Die Schachspielerin

Joueuse (2009), FR
Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 07.01.2010

6.0 Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.7 Community
112 Bewertungen
16 Kommentare
Die Schachspielerin
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von Caroline Bottaro und Caroline Bottaro, mit Sandrine Bonnaire und Kevin Kline

In einem kleinen idyllischen Dorf auf Korsika arbeitet Hélène als Zimmermädchen in einem Hotel und wirkt mit ihrer Ehe, ihrem Mann Ange und ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lisa glücklich. Alles ändert sich, als sie beim Putzen ein junges verführerisches Paar beobachtet, das auf einer der Hotelterrassen Schach spielt. Hélène fühlt sich sofort von diesem geheimnisvollen Spiel angezogen, hinter dem sich für sie eine aufregende Welt verbirgt. In dem kauzigen Dr. Kröger, dessen Haushalt sie in Ordnung hält, findet Hélène einen Mentor und Freund. Nach anfänglichem Zögern unterstützt er sogar ihre Idee an Turnieren teilnehmen zu wollen. Für sie beginnt ein Abenteuer mit unabsehbaren Folgen. Denn mit ihrer Leidenschaft für das Spiel riskiert sie bald ihre Ehe und ihren guten Ruf. Ihr ganzes bisheriges Leben gerät aus den Fugen. (omdb)

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Kritiken (8) — Film: Die Schachspielerin

Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

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6.5Ganz gut

Nicht zuletzt die exzellente Besetzung tröstet über die eine oder andere Plattheit hinweg und macht "Die Schachspielerin" zu einem kurzweiligen Vergnügen für alle, die das Buch gelesen haben und es mochten.

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Ingrid Beerbaum: fluter Ingrid Beerbaum: fluter

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6.0Ganz gut

Sandrine Bonnaire spielt Hélènes Wandlung vom erstarrten Putzmäuschen zur selbstbewussten Virtuosin des Königsspiels mit einer wunderbaren Intensität und Glaubwürdigkeit, die alle anderen Darsteller/innen ein wenig blass aussehen lässt, was auch daran liegt, dass ihre Figuren zu wenig Leben haben. Das macht aber die behutsame Inszenierung Botteros wieder wett.

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Michael Ranze: film-dienst Michael Ranze: film-dienst

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6.5Ganz gut

Die Regisseurin erzählt nach dem Roman von Bertina Henrichs vielmehr eine leise, anrührende Geschichte von Befreiung und Emanzipation...Dass Bottaro den Kampf am Brett zum Kampf der Geschlechter hochstilisiert, bei dem die Gegner als arrogant, neidisch und intrigant charakterisiert werden, schießt allerdings übers Ziel hinaus. Ein kleines Manko, das Sandrine Bonnaire mit ihrer nuancierten und charismatischen Darstellung aber spielend wettmacht.

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Marli Feldvoß: epd Film Marli Feldvoß: epd Film

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7.0Sehenswert

Eine klassische, aber verhältnismäßig sanft verlaufende Emanzipationsgeschichte, bei der die Liebe zum Spiel nicht mit dem erotischen Seitensprung verwechselt wird. Keusch, aber elektrisierend, weil sich die Strategien des Schachspiels und das Setting des konzentrierten Gegenübers hervorragend dafür eignen, all das auszudrücken, was doch ungesagt bleiben muss.

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sushi25: movie-fan.de

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4.0Uninteressant

Der Film gibt für eine Speilfilmlänge nicht wirklich viel her.

Caroline Bottaro schafft es konsequent das magische Licht Korsika's aus dem Film fernzuhalten. Die Farbparlette ist durchwegs trist und "grau". Dies wäre noch verständlich, um den Käfig von Hélène zu symbolisieren, aber spätestens mit ihrem Ausbruch müßte sich das ändern.

Bemerkenswert ist Kevin Kline, der im Original für meine Ohren erstaunlich gut Französich spricht und immer einen Kinobesuch wert ist.

Bottaro schafft es dem Schachspiel eine erotische Note einzuhauchen, indem sie ihre Protagonisten zu Ende des Films im Kopf Schachspielen läßt. Wenn sich die Beiden gegenseitig ihre Züge zurufen knistert es mehr als man sich das beim Thema Schachspiel vorstellen kann.

Dieses Knistern ist leider auch mit das Einzige in diesem Film.

