Die letzten Glühwürmchen
Hotaru no haka (1988), JP Laufzeit 85 Minuten, FSK 6, Historienfilm, Drama, Animationsfilm
8.9
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von Isao Takahata,
Es ist das Jahr 1945. Japan wird von amerikanischen Bombern heimgesucht, die das Land zur Kapitulation zwingen sollen. Bomben prasseln vom Himmel und wo sie einschlagen, brennt die Erde. Im Inferno eines solchen Angriffs verlieren der vierzehnjährige Seita und die vierjährige Setsuko ihre Mutter. Ohne den Vater, der schon lange bei der Marine ist, sind die Kinder auf sich alleine gestellt. Zuerst kommen sie bei Verwandten unter, doch die hungrigen Mäuler sind in der Not des unerbittlichen Krieges nicht willkommen. So ziehen Seita und Setsuko in einen verlassenen Bunker und versuchen, auf eigene Faust zu überleben.
Cast & Crew
-
Isao Takahata
Regie
Schauspieler
-
Isao Takahata
- Genre
- Kriegsfilm, Drama, Anime
- Zeit
- 1945, Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Japan
- Handlung
- Verlust der Mutter, Überlebenskampf
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Die letzten Glühwürmchen
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Kritiken (2) — Film: Die letzten Glühwürmchen
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenFilme über den Krieg müssen erschütternd sein. Viele zeigen jedoch beinahe exhibitionistisch die Gräueltaten, zu denen der Mensch in der Lage ist. Das konfrontiert den Zuschauer dann mit zentralen Fragen des Menschseins, beispielsweise, wozu man selbst fähig wäre, wenn nur die Vorzeichen hart genug sind. Schuld ist schliesslich einer der zentralen Aspekte wenn es um den Krieg geht. Wenn man sich selbst gegenüber ehrlich ist, dann erschüttert bei Kriegsfilmen genau dieser Punkt: Dass man selbst in einer lebensbedrohlichen Situation gleich unmenschlich hätte handeln können. Man seufzt dann, denkt sich, dass man dann vermutlich auch das schlimmste verdient hätte und ist im besten Fall dankbar für den Frieden und dem relativen Reichtum, von dem wir heute wie selbstverständlich umgeben sind...
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Brennegan 2009/11/06 05:12:20
Antwort löschenIst es unmenschlich, wenn man in solchen Situationen an das eigene Leben denkt?
Fricki76 2009/11/06 22:53:34
Antwort löschenDas ist eine philosophische Frage. Auch wenn ich das aus der Aussensicht natürlich leicht sagen kann, für mich ist das töten eines anderen Menschen immer unmenschlich. Die Gräueltaten, die in Kriegen geschehen, gehören aber sicherlich nicht zu den eher fraglichen Beispielen von Unmenschlichkeit oder Rechtfertigung. Wie auch immer, der Film atmet diesen ganzen Fragen geradezu, und das ist ja das, worum es hier geht...
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenIn diesem Anime wird man nicht in bunte Traumwelten entführt, sondern in die bittere Realität des Zweiten Weltkrieges. Die Zeichentrickfiguren erzeugen mehr Emotionen als so manche Realfilmcharaktere. Selten wurde eine Bruder-Schwester-Beziehung so feinfühlig und warmherzig verfilmt. Den Rahmen bildet das Grauen des Krieges, welches auf anschauliche Weise mal ausschließlich von der Seite der betroffenen Zivilisten beleuchtet wird. So geht ein richtiger Anti-Kriegsfilm, mit den Streitkräften als nicht greifbarer, übermächtiger Feind.
