Die Klasse

Entre les Murs (2008), FR
Laufzeit 130 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 15.01.2009

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7.6 Kritiker
26 Bewertungen
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von Laurent Cantet, mit François Bégaudeau und Franck Keïta

François ist ein junger und ambitionierter Lehrer an einer Pariser Vorort-Schule. Doch in diesem sozialen Brennpunkt stammen die meisten seiner Schüler, wie Nassim oder Rabah, aus Einwandererfamilien. Während viele seiner Kollegen längst aufgegeben haben, versucht François mit enormen Engagement, den Schülern wenigstens ein Minimum an Wissen und sozialen Werten beizubringen. François stellt sich deren eindringlichen Wortgefechten mit viel Geduld, auch wenn die Schüler ihn provozieren oder aus der Reserve locken wollen, und kämpft unermüdlich gegen die Leistungsverweigerung und Aggressivität seiner Schüler…

Handlung

Einführung

Der Film beruht im wesentlichen auf den Erfahrungen von François Bégaudeau (François Bégaudeau) als Literatur- und Französischlehrer in einer der Pariser Vorstädte. Er behandelt die Erfahrungen von François, der als Französischlehrer in einem Quartier difficile arbeitet.

Beginn des Schuljahres

François unterrichtet die siebte Klasse, die vornehmlich von Schülern mit Migrationshintergrund besucht wird. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen versucht er
unablässig, seine jungen Schüler zu motivieren.

Die Schüler

Darunter sind z.B. Souleymane (Franck Keïta) aus Mali, der sich strikt weigert, im Unterricht mitzuarbeiten, Esmeralda (Esmeralda Ouertani) aus Tunesien und ihre Freundin Khoumba (Rachel Régulier), die jedes Wort des Lehrers kritisieren oder der fleißige Chinese Wei (Nick Scotti), dessen Fleiß von den Mitschülern nicht anerkannt wird.

Kulturelle und soziale Probleme

Der Film schildert anhand verschiedener Unterrichtsstunden die Probleme, die die Schüler mit der französischen Sprache, der Kultur und ihrem Lebensumfeld haben. Er arbeitet dabei aber auch die sozialen Probleme heraus, die bei ihnen zu Hause herrschen und stellt dem gegenüber die Versuche der Lehrer, ihren Unterricht so zu führen, dass die Schüler wenigstens etwas Stoff aufnehmen.

Vergleiche

Dem gegenüber stellt er die Lehrerkonferenz und den Elternsprechtag. Dadurch unterstützt er den Hintergund und die Herkunft der Schüler und zeigt gleichzeitig, unter welchen Rahmenbedimngungen und mit welchen finanziellen Mitteln der Unterricht von den Lehrern gestaltet werden muss.

Ende des Schuljahres

Am Ende des Schuljahres sind die Schüler fröhlicher und gelöster. Eine neuerliche Annäherung zwischen Lehrer und Schülern ist offensichtlich, bis zum Beginn des nächsten Schuljahres.

Weiterführende Informationen

Wissenswertes zum Film
In den Süden, ein vorheriger Film von Laurent Cantet
Nicht ja, nicht nein und Sein und Haben beschäftigen sich ebenso mit Schule in Frankreich

Weitere Informationen im Internet

Filmkritiken

Pressespiegel zum Film auf film-zeit.de
Rezension in der Libération (frz.)
Rezension in Le Monde (frz.)
Rezension von Harald Mühlbeyer unter cinefacts.de
Rezension unter outnow.ch
Rezension von Michael Föls unter filmering.at
Goldene Palme für Frankreich Entre les murs siegt in Cannes; Artikel unter faz.net
Linksammlung unter filmz.de

Quellen

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Cast & Crew


Kritiken (11) — Film: Die Klasse

José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Die Sprache ist die heimliche Protagonistin in der „Klasse“. Um sie dreht sich im Grunde alles in diesem Ensemblefilm, der kaum eine Dramaturgie erkennen lässt. Mit einer überwiegend elliptischen Erzählweise reiht „Die Klasse“ Impressionen aus dem Schulalltag aneinander. Dennoch gibt es im Film einige Ereignisse oder auch herausragende Aufgabenstellungen, die gewisse erzählerische Höhepunkte markieren, etwa die Autobiographie, die jeder Schüler verfassen soll. Sie spielt eine bedeutende Rolle auch deshalb, weil sie Einblicke in die unterschiedlichen Persönlichkeiten gewährt. Einen weiteren „Spannungsbogen“ bietet die Konfrontation zwischen zwei Hitzköpfen in der Klasse.

