Filmplakat von Die Passion Christi Die Passion Christi

The Passion of Christ, US 2004 — Kritik

Kritiker — Geht so 5.0

Der Film Die Passion Christi wurde von 41 Kritikern bewertet.

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

0.0Hassfilm

Mit der "Passion Christi" hat Gibson nun seine persönliche Liebeserklärung an den Saft des Lebens gedreht. Dabei war er, Hollywood sei Dank, nicht an physische Grenzen gebunden: Aus seiner Hauptfigur darf auch ganz zum Schluss noch ein herzhafter Schwall spritzen, obwohl die geschundene Kreatur längst ausgeblutet sein müsste.

Daneben passt keine Botschaft wie die, dass vor 2000 Jahren ein Mann auch deswegen ans Kreuz genagelt wurde, weil er vorgeschlagen hatte, man könne doch zur Abwechslung einmal nett zueinander sein. Von einer Vision, wie sie Pier Paolo Pasolini, Denys Arcand ("Jesus Of Montreal") oder Monty Python ("Das Leben des Brian") entwickelt haben, ganz zu schweigen.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

0.0Hassfilm

Dieser einfältige Blödsinn grenzt ja schon oft genug an Selbst-Parodie: dieses penetrant pathetische Zeitlupen-Geleide und das hochgradig beknackte "Terminator"-Finale - ich plädiere für eine Doppel-Vorstellung von "Passion of Christ" und "Life of Brain" zu Heiligabend! Dann macht's Sinn...

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

5.0Geht so

Wenn man sieht, wie beglückt und euphorisiert manche Zuschauer amerikanische Kinos verlassen, beschleicht einen das Gefühl, sie würden auch fast alles tun für ihren Retter, der gerade zwei Stunden lang, von Peitschen und Nägeln gequält, für sie gestorben ist. "Die Passion Christi" ist ein Ruf zur Fahne, ein Flammenzeichen, eine Warnung an Juden und Moslems und Abtreiber und Gen-Manipulateure und überhaupt alle, die sich getroffen fühlen könnten.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

MartinSchwarz: zitty

1.0Ärgerlich

Reaktionär, sadistisch, gefährlich.

Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare — Uninteressant 4.9

Der Film Die Passion Christi wurde von 2871 Mitgliedern bewertet.

adamas

Bewertung9.5Herausragend

Bester Jesus- Film der je gedreht wurde. Unabhängig von privaten Aussetzern des Regisseurs.

Kommentar gefällt mir Antworten

doctorgonzo

Bewertung0.0Schmerzhaft

Reaktionärer Mist, der teilweise wirklich gefährliche Botschaften verstreut und sich ansonsten hauptsächlich in Gewaltorgien ergeht. Klar ist dieser Film in gewissem Maße vorlagengetreu und darin liegt auch gleich ein Teil des Problems begründet, er setzt sich weniger mit der Vielschichtigkeit der Probleme von Religion an sich und dem Christentum im Besonderen auseinander, sondern schaltet gleich den großen Propagandagang ein. So wirkt dieses Machwerk stellenweise tatsächlich wie der Slogan "wer nicht für uns ist, ist gegen uns" und zeigt als mittelbare Konsequenz gleich jeden Nicht-Christen, Freidenker, Agnostiker, Abtreibungsbefürworter, Genforschungsunterstützer als abstraktes "Feindbild". Der einzige Vorteil des ganzen Filmes ist seine bescheidene Inszenierung, das armselige Spiel der Darsteller und seine schlechte, plakative und bewußt auf religiöses Unwissen und Naivität zielende Botschaft, wer genug Verstand besitzt oder, besser gesagt, nutzt, dem wird die religiöse Propagandashow keinen Schaden zufügen. Wer naiv genug ist, das alles (ohne große Religiosität) zu verinnerlichen, der hat alles sowieso spätestens beim nächsten Blockbuster vergessen.
Ich gönne jedem seinen Glauben, wer glaubt, glauben zu müssen, darf auch glauben (müssen). Aber bitte nicht in dieser demonstrativen Form, Mr. Gibson. Oder war das ganze nur ein Gag, um von seinen privaten Problemen abzulenken? Bei mir jedenfalls hat der Film aufrgund seiner reißerischen Art keinen Eindruck hinterlassen... Wenn die Unterstützer und Macher dieses Films die "Christliche Armee" sind, muss man sich als Atheist/Agnostiker u.ä. keinerlei Sorgen machen. Und wieso ist dieser Film ein Biopic? Biografien sollten doch eigentlich von real existierenden Figuren handeln, wenn das ein Biopic ist, ist "Herr der Ringe" auch eins, oder E.T., oder "Charlie und die Schokoladenfabrik"

