Die Passion der Heiligen Johanna

La Passion de Jeanne d'Arc (1928),
Laufzeit 88 Minuten, Drama

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- Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.2 Community
52 Bewertungen
6 Kommentare
Die Passion der Heiligen Johanna  - Bild 3845557
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von Carl Theodor Dreyer, mit Maria Falconetti und Eugene Silvain

La Passion de Jeanne d’Arc ist das Hauptwerk des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer, der den schlichten Film über die französische Märtyrerin Johanna von Orléans sieben Jahre nach ihrer Heiligsprechung durch die katholische Kirche drehte.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Die Passion der Heiligen Johanna

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Mimuschka

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

boah voll phätt alda bestr film ewwa , hofftenlich tut der bald ma 3d ins kino komm! geilste wixvorlage jeann dark *fg* ^^

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Anoirja

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Gibs n da auch foll fiel krassomate Äkschn?


Mimuschka

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oh man, nein alter, es gibt vielleicht auch ma filme OHNE geballer und explosionen!?! das hier ist die mutter der drama-queens mit viel herz und gefühl. würde dir auch mal gut tun, mal etwas über den tellerrand zu schauen, kannste gift drauf nehmen!


Framesurfer

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Bewertung4.0Uninteressant

Kopfgeburt. Der Versuch, eine Geschichte in immer der gleichen Einstellung zu erzählen, ist dem Versuch ein Flugzeug mit immer kürzeren Flügeln zu bauen vergleichbar. Irgentwann hebt es einfach nicht mehr ab. Tatsächlich verfilmt er noch nicht einmal eine Geschichte, sondern beschrängt sich auf den Text der Prozeßakten. Und das ausdrucksvolle Spiel der Hauptdarstellerin erwarte ich bei jedem Theaterbesuch. Dieser Film ist lediglich ein filmisches Experiment und auch als solches zu bewerten.

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Ich_mache_Seife

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Bewertung10.0Herausragend

Selten aber doch kommt man in den Genuss solch unglaublichen Momenten des Kinos beiwohnen zu können. Emotionen, Gefühle werden transportiert auf eine Weise wie man es nicht sehr oft erlebt. Meine Größte Bewunderung dafür, dass ein Blick in ein Gesicht dank eines gewaltigen, begnadeten Schauspiels es schafft, so Vieles zu erzählen, wie das gesprochene Wort es niemals könnte. Leid, Angst, Glaube, Erfüllung und Hingabe füllen die spartanischen Schauplätze mit all ihrer Intensität, derer sie fähig sind zu geben und die ihr nur die größten Magier des Films verleihen können.
An dieser Stelle sei ein Dank ausgesprochen an all die fantastischen Kritiken/Kommentare, die mich schlussendlich auf solche Schätze der Filmgeschichte aufmerksam machen und meinen Horizont an Gesehenem bereichern und erweitern.

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eradix

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Bewertung10.0Herausragend

wow

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filmfan90

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Bewertung9.0Herausragend

In „La Passion de Jeanne d’Arc“ verarbeitet Carl Th. Dreyer auf der Grundlage der erhaltenen Prozessakten die letzten Stunden der nach eigenen Bekundungen von Gott gesandten Freiheitskämpferin Johanna von Orléans.
Der Film beginnt mit dem Verhör Johannas durch ein kirchliches Tribunal, welches ihr vorwirft, unter dem Einfluss des Teufels zu stehen. Man versucht die junge, psychisch labile Frau unter Druck zu setzen, indem man ihr mit Folterung und der Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen droht, wenn sie sich nicht dazu bereit erkläre, ein vorgefertigtes Geständnis, das ihren Bund mit dem Teufel bestätigt, zu unterschreiben; nach anfänglichem Zögern weigert sich Johanna und wird zum Tod durch das Feuer verurteilt.
Dreyers Stummfilm ist sowohl schauspielerisch, als auch kinematografisch eines der wahrscheinlich außergewöhnlichsten und bewegendsten Werke der Filmgeschichte- Maria Falconetti verleiht der Titelrolle durch ihre einzigartige Mimik, welche durch ständige Nahaufnahmen in den Vordergrund gerückt wird, eine wahrhaft heilige Aura und auch die Nebenrollen sind mit großartigen Schauspielern, u.a. Michel Simon, besetzt. Kameramann Rudolph Maté, der später mit Regie- Größen wie Hitchcock, Claire und Hawks zusammen arbeitete, adelt den Film mit virtuosen Bildern und (für die Entstehungszeit des Films untypischen) Kameraschwenks.
Durch die Einbindung zahlreiche Vanitas- Symbole verdeutlicht Dreyer den inneren Zwiespalt Johannas, die sich auf der einen Seite als von Gott zur Befreiung des französischen Volkes berufen fühlt, jedoch andererseits Angst vor den Qualen der eigenen Hinrichtung hat. Des Weiteren integriert der Regisseur Motive der Passion Christi in den Film- die Verhöhnung durch die Wachen, die Dornenkrone, das über dem Scheiterhaufen angebrachte Schild, v.a. auch der Originaltitel des Films (!)- wodurch er die Darstellung der Protagonistin als „heilige Märtyrerin“ unterstützt.
„La Passion de Jeanne d’Arc“ ist ein einzigartiger Stummfilm, der auf Grund seiner düsteren, sehr kunstvollen Inszenierung, sowie der Leistung der Hauptdarstellerin zeitlos ist und somit zu Recht in jedem seriösen Filmkanon Erwähnung findet.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

filmfan90

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Ganz richtig, ab und zu kann man sich auch mal einen Film ohne Brüste oder Explosionen zumuten!


Hungerkünstler

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Und wieder eine der ungemein in die Tiefe gehenden Filmfan90 -Rezensionen.....
Wo ist denn diese Perle zu entdecken? In den mir zugänglichen Dreyer-Editionen kann ich sie nicht finden.


dAJaro

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

eine kurze bestandsaufnahme von La Passion de Jeanne d'Arc:

was dieser film nicht hat:
- ton oder musik
- make-up für die schauspieler
- schießereien
- explosionen
- brüste
- ein happy end

was dieser film hat:
- ein intensives filmerlebnis durch fast ausschließlich close-ups
- die wahrscheinlich beste schauspielerische darbietung der filmgeschichte
- eine kompakte geschichte
- eine massenschlacht
- interpretationstiefe

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daniel-netschajew

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brüste stimmt nicht...eine ist einmal beim stillen zu sehen ;)


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