Die Liebenden von Pont-Neuf - Kritik

FR 1991 Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 02.07.1992

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Kommentare (9) — Film: Die Liebenden von Pont-Neuf


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Ruste

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Bewertung10.0Herausragend

Ich muss hier wohl mal eine Lanze brechen für einen meiner absolute Lieblingsfilme. Binoche und Lavant liefern ihre beiden Meisterleistungen ab und Carax sein Meisterwerk, das auch noch in einigen Jahren bestehen wird. Die Szene auf der Brücke während des Feuerwerks ist eine der schönsten Filmszenen überhaupt, finde ich.

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Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

Liebe ist Annehmen.
Sie ist die höchste Disziplin auf Erden.
In der Liebe befreien sich zwei Menschen.
In dem, was für Liebe gehalten wird, binden sie sich aneinander.
-George Spencer Brown-

Der großartige Dennis Lavant als feuerspuckender, auf der baubedingt gesperrten Pont-Neuf,mitten in Paris lebender Clochard und die junge, unverbrauchte Juliette Binoche als langsam erblindende und deshalb verzweifelnde Malerin.
Diese Beiden befreien sich, binden sich, quälen sich, lieben sich...

In wunderschönen und grausamen Bildern festgehalten, oft realistisch hart, oft träumerisch und märchenhaft weltfremd...

Der Coup des Films:
Regisseur Leos Carax gelang es den Universalkünstler Klaus Michael Grüber in seinen Film zu locken.
Grüber spielt den väterlichen Clochard-Freund von Lavant und er veredelt mit seiner tief melancholischen Anwesenheit diesen sowieso schon großartigen Film.
Grüber spielte nie zuvor und nie danach in einem Film, allein dies macht "Les Amants du Pont Neuf" schon zu einem einzigartigen Film.

Der Film ist nicht perfekt (das Ende, die Brüche), aber er ist sehr nah dran.

Wer Paris liebt, wer ausufernde Geschichten die um echte, pure, schmerzhafte und zerissene Liebe handeln mag und wer auf besondere, nicht mit anderen vergleichbare
Filme steht, der sollte sich dieses Werk zu Gemüte führen .

Diese Liebenden sind es wirklich wert entdeckt zu werden...

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worstcase

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Bewertung4.5Uninteressant

würde Frau Binoche mal einen neuen Gesichtsausdruck erfinden könnte ich den Film mögen.....

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Ener

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Bewertung6.5Ganz gut

Unkonventionelle Geschichte über Liebe, Beziehungen, Angst und allem drum und dran. Der Film wäre prädistiniert für ein tragisches Ende, damit hätte es an der Höchstwertung kratzen können. So trübt er leider meine Erwartungen, wenngleich das Gesamtwerk durchaus nicht seine Daseinsberechtigung verliert.

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resonatorman

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Bewertung9.0Herausragend

Dem ausgezeichneten Kommentar des Vorredners möchte ich nur noch eins hinzufügen: aus unerfindlichen Gründen hat der Regisseur ein Happyend drangepappt, das unpassend und aufgesetzt wirkt. Für mein Gefühl hört der Film auf, als sich Alex mit der letzten Kugel den Finger abschießt - konsequent wäre gewesen, er hätte sich erschossen, nachdem Michele ihn für das "normale Leben" verlassen hat.
Alles was danach noch kommt ist unerträglich und scheint wirklich aus einem Märchen zu stammen. Wenn man diesen Teil ignoriert, ein großartiger Film.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine lange Einleitung führt direkt mitten ins Milieu. Der ’Lumpensammler’ der städtischen Polizei sammelt die Gestrandeten ein. Langsam kristallisieren sich zwei Typen heraus. Die eigentlich unmögliche Liebe zweier Außenseiter wird in beeindruckende Bilder umgesetzt: Michele, die erblindende Malerin und Alex, der hinkende Feuerschlucker. Im Verlauf der Handlung erfährt man noch etwas über ihre unterschiedliche soziale Herkunft. Der vergrößert die Unmöglichkeit und schafft Spannung, die die beiden Hauptakteure unglaublich gut rüberbringen. Juliette Binoche in ihrer wohl eindrucksvollsten Rolle. Ebenso fantastisch agiert Denis Lavant. Sehr kraftvoll wird die unbändige Lebensgier geschildert, die vor Selbstverstümmelung nicht Halt macht. Die beiden Outcasts müssen sich im pickelharten Überlebenskampf der Großstadt behaupten und offenbaren doch eine sensible Verletzlichkeit, die den mühsam geschaffenen gemeinsamen Rahmen jederzeit sprengen kann. Ihre Liebessehnsucht treibt sie auf einander zu in eine unabdingbare Zweierbeziehung. Wen die wundersame Heilung der beiden nicht weiter stört, der wird auch das Ende goutieren.

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Schlegel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das kann nur böse enden. Oder doch nicht? Bis zur Gewissheit ist viel Wasser die Seine runtergeflossen. Und wir erfahren: Leos Carax ist der geheimgehaltene Schmuddelbruder von James Cameron.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

der cineast

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Klingt...interessant.


Schlegel

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Ja, guck mal. Der letzte Satz meint die Bootsfahrt auf der Seine.


strangelet

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Bewertung3.5Schwach

Bis der Film sich entscheidet, etwas halbwegs Interessantes zu erzählen, ist man schon längst mit etwas ganz anderem beschäftigt. Oder eingeschlafen.

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dAShEIKO

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Bewertung4.5Uninteressant

Für meinen Geschmack zu melancholisches Bild über die "Penner unter der Brücke".

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