Sexismus und Bigottterie bei den männlichen Figuren (Ausnahme: John Goodman als Papst), Demut und Unterwürfigkeit bei den weiblichen Figuren - so viele Stereotype und mittendrin: die bemüht um Sympathie buhlende Johanna Wokalek als altkluge Johanna. Dazu eine Herzschmerz-Liebesgeschichte wie aus einem Pilcher-Roman, gekleidet mal in opulente Bilder, mal in unfreiwillig komische Dialoge und mal in vorhersehbare Wendungen. So sieht es aus, Sönke Wortmanns behäbig inszeniertes Mittelalter, das mit seinem emanzipatorischen Anspruch auch Alice Schwarzer hätte schreiben können.
Mäßig unterhaltsame, in letzter Konsequenz aber doch erbärmliche Kostümschau -
Dass die Verfilmung von Cross´ Bestseller "Die Päpstin" zu keiner Sekunde das wirkliche Potential der Geschichte ausschöpfen kann, liegt vorallem an den beiden Namen im Hintergrund: Eichinger - bekannt geworden durch cameo-verseuchte Historicals - und Wortmann, seines Zeichens Verwurster deutscher Fußballgeschichte.
Ihre Collabo in "Die Päpstin" vereint all jene Dinge, die man dem bisherigen Œuvre der Beiden vorgeworfen hat, in nahezu dokumentarischer Konsequenz: Wortmanns Inszenierung kann trotz hohem Budget und internationaler Produktion nie den Fernsehmief abstreifen, der sie umgibt.
Schwerfällig, ideenlos und nur durch einen Off-Erzähler vorangetrieben mäandert sich die Geschichte Johannas von der Kindheit bis zum Vatikan hindurch, und vergisst vielzuoft, dass Interesse des Zuschauers mit auf die Wanderschaft zu nehmen: Bis zum ersten Auftritt von John Goodman als Papst, mit dem die Geschichte langsam etwas Schwung aufnimmt, vergehen über 90 Minuten belangloser und breitgetretener Einleitung.
Die Uminterpretation des Romans in manchen Sequenzen wäre leicht verschmerzbar, würde sie nicht mit der schwachen Figurenzeichnung im Film kollidieren: Wenn man die wahre Identität Johannas schon von Anfang an eine Anzahl an Menschen wissen lässt, führt es automatisch zu der Frage, warum all die involvierten Männer so leicht über ihren Schatten springen, nur um Johanna zu decken. Ihre Figur ist auf die Klugheit reduziert, und bleibt trotz Wokaleks Talent eine uncharismatische und ungeeignete Identifikationsfigur für die Geschichte.
Somit reiht sich "Die Päpstin" nahezu nahtlos in die äußerst durchwachsene Liste an Aufbereitungen von Historie und Romanstoffen Made in Germany ein: Halbwegs ansehnlich aber letztendlich doch belanglos und weit unter Potential verkauft.
Die katholische Kirche zieht es bis heute vor, Unangenehmes zu vertuschen statt sich auseinanderzusetzen. Und so werden wir wohl nie erfahren, wie viel von der Legende um „Pope Joan“ wahr ist. In Donna W. Cross’ Bestseller von 1996 existierte jene Frau, die als Papst Johannes Anglicus im neunten Jahrhundert die Geschicke der Katholiken lenkt, Reformen einleitet; und deren Name aus den Geschichtsbüchern getilgt wurde. Sönke Wortmann, der anstelle des vom Projekt wieder abgezogenen Volker Schlöndorff Regie führen durfte, konnte für sein bildgewaltiges Halbhistorienepos vier „Lola“- Nominierungen verbuchen, darunter die Kategorien „Szenenbild“ und „Kostüme“, und tut dafür nicht viel mehr, als 556 Seiten in zweieinhalb Stunden querzulesen. Eine fahrlässige Sünde auf Hollywood-Niveau.
Um die Geschichte der modern anmutenden Frau zu erzählen, deren Bildungsdrang sie gegen die Regeln einer patriarchalischen Kirche auflehnen lässt, bedient sich Regisseur Sönke Wortmann einer Überdeutlichkeit, die bald die Intelligenz des Zuschauers beleidigt: Jedes Bild wird von den teils bedeutungsschweren, teils unfreiwillig komischen Dialogen („Ihr habt etwas an Euch, das in diesen Mauern fehlt“, sagt etwa der Papst zu Johanna) und darüber hinaus von der allgegenwärtigen Offstimme erläutert.
Weil die Handlung und das Produktionsdesign – der Papstpalast besteht aus Marmor und Gold, während die Armen in schmutzigen Hütten hausen – so sehr von Klischees durchzogen, die Rom-Bilder so karikaturhaft, so erkenntlich am Computer erzeugt wurden, drängt sich die Vermutung auf, Regisseur Wortmann wollte die Romanverfilmung als unfrommes Märchen inszenieren. Folgerichtig wurde die noch im Trailer aufgestellte Behauptung, es handele sich um „eine wahre Geschichte“, aus dem fertigen Film entfernt.
Die Umsetzung (Tricks, Kostüme, Ausstattung etc.) ist tadellos, über die Geschichte (bzw. die Romanvorlage) mag man unterschiedlicher Meinung sein. Die internationale Besetzung, allen voran John Goodman, aber auch Ian Glen und David Wenham spielen auf solidem bis hohem Niveau. Dagegen fällt die Darstellung von Johanna Wokalek je nach Szene unterschiedlich aus, teilweise solide, teilweise hölzern. Schade, aber ich denke bei der Hauptrolle hätte eine besser Besetzung gefunden werden können. Außerdem wird ausgiebig Johannas Kindheit und Werdegang geschildert, was der Charakterentwicklung gut tut, sich aber in einem völlig überhasteten Höhepunkt rächt. Aber nochmal eine halbe Stunde länger wäre dann wohl auch zu lange gewesen.
Nach den Worten, der Beschreibung von Johanna Wokalek,
habe ich gesucht. Exakt deiner Meinung, auch was
die internationale Besetzung, die Umsetztung und
den "Höhepunkt" angeht.
Doch ich gebe 8 Punkte.
[...] Was mich am meisten geärgert hat, ist die unspektakuläre Kameraarbeit. Da hat so mancher Fernsehfilm wesentlich mehr zu bieten als diese biederen Einstellungen, denen jegliche Dynamik fehlte. Natürlich: „Die Päpstin“ ist kein „Kill Bill“ und müsste optisch auch kein Kracher sein, aber Hauptcharaktere fast immer im Bildmittelpunkt zu platzieren, bekommt man schon in VHS-Kursen ausgetrieben. [...]
Der Amphibienfilm krabbelt zu Wasser und schwimmt auf dem Land und wenn er fliegt, dann meist auf die Nase. "Die Päpstin" ist das jüngste Exempel eines solchen Amphibienfilms. Spüren aber wird man es, weil die Erzählmaschine so holprig und unrund läuft, schon auf der Leinwand. Amphibienfilme sind nicht Fisch und nicht Fleisch und so sehen sie so gut wie immer auch aus.
