Hellen Mirren und Michael Sheen machen aus dem Drehbuch von Peter Morgan ein gelungenes, einfühlsames Bild der Zeit und des Trubels um die damals schillerndste Figur der Monarchien weltweit. Gekonnt, wie Diana durch die Fernsehberichterstattung im Film in die Handlung integriert ist.
Helen Mirren als Königin Elizabeth II. spielt derart eindrucksvoll auf, dass die Grenzen zwischen der Darstellerin und der Monarchin innerhalb kürzester Zeit verschwimmen. Mirren beherrscht den distinguierten Habitus, das Understatement, den Tonfall – deshalb sollte man unbedingt der Originalfassung den Vorzug geben – und selbst kleinste Nuancen wie das Hochziehen der Augenbrauen entgehen ihr nicht. Nicht minder überzeugend ist Michael Sheen.
Stephen Frears Bunte-Jahrgang-1997-Verfilmung The Queen war 2006 Liebling zugegebenermaßen nicht aller, aber doch erschreckend vieler Kritiker. Warum, entzieht sich nun völlig meinem Verständnis.
Stephen Frears nimmt sich ein provokantes Thema vor: Die englische Königsfamilie. Doch anstatt diese als leichtes Opfer für billige Polemik zu missbrauchen, schlägt er dank eines brillanten Drehbuchs überaus feine, sowohl satirisch als auch tragikomisch lesbare Töne an. Dass der Film deshalb immer ein wenig unausgegoren – oder auch: unberechenbar wirkt – kann man ihm als Schwäche oder auch als Stärke auslegen. Ganz zweifellos jedoch liefert Helen Mirren eine überragende Darstellung der Titelfigur ab, die zu den besten Schauspielleistungen der letzten Jahre gehört.
Mit viel Subtilität und großem Einfühlungsvermögen nähert sich Frears dem Dilemma
an, in dem sich das britische Königshaus in jenen September-Tagen des Jahres 1997 befand: hin- und hergerissen zwischen Pflichterfüllung, Bewahrung der Etikette und dem bitteren Eingeständnis, weitaus weniger Popularität als die ungeliebte Schwiegertochter zu besitzen...
[Dem Regisseur] gelingt hier die Gratwanderung, alle Schrullen der Royals genüsslich aufs Korn zu nehmen und doch den ernsten Ton zu halten. Richtig königlich wird der Spass indes erst durch die wunderbare Helen Mirren.
War die echte Queen amused? Wir wissen es nicht. Sie hätte allerdings jeden Grund diesem Film dankbar zu sein, der ihr mehr Verständnis entgegenbringt, als die britische Öffentlichkeit zum damaligen Zeitpunkt. Hellen Mirren liefert eine grandiose Leistung ab, die sie einmal mehr als ein Kronjuwel des britischen Kinos bestätigt.
Noch näher an ihro Majestäten kommt man nicht heran, als die Mirren, respekt. Und ich weiß wovon ich rede, denn ich habe die Phoenix Doku "Windsor Castle" gesehen, hihi! Und so gut Michael Sheen als Tony Blair oder James Cromwell als Prinz Philip gewählt waren, so schlecht war dann Prinz Charles. Und die Hirsch-Metapher hätte flacher nicht sein können.
Der Film ist nicht nur eine Perle für anglophile Monarchisten, er bringt auch denen etwas, die an Zeitgeschichte interessiert sind, denn er ist historisch äußerst genau. Genial hat Frears und sein Drehbuchautor just einen Ausschnitt aus der langen Regentschaft von Elisabeth II. herausgegriffen, in dem mit dem Tod von Prinzessin Diana und der Reaktion der Queen daraufhin die Frage nach dem Sinn der Royals in der heutigen Zeit überhaupt diskutiert wird. Auch die einflussreiche letztlich für die Queen rettende Rolle von Premierminister Tony Blair wird genau beleuchtet. Den Part der Antimonarchisten übernimmt rotzfrech und schwungvoll Cherie Blair.
