Die Spielwütigen

Die Spielwütigen (2004), DE
Laufzeit 104 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 03.06.2004

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7.2 Kritiker
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von Andres Veiel, mit Prodromos Antoniadis und Constanze Becker

Stephanie, Karina, Constanze und Prodromos gehören zu den knapp 30 von mehr als 1.000 Bewerbern eines Jahrgangs, die zum Studium an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” in Berlin zugelassen wurden. Andres Veiel hat sie über sieben Jahre hinweg mit der Kamera begleitet, zeigt ihre Vorsprechen bei der Aufnahmeprüfung, ihre Erfolge und Misserfolge, spricht mit ihnen über ihre Träume und Ziele und begleitet sie bei ihren ersten Schritten im Berufsleben. In seiner faszinierenden Langzeitdokumentation erzählt Andres Veiel eine Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Finden des eigenen Weges und der Überwindung von Wider-ständen. Behutsam nähert sich die Kamera den Gesichtern und fängt die schwer zugäng-lichen, oft winzigen, aber entscheidenden Momente des Erfolgs und Versagens ein.

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Kommentare (3) — Film: Die Spielwütigen

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willy50

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film für jeden, der nicht Schauspieler werden sollte.

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dbeutner

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein interessanter Einblick in die Welt der Schauspielschulen. Ich befürchte, dass der Blick hinter die Kulissen relativ repräsentativ ist... Da schafft es die HFF Potsdam, Stephanie Stremler vorsichtigt mitzuteilen, dass sie vor allem ein echtes Problem hat, für das sie vielleicht nichts kann, aber das doch eher durch Ärzte und Psychologen in den Griff zu kriegen wäre als durch den Versuch einer Selbstbehandlung durch ein Schauspielstudium... Eine andere Schule nimmt sie dann - wie muss man denn drauf sein, um das Problem der Betroffenen nicht innerhalb von 10 Minuten mitzubekommen? Dazu muss man doch nicht Psychologie studieren...

Gar nicht so viel besser Constanze Becker - ein nicht-lachender Mensch (naja, einmal lacht sie glaube ich), ich-bezogen, problembelastet.

Karina Plachetka kannte ich bereits aus (dem recht furchtbaren) "Nichts als Gespenster". Ist irgendwo noch relativ normal, tendenziell sogar sympathisch, aber auch keine Person mit großer Ausstrahlung.

Bleibt Prodromos Antoniadis, die noch interessanteste Figur. Das der Gute eine unterentwickelte Selbstreflexion besitzt - sei's drum. Immerhin aber macht er nicht jeden elitär-arroganten Kwatsch an der Schule widerspruchslos mit, eckt an, setzt sich einigermaßen durch. Stellt korrekte Fragen (z.B., ob es darum geht, die SchülerInnen zu brechen, eine Frage, die ich mir schon eine ganze Weile gestellt hatte, bevor Prodromos diese Frage aussprach). Macht sein Ding, vielleicht krankhaft naiv (die US-Szene ist schon abgefahren), aber lieber so als getrieben von Problemen aus der Kindheit oder was-weiß-ich-denn...

Am Ende wundert man sich kaum, dass in Deutschland keine (OK, extrem wenige) Persönlichkeiten als SchauspielerInnen entstehen. Was man sieht, ist elitär und aufs äußerste unangenehm. Ein völlig kranker Betrieb.

Aber wie eingangs gesagt: Insofern schon recht interessant. Man muss nur nach 100 Minuten den Kopf wieder beruhigen, der sich aufs Dauerschütteln eingestellt hat.

Die Stilmittel der Doku (kein Interviewer-Ton, oft Kamera draufgehalten und ewig gewartet, bis der Interviewte noch einen mehr oder minder komischen Brocken auswirft) sind ebenfalls nicht fesselnd, und so gelten die Punkte mehr dem vermittelten Einblick als filmischen Mitteln oder gar den Protagnisten...

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dbeutner

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Nö, da habe ich nix durcheinandergebracht. An der HFF kann man auch Schauspiel studieren, http://www.hff-potsdam.de/_deutsch/studium/schau.html - und sie zitiert anfangs eine Absage aus Postdam. Soweit ich weiß, ist das die einzige entsprechende Schule, also würde ich mal sagen: Zu schnell geschossen?! ;-)


dbeutner

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OK, habe wegen der Potsdamer Geschichte zu viel Bezug auf "Filmhochschulen" genommen - jetzt korrigiert. Insofern Danke für den Hinweis.


Heavy_Metal

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Bewertung0.0Hassfilm

Bitte nicht!
Der unerträgliche Egozentrismus der (darstellenden) Darsteller ist schlicht unmenschlich. Wenn es hier um Authentizität geht, so wie ich vermute, möchte ich keinem dieser Menschen begegnen, lieber noch schneide ich mir ein Bein ab. Dies wiederum ist mutmaßlich dem Film selbst nicht anzukreiden, da aber es der Film ist, der mich mit diesen "Persönlichkeiten" folterte... genug.

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