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Nino Klingler: critic.de

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Sandrine Bonnaire kann einem Leid tun, denn sie bemüht sich redlich, Hélène durch die Sprünge der Narration am Leben und ihre Psychologie in den vielen einsamen Momenten vor dem schwarzweißen Brett transparent zu erhalten. [...] So sehr Bonnaire Respekt dafür gebührt, wie sie die Emotionen ihrer Figur lesbar macht, so zweifelhaft ist der hervorgerufene Effekt: Hélène wird immer mehr zu einer reinen Filmfigur, mit einem vermeintlich „wirklichen“ Leben hat sie wenig zu tun.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.0Ganz gut

Sowohl eine Kameraführung, die den Film in ein helles Licht taucht, als auch die Filmmusik von Nicola Piovani mit ihren Anklängen an dessen Kompositionen für Roberto Benignis „Das Leben ist schön“ (1997) bringen eine Art magischen Realismus in die Inszenierung, wodurch der Film einen märchenhaften Charakter annimmt. Dies hilft über gewisse Unglaubwürdigkeiten des Drehbuchs hinweg. Denn obwohl Sandrine Bonnaire stets überzeugend agiert und Kevin Klines zurückgenommenes Spiel die Konzentration auf die Hauptdarstellerin lenkt, kann „Die Schachspielerin“ wohl kaum als realistische Story angesehen werden. Denn im Gegensatz zum künstlerischen Talent einer „Séraphine“ ist die Meisterschaft im Schachspiel, die Hélène in kürzester Zeit erlangt, kaum vorstellbar. Obwohl gegen Ende das im ruhigen Rhythmus beschriebene Psychogramm einer schnell inszenierten und eher einfachen Erfolgsgeschichte Platz macht, verstärkt dies die märchenhafte Anmutung von Caroline Bottaros Spielfilmdebüt.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Ein zärtlich flirtendes Paar auf der Hotelterrasse in Korsika beim Schach. Hélène, die es beim Zimmermachen beobachtet, ist so fasziniert, dass sie selbst das Spiel erlernen will. Sie schenkt ihrem Mann einen Schachcomputer, schlägt sich daran die Nächte um die Ohren, studiert Bücher und lässt sich von einem verschrobenen Intellektuellen unterweisen. Man fiebert mit ihr mit. Wie weit wird sie es bringen? Wie entwickelt sich die prickelnde Beziehung mit dem Lehrer? Caroline Bottaro erzählt von einer wunderbaren Emanzipation: Ihre Heldin erkämpft sich gegenüber ihrer Besitz ergreifenden Familie Freiräume für ihre Passion, lässt sich auch vom Dünkel der sie belächelnden Oberschicht nicht entmutigen. Am Ende managt sie sogar, wie ihre arrivierte Hauptdarstellerin Sandrine Bonnaire, die ebenfalls aus einer Arbeiterfamilie kommt, einen respek­tabeln gesellschaftlichen Aufstieg. So unspektakulär diese leise Geschichte auch klingen mag: Sie ist erotisch und spannend wie ein Krimi!

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Kommentare (8) — Film: Die Schachspielerin

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Dachsman

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Bewertung4.0Uninteressant

Schade um die sehr schöne Leistung der Hauptdarstellerin, aber ansonsten herrscht große Ödnis, voller Klischeefiguren und Unsympathen. Die Geschichte ist reichlich platt und langweilt gerade in der ersten Stunde trotz des zügigen Erzähltempos. Die mystischen Elemente, die am Ende "eingeführt" werden wollen allerdings so gar nicht passen.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film über ein Spiel das ich nicht behersche?
Hm, kann das gut gehen?
Warum nicht!ich gucke mir ja auch Filme über Basebal & Footbal an.
Und wenn sich die Handlung auch nicht besonders anhört, fesselt der Film doch auf seine eigene Ruhige Weise.
Klar, hier passiert nicht viel.
Wir begleiten vielmehr eine Frau die nicht viel hat und sich bis dahin mehr oder weniger damit abgefunden hat.
Bis sie das Schachspiel entdeckt!
Und ab da ist die Frau besessen von dem Spiel.Sie vernachlässigt Familie, Arbeit und Freunde und verbringt immer mehr Zeit bei ihrem alten Mentor, der wieder mal großartig von Kevin Kline gespielt wird.
Wer sich damit zufrieden gibt sieht einen schönen Film.

