Die Narbe

Blizna (1976), PL
Laufzeit 112 Minuten, Drama

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von Krzysztof Kieslowski, mit Franciszek Pieczka und Mariusz Dmochowski

“Die Narbe” “beginnt wie ein Mafia-Thriller”, so das Kino Kunstmuseum Bern, “schwarze Limousinen, Bodyguards, ein abgelegenes Waldstück. Doch es geht nicht um eine Abrechnung zwischen feindlichen Clans, sondern um ein neues sozialistisches Bauvorhaben und seine Spätfolgen. In diesem ungewöhnlichen Spielfilm brilliert Franciszek Pieczka mit der phantastischen schauspielerischen Leistung als Direktor, der sich – zunächst zögernd – für die Arbeiter und gegen das System entscheidet.” Tatsächlich, der Ingenieur Bednarz wird zum Leiter eines Chemiekombinats berufen, das durch ehrgeizige Lokalpolitiker ebenso schlecht geplant ist wie es auf den renitenten Widerstand der Anwohner stößt. Der Konflikt ist unausweichlich, eine Lösung nicht in Sicht. Kieslowskis “Die Narbe” ist ein wunderbar unaufgeregter Film, in dessen sensiblen Bildern sich bereits die ökologischen und politischen Katastrophen abzeichnen, auf die nicht nur das Polen der siebziger Jahre zusteuerte. Und mittendrin der aussichtlose Versuch eines Einzelnen, Verantwortungsbewusstsein, Haltung und praktische Vernunft zu retten.


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maslobojew

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Bewertung9.0Herausragend

Schön früh hatte Kieslowski offensichtlich die Klasse, die ihn auch später mit dem Dekalog und der Farben-Trilogie auszeichnet.
Die Narbe ist deutlich unterkühlter ausgefallen als spätere Werke und kommt mit der gewohnten hohen Präzision daher, die, wie ich finde, nur wenige Regisseure haben.

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