Mit großem Einfühlungsvermögen, geistreichen Dialogen, subtiler Ironie und Liebe zum Detail ist der Film ein Leckerbissen für jeden aufgeschlossenen Zeitgenossen. Helen Mirren spielt nicht nur die Rolle der Queen, sie ist die Queen. Nicht nur, weil sie ihr so ähnlich sieht. Man begreift, dass sie ein Produkt ihrer Erziehung ist. Sie hat gelernt, dass man keine Gefühle zeigt. Folglich trägt sie auch nicht das Herz auf der Zunge, sondern macht viel eher aus ihrem Herzen eine Mördergrube. Man versteht ihr Verhalten, spürt die eisige Distanz zu ihrer Umgebung, unter der sie vielleicht sogar leidet und hat am Ende verständnisvolles Mitleid mit der letzten großen Monarchin unserer Zeit.
schön wie man nochmals die ganze aufbruchstimmung von new labor und britpopper (exglamrocker) tony blair um die sehnerven massiert bekommt.
nacht dem ganzem europaweitem desaster von sozialdemokratie a la coleur ist das sehr kribbelnd nostalgisch.
und die szene mit dem hirsch ist wie ein großer schluck talisker (10y).
Wunderbarer Film. Klasse gespielt, wobei Helen Mirren als Queen und James Cromwell als ihr Gatte mir am besten gefielen.
Die Angehörigen des britischen Königshauses werden hier recht positiv dargestellt, ebenso Blair. Einzig seine liebe Cherie bleibt bis zum Ende die unsympathische, poentielle Königsmörderin und Blairs Beraterstab kommt auch nicht sonderlich gut weg - sie werden es verschmerzen können.
Prinz Philip ist zwar auch keine Ausgeburt an Verständnis und Warmherzigkeit, aber man hat zumindest den Eindruck, dass diese kauzige Art dem realen Mountbatten recht nah kommen könnte.
Auf jeden Fall ein toller Film, der einen berührt und auch lächeln lässt.
Was würden nicht viele Menschen dafür geben, einmal einen Blick in das Innenleben der Windsors zu bekommen? Regisseur Stephen Frears bietet mit seinem Film diese Chance und wählt dafür einen der vermeintlich schwierigsten Zeiträume für die englische Königsfamilie aus, nämlich die Tage vor und nach dem Ableben von Prinzessin Diana.
Im Vordergrund steht, wie der Titel schon verrät, die Queen an sich, ihre scheinbar unterdrückte und schwierig zu greifende Gefühlswelt mit der Tragödie und das nicht nur räumlich entfernte Duell zum damaligen politischen Emporkömmling Tony Blair. Alles dreht sich um die Frage, wie die Queen "adäquat" auf das enorme Mitgefühl der riesigen Schar an Leuten reagieren kann. Auch stellt sich die Frage nach dem Verhältnis zwischen traditioneller Monarchie und der neuen schwungvollen Regierung. Frears zeigt einen Machtkampf im Hintergrund der Öffentlichkeit zwischen der Queen und Blair, untermauert mit teilweise subtilem Humor und geschickten Kontrastmitteln im Szenenbild. Dass das so gut funktioniert, liegt jedoch zu allererst an den beiden Hauptdarstellern, die nicht nur äußerlich den realen Vorbildern unheimlich nahe herankommen. Im Gegenzug fallen die anderen Nebencharaktere jedoch etwas ab. Besonders wird nur äußerst wenig von der Trauer der beiden Söhne William und Harry gezeigt, sondern nur erwähnt, und auch Prinz Charles spielt nur eine untergeordnete Rolle im Film, obwohl dessen Schicksal mit Dianas Tod eigentlich nicht weniger von Relevanz wäre. Der Fokus bleibt streng chronologisch an der groß erwarteten Reaktion des Oberhaupts, ob etwa die Flagge im Buckingham Palast auf Halbmast stehen soll oder wie die Beerdigung von statten gehen müsste.
Der Film fühlt sich aufgrund der Einstreuung von echtem Bildmaterial nicht selten wie die berüchtigten Doku-Dramen im Fernsehen an. Und natürlich sind die Interpretationsansätze und vieles an der Handlung eben reine Spekulation. Interessant allerdings ist diese Queen-Homestory nicht nur durch die schauspielerischen Leistungen allemal.
Top: Eine russische Adlige als englische Königin. Die Mironova hat´s eben im Blut. Hätte LIssy geahnt, wen sie da zur DAME macht, hätte sie bestimmt mit dem Degen etwas härter zugeschlagen....
