Die Legende vom Ozeanpianisten

La Leggenda del pianista sull'oceano (1998), IT/US
Laufzeit 123 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 23.09.1999

6.1 Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
275 Bewertungen
8 Kommentare
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von Giuseppe Tornatore, mit Tim Roth und Bill Nunn

Im Jahr 1900 findet Danny Boodmann an Bord eines Schiffes ein kleines, ausgesetztes Baby. Da er es in einer Kiste mit der Aufschrift “T.D. Lemon” findet, nennt er den Jungen Danny Boodmann T.D. Lemon 1900. Der Adoptivvater wider Willen zieht sein Findelkind im Kesselraum des Schiffs auf. Obwohl der Kleine niemals Land unter die Füße bekommt, entwickelt er sich zu einem meisterlichen Pianospieler, der das Leben immer aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet…

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Kommentare (8) — Film: Die Legende vom Ozeanpianisten

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MarcelN44

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kurz: eine wunderbare Geschichte!!!
Mit einer der besten Filmmusik, die mir zu Ohren gekommen ist. Ein verdienter Golden Globe für Ennio Morricone, welcher ansonsten von den großen Filmpreisen verschmäht wurde (ein weiterer Golden Globe bei acht Nominierungen, ein Grammy bei vier Nominierungen und nur ein Ehren-Oscar bei fünf Nominierungen), komponierte er doch über 500 (!!!) Soundtracks, u.a. von "Die Unbestechlichen", "Bugsy", "Es war einmal in Amerika" und natürlich "Spiel mir das Lied vom Tod"!
8,5/10

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Filmejunkeeee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein preisgekröntes Drama über das Leben und seine Grenzen. 1900, alias Tim Roth, zeigt auf beeindruckende Weise, wie schön die Welt im kleinen sein kann, doch wie sehr es diese einem unmöglich macht, sich in die große Welt hinauszuwagen. Ein italienisches Meisterwerk, welches einen seine Ziele und Wünsche noch einen Moment überdenken lässt.

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Ephro

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Bewertung10.0Herausragend

Ein absoluter Traumfilm,
mit einer der besten die ich jemals gesehen habe,
hier stimmt alles, inhaltlich, schauspielersich, Kulisse, Musik etc etc
Berührend, sensibel und absolut empfehlenswert

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Rezerwat

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Bewertung9.0Herausragend

Ja, das mag ich...

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jlorenz1

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muss zugeben: Es fällt mir schwer den Film einzuordnen. Es ist kein Märchen, obwohl einige Szenen - besonders am Anfang - unwirklich wirken. Es ist keine Groteske. Dafür ist er wieder viel zu normal. Es ist erst recht keine Komödie, eher eine Tragödie. Es ist auch keine Legende wie uns der Filmtitel glauben lassen möchte - ist doch Danny Boodmann T. D. Lemon Nineteen Hundred '1900' kein anbetungswürdiger Heiliger. Vielmehr will ich die Frage offen lassen ...

Wer "Die Legende des Ozeanspianisten" und das Buch "Die Entdeckung der Langsamkeit" kennt, wird mich verstehen, wenn ich sage, der Film handelt von "Der Entdeckung der Begrenztheit" und ist damit von demselben Kaliber wie das Buch. Wenn Danny Boodmann T. D. Lemon Nineteen Hundred '1900' als erwachsener Mann und gefeierter Jazzpianist aus Liebe das erste Mal 'seinen' Ozeanriesen verlassen will um in New York an Land zu gehen, kann er es nicht. In den endlosen Schluchten der Wolkenkratzer konnte er "keine Grenzen entdecken" wie erst Jahre später kurz vor dem tragischen Ende sich seinem Freund anvertraut. Wie ein Kanarienvogel gleichsam sich nicht getraut aus seinem Käfig zu fliegen - selbst wenn ihm die Türen offen stehen, so getraut Danny sich nicht auf den "Ozean" des Festlandes. Wenn er auf Fahrt hinaus auf die endlosen Weiten und Tiefen des Ozeans schaut, dann stellt sich ihm auf 'seinem' überschaubaren Ozeandampfer das Gefühl der Geborgenheit ein. Der Ozeandampfer ist der ruhende Pol: Passagiere kommen und Passagiere gehen. Mit Leichtigkeit fließt seine beobachtende Menschenkenntnis als Inspiration in seine endlos wirkende Musik ein. Auf dem Festland würde er gleichsam zu dieser unruhigen, vorbeiströmenden Menschenmenge gehören. Am Ende möchte man ihn fast selbst dazu bewegen auf einen anderen Ozeanriesen "umzusatteln" oder seinem Freund, dem Trompeter Max Tooney, wünschen, gemeinsam an der Reling stehen, um das In-die-Luft-Jagen des schrottreifen Ozeanriesen abzuwenden. Aber nun gut, die Story nimmt einen anderen Ausgang ...