Es gibt ein paar wirre Zeitsprünge, mit denen man erst einmal zurechtkommen muss. Die Charaktere und ihr Schicksal hätten sogar ruhig weiter ausgearbeitet werden können, fast wirkt „Die letzten Glühwürmchen“ etwas zusammengestaucht. Doch die knapp 85 Minuten sind ein wirklich starkes, schönes, authentisches und sehr rührendes Drama.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (79) — Film: Die letzten Glühwürmchen
Kommentar schreibenPeter Gonzales 2012/01/13 01:43:46
Kommentar löschenDer Film ist super, alles tip top, aber ich hasse Kriegsdramen ob nun animiert oder nicht...schrecklich & noch unverständlicher ist der Bruder argh und ich wollt jetzte penn. Das wird heute doch malwieder nichts...
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Nicki Minaj Lover 2011/12/26 23:07:26
Kommentar löschenSehr traurig :-/
aber auch sehr schön gemacht :)
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based_god 2011/12/04 09:04:21
Kommentar löschenEtwas vom schlimmsten was ich je gesehen habe.
Ich bin kein Fan der japanischen Zeichentrickkunst. Zu diesem Thema passte es jedoch perfekt. Die Bruder/Schwester-Beziehung wird eindrücklich durch alle Hochs und Tiefen erzählt. Und das Ende lässt einen sehr traurig zurück. Wichtig, dass dieser Film gemacht wurde, nicht das man noch auf die Gedanken kommt, dass Amerika den perfekten Krieg geführt habe.
Top Thema, top Umsetzung.
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MissingNo 2011/11/26 01:12:22
Kommentar löschenDer Film ist wirklich sehr bedrückend, nachdem ich ihn mir angesehen hatte saß ich erstmal 15 regungslos im Bett und habe nachgedacht. Noch nie hat mich ein Film so berührt und auch wenn der Filme spitzenklasse ist, hat man erstmal keine Lust ihn in geraumer Zeit nochmal zu gucken, da Die letzten Glühwürmchen wirklich schwere Kost ist, aber damit wohl auch einer der prägendsten Anti-Kriegsfilme, die es gibt.
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Vika 2011/11/18 00:43:31
Kommentar löschenWas mir persönlich an diesem Film und auch an vielen anderen Ghibli Filmen gefällt ist, dass die Geschichte abseits von einer Gut- und Böse Kategorisierung erzählt wird. Es wird nicht mit erhobenen Zeigefinger auf die üblen Täter gezeigt.
Der Krieg ist nicht das Thema des Films, er passiert einfach. Und mitten drinne sind da diese Kinder. Die mit der Situation völlig überfordert sind, aber dennoch versuchen zu lächeln.
Ich glaube daran, dass dieser Film sehr viele Meinungen und Weltbilder ändern könnte, wenn man sich ihm nur öffnen würde.
Emotional sticht der Film ins Herz und noch lange nach dem Film ist man in Gedanken versunken, wenn nicht depressiv.
Faziniert von seiner Schönheit und Ästhetik und gequält von seiner brutalen Wahrheit.
Zeichentrickfilme sind nicht nur etwas für Kinder. Besonders dieser hier nicht.
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KonTaicho 2011/11/11 21:56:00
Kommentar löschenAn alle die hier meinen, der junge Seta wäre am Ende selbst Schuld am Tod seiner Schwester, er hätte viel mehr für sie machen können.
Ich hätte euch gerne mal gesehen, mit vielleich 15 Jahren im Krieg, wenn jeden Tag die Bomben fallen, man nicht weiß, ob man die Nacht überlebt.
Erst stirbt die Mutter, fremde Hilfe wird einem praktisch komplett verwährt, die schwester ist krank und gleichsam alles was man noch hat.
Der Junge stellt sich absolut zurück, ist sich füt kein Lächeln und keine liebe Geste für seine Schwester zu schade, obwohl es ihn innerlich zerreißt und er am liebsten alles hinwerfen würde.
Euch wollte ich sehen.
