Die Säge des Teufels

I corpi presentano tracce di violenza carnale (1973), IT Laufzeit 79 Minuten, FSK 18, Horrorfilm, Thriller

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Kritiker
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7.0
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42 Bewertungen
7 Kommentare
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von Sergio Martino, mit Suzy Kendall und Tina Aumont

Eine italiensiche Universität der Kunstgeschichte wird von seltsamen Morden heimgesucht – die Tat eines Serienkillers. Der Satan in Menschengestalt stranguliert seine bildschönen, weiblichen Opfer um sie dann bestialisch zu zerstückeln. Panische Angst ergreift die jungen Studentinnen der Fakultät und so sehen Jane und drei ihrer Freundinnen nur einen Ausweg vor dem Grauen. Die Gefährtinnen fliehen in ein malerisches Provinzdorf um ihre Sorgen hinter sich zu lassen und schon bald kehrt der Alltag ein. Es könnte ein malerischer Urlaub sein, wäre die Bestie nicht auf ihrer Fährte.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (7) — Film: Die Säge des Teufels


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JackoXL

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Bewertung7.0Sehenswert

Schnoddriger 70er Giallo, der neben Suspenselementen, blutigen Slasherszenen (obwohl dieses Genre ja offiziell erst viel später als solches enstand) nicht zu letzt eine dicke Portion Softpornoambiente enthält. Gerade letzteres wird oft und gerne eingestreut, was das Ganze etwas verrucht wirken lässt. Regiesseur Sergio Martino hatte daran ganz offensichtlich ziemlich viel Freude (vielleicht wurde er mit der Flasche aufgezogen?). Aus diesen Zutaten bereitet er ein schmackhaftes Mahl zu. Es besticht nicht durch besondere Cleverness, funktioniert dank seiner gut vermengten Bestandteile aber sehr zufriedenstellend. Es gibt reichlich hübsche, in puncto Nacktheit sehr unbefangenen Damen (Erotik), einige zwielichtige Herrschaften, die allesamt mehr oder weniger als Täter in Frage kommen, inklusive einem immer wieder angedeuteten Motiv (die Puppe, Suspense) und schon recht deftige Mordszenen (Slasher), bei denen natürlich die im deutschen Titel angekündigte Säge nicht fehlen darf. Durchgehen atmosphärisch, da Martino, neben seinen ausgeprägten Männerphantasien, sein Handwerk zweifelsfrei versteht. Kameraführung- wie einstellungen, Schnitt und Musik sind wirklich klasse, an Stimmung und Spannung mangelt es nicht. Besonders nicht im Finale in der Bergvilla, da werden diese Stärken hervorragend ausgespielt und es stellt sich ein fast klaustrophobisches Gefühl ein.
Ja, die endgültige Auflösung ist schon etwas albern, was soll's, irgendwie hat das gepasst und macht Spaß.
Schmutzig, spannend, unterhaltsam. "Die Säge des Teufels" bringt alles mit, was man von so einem Film erwarten und erhoffen darf.

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lieber_tee

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Mir hat der auch Spaß gemacht, ich bin mit der Flasche großgezogen worden...Glaube ich...


JackoXL

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Wenn es danach geht, ich wohl auch (und wahrscheinlich jeder heterosexueller Mann). Ich frag mal meine Ma. :)


the assassin 666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannender Giallo der frühen Siebzigerjahre der lange vor Halloween und Freitag, der 13 sein Publikum unterhielt. In seiner Machert erinnert Torso oder die Säge des Teufel ein klein weing an die Film von Alfred Hitchkock und wer gerne miträtselt wer der Killer ist kann das bei diesem gelungen Beitrag aus Italien tun.
Der Film war lange Zeit auf dem Index, nun ist er schon länger erhältlich und bietet uncut ein paar doch deftige Szenen. Die DVD die ich mir gekauft habe steckt in einer schicken Klappbox sieht aus wie ein Buch und erinnert damit noch mehr an die Seventess (wirkt ein bisschen wie alte Schallplatten, naja irgendwie halt.... ).
Gaillofans bekommen einen guten Genrefilm geboten der zwar etwas teuer ist aber ich denke die Anschaffung lohnt sich. :)

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1000Mindhunter

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Bewertung7.5Sehenswert

Recht spannender Giallo, mit Figuren, die an Dummheit schwierig zu übertreffen sind. Aber im grossen und ganzen, ein effektiver Giallo.