Mit "Die Päpstin" beweist Regisseur Sönke Wortmann, dass er deutlich mehr kann als nur Komödien. Sein neuer Film hat durchaus Hollywood-Format und kann sich mit Werken wie "Das Gewand" oder "Der Name der Rose" messen. Das überdeckt sogar die eine oder handwerkliche Sünde.
(Der Film) ist gediegen. Ein stattlicher Ausstattungsfilm, eine achtbare Literaturadaption. Aber nicht mehr. Das Gran an Genialischem, das ihn zum Meisterwerk erheben könnte, fehlt. Denn brav, ja manchmal auch ein wenig behäbig und vorhersehbar bildet Wortmann Station um Station ab, nie aber findet er dafür eigene, bleibende Bilder, die sich einprägen. Wer den Roman nie gelesen hat, wird hier mit einer großen Geschichte konfrontiert. Wer das Buch indes kennt, sieht es nur noch einmal quergelesen, ohne eigene Interpretation.
Schon lange geisterte das Projekt durch die deutsche Filmszene: Eine Verfilmung von Donna Woolfolk Cross’ Bestsellers „Die Päpstin“. Eigentlich sollte Franka Potente einmal die Titelrolle spielen und Volker Schlöndorff die Regie übernehmen. Doch letzterer zerstritt sich mit den Produzenten und musste seinen Hut nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Potente bereits gegen Johanna Wokalek ausgetauscht und in die Rolle des Regisseurs schlüpfte schließlich Sönke Wortmann. Während sich die so überaus passend androgyn wirkende Wokalek als Glücksgriff bei der Besetzung erweist, verhält es sich auf dem Regiestuhl genau umgekehrt. Sönke Wortmann ist hier nicht viel mehr als ein braver Bebilderer ohne jegliche Idee oder Vision, was er mit seinem Film eigentlich erzählen möchte - außer der zwar spektakulären, weil recht skandalösen, in ihren Details aber letztlich banalen Geschichte einer jungen Frau, die mutig ihren Weg geht. Denn der Stoff gäbe so einiges mehr her,…
Schon lange geisterte das Projekt durch die deutsche Filmszene: Eine Verfilmung von Donna Woolfolk Cross’ Bestsellers „Die Päpstin“. Eigentlich sollte Franka Potente einmal die Titelrolle spielen und Volker Schlöndorff die Regie übernehmen. Doch letzterer zerstritt sich mit den Produzenten und musste seinen Hut nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Potente bereits gegen Johanna Wokalek ausgetauscht und in die Rolle des Regisseurs schlüpfte schließlich Sönke Wortmann. Während sich die so überaus passend androgyn wirkende Wokalek als Glücksgriff bei der Besetzung erweist, verhält es sich auf dem Regiestuhl genau umgekehrt. Sönke Wortmann ist hier nicht viel mehr als ein braver Bebilderer ohne jegliche Idee oder Vision, was er mit seinem Film eigentlich erzählen möchte - außer der zwar spektakulären, weil recht skandalösen, in ihren Details aber letztlich banalen Geschichte einer jungen Frau, die mutig ihren Weg geht.
Denn der Stoff gäbe so einiges mehr her, doch Wortmann beschränkt sich ganz aufs Abhaken einzelner Lebensstationen. Geboren wird Johanna Anfang des 9. Jahrhunderts in Ingelheim am Rhein als Tochter des Dorfpriesters. Schon früh zeigt sie sich wissbegierig, sodass sie ihren älteren Bruder dazu überredet, ihr heimlich Lesen und Schreiben beizubringen. Eine kleine Sensation, die vom gestrengen und prügelnden Vater - nachdem er es erfahren hat - immer wieder aufs Heftigste torpediert wird. Denn dass Mädchen zur Schule gehen, verstößt gegen den Willen Gottes und damit gegen die natürlich Bestimmung der Frau, davon war man damals zutiefst überzeugt. Trotzdem gelingt es der ebenso klugen wie gewitzten Johanna dank mächtiger Fürsprecher, eine Klosterschule zu besuchen, wenngleich sie dort unter den Repressalien des Schulmeisters jeden Tag aufs Neue zu leiden hat. Danach schließlich trifft sie die Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern soll: Sie schneidet sich die Haare kurz, verkleidet sich als Mann und tritt unter dem Namen Bruder Johannes in ein Benediktinerkloster ein, wo sie bald dank ihrer Kenntnisse aus dem Bereich der Heilkunde hoch angesehen wird. So geht sie unbeirrt und mit der stetigen Gefahr lebend, als Frau enttarnt zu werden, ihren Weg, der sie bis nach Rom führt, wo sie zuerst Leibarzt von Papst Sergius (John Goodman) wird und später sogar sein engster Vertrauter.
Viel hätte man aus diesem Stoff herausholen können, doch Sönke Wortmann inszeniert ihn im Stil eines einfach gestrickten Groschenromans ohne jegliches Fingerspitzengefühl. So steht hier jeder Figur schon bei ihrem ersten Auftritt förmlich auf der Stirn geschrieben, ob sie gut oder böse ist. Wortmanns altbacken erzählter, mit furchtbar dick aufgetragener Musik unterlegter Intrigantenstadl versprüht zudem den Geist der Sandalenepen der 1960er Jahre, was mit heutigen Augen betrachtet jedoch unfreiwillig komisch und daher lächerlich bis peinlich wirkt. Bleiben eigentlich nur die aufwändig produzierten Bild-Panoramen sowie Johanna Wokalek in der Titelrolle positiv in Erinnerung. Verbunden mit einer leisen, aber doch sehr deutlichen Ahnung, dass Volker Schlöndorff hier wohl der bessere Mann für die Regie gewesen wäre.
Super Film! Am besten Johanna Wokalek und David Wenham. Aber in der deutschen Synchro hört sich Johanna furchtbar an. Obwohl sie es selbst synchronisiert hat. David, wie immer klasse!!!
Nennt mich einen Nostalgiker, aber die "Die Päpstin" ist in meinen Augen eine wirklich positive Überraschung. Zunächst erwartet man einen Historienroman auf Rosamunde-Pilcher Niveau, aber dank der überragenden schauspielerischen Leistung von Johanna Wokalek, die problemlos auch neben Hollywood-Größen bestehen könnte, ist ein sehenswerter Streifen gelungen. Handwerklich ist der Film unter der souveränen Regie von Sönke Wortmann einwandfrei. Der Zuschauer wird förmlich in die Geschichte hineingezogen. Wortmann hetzt zumindest in weiten Teilen nicht wie in Getriebener von einer aufsehenerregenden Szene zur nächsten, sondern lässt sich zur Entfaltung der Geschichte und seiner Charaktere die nötige Zeit. Diese sorgsame Einführung mag mitunter unspektakulär und tempoarm erscheinen und den actionverwöhnten Zuschauer abschrecken, aber gerade an dieses "Zielpublikum", dass sich mehr von Effekten denn von der Geschichte gefangen nehmen lässt, ist das Werk ohnehin nicht gerichtet. In Zeiten von Actionszenen im Minutentakt und hektischen Schnitten, die dem Zuschauer Dynamik vorgaukeln wollen, ist dieser Film eine wahre Wohltat. Mit einem Budget von knapp 22 Millionen Euro ließ Wortmann das Mittelalter wiederauferstehen. Er hat ein Auge für große Bilder, wie es nur wenige deutsche Regisseure haben und braucht daher den Vergleich zumindest europaweit nicht zu scheuen.
