dass er sich scheiden lässt und ihr eine Arbeit besorgt.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Die Jahreszeit des Glücks

Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.5Ausgezeichnet

Tragisch und komisch, bedrückend und leicht, absurd und erschreckend real, so präsentiert uns Bohdan Sláma in Die Jahreszeit des Glücks seine kleine Welt, die doch alle Probleme widerspiegelt, die viele Menschen in den Staaten des ehemaligen Ostblocks bewegen: Gehen oder bleiben? Kämpfen oder resignieren? Zumindest bei Monika können wir uns am Ende sicher sein, dass sie ihr Leben in den Griff bekommt. Und so hinterlässt der Film ein wenig Hoffnung, ein wenig Traurigkeit und viele kleine Momente des Glücks, ganz so wie das Leben…

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5.5Geht so

Der Film ist wie Toník. Lieb. Mit einem genauen Blick für die Gemeinheiten des Lebens. Aber nie ohne Hoffnung. [...] Regisseur Bohdan Sláma ("Wilde Bienen", 2000) lässt viele Blumen sprießen in diesem alles in allem sehr sommerlichen Film, der in seiner sperrigen Art an die besten Momente von Andreas Dresens Filmen erinnert.

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Kommentare (2) — Film: Die Jahreszeit des Glücks

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8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine herbe Sozialstudie über das Präkariat. Gut gecastete Schauspieler transportieren äußerst glaubwürdig solche Entscheidungen wie Wegziehen in die schöne neue Welt oder lieber in der alten etwas schmuddeligen bleiben. Einem Luftikus in eine unsichere Zukunft folgen oder bei einem schüchternen aber liebenswerten Aussteiger die gemeinsame Zukunft gestalten. Phänomene wie nachbarschaftliche Solidarität werden bis in ihre fast nicht mehr nachvollziehbaren Grenzbereiche gezeigt und kreieren dennoch das bekannte ’Wir-sind-doch-eine-Familie’ Gefühl. Im Titel scheint das Wort ’Glück’ wohl ironisch gemeint zu sein, denn es geht hier eher um die Abwesenheit desselben. Bestenfalls sind die Figuren auf der Suche nach dem Glück. Eine zweit Lesart wäre: das Glück ist nur eine vorübergehende Erscheinung wie die vier Jahreszeiten. Und der bewusst offen gehaltene Schluss lässt Raum für Spekulationen. Die sogar eventuell hoffnungsvoll sein könnten. Zu Recht preisgekrönt.

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Sonse

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Bewertung3.5Schwach

Ich sehe zwar den guten Willen, empfand den aber als so trist und öde wie die Plattenbausiedlung.

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