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J4KOB 2011/11/04 23:16:06
Kommentar löschenWenn man nach Anti-Kriegsfilmen fragt, bekommt man oft eine ganze Liste präsentiert:
Da sind dann Filme dabei, wie "Full Metal Jacket", "Platoon", "Apocalypse Now", manchmal auch son Müll wie "Black Hawk Down", "Pearl Harbor", "Windtalkers" oder vlt sogar noch "John Rambo"...
Das unterschwellige Gefühl, dass man die Bezeichnung "Anti-Kriegsfilm" bei solchen Werken einfach als Freifahrtschein gebraucht um bedenkenlos bei anregend grausamen Gemetzeln die Gedärme nur noch so über die Leinwand fliegen lassen zu können während das Blut der zerfetzten Leichen knöchelhoch auf den Straßen steht, beschleicht mich schon seit ich denken kann.
Zugegeben: manchmal liegt eine kritische Hinterfragung wirklich im Interesse der Macher; aber muss ich um Kritik am Krieg zu üben, wirklich Soldaten sich gegenseitig abschlachten lassen? - Nicht unbedingt!
Aber was ist dann ein richtiger Antikriegsfilm?
Die Antwort ist meiner Meinung nach "Die letzten Glühwürmchen"!
Hier wird erst bewusst gemacht, dass sich der Krieg nicht nur auf dem Schlachtfeld abspielt. Denn zwei Kinder, die eigentlich nichts mit dem Krieg zu tun haben unter dem sie so sehr leiden müssen, die nicht mal wirklich verstehen worum es hier eigentlich geht, sind stärker betroffen als sämtliche Befehlshaber, als sämtliche Kommandanten, ich wage sogar zu behaupten, stärker als die allermeisten Soldaten. Das einzige was man vom "Feind" sieht sind seine Flugzeuge; und deren Bomben.
Hier herrscht kein Hass, keine Wut, kein Groll; das Gefühl welches hier dominiert ist die nackte Angst! Der Krieg ist kein Kampf, er ist ein allgegenwärtiger Zustand.
Dass es sich bei den Betroffenen um Kinder handelt, die ihre Mutter verloren haben, während der Vater im Krieg kämpft, macht die ganze Geschichte zusätzlich noch tragischer. Kinder, die orientierungs- und hilflos in einer kranken, mitleidslosen Welt ums Überleben kämpfen, während einen Steinwurf entfernt die Menschen im Überfluss leben. Diese Grundstimmung, die depressiver kaum sein könnte, sorgt dafür, dass alles Optimistische; jedes fröhliche Wort der kleinen Schwester einfach falsch und sureal wirken. Der Krieg spielt sich nicht auf dem Schlachtfeld ab, der Krieg spielt sich dort ab wo Unschuldige leiden.
Ein sehr beeindruckender Film, mit tragischem Ausgang.
Ich behaupte: Storymäßig der "richtigste" Antikriegsfilm, der diese Bezeichnung wirklich verdient hat!
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Le Samourai 2011/11/04 23:19:55
Antwort löschenSehr schön! Aaaaber: "Idi I Smotri" gesehen? Da gefriert dir der Atem.
J4KOB 2011/11/04 23:23:07
Antwort löschenDanke. Nein, noch nie gehört. Danke für den Tipp, ist schon vorgemerkt.
Le Samourai 2011/11/04 23:26:04
Antwort löschenBitte :) Schau dir den auf jeden Fall an, der kompromissloseste, purste, ebenso filmisch perfekte Antikriegsfilm, der jemals gedreht wurde!
J4KOB 2011/11/04 23:27:47
Antwort löschenJetz machst mich wirklich echt neugierig! :)
J4KOB 2011/11/04 23:28:55
Antwort löschenMeine bisherigen Favouriten in dem Bereich waren immer Full Metal und Apocalypse Now.
Le Samourai 2011/11/04 23:32:32
Antwort löschenDie sind auch beide großartig, keine Frage! Aber wenn du Idi I Smotri gesehen hast, verstehst du was ich meine... Apocalypse Now fängt den Wahnsinn des Krieges schon gut gut ein, aber Idi setzt da noch einen drauf...