Um die Lebensbedingungen der Schüler oder des Lehrers geht es überhaupt nicht. Im Unterschied zu den genretypischen Schulfilmen erfährt der Zuschauer nichts aus dem Privatleben des Lehrers – lediglich, dass er nicht homosexuell ist, weil er auf die entsprechende Frage diese knappe Antwort…

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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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4.0Uninteressant

In seinen besten Momenten hat "Die Klasse" die Authenzität einer Dokumentation. Aber selbst dann fehlt dem Film die Struktur und emotionale Befriedigung eines Dramas.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.5Herausragend

Die Klasse ist ein tief bewegender Film über die Herausforderungen der Kinderziehung in einer komplexen und oft turbulenten Welt.

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Janus Winter

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Immer diese hässlichen Allgemeinsätze von dieser Frau Pü. Kann man die nicht abstellen?


honigsau

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:-)


Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.0Ausgezeichnet

Und am Ende bekommt man eine Ahnung davon, dass Lehrer zu sein wohl eher als Berufung denn als Beruf verstanden werden muss. Der Mär vom süßen Leben der Pädagogen macht dieser Film wohl endgültig den Garaus. Und das ist auch gut so: Denn nur wenn wir bereit sind, wie Laurent Cantet und François Bégaudeau einen realistischen und nahezu unverstellten Blick auf die Verhältnisse an den Schulen zu werfen, können wir begreifen und etwas verändern. Dieser mutige Film kann dazu zweifelsohne einen Anstoß geben. Und das ist schon eine ganze Menge.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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9.5Herausragend

Es fällt schwer, Laurent Cantets Klasse nach zwei Stunden am Ende des Schuljahres zu verabschieden. Und es zerreißt einem fast das Herz, als eine bis dahin stille Schülerin Monsieur Marin gesteht, dass sie nicht glaubt, in diesem Schuljahr etwas gelernt zu haben. Er ist ratlos angesichts ihrer Niedergeschlagenheit. Aber sie hat keine Scheu mehr, ihrem Lehrer dieses Geständnis anzuvertrauen. Das Lernen ist ein rätselhafter, magischer Prozess in Die Klasse.

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Ines Kappert: taz, jungle world Ines Kappert: taz, jungle world

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8.0Ausgezeichnet

Der Film zeigt die SchülerInnen als aufgeweckte, spannungsgeladene junge Erwachsene - ihr migrantisches Elternhaus ist dabei ein wichtiger Faktor, aber es bestimmt nicht ihre Identität insgesamt. Cantet widersetzt sich jeder Festlegung der ProtagonistInnen auf die Masterzuschreibung Migrantenkids. So erzählt der Film vom ganz normalen Wahnsinn, der im Klassenzimmer abläuft, von der Hilflosigkeit auf allen Seiten und von dem Ehrgeiz, sich von dem Elend nicht fertigmachen zu lassen. Auch der findet sich auf allen Seiten.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.0Sehenswert

Künstlerisch steht Cantets Film in der Mitte zwischen dem Versuch, filmisches Neuland zu betreten, und dem neuen Trend zum Arthouse-Mainstream, der sich der Industrie nur scheinbar entgegenstellt, in Wahrheit aber mit dem Strom schwimmt und als Bausatz nach vorgestanzten Formeln funktioniert: entweder Ethno-Emotion oder politische „Relevanz“, in jedem Fall sentimental und mit einer finalen „Lösung“ – von solchen kleinen Fluchten ist auch „Die Klasse“ nicht weit entfernt. Allerdings schmeichelt Cantet dem an Komplexität desinteressierten Zeitgeist keineswegs. „Die Klasse“ gibt sich spröde und ist auch nicht leicht konsumierbar.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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9.0Herausragend