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

synthax

Bewertung0.0Schmerzhaft

Absoluter Mist, in Kubikmetern von Blut mariniert, gewürzt mit einer Priese Anti-Semitismus.
BAAAAAAAD, Mr. Gibson!

Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Fulsome.

...wobei der Vergleich genauso "BAAAAAAD" ist.


New Cameron

Bewertung10.0Herausragend

Keine Ahnung haben
...und draufhauen.
Klar, wenn man nicht die katholische Theologie kennt und generell es schwer hat aus Filmen Inhalte zu entnehmen, hetzt man gerne so polemisch drauf los. Dennoch was soll man machen? Man kann nicht immer auf einfache Geister Rücksicht nehmen.

Dass der Film brutal ist und gewisse Grenzen überschreitet, will ich nicht bestreiten, aber der Film ist nicht antisemitisch, denn das wäre sehr zu kurz gedacht. Auf Mel Gibson zu hetzen nach dem Motto der macht nur "xxx" und er ist Judenfeindlich, sagt genau, dass was sein Werk aussagen soll: Ich will nicht von Adam und Eva anfangen, aber im Film soll ausgesagt werden, dass jeder Mensch einmal mehr einmal weniger in vielen Dingen falsch handelt, sprich in seinem Leben sündigt, jeder!!! Auch Mel Gibson spielt in diesem Film eine Rolle, er ist derjenige der den ersten Nagel in das Kreuz hämmert, damit will er sagen, auch er sei ein Sünder. Und Christus stribt für aller Menschen Sünden. Die Brutalität ist auf grund dessen berechtigt, um das in dieser Härte zu verdeutlichen. Keiner ist unschuldig, und genau wie die Menschen im Film "blind" Jesus bis zum Ende qäulen ohne jeglichen skrupell zu haben, so soll sich jeder mal selbst fragen, handele ich immer richtig? Schade ich meinem Gegenüber?

Mel Gibson Blutgeilheit und Antisemitismus vorzuwerfen, zeigt einzig und allein dass jene Kritiker, die das behaupten, jene sind, die im Film von Menschen dargestellt wurden, die mit Steinen auf Jesu werfen, sich dabei toll finden und gar nicht bewusst sind, dass sie Menschen schaden, denn sie sind nie schuldig.

Dass der Film keine umbedingten Unterhaltungsabsichten hat auf grund der Brutalität, in diesem Fall braucht man nicht sonderlich virtuose zu sein. Die einfache von mir gewählte Sprache soll auch dazu beitragen.
lg

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

alanger

"Klar, wenn man nicht die katholische Theologie kennt und generell es schwer hat aus Filmen Inhalte zu entnehmen, hetzt man gerne so polemisch drauf los. Dennoch was soll man machen? Man kann nicht immer auf einfache Geister Rücksicht nehmen." oh wie christlich, katholisch gar ausgedrückt. schön das es dir selber gefällt.


Hitmanski

Antwort löschen

Ich würde viel eher sagen, wer die gesamte katholische Theologie auf ein zweistündiges Blutbad herunterbricht (oder eben dieses Vorgehen verteidigt), hat nicht viel verstanden, und befindet sich geistig noch im Mittelalter. Wenn man schon theologische Diskussionen anfängt, was mMn bei diesem Film, der einfach nur auf den kommerziellen Tabu-Effekt bedacht ist, vergeudete Zeit ist, dann sollte man schon auch des Aspekt der Versöhnung und Vergebung erwähnen. Nur an diesem ist der gute Mel garnicht interessiert - zwei Stunden Folter sidn auch einfach deutlich kassenträchtiger als zwei Stunden Auferstehung.