J4KOB 2011/11/04 23:37:08
Antwort löschenIch geb dir dann (hoffentlich positive) Rückmeldung :D
Le Samourai 2011/11/04 23:43:13
Antwort löschenhehe, ich garantiere es dir! schau dir die Bewertungen und Kommentare an... Wenn man auch nur ein Fünkchen Menschlichkeit und Filmverständnis besitzt, haut einen der Film von beiden Socken! ;)
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FilmFreeza 2011/11/05 12:51:48
Antwort löschenFettes LIKE für den Kommi .. werde ihn anschauen .. hoffe du behältst recht :D
J4KOB 2011/11/05 13:08:24
Antwort löschenDanke :) Viel Spaß dabei.
TheDarkSide007 2011/10/24 12:13:10
Kommentar löschenDieser Film ist wohl der beste Beweis, dass Anime keine "Trickfilme für Kinder" sind. "Die letzten Glühwürmchen" hat mich schockiert, zum Weinen gebracht und tief berührt.
Das FSK 6 ist zwar bezüglich der Darstellungen in Ordnung, aber ich würde den Film nicht mit einem Grundschüler schauen, da der Film wirklich aufwühlt, wenn man darüber nachdenkt. Der Film brilliert durch das Schicksal der beiden Protagonisten, denen der Krieg Familie und Zuhause raubt. Obwohl sie von Schicksalsschlägen gebeutelt werden, schöpfen sie Kraft aus der Nähe zueinander und verlieren nie die Hoffnung.
Auch die deutsche Synchronisation finde ich hervorragend. Bereits der erste Satz des Films, gesprochen in absolute Stille, trifft den Zuschauer unerwartet und hinterlässt bei mir jedes Mal eine Gänsehaut. Die Synchronstimmen sind eindrucksvoll und passen meiner Ansicht nach sehr gut zu den Charakteren.
Der besondere Eindruck, den der Film hinterlässt, liegt aber nicht zuletzt auch an dem wunderschönen Zeichenstil und den liebevoll ausgearbeiteten Bildern, die im krassen Gegensatz zur Grausamkeit und den Schrecknissen des Krieges stehen. Der leise untermalende Score wirkt an keiner Stelle "schnulzig" oder übertrieben dramatisch sondern ordnet sich hervorragend in die Erzählung ein.
Fazit: Ein absolutes Must-See!
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Hooded Justice 2011/09/15 15:10:43
Kommentar löschenManche Ghibli-Filme kann man als geheime Meisterwerke abstempeln. Manche als hübsche, kleine Stücke. DIE LETZTEN GLÜHWÜRMCHEN ist für mich das Prachtexemplar. Wohl der Traurigste, Schönste und Furchtbarste. Der historische Krieg im Hintergrund, die Gefühlssituation zweier elternloser Kinder in jener Zeit im Vordergrund. Und trotz aller Dramatik werden die zauberhaften Bilder nie ins Verdrängen gestoßen. Erschreckend und für mich gänzlich um Beachtliches wirksamer als einer der vielen Antikriegsfilme aus der Sicht der Soldaten.
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JohnnyKee 2011/09/15 15:51:51
Antwort löschenIch schäme mich so das ich den noch nicht gesehen hab. Toller Komm!
Hooded Justice 2011/09/15 19:32:11
Antwort löschenDas solltest du auch! Gewaltig!
Percilitor 2011/09/03 18:16:38
Kommentar löschenDer Film geht definitiv unter die Haut. Das ganze ist sehr schön aus der Perspektive zweier Kinder erzählt, die sich irgendwie im Krieg zurechtfinden müssen. Einer der besten Ghibli-Filme.