Insgesamt ist "Die Päpstin" opulentes Kino, wie es in Deutschland nur sehr selten zu sehen ist. Schauspielerisch sehr ansprechend und aufwändig inszeniert, kann der Film zwar nicht in allen Belangen überzeugen (so verfällt Wortmann am Ende dann doch ein wenig in Hektik und der Film endet etwas zu abrupt), bietet aber knapp zweieinhalb Stunden solide Unterhaltung. Endlich zeigt sich mal wieder, dass deutsches Kino mehr kann als nur belanglose Romantikkomödien mit oder von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer zu produzieren. Schon alleine deswegen hat der Film bei mir eine Sonderstellung inne.
Na, gerade der Versuch als deutscher Film einen auf großes Hollywood zu machen und dann so einen und erbärmlich zu scheitern meinte ich. Zudem ist die Schlöndorf und Potente Geschichte auch noch recht übel...
Die Geschichte mit Schlöndorf fand ich eher kontraproduktiv für ihn selbst. So einem erfahrenen Mann erklären zu müssen, wie Vermarktung heute funktioniert, ist doch eher peinlich. Als wenn 10 Minuten mehr Film ein Produkt verfälschen. Ich denke nicht, dass ein etwas höheres Budget automatisch zu einem besseren Film geführt hätte.
Ihm ging es nicht um 10 Min mehr oder höheres Budget. Er hat für das TV und für die Kinoversion unterschiedliche Drehbuchentwürfe erstellt, mir verschiedener Bildgestaltung und Dramaturgie. Das wollte Eichinger aber nicht. Er schmetterte das lapidar ab, das einfach nur eine lange Version gedreht werden sollte um dann die Kinoversion im Schneideraum zu kürzen. Ist eher eine künstlerische Diskussion. Fand es durchaus sinnvoll von Schlöndorf das kritisch zu bemerken. Das Endergebnis sah dann ja auch wie ein überlanger TV-Film aus...
Wahrheit oder Fiktion, vorhersehbar oder traumatische Entwicklung, emanzipatorisch oder spekulativ, Historie oder böser Scherz. Der Film gibt aus mehreren Gründen Anlass zu Diskussionen. Die Thematik ist allemal provokant. Fällt jetzt auch noch eine der letzten Männerdomänen? Welches kranke Hirn hat sich das bloß ausgedacht? Die Mädels kommen halt langsam aber gewaltig…
Das tangiert mich alles überhaupt nicht, obwohl es schon irgendwie dazugehört. Die Gedankenspiele gehen dann in alle angedeuteten Richtungen und es wird nie langweilig. Da kann man den Historiker schon mal beurlauben, die kritische Sehweise in die Ferien schicken und sich einfach nur wie im Zirkus unterhalten lassen.
Dafür sorgt der Film nun mal. Sönke Wortmann hat ein mittelalterliches Spektakel abgeliefert, das durchaus interessant, sogar spannend ist, dabei üppig ausgestattet mit überzeugend agierenden Akteuren. Vor allem Johanna Wokalek in der Titelrolle passt haargenau als androgyner Typ, verletzlich aber stark und doch ist die Weiblichkeit nie völlig ausgeschlossen. Man fürchtet um ihre Entkleidung! Der optische Sog tut ein Übriges, die Zeit verfliegt ohne dass man es bedauert. Und der Schluss ist auch nicht unpassend. Etwas herb, aber akzeptabel. Warum nicht!?
Biedere und spannungsarme Verfilmung des Bestsellers „Die Päpstin“ von Donna Woolfolk Cross. Die trivial und vorhersehbar erzählte Geschichte um einen weiblichen Papst wird von Sönke Wortmann in opulenten Bildern getaucht, leidet aber an seinen schwarz – weiß Charakterisierungen und platten Dialogen. Die eigentlich spannende Thematik „Frau im Christentum“ wird nur grob angerissen und zugunsten einer banalen Liebesgeschichte verschenkt. So bleibt am Ende nur aufwendiges Ausstattungskino mit soliden schauspielerischen Leistungen übrig. Das ist etwas wenig für 22 Mio. Euro Produktionskosten...
Habe endlich mal geschafft mir den Film anzuschauen und muss sagen das ich wirklich von der Detailgenauigkeit des Buches mit dem der Film wiedergegeben wurde, verblüfft war. Das es fast 1 zu 1 mit dem Buch übereinstimmt, hätte ich nicht gedacht oder erwartet. Ich fand ihn schon durchaus gelungen, die Kommentare, welche ich hier gelesen habe teilweise zu hart. Die Figur der Johanna fand ich in ihrem Ausdruck und in der Art leider auch etwas missglückt gewählt, aber ansonsten habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch schon allein deswegen um zu sehen, wie das wirklich gute Buch umgesetzt wurde. Lediglich zum Ende hin, habe ich das ein oder andere mal auf die Uhr gelinst, da der Streifen doch schon sehr lange ging. Ansonsten alles in allem ganz gut.
Der Film hat ganz eindeutige Schwächen. Falsche schwerpunkte, oft sehr schlechte Dramaturgie und und und.. Das Buch ist zwar auch 1000 Seiten lang was das ganze erschwert aber nun gut...
Trotz der großen Schwächen gefällt der Film mir entgegen den Erwartungen gut. Ich mag einfach die Thematik (also ich hasse Religion und Kirche aber ihr wisst was ich meine) und ich liebe Johanna Wokalek einfach. Darüber hinaus sind die Kostüme schön und es passiert recht viel Unterhaltsames....
Ich konnte über die Schwächen hinweg sehen. Deswegen war der Film eine nette Unterhaltung die ich auch nochmal gucken würde.
Sowas Monumentales Sönke Wortmann in die Hände zu geben muss ja schlecht enden. Johanna Wokalek bietet eine so dermaßen schlechte Performance, dass ich mich bereits ab den ersten zwanzig Minuten fremdschämen muss. Wunderbar einzureihen ist ihre Darstellung in das mäßige Drehbuch und die sogenannten "Animationen". Ein Sakrileg. Mir hat das Buch wirklich gefallen.