Jason Bourne

Bewertung0.0Hassfilm

Ein Film der nur provozieren und Geld machen wollte wirklich eine ernste Geschichte wurde nicht erzählt. Einfach abstossend und widerlich das verzeih ich Mel Gibson nie.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

JoJoNagel

Ich halte den Film für ne recht vorlagegetreue Buchverfilmung. Was war denn Deiner Meiniung nach nicht richtig?


Jason Bourne

Vieleicht gibt es dinge die niemals vefilmt werden sollten.Der Film gehört dazu.Es ist einfach nur unerträglich gewesen sich den anzusehen. Als Buch vieleicht Ok aber hat der Film irgendwas in hinblick auf die Thematik verendert ? irgendeinen sinn ?


Tinseltown

Bewertung7.0Sehenswert

Die letzten Stunden im Leben "unseres Heilands" - buchstäblich hautnah zu erzählen (oder, besser gesagt, dessen, was nach dem Martyrium noch davon übrig blieb): Das war das Versprechen, das Gibson dem Zuschauer gab. Höhere Intensität durch die Originalsprachen Aramäisch bzw. Römisch mit Untertiteln: dies sollte dabei helfen, so authentisch wie möglich zu sein. Der Film wurde am selben Ort gedreht wie Pasolinis Klassiker und knüpft damit ganz bewusst an die Tradition der "Jesus-Filme" an, als wolle er alles Dagewesene überbieten. Die Qualen und schließlich den Tod am Kreuz realisiert Gibson mit Hilfe einer eigens eingeflogenen Jesu-Atrappe. Nicht als Sinnbild ist das gemeint, nein, sondern um auch hier schlichtweg möglichst realistisch zu sein. - Aber was ist die Passionsgeschichte im Grunde den tatsächlich? Ein Glaubensbekenntnis, ein mündlich überlieferter, spät niedergeschriebener Mythos. Und was kann ein Film hier denn überhaupt sein, als erneut lediglich eine Interpretation mit anderen Ausdrucksmitteln? Der Anspruch auf Authentizität verpufft damit in Bedeutungslosigkeit. Was soll das Ganze also? - Der Film ist Fledderei, sei es buchstäblich am Körper Christi - oder am Geiste gläubiger Christen. Zur einem tieferen Verständnis der Heilsgeschichte, zu Deutungsarten wie christliche Doppelmoral, zur Verständigung der Völker oder zwischen Religionen trägt er meines Erachtens keinen Deut bei - ja nicht einmal zu einer zutreffenderen Deutung des Geschehens dieser letzten Lebensstunden. "Folter-Porno", (Liam Quinn, s.o.) - das trifft's.

Kommentar gefällt mir Antworten

Ben-jo

Bewertung7.0Sehenswert

Der Film sorgte für gute Gefühlsatmosphäre. Tiefsinnige Handlung mit großartigen Darsteller. Vorallem von James Caviezel, der den "Messias" Jesus verkörperte, als Schauspieler eine hervorragende Leistung bot. Auch Mel Gibson, der bei diesen Film das Regie-Zepter schwang, ist ihm hinter der Kamera eine solide Kompetenz an Arbeit gelungen. Viel Gewalt war im diesen Streifen vorhanden, aber ich denke, auch das gehört dazu, wenn man sich die Bestrafung der Römer zu damaligen Antike vorstellen mag. Trotzdem ändert das nicht die Tatsache, dass meiner Meinung nach, Mel Gibson packende und bewegende Bilder für ein gut erfolgreiches Projekt aufgestellt hat.