"Die Queen" - ach was wurde er nicht gefeiert. Bei sämtlichen Preisverleihungen räumte das Werk und allen voran Helen Mirren ab. Und womit? Mit Recht! Der Film gibt die damalige Stimmungslage perfekt wieder und zeigt unsere britische Lieblingskönigin als das was sie ist: als fehlbarer, aber nicht unsymphatischer Mensch. Der Kamerastil ist sehr gut gewählt, um den Film einen dokumentarischen Anstrich zu verleihen. Ein paar kleine Abzüge gibt es für den nicht ganz so gut getroffenen Prinz Charles und die Reiselust der Royals. Die ist zwar real, doch muss man sehr aufpassen um noch mitzubekommen, zu welchen Zeitpunkt die königliche Familie sich gerade in welchem Schloss aufhält.
Fazit: Sehr gutes Drama, welches die Fehlbarkeit von
Etikette und Tradition zeigt, und doch die Windors
als ganz normale Familie porträtiert!
Helen Mirren als Queen ist natürlich sensationell, was man leider nicht von allen Darstellern sagen kann. Insgesamt wirkt der Film, vor allem durch Kamera und Inszenierung, wie ein Fernsehfilm.
Der Vierzehnender steht hier nicht nur für eine Gattung, sondern auch für alte Traditionen. Die hier geschlachtet, geschächtet werden. Helen Mirren sorgt allerdings dafür, dass ich als kontinentaler Zuschauer sie als meine Königin akzeptiere: Auch wenn ich preußischer Untertan bin. Gut. Der Königsquatsch ist vorbei. Die Titel sind noch da. Sie liefern uns schöne Geschichten in der Klatschpresse. Aber halten Sie nicht auch Anstand, Ordnung, Moral und Tradition hoch? Nein? Haben Sie die Queen schon getroffen? Kennen Sie Harry und William? Anyway, die konstitutionelle Monarchie ist ein Dinosaurier Europas. Solange kein Vulkan explodiert und sie wegfegt, wird sie überleben. Egal wie viele Vierzehnender daran glauben müssen.
Tja, wie Stephen Frears im Making of sagt: Nicht der Film selbst ist sensationell, sondern die Existenz dieses Films. Man fragt sich schon, welche Informationsquellen dem zugrunde liegen, was wohl die dargestellten Personen dazu gesagt haben und welchen Beschränkungen man sich hier beim Dreh gegenüber sah. So oder so ist es interessant, mal einen recht realistischen Blick (nur hin und wieder rücken hier filmische Mittel in den Vordergrund) hinter die Kulissen zu werfen. Und Frears hat Recht: Das aussagekräftigste an dem Film ist wirklich die Tatsache, dass ein Brite einen Film über diese eine Woche mit dieser Aussage über die umstrittene britische Königsfamilie dreht. Definitiv sehenswert!
Der Film ist eindrücklich und fast eine Spur zu echt. So könnte sie tatsächlich sein, die mirrensche Queen. Entrückt und doch menschlich. Royal und doch nicht frei vom Einfluss der Masse.
Kritiker — Sehenswert 7.7
Der Film Die Queen wurde von 35 Kritikern bewertet.
sushi25: movie-fan.de
Hellen Mirren und Michael Sheen machen aus dem Drehbuch von Peter Morgan ein gelungenes, einfühlsames Bild der Zeit und des Trubels um die damals schillerndste Figur der Monarchien weltweit. Gekonnt, wie Diana durch die Fernsehberichterstattung im Film in die Handlung integriert ist.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Helen Mirren als Königin Elizabeth II. spielt derart eindrucksvoll auf, dass die Grenzen zwischen der Darstellerin und der Monarchin innerhalb kürzester Zeit verschwimmen. Mirren beherrscht den distinguierten Habitus, das Understatement, den Tonfall – deshalb sollte man unbedingt der Originalfassung den Vorzug geben – und selbst kleinste Nuancen wie das Hochziehen der Augenbrauen entgehen ihr nicht. Nicht minder überzeugend ist Michael Sheen.
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Lukas Foerster: critic.de / perlentaucher.d...
Stephen Frears Bunte-Jahrgang-1997-Verfilmung The Queen war 2006 Liebling zugegebenermaßen nicht aller, aber doch erschreckend vieler Kritiker. Warum, entzieht sich nun völlig meinem Verständnis.