Ach ja, der Sönke. Obwohl alles bei Die Päpstin groß und international angelegt ist, mufft es nach solider deutscher TV-Unterhaltung.
Dabei hat er sich wirklich Gedanken bei der Verfilmung gemacht, der Sönke.
So entwickelt sich das Licht mit dem Intellekt von Johanna von düster in der Kindheit zu blendendem High Key als Papst. Zudem wurde viel wert auf eine möglichst detailgetreue Darstellung des Mittelalters gelegt.
Aber am Ende springt nie ein großer Funke für diese wirklich interessante Geschichte über und es bleibt der Gedanke, dass in den richtigen Händen viel mehr hätte drin sein können.
Highlight ist sicherlich John Goodman. Im sind die wenigen Minuten zu verdanken, in denen der Film wirklich Spaß macht. Dabei spielt er niemals Papst Sergius, sondern einfach den Dan Conner aus Roseanne, der den Papst spielt. Ob Goodman wusste, dass dies für diesen Film vollkommen ausreichend ist?
Wie muss ich mir eigentlich das Vorsprechen von Anatole Taubman bei Die Säulen der Erde vorstellen? "Schaut mal, ich hab schon die blöde Frisur und die Klamotten an" - "Doll Anatloe, dann darfste auch gleich bei uns den fiesen Möb spielen". Eine Rolle, zwei Filme. Das nenn ich mal ökonomisch.
Aber wahrscheinlich hat er sich David Wenham zum Vorbild genommen, der hier einfach sein altes Herr der Ringe Outfit aufträgt, mitsamt Vokuhila.
Hinzu kommt, dass der Film an der Idiotie vieler Filme die sich über mehrere Jahrzehnte hinstrecken leidet. 824 nimmt Graf Gerold die junge Johanna auf. Sie ist ein 10 jähriges Kind. Sieben Jahre später wird sie von der Wokalek gespielt. Ab jetzt ändert sich an den Figuren nicht mehr viel. Bei Gerold nicht mal mehr die Frisur. So kommt es, dass beim Ende der Geschichte 848 Gerold immer noch so ausschaut, wie vor 24 Jahren. Und das im tiefsten Mittelalter. Respekt! Gute Gene! Hoffe er konnte sie irgendwie noch weitergeben.
Mindestens genauso hirnrissig ist es, wenn Arn, ein Junge um den sich Johanna während ihrer Zeit in Fulda kümmert, innerhalb weniger Jahre zu einem erwachsenen Mann mit Familie heranwächst, während sie noch genauso wie in der Szene vorher aussieht.
Als besonders gruselig empfand ich die Offstimme. Zum Glück wurde sie nicht all zu oft genutzt, sonst hätte ich dem Film mindestens 2 Punkte weniger gegeben.
`Dabei spielt er niemals Papst Sergius, sondern einfach den Dan Conner aus Roseanne, der den Papst spielt.´ Das ist herrlich! Etwas zu gnädig bewertet, aber schön geschrieben...
Die Gnade erfüllt, aber sie kann nur da eintreten, wo es eine Leere gibt, durch die sie empfangen werden kann, und sie ist es auch, die diese Leere schafft.
Simone Weil, Cahiers 2
Danke :)
Mich hat dieser Film positiv überrascht. Zu sehen waren fähige Schauspieler und eine fesselnde Handlung. Die Konfliktsituation auf wissenschaftlicher und religiöser Ebene macht den Film zu einem spannenden Ereignis, welches in einem provozierend gutem Ende gipfelt.
Schöne Darstellung des 9. Jahrhunderts. Die Rüstungen waren noch grob gefertigt, die Leute lebten im Dreck und christianisierte Barbaren spielten zwischen Ruinen und verfallenen Aquädukten Senatssitzungen nach und stritten sich über Bibelverse. Eigentlich ist das Postapokalypse. Mag "Die Päpstin" sonst auch etwas lahm sein, hübsches Anschauungsmaterial für die Dark Ages wird dennoch geboten.
Nie wieder Mittelalter!
Ein gutes Beispiel dafür, dass Literaturverfilmungen nicht zwangsläufig schlecht sein müssen. Gutes Buch, toller Film: Interessante Story, fähige Schauspieler und eine ansprechende Optik lassen keine Langeweile aufkommen.
Größter Minuspunkt war für mich die (Syncron?)Stimme von Johanna Wokalek.
Zur deutschsprachigen Ausgabe:
Sich selbst zu synchronisieren, allen voran Frau Wokalek, fällt - im Gegensatz zu den altbekannten Synchronprofis - unüberhörbar schwer.
Kein Ohrenschmaus.
Eine blasse Frau Wokalek schlüpft in die Rolle einer blassen Gelehrten, die mit blasser Ratio einen blassen Aufstand gegen eine blasse, männerdominierte Gesellschaft wagt. Zwar hat ihre Logopädin ganze Arbeit geleistet, denn sie stolpert bei den vielen verschachtelt formulierten Sätzen nur selten über ihre monströsen Schneidezähne. Leider merkt man ihr diese Konzentration auch an - von leichtem Spiel kann da keine Rede mehr sein.
Die Mär von der Päpstin ist mal wieder ein Balken im Auge des katholischen Klerus und ja, wir freuen uns alle darüber. Mehr bietet der Film aber auch nicht. Insgesamt unglaublich... blass.
Durch und durch solide, überzeugend und spannend. Alles in allem fehlt zwar ein bisschen die Originalität und die Charaktere sind voraussehbar, aber der Film unterhält prächtig. Nur John Goodman fand ich dann doch einen Tick too much, der ist woanders besser aufgehoben.
Dies ist kein weichgespülter, rosa eingefärbter Pseudo-
"Glaube an Romantik"-Film, wie ich es von den Kritiken
her erwartet hätte. Er ist voller Klisches und historischer
Fehler. Doch ist er vor allem eine spannende Geschichte,
mit größtenteils tollen Schauspielern und ein paar
wenigen, dafür sehr effektiven Gewaltszenen.
Ob Johanna Gott oder Budda verehrte spielte für mich
keine Rolle. Sicher ist jedenfalls, dass die Frau im 9. Jahrhundert
keinen guten Stand hatte. Gut möglich, dass es ähnliche
Fälle wie Johannas Kindheit/Jugend gab. Mit solchen
väterlichen Vorzeige-Patriarchen. Bestimmt waren auch
viele intelligente Mädchen darunter. Wie haben die sich
durchsetzen können?
Wer mich etwas gestört hat, war Johanna Wokalek,
die teilweise so unglaubwürdig, aufgesetzt, also
schlecht gespielt hat. Dafür hat z.B. John Goodman,
den ich bis dahin nicht mochte, glänzend pariert.
