Die Schande des Regiments

Conduct Unbecoming (1975), GB
Laufzeit 103 Minuten, Thriller, Kriminalfilm, Drama

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Die Schande des Regiments - Bild 49245
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von Michael Anderson, mit Stacy Keach und Christopher Plummer

Leutnant Edward Millington und Leutnant Arthur Drake treten 1878 ihren Dienst im 20. Indischen Kavallerieregiment der englischen Kolonialarmee an. Ihr Ausbilder Leutnant Fothergill führt sie in die strengen Regeln ein, so ist es ihnen u.a. nicht gestattet, die höheren Ränge anzusprechen. Er warnt sie auch vor Mrs. Marjorie Scarlett, der Witwe des bei einer Patrouille getöteten Regimentshelden, sie soll den Männern im Allgemeinen sehr zugetan sein. Millington, der sich mit seinem lockeren, zynischen Mundwerk nicht an die Regeln hält, fällt schnell auf. Bei einem Ball macht er angetrunken Mrs. Scarlett den Hof, die ihn abweist. Wenig später stürzt sie schreiend ins Haus. Sie wurde im Garten übel zugerichtet und beschuldigt Millington der Tat. Die Herren beschließen – um die Schande vom Regiment abzuwehren – die Einberufung eines widerrechtlichen Militärtribunals. Der Vorsitzende Capt. Rupert Harper und vier weitere Offiziere sollen über Millington richten, er darf sich einen Verteidiger auswählen, wofür nur Leutnant Drake in Frage kommt. Während für das “Gericht” das Urteil im Vorhinein klar ist, nimmt Drake seine Verteidigungspflicht ernst, auch wenn ihm dafür Karrierekonsequenzen angedroht werden. Zunächst handelt er aus reinem Pflichtbewusstsein, doch als ihm Mrs. Bandanai, die Witwe eines indischen Soldaten, erzählt, dass sie vor sechs Monaten überfallen wurde – und das auf die Art des im Regiment beliebten Wildschweinstechens – weiß Drake, dass sein Kamerad unschuldig ist. An den Blutflecken an Mrs. Scarletts Kleid kann er sehen, dass sie auf die gleiche Art misshandelt wurde wie die Inderin. Zudem sind die Zeugenaussagen sehr widersprüchlich.


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kawummbaby

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das ist ein ganz ruhiger Film, der sich zuerst anläßt wie eine Studie über Karriere oder Männerfreundschaft und dann in eine Mischung aus Miss Marple und Anwaltsfilm übergeht.

Ich habe ihn mitten in der Nacht gesehen, mit Lust aufs Entdecken und viel Zeit. Das mag mein Urteil färben. Aber ich mochte den Film sehr und fand ihn sehr stimmungsvoll. Und habe kein Mal umgeschaltet, was ich sonst nachts sehr häufig tue.

Der Film thematisiert Karriere, Seilschaften im Militär und vor allem: Zivilcourage. Letzteres ist wirklich eindrücklich.

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