Trotz der Direktheit des Films - viele Szenen wurden simultan mit drei Kameras gedreht -, gibt es keine simplen Parteinahmen und Schuldzuweisungen. Die Schule ist ein offener Raum, in den auch der soziale Hintergrund eindringt. Nicht nur bei Krisen muss dieser mitberücksichtigt werden. Die Transparenz ist nicht zuletzt das Ergebnis einer Ästhetik, die dokumentarische Verfahren für den Spielfilm nützt - neben Matteo Garrones Camorra-Epos Gomorrha steht Die Klasse so auch für eine neue Form von Verdichtung von filmischer Realität. Am Ende sagt ein Mädchen zu François, sie habe ein ganzes Jahr nichts gelernt. Als Zuschauer dieses beeindruckenden Films sieht die Sache ganz anders aus.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

Bégaudeaus 2006 erschienener Roman trifft nach wie vor den Nerv der Gegenwart. Die Ausschreitungen in den Banlieus von Paris sind uns noch frisch in Erinnerung und die Orientierungslosigkeit der Jugend beschaeftigt die Soziologen weit ueber die franzoesischen Grenzen hinaus. Regisseur Laurent Cantet, unterstreicht mit seiner offenen, improvisatorischen Herangehensweise und den Einsatz von Laiendarstellern die diskussionswuerdige Thematik. “Die Klasse” spricht universelle Brandherde an und sollte unbedingt, jedoch nicht nur Gegenstand der

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Jean-Luc Douin: Le Monde Jean-Luc Douin: Le Monde

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9.0Herausragend

Die Goldene Palme 2008? Vielleicht, aber ist Die Klasse von Laurent Cantet wirklich ein so außergewöhnlicher Film, mit seinen begrenzten Mitteln, seinen Laiendarstellern, seiner entschlossenen Weigerung, die Dinge offenzulegen, seinem brandaktuellen soziopolitischem Aspekt? Die Antwort ist ja, ohne den kleinsten Schatten eines Zweifels.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.5Ausgezeichnet

Nach dem erfolgreichen Roman von François Bégaudeau, der fulminant auch die charismatische Hauptrolle spielt, geht Laurent Cantet ("Auszeit", "In den Süden") in diesem zutiefst bewegenden und emotional fesselnden Film auf die spannende Reise...

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Kommentare (28) — Film: Die Klasse

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HxC_Moe

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film zeigt echt ziemlich realistisch eine Schulklasse mit Schülern aus vollkommen verschiedenen Schichten. Hab ihn in Deutsch gesehen, in Französisch soll er ja angeblich noch besser sein. Wirklich interessant und nett anzusehen. Empfehlung!

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U-Turn

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Bewertung5.0Geht so

Der Film ist langweilig. Plätschert so vor sich hin ohne Höhepunkte. Mir ist ein Rätsel wieso der Film die Goldene Palme gewonnen hat ...

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Ripley1

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Es ist eben kein klischeetriefender amerikanischer Highschoolfilm; "Die Klasse" hat den Anspruch auf Realismus. Diesem wird er auch gerecht, weil die Situation an öffentlichen Schulen ziemlich deutlich wird. Eine Entwicklung gibt es auch, weil etwa ein Schuljahr mit einer Klasse und ihrem Lehrer gezeigt wird. (Es handelt sich übrigens um echte Schüler, die ihren Alltag darstellen.)


Klopper

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Die Klasse" ist wirklich bitter, tut aber auch echt gut.
Es ist ungeschönte Realität. Unser Lehrer Doktor Specht kommt nicht vorbei und haut seine Problemschüler aus dem Drogensumpf. Michelle Pfeiffer begeistert Ghetto-Kids nicht für Bob Dylan. Und niemand klettert auf Tische und ruft Robin Williams "Oh Käpt'n, mein Käpt'n!" hinterher. Keine Klassenzimmerromantik. Kein Happy End.