Die Päpstin - Kritik
DE/IT/ES/GB 2009 Laufzeit 148 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 22.10.2009
Kritiken (12) — Film: Die Päpstin
LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenSexismus und Bigottterie bei den männlichen Figuren (Ausnahme: John Goodman als Papst), Demut und Unterwürfigkeit bei den weiblichen Figuren - so viele Stereotype und mittendrin: die bemüht um Sympathie buhlende Johanna Wokalek als altkluge Johanna. Dazu eine Herzschmerz-Liebesgeschichte wie aus einem Pilcher-Roman, gekleidet mal in opulente Bilder, mal in unfreiwillig komische Dialoge und mal in vorhersehbare Wendungen. So sieht es aus, Sönke Wortmanns behäbig inszeniertes Mittelalter, das mit seinem emanzipatorischen Anspruch auch Alice Schwarzer hätte schreiben können.
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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenMäßig unterhaltsame, in letzter Konsequenz aber doch erbärmliche Kostümschau -
Dass die Verfilmung von Cross´ Bestseller "Die Päpstin" zu keiner Sekunde das wirkliche Potential der Geschichte ausschöpfen kann, liegt vorallem an den beiden Namen im Hintergrund: Eichinger - bekannt geworden durch cameo-verseuchte Historicals - und Wortmann, seines Zeichens Verwurster deutscher Fußballgeschichte.
Ihre Collabo in "Die Päpstin" vereint all jene Dinge, die man dem bisherigen Œuvre der Beiden vorgeworfen hat, in nahezu dokumentarischer Konsequenz: Wortmanns Inszenierung kann trotz hohem Budget und internationaler Produktion nie den Fernsehmief abstreifen, der sie umgibt.
Schwerfällig, ideenlos und nur durch einen Off-Erzähler vorangetrieben mäandert sich die Geschichte Johannas von der Kindheit bis zum Vatikan hindurch, und vergisst vielzuoft, dass Interesse des Zuschauers mit auf die Wanderschaft zu nehmen: Bis zum ersten Auftritt von John Goodman als Papst, mit dem die Geschichte langsam etwas Schwung aufnimmt, vergehen über 90 Minuten belangloser und breitgetretener Einleitung.
Die Uminterpretation des Romans in manchen Sequenzen wäre leicht verschmerzbar, würde sie nicht mit der schwachen Figurenzeichnung im Film kollidieren: Wenn man die wahre Identität Johannas schon von Anfang an eine Anzahl an Menschen wissen lässt, führt es automatisch zu der Frage, warum all die involvierten Männer so leicht über ihren Schatten springen, nur um Johanna zu decken. Ihre Figur ist auf die Klugheit reduziert, und bleibt trotz Wokaleks Talent eine uncharismatische und ungeeignete Identifikationsfigur für die Geschichte.
Somit reiht sich "Die Päpstin" nahezu nahtlos in die äußerst durchwachsene Liste an Aufbereitungen von Historie und Romanstoffen Made in Germany ein: Halbwegs ansehnlich aber letztendlich doch belanglos und weit unter Potential verkauft.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDie katholische Kirche zieht es bis heute vor, Unangenehmes zu vertuschen statt sich auseinanderzusetzen. Und so werden wir wohl nie erfahren, wie viel von der Legende um „Pope Joan“ wahr ist. In Donna W. Cross’ Bestseller von 1996 existierte jene Frau, die als Papst Johannes Anglicus im neunten Jahrhundert die Geschicke der Katholiken lenkt, Reformen einleitet; und deren Name aus den Geschichtsbüchern getilgt wurde. Sönke Wortmann, der anstelle des vom Projekt wieder abgezogenen Volker Schlöndorff Regie führen durfte, konnte für sein bildgewaltiges Halbhistorienepos vier „Lola“- Nominierungen verbuchen, darunter die Kategorien „Szenenbild“ und „Kostüme“, und tut dafür nicht viel mehr, als 556 Seiten in zweieinhalb Stunden querzulesen. Eine fahrlässige Sünde auf Hollywood-Niveau.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenUm die Geschichte der modern anmutenden Frau zu erzählen, deren Bildungsdrang sie gegen die Regeln einer patriarchalischen Kirche auflehnen lässt, bedient sich Regisseur Sönke Wortmann einer Überdeutlichkeit, die bald die Intelligenz des Zuschauers beleidigt: Jedes Bild wird von den teils bedeutungsschweren, teils unfreiwillig komischen Dialogen („Ihr habt etwas an Euch, das in diesen Mauern fehlt“, sagt etwa der Papst zu Johanna) und darüber hinaus von der allgegenwärtigen Offstimme erläutert.
Weil die Handlung und das Produktionsdesign – der Papstpalast besteht aus Marmor und Gold, während die Armen in schmutzigen Hütten hausen – so sehr von Klischees durchzogen, die Rom-Bilder so karikaturhaft, so erkenntlich am Computer erzeugt wurden, drängt sich die Vermutung auf, Regisseur Wortmann wollte die Romanverfilmung als unfrommes Märchen inszenieren. Folgerichtig wurde die noch im Trailer aufgestellte Behauptung, es handele sich um „eine wahre Geschichte“, aus dem fertigen Film entfernt.
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Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenDie Umsetzung (Tricks, Kostüme, Ausstattung etc.) ist tadellos, über die Geschichte (bzw. die Romanvorlage) mag man unterschiedlicher Meinung sein. Die internationale Besetzung, allen voran John Goodman, aber auch Ian Glen und David Wenham spielen auf solidem bis hohem Niveau. Dagegen fällt die Darstellung von Johanna Wokalek je nach Szene unterschiedlich aus, teilweise solide, teilweise hölzern. Schade, aber ich denke bei der Hauptrolle hätte eine besser Besetzung gefunden werden können. Außerdem wird ausgiebig Johannas Kindheit und Werdegang geschildert, was der Charakterentwicklung gut tut, sich aber in einem völlig überhasteten Höhepunkt rächt. Aber nochmal eine halbe Stunde länger wäre dann wohl auch zu lange gewesen.
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Kill_Diether 2010/08/20 00:44:56
Antwort löschenNach den Worten, der Beschreibung von Johanna Wokalek,
habe ich gesucht. Exakt deiner Meinung, auch was
die internationale Besetzung, die Umsetztung und
den "Höhepunkt" angeht.
Doch ich gebe 8 Punkte.
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Was mich am meisten geärgert hat, ist die unspektakuläre Kameraarbeit. Da hat so mancher Fernsehfilm wesentlich mehr zu bieten als diese biederen Einstellungen, denen jegliche Dynamik fehlte. Natürlich: „Die Päpstin“ ist kein „Kill Bill“ und müsste optisch auch kein Kracher sein, aber Hauptcharaktere fast immer im Bildmittelpunkt zu platzieren, bekommt man schon in VHS-Kursen ausgetrieben. [...]
