Die Schimmelreiter

Die Schimmelreiter (2008), DE
Laufzeit 94 Minuten, FSK 6, Komödie, Drama, Kinostart 21.05.2009

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- Kritiker
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mit Peter Jordan und Bjarne Mädel

Ansonsten ein munterer Spaßvogel, gibt es für Fuchs hinsichtlich Sauberkeit und Ordnung in Gaststätten nichts zu lachen. Jedenfalls nicht für die, die gegen die amtlichen Hygienebestimmungen verstoßen. Lebensmittelkontrolleur aus Leidenschaft, nimmt er die Asia-Lokale, Hähnchengrills und Imbissbuden in seiner Heimat Dithmarschen auseinander. Insgeheim jedoch träumt er von Höherem: Hamburg mit seinen vielen Kneipen und Restaurants ist genau “der Competition”, den sein Ehrgeiz braucht. Um den Chef der dortigen Lebensmittelkontrollbrigade für sich einzunehmen, nimmt er dessen gestrandeten Bruder Tilmann bei sich auf. Dieser abgebrannte Weltenbummler ist frustriert, zynisch, unflätig. Er frönt dem Alkohol, raucht ohne Ende und versucht mit rabiaten Mitteln, seine leeren Taschen zu füllen – kurz gesagt, er ist ein richtiges Ekelpaket. Als Fuchs sich auf seine – vermeintlich – letzte Dienstreise durch Dithmarschen macht, besteht sein Gast darauf, ihn zu begleiten. Doch Tilmann beschränkt sich nicht auf die Rolle des stillen Weggefährten. Er mischt sich in die Kontrollen ein, verschärft den Ton und reißt schnell das Verfahren an sich. Das geht soweit, dass er saftige Geldstrafen verhängt und die an Ort und Stelle kassierte Kohle ganz offen in die eigene Tasche schiebt. Was Fuchs als unspektakuläre Routinefahrt geplant hatte, entwickelt sich für den aufrechten Saubermann aufgrund der peinlichen Anmaßungen des vorlauten Misanthropen zum apokalyptischen Ritt in die gastronomischen Abgründe zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal. Aus der amüsanten Dienstreise durch die karge Schönheit des schier endlos flachen Nordens wird nach und nach ein hintergründig-witziges Roadmovie – auch und gerade weil einem aufgrund des knochentrockenen Humors nicht nur einmal das Lachen im Halse stecken bleibt.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die Schimmelreiter

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Statt Suche nach dem Schimmel steht die Suche nach Verständnis auf dem Speiseplan dieses Genrefilms zwischen Road- und Buddy-Movie, der seinen Reiz aus der Figurenzeichnung und den lakonischen Typen des Nordens gewinnt. Neben dem Darsteller-Team aus Peter Jordan und Axel Prahl überzeugt nach „Am Tag als Bobby Ewing starb" erneut das Duo Lars Jessen (Regie) und Ingo Haeb (Drehbuch).

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Kommentare (4) — Film: Die Schimmelreiter

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Sinister Kid

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Herrlicher Axel-Prahl-Film!

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Darbon

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Bewertung7.0Sehenswert

Gegen Ende gibt es diese kleine Imbiss-Kate an den Dünen: Petra Kelling betreibt hier ihren Pisspott: "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, myne Fru, de Ilsebill, will nich so, as ik wol will.« Kellings Filmsohn Peter Jordan und sein Begleiter Axel Prahl durchfahren in einem Auto - himmelblau und wolkenweiß - das platte Land und besuchen allerlei Pisspötte zur Inspektion und beide haben ihren eigenen Butt. Eine Referenz an die Omnibus-Filme der 60er, fein komponiert und weniger lakonisch und weinerlich als das südische "Indien", dafür etwas platter (sic!) und deshalb lustiger. Einen echten Pisspott besuchen die Helden - eine Rockertolle und ein Dosenbiertrinker - nur einmal und dem Axel vergeht mal kurz die Prahl: "Boa, was hast denn du für 'ne Gurke" Bodenständig, norddeutsch und im Endbild wohl nur für Nordlichter wirklich verständlich, dürfen sich fein geführte Schauspieler und Klischees austoben.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung4.5Uninteressant

Ein langatmiges Roadmovie quer durch die Provinz und die Imbissbuden Deutschlands.
Hauptpersonen sind zwei Männer wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der eine ein unsympathischer Alkoholiker, der andere ein absoluter Spießer.
Dazu lernen wir auf der Reise der beiden noch ein Paar verschobene Leute kennen.
Leider ist hier alles irgendwie Konfus und Undurchsichtig.Man baut zu keinem der Figuren irgendeine Verbindung auf.Zu Oberflächlich und Kalt lassen einen die Figuren und ihre Schicksale.
Und da dass das einzige ist was der Film zu bieten hat, weil eine Handlung praktisch nicht vorhanden ist und alles leicht improvisiert wirkt, langweilt der Film doch hin und wieder.

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Jaschka

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film war klasse, somal ich in Dithmarschen wohne.

Ich bin nur noch auf der Suche nach einem schönen Filmplakat...

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