Kommentar gefällt mir Antworten

MaTn

Bewertung1.0Ärgerlich

Hass-Prediger Gibsons logische Fortsetzung zu "Der Patriot": gefährlicher Propaganda-Film, vor allem zu Zeiten von Irak-Krieg und "Clash of Cultures".

Kommentar gefällt mir Antworten

xtheunknown

Bewertung2.0Ärgerlich

lieber nochmal flavia leidensweg einer nonne und andere inquisitionsfilme. mit bibelgeschichten kann ich als atheist eh nichts anfangen. optisch gut gemacht und gespielt ist er aber.

das erstaunliche war damals wie viele ins kino gelaufen sind ohne sich für das thema zu interessieren und das obwohl der film untertitel hatte. ich hatte ein paar von denen getestet in dem ich ihnen einen unbekannten film mit untertiteln empfohlen hatte. wollte keiner sehen weil es zu anstrengend sein soll sich drauf zu konzentrieren. ja klar, wie leicht die öffentliche meinung doch zu manipulieren ist. ein kleiner skandal und alle rennen hin.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Potzkoten

Bewertung2.0Ärgerlich

Warum gibt's eigentlich diesen Film? Ist das ein Folterporno für die ganze Familie? Wollte den eigentlich wirklich jemand sehen, jetzt mal ganz abgesehen vom Hype?

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Schlegel

Bewertung0.0Hassfilm

Mel Gibson sollte mal Eugen Drewermann lesen. Thema verfehlt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

alanger

drewermann? dann wäre der film ja richtig unerträglich.


Schlegel

Es kann nur besser werden.


chkeller7

Bewertung8.0Herausragend

Hab mal ziemlich detailliert nachgelesen, was alles genau bei einer Geiselung und einer Kreuzigung mit dem menschlichen Körper passiert (Welche Körperteile zerstört werden. Wie sie zerstört werden etc.). Die Leidensszenen sind keineswegs übertrieben.
Übrigens: Die gelesenen Informationen stammen nicht von Wikipedia oder einem anderen Internetlexikon, wo jeder sein Quatsch eintragen kann.

Kommentar gefällt mir Antworten

unerklaerlich

Bewertung7.5Sehenswert

Wer meint dieser Film wäre übertrieben und reines Propagandamaterial der irrt. Denn ich bin der festen überzeugung das nur ein Bruchteil der Menschen die sich diesen Film ansehen, sich mal eine Weile mit der menschlichen Vergangenheit beschäftigt haben. Oder auch nur die Bibel gelesen haben. Gewalt ist unser stetiger begleiter. Unabhängig von Relligion und des Glaubens. Gewalt gibt es überall. Sei es vor 2000 Jahren oder in der Gegenwart. Dieser Film zeigt einmal mehr eindeutig wie Gewaltverherrlichend der Mensch doch eigentlich ist und schon immer war. Nachrichten gucken reicht da meist schon. Und das die Römer vor 2000 Jahren gefallen an Folter und Mord hatten steht ausser frage. Das sollte jedem Bewusst sein der sich ein wenig mit Geschichte auskennt. Und übertrieben ist er keineswegs. An Horrorfilmen finden doch auch die meisten gefallen. Ist das nicht auch meist nur übertrieben? Jedenfalls sollte man sich mal selbst die frage stellen: Wie viel Gefallen hab ich an den Leid anderer?
Und dazu soll dieser Film anregen!

Und bevor die Frage kommt: Nein ich habe die Bibel selbst auch noch nicht gelesen.
2.5 Punkte abzug für inhaltliche Logiklücken die ich mir aber von einem Bibelkenner hab erklären lassen!!

Kommentar gefällt mir Antworten

Hitmanski

Bewertung1.0Ärgerlich

Schwankt zwischen ganz nett ausgestatteter Langeweile (dafür den einen Punkt) und antisemitischen Sadismus.

Die letzten 30 Minuten sind nur noch Dank der Vorspul-Taste des DVD-Players zu ertragen.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Fulsome.

Bewertung2.0Ärgerlich

Diesen Film kann man einfach nicht bis zum Schluss sehen.