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Die Päpstin» ist ein ödes Historiendrama, das zwar gelegentlich zu Gedanken anregt, aber durch seine plumpe Inszenierung quält.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDas Mittelalter-Thriller-Melo der Madame Cross hat Wortmann in 148 langen Minuten genau als die Schmonzette verfilmt, die man befürchten musste.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenDer Amphibienfilm krabbelt zu Wasser und schwimmt auf dem Land und wenn er fliegt, dann meist auf die Nase. "Die Päpstin" ist das jüngste Exempel eines solchen Amphibienfilms. Spüren aber wird man es, weil die Erzählmaschine so holprig und unrund läuft, schon auf der Leinwand. Amphibienfilme sind nicht Fisch und nicht Fleisch und so sehen sie so gut wie immer auch aus.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenMit "Die Päpstin" beweist Regisseur Sönke Wortmann, dass er deutlich mehr kann als nur Komödien. Sein neuer Film hat durchaus Hollywood-Format und kann sich mit Werken wie "Das Gewand" oder "Der Name der Rose" messen. Das überdeckt sogar die eine oder handwerkliche Sünde.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen(Der Film) ist gediegen. Ein stattlicher Ausstattungsfilm, eine achtbare Literaturadaption. Aber nicht mehr. Das Gran an Genialischem, das ihn zum Meisterwerk erheben könnte, fehlt. Denn brav, ja manchmal auch ein wenig behäbig und vorhersehbar bildet Wortmann Station um Station ab, nie aber findet er dafür eigene, bleibende Bilder, die sich einprägen. Wer den Roman nie gelesen hat, wird hier mit einer großen Geschichte konfrontiert. Wer das Buch indes kennt, sieht es nur noch einmal quergelesen, ohne eigene Interpretation.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenSchon lange geisterte das Projekt durch die deutsche Filmszene: Eine Verfilmung von Donna Woolfolk Cross’ Bestsellers „Die Päpstin“. Eigentlich sollte Franka Potente einmal die Titelrolle spielen und Volker Schlöndorff die Regie übernehmen. Doch letzterer zerstritt sich mit den Produzenten und musste seinen Hut nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war auch die Potente bereits gegen Johanna Wokalek ausgetauscht und in die Rolle des Regisseurs schlüpfte schließlich Sönke Wortmann. Während sich die so überaus passend androgyn wirkende Wokalek als Glücksgriff bei der Besetzung erweist, verhält es sich auf dem Regiestuhl genau umgekehrt. Sönke Wortmann ist hier nicht viel mehr als ein braver Bebilderer ohne jegliche Idee oder Vision, was er mit seinem Film eigentlich erzählen möchte - außer der zwar spektakulären, weil recht skandalösen, in ihren Details aber letztlich banalen Geschichte einer jungen Frau, die mutig ihren Weg geht.
Denn der Stoff gäbe so einiges mehr her,…
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Schlegel 2009/10/23 01:40:26
Antwort löschenHörthört. Schade, dass es unter Antworten kein "gefällt" zum Anklicken gibt.
Kommentare (66) — Film: Die Päpstin
Kommentar schreibenFaramir 2012/01/16 14:54:22
Kommentar löschenSuper Film! Am besten Johanna Wokalek und David Wenham. Aber in der deutschen Synchro hört sich Johanna furchtbar an. Obwohl sie es selbst synchronisiert hat. David, wie immer klasse!!!
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Nayuma 2012/01/09 17:48:13
Kommentar löschenEin Muss!
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Filmkenner77 2011/12/24 12:51:48
Kommentar löschenNennt mich einen Nostalgiker, aber die "Die Päpstin" ist in meinen Augen eine wirklich positive Überraschung. Zunächst erwartet man einen Historienroman auf Rosamunde-Pilcher Niveau, aber dank der überragenden schauspielerischen Leistung von Johanna Wokalek, die problemlos auch neben Hollywood-Größen bestehen könnte, ist ein sehenswerter Streifen gelungen. Handwerklich ist der Film unter der souveränen Regie von Sönke Wortmann einwandfrei. Der Zuschauer wird förmlich in die Geschichte hineingezogen. Wortmann hetzt zumindest in weiten Teilen nicht wie in Getriebener von einer aufsehenerregenden Szene zur nächsten, sondern lässt sich zur Entfaltung der Geschichte und seiner Charaktere die nötige Zeit. Diese sorgsame Einführung mag mitunter unspektakulär und tempoarm erscheinen und den actionverwöhnten Zuschauer abschrecken, aber gerade an dieses "Zielpublikum", dass sich mehr von Effekten denn von der Geschichte gefangen nehmen lässt, ist das Werk ohnehin nicht gerichtet. In Zeiten von Actionszenen im Minutentakt und hektischen Schnitten, die dem Zuschauer Dynamik vorgaukeln wollen, ist dieser Film eine wahre Wohltat. Mit einem Budget von knapp 22 Millionen Euro ließ Wortmann das Mittelalter wiederauferstehen. Er hat ein Auge für große Bilder, wie es nur wenige deutsche Regisseure haben und braucht daher den Vergleich zumindest europaweit nicht zu scheuen.
Insgesamt ist "Die Päpstin" opulentes Kino, wie es in Deutschland nur sehr selten zu sehen ist. Schauspielerisch sehr ansprechend und aufwändig inszeniert, kann der Film zwar nicht in allen Belangen überzeugen (so verfällt Wortmann am Ende dann doch ein wenig in Hektik und der Film endet etwas zu abrupt), bietet aber knapp zweieinhalb Stunden solide Unterhaltung. Endlich zeigt sich mal wieder, dass deutsches Kino mehr kann als nur belanglose Romantikkomödien mit oder von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer zu produzieren. Schon alleine deswegen hat der Film bei mir eine Sonderstellung inne.
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lieber_tee 2011/12/28 00:02:36
Antwort löschenFür mich ein Beispiel von biederen, ich muss kotzen-deutsches- möchte-gern-Hollywood-Kino. Nur Ober-peinlich...
Filmkenner77 2011/12/28 15:46:08
Antwort löschenSicherlich Geschmackssache. Aber ich verurteile einen Film grundsätzlich nicht wegen seiner Herkunft. Es sei denn, er ist von Michael Bay. ;-)
lieber_tee 2011/12/28 19:41:28
Antwort löschenNa, gerade der Versuch als deutscher Film einen auf großes Hollywood zu machen und dann so einen und erbärmlich zu scheitern meinte ich. Zudem ist die Schlöndorf und Potente Geschichte auch noch recht übel...
Filmkenner77 2011/12/29 15:55:55
Antwort löschenDie Geschichte mit Schlöndorf fand ich eher kontraproduktiv für ihn selbst. So einem erfahrenen Mann erklären zu müssen, wie Vermarktung heute funktioniert, ist doch eher peinlich. Als wenn 10 Minuten mehr Film ein Produkt verfälschen. Ich denke nicht, dass ein etwas höheres Budget automatisch zu einem besseren Film geführt hätte.
lieber_tee 2011/12/29 17:59:12
Antwort löschenIhm ging es nicht um 10 Min mehr oder höheres Budget. Er hat für das TV und für die Kinoversion unterschiedliche Drehbuchentwürfe erstellt, mir verschiedener Bildgestaltung und Dramaturgie. Das wollte Eichinger aber nicht. Er schmetterte das lapidar ab, das einfach nur eine lange Version gedreht werden sollte um dann die Kinoversion im Schneideraum zu kürzen. Ist eher eine künstlerische Diskussion. Fand es durchaus sinnvoll von Schlöndorf das kritisch zu bemerken. Das Endergebnis sah dann ja auch wie ein überlanger TV-Film aus...