Hier treffen gestresste Lehrer auf gestresste Schüler. Sie arbeiten miteinander wie gegeneinander. Die Kinder - überwiegend mit Migrationshintergrund - verstehen ihren Lehrer nicht, vermuten in seinem strengen Unterricht reine Schikane, denn nichts anderes sind sie aus ihrer Umwelt gewohnt, die auf sie hinabblickt und keine Chance auf ein besseres Leben verspricht. Der Lehrer hingegen versucht dem entgegen zu wirken, stößt aber immer wieder an die Grenzen seines Berufes, denn auf das Elternhaus, auf Integrationsprobleme, auf die Gesellschaft, hat er keinen Einfluss.
Für beide Parteien hat man Verständnis. Die Kids wissen es nicht besser. Und dem Lehrer kann man jeden Wutausbruch verzeihen gegenüber der Welle aus Ignoranz, die ihm täglich entgegen schlägt. Und doch gibt es auch die schönen Momente, in denen alle an einem Strang ziehen, in denen Harmonie herrscht und Hoffnung aufkeimt.

Zum Gelingen von "Die Klasse" tragen Laienschauspieler bei. Die Dynamik in der Klasse wirkt echt. Der Film wirkt so fast dokumentarisch. Es ist ein ehrliches Stück täglichen Kampfes um Bildung und Erziehung. Und manch einer wird sich sicherlich bei einigen Szenen zurück an die Schulzeit erinnern und denken: "Oh Mann, was haben wir den armen Lehrern nur angetan!"
Ich fühle mich schon ein wenig schuldig...

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Wumz

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Bewertung7.0Sehenswert

"Die Klasse" ist ein Film der die Wahrheit darstellt und einer Dokumentation gleicht. Ich habe mich sehr an meine Schulzeit erinnert gefühlt während ich den Film gesehen habe.

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8martin

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Bewertung5.0Geht so

Es ist eine Dokumentation des Schulalltags, detailgenau und realistisch. Man fragt sich allerdings, für welche Zielgruppe ist der Film gedacht. Demonstrationsobjekt bei einer Lehrerfortbildung oder im Rahmen der Referendarausbildung? Jeder hat einschlägige Erfahrungen mit dieser Institution und kann mitreden, sich ein Urteil bilden, ob es bei ihm auch so oder so ähnlich war. Vor allem die äußerst problematische Lage der Lehrkräfte wird ungeschönt und keineswegs übertrieben dargestellt. Das reicht vom Burn-Out bis zur Grenze der Lächerlichkeit aufgrund von zu viel Verständnis.
Die dramatische Zuspitzung erfährt der Film im letzten Drittel erst durch die Tatsache, dass die Schüler fast alle aus bildungsfernen mit Migrationshintergrund belasteten Familien stammen. Bei einem Verhaltensauffälligen würde ein Verweis von der Schule die zwangsläufige Rückkehr nach Afrika bedeuten. Diese Problematik wird lang und breit im Kollegium diskutiert und dann entschieden. Ohne Kommentar. Aus der Argumentation ergibt sich ein Mittelweg der Vernunft für ein typisches Phänomen unserer Zeit, nicht nur in Frankreich, aber hier vielleicht besonders brisant. Der Schüleraggression mit Störfaktor wird teils mit Verständnis teils aber auch mit Beachtung der sozialen Spielregeln begegnet. Insider werden weitgehend zustimmen, andere haben schon längst weggezappt.

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bobo-lemon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Harter Tobak - zumindest für mich als angehenden Lehrer. Ungeschönte Realität, wie ich sie teilweise auch schon in meinen Praktika an der Hauptschule erleben durfte, die mich aber nicht von meinem eingeschlagenen Weg abbringen kann. Warum? Warum begibt man sich also freiwillig und "Quijote-like" in einen Kampf gegen vermeintliche Windmühlen? Die Antwort gab mir in diesem Fall der Lehrer Francois. Wie? Das kann ich nicht genau beschreiben, aber der Charakter war unglaublich stark und beeindruckend und er hat ein klar definiertes Ziel. Eine Aufgabe, die sein Leben einnimmt, aber es gleichzeitig mit hohem Wert ausfüllt. Und wie sagte schon Albert Camus: "Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen."