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KazViPo 2011/08/21 21:44:47
Kommentar löschenDer Krieg! Schwarz und Weiß? Hier wird die Grauzone beleuchtet... Es gibt weder Gut noch Böse, sondern das pure Elend des Krieges. Nach "Barfuß durch Hiroshima" der zweite Anime Anti Kriegsfilm der "PFLICHT" ist und einen zum Weinen bringt! Taschentücher bereit halten, es lohnt sich, diesen Superfilm zu sehn! Erst danach bin ich bereit mit einem über Krieg zu diskutieren!
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lastadiel 2011/08/07 18:39:28
Kommentar löschenDer traurigste Film, den ich je gesehen habe. Nichts für schwache Nerven. Hat mich tagelang nicht losgelassen.
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HummelHeXer 2011/08/06 10:25:18
Kommentar löschenSehr schöner und auch sehr trauriger Film. Musterbeispiel dafür, dass Animes schon lange ernstzunehmender sein können, als mancher Realfilm.
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Brennegan 2011/08/06 10:31:09
Antwort löschenLeider wird dieses Musterbeispiel bestimmt bald abgelöst, wenn dann der Anime Akira gegen den Realfilm gestellt wird und Hollywood damit seine ganze Belanglosigkeit unter Beweis stellt ;)
ChandlerC 2011/06/26 00:07:14
Kommentar löschenEs ist wirklich erstaunlich wie lange es doch gedauert hat, bis ich dieses Meisterwerk endlich gesehen habe. Schon vor Jahren wurde er mi ans Herz gelegt und doch habe ich ihn erst vor wenigen Wochen erstmals sehen können. Wirklich zu schade, denn diesen Film hätte ich schon gerne viel länger gehabt und viel viel öfter sehen können. Für einen gemütlichen, fröhlichen DVD-Abend ist der Film zwar sicher nichts, doch er ist durch und durch bewegend. Selten hat mich ein Film auch so be- und gerührt zugleich. Was den Film dabei natürlich besonders herausragend macht, ist, dass es eben keine einfach frei erfundene Geschichte ist, sondern so eben passiert sein kann und eben vor absolut realen Hintergründen spielt.
Ein mitreißend, kurzweilig bedrückendes Werk.
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KOKAhühnchen 2011/05/15 21:28:54
Kommentar löschenSehr trauriger und berührender Film!
Ich fand das kleine Mädchen so unglaublich süß. So grausam wie die Menschen sind, wie egoistisch, sogar bei Kindern.
Das ist zwar nur ein Animationsfilm, aber sowas ist passiert und wird auch wieder passieren, wenn wir nicht in unsere Köpfe bekommen, dass Krieg nur Leid verursacht.
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Knach 2011/05/10 22:00:43
Kommentar löschenWenn man sich diesen Film anschauen möchte, dann sollte man sich zunächst ein mal klar machen, dass es kein gemütlicher Filmabend werden wird! Dieser Film ist schockierend und hat einen fast unerträglichen traurigen Unterton.
Der Film basiert auf den japanischen Roman „Das Grab der Leuchtkäfer“ von Akiyuki Nosaka. Schon zu Beginn erfährt man, dass beide Hauptcharaktere, der 14 jährige Seita und seine kleine Schwester Setzuko, an den Folgen des 2. Weltkrieges in Japan gestorben sind. Die Geschichte wird dann in einer Rückblende erzählt und genau das sorgt beim Zuschauer für einen großen Kloß im Hals, da er von Anfang an weiß, dass es kein Happy End geben kann.
Das Grauen des Krieges tritt dann auch schon relativ schnell in Aktion. Die Heimatstadt des Geschwisterpaares wird bombardiert. Bei dem Angriff verlieren die beiden ihre Mutter. Kurzfristig ziehen die Geschwister zu ihrer Tante, doch als diese die beiden nicht mehr durchfüttern will, ziehen sie in eine abgelegene Höhle an einem See.