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lieber_tee 2011/12/29 18:04:20
Antwort löschenhttp://www.sueddeutsche.de/kultur/evolution-des-kinos-vorhang-auf-vorhang-runter-1.423245
Filmkenner77 2011/12/29 18:19:39
Antwort löschenDanke. Den Artikel werde ich mir noch einmal zu Gemüte führen. Ist ja alles schon etwas länger her. ;-)
8martin 2011/12/22 14:33:45
Kommentar löschenWahrheit oder Fiktion, vorhersehbar oder traumatische Entwicklung, emanzipatorisch oder spekulativ, Historie oder böser Scherz. Der Film gibt aus mehreren Gründen Anlass zu Diskussionen. Die Thematik ist allemal provokant. Fällt jetzt auch noch eine der letzten Männerdomänen? Welches kranke Hirn hat sich das bloß ausgedacht? Die Mädels kommen halt langsam aber gewaltig…
Das tangiert mich alles überhaupt nicht, obwohl es schon irgendwie dazugehört. Die Gedankenspiele gehen dann in alle angedeuteten Richtungen und es wird nie langweilig. Da kann man den Historiker schon mal beurlauben, die kritische Sehweise in die Ferien schicken und sich einfach nur wie im Zirkus unterhalten lassen.
Dafür sorgt der Film nun mal. Sönke Wortmann hat ein mittelalterliches Spektakel abgeliefert, das durchaus interessant, sogar spannend ist, dabei üppig ausgestattet mit überzeugend agierenden Akteuren. Vor allem Johanna Wokalek in der Titelrolle passt haargenau als androgyner Typ, verletzlich aber stark und doch ist die Weiblichkeit nie völlig ausgeschlossen. Man fürchtet um ihre Entkleidung! Der optische Sog tut ein Übriges, die Zeit verfliegt ohne dass man es bedauert. Und der Schluss ist auch nicht unpassend. Etwas herb, aber akzeptabel. Warum nicht!?
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Laura Eissenberger 2011/09/07 05:14:53
Kommentar löschenNaja. Billiger Historienschinken. Okay für nen verkaterten Sonntagnachmittag.
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lieber_tee 2011/08/19 10:21:30
Kommentar löschenBiedere und spannungsarme Verfilmung des Bestsellers „Die Päpstin“ von Donna Woolfolk Cross. Die trivial und vorhersehbar erzählte Geschichte um einen weiblichen Papst wird von Sönke Wortmann in opulenten Bildern getaucht, leidet aber an seinen schwarz – weiß Charakterisierungen und platten Dialogen. Die eigentlich spannende Thematik „Frau im Christentum“ wird nur grob angerissen und zugunsten einer banalen Liebesgeschichte verschenkt. So bleibt am Ende nur aufwendiges Ausstattungskino mit soliden schauspielerischen Leistungen übrig. Das ist etwas wenig für 22 Mio. Euro Produktionskosten...
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Laura Eissenberger 2011/09/07 05:15:28
Antwort löschen"Bieder" ist das Wort der Stunde.
G.a.G Spencer 2011/07/30 00:52:22
Kommentar löschenGroßes Kino!
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mazinger 2011/07/23 21:26:26
Kommentar löschenWie ich finde eine recht gelungene Umsetzung der Buchvorlage!
Wie das aber eben so ist, das Buch ist selbstverständlich trotzdem wesentlich besser!
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agynessa 2011/07/20 20:47:40
Kommentar löschenHabe endlich mal geschafft mir den Film anzuschauen und muss sagen das ich wirklich von der Detailgenauigkeit des Buches mit dem der Film wiedergegeben wurde, verblüfft war. Das es fast 1 zu 1 mit dem Buch übereinstimmt, hätte ich nicht gedacht oder erwartet. Ich fand ihn schon durchaus gelungen, die Kommentare, welche ich hier gelesen habe teilweise zu hart. Die Figur der Johanna fand ich in ihrem Ausdruck und in der Art leider auch etwas missglückt gewählt, aber ansonsten habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch schon allein deswegen um zu sehen, wie das wirklich gute Buch umgesetzt wurde. Lediglich zum Ende hin, habe ich das ein oder andere mal auf die Uhr gelinst, da der Streifen doch schon sehr lange ging. Ansonsten alles in allem ganz gut.
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veseria 2011/07/16 13:24:49
Kommentar löschenDer Film hat ganz eindeutige Schwächen. Falsche schwerpunkte, oft sehr schlechte Dramaturgie und und und.. Das Buch ist zwar auch 1000 Seiten lang was das ganze erschwert aber nun gut...
Trotz der großen Schwächen gefällt der Film mir entgegen den Erwartungen gut. Ich mag einfach die Thematik (also ich hasse Religion und Kirche aber ihr wisst was ich meine) und ich liebe Johanna Wokalek einfach. Darüber hinaus sind die Kostüme schön und es passiert recht viel Unterhaltsames....
Ich konnte über die Schwächen hinweg sehen. Deswegen war der Film eine nette Unterhaltung die ich auch nochmal gucken würde.
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Schloøpselcki 2011/07/11 13:53:48
Kommentar löschenSowas Monumentales Sönke Wortmann in die Hände zu geben muss ja schlecht enden. Johanna Wokalek bietet eine so dermaßen schlechte Performance, dass ich mich bereits ab den ersten zwanzig Minuten fremdschämen muss. Wunderbar einzureihen ist ihre Darstellung in das mäßige Drehbuch und die sogenannten "Animationen". Ein Sakrileg. Mir hat das Buch wirklich gefallen.
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Bodennebel 2011/07/07 09:50:56
Kommentar löschenAch ja, der Sönke. Obwohl alles bei Die Päpstin groß und international angelegt ist, mufft es nach solider deutscher TV-Unterhaltung.
Dabei hat er sich wirklich Gedanken bei der Verfilmung gemacht, der Sönke.
So entwickelt sich das Licht mit dem Intellekt von Johanna von düster in der Kindheit zu blendendem High Key als Papst. Zudem wurde viel wert auf eine möglichst detailgetreue Darstellung des Mittelalters gelegt.
Aber am Ende springt nie ein großer Funke für diese wirklich interessante Geschichte über und es bleibt der Gedanke, dass in den richtigen Händen viel mehr hätte drin sein können.