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Mr Vincent Vega: Manifest / Deadline / gamon...
Stephen Frears nimmt sich ein provokantes Thema vor: Die englische Königsfamilie. Doch anstatt diese als leichtes Opfer für billige Polemik zu missbrauchen, schlägt er dank eines brillanten Drehbuchs überaus feine, sowohl satirisch als auch tragikomisch lesbare Töne an. Dass der Film deshalb immer ein wenig unausgegoren – oder auch: unberechenbar wirkt – kann man ihm als Schwäche oder auch als Stärke auslegen. Ganz zweifellos jedoch liefert Helen Mirren eine überragende Darstellung der Titelfigur ab, die zu den besten Schauspielleistungen der letzten Jahre gehört.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Mit viel Subtilität und großem Einfühlungsvermögen nähert sich Frears dem Dilemma
an, in dem sich das britische Königshaus in jenen September-Tagen des Jahres 1997 befand: hin- und hergerissen zwischen Pflichterfüllung, Bewahrung der Etikette und dem bitteren Eingeständnis, weitaus weniger Popularität als die ungeliebte Schwiegertochter zu besitzen...
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
[Dem Regisseur] gelingt hier die Gratwanderung, alle Schrullen der Royals genüsslich aufs Korn zu nehmen und doch den ernsten Ton zu halten. Richtig königlich wird der Spass indes erst durch die wunderbare Helen Mirren.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
War die echte Queen amused? Wir wissen es nicht. Sie hätte allerdings jeden Grund diesem Film dankbar zu sein, der ihr mehr Verständnis entgegenbringt, als die britische Öffentlichkeit zum damaligen Zeitpunkt. Hellen Mirren liefert eine grandiose Leistung ab, die sie einmal mehr als ein Kronjuwel des britischen Kinos bestätigt.
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Kommentare — Ganz gut 6.8
Der Film Die Queen wurde von 950 Mitgliedern bewertet.
spanky 2010/02/08 16:58:25
Noch näher an ihro Majestäten kommt man nicht heran, als die Mirren, respekt. Und ich weiß wovon ich rede, denn ich habe die Phoenix Doku "Windsor Castle" gesehen, hihi! Und so gut Michael Sheen als Tony Blair oder James Cromwell als Prinz Philip gewählt waren, so schlecht war dann Prinz Charles. Und die Hirsch-Metapher hätte flacher nicht sein können.
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8martin 2010/02/08 11:23:51
Der Film ist nicht nur eine Perle für anglophile Monarchisten, er bringt auch denen etwas, die an Zeitgeschichte interessiert sind, denn er ist historisch äußerst genau. Genial hat Frears und sein Drehbuchautor just einen Ausschnitt aus der langen Regentschaft von Elisabeth II. herausgegriffen, in dem mit dem Tod von Prinzessin Diana und der Reaktion der Queen daraufhin die Frage nach dem Sinn der Royals in der heutigen Zeit überhaupt diskutiert wird. Auch die einflussreiche letztlich für die Queen rettende Rolle von Premierminister Tony Blair wird genau beleuchtet. Den Part der Antimonarchisten übernimmt rotzfrech und schwungvoll Cherie Blair.
Mit großem Einfühlungsvermögen, geistreichen Dialogen, subtiler Ironie und Liebe zum Detail ist der Film ein Leckerbissen für jeden aufgeschlossenen Zeitgenossen. Helen Mirren spielt nicht nur die Rolle der Queen, sie ist die Queen. Nicht nur, weil sie ihr so ähnlich sieht. Man begreift, dass sie ein Produkt ihrer Erziehung ist. Sie hat gelernt, dass man keine Gefühle zeigt. Folglich trägt sie auch nicht das Herz auf der Zunge, sondern macht viel eher aus ihrem Herzen eine Mördergrube. Man versteht ihr Verhalten, spürt die eisige Distanz zu ihrer Umgebung, unter der sie vielleicht sogar leidet und hat am Ende verständnisvolles Mitleid mit der letzten großen Monarchin unserer Zeit.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alanger 2010/02/08 01:16:57
schön wie man nochmals die ganze aufbruchstimmung von new labor und britpopper (exglamrocker) tony blair um die sehnerven massiert bekommt.
nacht dem ganzem europaweitem desaster von sozialdemokratie a la coleur ist das sehr kribbelnd nostalgisch.
und die szene mit dem hirsch ist wie ein großer schluck talisker (10y).