Kommentar gefällt mir Antworten

Bandrix

Bewertung5.5Geht so

Die Leiden Jesu werden sehr realistisch und brutal gezeigt. Gibson hat mit diesem Werk einen Film geschaffen der einen etwas zwiespältig zurücklässt. Auf der einen Seite ist der Film handwerklich gut gemacht, mit einem beeindruckenden Soundtrack und grandiosen Darstellern. Auf der anderen Seite jedoch hat er manchmal etwas zu sehr seine eigenes Ding gemacht(z.b. die einzelne Träne am Schluss)und man merkt dem Film leider viel zu sehr Mel Gibsons eigenen Glauben an. Ob man das bei so einem Thema machen sollte lasse ich mal im Raum stehen....

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

pufaxx

Bewertung0.0Hassfilm

... und kein Teil 2 in Aussicht, in dem beschrieben wird, was die Christen so alles angerichtet haben.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

chkeller7

Teil 2 wäre gut. Allerdings ist es nicht so, dass unmittelbar nach dem Tod von Jesus die Zeit begann, wo Mörder im "Namen Christi" in den Kampf zogen. Nach Christi Tod kommt seine Auferstehung und Himmelfahrt. In den darauffolgenden Jahren waren die Christen diejenigen, die verfolgt wurden.
Aber ich kann mir glaubs vorstellen, was Du an dem Film nicht gut findest. Du findest es falsch, wenn in einem Film eine Religion als "böse" dargestellt wird, obwohl die anderen nicht besser sind. Oder?


pufaxx

So ungefähr, ja.

Warum muss man sich sowas angucken? Man weiß doch vorher, wie es ausgeht. Verurteilt, Entkommen unmöglich. Man ergötzt sich an einem Leidensweg. Ein Glück, dass der gute Mann nicht gerädert oder gepfählt wurde. Das wäre noch ne Ecke ekeliger geworden.

Konsequent wäre es, auf gleiche Weise mit allen Religionen abzurechnen.


Haze

Bewertung3.0Schwach

127 Minuten sadistischer Folterporno.........ohne mich!

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

fontanus

Bewertung10.0Herausragend

Passion fokussiert für mich den vielleicht wichtigsten Stück Weg von Christus, weil, wenn auch im Detail vielleicht um das ein oder andere Mal eher eigen interpretiert, der Ausgang des Szenarios, nämlich sein gewaltvoller und von viel Leid getragener Tod dürfte bis heute nicht umstritten sein.

Gibsons Herangehensweise, diese klassische Aufopferungsthematik zugunsten von menschlichem universellen Füreinander, für Frieden und Nächstenliebe herauszuarbeiten ist nicht von ungefähr umstritten: Der Pathos um das Ariel-reine klinisch glorifizierte und von vielen Religionen, Kirchen und Nichtgläubigen für sich allein reglementierte Sterben Jesu, wird hier mit aller Härte und sehr sehr viel Blut zum Einsturz gebracht, wie die Tempel der Hohepriester am Schluß.

Über den bloßen cineastischen Voyeurismus oder Pamphletismus hinaus geschieht nämlich genau das, was der Ausnahme-Exzentriker und -Regisseur möglicherweise auch beabsichtigt hat: Auflösung der von menschlichem Ego gezeugten Denkweisen (mit all ihren Vorurteilen und festgefahrenen Konditionierungen) und den daraus resultierenden Emotionen, wie Überheblichkeit, Arroganz, Machtbestreben, am Ende Wut und Hass...

Was der Auflösung innerer seelischer Dialoge folgt ist tiefe Traurigkeit und absolute Demut gegenüber dem Leid und, im Kontrast dazu, gegenüber der Raserei jener, die dieses Leid veranlassen und ausüben.
Irgendwann ist es möglicherweise auch dem hartgesottensten Krieger oder Intellektuellen bewusst, hier zögert jemand seine unvorstellbaren Qualen auf seine alleinige Entscheidung hin hinaus.
Und der einzige auszumachende Beweggrund, für diese Qualen am Leben zu bleiben, ist seine grenzenlose menschliche Liebe. Zu der wir übrigens alle fähig sind - zumindest versuchte er, der am Schluss gekreuzigte, das uns klarzumachen. Das war sein Weg und dafür ist er gestorben.