Highlight ist sicherlich John Goodman. Im sind die wenigen Minuten zu verdanken, in denen der Film wirklich Spaß macht. Dabei spielt er niemals Papst Sergius, sondern einfach den Dan Conner aus Roseanne, der den Papst spielt. Ob Goodman wusste, dass dies für diesen Film vollkommen ausreichend ist?
Wie muss ich mir eigentlich das Vorsprechen von Anatole Taubman bei Die Säulen der Erde vorstellen? "Schaut mal, ich hab schon die blöde Frisur und die Klamotten an" - "Doll Anatloe, dann darfste auch gleich bei uns den fiesen Möb spielen". Eine Rolle, zwei Filme. Das nenn ich mal ökonomisch.
Aber wahrscheinlich hat er sich David Wenham zum Vorbild genommen, der hier einfach sein altes Herr der Ringe Outfit aufträgt, mitsamt Vokuhila.
Hinzu kommt, dass der Film an der Idiotie vieler Filme die sich über mehrere Jahrzehnte hinstrecken leidet. 824 nimmt Graf Gerold die junge Johanna auf. Sie ist ein 10 jähriges Kind. Sieben Jahre später wird sie von der Wokalek gespielt. Ab jetzt ändert sich an den Figuren nicht mehr viel. Bei Gerold nicht mal mehr die Frisur. So kommt es, dass beim Ende der Geschichte 848 Gerold immer noch so ausschaut, wie vor 24 Jahren. Und das im tiefsten Mittelalter. Respekt! Gute Gene! Hoffe er konnte sie irgendwie noch weitergeben.
Mindestens genauso hirnrissig ist es, wenn Arn, ein Junge um den sich Johanna während ihrer Zeit in Fulda kümmert, innerhalb weniger Jahre zu einem erwachsenen Mann mit Familie heranwächst, während sie noch genauso wie in der Szene vorher aussieht.
Als besonders gruselig empfand ich die Offstimme. Zum Glück wurde sie nicht all zu oft genutzt, sonst hätte ich dem Film mindestens 2 Punkte weniger gegeben.
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doctorgonzo 2011/07/07 10:14:37
Antwort löschen`Dabei spielt er niemals Papst Sergius, sondern einfach den Dan Conner aus Roseanne, der den Papst spielt.´ Das ist herrlich! Etwas zu gnädig bewertet, aber schön geschrieben...
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Bodennebel 2011/07/07 10:40:45
Antwort löschenDie Gnade erfüllt, aber sie kann nur da eintreten, wo es eine Leere gibt, durch die sie empfangen werden kann, und sie ist es auch, die diese Leere schafft.
Simone Weil, Cahiers 2
Danke :)
doctorgonzo 2011/07/07 10:42:25
Antwort löschenWie tiefsinnig zum Donnerstagmorgen...Da muss ich erstmal wach werden...
manager18 2011/05/14 13:18:13
Kommentar löschenMich hat dieser Film positiv überrascht. Zu sehen waren fähige Schauspieler und eine fesselnde Handlung. Die Konfliktsituation auf wissenschaftlicher und religiöser Ebene macht den Film zu einem spannenden Ereignis, welches in einem provozierend gutem Ende gipfelt.
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J0J0 2011/05/03 15:16:14
Kommentar löschenSchöne Darstellung des 9. Jahrhunderts. Die Rüstungen waren noch grob gefertigt, die Leute lebten im Dreck und christianisierte Barbaren spielten zwischen Ruinen und verfallenen Aquädukten Senatssitzungen nach und stritten sich über Bibelverse. Eigentlich ist das Postapokalypse. Mag "Die Päpstin" sonst auch etwas lahm sein, hübsches Anschauungsmaterial für die Dark Ages wird dennoch geboten.
Nie wieder Mittelalter!
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Lars1979 2011/03/05 19:29:28
Kommentar löschenEin gutes Beispiel dafür, dass Literaturverfilmungen nicht zwangsläufig schlecht sein müssen. Gutes Buch, toller Film: Interessante Story, fähige Schauspieler und eine ansprechende Optik lassen keine Langeweile aufkommen.
Größter Minuspunkt war für mich die (Syncron?)Stimme von Johanna Wokalek.
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FLICKer 2010/12/16 16:39:11
Kommentar löschenZur deutschsprachigen Ausgabe:
Sich selbst zu synchronisieren, allen voran Frau Wokalek, fällt - im Gegensatz zu den altbekannten Synchronprofis - unüberhörbar schwer.
Kein Ohrenschmaus.
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donoctavio 2010/11/23 22:56:24
Kommentar löschenkenne das buch nicht aber den film finde ich gut gelungen. nette story, tolle bilder und gute schauspieler.
besser als erwartet
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Deep Ford 2010/09/25 12:27:07
Kommentar löschenEine blasse Frau Wokalek schlüpft in die Rolle einer blassen Gelehrten, die mit blasser Ratio einen blassen Aufstand gegen eine blasse, männerdominierte Gesellschaft wagt. Zwar hat ihre Logopädin ganze Arbeit geleistet, denn sie stolpert bei den vielen verschachtelt formulierten Sätzen nur selten über ihre monströsen Schneidezähne. Leider merkt man ihr diese Konzentration auch an - von leichtem Spiel kann da keine Rede mehr sein.
Die Mär von der Päpstin ist mal wieder ein Balken im Auge des katholischen Klerus und ja, wir freuen uns alle darüber. Mehr bietet der Film aber auch nicht. Insgesamt unglaublich... blass.
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plattfuss69 2010/09/24 23:56:47
Kommentar löschenDurch und durch solide, überzeugend und spannend. Alles in allem fehlt zwar ein bisschen die Originalität und die Charaktere sind voraussehbar, aber der Film unterhält prächtig. Nur John Goodman fand ich dann doch einen Tick too much, der ist woanders besser aufgehoben.
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Kill_Diether 2010/08/20 01:16:05
Kommentar löschenDies ist kein weichgespülter, rosa eingefärbter Pseudo-
"Glaube an Romantik"-Film, wie ich es von den Kritiken
her erwartet hätte. Er ist voller Klisches und historischer
Fehler. Doch ist er vor allem eine spannende Geschichte,
mit größtenteils tollen Schauspielern und ein paar
wenigen, dafür sehr effektiven Gewaltszenen.
Ob Johanna Gott oder Budda verehrte spielte für mich
keine Rolle. Sicher ist jedenfalls, dass die Frau im 9. Jahrhundert
keinen guten Stand hatte. Gut möglich, dass es ähnliche
Fälle wie Johannas Kindheit/Jugend gab. Mit solchen
väterlichen Vorzeige-Patriarchen. Bestimmt waren auch
viele intelligente Mädchen darunter. Wie haben die sich
durchsetzen können?
Wer mich etwas gestört hat, war Johanna Wokalek,
die teilweise so unglaubwürdig, aufgesetzt, also
schlecht gespielt hat. Dafür hat z.B. John Goodman,
den ich bis dahin nicht mochte, glänzend pariert.
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