Die Musik hat mich nicht gestört, aber auch nicht begeistert. Interessant ist aber die Kameraführung. Fast unbemerkt ist sie ständig in Bewegung und nicht umsonst ging der Europäischer Filmpreis für die beste Kamera an Lajos Koltai.

Auch die Anfangsszene - wie in den Nebelschwaden der Ozeanriese die noch riesigere Freiheitsstatue passiert - wird mir unvergesslich in Erinnerung bleiben.

Ebenso die Dramaturgie beim Klavierduell zwischen den beiden Jazzpianisten Danny und Jelly Roll Morton, den (nicht das Duell) es wirklich gegeben hat. Der Zigarette zu Anfang und zu Ende kommt dabei eine entscheidende Symbolrolle zu - mehr soll hier nicht verraten werden.

Ich befürchte allerdings wohl nicht zu Unrecht, daß dieser Film polarisierend wirkt. Man muss ihn mögen oder hassen ...

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okami6

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da gibt es diese Szene, wo man versucht, das Talent des Ozeanpianisten 1900 (so sein Name) auf Schallplatte zu verewigen und er hat eine Blockade....bis zu dem Augenblick, wo er die Dame seines Lebens erblickt und anfängt zu spielen. Diese fantastische Sequenz ist so poetisch wie ehrlich und lohnt sich allein, den Film gesehen zu haben.

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okami6

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http://www.youtube.com/watch?v=lgXW6XDnhXA


Pengoblin

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wundervoller Film mit einem großartigen Tim Roth und einigen wirklich berührenden Szenen. Morricones Musik tut ein Übriges, um diese zwei Stunden zu einer wunderbaren Entführung werden zu lassen. Meine Lieblingsszenen: Das dramatische Pianoduell Neunzehnhundederts mit Jelly Roll Morton. Und noch mehr der Augenblick, als sich Neunzehnhundert, während er gerade ein Klavierstück improvisiert, in ein ihm unbekanntes Mädchen verliebt. DAS ist für mich gefühlsechtes Kino der unsterblichen Sorte, wie sie James Cameron mit seinem Titanicfilm vergeblich zu beschwören versucht hat, weil letzteres Mammutwerk einfach völlig überinszeniert ist. Hier wirkt die leise, unausgesprochene Gefühlstiefe, und daher ist Die Legende vom Ozeanpianisten für mich ein zeitlos schöner Film.

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8martin

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Bewertung10.0Herausragend

Es gibt Märchen, die sind lehrreich, andere grausam oder spannend und wieder andere sind herzergreifend schön. Diese “Legende“ gehört zur letzten Kategorie.
Er hieß Neunzehnhundert (Tim Roth), wurde auf einem Luxusliner geboren und ging nie von Bord.
Er hat keinen Geburtstag, keine Heimat – eigentlich gibt es ihn gar nicht. Aber er spielt Klavier, dass man sich nach seinem Solo an den Saiten des Flügels eine Zigarette anzünden kann. In beeindruckenden, bisweilen expressionistischen Bildern wird die Geschichte von der Jahrhundertwende an erzählt. Das Jugendstildekor ist einfach umwerfend, bestimmte Szenen unvergesslich. Aber man braucht Fantasie, um diese Legende zu begreifen. Dann hört man die imaginären Töne auch wenn die Hände auf keiner Tastatur liegen und sich nur die Fingerspitzen leicht nach unten bewegen. Und die Musik ist natürlich von Großmeister Morricone – das Thema ein Hit für sich. Die Rahmenhandlung mit dem Pfandleiher unterstreicht die märchenhafte Komponente und wenn dann Neunzehnhunderts bester Freund gespielt vom pummeligen Pruitt Taylor Vince noch so ergreifend schön weint, wird es einem warm ums Herz. Dabei stört das “bombastische“ Ende überhaupt nicht.

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