Die Räuberin

Die Räuberin (2012), DE Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 21.06.2012

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von Markus Busch, mit Anna Stieblich und Birge Schade

Zu Anfang des Winters kommt die 43-jährige Schauspielerin Tania Kalsmaier in ein rückständiges Dorf im Norden Deutschlands. Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie am Meer den vielleicht 15-jährigen Thore, der anders ist als die übrigen Jungen im Dorf. Er erzählt merkwürdige Geschichten. Doch was eigentlich eine wirkliche Seelenverwandtschaft ist, wird unter dem Einfluss der Umstände unweigerlich zu einen Skandal. Der Junge verfällt ihr, und Tania tut nichts, um das zu verhindern. Langsam erst wird klar, dass Tania nicht anders handeln kann, als sie es tut. Hier, in der Abgeschiedenheit des Nordens, dringt langsam ein weit zurück liegender Teil ihres Lebens herauf, den sie gebannt zu haben glaubte: Tania war zweiundzwanzig, als sie eine Tochter bekam, die sie nur wenige Tage nach der Geburt zur Adoption freigab. Immer deutlicher wird sichtbar, dass die Aufgabe, die sie in dem Jungen sieht, auch für sie die letzte Chance ist, ihrem in den letzten Jahren beängstigend gleichförmig gewordenen Leben die entscheidende Wende zu geben – und damit zugleich die Schatten, die sie über Jahrzehnte hin mit zweifelhaften Mitteln und ohne Rücksicht auf sich selbst oder andere nieder gehalten hat, für immer zu verjagen.

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Kritiken (5) — Film: Die Räuberin

Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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6.5Ganz gut

Die Räuberin bietet eigentlich keine Überraschungen, keinen großen Twist, dafür aber zwei Hauptdarsteller, die eine ganz eigene knisternde Dynamik entwickeln.

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Kirsten Taylor : fluter, Kinofenster.de Kirsten Taylor : fluter, Kinofenster.de

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4.5Uninteressant

Das Seelenleid seiner beiden Figuren rührt nicht an, vielmehr ist man fast peinlich berührt. Immerhin, der moralische Zeigefinger bleibt schön in der Hosentasche.

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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino

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5.0Geht so

Die vorher so beeindruckende Bildsprache von Die Räuberin rutscht durch die schwache Story ins Prätentiöse, denn die mit Symbolik aufgeladenen Einstellungen verweisen auf einen nur behaupteten Bedeutungsraum.

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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR

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8.0Ausgezeichnet

Betont nüchtern und unterkühlt gefilmtes, puristisch inszeniertes Psychodrama einer Frau, die mit einer Tragödie in ihrem Leben alleine nicht mehr fertig wird. Birge Schade lässt durch ihr intensives Spiel das ambitionierte Arthouse-Stück zu einem ergreifenden Ereignis werden.

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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

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7.0Sehenswert

Birge Schade, die man bislang primär im Fernsehen wahrgenommen hat, nutzt ihre Chance und überzeugt als sich mutig selbst therapierende, von unstillbaren Sehnsüchten und Abgeklärtheit gezeichnete Kämpferin. Eine späte Entdeckung, die das deutsche Kino nicht ignorieren sollte.

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