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horro

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Bewertung7.5Sehenswert

Oh wie schön ... Sergio Martino präsentiert uns hier einen Giallo, der doch sehr stark und markant ins eher modernere Slasher-Genre abdriftet. Alle Elemente die zu einem waschechten Exploitation-Schocker dazu gehören, sind hier schön herausgearbeitet und klar vorhanden. Studentinnen in Italien geniessen alle Freiheiten der Siebzigerjahre und werden dabei Opfer eines Psycho-Killers. Dass ausgerechnet eine Säge hier das prägende Instrument darstellt, kommt ja auch nicht von ungefähr. Ausserdem vertragen sich Säge und nackte Mädchenkörper meist nicht gut und so wurde hier sicher auch Inspiration für so manchen Horrorfilm danach geliefert. Auch die schöne Symbolik von Puppen und Seidenschals ist hier aufs typischste eingeflochten und macht aus diesem Film einen prägenden Klassiker. Ein bisschen unpassend ist allenfalls, dass das Szenario durch sein Entstehungsjahr etwas zu stark im Hippiestil und mit freier Liebe angehaucht ist; wirkt eher störend für diese Geschichte. Irgendwie auch eine Stilstudie der europäischen Filmkunst und Technik in den Siebzigerjahren.

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horro

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@crab: es gibt da wie immer verschiedene Cover-Versionen; die hier auf MP gefällt mir aber auch ausserordentlich gut
@eXonic: die Version die ich hier vor mir habe stammt aus der "The X-Rated Italo-Giallo-Series No 1" von X Rated Kult DVD und gefällt mir soweit eigentlich ganz gut ... hat auch sehr viel Bonus-Material


mikkean

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Oh Mann, all die schönen Mädels, der derangierte hässliche Killer-Bruder und dann die vielen Kills. Ich fand ihn damals eher übertrieben und ziemlich aufgesetzt, aber mittlerweile haben ihn andere da meilenweit überholt.


eXonic

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Bewertung7.0Sehenswert

Es sollte lediglich ein weiterer Giallo des Sergio Martino werden, doch wuchs seine fünfte und schließlich letzte Auseinandersetzung mit dem Subgenre mit der Zeit zu einem filmhistorisch nicht ganz unwichtigen Werk heran, denn es gab gemeinsam mit Mario Bavas „Reazione a Catena“ die Blaupause für die vielen US-Slasher der 80er. Sogar noch heute dient vor allem „I Corpi presentano tracce di violenza carnale“ als Inspirationsquelle für Exploitation-Liebhaber wie Eli Roth, Robert Rodriguez oder Alexandre Aja, die immer wieder bemüht sind, die Stimmung der 70er in ihre Werke zu transferieren und gar offensichtlich Szenen kopieren, wie beispielsweise Aja in „Haute Tension“.

Allerdings handelt es sich nicht unbedingt um Martinos besten Film und im Vergleich mit den Gialli einiger anderer Regisseure zieht er oft den Kürzeren. Deshalb erscheint es zunächst auch etwas seltsam, warum denn gerade „Torso“, wie er in den USA vermarktet wurde, diesen Kultstatus genießt, da sich Kritikpunkte en masse darin finden lassen.

Schon der Einstieg fällt nicht gerade leicht, denn innerhalb weniger Minuten gliedern sich beinahe alle halbwegs bedeutsamen Charaktere in die Geschichte ein, die Aufgrund ihrer Vielzahl und Eindimensionalität teilweise schwer zu unterscheiden sind. Glücklicherweise handelt es sich hierbei um einen waschechten Giallo, was bedeutet, dass ein maskierter Killer sein Unwesen treibt, der schon recht bald an der Übersichtlichkeit für den Zuschauer arbeitet, denn wie der Originaltitel schon sagt, müssen Körper Spuren körperlicher Gewalteinwirkung ertragen. Dennoch: Probleme mit den Figuren bleiben weiterhin bestehen, denn trotz ihrer fortschreitenden Dezimierung ignoriert es Martino eine bestimmte Person zum Sympathieträger zu ernennen, bis letztendlich nur noch eine übrigbleibt.