Mit der Zeit wird es immer schwerer Essen zu besorgen. Die Lebensmittel sind ohnehin knapp, und die Menschen denken zuerst an sich. Und somit nimmt das Verhängnis seinen lauf. Der Tod kommt nicht etwa durch Waffengewalt, nein er kommt auf leisen (hungrigen) Sohlen.
Die Entwicklung der Geschichte ist schier unerträglich. Zu jedem Zeitpunkt des Filmes, geht es für das Geschwisterpaar spürbar bergab. Es bleibt dem Zuschauer keinen Platz für Hoffnung auf ein Happy End.
Die Bilder, mit denen die Geschichte erzählt wird, sind grandios. In einer Szene beispielsweise versucht Seita seine Schwester zu trösten, in dem er auf einem Reck herum turnt. Das Bild zeigt die beiden aus ca. 50 Meter Entfernung, wie er am Reck schwingt und seine Schwester im Sand kniet und weint; gar nicht auf ihren Bruder zu achten scheint. In diesem unscheinbaren Bild sind Liebe, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Zweisamkeit und Einsamkeit in Symbiose vereint. Aber dies kann man nur verstehen, wenn man den Film gesehen hat.
Ein großes Lob an die deutsche Synchronisation, die besonders gut gelungen ist. Die Musik hält sich, bis auf wenige ausnahmen spürbar zurück. Hier wäre aus meiner Sicht mehr möglich gewesen, was nicht heißen soll, das die musikalische Untermalung schlecht ist.
In meinem Freundeskreis gab es Personen, die diesen Film überhaupt nicht mochten. „Der Junge hätte das und das machen können, dann hätten sie überlebt!“ wurde mir gesagt. Natürlich hätten die beiden überleben können, wenn Seita sich anders verhallten hätte. Genau das macht die Geschichte ja besonders bitter. Die Möglichkeiten am Leben zu bleiben waren da, aber in der Geschichte geht es um Kinder und Kinder denken nicht rational, sie denken emotional und genau deswegen endet die Geschichte schlecht.
In meinen Augen handelt es sich bei dem Film um ein grandioses Meisterwerk, welches mindestens „Schindlers Liste“ gleichzusetzen ist. (In meinen Augen ist es sogar noch besser) Jeder der den Film nicht kennt, sollte ihn sich anschauen. Ich empfehle aber nicht die Sichtung des Filmes, wenn man gerade nicht deprimiert sein will, denn nach diesem Film wird man es 100 % sein. Für mich ist dies der traurigste Film den ich kenne!
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KazViPo 2011/08/21 21:47:15
Antwort löschenüberlänge, aba ich muss zustimmen! Bravo!
Shritz 2011/04/09 18:25:48
Kommentar löschenIn wunderschönen Bildern gezeichnetes Portrait einer von Krieg zerrütteten Gesellschaft, deren Hilflosigkeit und Angst anhand von zwei Kindern reflektiert wird. Besonders der Umstand, das der Film von einem Moment auf den anderen zwischen Unmenschlichkeit und aufrichtigen Glücksgefühlen wandert lässt den Zuschauer das Leid und die Verwirrung des Protagonisten spüren. Dass es keinen glücklichen Ausgang geben kann ist dem Zuschauer dabei die ganze Zeit über bewusst, dennoch ertappt man sich recht bald dabei, wie man sich wünscht der Film würde eine andere Richtung einschlagen. Umso härter wird man letztlich vom Ende getroffen, besonders da es zu großen Teilen durch Selbstverschulden Setas herbeigeführt wurde. "Die letzten Glühwürmchen" ist ein intensives Plädoyer gegen den Krieg, menschlich und unmenschlich zugleich und genau dadurch eindringlich.
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fennek 2011/04/03 06:03:48
Kommentar löschenDas Ende - warum hat der Junge das nicht schon früher gemacht?!? - versaute mir einen eigentlich sehr guten Film. Macht mich gerade ein wenig wütend. Wann man die Hauptfigur schon so agieren lässt, braucht es wenigstens einen Erklärbär für die Zuschauer oder Selbstvorwürfe beim Protagonisten... Mah!