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tobiwankenobi

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Mit dir als Lehrer würde ich auch gerne in die Schule gehen:) Du packst das schon. Zeig den Stinkern was ne Harke ist:D


BigDi

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Lehrer will die Schüler verstehen, sie wollen nicht verstanden werden - nein, falsch.
Der Lehrer will die Schüler nicht verstehen und sie wollen auch nicht verstanden werden - passt auch nicht.
Die Schüler wollen verstanden werden, aber der Lehrer kann sie nicht verstehen - schon eher.
Die Schüler wollen den Lehrer verstehen, aber er versteht gar nicht, wie wichtig es ist, dass sie ihn verstehen - besser, viel besser.
Nein, nicht besser, viel schlechter, als man zunächst vermuten würden.
Am Ende bleibt reinstes Unverständnis auf beiden Seiten, Beleidigungen, Wutausbrüche und das feige Weglaufen vor den eigenen Worten, prätentiöse Ambitionen, die sich beim Gedanken an gestiegene Kaffeemaschinenpresie in Nichts auflösen, missverstandene Ausbrüche, überhörte Details, kleine große Katastrophen, fatale Kettenreaktionen und kalte, abweisende Gesten, aus der Hilflosigkeit entstanden.
Und sobald geklärt wurde, dass nichts klar geworden ist, auf keiner der Ebenen, die eine Schule beherbergt, verdrängen alle für einen kurzen Augenblick die Ausweglosigkeit und die Sinnlosigkeit, vergessen temporär die Mauern dazwischen, gegen die sie täglich mit den Schädel gegenrennen, und spielen gegeneinander und irgendwie doch zusammen Fußball, als gäbe es nichts mehr zu bereden.
Gibt es ja auch nicht - zumindestens hätte es keinen Zweck.

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Liam Quinn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erstaunlich authentisch schafft es Regisseure Laurent Cantet (Ressources humaines) das Thema: "Brennpunkt Schule" in einen einzigen Film zu verfrachten. Dieser halb dokumentarisch, halb mockumentarisch fungierene Film, ist stiller Beobachter im Chaos: "System". Schüler die nicht das Lernende verstehen, sonder nicht verstehen warum sie lernen. Lehrer die mit Strafandrohungen statt mit Förderungen verfahren. Eltern die selbst Opfer ihrer eigenen Umständen sind. Sozial schwache Schüler die im Hexenkessel missverstanden werden. Lehrer die Tag ein tag aus versuchen den Aussätzigen etwas Bildung zu vermachen. Das sind nur wenige kleine Ansätze, welche der Film vermitteln möchte. Ungeachtet dessen erhebt "Entre les Murs" weder den Zeigefinger noch übt er irgendeine Kritik aus. Er bleibt stehts nur Begleiter im Alltag Schule.

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jabbathehutt

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Bewertung6.5Ganz gut

Vorsicht bei der Berufswahl! Die Schüler sind krass in den Pariser Vorstädten, so ne Type wie den Lehrer hätten wir aber früher auch "gekillt"!

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Kill_Diether

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Bewertung6.0Ganz gut

So oder so ähnliche Klassen sind mir bekannt.
An vielen Schulen und Auffangbecken, das
sind Einrichtungen für noch schulpflichtige
Jugendliche ohne Ausbildung, ist das Alltag.
Meistens sind die Schüler noch desinterressierter,
egozentrischer und dabei kommunikativ
unterentwickelt. Viele sind zum großen Teil
selbst verschuldet in der Situation, manche
hatten Pech und manche ändern sich.
Also war der Film für mich nichts außergewöhnliches,
nur weil der Lehrer nicht gänzlich aufgegeben hat.

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Nayuma

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Bewertung5.0Geht so

Ich habe irgendwie was ganz anderes erwartet. Das war ja nicht einmal ne richtige Problemklasse, bis auf die Jugendsprache & ein paar kleine Anspielungen am Rande. Was mir sehr gut gefallen hat, dass viele Gescihtspunkte angerissen wurden, aber leider zu schwach in den Film eingebaut wurden, z.B. der familiäre Hintergrund, Kriminalität, Hilflosigkeit der Lehrer, usw. Es war mir einfach alles zu oberflächlich und es hat mich doch irgendwie angestrengt bis zu Ende zu schauen.