Es ist seine alleinige Passion und zugleich ist es unser aller Weg. Und nicht nur für alle, die diese in und vor diesem Film verfolgen. Wir allein und im Kollektiv, gleich welcher Religion, können entscheiden, mit wieviel Schmerz und Leid wir diesen Weg gehen möchten. Und mit wieviel Liebe und Gewaltlosigkeit.

Das Eine muss mit dem Anderen jedoch nicht einhergehen.
Der Film funktioniert, wenn auch zeitgemäßig direkter in der Auseinandersetzung, so doch nur als ein Rückblick auf einen ganz bestimmten nicht zu übersehenden Moment menschlichen Leidens. Dieser Moment spricht für tausende Leiden, vorher wie nachher.

Wie dem auch sei: Basis für die Kontroversen um Passion ist seine im Detail authentisch erscheinende Geschichte – Gibson fügt ein weiteres Stilmittel dafür hinzu und lässt seine Akteure aramäisch (als rekonstruierte Sprache) und lateinisch sprechen. Auch technisch sowie in einer eigenen Ästhetik von Licht, Schatten und dem Ausdruck menschlichen Antlitzes hinterlässt The Passion einen perfekt umgesetzten filmischen Eindruck. Ein Eindruck, der, ist man geneigt sich darauf einzulassen, sicherlich auch emotional seine Spuren hinterlassen wird.

Kommentar gefällt mir 1 Antworten

real-rocknrolla

100% einverstanden!


guggenheim

Bewertung4.0Uninteressant

Also, die oft gescholtene antisemitische bzw. antijudaistische Tendenz blieb mir verborgen. Es ist nunmal die Bibelstory haarklein nacherzählt (und mit sehr viel Blut ausgeschmückt)! Von den Untertiteln kriegt man irgendwann Augenkrebs und auch sonst: man merkt halt einfach, dass Mel Gibson zum katholischen Fanatiker mutiert ist. Alles in allem: mal angucken, dann kann man mitreden.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Pelle

Bewertung6.0Ganz gut

Heute an Karfreitag bietet es sich ja an, diesen Film zu gucken. Dessen sollte man sich auch bewusst sein, wenn man den Film guckt. Es geht nur um diesen Tag.
Wenn man hier mal die Kommentare liest, dann geht es hauptsächlich um die Gewalt. Der Film polarisiert, das ist klar. Allerdings muss sich hier wirklich seine eigene Meinung bilden. Neben Gewaltdarstellung, kann aber noch über viel diskutiert werden. Seien es die historischen Fakten oder der Antisemitismus und die Einseitigkeit der gesamten Darstellung.
Insgesamt schwierig zu fassen.

Kommentar gefällt mir Antworten

Cingiz

Bewertung9.0Lieblingsfilm

Erschreckend Hart und Blutig. Wenn man die Szenen so sieht denkt man an Tarantino aber das war "William Wallace" Gibson und nicht eine sekunde konnte ich wegschauen. Ich bekamm Mitleid und fluchte vor mich hin und wollte das sie ihn in ruhe lassen. Selten hat mich ein Film so sehr berührt.

Kommentar gefällt mir Antworten

marahh

Bewertung0.0Schmerzhaft

Naja . . . ein echter grober und übertriebener Film. Geschmaklos, blutig ohne Ende. . . . . genau so schwach wie Brave Heart.