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plattfuss69

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Bewertung3.0Schwach

Ein in die Jahre gekommenes Aschenputtel findet ihre Berufung im Schachspiel. Ja mei. Unspannende Geschichte, so aufregend wie eingeschlafene Füsse. Sparsame Handlung, nebulöse Figuren, das Ende nicht überraschend. Hübsch gespielt - für nen Montag-abend-Spielfilm im ZDF gerade noch ok. Muss man aber nicht geschaut haben. Und die traurige Mine der Hauptdarstellerin geht einem nach ner Weile auf den Geist.

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mar (-ion-)

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Bewertung2.0Ärgerlich

ne frustierte frau, schenkt ihrem mann ein schachbrett...
nur gut das es elektronisch ist.
der film ist an dramatik kaum zu überbieten^^

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lucie

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein typisch französischer Film, der mit einer Leichtigkeit daher kommt und ganz grandios und ohne Schnörkel gespielt wird. Eine schöne Geschichte wie Menschen sich doch recht unterschiedlich weiter entwickeln. Leider war es mir zu wenig Handlung für einen ganzen Kinofilm. Mich persönlich hat es Angeregt mein eigenes Schachspielen wieder aufleben zu lassen.

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harperpitt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Geschichte ist nicht neu, doch Sandrinne Bonnaires grandioses Spiel macht diesen ruhigen, intensiven Film sehenswert. Alle Rollen sind außerdem extrem gut besetzt und Kevin Kline ist ebenfalls großartig. Schön, auch mal einen Film mit einer wunderschönen und deutlich unoperierten, un-gebotoxten Frau zu sehen!

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ovgucker

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Bewertung3.5Schwach

Bei den Bonnaires und den Klines ist wohl das Geld ausgegangen. Warum sonst sollten zwei hervorragende Schauspieler sich für solch einen Schwachsinn verpflichten lassen. Der Stoff wäre höchstens für einen Kurzfilm geeignet, ist langweilig und schwülstig umgesetzt worden.

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Kris

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist doch manchmal verblüffend, was uns im Leben anzieht. Auch die von Sandrine Bonnaire gespielte Putzfrau Hélène kann die Frage, warum sie so dringend Schach lernen will, nicht beantworten.
Alles beginnt, als sie ein attraktives Paar durch einen Vorhang beim Spiel beobachtet, während sie deren Hotelzimmer putzt. Wie durch einen Schleier wirft sie einen Blick in eine andere Welt, die von ihrer getrennt ist.
Schachspielen als Metapher für ein besseres Leben: Zwar kann es jeder erlernen, doch um wirklich gut darin zu sein, braucht man ein gewisses Maß an Talent und irgendwann wohl einen guten Lehrer. Und so tritt Dr. Kröger, wunderbar zurückhaltend gespielt von Kevin Kline, in Hélènes Leben. Und obwohl alles, was sie will, das Schachspielen ist, gerät ihr Leben bald aus den Fugen.
Der Film zeigt die ganze Tragik, die darin liegt, wenn man gewohnte Bahnen verlässt und von seinem Umfeld nicht unterstützt wird, ohne dabei je anstrengend zu sein. Das intensive Spiel der Darsteller ist sehr eindrucksvoll. So ist es eine wahre Freude, zu beobachten, wie Sandrine Bonnaire und Kevin Kline die ganze Leidenschaft einer nicht gelebten Beziehung in ein fiktives Schachspiel legen.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Kris

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Ja, das mach ich!
Und, ja: Das sind völlig bescheuerte Kategorien!


Keoma

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"Die Schachspielerin" bietet eigentlich eine Geschichte, die in verschiedenen Varationen schon tausendfach erzählt worden ist, die der an ihrer Umwelt verzweifelten Person, die dann ihr "Ding" findet, daran wächst und letztlich als Sieger hervorgeht, ob nun"8 Mile", "Rocky" oder nun halt "Die Schachspielerin", von frischem Storytelling kann man wohl nicht reden. Trotzdem hat mir letztgenannter recht nett gefallen, wenngleich er völlig überraschungsfrei daherkommt. Vielelicht war es die entspannte Ruhe, die der Film ausstrahlt oder die wirklich guten Darsteller, oder mir war mal wieder nach einem Wohlfühlfilm, mir hat "Die Schachspielerin" ganz gut gefallen.


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