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
guggenheim 2010/02/07 23:52:30
Wunderbarer Film. Klasse gespielt, wobei Helen Mirren als Queen und James Cromwell als ihr Gatte mir am besten gefielen.
Die Angehörigen des britischen Königshauses werden hier recht positiv dargestellt, ebenso Blair. Einzig seine liebe Cherie bleibt bis zum Ende die unsympathische, poentielle Königsmörderin und Blairs Beraterstab kommt auch nicht sonderlich gut weg - sie werden es verschmerzen können.
Prinz Philip ist zwar auch keine Ausgeburt an Verständnis und Warmherzigkeit, aber man hat zumindest den Eindruck, dass diese kauzige Art dem realen Mountbatten recht nah kommen könnte.
Auf jeden Fall ein toller Film, der einen berührt und auch lächeln lässt.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
alanger 2010/02/08 01:03:10
wunderbar.
Alle 3 Antworten zeigen
Sonse 2010/02/08 01:22:41
Campbell kann man auch kaum positiv darstellen, den alten "Spin-ner".
guggenheim 2010/02/08 22:47:14
@Sonse: :D Ja, damit hast du mit Sicherheit recht. Schönes Wortspiel übrigens...
filmschauer 2010/02/07 12:38:42
Was würden nicht viele Menschen dafür geben, einmal einen Blick in das Innenleben der Windsors zu bekommen? Regisseur Stephen Frears bietet mit seinem Film diese Chance und wählt dafür einen der vermeintlich schwierigsten Zeiträume für die englische Königsfamilie aus, nämlich die Tage vor und nach dem Ableben von Prinzessin Diana.
Im Vordergrund steht, wie der Titel schon verrät, die Queen an sich, ihre scheinbar unterdrückte und schwierig zu greifende Gefühlswelt mit der Tragödie und das nicht nur räumlich entfernte Duell zum damaligen politischen Emporkömmling Tony Blair. Alles dreht sich um die Frage, wie die Queen "adäquat" auf das enorme Mitgefühl der riesigen Schar an Leuten reagieren kann. Auch stellt sich die Frage nach dem Verhältnis zwischen traditioneller Monarchie und der neuen schwungvollen Regierung. Frears zeigt einen Machtkampf im Hintergrund der Öffentlichkeit zwischen der Queen und Blair, untermauert mit teilweise subtilem Humor und geschickten Kontrastmitteln im Szenenbild. Dass das so gut funktioniert, liegt jedoch zu allererst an den beiden Hauptdarstellern, die nicht nur äußerlich den realen Vorbildern unheimlich nahe herankommen. Im Gegenzug fallen die anderen Nebencharaktere jedoch etwas ab. Besonders wird nur äußerst wenig von der Trauer der beiden Söhne William und Harry gezeigt, sondern nur erwähnt, und auch Prinz Charles spielt nur eine untergeordnete Rolle im Film, obwohl dessen Schicksal mit Dianas Tod eigentlich nicht weniger von Relevanz wäre. Der Fokus bleibt streng chronologisch an der groß erwarteten Reaktion des Oberhaupts, ob etwa die Flagge im Buckingham Palast auf Halbmast stehen soll oder wie die Beerdigung von statten gehen müsste.
Der Film fühlt sich aufgrund der Einstreuung von echtem Bildmaterial nicht selten wie die berüchtigten Doku-Dramen im Fernsehen an. Und natürlich sind die Interpretationsansätze und vieles an der Handlung eben reine Spekulation. Interessant allerdings ist diese Queen-Homestory nicht nur durch die schauspielerischen Leistungen allemal.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
willy50 2009/11/19 03:51:29
Top: Eine russische Adlige als englische Königin. Die Mironova hat´s eben im Blut. Hätte LIssy geahnt, wen sie da zur DAME macht, hätte sie bestimmt mit dem Degen etwas härter zugeschlagen....