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regiseurin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mir hat der Film ziemlich gut gefallen, auch wenn es nicht wirklich aufregend war. Ich denke mir auch das dieser Film nicht alle interessiert, ich zum Beispiel bin selbst noch Schülerin und mich hat der Film schon gefesselt aber meine Oma war er einfach zu langweilig. Und der Film zeigt auch wie das wirkliche Leben und Zusammenarbeiten von Schülern und Lehrern passiert. Die Lehrer machen die Schüler fertig und die Schüler machen genauso die Lehrer fertig, eigentlich eine sehr traurige aber teilweise auch lustige Wahrheit.
Dies wäre so ein typischer film den man sich in der Schule anschauen sollte.

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regiseurin

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Ich ahbs mir eigentlich auch nur angesehn weil ich dachte das da was spannendes passiert z.B. das irgendwer umgebracht wird oder das der lehrer was mit einer Schülerin anfängt...
hat mir aba trotzdem gut gefallen:)


bobo-lemon

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Tzz...als würde da nix spannendes passieren...


Kris

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Bewertung9.0Herausragend

Erstaunlich wie sehr man von einem Film, in dem eigentlich kaum was passiert, fasziniert sein kann. Die Handlung wirkt so authentisch, dass man selbst von diesem alltäglichen Geschehen eingenommen ist. Tragisch, jemanden mit den besten Absichten beim Scheitern zu beobachten.

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Roque2

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Bewertung1.0Ärgerlich

Obwohl ich schon viel Lob von diesem Film gehört hab, kann in meinen augen von "bewegend", "ergreifend" oder ähnlichem keine Rede sein...
ich als schüler finde die Sachen, die in dieser Klasse passieren, nicht schlimm, und ich gehe auf ein Gymnasium!
Zudem fand ich es äußerst schlecht, dass der Film keine wirkliche Handlung hat und meistens nur in die Länge gezogen wird (der Schluss!),.
Wer erwartet, ein "authentisches" Abbild des Schulalltags zu sehen, wird bedient. Das aber als "bewegend" zu bezeichnen, finde ich jedoch total daneben...

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Lorion42

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film ist sehr authentisch und gut gemacht. Aber ich frage mich, wie ein Drama ohne Dramaturkie funktionieren soll. Eine gute Sozialstudie, nicht mehr. Vielleicht auch ein Lehrfilm für Lehrer, der zeigt, wie man es nicht machen sollte.

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spanky

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Bewertung5.5Geht so

Ich war etwas enttäuscht nach all dem Lob, was auf den Film heruntergeprasselt ist. Und dann auch noch die Goldene Palme, tsts. Er ist keineswegs so bewegend, wie im Vorfeld kolportiert. Und es fehlt an einer ausgefeilteren Dramatik. Die Darsteller, allen voran die Kinder, machen ihre Sache jedoch hervorragend.

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medee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es ist vor allem ein Film über die Institution Schule, die aus Kindern Schüler, aus Migranten Franzosen macht. Machen will. Und das ist der große Unterschied zu Filmen wie z. B. "Guten Morgen, Herr Grothe". Cantet schaut sich ausschließlich die Lebenswelt Schule an und muss genau deshalb feststellen, dass sich auch in diesem scheinbar homogenisierenden Raum "Klassenzimmer" Privates und Öffentliches, disziplinarische Notwendigkeit und emotionale Nähe, schulische Probleme und Schwangerschaft mischen.

Die Kritik: Das starre Gebilde Schule ist oft nicht fähig diese Überlappungen und Wechselwirkungen adäquat zu verarbeiten. Es scheint beinahe so, dass erst als das Klassenzimmer leer ist, das (freie) Leben - in Form des Fußballspiels Lehrer gegen Schlüler - die Oberhand gewinnt. Oder anders: die graue Leere des Klassenraumes wartet bereits still und unverändert auf das nächste Jahr, während sich die Menschen, die dort stetig ein und aus gehen werden, fortwährend verändern.