Kommentar gefällt mir Antworten

Bauglir

Bewertung1.5Ärgerlich

Äusserst eitler Propagandastreifen mit Schlachthausambiente. Jim Cazaviel als Christus, samtweißer Teint, stahlblaue Augen und Blondmähne inklusive, erfüllt sicher sämtliche feuchten Träume jedes waschechten Ariers, die streng und sittsam leidende Gottesmutter ist braves Vorbild für alle Frauen, die dem eisernen Kreuz entgegenfiebern und das einzige Element, das in seiner Mehrschichtigkeit und Deutbarkeit die Gräuelatmosphäre brechen könnte, naja, das kann natürlich nur Luzifer höchstpersönlich sein. Ist ja klar, denn hier darf nicht der Hauch eines Zweifel herrschen: Schämt euch, ihr Menschen, schämt euch und erzittert, denn ihr seid von Geburt an Gottesmörder, so scheint Marias anklagender Blick zum Ende des Filmes hin direkt mit dem Publikum zu sprechen, alles andere ist Show, ist rabiates Gedönse eines rechtsrechten, vorkonziliaren Katholiken, der anscheinend eine Welt nicht ertragen kann, die nicht nach seinem Entweder-Oder Denken funktioniert. Und Fleisch, Blut und orientalischer Carl Orff Score komme über uns, die wir es wagen, unser Gehirn nicht vor dem Kinosaal abzugeben.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Del

Bewertung6.5Ganz gut

Hostel auf Hebräisch, wenn man ehrlich ist.
Kontrovers? Ja sicher?
Optisch und Technisch großartig umgesetzt? Auf jeden Fall.
Aber dieser Film ist so extrem Hollywood, so einseitig und polarisierend das es schon wieder zu viel ist. Böse Juden, Böse Römer, arme Christenheit was musste Jesus doch leiden.
Musste er, stimmt wohl, aber dieser Film versucht nicht einmal die Beweggründe zu hinterfragen, er präsentiert Fakten als würde jemand hinter dem Zuschauer stehen und die Bibel lesen. Vielleicht mag das manchen gefallen, mir tuts das nicht. Was mir dagegen sehr gut gefällt in diesem Film ist das Auftreten Luzifers. Toll gestaltet, gut umgesetzt.

Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Movie Shackster

Jesus war Jude, genauso wie seine Jünger, seine Mutter und alle die sich ihm anschlossen. Wenn, dann stellt dieser Film Pharisäer und Sadduzäer (also zwei ganz bestimmte jüdische Theologenschulen) sowie das herodianische Königtum negativ dar. Nachlesen, nicht nachplappern...


Liam Quinn

Bewertung7.0Sehenswert

Antisemitismus, Folter-Porno oder doch etwas ganz anderes. Allein für diese Kontroverse gibts 7 Punkte. Provokant, und das ist auch das primäre Ziel von Mel Gibson.

Kommentar gefällt mir Antworten

raab_himself

Bewertung9.0Lieblingsfilm

Mir gefällt wie der Film mit metaphorischen Bildern spielt.
Außerdem finde ich die Idee den Film auf hebräisch auszustrahlen sehr gut und verleiht der Passion eine sehr autenthische Wiederspieglung.

Kommentar gefällt mir Antworten

Neuschtssabrina

Bewertung7.5Sehenswert

Den Film finde ich eigentlich ganz gut auf deutsch fänd ich ihn noch besser weil immer lesen is auf dauer a net meins.

Kommentar gefällt mir 1 Antworten

real-rocknrolla

da kann ich die das Buch "Mein großes ABC-Buch" empfehlen...!


Redapple

Bewertung0.0Schmerzhaft

Wiedermal ein Film dem ich nichts gutes abgewinnen kann. Einfach zum einschlafen langweilig. Weiß beim besten Willen nicht was daran so schockierend sein soll.

Kommentar gefällt mir Antworten

PrettyPenny

Bewertung0.0Hassfilm

Ich kann aus diesem Film keine wirkliche Aussage herausfiltern. Nicht einmal an den billigen Metzeleinlagen konnte man sich erfreuen.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Klaus Kinski

Ich bin nicht der offizieller Kirchenjesus, der unter Polizisten, Bankies, Richtern, Henkern, Offizieren, Kirchenbossen, Politikern und änlichen Verstetern der Macht gedultet wird, ich bin nicht euer Superstar!



Deine Meinung zum Film Die Passion Christi

Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.