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Darbon 2009/11/25 13:42:39
Hähä. Sauberer Kommentar!
karo479 2009/08/15 10:22:17
"Die Queen" - ach was wurde er nicht gefeiert. Bei sämtlichen Preisverleihungen räumte das Werk und allen voran Helen Mirren ab. Und womit? Mit Recht! Der Film gibt die damalige Stimmungslage perfekt wieder und zeigt unsere britische Lieblingskönigin als das was sie ist: als fehlbarer, aber nicht unsymphatischer Mensch. Der Kamerastil ist sehr gut gewählt, um den Film einen dokumentarischen Anstrich zu verleihen. Ein paar kleine Abzüge gibt es für den nicht ganz so gut getroffenen Prinz Charles und die Reiselust der Royals. Die ist zwar real, doch muss man sehr aufpassen um noch mitzubekommen, zu welchen Zeitpunkt die königliche Familie sich gerade in welchem Schloss aufhält.
Fazit: Sehr gutes Drama, welches die Fehlbarkeit von
Etikette und Tradition zeigt, und doch die Windors
als ganz normale Familie porträtiert!
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viewer 2009/06/13 15:17:24
Helen Mirren als Queen ist natürlich sensationell, was man leider nicht von allen Darstellern sagen kann. Insgesamt wirkt der Film, vor allem durch Kamera und Inszenierung, wie ein Fernsehfilm.
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Bennilein 2009/03/23 00:06:30
Der Vierzehnender steht hier nicht nur für eine Gattung, sondern auch für alte Traditionen. Die hier geschlachtet, geschächtet werden. Helen Mirren sorgt allerdings dafür, dass ich als kontinentaler Zuschauer sie als meine Königin akzeptiere: Auch wenn ich preußischer Untertan bin. Gut. Der Königsquatsch ist vorbei. Die Titel sind noch da. Sie liefern uns schöne Geschichten in der Klatschpresse. Aber halten Sie nicht auch Anstand, Ordnung, Moral und Tradition hoch? Nein? Haben Sie die Queen schon getroffen? Kennen Sie Harry und William? Anyway, die konstitutionelle Monarchie ist ein Dinosaurier Europas. Solange kein Vulkan explodiert und sie wegfegt, wird sie überleben. Egal wie viele Vierzehnender daran glauben müssen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
stalker 2009/03/08 02:33:14
Überraschend gut. Nur, man sollte vielleicht nicht alles glauben, was man da sieht.
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denise 2008/11/23 18:56:17
Tja, wie Stephen Frears im Making of sagt: Nicht der Film selbst ist sensationell, sondern die Existenz dieses Films. Man fragt sich schon, welche Informationsquellen dem zugrunde liegen, was wohl die dargestellten Personen dazu gesagt haben und welchen Beschränkungen man sich hier beim Dreh gegenüber sah. So oder so ist es interessant, mal einen recht realistischen Blick (nur hin und wieder rücken hier filmische Mittel in den Vordergrund) hinter die Kulissen zu werfen. Und Frears hat Recht: Das aussagekräftigste an dem Film ist wirklich die Tatsache, dass ein Brite einen Film über diese eine Woche mit dieser Aussage über die umstrittene britische Königsfamilie dreht. Definitiv sehenswert!
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Kubrick_obscura 2008/06/09 14:09:03
Das Thema klingt ja erstmal sehr uninteressant, aber dass das Ganze dann doch so spannend und toll gspielt war, ist 8 Punkte wert.
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maslobojew 2008/02/22 23:51:30
Erstaunlich, wie spannend dieses Thema inszeniert werden kann.
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Zuri 2008/01/19 02:18:03
Der Film war gut besetzt, traff aber leider nicht ganz meinen Geschmack!
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lucie 2008/01/16 15:35:44
Sicher ein gut gemachter Film, Spricht mich nur nicht so dolle an SORRY
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ZaeRoe 2007/12/22 02:19:28
ohne Frage ein toller Film mit grandiosen Schauspielern - nur leider einfach nicht mein Ding...
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loewenzahn 2007/09/16 15:19:35
Ich war so skeptisch vor dem Film und sehr begeistert hinterher. Helen Mirren ist einfach unglaublich beeindruckend. Sollte man sehen!
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Tenzing 2007/08/17 22:57:56
Der Film ist eindrücklich und fast eine Spur zu echt. So könnte sie tatsächlich sein, die mirrensche Queen. Entrückt und doch menschlich. Royal und doch nicht frei vom Einfluss der Masse.
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