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bsm123 2011/12/04 17:38:36
Antwort löschenGenauso ging es mir auch. Die letzten paar Minuten war ich nur damit beschäftigt mich genau das zu fragen. Und dies macht den Film zwar nicht kaputt, trübt aber den eigentlich sehr guten Gesamteindruck gewaltig.
*frenzy_punk<3 2011/03/24 20:52:51
Kommentar löschen"Für das Leben meiner kleinen Schwester würde ich meine Grenzen überschreiten!"
Anfangs, sitzt der Zuschauer nur still da, verfolgt gebannt die Handlung und rührt sich nicht. Das Kind geht einem sehr nahe, seine Tränen gehen ihm so nahe, dass er selbst ein paar vergießt. Doch diese Atmosphäre hält nicht an, sie verschwindet im folgenden Mittelteil, wie das Wasser nach langen Regentagen, wenn die Sonne wieder raus kommt.
Es zieht sich dann ein wenig, Takahatas Streifen zeigt uns nicht das nackte Überleben, der Kampf, die Tränen, die Schwermut. In kurzen Bildern bekommt der Zuschauer immer dasselbe Schema vorgesetzt, einen Routinegang der Protagonisten. So wird das ganze zu einem langweiligen Trott, dem die Tiefe fehlt. Die Momente, die anfangs so nahe gingen, verschwinden beinahe komplett. Nur ein paar Sequenzen lassen uns noch mal zurückkehren, zurück, an den Ursprung.
"Für das Leben meiner kleinen Schwester würde ich meine Grenzen überschreiten!"
Nun frage ich mich vor allem, warum? Warum der Protagonist Seita das nicht getan hat. Er hatte nicht alles erschöpfliche getan.
„Die letzten Glühwürmchen“ hält nicht, was er verspricht, lässt den Zuseher nicht mit tränenüberströmten Gesicht zurück, sondern mit Wut in der Brust und einem verständnislosen Kopfschütteln.
Der fantastische Score kann einiges retten. So ist er perfekt in die Szenen eingespielt worden und bringt auch den gewünschten Effekt, wenn vorher bedrückende Stille herrschte.
Klar geht der Film nahe, doch nicht so nahe, wie ich mir erhofft hatte. Der Mittelteil macht einiges kaputt und auch der Schluss ist nicht nur unbefriedigend, sondern auch verständnislos mit anzusehen.
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cannibal83 2011/03/24 21:09:35
Antwort löschenEmpfinde den Film ähnlich wie du, wurde nur am Anfang wirklich berührt.
*frenzy_punk<3 2011/03/24 21:15:20
Antwort löschenDankesehr, ich hab schon wieder Panik bekommen, weil ich die Einzige bin, die den Film schlecht bewertet. Aber ich hab noch andere gefunden :)
Dich zum Beispiel ;)
Die Atmosphäre hat mich wirklich nur am Anfang gepackt! Zu schade finde ich :(
Galaxysinger 2011/03/25 03:20:33
Antwort löschenOhje.... Nunja ich nehme mal an, dass du zur synchronisierten Variante gegriffen hast.
.. mmh... eigentlich wollte ich was zu deinem Kommentar sagen, aber mir spukt eine andere Sache im Kopf herum:
Nicholas Cage?? NICHOLAS CAGE????
*frenzy_punk<3 2011/03/25 13:55:27
Antwort löschenNaja, da ich bedauerlicherweise nicht fließend japanisch spreche, blieb mir ja nichts anderes übrig.
Außerdem glaube ich nicht, dass der O-Ton was am Ablauf der Handlung oder an dem Abwechslungsschwachen Mittelteil, ändern kann.
Und äh .. schreib wieder wenn du dein Problem mit Nicholas gelöst hast.
