Die Liebe der Kinder

Die Liebe der Kinder (2009), DE
Laufzeit 86 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 26.08.2010

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7.1 Kritiker
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von Franz Müller, mit Katharina Derr und Tim Hoffmann

Zwei allein erziehende Eltern lernen sich in einem Chatroom kennen und beschließen zusammenzuziehen. Gerade weil die beiden so verschieden sind, hat man das Gefühl, dass die Beziehung sehr frei und erwachsen ist. Bis sich ihre Kinder ineinander verlieben und mit der bezwingenden Direktheit ihrer ersten Liebe das schöne Arrangement der Erwachsenen aus den Angeln heben. Erst als die alles relativierende erste Liebe der Kinder zerbricht, haben die Erwachsenen wieder eine Chance.

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Kritiken (3) — Film: Die Liebe der Kinder

Christina Bylow: Berliner Zeitung Christina Bylow: Berliner Zeitung

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5.5Geht so

Franz Müller erfasst das ängstliche Liebesvermeidungs-Verhalten seiner Generation bis ins kleinste Detail hinein. Das ist das Schöne an diesem Film - und zugleich sein Problem. Die Zähigkeit der Annäherungs- und Distanzierungsversuche des zentralen Paars lähmt auch den Film. Und das, obwohl die beiden Schauspieler alles mitbringen, um dieses bittere "Irgendwas fehlt immer-Gefühl", das Robert aussprechen muss, endgültig zur Seite zu fegen. Marie-Lou Sellem ist von anrührender Verletzlichkeit; der schöne Alex Brendemühl muss in dieser Rolle zwar sehr unbeholfen sein, obwohl man einmal spürt, er kann auch ganz anders. Doch der Regisseur erlegt den beiden einfach zu viele Szenen auf, die ins Depot abgegriffener Glücksvorstellungen gehören.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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8.0Ausgezeichnet

Die Haltung des Films zu seinen Figuren ist interessant. [...]
Zur Genauigkeit der Beobachtung gehören sehr spannende Formen von Distanz: das Fragmentarische, die Art, in der Franz Müller seine Figuren immer wieder wie in Gedanken- und Handlungswelten abseits seines Films zu entlassen scheint. Sie kommen dann oft als etwas andere wieder. Das ist mutig: Buch und Regie trauen den Figuren so sehr, dass sie ihnen zutrauen, sich auch abseits des Blicks, der auf sie fällt, zu bewegen und zu entwickeln. Und Pausen sind wichtig. Die Musik, die man vielleicht am ehesten als tragikomisch beschreibt, kommentiert durchaus, und zwar sehr gerne auch während der regelmäßig wiederkehrenden Zwischenräume, in denen die Figuren ganz aus dem Bild gerückt sind. Mal subtil ozuhaft, mal absichtlich faustdick (zwei erwachsene weiße Schwäne mit zwei noch ein bisschen grauen Jungschwänen) schiebt Müller menschenlose Stillleben wie einen kurzen entre’acte in den Fortgang hinein. Man spürt die Hand des Erzählers hier als leise Berührung. Das ist sehr angenehm.

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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Gleich zwei Liebespaare stehen im Mittelpunkt von Franz Müllers neuem, trotz aller frei flottierenden Krisen gelassenen Liebesfilm, der in seinen besten Momenten an Claude Sautets unspektakuläre Geschichten vom Alltag einfacher Menschen erinnert. [...] Ein kleiner großer Film, der Trost spendet, ohne die Augen zu verschließen, der unerschrocken über die Liebe nachdenkt und sie auch schon mal aufs Spiel setzt, um die flüchtigen Momente des Glücks reanimieren zu können.

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Kommentar — Film: Die Liebe der Kinder

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AugusteB

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein liebster deutscher Film dieses Jahr! Humor, Tragik und Leichtigkeit. Eine kleine Geschichte ganz groß erzählt. Mehr davon (vorallem mehr Zuschauer!).

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