Folglich entsteht als Nebeneffekt Spannungsarmut, wenn nicht gerade der Mann mit der Skimaske im dicken Nebel herumschleicht und auf seine Opfer wartet. Anscheinend hat Martino genau dieses Manko erkannt und wendet deshalb, damit man(n) nicht schon frühzeitig abschaltet, ein altbewehrtes und einfaches wie effektives Mittel an: Brüste. Schon in seinen vorigen Filmen ließ sich erahnen, dass Martino offenbar ein großer Fan des Busens ist, doch wie er in „I Corpi presentano tracce di violenza carnale“ den Sleaze in die Höhe treibt, ist selbst in der Welt des Giallos wahrscheinlich einmalig. Hier fehlen wirklich nur noch die Titten-Tapeten und Glocken-Gemälde. Etwa eine halbe Stunde vor Ende erfährt der Film dann aber einen Wandel: das Holz vor den Hütten ist mit der „Säge des Teufels“ in viele kleine Teile zerteilt und übrig nur noch eine der jungen Damen. Dass genau diese ziemlich prüde ist und nie die Hüllen fallen lässt, kommt Martinos Film jedoch nur zu Gute. Endlich konzentriert er sich nämlich darauf, ein enorm hohes Spannungslevel zu erzeugen und dieses auch zu halten. Etwas getrübt werden diese letzten Minuten leider nur noch durch das schwache, viel zu schnell heruntergespulte Ende, das kaum einfallsloser hätte sein können und in ähnlicher Weise schon in einigen anderen Gialli vorher zu sehen war.

Was sich Martino aus anderen Vertretern des Subgenres wiederum nicht abgeschaut hat, ist vor allem der edle Style, der viele dieser Werke oft erheblich aufwertet. Jedoch ist es genau diese Tatsache, die „I Corpi presentano tracce di violenza carnale“ so herausstechen lässt. Martino zieht den Giallo auf gewisse Weise durch den Dreck, ganz so wie es der Mörder auch mit einem seiner Opfer anstellt, und schafft mit seiner Ruppigkeit und Härte in der Inszenierung eine schmutzige Atmosphäre wie sie auch später so manche Backwood-Slasher versprühen sollten. Für das Subgenre nicht unüblich ist es auch die Tötungsszenen zu zelebrieren, sie als etwas Schönes darzustellen, doch selbst dem wirkt dieser Film entgegen: ziemlich schnell und grob vollführt der Killer sein Handwerk und sorgt auch für so manchen Ekel-Moment, auch wenn die Effekte als solche sehr deutlich zu erkennen sind. Ein Hauch von Trash liegt nicht nur deswegen in der Luft, was zum allgegenwärtigen Schmuddel-Charakter jedoch äußerst passend ist.

Im Vergleich mit Martinos anderen Gialli ist „I Corpi presentano tracce di violenza carnale“ bestimmt der mit den wenigsten originellen Ideen, der mit der vorhersehbarsten Geschichte und der unästhetischste. Trotzdem müssen sich – mit Ausnahme von „Lo Strano vizio della Signora Wardh“ - alle anderen Werke Martinos hinter ihm einreihen, denn dieser Mix aus Gewalt, Nacktheit und Spannung, wenn auch etwas unausbalanciert, tut genau das ganz hervorragend, wofür er gemacht wurde: unterhalten.

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lieber_tee

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Super Text. "Schon in seinen vorigen Filmen ließ sich erahnen, dass Martino offenbar ein großer Fan des Busens ist..." :)))
Die letzte halbe Stunde ist herrlich altmodisches Suspense-Kino ala mit-dem-Killer-allein-zu-Haus. Hat mir gut gefallen.


filmschauer

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Die Motive mancher Regisseure sind eben einfach zu durchschauen. ;)


lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

"Torso" aka "I Corpi presentano tracce di violenza carnale"
Handwerklich gut gemachter Giallo, der filmhistorisch als Vorläufer der US – Slasher gesehen werden muss und mit ein Hitchcock – Ähnlichen, halbstündigen Finale überrascht. Sleaziges 70er Jahre Kino aus Italien.

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehenswerter Giallo von Sergio Martino. Musik, Schnitt und Kamera sind sehr gelungen. Da kommt der Rest zwar nicht ganz mit, aber das schadet auch nicht.
In Deutschland seltsamerweise noch auf dem Index und auch nur auf DVD ungeschnitten.

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