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xtheunknown

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Bewertung9.0Herausragend

10 punkte für den inhalt
0 punte dafür das die macher keine ahnung hatten worum es dabei geht.
das ergibt eigentlich 5 punkte, da das gezeigt aber so hochinteressant und beispielhaft ist bleibe ich nach langer überlegung bei 10 punkten. das thema warum unsere lehrer und das schulsystem versagen wird so perfekt dargestellt das ich einfach mal unterschlage das die macher scheinbar nicht wussten was sie da drehen.

der lehrer wird so dumm unfähig dargestellt das man an seine eigene schulzeit zurück erinnert wird um dann am liebsten in den film zu springen und ihn zusammenzuschlagen. der film zeigt wieso schüler nicht die leistung bringen die sie bringen könnten und wie es zu gewalt an schulen und gegen lehrer kommt. auch wenn das hier gezeigte nicht ganz so weit geht.

bereits zu anfang erklärt der lehrer der klasse das österreich ein unbedeutendes land ist das kaum einer kennt, und das vor einer klasse in der ein grossteil einen sogenanten migrationshintergrund hat. damit macht man vor schülern die einen kulturellen hintergrund haben der sich über die ganze welt erstreckt natürlich direkt den richtigen eindruck.

ohne auf die schüler, die immerhin zu einem grossteil aus anderen kulturen stammen (bei einigen sprechen die eltern noch nicht mal richtig französisch, wenn überhaupt), einzugehen versucht der lehrer seine sichtweisen durchzusetzen. die unzufriedenheit der schüler wird dadurch nur noch verstärkt was dazu führt das ein kind sogar von der schule verwiesen wird.

gegen ende zeigt sich das die schüler ihn das ganze jahr als vorbild gesehen haben. seine eigenen regeln wenden seine schüler nun gegen ihn selber an. er versucht sich dann rauszuwinden indem er neue regeln aufstellt und denkt scheinbar das er als respektperson das recht dazu hat. z.b. die sache mit arschloch und schlampe.

solche beispiele liefert der film am laufenden band. jedes neue thema das vom lehrer aufgemacht wird ist ein beispiel für seine unfähigkeit mit schülern umzugehen.

wieso lehren sie uns es dann wenn es nichts bringt? bemerkt ein schüler am ende des schuljahres. genauso wie alle anderen schüler auch hat er nichts gelernt ausser die dinge die der lehrer selber vorgelebt hat. die lehrer die sich den ganzen film als opfer sehen waren das ganze jahr über das vorbild der kinder und keins von ihnen hat etwas gelernt. stattdessen haben die lehrer sogar gemeinsam entschieden einen schüler von der schule zu schmeissen.

am ende nähern sich dann doch noch beide parteien... beim fussballspielen. da war das jahr dann aber leider schon vorbei.

da ich den film nicht vorliegen habe und mal eben durchspulen kann um weitere beispiele zu nennen muss das erstmal reichen.

meine eigene schulzeit ist nun über 20 jahre her und ich finde es erschreckend das lehrer heute noch genauso blöd sind wie damals.

das war mal ein langer text, rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen, ich habe damals auch nicht immer aufgepasst.

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Tenzing

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film ist vielleicht nicht so emotional bewegend, wie er hätte sein können, wenn die Einzelschicksale gründlicher ausgeleuchtet worden wären, wenn mehr Handlung und weniger Dokumentation stattgefunden hätte. Dennoch bin ich über den Verzicht jeglichen Pathos sehr dankbar und meine, dass darin gerade die Stärke des Films liegt! Und den Preis aus Cannes gabs völlig zurecht.

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magX

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film gewinnt durch seinen dokumentarischen Stil und der Tatsache, dass sich die Handlungen nur in der Schule abspielen sehr viel an Realismus.Es bestand zwar die Gefahr, ein oberflächliches Bild von Schülern und Lehrern zu bieten und eine pessimistische Grundtendez siegen zu lassen, doch wurde in beiden Fällen eine besser Lösung gefunden. Die Charaktere sind alle sehr vielseitig, haben Schwächen und Stärken. Es gibt Schwierigkeiten und alle gehen unterschiedlich mit ihnen um. Der Kommentar einer Schülerin am Ende ist zwar tragisch, doch die Hoffnung bleibt in den anderen Schülern. Besonders fällt an diesem Film die Einbeziehung von sozialen und gesellschaftlichen Problemen ein (die nicht nur in Frankreich aktuell sind) auf. Laurent Cantet zeigt sie zwar nur am Rande auf, jedoch hat man das Gefühl, dass sie den Film mitbestimmen.

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