Die Nacht singt ihre Lieder

Die Nacht singt ihre Lieder (2004), DE
Laufzeit 95 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 19.02.2004

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von Romuald Karmakar, mit Manfred Zapatka und Marthe Keller

Ein junges Paar in der Großstadt: sie ist voller Energie und Lebenslust, sie will Spaß haben und glücklich sein. Er ist der Vater ihres gemeinsamen Babys, von Beruf Schriftsteller, doch sein Leben ist ins Stocken geraten. Niemand will veröffentlichen, was er schreibt, und mit jeder Absage schwindet die Hoffnung auf künstlerischen Erfolg. So sitzt er den ganzen Tag auf dem Sofa und liest. Doch die junge Frau läßt nicht locker. Sie will mehr vom Leben. Sie ermutigt ihn, sie provoziert ihn, sie drängt raus aus der Enge ihres Alltags. Die Schwiegereltern kündigen ihren Besuch an. Dann sind sie aber ebenso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind. Halb ratlos, halb trotzig zieht die junge Frau nachts durch die angesagten Clubs der Stadt. Sie tanzt, sie flirtet, sie amüsiert sich. Hinter allem steht auch die Sehnsucht nach etwas Anderem, etwas Authentischem, etwas Sicherem, nach Liebe, nach Geborgenheit vielleicht. Sie kehrt zurück. Alles ist wie zuvor. Und doch hat sich alles radikal verändert. Die Nacht singt ihre Lieder.

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Die Nacht singt ihre Lieder

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.5Sehenswert

Das Revolutionäre an "Die Nacht singt ihre Lieder" ist die Rückbesinnung auf das Kino vor den Revolutionen. Zum Beispiel vor dem Dogma-Umsturz. Die "Nacht" ist messerscharf kadriert. Jedes Bild sorgfältig komponiert. Wiegt sein Gewicht. Wackelt nicht beliebig auf die Gesichter zu, sondern stellt sie fest in Räume und Zusammenhänge. Oder vor der Spezialeffekt-Umwälzung. Ein Effekt, mit dem Karmakar häufig arbeitet, ist die Veränderung der Bildschärfe.

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R Weixlbaumer: tip Berlin R Weixlbaumer: tip Berlin

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6.5Ganz gut

"Die Nacht singt ihre Lieder" ist ein Drama, in dem die Sprache zum Hauptdarsteller wird, mit Wiederholungen, Endlosschleifen, mit den Mustern und Floskeln, in die jeder Streit hier wieder einrastet. Immer wieder scheint es, als ob diese Sprache ganz und gar Besitz von den namenlosen Figuren nehmen würde.

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Kommentare (4) — Film: Die Nacht singt ihre Lieder

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baser

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein quälendes Kammerspiel über das Ende einer Beziehung zwischen einem perspektivlosen Schriftsteller und einer Frau, die dessen Lethargie nicht länger erträgt.

Nirgendwo sonst habe ich bisher so lähmende, immer wieder um sich selbst kreisende Dialoge gehört. Leider wirken gerade diese oft auf die Protagonisten aufgesetzt und deshalb als Fremdkörper.

Den Schluss des Filmes fand ich unbefriedigend - hier hatte ich irgendwie den unangenehmen Beigeschmack, dass es sich der Regisseur zu leicht gemacht hat...

Was mir beim Schauen von "Eine Nacht singt ihre Lieder" und vieler deutscher/ österreichen Filme der letzten zwei Jahrzehnte (egal ob bei Petzold, Schanelec, Albert oder Seidl) aufgefallen ist sind die Tanzszenen in Diskos: offenbar scheinen die Regisseure diesen Ort als letzten verbleibenden "magischen" Ort der Moderne anzusehen...

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Sanylein

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Bewertung4.5Uninteressant

Fand den Film viel zu langweilig, könnt ich niemals empfehlen.

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lyogen

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein tolles Kammerspiel, war mir aber leider trotzdem zu langweilig.

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JarvisBln

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Seit Fassbinder habe ich eine so intensive, radikale Darstellung
von Sprachlosigkeit im deutschen Kino nicht mehr gesehen.
Hier stimmt alles: die grossartigen Schauspieler, Kamera,
Ausstattung. Ein intensives Kammerspiel, so intensiv, dass es
manche offensichtlich nicht ausgehalten haben (man denke an die Proteste
bei der Uraufführung auf der Berlinale).

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