Rohmers Besonderheit ist die Doppelung der Erzählperspektive, sodass die Geschichte parallel aus der auktorialen Kameraperspektive einerseits und als Off-Kommentar aus der Perspektive des Ich-Erzählers und männlichen Protagonisten andererseits – hier also von Adrien – erzählt wird. Diese beiden Perspektiven sind nicht komplementär; vielmehr wird letztere gegen erstere kontrastiv ausgespielt.
Der dritte Teil aber der erste Spielfilm der Moral Reihe vom Rohmer. Nicht wirklich so anstrengend wie erwartet entfalten sich in "La collectionneuse" mit einer lockeren Leichtigkeit die knisternden Gedanken Spiele der Akteure dessen Intellekt und Ego des Herzens Willen, natürlich wie von Denkern zu erwarten, nicht unterlegen wollen. Das offene Ende zeigt dann auch noch mal deutlich das man hier keine Geschichte erzählt bekommt sondern lediglich diese Charaktere für ein paar Wochen ihres Lebens observiert hat.
Wunderbar dieser Widerspruch zwischen den hochtrabenden und selbstverliebt Dialogen Daniels und der wortkargen Sinnlichkeit Haydees, der er am Ende doch entgegen aller Beteuerungen erliegt.
Die Sammlerin - Kritik
FR 1967 Laufzeit 82 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Erotikfilm
Kritiken (1) — Film: Die Sammlerin
Almut Steinlein: critic.de
Kommentar löschenRohmers Besonderheit ist die Doppelung der Erzählperspektive, sodass die Geschichte parallel aus der auktorialen Kameraperspektive einerseits und als Off-Kommentar aus der Perspektive des Ich-Erzählers und männlichen Protagonisten andererseits – hier also von Adrien – erzählt wird. Diese beiden Perspektiven sind nicht komplementär; vielmehr wird letztere gegen erstere kontrastiv ausgespielt.
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Kommentare (2) — Film: Die Sammlerin
Kommentar schreibenTyler__Durden 2010/10/29 22:14:27
Kommentar löschenDer dritte Teil aber der erste Spielfilm der Moral Reihe vom Rohmer. Nicht wirklich so anstrengend wie erwartet entfalten sich in "La collectionneuse" mit einer lockeren Leichtigkeit die knisternden Gedanken Spiele der Akteure dessen Intellekt und Ego des Herzens Willen, natürlich wie von Denkern zu erwarten, nicht unterlegen wollen. Das offene Ende zeigt dann auch noch mal deutlich das man hier keine Geschichte erzählt bekommt sondern lediglich diese Charaktere für ein paar Wochen ihres Lebens observiert hat.
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Prestigeww 2009/12/04 14:50:03
Kommentar löschenWunderbar dieser Widerspruch zwischen den hochtrabenden und selbstverliebt Dialogen Daniels und der wortkargen Sinnlichkeit Haydees, der er am Ende doch entgegen aller Beteuerungen erliegt.
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