Bandrix 2011/03/25 13:58:05
Antwort löschenAch schade. Dachte der wäre gut. Aber naja, haben ja sowieso nur 37 Prozent.... :(
*frenzy_punk<3 2011/03/25 14:02:06
Antwort löschenHatte ich auch gehofft -.-
Naja 37 Prozent sind ja kein Weltuntergang *picks
Galaxysinger 2011/03/25 14:41:00
Antwort löschenAlso es gibt ja nun wirklich jeden Film irgendwo mit Untertiteln zu finden. Während gerade die neueren Miyazaki-Filme sehr gut synchronisiert sind, leidet bei älteren oder unbekannteren Filmen der Plot doch ganz schön durch etwas lieblose (und wahrscheinlich unter Zeitdruck angefertigte) Synchronisation. Das gilt natürlich besonders für Filme, die wie dieser hier nur über Emotionen und Empathie funktionieren. Ich weiß auch nicht woran er liegt, dass die in der Öffentlichkeit zumeist recht steifen Japaner bei der Synchro fast ungeschlagen hingebungsvoll agieren.
Außerdem brilliert der Film eben genau dadurch, dass er nicht verzweifelt auf die Tränendrüse drückt wie es aktuelles Kino oder Fernsehen praktiziert, sondern den Geschehnissen ihre Natürlichkeit lässt.
Naja und die Cage-Diskussion gehört ja in einen anderen Thread!^^
*frenzy_punk<3 2011/03/25 14:51:05
Antwort löschenDas mit den Untertiteln weis ich auch, aber nun mal so überlegt. Wenn ich dann nun dauernd damit beschäftigt bin, den Untertitel zu lesen, was ich persönlich sehr störend finde (wenn ich englische Filme im O-Ton sehe, habe ich deswegen auch keinen), dann bekomme ich von der Handlung wenig mit und somit ist das dann auch wieder verschenkt.
Vielleicht hört man dann mehr Emotion in der Sprache, wobei ich dennoch finde, dass die Synchro sehr gut war. Zumal Ulrike Stürzbecher und Gerrit Schmidt-Foß mit an Bord waren.
Es ging mir auch nicht so sehr darum, dass ich hätte weinen wollen! Der Mittelteil war einfach so ein dahinleben, ohne große Ereignisse.
Wie schon erwähnt, es fehlte mir doch ein wenig die Tiefe.
Und was Cage betrifft .. ähm richtig.
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Galaxysinger 2011/03/25 15:10:32
Antwort löschenAlso ich bin wirklich ein großer Fan vom Gerrit, aber genau hier ist doch auch das Problem: man ist diese Stimme viel zu sehr gewohnt um sich vollständig auf seine Rolle als leidender Junge in Kriegsgeschehnissen vor über 60 Jahren einzulassen.
*frenzy_punk<3 2011/03/26 16:02:54
Antwort löschenIch sehe darin kein Problem, denn da er von Beruf Synchronsprecher ist, sollte er alles sprechen können. Und ich finde, er hat alles super gemacht. Das hat nichts mit Gewohnheit zu tun.
Da müssten ja alle Sprecher, nach der Zeit ihren Job aufgeben, weil man die Stimme dann gewohnt ist.
Außerdem habe ich das Leiden des Jungen ja nicht missverstanden. Die Handlung war einfach eintönig und zum Schluss hin für mich unbegreiflich.
Ich werde den Film jetzt nicht besser bewerten, nur weil der fehlende Tiefgang an der Synchro lag. Das wär ja auch nicht meine Meinung.
Brainkiller007 2011/03/21 04:09:35
Kommentar löschenJe länger der Film geht desto mehr gewinnt man die beiden Hauptfiguren lieb oder fühlt mit ihnen mit. Ein ums andere Mal zaubern sie einem ein Lächeln aufs Gesicht. Sehr schöner aber doch trauriger Film, Studio Ghibli hat mich schon wieder überzeugt.
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